Dresden lud zum Tanz… gleich mehrfach!

Akademikerbälle, organisiert durch Studentenverbindungen, haben den Hang, massive Proteste anzuziehen. Wien scheint im Januar – wenn man den Fotos glauben darf, die in den Medien kursieren – um die Hofburg herum einem kleinen Kriegsschauplatz zu gleichen. Das Aufgebot verbindungsfeindlicher Demonstranten ist jedes Jahr aufs Neue sehr groß… und immer hat man irgendwie das Gefühl, die Damen und Herren hätten nicht so recht verstanden, wogegen sie überhaupt demonstrieren. Vielleicht interessiert es sie aber auch nicht so wirklich.

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Die Hannover Nordstadt: Verbindungen als der unabdingbare Quell rechtsextremer Straftaten

Wieder einmal muss der Eisenacher Burschentag des vergangenen Jahres für eine politische Hetzkampagne herhalten. Im Stadtbezirk Nord Hannovers stellt nun die SPD-Fraktion eine Anfrage an die örtliche Bürgermeisterin hinsichtlich des hiesigen Verbindungswesens. In dem entsprechenden Schriftstück, welches aus meiner Sicht thematisch und auch sprachlich wirklich unbeholfen wirkt, führen die Damen und Herren Sozialdemokraten in das Thema ein:

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Erlanger Seifenoper – ein Volk unter Generalverdacht?

Irgendwie war mir klar, dass das nicht alles gewesen sein konnte. Vor wenigen Wochen haben sich die Gruppierungen wie bspw. die Grüne Liste (GL) im Erlanger Stadtrat oder die Initiative Linke und kritische Studenten (LUKS) für einen ganz tollen Kompromiss feiern lassen: Die Stadt Erlangen bittet die hiesige Friedrich-Alexander-Universität, Verlinkungen auf deren Webseite zu solchen von Studentenverbindungen zu überprüfen und ggf. abzustellen. Die Universitätsleitung hatte aber ihr Statement schon Monate zuvor abgegeben und war schon da nicht willens, den Forderung nach Abschaltung dieser Verweise nachzukommen, sähe sie  schließlich darin (grob gesagt) einen Akt der Willkür. Sehr verwunderlich ist es daher also, wenn nun just LUKS sich darüber brüskiert, dass das Uni-Rektorat ihrem Standpunkt treu bleibt.

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Von Papiertigern und Scherben: Die DB regt sich!

Wenn wir Indymedia nur nicht hätten, dann wüssten wir heute vielleicht gar nicht, dass sich im Dachverband der Deutschen Burschenschaft (DB) derzeit eine Initiative Burschenschaftliche Zukunft (IBZ) formt. Diese ist offenbar eine Reaktion auf den medial desaströs verlaufenen Eisenacher Burschentag vom Frühjahr diesen Jahres. Indymedia belächelt das Vorhaben als „PapiertigerInitiative“ – wenn die Damen und Herren meinen…!

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„Los geht’s“ – das Greifswalder Sorgentelefon geht an den Start!

Jetzt ist es also soweit. In Greifswald ist man auf den fahrenden Zug aufgesprungen und versucht sich an einem Sorgentelefon für ausstiegswillige Studierende. Die Kollegen… sorry… KollegInnen aus Göttingen haben ja damit große mediale Erfolge erzielen können. Dass die sachdienliche Qualität der Beratung eher im Untergrund kratzt, sei aber ebenso zur Kenntnis gegeben.

Immerhin hat man ja die Hoffnung (er)tragen können, die Damen und Herren aus Greifswald hätten aus den Göttinger Mängeln gelernt und einiges besser gemacht. Aber meist sind auch Cover-Songs schlechter als das Original und Kopien im Vergleich zum Ursprungsdokument doch verschwommen. So verhält es sich dann offenbar auch mit der Sorgentelefon-Kopie aus dem Norden Deutschlands.

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Was uns die „Dönermorde“ nun also auch über das Verbindungswesen sagen…

Die Dönermorde, bzw. deren Begleitumstände, müssen ja derzeit für einigen politischen Aktionismus herhalten. Diese zu bewerten ist prinzipiell nicht Aufgabe und Zweck dieses Blogs. Jedoch, und genau das ist wiederrum Gegenstand dieser Webseite, wird die Diskussion seit einigen Tagen auch als Argument für die Kritik am Verbindungswesen herangezogen. Hier kommen schon sehr seltsame Argumentationslinien zustande. So versucht man bspw. auf der Seite http://coburgerconvent.blogsport.de einen Zusammenhang zwischen der ruhenden Mitgliedschaft des Coburger Convents (CC) im Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) mit den Dönermorden herzustellen.

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Selbstbestimmung der Frau? Beim AStA der Uni Hannover recht fraglich!

Zu Beginn des Wintersemesters war es ja „in“ gegen Zimmerangebote von Studentenverbindungen zu wettern. Zwei solche Aktionen aus Hannover und Halle habe ich in den letzten Tagen auch hier bedacht. Selbst der TAZ ging die neuerliche Hetze offenbar zu weit und versuchte sich an einer anderen kritischen Perspektive. Sie untersuchte im Artikel Kein Bett bei den Burschen das

Zivilisierungspotenzial rein wohnungssuchender Studenten[, die] einfach ein billiges Zimmer [suchen].
(Quelle: http://taz.de/Warnung-an-Studienanfaenger/!81467/, Zugriff am 17.11.2011)

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In Hannover sind Zimmer frei und drohen bewohnt zu werden

In den Kreisen der Verbindungsgegner kopiert man ja gerne die Aktionen, die anderenorts schon in irgendeiner Art und Weise – wenn auch nur eingebildet – erfolgreich waren. So versucht man sich nun nach Leipzig und Göttingen auch in Greifswald an einem Sorgentelefon, in Hannover greift man nach Halle die Frage nach dem Leben auf einem Verbindungshaus auf. Dazu wurde mir dieser Tage ein Flugblatt mit dem Titel „Achtung Zimmer frei!“ zugespielt, welches ich auch der breiten Öffentlichkeit natürlich kommentiert gerne zur Verfügung stelle.

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Die sds Halle warnt vor günstigen Studentenbuden

Die Quasi-Abschaffung der Wehrpflicht und auch bspw. der doppelte Abiturjahrgang in Bayern haben in so manchen Hochschulstädten unseres Landes für ein bisher nicht dagewesenen Problem an Wohnungsnot gesorgt. Die linke Hoschulgruppe an der Martin-Luther-Universität Halle, die sds.die linke – Links-Alternative Hochschulgruppe MLU (sds Halle), hat es sich nicht nehmen lassen, dahingehend in einem Fundstück der 41. Kalenderwoche auf das bös- und abartige Treiben von Studentenverbindungen im Zuge der Rekrutierung neuer Fuxen hinzuweisen.

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Die Erlanger Seifenoper geht weiter

Zwischenzeitlich weiß man wirklich nicht mehr, ob man über die Vorgängen um einen Link auf den Seiten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (FAU) lachen oder weinen soll. Was hier die Organisation LUKS allerdings losgetreten und was sie daraus gemacht hat, müsste aber in der Zwischenzeit selbst ihnen peinlich sein. Vielleicht ist man auch nur froh darüber, dass man öffentliche Aufmerksamkeit hat erhaschen können, auch wenn der Hintergrund so schlecht ist, wie die die Story billigste Dailysoap im deutschen Fernsehen.

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