Göttingen: Des Monsters trübe Augen

Aus Göttingen gibt es wieder einmal etwas Neues: Korporierte aus den meisten vor Ort vertretenen Dachverbänden und auch aus freien Bünden haben sich zu einer Initiative Göttinger Verbindungsstudenten (IGV) zusammengeschlossen. Ziel dieser Initiative ist es, das öffentliche Bild des Verbindungswesens gerade zu rücken und gegen die seit Jahren unreflektiert dahingedroschenen Vorurteile von Verbindungsgegnern vorzugehen.

Alleine schon die Existenz einer solchen Vereinigung stößt so manchem selbsterklärten Feind sauer auf. Offenbar hat man die Befürchtung, man müsste sich künftig tatsächlich sachlich mit dem Thema auseinandersetzen, das Zepter der öffentlichen „Diskussion“ unter Umständen sogar abgeben. Zumindest ist das mein Eindruck, wenn ich den Artikel Die Buxen-Einheitsfront der „Monsters of Göttingen“ lese.

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Ein Beitrag der Juso-Hochschulgruppe Kassel & Witzenhausen über nette Jungs und Böhse Onkelz

Zugegeben, ich gehöre zu den Menschen, die zunächst das Fazit eines Artikels oder das Ende eines Buches lesen, bevor sie sich der ganzen Geschichtze widmen. Ich war so schon geneigt, dem Artikel Nette Jungs oder Böhse Onkelz? aus dem Jahr 2006 (Zugriff am 10.11.2010 – alle unten aufgeführten Zitate beziehen sich auf diesem Zugriff) auf dem Seiten der der Juso-Hochschulgruppe an der Uni Kassel meine Sympathie auszusprechen. Aber eigentlich hätte ich es besser wissen müssen…

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Die Rechtslastigkeit von Studentenverbindungen

Den folgenden Artikel habe ich für die Ausgabe 3/2010 der Studierendenzeitung der FernUniversität Hagen, das ‚Sprachrohr‘ verfasst, welches vom hiesigen AStA herausgegeben wird. Das Sprachrohr ist auch über die Webseite des Hagener AStA abrufbar: http://www.fernstudis.de/sprachrohr_2010-03.

Eine der größten Mythen, die das Verbindungswesen umringt, ist deren angeblich starke politische Rechtslastigkeit. Glaubt man den Aussagen der gängigen sog. „Burschi-Reader“, die verschiedene AStAs in Deutschland herausgeben, so wäre das Verbindungswesen eine Kaderschmiede für rechtsextreme Vereinigungen oder Parteien, wie bspw. die NPD. Aber auch wenn manche dieser Burschi-Reader der Auffassung sind, dies könne nicht auf alle Studentenverbindungen übertragen werden, so scheren sie am Ende doch alle über einen Kamm, wenn sie ein  allgemeines Verbot solcher Bünde fordern.

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