AStA FU Berlin: Wenn einem gezeigt wird, dass man recht hat…

Ein Schelm der Böses am Marketing-Himmel denkt: Ein „couragierter Antifaschist“ wird Ende Oktober seiner eigenen Feier verwiesen, beinahe zeitgleich erscheint dieses Pamphlet des hiesigen AStAs der FU Berlin: „Gute Nacht, Burschenpracht“1.

Ich bedanke mich natürlich für die Werbung auf Seite 2 – und auch gleich für die Bestätigung dessen, was da von mir zitiert steht. Noch nicht einmal einen kompletten Absatz im ersten Beitrag brauchte es, bis ich mich bestätigt fand:

„Nicht jede Studentenverbindung ist eine Burschenschaft, aber jede Burschenschaft eine Studentenverbindung.“
aus dem Artikel „STUDENTISCHE VERBINDUNGEN – WHAT THE F*CK?“, S. 4f.

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Willkommen Erstsemester! – Auf der Suche nach einer Studentenverbindung?

Liebe Erstsemester,

auf diesen Blog stößt man in aller Regel dann, wenn man irgendeinen Bezug zum Verbindungswesen hat. So gehe ich davon aus, dass Ihr entweder einen der Burschireader bekommen habt, der an manchen Hochschulen von den örtlichen AStAs verteilt wird, oder Ihr Euch einfach mit dem Gedanken tragt, evtl. einer Verbindung beizutreten.

Das Verbindungswesen in Deutschland ist in der Tat mit allerlei Vorurteilen belegt, welche – teils wortgleich – seit Jahrzehnten geschürt werden. So gelten Verbindungen im Allgemeinen als rechtsextrem, undemokratische  Saufvereine, frauen- und ausländerfeindlich etc pp. Der Wahrheitsgehalt solcherlei Behautptungen ist denkbar gering. Untermauert werden sie in der Regel mit vereinzelten, in sich geschlossenen Vorkommnissen der vergangenen zwei Jahrzehnte, die weder zeitgerecht sind, noch für das Verbindungswesen generell sprechen können.

In Deutschland gibt es rund 1.400 studentische Verbindungen, mit weit über 100.000 Alten Herren und Studierende. Die einzelnen Bünde, bzw. ihr Erscheinungsbild, wird vor allem über deren Mitglieder getragen. Bei sechsstelligen Mitgliederzahlen kann man nicht ernsthaft einen vorverurteilbaren Einheitsbrei erwarten. Jede Verbindung ist anders: die eine ist vielleicht etwas konservativer, der andere eher lockerer. Manche schlagen Mensuren, andere tun dies auf freiwilliger Basis oder lehnen sie gänzlich ab. Dann gibt es Verbindungen, die sehr religiös verwurzelt sind, anderen sind Politik und Religion vollkommen egal. Und selbst Damen haben mehr und mehr die Möglichkeit, sich im Verbindungswesen einzubringen, sei es in der wachsenden Zahl an Damenbünden, die derzeit bundesweit entstehen oder in Verbindungen, die sich auch für Frauen geöffnet haben und öffnen werden.

Ich glaube, dass es prinzipiell für jeden die richtige Verbindung geben kann, in der man sich wohl fühlt. Wenn man sich zumindest mit dem Gedanken an einen Verbindung anfreunden kann, dann empfehle ich persönlich, verschiedene Bünde und deren Kneipen unverbindlich zu besuchen. Insbesondere nach der Lektüre eines Burschireaders o.ä. wird man schnell feststellen, dass das „Erlebnis“ Studentenverbindung in eben diesen eigentlich nirgendwo auch nur annähernd beschrieben wird.

Und wenn man nach dem einen oder anderen Besuch vielleicht doch der Meinung ist, dass das Verbindungswesen nicht wirklich zu einem passt, dann ist das auch vollkommen in Ordnung. Ich würde mich allerdings freuen, wenn man den vielen, in aller Regel haltlosen, Hetzschriften von vorn herein nicht allzu viel Glauben schenken würde.

Ich wünsche ein gutes Gelingen im Studium und ggf viel Glück bei der Verbindungssuche!

Der Burschireader

Von wirren Bochumer Gedankengängen

Kaum beginnt ein neues Studiensemester, so habe ich das Gefühl, kommen auch schon die Verbindungsgegner wie die Eichhörnchen nach dem Winterschlaf auf die Möchte-Gern-Politische-Bühne um mit undifferenzierten, unreflektierten und unwahren Hetzkampagnen gegen das Farbenstudententum zu wettern. Heute: Die Gruppe Protestplenum Bochum (im Folgenden ‚das Plenum‘), eine links-politische Gruppe aus Bochum, deren Ziele ich ehrlich gesagt noch nicht so wirklich verstanden habe. In einem Erstis-Info für das angehende Wintersemester widmet sich die Organisation auf drei Seiten dem ach-so-bösen Verbindungswesen.

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Enge Bande – eine neue Rezension für die antifaschistische Sicht

Die Semesterferien waren ja hinsichtlich der Veröffentlichung verbindungskritischer Texte bislang extrem ruhig. Ich hätte gerade in diesem Jahr eigentlich anderes erwartet. Allerdings scheinen sich aber die Rezensionen zum Buch der ausgewiesenen Verbindungsexperten Krebs und Kronauer „Studentenverbindungen in Deutschland – Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer Sicht“ im Augenblick eine starke Vermehrung zu erleben. Diesmal hat sich eine Dame dem Buch angenommen, um es dem gemeinen Volk anzupreisen. Einige Highlights ihrer Rezension „Enge Bande“

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a.i.d.a. – In Serie gegen das Verbindungswesen

Am 16. Juli feiert die Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG) ihr 50-jähriges Bestehen in München. Die BG gilt als das ‚Rechtsaußen‘ deutscher und österreichscher Studentenverbindungen. Die meisten ihrer Mitgliedsbünde gehören auch der Deutschen Burschenschaft (DB) an. Für die antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München (a.i.d.a) ist das Anlass, nicht nur gegen die BG, sondern gegen das gesamte Verbindungswesen zu wettern. So widmet diese Organisation eine ganze Artikelserie der ‚Aufklärung‘ über die Verbindungsszene. Dabei feuert man allerdings gerne auch einmal am Thema vorbei.

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Der Burschireader auf Twitter und das Toleranzprinzip

Gestern Abend war ich tatsächlich etwas erstaunt. Als ich mir gestern Abend die Besuchsstatistiken zu diesem Blog angesehen habe, durfte ich feststellen, dass diese gewaltig angezogen haben. Verwunderlich war das dahingehend, als dass ich gestern gar keinen Artikel veröffentlicht hatte und die Gründe für diese Besuchermehrung woanders liegen mussten.

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Vom „Netzwerk Studentenverbindungen“ – von Seilschaften und Möglichkeiten

Ziehen wir um, bitten wir in aller Regel ein oder zwei Freunde um Hilfe oder leihen uns bei dem Onkel des besten Freundes einen Transporter aus. Bei einem juristischen Problem fragen wir zunächst vollkommen unverbindlich bei einem bekannten Rechtsanwalt. Sobald wir uns für einen neuen Job in einer anderen Firma bewerben, überlegen wir uns, ob man da nicht jemanden kennt, der ein gutes Wort einlegen könnte. Und bei Hausbauten oder Renovierungen gehen wir zunächst einmal im Geiste das persönliche Adressbuch durch, um zu sehen, welche Materialien oder Dienstleistungen wir günstiger oder gar kostenlos in Anspruch nehmen könnten. Oder anderes gesagt: spätestens immer dann, wenn außergewöhnliche Anforderungen auf uns zukommen, versuchen wir, unser Netzwerk zu nutzen, um uns diesen oder jenen Vorteil zu verschaffen.

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FelS Berlin: Von Propaganda-Vorwürfen und mangelndem Sprachgefühl

Der burschireader-Twitterfeed wurde von der Berliner Gruppe FelS geblockt. Die Gruppe schrieb ihrerseits bei Twitter:

Burschenschafts-Propaganda nervt – block @burschireader #Uni #Antifa
(Quelle: http://twitter.com/#!/FelSBerlin, Zugriff am 17.12.2010)

Im Grunde genommen wäre mir das egal, doch zeigt dies, welche Aussagekraft wenige Worte haben können – insbesondere dann, wenn sie in einem falschen Kontext gebraucht werden. Es ist erschreckend, mit welcher Leichtigkeit man Worte wie „Propaganda“ nutzt und damit einen völlig falschen Umstand versucht zu suggerieren. Ob dabei Absicht oder einfach nur mangelndes Sprachgefühl zugrunde liegen, sei dahingestellt.

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„Ein alter Hut“, Teil 1 – Ein neuer Burschireader der StuRas Dresden

Auf 72 Seiten und einer Auflage von 750 Stück beschreiben die StuRas der TU und der HTW Dresden das örtliche Verbindungswesen: Ein alter Hut – Kritik studentischer Verbindungen in Dresden. Der Burschi-Reader erstreckt sich auf zwei Teile: Eine allgemeine Darstellung des Verbindungswesens gefolgt von  einer detaillierten Betrachtung der einzelnen Bünde in Dresden. Ich muss gestehen, dass der Burschi-Reader selbst für den erfahrenen Verbindungsstudenten eines an Information bereit, allerdings nur dann, wenn man wirklich zwischen den Zeilen lesen kann.

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