Selbstbestimmung der Frau? Beim AStA der Uni Hannover recht fraglich!

Zu Beginn des Wintersemesters war es ja „in“ gegen Zimmerangebote von Studentenverbindungen zu wettern. Zwei solche Aktionen aus Hannover und Halle habe ich in den letzten Tagen auch hier bedacht. Selbst der TAZ ging die neuerliche Hetze offenbar zu weit und versuchte sich an einer anderen kritischen Perspektive. Sie untersuchte im Artikel Kein Bett bei den Burschen das

Zivilisierungspotenzial rein wohnungssuchender Studenten[, die] einfach ein billiges Zimmer [suchen].
(Quelle: http://taz.de/Warnung-an-Studienanfaenger/!81467/, Zugriff am 17.11.2011)

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In Hannover sind Zimmer frei und drohen bewohnt zu werden

In den Kreisen der Verbindungsgegner kopiert man ja gerne die Aktionen, die anderenorts schon in irgendeiner Art und Weise – wenn auch nur eingebildet – erfolgreich waren. So versucht man sich nun nach Leipzig und Göttingen auch in Greifswald an einem Sorgentelefon, in Hannover greift man nach Halle die Frage nach dem Leben auf einem Verbindungshaus auf. Dazu wurde mir dieser Tage ein Flugblatt mit dem Titel „Achtung Zimmer frei!“ zugespielt, welches ich auch der breiten Öffentlichkeit natürlich kommentiert gerne zur Verfügung stelle.

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Die sds Halle warnt vor günstigen Studentenbuden

Die Quasi-Abschaffung der Wehrpflicht und auch bspw. der doppelte Abiturjahrgang in Bayern haben in so manchen Hochschulstädten unseres Landes für ein bisher nicht dagewesenen Problem an Wohnungsnot gesorgt. Die linke Hoschulgruppe an der Martin-Luther-Universität Halle, die sds.die linke – Links-Alternative Hochschulgruppe MLU (sds Halle), hat es sich nicht nehmen lassen, dahingehend in einem Fundstück der 41. Kalenderwoche auf das bös- und abartige Treiben von Studentenverbindungen im Zuge der Rekrutierung neuer Fuxen hinzuweisen.

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Die Erlanger Seifenoper geht weiter

Zwischenzeitlich weiß man wirklich nicht mehr, ob man über die Vorgängen um einen Link auf den Seiten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (FAU) lachen oder weinen soll. Was hier die Organisation LUKS allerdings losgetreten und was sie daraus gemacht hat, müsste aber in der Zwischenzeit selbst ihnen peinlich sein. Vielleicht ist man auch nur froh darüber, dass man öffentliche Aufmerksamkeit hat erhaschen können, auch wenn der Hintergrund so schlecht ist, wie die die Story billigste Dailysoap im deutschen Fernsehen.

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Greifswalder Sorgentelefon: Ausstiegswillige Mormonen sollen nicht beraten werden!

Vor Kurzem wurde ja bekannt, dass man auch in Greifswald über ein Aussteiger-/ Sorgentelefon nach Göttinger Vorbild nachdenken würde. Die entsprechende a.o. Sitzung des Studierendenparlaments u.a. zu diesem Thema fand dieser Tage statt. Der webmoritz dokumentiert diese Sitzungen regelmäßig via Live-Ticker. Die Diskussion um eben dieses Telefonangebot möchte ich an dieser Stelle nicht vorenthalten.

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In Greifswald denkt man an ein weiteres Sorgentelefon

Nachdem der AStA der Uni Göttingen mit seinem Sorgentelefon einen medialen Coup landen konnten, war es nur eine Frage der Zeit, bis man auch an anderen Universitäten auf die Idee kommen würde, solch eine Hotline einzurichten. Nun outen sich die Jusos an der Uni Greifswald und werden auf der kommenden Sitzung des Studierendenparlaments einen entsprechenden Antrag stellen. Vorbild ist das Projekt aus Niedersachsen.

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Der AStA Braunschweig klärt auf… oder tut zumindest so

Zu Beginn von Sommer- und Wintersemester öffnen Studentenverbindungen oftmals ihre Häuser, um auf Erstsemester-Partys einerseits neue Mitglieder zu keilen, andererseits natürlich auch, um sich zu präsentieren. Diese Partys sind in aller Regel gut besucht, die Stimmung recht locker. Wer vielleicht einen unverbindlichen Einblick in das Farbenstudententum erhaschen will, ist mit einem Besuch gut beraten.

Ein wenig erschrocken habe ich mich allerdings vorhin, als ich auf den Seiten eines Braunschweiger AStAs lesen musste, dass auf einer solchen Party eine Frau geschlagen worden sei:

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Göttinger Spiegel-Geschichten

Dass Der Spiegel, inbesondere seine Online-Ausgabe (SpOn), nicht gerade zu den größten Verbindungsfreunden gehört, das ist bekannt. Eigentlich sollte man auch glauben, dass man derzeit nicht gerade den thematischen Tod zu sterben fürchten müsste, jedoch hat man genau dieses Gefühl, wenn man sich den Artikel „Hotline für Studentenverbindungen – Erzähl mir deine Sorgen, Bursche“ liest, den offenbar ein Praktikant ins Netz gestellt hat.

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Willkommen Erstsemester! – Auf der Suche nach einer Studentenverbindung?

Liebe Erstsemester,

auf diesen Blog stößt man in aller Regel dann, wenn man irgendeinen Bezug zum Verbindungswesen hat. So gehe ich davon aus, dass Ihr entweder einen der Burschireader bekommen habt, der an manchen Hochschulen von den örtlichen AStAs verteilt wird, oder Ihr Euch einfach mit dem Gedanken tragt, evtl. einer Verbindung beizutreten.

Das Verbindungswesen in Deutschland ist in der Tat mit allerlei Vorurteilen belegt, welche – teils wortgleich – seit Jahrzehnten geschürt werden. So gelten Verbindungen im Allgemeinen als rechtsextrem, undemokratische  Saufvereine, frauen- und ausländerfeindlich etc pp. Der Wahrheitsgehalt solcherlei Behautptungen ist denkbar gering. Untermauert werden sie in der Regel mit vereinzelten, in sich geschlossenen Vorkommnissen der vergangenen zwei Jahrzehnte, die weder zeitgerecht sind, noch für das Verbindungswesen generell sprechen können.

In Deutschland gibt es rund 1.400 studentische Verbindungen, mit weit über 100.000 Alten Herren und Studierende. Die einzelnen Bünde, bzw. ihr Erscheinungsbild, wird vor allem über deren Mitglieder getragen. Bei sechsstelligen Mitgliederzahlen kann man nicht ernsthaft einen vorverurteilbaren Einheitsbrei erwarten. Jede Verbindung ist anders: die eine ist vielleicht etwas konservativer, der andere eher lockerer. Manche schlagen Mensuren, andere tun dies auf freiwilliger Basis oder lehnen sie gänzlich ab. Dann gibt es Verbindungen, die sehr religiös verwurzelt sind, anderen sind Politik und Religion vollkommen egal. Und selbst Damen haben mehr und mehr die Möglichkeit, sich im Verbindungswesen einzubringen, sei es in der wachsenden Zahl an Damenbünden, die derzeit bundesweit entstehen oder in Verbindungen, die sich auch für Frauen geöffnet haben und öffnen werden.

Ich glaube, dass es prinzipiell für jeden die richtige Verbindung geben kann, in der man sich wohl fühlt. Wenn man sich zumindest mit dem Gedanken an einen Verbindung anfreunden kann, dann empfehle ich persönlich, verschiedene Bünde und deren Kneipen unverbindlich zu besuchen. Insbesondere nach der Lektüre eines Burschireaders o.ä. wird man schnell feststellen, dass das „Erlebnis“ Studentenverbindung in eben diesen eigentlich nirgendwo auch nur annähernd beschrieben wird.

Und wenn man nach dem einen oder anderen Besuch vielleicht doch der Meinung ist, dass das Verbindungswesen nicht wirklich zu einem passt, dann ist das auch vollkommen in Ordnung. Ich würde mich allerdings freuen, wenn man den vielen, in aller Regel haltlosen, Hetzschriften von vorn herein nicht allzu viel Glauben schenken würde.

Ich wünsche ein gutes Gelingen im Studium und ggf viel Glück bei der Verbindungssuche!

Der Burschireader

Von wirren Bochumer Gedankengängen

Kaum beginnt ein neues Studiensemester, so habe ich das Gefühl, kommen auch schon die Verbindungsgegner wie die Eichhörnchen nach dem Winterschlaf auf die Möchte-Gern-Politische-Bühne um mit undifferenzierten, unreflektierten und unwahren Hetzkampagnen gegen das Farbenstudententum zu wettern. Heute: Die Gruppe Protestplenum Bochum (im Folgenden ‚das Plenum‘), eine links-politische Gruppe aus Bochum, deren Ziele ich ehrlich gesagt noch nicht so wirklich verstanden habe. In einem Erstis-Info für das angehende Wintersemester widmet sich die Organisation auf drei Seiten dem ach-so-bösen Verbindungswesen.

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