AStA FU Berlin: Wenn einem gezeigt wird, dass man recht hat…

Ein Schelm der Böses am Marketing-Himmel denkt: Ein „couragierter Antifaschist“ wird Ende Oktober seiner eigenen Feier verwiesen, beinahe zeitgleich erscheint dieses Pamphlet des hiesigen AStAs der FU Berlin: „Gute Nacht, Burschenpracht“1.

Ich bedanke mich natürlich für die Werbung auf Seite 2 – und auch gleich für die Bestätigung dessen, was da von mir zitiert steht. Noch nicht einmal einen kompletten Absatz im ersten Beitrag brauchte es, bis ich mich bestätigt fand:

„Nicht jede Studentenverbindung ist eine Burschenschaft, aber jede Burschenschaft eine Studentenverbindung.“
aus dem Artikel „STUDENTISCHE VERBINDUNGEN – WHAT THE F*CK?“, S. 4f.

Die entsprechenden Dorfgemeinschaften im vornehmlich süddeutschen Raum werden nun also von den Damen und Herren des AStA der FU Berlin auf den 28 Seiten des 10.000 Stücken aufgelegten Werks ebenfalls diffamiert, ausnahmslos rechts, frauenfeindlich und was-weiß-ich-noch-was zu sein. Man wird sich bedanken.

Wenn es selbst an den geringsten Basics fehlt, was soll man denn dann so einem Werk noch an winzigster Ernsthaftigkeit entgegenbringen?

Manchmal habe ich tatsächlich das Gefühl, man scheut sich einer ernsthaften Recherche und Diskussion, vor Angst, man könnte tatsächlich irgendwie falsch liegen. Dennoch, um den Rest „Anti-Burschi-Readers“ kümmere ich mich bei Gelegenheit.

Mein Liebling aber noch zum Schluss auf Seite 25:

Eigentumsvorbehalt
Nach diesem Eigentumsvorbehalt ist die Zeitung solange Eigentum des/der Absender_in, bis es den Gefangen ausgehändigt
worden ist. „Zur-Habe-Nahme“ ist keine Aushändigung im Sinne des Vorbehalts. Wird diese Publikation nicht persönlich ausgehändigt, ist es dem/der Absender_in mit dem Grund der Nichtaushändigung zurückzuschicken.

Eine solche Aussage macht natürlich Sinn, wenn die entsprechende Publikation zum Download angeboten wird!

In diesem inne wünsche ich um 00.05 Uhr tatsächlich eine gute Nacht!

***

Nachtrag 26.11.2012:

1) Der Download des „Anti-Burschireader“ auf den Seiten des AStA der FU Berlin ist scheinbar nicht mehr verfügbar. Wenn ich mich recht entsinne war die „Broschüre“ mit 10.000 Exemplaren aufgelegt. Schade um das Geld der Studierenden war ja bereits die Erstellung des Readers. Richtig ärgerlich wäre es aber in der Tat, hätte man ihn nun auch noch eingestampft.

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