Die Nachwehen des Bismarck-Kommers

Wir haben in Deutschland zurecht eine Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit. Beide sind mitunter die wichtigsten Güter eines freien Landes und einer Staatsform, die sich auch nur im Entferntesten demokratisch nennen will. Auf der anderen Seite frage ich mich aber, warum Menschen auf die Straßen gehen und demonstrieren, wenn sie vom eigentlich kritisierten Gegenstand offensichtlich keine Ahnung haben.

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Gewalt gegen Korporationen und der Versuch der Rechtfertigung dafür

Ende Januar hat der Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) eine statistische Erhebung zur Gewalt gegen Verbindungen im Jahr 2010 veröffentlicht. Rund 120 Straftaten gegen Korporationen in Deutschland und Österreich wurden en Detail beschrieben und aufgeführt. Die Straftatbestände reichten von Sachbeschädigungen über Brandanschläge bis hin zu körperlicher Gewalt. Zu den Urhebern heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung:

„Die meisten Straftaten wurden von Linksextremisten bzw.  selbsternannten „Antifaschisten“ verübt. Oftmals gab es Bekennerschriften der Täter im Internet. Der Bundestagsabgeordnete Uhl verurteilt die Gewalt gegen Studentenverbindungen scharf: „Sollte sich herausstellen, dass es sich dabei um eine gezielte Kampagne der linken ‚Antifa‘ handelt, dann muss dagegen vorgegangen werden.“
(Quelle: http://www.akademikerverbaende.de/files/110128_pm_cda_gewalt_gegen_korporationen.pdf; Zugriff am 23.02.2011)

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„Als ein Bund für Deutschlands Einheit“ (Interpretation)

Ein Verfolger aus der Twittergemeinde, der scheinbar auch eher zum linken politischen Spektrum gehört, zog kürzlich diesen Blog ins Lächerliche. In wenig geistreichen Beiträgen reduziert der Twitterer Pantoffelpunk das Verbindungswesen auf den Inhalt eines vertonten Gedichts, welches vom Farbenbruder Jürgen Borgwardt während der 1980er Jahre verfasst wurde. (Twitter-Konversation Pantoffelpunkt-Burschireader)

‚Pantoffelpunk‘ fand dieses vertonte Gedicht „Als ein Bund für Deutschlands Einheit“ auf der Seite des Bierprügel.com, welche ich in der Linkliste verknüpft habe. Er unterstellt darin nationalistisches Gedankengut. Ich frage mich, ob der Twitterer den Text nicht gelesen oder einfach nur nicht verstanden hat. Ich versuche mich daher an einer ganz persönlichen Interpretation – so zunächst anhand der einzelnen Strophen, später als Fazit zu dem Gesamttext.

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FelS Berlin: Von Propaganda-Vorwürfen und mangelndem Sprachgefühl

Der burschireader-Twitterfeed wurde von der Berliner Gruppe FelS geblockt. Die Gruppe schrieb ihrerseits bei Twitter:

Burschenschafts-Propaganda nervt – block @burschireader #Uni #Antifa
(Quelle: http://twitter.com/#!/FelSBerlin, Zugriff am 17.12.2010)

Im Grunde genommen wäre mir das egal, doch zeigt dies, welche Aussagekraft wenige Worte haben können – insbesondere dann, wenn sie in einem falschen Kontext gebraucht werden. Es ist erschreckend, mit welcher Leichtigkeit man Worte wie „Propaganda“ nutzt und damit einen völlig falschen Umstand versucht zu suggerieren. Ob dabei Absicht oder einfach nur mangelndes Sprachgefühl zugrunde liegen, sei dahingestellt.

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Das Antifa-Referat des AStAs der TU Darmstadt gibt sich die Ehre

Es ist ja in der Tat nichts Neues, dass linke Gruppierungen zu Veranstaltungen einladen, die über das Verbindungswesen „informieren“ sollen. Auch, dass eben dieser  Informationsgehalt politisch recht einseitig ist, ist bei solchen Veranstaltungen kaum verwunderlich. Überrascht war ich jedoch über die  Einladung zu einer Informationsveranstaltung des Antifa-Referats des AStA der TU Darmstadt mit dem Titel Ein kritischer Blick auf Studentenverbindungen in Deutschland.

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Die Rechtslastigkeit von Studentenverbindungen

Den folgenden Artikel habe ich für die Ausgabe 3/2010 der Studierendenzeitung der FernUniversität Hagen, das ‚Sprachrohr‘ verfasst, welches vom hiesigen AStA herausgegeben wird. Das Sprachrohr ist auch über die Webseite des Hagener AStA abrufbar: http://www.fernstudis.de/sprachrohr_2010-03.

Eine der größten Mythen, die das Verbindungswesen umringt, ist deren angeblich starke politische Rechtslastigkeit. Glaubt man den Aussagen der gängigen sog. „Burschi-Reader“, die verschiedene AStAs in Deutschland herausgeben, so wäre das Verbindungswesen eine Kaderschmiede für rechtsextreme Vereinigungen oder Parteien, wie bspw. die NPD. Aber auch wenn manche dieser Burschi-Reader der Auffassung sind, dies könne nicht auf alle Studentenverbindungen übertragen werden, so scheren sie am Ende doch alle über einen Kamm, wenn sie ein  allgemeines Verbot solcher Bünde fordern.

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Ehre, Freiheit und Vaterland – Das revolutionäre Motto in die Gegenwart transferiert

Ehre, Freiheit, Vaterland – das waren die hohen Ziele, die sich die Urburschenschaft 1815 auf die Fahnen geschrieben hatte. Es waren die Forderungen, die die damalige Studentenschaft für ihre deutsche Heimat hatte. Bis zu 50% der damaligen Studierenden, so wird geschätzt, haben sich freiwillig zum Kriegsdienst für die Befreiungskriege gegen die Armeen Napoleons gemeldet, um vor allem für diese Werte einzustehen.

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Der Göttinger Cheltemhampark: Nach der Antifa-Demo

Im Grunde war für mich der Vorfall im Göttinger Cheltemhampark mit meinem Post vom 03. August erledigt. Im Zuge der Nachbereitung der von antifaschistischen Linken organisierten Demonstration vom letzten Freitag wurde die Darstellung der Ereignisse vom 21. Juli noch abstruser als sie ohnehin schon war.

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Die künstliche Politisierung des Verbindungswesens

Die Aufgabe der politischen Willensbildung liegt in unserem Land vor allem bei den Parteien. Studentenverbindungen sollen vor allem ein Freundschaftsbund sein. Politik kommt zwischen Farben- und Bundesbrüdern natürlich auch zur Sprache, nicht aber wegen einer politischen Ausrichtung des jeweiligen Bundes. Politische Diskussionen gibt es überall: Zwischen Freunden, Kollegen, auf Facebook, im Rahmen vom Blogs und eben auch zwischen Bundesbrüdern.

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Vom gestörten Verhältnis der AStAs ggü. dem Verbindungswesen

Dieser Blog ist entstanden, nachdem ich angefangen habe, mich mit dem Verhältnis der Studierendenvertretungen bzw. AStAs mit den Studentenverbindungen auseinander zu setzen. Ein maßgeblicher Beleg für das gestörte Verhältnis der (i.d.R. politisch links dominierten) AStAs sind die zahlreichen sog. Burschireader,  die oft auch auf den Webseiten der AStAs zum Download bereit stehen.

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