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> <channel><title>Der Burschireader</title> <atom:link href="http://www.burschireader.de/feed" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.burschireader.de</link> <description>Studentenverbindungen, so wie sie wirklich sind</description> <lastBuildDate>Tue, 28 Feb 2012 21:20:23 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator> <item><title>Die Hannover Nordstadt: Verbindungen als der unabdingbare Quell rechtsextremer Straftaten</title><link>http://www.burschireader.de/2012-01-24/die-hannover-nordstadt-verbindungen-als-der-unabdingbare-quell-rechtsextremer-straftaten.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-hannover-nordstadt-verbindungen-als-der-unabdingbare-quell-rechtsextremer-straftaten</link> <comments>http://www.burschireader.de/2012-01-24/die-hannover-nordstadt-verbindungen-als-der-unabdingbare-quell-rechtsextremer-straftaten.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 24 Jan 2012 21:55:25 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Anfrage]]></category> <category><![CDATA[BDIC]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[DB]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Hannover]]></category> <category><![CDATA[Neue DB]]></category> <category><![CDATA[Nordstadt]]></category> <category><![CDATA[SPD]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=2160</guid> <description><![CDATA[Wieder einmal muss der Eisenacher Burschentag des vergangenen Jahres für eine politische Hetzkampagne herhalten. Im Stadtbezirk Nord Hannovers stellt nun die SPD-Fraktion eine Anfrage an die örtliche Bürgermeisterin hinsichtlich des hiesigen Verbindungswesens. In dem entsprechenden Schriftstück, welches aus meiner Sicht thematisch und auch sprachlich wirklich unbeholfen wirkt, führen die Damen und Herren Sozialdemokraten in das Thema <a
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class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Wieder einmal muss der <strong>Eisenacher Burschentag</strong> des vergangenen Jahres für eine politische Hetzkampagne herhalten. Im<strong> Stadtbezirk Nord Hannovers</strong> stellt nun die<strong> SPD-Fraktion</strong> eine <strong><a
href="http://www.burschireader.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-01_Hannover_AnfrageSPD.pdf">Anfrage</a> </strong>an die örtliche Bürgermeisterin hinsichtlich des hiesigen Verbindungswesens. In dem entsprechenden Schriftstück, welches aus meiner Sicht thematisch und auch sprachlich wirklich unbeholfen wirkt, führen die Damen und Herren Sozialdemokraten in das Thema ein:<span
id="more-2160"></span></p><blockquote><p>Der Stadtbezirk Nord ist Universitätsstandort. Das hat zur Folge, dass auch Verbindungen, Burschenschaften, Turnerschaften, Corps im Stadtbezirk eine Rolle spielen.</p></blockquote><p>Das ist ja soweit schon einmal ganz gut erkannt. Zugegeben kenne ich die örtlichen Begebenheiten Hannovers nicht, doch kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es nicht nur im Norden der Stadt Verbindungen gibt. Aber sei es drum, ich möchte nicht päpstlicher als der Papst erscheinen.</p><blockquote><p>In der Vergangenheit gibt es eine Häufung von Zeitungsberichten und persönlich vorgetragenen bzw. erlebten Vorfällen mit ordnungswidrigem oder strafrechtlichem Charakter mit diesen Vereinigungen, die eine öffentliche Debatte nötig machen.</p></blockquote><p>Die<strong> persönliche vorgetragenen bzw. erlebten Vorfälle</strong> gefallen mir in einer politischen Diskussion immer ganz besonders. Egal, ob es sich um korporativ-spezifische Themen handelt oder um einfache Alltagsgeschichten, so ist solcher Tratsch &#8211; und von nichts anderen ist hier die Rede &#8211; in aller Regel übertrieben und/oder sehr subjektiv dargestellt. Ich fühle mich bei dieser Textpassage an den Song &#8220;<strong>Lasse rede</strong>&#8221; der deutschen Rockband &#8220;<strong>Die Ärzte</strong>&#8221; erinnert. Genau solche &#8220;persönlich vorgetragenen bzw. erlebten Vorfälle&#8221; sind es, die &#8211; so auch in dem Lied beschrieben &#8211; zu Vorverurteilungen führen, die mit Realitäten oftmals nicht mehr wirklich etwas zu tun haben. Eigentlich, so meine Meinung, sollte man gerade in der Politik über solche &#8220;Quellen&#8221; hinweg sein.</p><blockquote><p>Hinzu kommt eine offene Verbindung insbesondere der Deutschen Burschenschaft zu rechtsextremen Gedankengut. Dieser Dachverband fast aller Burschenschaften diskutierte im Rahmen ihrer Jahrestagung 2011 offen über die Frage, wie „deutsch“ der Stammbaum eines Mietglieds sein müsse. Die Zeitschriften „Zeit“, „Spiegel“, „Welt“ etc. haben diese Debatte treffend „Blut-und-Boden“-Debatte genannt. So wurde offensichtlich insbesondere auf die „Reinheit und Überlegenheit“ „deutscher Gene“ verwiesen. Im Stadtbezirk Nord befinden sich mehrere Burschenschaften, die Mitglied der Deutschen Burschenschaft sind.</p></blockquote><p>Die Diskussion um den deutschen Stammbaum wurde 2011 nicht &#8220;offen&#8221; geführt, sondern von den Medien an die Öffentlichkeit gezerrt &#8211; nicht dass es das besser machen würde. Wer die Debatten darüber verfolgt hat, der wird sich sicher auch daran erinnern, dass hier nicht in trauter Einigkeit diskutiert wurde, wie man es hier gerne versucht darzustellen, sondern dass hier gegensätzlichste Meinungen sowohl innerhalb der <strong>Deutschen Burschenschaft (DB)</strong>, aber auch des Verbindungswesens frontal aufeinander geprallt sind. Die <strong>DB</strong> hat von vielen Seiten &#8211; vor allem aus dem Verbindungswesen und vor allem auch aus den eigenen Reihen &#8211; massive Kritik einstecken müssen. So sind eben aufgrund dieser Diskussion einige Bünde in der Zwischenzeit aus dem Dachverband ausgetreten.</p><p>Darüber hinaus sind nicht &#8220;fast alle&#8221; <strong>Burschenschaften Mitglied der DB</strong>. Alleine 40 Verbindungen, die sich selbst Burschenschaft nennen, sind in den Dachverbänden der <strong>Neuen DB</strong> und des <strong>BDIC</strong> organisiert. Das sind alleine rund 1/3 der Burschenschaften in Deutschland. Wir sind hier sehr weit weg von dem, was man als &#8220;fast alle&#8221; bezeichnen könnte. Es wäre ein Leichtes gewesen, diese Zahlen im Internet zu recherchieren &#8211; mich hat das eben um die fünf Minuten gekostet.</p><p>Die Basis für die eigentliche Anfrage an die <strong>Hannover</strong> Bezirksbürgermeisterin beruht also schon auf Ungenauigkeiten und evtl. auch böswilligen Unterstellungen.</p><p>Die SPD-Fraktion schließt ihr Schreiben mit den folgenden eigentlichen Anfragen:</p><blockquote><p>1. Wie viele Polizeieinsätze in Zusammenhang mit Verbindungen, Burschenschaften, Turnerschaften, Corps und ähnlichen „akademischen Vereinigungen“ gab es 2011 im Stadtbezirk Nord? Wie viele Einsätze waren es 2010 und 2009? Welche Gründe haben für diese Einsätze gesorgt? Gibt es anhängige oder abgeschlossene Strafverfahren aus dem Zusammenhang dieser Einsätze?</p></blockquote><p>Es geht den Damen und Herren der SPD  hier offensichtlich nicht um Differenzierung und die mögliche Anprangerung rechter Vereinigungen, sondern sie  zeigen hier eine <strong>pauschale Vorverurteilung des Verbindungswesens</strong> per se. Allerdings bin ich tatsächlich auf die Antwort und die möglichen Ursachen möglicher Polizeieinsätze gespannt.</p><blockquote><p>2. Gab es in den besagten Zeiträumen Fälle von Polizeieinsätzen im Stadtbezirk Nord, bei der ein rechtsradikaler oder rechtsextremer Hintergrund angenommen wird?</p></blockquote><p>Ich stelle mir gerade die Frage nach dem Sinn eben dieser Frage. Was hat es mit dem Verbindungswesen zu tun, wenn bspw. bei einem rechtsextremen Idioten, der vielleicht gerade die Hauptschule mit Ach-und-Krach geschafft hat, eine Hausdurchsuchung aufgrund rechter Hintergründe stattgefunden hat. Diese Frage hat mit der eigentlichen Thematik der Anfrage gar nichts zu tun. Die Antwort, so sie denn kommen mag, kann nur darauf abzielen Zusammenhänge herzustellen, die es so gar nicht gibt.</p><p>Nicht anders verhält es sich mit der folgenden Frage:</p><blockquote><p>3. Gab es in den besagten Zeiträumen Fälle von Polizeieinsätzen im Stadtbezirk Nord, bei der ein rassistischer, sexistischer, homophober oder antisemitischer Hintergrund angenommen wird?</p></blockquote><p>Was hat es denn mit dem Verbindungswesen zu tun, wenn der beispielhafte rechtsextreme Idiot aus Frage 2 zuvor einen jüdischen Mitbürger beschimpft hat und so den Anlass für die Hausdurchsuchung gegeben hat? Richtig, gar nichts.</p><p>Die Anfrage beweist nur einmal mehr, wie man aus einem heißen gesellschaftlichen Thema mit aller Gewalt Kapital schlagen möchte. In sich ist diese Anfrage vollkommen unsinnig. Mit Recht darf man sich fragen, was das denn soll! Alleine schon aufgrund der offensichtlichen Ermangelung an politischer Qualifikation wäre für mich die<strong> <a
href="http://www.spd-hannover-nordstadt.de" target="_blank">Hannover Nord-SPD</a></strong> unwählbar. Von gewählten Politikern erwarte ich mir dann doch ein weitaus höheres Maß an Professionalität. Über diese Anfrage kann man in der Tat nur den Kopf schütteln.</p><p>&nbsp;</p><p><em>Die Zitate beziehen sich auf die genannte Anfrage des SPD-Fraktion vom 16.01.2012. Sie ist zu finden unter der URL <a
href="https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/SIMFrameset?OpenFrameSet&amp;Frame=NotesView&amp;Src=https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/0/BD40038B2A3D3EECC125798A0013DF1E?OpenDocument&amp;AutoFramed">https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/SIMFrameset?OpenFrameSet&amp;Frame=NotesView&amp;Src=https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/0/BD40038B2A3D3EECC125798A0013DF1E?OpenDocument&amp;AutoFramed</a> bzw. dem PDF unter der URL <a
href="https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/0659DF9D85F5951BC1257987004BDD1F/$FILE/Druckversion.PDF" target="_blank">https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/0659DF9D85F5951BC1257987004BDD1F/$FILE/Druckversion.PDF</a>  (Letzter Zugriff auf beide Dokumente am 24.01.2012)</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2012-01-24/die-hannover-nordstadt-verbindungen-als-der-unabdingbare-quell-rechtsextremer-straftaten.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Kleine Anfrage: Keine Show für einen Grünen Landtagsabgeordneten aus Niedersachsen</title><link>http://www.burschireader.de/2011-12-14/kleine-anfrage-keine-show-fur-einen-grunen-landtagsabgeordneten-aus-niedersachsen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kleine-anfrage-keine-show-fur-einen-grunen-landtagsabgeordneten-aus-niedersachsen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-12-14/kleine-anfrage-keine-show-fur-einen-grunen-landtagsabgeordneten-aus-niedersachsen.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 14 Dec 2011 08:10:55 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaften]]></category> <category><![CDATA[GRÜNE]]></category> <category><![CDATA[Helge Limburg]]></category> <category><![CDATA[Kleine Anfrage]]></category> <category><![CDATA[Niedersachsen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=2121</guid> <description><![CDATA[Vor einigen Monaten hat der niedersächsische Grüne Landtagsabgeordnete Helge Limburg eine kleine Anfrage an die niedersächsische Landesregierung gestellt, in der es um rassistische und rechtsextreme Tendenzen bei Burschenschaften des Landes ging. Er sprang damit auf die &#8220;Kritik&#8221;welle auf, die nach dem Eisenacher Burschentag entstanden war. So war ich überrascht, als ich den folgenden Tweet lesen <a
href='http://www.burschireader.de/2011-12-14/kleine-anfrage-keine-show-fur-einen-grunen-landtagsabgeordneten-aus-niedersachsen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Vor einigen Monaten hat der niedersächsische Grüne <strong>Landtagsabgeordnete Helge Limburg</strong> eine <strong><a
title="Ein Grüner aus Niedersachsen versucht sich in Szene zu setzen" href="http://www.burschireader.de/2011-09-30/ein-gruner-aus-niedersachsen-versucht-sich-in-szene-zu-setzen.html" target="_blank">kleine Anfrage an die niedersächsische Landesregierung</a></strong> gestellt, in der es um rassistische und rechtsextreme Tendenzen bei Burschenschaften des Landes ging. Er sprang damit auf die &#8220;Kritik&#8221;welle auf, die nach dem <strong>Eisenacher Burschentag</strong> entstanden war. So war ich überrascht, als ich den folgenden Tweet lesen durfte:</p><p><style type='text/css'>#bbpBox_146613973846990848 a { text-decoration:none; color:#0084B4; }#bbpBox_146613973846990848 a:hover { text-decoration:underline; }</style><div
id='bbpBox_146613973846990848' class='bbpBox' style='padding:20px; margin:5px 0; background-color:#C0DEED; background-image:url(http://a0.twimg.com/images/themes/theme1/bg.png); background-repeat:no-repeat'><div
style='background:#fff; padding:10px; margin:0; min-height:48px; color:#333333; -moz-border-radius:5px; -webkit-border-radius:5px;'><span
style='width:100%; font-size:18px; line-height:22px;'>Rassismus und neonazistische Tendenzen bei den Burschenschaften in Nds? Viel sagende Antwort der Landesregierung: <a
href="http://t.co/YfQtqMBH" rel="nofollow">http://t.co/YfQtqMBH</a>.</span><div
class='bbp-actions' style='font-size:12px; width:100%; padding:5px 0; margin:0 0 10px 0; border-bottom:1px solid #e6e6e6;'><img
align='middle' src='http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/twitter-blackbird-pie//images/bird.png' /><a
title='tweeted on 13. December 2011 16:34' href='http://twitter.com/#!/Helge_Limburg/status/146613973846990848' target='_blank'>13. December 2011 16:34</a> via web<a
href='https://twitter.com/intent/tweet?in_reply_to=146613973846990848&related=http://www.twitter.com/burschireader' class='bbp-action bbp-reply-action' title='Reply'><span><em
style='margin-left: 1em;'></em><strong>Reply</strong></span></a><a
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style='margin-left: 1em;'></em><strong>Retweet</strong></span></a><a
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style='margin-left: 1em;'></em><strong>Favorite</strong></span></a></div><div
style='float:left; padding:0; margin:0'><a
href='http://twitter.com/intent/user?screen_name=Helge_Limburg'><img
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style='float:left; padding:0; margin:0'><a
style='font-weight:bold' href='http://twitter.com/intent/user?screen_name=Helge_Limburg'>@Helge_Limburg</a><div
style='margin:0; padding-top:2px'>Helge Limburg</div></div><div
style='clear:both'></div></div></div><span
id="more-2121"></span></p><p>Die Antwort auf die eigentlich schon längst vergessene Anfrage war also da. Ich war gespannt, was man aus den Reihen der Landesregierung zu der gesellschaftlich scheinbar unabdingbaren <strong>Diskussion über Burschenschaften</strong> des Landes zu sagen hat. Einleitend wird in der Antwort festgestellt:</p><blockquote><p>Der Niedersächsische Verfassungsschutz beobachtet im Rahmen der ihm nach dem Niedersächsischen Verfassungsschutzgesetz zugewiesenen Aufgaben Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung. Die Eingriffsschwelle für eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz ist gesetzlich klar festgelegt und damit verbindlich für die Arbeit des Verfassungsschutzes. Demnach müssen tatsächliche Anhaltspunkte (<a
href="http://www.schure.de/1200003/nverfschg.htm#p5" target="_blank">§ 5 Abs. 1 NVerfSchG</a>) für eine extremistische Bestrebung vorliegen. Dabei ist für eine entsprechende Zuordnung einer Organisation das Gesamtbild der Organisation maßgebend, d.h. das Zusammenspiel personeller, institutioneller und programmatischer Faktoren, die für ihre Ausrichtung und ihr Auftreten in der Öffentlichkeit prägend sind. Es reicht infolgedessen nicht aus, die Beobachtung einer Organisation nur auf bedenkliche Verlautbarungen eines einzelnen (führenden) Funktionsträgers zu stützen. Verhaltensweisen von Einzelpersonen, die nicht in oder für einen Personenzusammenschluss handeln, sind nach <a
href="http://www.schure.de/1200003/nverfschg.htm#p4" target="_blank">§ 4 Abs. 1 Satz 3 NVerfSchG</a> nur dann Bestrebungen nach <a
href="http://www.schure.de/1200003/nverfschg.htm#p3" target="_blank">§ 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 NVerfSchG</a>, wenn sie auf Anwendung von Gewalt gerichtet oder aufgrund ihrer Wirkungsweise geeignet sind, ein Schutzgut des <a
href="http://www.schure.de/1200003/nverfschg.htm" target="_blank">NVerfSchG</a> erheblich zu beschädigen.</p><p>Aus diesen Gründen wird derzeit keine Burschenschaft durch den niedersächsischen Verfassungsschutz beobachtet.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://www.helge-limburg.de/im_landtag/anfragen/4563494.html">http://www.helge-limburg.de/im_landtag/anfragen/4563494.html</a>, Zugriff am 14.12.2011; Links wurden ergänzt;)</em></p></blockquote><p>Das lasse ich an dieser Stelle unkommentiert. Dennoch hoffe ich, dass der eine oder andere, der glaubt, man müsse heute alles und jeden in paranoider Weise überwachen, sich diese Zeilen einmal zu Gemüte führen wird. Das hat schon seinen Sinn so, wie es geregelt ist.</p><p>Die Beantwortung der Fragen brachte tatsächlich ungefähr das zutage, was ich in meinem <a
title="Ein Grüner aus Niedersachsen versucht sich in Szene zu setzen" href="http://www.burschireader.de/2011-09-30/ein-gruner-aus-niedersachsen-versucht-sich-in-szene-zu-setzen.html" target="_blank">früheren Artikel</a> auch erwartet hatte:</p><blockquote><p><em>1. Welche Kenntnisse hat die Landesregierung über die Aufnahmekriterien der Burschenschaften in Niedersachsen? Falls ihr bekannt ist, dass auch in Niedersachsen Burschenschaften die Aufnahme von Bewerbern von ihrer „Abstammung“ abhängig machen: Hält sie diese Praxis für vereinbar mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)?</em></p><p><span
style="text-decoration: underline;">Antwort:</span> Dem Verfassungsschutz liegen aus den in den Vorbemerkungen genannten Gründen keine eigenen Erkenntnisse über die Aufnahmekriterien der Burschenschaften in Niedersachsen vor. Die Bundesregierung hat sich in den Bundestagsdrucksachen <a
href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/041/1604142.pdf" target="_blank">16/4142</a> und <a
href="http://www.bundestag.de/presse/hib/2011_08/2011_314/07.html" target="_blank">17/6690 </a>zu dieser Thematik geäußert.</p><p><em>2. Welche Kenntnisse hat die Landesregierung von rassistischen und nationalistischen Bestrebungen innerhalb der niedersächsischen Burschenschaften?</em></p><p><span
style="text-decoration: underline;">Antwort:</span> Siehe Vorbemerkungen.</p><p><em>3. Bieten die aktuellen Presseberichte über Rassismus in den Burschenschaften aus Sicht der Landesregierung Anlass für eine Beobachtung von Burschenschaften durch den niedersächsischen Verfassungsschutz, und wie begründet die Landesregierung ihre Auffassung?</em></p><p><span
style="text-decoration: underline;">Antwort:</span> Dem Verfassungsschutz liegen derzeit keine tatsächlichen Anhaltspunkte für extremistische Bestrebungen in Burschenschaften in Niedersachsen vor. Im Übrigen siehe Vorbemerkungen.</p><p><em>4. Welche Kenntnisse hat die Landesregierung über die Mitgliedschaft organisierter Neonazis in den niedersächsischen Burschenschaften?</em></p><p><span
style="text-decoration: underline;">Antwort:</span> Dem Verfassungsschutz liegen aus den in den Vorbemerkungen genannten Gründen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.</p><p><em>5. Sind oder waren Mitglieder der Landesregierung Mitglied in Verbindungen, die zur „Deutschen Burschenschaft“ gehören?</em></p><p><em>6. Wenn ja, wie wird diese Mitgliedschaft angesichts der oben genannten aktuellen rassistischen Tendenzen gerechtfertigt?</em></p><p><span
style="text-decoration: underline;">Antwort:</span> Die Landesregierung sieht keine Veranlassung zur Beantwortung dieser Fragen.</p><p><em>(Der Fragen- und Antwortenkatalog wurde der Webseite <a
href="http://www.helge-limburg.de/im_landtag/anfragen/4563494.html">http://www.helge-limburg.de/im_landtag/anfragen/4563494.html</a>, mit Zugriff am 14.12.2011 entnommen; Links und Hervorhebungen wurden ergänzt)</em></p></blockquote><p>Jetzt frage ich mich, was der Herr Limburg hier als &#8220;vielsagend&#8221; intrepretiert. Man könnte glaube, dass die Antwort viel darüber aussagt, wie wenig der Abgeordnete vom politischen Apparat seines Landes versteht. Der Showeffekt, den er sich allerdings mit seiner Kleinen Anfrage erhofft hat, bleibt aber wohl eher aus.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-12-14/kleine-anfrage-keine-show-fur-einen-grunen-landtagsabgeordneten-aus-niedersachsen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Erlanger Seifenoper &#8211; ein Volk unter Generalverdacht?</title><link>http://www.burschireader.de/2011-12-12/erlanger-seifenoper-ein-volk-unter-generalverdacht.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=erlanger-seifenoper-ein-volk-unter-generalverdacht</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-12-12/erlanger-seifenoper-ein-volk-unter-generalverdacht.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 12 Dec 2011 08:39:52 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Berichte]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[B! Frankonia Erlangen]]></category> <category><![CDATA[Dönermorde]]></category> <category><![CDATA[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]]></category> <category><![CDATA[Generalverdacht]]></category> <category><![CDATA[Grüne Liste]]></category> <category><![CDATA[LukS]]></category> <category><![CDATA[Uni Erlangen]]></category> <category><![CDATA[Verfassungsschutzbericht]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=2091</guid> <description><![CDATA[Irgendwie war mir klar, dass das nicht alles gewesen sein konnte. Vor wenigen Wochen haben sich die Gruppierungen wie bspw. die Grüne Liste (GL) im Erlanger Stadtrat oder die Initiative Linke und kritische Studenten (LUKS) für einen ganz tollen Kompromiss feiern lassen: Die Stadt Erlangen bittet die hiesige Friedrich-Alexander-Universität, Verlinkungen auf deren Webseite zu solchen von Studentenverbindungen <a
href='http://www.burschireader.de/2011-12-12/erlanger-seifenoper-ein-volk-unter-generalverdacht.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Irgendwie war mir klar, dass das nicht alles gewesen sein konnte. Vor wenigen Wochen haben sich die Gruppierungen wie bspw. die <strong>Grüne Liste (GL)</strong> im Erlanger Stadtrat oder die Initiative <strong>Linke und kritische Studenten (LUKS)</strong> für einen <a
title="ganz tollen Kompromiss" href="http://www.burschireader.de/2011-11-03/die-erlanger-seifenoper-geht-weiter.html">ganz tollen Kompromiss</a> feiern lassen: Die <strong>Stadt Erlangen</strong> bittet die hiesige <strong>Friedrich-Alexander-Universität</strong>, Verlinkungen auf deren Webseite zu solchen von Studentenverbindungen zu überprüfen und ggf. abzustellen. Die Universitätsleitung hatte aber ihr <a
title="LukS Erlangen – Die Universitätsleitung antwortet doch" href="http://www.burschireader.de/2011-04-18/luks-erlangen-die-universitatsleitung-antwortet-doch.html">Statement schon Monate zuvor abgegeben</a> und war schon da nicht willens, den Forderung nach Abschaltung dieser Verweise nachzukommen, sähe sie  schließlich darin (grob gesagt) einen Akt der Willkür. Sehr verwunderlich ist es daher also, wenn nun just <strong>LUKS</strong> sich darüber brüskiert, dass das Uni-Rektorat ihrem Standpunkt treu bleibt.<span
id="more-2091"></span></p><p>Inzwischen zieht man Seitens <strong>LUKS</strong> aber ganz andere Seiten auf: Nachdem die deutschen <strong>Verfassungsschutzbehörden</strong> derzeit ohnehin unter Beschuss stehen, schließt man sich dem Gefecht gleich auch für den eigenen Zweck an:</p><blockquote><p>Das Ver­sa­gen des Ver­fas­sungs­schut­zes auf allen Ebe­nen lässt nicht nur an sei­ner Kom­pe­tenz, son­dern auch an sei­ner Le­gi­ti­ma­ti­on zwei­feln. Auch auf einer Rede des Wun­sie­de­ler Bür­ger­fo­rums wurde dar­auf hin­ge­wie­sen: An­ge­sichts der neu­es­ten Ent­hül­lun­gen um die Rolle der Ver­fas­sungs­schutz­äm­ter scheint die Nichterwäh­nung im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt als Indiz für eine Un­be­denk­lich­keit einer Bur­schen­schaft oder einer an­de­ren Or­ga­ni­sa­ti­on wohl kein re­lia­bles Kri­te­ri­um mehr zu sein und wäre im Ein­zel­fall zu prü­fen.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://luks.blogsport.de/2011/12/09/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen/">http://luks.blogsport.de/2011/12/09/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen</a>, Zugriff am 12.12.2011;<br
/> Neuerdings zu finden unter: <a
href="http://luks.blogsport.de/2011/12/12/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen/">http://luks.blogsport.de/2011/12/12/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen/</a>)</em></p></blockquote><p>Prinzipiell kann man von keinem Nachrichtendienst erwarten, dass er eine hundertprozentige Trefferquote hat. Das vermeindliche Versagen im Umfeld der sog. Dönermorde kann man nicht verallgemeinern. Das würde ja in der Folge auch bedeuten, dass nicht nur das, was <em>nicht</em> in den Verfassungsschutzberichten steht, fraglich wäre, sondern auch das, was dort eben schon in Stein gemeiselt wurde. Darüber hinaus arbeiten die Behörden sicherlich auch mit V-Männer in den reihen Linker Aktivisten zusammen, insofern wären auch sämtliche Berichte hierzu als fraglich zu erachten oder auf Vollständigkeit hin zu überprüfen. Die Legitimation solcher Ämter per se nun infrage zustellen, ist schlicht absurd.</p><p>Immerhin versucht sich <strong>LUKS</strong> einmal in Belegen zu der Nähe der <strong>Erlanger Burschenschaft Frankonia</strong> ins rechtsextreme Millieu. Immerhin können die Damen und Herren zwei Farbenbrüder der Verbindung nennen, die Nähe zum Rechtsextremismus haben bzw. zu haben scheinen. Ein Rechtsanwalt vertritt aus beruflichen Gründen rechtsextreme Straftäter, ein anderer schwenkt zuweilen eine schwarz-weiß-rote Fahne auf dem Balkon der Verbindung. Gut, beide Informationen sind nicht wirklich neu, aber wurden schon sehr lange nicht mehr erwähnt. Das sind nun zwei von schätzungsweise 200 oder 250 Frankonen &#8211; also rund ein Prozent ihrer Mitglieder. Da darf man sich schon fragen, was mit den restlichen 198 bis 248 Mitgliedern des Bundes ist. Glaubt man ernsthaft, die beiden würden auf dem Frankonenhaus als die Erleuchtung gefeiert und man würde sie auf Sänften in einem Kneipsaal tragen, in dem die Bundesbrüder der Frankonia knieend wie einem vermeindlichen Neo-Messias huldigen?</p><p>Weiter wird sich darüber brüskiert, dass man Seites der <strong>EB! Frankonia</strong> dieselben Mittel einsetzt, wie es bspw. von der eigene politische Seite seit Jahren betrieben wird:</p><blockquote><p>Dar­über hin­aus wur­den bei einer Kund­ge­bung gegen die Fran­ko­nia Kund­ge­bungs­teil­neh­mer_in­nen ge­zielt ab­fo­to­gra­fiert. Ein Tat­be­stand der stark an die „An­ti-?An­ti­fa“ er­in­nert, die Fo­to­ma­te­ri­al von Lin­ken und An­ders­den­ken­den sam­melt. Die Fotos, sowie Namen und Adres­sen der Na­zi­geg­ner_in­nen wur­den von der „An­ti-?An­ti­fa“ in den ver­gan­ge­nen Jah­ren im In­ter­net ver­öf­fent­licht, was zahl­rei­che Sach­be­schä­di­gun­gen und An­grif­fe auf An­ti­fa­schis­t_in­nen zu­fol­ge hatte.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://luks.blogsport.de/2011/12/09/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen/">http://luks.blogsport.de/2011/12/09/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen</a>, Zugriff am 12.12.2011;<br
/> <em>Neuerdings zu finden unter: <a
href="http://luks.blogsport.de/2011/12/12/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen/">http://luks.blogsport.de/2011/12/12/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen/</a></em>)</em></p></blockquote><p>Ob eine ähnliche Publikation auf den Seiten von <strong>Indymedia</strong> in diesem Jahr besser war, als man (Gast-)Redakteure der Jungen Freiheit der letzten Jahre inkl. Adresse und Telefonnummer publizierte? Wäre <strong>LUKS</strong> so konsequent und idealistisch, wie sie sich gibt, würde sie umgehend diesen Link abstellen und <strong>sich von Indymedia distanzieren</strong>. Man kann von anderen nur Dinge abverlangen, die auch für einen selbst gelten. Zweierlei Maß zu nehmen, das hat in der Geschichte weder bei uns noch in anderen Ländern dauerhaft funktioniert. Teils waren die politische und gesellschaftlichen Folgen verheerend.</p><p>Der Rest der neuerlichen Stellungnahme ist reiner Abklatsch vorangegangener <strong>LUKS</strong>-Meldungen. Neue Erkenntnisse sind nicht zu finden. Nur aber eine erstaunliche Wendung kann man dem Ende entnehmen. Die Damen und Herren der Organisation lassen ihre Maske doch wieder fallen. Waren es anfangs alle Verbindungslinks, die <strong>LUKS</strong> hat abschalten lassen wollen, ging es zwischendrin nur um den zur <strong>EB! Frankonia</strong>. Neuerdings kündigt man aber wieder den Kampf gegen alle an:</p><blockquote><p>Wir wer­den das Trei­ben der Fran­ko­nia und an­de­rer stu­den­ti­scher Ver­bin­dun­gen wei­ter­hin genau be­ob­ach­ten und wer­den na­tio­na­lis­ti­sche, se­xis­ti­sche, völ­ki­sche und an­de­re an­ti-?eman­zi­pa­to­ri­sche Ein­stel­lun­gen auch in Zu­kunft nicht to­le­rie­ren.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://luks.blogsport.de/2011/12/09/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen/">http://luks.blogsport.de/2011/12/09/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen</a>, Zugriff am 12.12.2011;<br
/> <em>Neuerdings zu finden unter: <a
href="http://luks.blogsport.de/2011/12/12/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen/">http://luks.blogsport.de/2011/12/12/unverstaendliche-entscheidung-der-universitaetsleitung-zur-verlinkung-der-studentischen-verbindung-frankonia-erlangen</a></em>)</em></p></blockquote><p>Vielleicht sollten die Damen und Herren von <strong>LUKS</strong> sich einmal an die eigene Nase fassen. Genau eben den <strong>Moralkatalog</strong>, den man von deren Seite aberverlangt, sollte man vielleicht zunächst einmal als eigene Grundlage leben.</p><p>Das ist die eine Sache. Die andere geht dahin, dass man sich mit der <strong>EB! Frankonia</strong> vielleicht einmal direkt aueinander setzen sollte. Bislang steht nur im Raum, dass zwei einzelne Frankonen Kontakte ins rechtsextreme Millieu haben. Welchen Einfluss eben diese beiden widerrum auf den Bund haben, oder gar die Verbindung auf die rechte Szene, darüber kann dem den <strong>LUKS-Forderungen</strong> nun seit schon fast einem Jahr keine Silbe entnehmen &#8211; und das Uni-Rektorat offensichtlich auch nicht. Und genau diese offene Frage ist es aber, die einer <em>gültigen</em> Forderung nach Abschaltung der Links im Wege steht.</p><p>Wenn wir nun anfangen, all dass politisch infrage zu stellen, was <em>nicht</em> in einem Verfassungsschutzbericht steht, müsste man die ganze Nation &#8211; jeden einzelnen, der dazu gehört - unter <strong>Generalverdacht</strong> stellen. Solches, dachte ich eigentlich, hätten wir seit rund 21. Jahren halbwegs überwunden. Ob sich die Damen und Herren der Konsequenzen ihrer neuerlichen Forderungsvariation bewusst sind, das sei dahingestellt.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-12-12/erlanger-seifenoper-ein-volk-unter-generalverdacht.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Wie man die Diskussion im Rahmen einer Demokratie in Freiburg sieht</title><link>http://www.burschireader.de/2011-12-11/wie-man-die-diskussion-im-rahmen-einer-demokratie-in-freiburg-sieht.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wie-man-die-diskussion-im-rahmen-einer-demokratie-in-freiburg-sieht</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-12-11/wie-man-die-diskussion-im-rahmen-einer-demokratie-in-freiburg-sieht.html#comments</comments> <pubDate>Sun, 11 Dec 2011 12:09:19 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Freiburg]]></category> <category><![CDATA[Jörg Kronauer]]></category> <category><![CDATA[Korporierte]]></category> <category><![CDATA[U-AStA]]></category> <category><![CDATA[Uni]]></category> <category><![CDATA[Vortragsabend]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=2076</guid> <description><![CDATA[Es ist ja nicht verwunderlich: Immer dann, wenn selbstberufene Verbindungsgegner zu Vorträgen eingeladen werden, besteht das Publikum zu einem großen Teil aus Korporierten &#8211; egal, in welcher Stadt solch ein Vortrag stattfindet. Natürlich wird bei den Referaten gemeckert, wenn Unterstellungen und Vorverurteilungen durch halbwissende Referierende überhand nehmen oder die Deutung historischer Begebenheiten auf das heutige Bild des Verbindungswesens <a
href='http://www.burschireader.de/2011-12-11/wie-man-die-diskussion-im-rahmen-einer-demokratie-in-freiburg-sieht.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Es ist ja nicht verwunderlich: Immer dann, wenn <strong>selbstberufene Verbindungsgegner</strong> zu Vorträgen eingeladen werden, besteht das Publikum zu einem großen Teil aus Korporierten &#8211; egal, in welcher Stadt solch ein Vortrag stattfindet. Natürlich wird bei den Referaten gemeckert, wenn Unterstellungen und Vorverurteilungen durch halbwissende Referierende überhand nehmen oder die Deutung historischer Begebenheiten auf das heutige Bild des Verbindungswesens ins Absurde hin abgleiten. Den Referenten kann man neidlos zugestehen: sie brauchen und haben in der Regel ein dickes Fell.</p><p>Der Veranstalter eines solchen <strong>Vortragsabends in Freiburg</strong>, der <strong>u-AStA</strong> der hiesigen Universität, hat ein solches dickes Fell offenbar nicht gehabt, als dieser Herrn <strong>Jörg Kronauer</strong> <a
href="http://www.u-asta.uni-freiburg.de/Members/vorstand/burschen11" target="_blank">für den 23. November</a> einlud eben einen solchen verbindungskritischen Vortrag zu halten.<span
id="more-2076"></span></p><p>Im Vorfeld der Veranstaltung ist es in den Augen des <strong>u-AStA</strong> offenbar vor dem Saal, in dem der Vortrag stattfinden sollte, schon zu den ersten Tumulten gekommen. Angetrunkene Korporierte hätten dort wohl schon halb randaliert und gegrölt. Der u-AStA sah sich gezwungen, Korporierten (und solche, die aussahen, als ob sie diesen Nahe stünden) <strong>den Zutritt für diesen Vortrag zu verwehren</strong>.</p><blockquote><p
dir="ltr">Vor Beginn des Vortrags hatten sich bereits ca. 40 Verbindungsstudenten, teilweise stark alkoholisiert, vor dem Vortragsraum versammelt und erschwerten den Zugang für OrganisatorInnen und BesucherInnen des Vortrags. Die Stimmung war aufgeheizt. Da Störungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten waren und wir davon ausgehen mussten, dass bei der großen Anzahl von Verbindungsstudenten die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu bekommen sein würde, haben wir uns entschieden, der großen Gruppe von Verbindungsstudenten vor dem Hörsaal keinen Einlass zu gewähren. Nur durch dieses Vorgehen sahen wir uns der Lage, die körperliche Unversehrtheit aller Beteiligten und einen geregelten Ablauf der Veranstaltung sicherzustellen.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://www.u-asta.uni-freiburg.de/Members/vorstand/stellungnahme_verbindungen">http://www.u-asta.uni-freiburg.de/Members/vorstand/stellungnahme_verbindungen</a>; Zugriff am 09.12.2011)</em></p></blockquote><p
dir="ltr">Als ich das gestern habe lesen dürfen schien mir das sehr überzogen. Dass die Stimmung im Vorfeld eines solchen Vortrags (mit zu erwartendem Inhalt) aufgeheizt ist, verwundert mich ehrlich gesagt eher weniger.</p><p
dir="ltr">Ein paar Tage später beschwert sich ein <strong>Alter Herr</strong> (!), dem ebenfalls der Einlass zu der Veranstaltung verwehrt wurde, <strong>über das Verhalten des u-AStA</strong>.</p><blockquote><p
dir="ltr">Laut Haverkamp waren die Verbindungsstudenten keineswegs betrunken. Als ihm selbst der Zutritt zum Hörsaal verweigert wurde, sei er, um eine Eskalation zu vermeiden, gegangen. Deshalb könne er auch nichts zu dem Vorwurf sagen, die Ausgeschlossenen hätten den Vortrag gestört. Haverkamp hat den Eindruck, dass der U-Asta zu der Maßnahme griff, als er feststellte, dass Verbindungsstudenten in großer Zahl das Publikum bilden würden. Er habe zudem den Eindruck gehabt, dass auch Leute, die äußerlich nicht mit einer Verbindung assoziiert werden konnten, nicht in den Saal gelassen wurden.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://www.badische-zeitung.de/freiburg/verbindung-wehrt-sich--52952958.html">http://www.badische-zeitung.de/freiburg/verbindung-wehrt-sich&#8211;52952958.html</a>, Zugriff am 09.12.2011)</em></p></blockquote><p
dir="ltr">Denselben Eindruck hatte ich auch, nachdem ich die <strong>u-AStA-Rechtfertigung</strong> gelesen habe. Diese verbindungskritischen Vorträge selbsternannter Experten, bringen in aller Regel nichts Neues zum Vorschein. Um als Verbindungsgegner aufzufallen, muss man mittlerweile auf andere Mittel ausweichen. So scheint mir der <strong>Ausschluss der Farbenstudenten</strong> von der Veranstaltung als probates Mittel gegolten zu haben, für eine entsprechende Medienerscheinung zu sorgen.</p><p
dir="ltr">Selbst die <strong>Freiburger Jusos</strong> haben das Verhalten des u-AStA, insbesondere im Nachklang der Veranstaltung, stark kritisiert.</p><blockquote><p
dir="ltr">Wir können nachvollziehen, dass konkrete Angst vor Störungen durch Verbindungsstudenten bestand. Gerade in solch stressigen und emotionalen Situationen sind die Möglichkeiten über derlei Entscheidungen zu reflektieren nicht immer gegeben. Was wir allerdings nicht nachvollziehen können ist, dass der u-asta-Vorstand seine Handlungen im Nachhinein als die bestmöglichen verteidigte und es keinerlei Entschuldigung gab. Ein solcher Lösungsansatz, der mit dem Ausschluss politisch Andersdenkender, der Reduzierung des Meinungsspektrums und letztlich auch der Diskussionskultur einhergeht, erscheint der Juso-Hochschulgruppe jedenfalls nicht als der bestmögliche Ansatz. Insbesondere der Ausschluss von Personen aufgrund ihres Aussehens ist nach unseren Ansichten ein indiskutabler Vorgang, der sich nicht wiederholen darf.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://jusos-freiburg.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=89:diskussionen-auch-mit-politischen-gegnern-fuehren-fuer-eine-tolerante-und-kritische-diskussionskultur&amp;catid=35:aktuelle-pressemitteilungen&amp;Itemid=69">http://jusos-freiburg.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=89:diskussionen-auch-mit-politischen-gegnern-fuehren-fuer-eine-tolerante-und-kritische-diskussionskultur&amp;catid=35:aktuelle-pressemitteilungen&amp;Itemid=69</a>; Zugriff am 09.12.2011)</em></p></blockquote><p
dir="ltr">Bei allem, was <em>hätte</em> passiere <em>können</em>&#8230; Fakt ist doch, dass die Störungen der begangenen Art und Weise (welche ich prinzipiell auch nicht verteidigen möchte) nur deswegen möglich waren, weil man die Korporierten (oder die, die so aussehen) von der Veranstaltung explizit ausgeschlossen hat. Der Herr Kronauer hat sicherlich schon den einen oder anderen überhitzten Raum bereden dürfen - selbst er dürfte hier weitaus mehr Erfahrung haben, als die eigentlichen Veranstalter, und wissen, wie mit solchen Situationen umzugehen ist. Vielleicht hätte es die eine lebhafte und emotionale Diskussion gegeben, vielleicht wäre auch irgendwann der Punkt gekommen, an dem man unter lautstarkem Protest den Raum verlässt. Mehr nicht.</p><p
dir="ltr">So oder so war das Verhalten des u-AStA im Vorfeld des Abends, als auch im Nachklang <strong>alles andere als im Sinne einer demokratischen Auseinandersetzung</strong> mit dem Thema. Insofern möchte ich zum Ende meines Artikels nochmals von der Seite der Jusos zitieren:</p><blockquote><p
dir="ltr">Diskussionen müssen auch mit andersdenkenden Gruppen und politischen Gegnern geführt werden. Dieser Grundsatz wird von allen Beteiligten immer wieder eingefordert, dementsprechend müssen sich jedoch auf der anderen Seite alle Beteiligten an diesen Grundsatz halten und sich an ihm messen lassen. Nur wer anderen mit Toleranz begegnet, kann dafür sorgen, dass eine lebendige, kritische und offene Diskussionskultur an unserer Universität bestehen bleibt.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://jusos-freiburg.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=89:diskussionen-auch-mit-politischen-gegnern-fuehren-fuer-eine-tolerante-und-kritische-diskussionskultur&amp;catid=35:aktuelle-pressemitteilungen&amp;Itemid=69">http://jusos-freiburg.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=89:diskussionen-auch-mit-politischen-gegnern-fuehren-fuer-eine-tolerante-und-kritische-diskussionskultur&amp;catid=35:aktuelle-pressemitteilungen&amp;Itemid=69</a>; Zugriff am 09.12.2011)</em></p></blockquote><hr
style="width: 75%; color: #ffffff; height: 2px; border: #cccccc 1px solid;" noshade="noshade" size="2" width="75%" /><p>&nbsp;</p><p><em><strong>Nachtrag, 12.12.2011:</strong></em></p><p>Zwischenzeitlich auch auch die <strong><a
href="http://www.lhg-bw.de/freiburg" target="_blank">Liberale Hochschulgruppe Freiburg</a></strong> auf den Vorfall reagiert: <a
href="http://lhg-bw.de/freiburg/2011/12/11/du-kommst-hier-nicht-rein/">http://lhg-bw.de/freiburg/2011/12/11/du-kommst-hier-nicht-rein/</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-12-11/wie-man-die-diskussion-im-rahmen-einer-demokratie-in-freiburg-sieht.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Von Papiertigern und Scherben: Die DB regt sich!</title><link>http://www.burschireader.de/2011-12-06/von-papiertigern-und-scherben-die-db-regt-sich.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=von-papiertigern-und-scherben-die-db-regt-sich</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-12-06/von-papiertigern-und-scherben-die-db-regt-sich.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 06 Dec 2011 08:59:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschentage2011]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Arierparagraph]]></category> <category><![CDATA[Burschentag]]></category> <category><![CDATA[BurschiLeaks]]></category> <category><![CDATA[DB]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[IBZ]]></category> <category><![CDATA[Indymedia]]></category> <category><![CDATA[Initiative Burschenschaftliche Zukunft]]></category> <category><![CDATA[Papiertiger]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=2050</guid> <description><![CDATA[Wenn wir Indymedia nur nicht hätten, dann wüssten wir heute vielleicht gar nicht, dass sich im Dachverband der Deutschen Burschenschaft (DB) derzeit eine Initiative Burschenschaftliche Zukunft (IBZ) formt. Diese ist offenbar eine Reaktion auf den medial desaströs verlaufenen Eisenacher Burschentag vom Frühjahr diesen Jahres. Indymedia belächelt das Vorhaben als &#8220;PapiertigerInitiative&#8221; &#8211; wenn die Damen und Herren <a
href='http://www.burschireader.de/2011-12-06/von-papiertigern-und-scherben-die-db-regt-sich.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Wenn wir <strong>Indymedia</strong> nur nicht hätten, dann wüssten wir heute vielleicht gar nicht, dass sich im Dachverband der <strong>Deutschen Burschenschaft (DB)</strong> derzeit eine <strong>Initiative Burschenschaftliche Zukunft (IBZ)</strong> formt. Diese ist offenbar eine Reaktion auf den medial desaströs verlaufenen Eisenacher <strong>Burschentag</strong> vom Frühjahr diesen Jahres. Indymedia belächelt das Vorhaben als &#8220;<strong><a
href="http://linksunten.indymedia.org/de/node/51458" target="_blank">PapiertigerInitiative</a></strong>&#8221; &#8211; wenn die Damen und Herren meinen&#8230;!<span
id="more-2050"></span></p><p>Nach neuester <strong>Burschileaks</strong>-Manier, veröffentlicht <strong>Indymedia</strong> auch gleich noch ein <strong><a
href="http://www.burschireader.de/wp-content/uploads/2011/12/Protokoll-IBZ-2011-11-20.pdf">Protokoll</a></strong>, welches offenbar bei einer Planungssitzung entstanden ist, sowie eine mögliche (!) <strong><a
href="http://www.burschireader.de/wp-content/uploads/2011/12/Grundsatzerklärung-IBZ-V1.pdf">Grundsatzerklärung</a></strong> einer ggf. zu gründenden <strong>IBZ</strong>.</p><p>Während der <strong>Arierparagraphen</strong>-Diskussion habe ich immer wieder betont, dass man der DB die nötige Zeit geben sollte, einerseits auf die Begebenheiten rund um dem Burschentag zu reagieren und man den Dachverband dann anhand seines Umgangs mit den internen Problemen messen müsse. Hier scheint sich etwas zu regen.</p><p>Dass die <strong>Mitgliedsbünde der DB</strong> alles andere als geschlossen hinter den fragwürdigen Anträgen stehen, ist anhand des veröffentlichten Protokolls offensichtlich. Sehr positiv fällt mit in diesen Zusammenhang auch auf, dass man offenbar nicht plan- und ziellos reagiert und wild um sich schießt &#8211; so wie es derzeit in der tagespolitischen Diskussion rund um die Aufklärung der sog. &#8220;Dönermorde&#8221; geschieht. Man nähert sich der Problematik mit der notwendigen Sorgfalt und mit Bedacht. Dennoch gilt es zu bewerten, was in Zukunft aus der <strong>IBZ oder gar anderen Initiativen</strong> wird bzw. wie sich diese in der <strong>DB</strong> etablieren werden.</p><p>Den <strong>Scherben<em>haufen</em></strong>, den Indymedia glaubt in der <strong>DB</strong> zu sehen, den vermag ich an dieser Stelle (noch) nicht zu erkennen. Bei der Wieder-Zusammensetzung der Scherben ist der Erfolg aber vor allem davon abhängig, wie groß die einzelnen Bruchstücke sind. Derzeit scheint es mir, als wären es wenige und diese daher leicht wieder zusammenzufügen. Vielleicht ist aber auch nur eine (größere) Ecke ausgeschlagen. Wie es sich nun um die  Scherben und den Fortbestands der DB bestellt ist, wird die Zukunft zeigen.</p><p>Ein Dank aber an <strong>Indymedia</strong>! Die Damen und Herren haben mit der Veröffentlichung des Protokolls sowie der möglichen Grundsatzerklärung &#8211; wohl ungewollt &#8211; eher positiv über das Verbindungswesen berichtet.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-12-06/von-papiertigern-und-scherben-die-db-regt-sich.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>&#8220;Los geht&#8217;s&#8221; &#8211; das Greifswalder Sorgentelefon geht an den Start!</title><link>http://www.burschireader.de/2011-11-30/los-gehts-das-greifswalder-sorgentelefon-geht-an-den-start.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=los-gehts-das-greifswalder-sorgentelefon-geht-an-den-start</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-11-30/los-gehts-das-greifswalder-sorgentelefon-geht-an-den-start.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 30 Nov 2011 07:11:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Sorgentelefon]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA Greifswald]]></category> <category><![CDATA[Ausstiegswillige Korporierte]]></category> <category><![CDATA[Beratungstelefon]]></category> <category><![CDATA[Falsch verbunden]]></category> <category><![CDATA[Greifswald]]></category> <category><![CDATA[Göttingen]]></category> <category><![CDATA[Jusos Greifswald]]></category> <category><![CDATA[Klischees]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=2016</guid> <description><![CDATA[Jetzt ist es also soweit. In Greifswald ist man auf den fahrenden Zug aufgesprungen und versucht sich an einem Sorgentelefon für ausstiegswillige Studierende. Die Kollegen&#8230; sorry&#8230; KollegInnen aus Göttingen haben ja damit große mediale Erfolge erzielen können. Dass die sachdienliche Qualität der Beratung eher im Untergrund kratzt, sei aber ebenso zur Kenntnis gegeben. Immerhin hat <a
href='http://www.burschireader.de/2011-11-30/los-gehts-das-greifswalder-sorgentelefon-geht-an-den-start.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Jetzt ist es also soweit. In <strong>Greifswald</strong> ist man auf den fahrenden Zug aufgesprungen und versucht sich an einem <strong>Sorgentelefon für ausstiegswillige Studierende</strong>. Die Kollegen&#8230; sorry&#8230; KollegInnen aus <strong>Göttingen</strong> haben ja damit große mediale Erfolge erzielen können. Dass die sachdienliche Qualität der Beratung eher im Untergrund kratzt, sei aber ebenso zur Kenntnis gegeben.</p><p>Immerhin hat man ja die Hoffnung (er)tragen können, die Damen und Herren aus Greifswald hätten aus den Göttinger Mängeln gelernt und einiges besser gemacht. Aber meist sind auch Cover-Songs schlechter als das Original und Kopien im Vergleich zum Ursprungsdokument doch verschwommen. So verhält es sich dann offenbar auch mit der <strong>Sorgentelefon-Kopie</strong> aus dem Norden Deutschlands.<span
id="more-2016"></span></p><p>Im <strong><a
href="http://praesi-blog.de/" target="_blank">Praesi-Blog</a></strong>, quasi dem Online-Tagebuch der <strong>Jusos im Studierendenparlaments (StuPa)</strong>, wurde das Ansinnen bereits am 04. November 2011, also wenige Tage nach dem Beschluss durch das StuPa, recht reisserisch bewertet:</p><blockquote><p>Neben der <strong>Stärkung</strong> des Hochschulsports stand auch der in der studentischen Presse heiß diskutierte Antrag <em>Einrichtung eine Beratungstelefons für ausstiegswillige Verbindungsstudierende</em> (u.a. von Eric Makswitat und Martin Hackbarth) auf der Tagesordnung. Die bereits in <a
href="http://praesi-blog.de/2011/10/19/antrag-beratungstelefon-fuer-ausstiegswillige-verbindungsstudierende/" target="_blank" class="broken_link"><span
style="color: #807d7a;">diesem</span></a> Blog dargelegten Argumente verhalfen dem Anliegen zur Durchsetzung. Auch wenn versucht wurde, durch politische Tricks, seitens konservativer  Abgeordneter, den Antrag aufzublähen und zu einem nichts sagenden Stück Papier zu machen.<br
/> (Quelle: <a
href="http://praesi-blog.de/2011/11/04/licht-und-schatten/#more-163" class="broken_link">http://praesi-blog.de/2011/11/04/licht-und-schatten/#more-163</a>, Zugriff am 30.11.2011)</p></blockquote><p>Naja, der Blogeintrag stellte auch nur das gemeinhin unreflektierte und gepflegte Klischeebild des Verbindungsstudenten dar. Aber dafür kam im Anschluss die großspurige Ankündigung:</p><blockquote><p>Dieses Ansinnen konnte verhindert werden und nun steht der <strong>konkreten </strong><strong>Hilfe</strong> für konkrete Probleme nichts mehr im Weg.<br
/> (Quelle: <a
href="http://praesi-blog.de/2011/11/04/licht-und-schatten/#more-163" class="broken_link">http://praesi-blog.de/2011/11/04/licht-und-schatten/#more-163</a>, Zugriff am 30.11.2011)</p></blockquote><p>Das klingt nach viel. &#8220;Konkret&#8221; sollte meines Erachtens in diesem Falle &#8220;tiefgreifend&#8221; heißen. &#8220;Konkret&#8221; heißt in diesem Zusammenhang vor allem, die eigentlichen Problematiken, zu verstehen und bewerten zu können. Diese Ankündigung sollte den <strong>Anspruch des AStA</strong> bekräftigen, sich gründlich mit der Materie zu beschäftigen, die man verstehen und bewerten möchte. Bei den tiefgründigen Problemstellungen und dem pychologische Terror, die dem Studentenwesen offenbar nach Meinung der Antragsteller innewohnen, sollten die ausstiegswilligen Sektenmitglieder&#8230; sorry!&#8230; Verbindungsstudenten <strong>von Profis beraten</strong> werden. Sicherlich gibt es aber in den Reihen der <strong>Jusos</strong> den einen oder anderen Psychologie-Studenten  aus dem ersten Semester, der sich durch <strong>jahrelange Verbindungszugehörigkeit</strong> für das Beratungstelefon qualifiziert hat&#8230;</p><p>Für die <strong>fachliche Qualifikation</strong> hat man sich dann immerhin <strong>gute vier Wochen Zeit genommen</strong>, den Verbindungsstudenten und das Verbindungswesen zu begreifen. Gestern, also am 29. November 2011, kündigte der <strong>Praesi-Blog</strong> an: &#8220;Los geht&#8217;s&#8221;. Dem Start des Sorgentelefons widmet man dort ganze vier Zeilen:</p><blockquote><p>Der AStA <a
href="http://www.astagreifswald.de/falsch-verbunden.html" target="_blank"><span
style="color: #807d7a;">bietet</span></a> ab sofort das Beratungstelefon für ausstiegswillige Verbindungsstudierende an! Es gibt drei wöchentliche Termine. Der AStA geht damit weiter als der StuPa-<a
href="http://stupa.uni-greifswald.de/beschlussbuch/2011/beschluesse/2011-11-01/04.pdf" target="_blank"><span
style="color: #807d7a;">Beschluss</span></a>. Das freut <a
href="http://praesi-blog.de/2011/10/19/antrag-beratungstelefon-fuer-ausstiegswillige-verbindungsstudierende/" class="broken_link"><span
style="color: #807d7a;">uns</span></a> sehr. Ihr erreicht die Hilfe telefonisch unter: 03834 / 86-1751 (Mo. 10:30 bis 12:00, Mi. 14:00 bis 15:00, Do. 12:00 bis 13:00 Uhr). Ein anonymer E-Mail <a
href="mailto:falschverbunden@asta-greifswald.de"><span
style="color: #807d7a;">Kontakt</span></a> ist auch möglich.</p></blockquote><p>Aus Göttingen hat man offenbar die Erkenntnis mitgenommen, dass <em>ein</em> unnötiger Wochentermin nicht genug ist. Gleich dreimal ist das <strong>Sorgentelefon</strong> wöchentlich erreichbar. <strong>Und sogar anonym per E-Mail!</strong> Ich frage mich gerade, wie man anonym per E-Mail Kontakt auf nehmen sollte? Etwa über einen Trash-Mail-Account? Unterstellt der AStA an dieser Stelle neben <strong>sektenähnlicher Strukturen</strong> etwa eine <strong>grundsätzliche Dämlichkeit des korporierten Studenten</strong>?</p><p>Immerhin verlinkt man aber auch auf eine <strong>Info-Seite</strong> mit dem Titel &#8220;<strong><a
href="http://www.astagreifswald.de/falsch-verbunden.html" target="_blank">Falsch verbunden</a></strong>?&#8221; des <strong>AStA</strong>. Wie originell!</p><p>Angereichert wird die kurze <strong>Prasi-Blog-Information</strong> immerhin noch durch einige weitere, marketing-technisch brilliante Formulierungen:</p><blockquote><p>Deine Verbindungsbrüder setzen Dich unter Druck? Du hast ein Problem mit Alkohol? Du bemerkst negative Veränderungen in Deinem sozialen Umfeld? Dich stören die Hierarchien innerhalb Deiner Verbindung? Du willst aussteigen?<br
/> (Quelle: <a
href="http://www.astagreifswald.de/falsch-verbunden.html">http://www.astagreifswald.de/falsch-verbunden.html</a>, Zugriff am 30.11.2011)</p></blockquote><p>Sensationell! Aber irgendwie kommt mir auch der Text bekannt vor!</p><p>Ich bin mir sicher, die große <strong>mediale In-Szene-Setzung</strong>, die man durch das <strong>Beratungstelefon nach Göttinger Vorbild</strong> erwartet, bleibt für den AStA und die Jusos aus. Aber immerhin, die Berichterstattung über die einschlägigen Greifswalder Blogs und selbst hier im <strong>Burschireader-Blog</strong> waren gewiss.</p><p>Aber wer weiß, vielleicht hat man ja in der Tat einen wahren Kenner der Szene als Berater verpflichten können&#8230;</p><p><em>Liebe Verbindungsstudenten, die Ihr vielleicht wirklich in irgendeiner Art und Weise Probleme habt oder schlicht mit falschen Vorstellungen zum Verbindungswesen gekommen seid: Ihr habt mehr als genug qualifizierte Ansprechpartner in Euren Bünden oder meinetwegen auch das Kontaktformular dieser Webseite! Wenn man Euch allerdings erzählt, man könne Euch nach ein paar Tagen Selbststudium in tiefgreifenden individuellen Problematiken helfen, die das Verbindungsleben ggf. mit sich gebracht hat, dann wäre ich per se schon vorsichtig.</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-11-30/los-gehts-das-greifswalder-sorgentelefon-geht-an-den-start.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Göttingen: Des Monsters trübe Augen</title><link>http://www.burschireader.de/2011-11-25/gottingen-des-monsters-trube-augen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=gottingen-des-monsters-trube-augen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-11-25/gottingen-des-monsters-trube-augen.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 25 Nov 2011 10:16:05 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[B! Hanovera]]></category> <category><![CDATA[Göttingen]]></category> <category><![CDATA[IGV]]></category> <category><![CDATA[Initiative Göttinger Verbindungsstudenten]]></category> <category><![CDATA[Monsters of Göttingen]]></category> <category><![CDATA[NPD]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1985</guid> <description><![CDATA[Aus Göttingen gibt es wieder einmal etwas Neues: Korporierte aus den meisten vor Ort vertretenen Dachverbänden und auch aus freien Bünden haben sich zu einer Initiative Göttinger Verbindungsstudenten (IGV) zusammengeschlossen. Ziel dieser Initiative ist es, das öffentliche Bild des Verbindungswesens gerade zu rücken und gegen die seit Jahren unreflektiert dahingedroschenen Vorurteile von Verbindungsgegnern vorzugehen. Alleine schon <a
href='http://www.burschireader.de/2011-11-25/gottingen-des-monsters-trube-augen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Aus <strong>Göttingen</strong> gibt es wieder einmal etwas Neues: Korporierte aus den meisten vor Ort vertretenen Dachverbänden und auch aus freien Bünden haben sich zu einer <strong>Initiative Göttinger Verbindungsstudenten (IGV)</strong> zusammengeschlossen. Ziel dieser Initiative ist es, das öffentliche Bild des Verbindungswesens gerade zu rücken und gegen die seit Jahren unreflektiert dahingedroschenen Vorurteile von Verbindungsgegnern vorzugehen.</p><p>Alleine schon die Existenz einer solchen Vereinigung stößt so manchem selbsterklärten Feind sauer auf. Offenbar hat man die Befürchtung, man müsste sich künftig tatsächlich sachlich mit dem Thema auseinandersetzen, das Zepter der öffentlichen &#8220;Diskussion&#8221; unter Umständen sogar abgeben. Zumindest ist das mein Eindruck, wenn ich den Artikel <strong><a
href="http://monsters.blogsport.de/2011/11/22/die-buxen-einheitsfront/" target="_blank">Die Buxen-Einheitsfront</a></strong> der &#8220;<strong><a
href="http://monsters.blogsport.de/" target="_blank">Monsters of Göttingen</a></strong>&#8221; lese.<span
id="more-1985"></span></p><h3 style="text-align: center;">Aktion&#8230;</h3><p>Der Artikel ist bestückt von <strong>zahlreichen Vorverurteilungen</strong> des <strong>IGV-Projekts</strong>:</p><p
style="padding-left: 30px;"><strong>Vorurteil #1:</strong><br
/> In der IGV kommen Korporierte aus zahlreichen Dachverbänden zusammen, so bspw. aus der <strong>Deutschen Burschenschaft (DB)</strong>, dem <strong>Coburger Convent (CC)</strong>, usw. oder auch aus <strong>freien Verbindungen</strong>. Es wird also unterstellt, trotz vieler Distanzierungserklärungen <strong>mit der DB zusammenzuarbeiten</strong>, die nach dem diesjährigen Burschentag in den Augen von Verbindungsgegnern per se als rechtsextrem angesehen werden muss.  </p><p>Die <strong>DB</strong> besteht aus mehreren zehntausend Mitgliedern. Man kann nicht ernsthaft unterstellen, dass diese geschlossen hinter jedem Beschluss des Dachverbands oder deren angeschlossenen Mitgliedsbünden stehen. Sowohl in der Verbindungsszene als Ganzes, als auch innerhalb der DB war man sehr uneins über die Anträge, die an die Einführung eines &#8220;<strong>Ariernachweises</strong>&#8221; erinnerten (so <strong>Spiegel Online</strong>). Müsste man die DB-Korporierten tatsächlich kollektiv über denselben Kamm scheren, hätte es über den Antrag keine Diskussion gegeben und er wäre verabschiedet worden. Dass es in der DB rechte Regungen gibt, machen noch lange <strong>nicht jeden DB-Burschenschafter zu einem potenziellen Rechtsextremisten</strong>. Vielmehr wird sich der Dachverband an dem messen lassen müssen, wie er als mit der Problematik künftig umgehen wird.</p><p>Wenn ich es zudem richtig verstanden habe, so sind nicht Verbindungen, sondern deren Mitglieder als Individualpersonen in der Initiative (rund 70). Wer sagt, dass just das eine (oder andere) Mitglied, welches aus einem DB-Bund kommt, zu dem fraglichen Flügel des Dachverbands gehört? Zugegeben tauchte nach Monster-Aussagen tatsächlich einer der <strong>IGV-Mitglieder</strong> als <strong>Spender auf NPD-Spendenlisten</strong> auf, doch stehen dem dann immernoch gut 69 andere IGV-Mitglieder gegenüber. Warum sollte sich hier nun als ausgerechnet dieser eine Fragwürdige durchsetzen? Dennoch hat die <strong>IGV</strong> diejenigen Mitglieder, die gleichzeitig der <strong>B! Hannovera</strong> angehören, zwischenzeitlich ausgeschlossen. (siehe <a
href="http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Ausschluss-fuer-Burschis">http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Ausschluss-fuer-Burschis</a>, Zugriff am 25.11.2011)</p><p>Die <strong><a
href="http://www.burschenschaft-hannovera.de/" target="_blank">Burschenschaft Hannovera</a></strong>, die Verbindung, der der vermeindliche <strong>NPD-Spender</strong> angehört, hat dazu erklärt, dass diese <strong>Spende bereits in Jugendzeiten des Bundesbruders</strong> und lange vor dem Eintritt in die Verbindung getätigt wurde. Die <strong>B! Hannovera </strong>distanziert sich ausdrücklich von extremistischen Gesinnungen innerhalb des Bundes. Diese seien nicht erwünscht oder geduldet. Darüber hinaus verweist die Burschenschaft aber darauf, dass sich auch <strong>ein ehemaliger Antifa-Sympathisant</strong> in den Reihen der Bundesbrüder aufhalte.  (siehe <a
href="http://www.burschenschaft-hannovera.de/meldungen.html">http://www.burschenschaft-hannovera.de/meldungen.html</a>)</p><blockquote><p>Es bleibt aber dabei, daß extremistische Meinungen, egal aus welcher Richtung, bei uns weder erwünscht und geduldet sind, ganz egal, wie oft auch aus gewissen Kreisen das Gegenteil behauptet wird. Die drei weltanschaulichen Grundpfeiler der Burschenschaft <em>Ehre, Freiheit, Vaterland</em> werden bei uns Ernst genommen und gewürdigt. Extremistische Weltanschauungen sind weder mit unserem Ehr-, noch mit unserem Freiheitsbegriff vereinbar.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://www.burschenschaft-hannovera.de/meldungen.html">http://www.burschenschaft-hannovera.de/meldungen.html</a>, Zugriff am 25.11.2011)</em></p></blockquote><p>Meine ganz  persönliche Meinung: Der Kampf gegen extremistische Umtriebe kann nur dann erfolgreich sein, wenn man dem Einzelnen Tür und Tor zurück in die politische Mitte der Gesellschaft öffnet. Genau dies scheint mir im Fall der B! Hannovera durch die Aufnahme des Antifa-Sympathisanten als auch des NPD-Günstlings geschehen.</p><p
style="padding-left: 30px;"><strong>Vorurteil #2:</strong><br
/> Durch eine strategische Aufstellung, vor allem in Fragen der Personalia der Initiative, möchte man sich unangreifbar machen. So wurde eine Frau als Vorsitzende eingesetzt, die Mitglieder fragwürdiger Bünde haben keine Posten übernommen.</p><p>Selbst die &#8220;<strong>Monster</strong>&#8221; gehen hin und wieder strategische Partnerschaften mit anderen regionalen oder überregionalen Vereinigungen ein, um die eigene Ziele besser durchsetzen zu können. Das ist ja auch soweit vollkommen legitim &#8211; auch wenn man sich dort über die eine oder andere Zielsetzung vielleicht einmal ein paar ernsthafte Gedanken machen sollte.</p><p>Jedes Unternehmen, jeder Verein und im Prinzip auch jeder Webseitenbetreiber folgt einer Strategie &#8211; anderenfalls ist man selten erfolgreich in dem, was man erreichen möchte. Ohne Strategie wären auch die <strong>Göttinger Monster</strong> in ihrer &#8220;Branche&#8221; erfolglos. Natürlich möchte man sich nach außen hin seriös und glaubwürdig darstellen. Auch das ist vollkommen legitim. Wenn meine beiden achtjährigen Söhne bspw. ihren Fußball wiederhaben möchten, den ich ihnen vor Kurzem abgenommen habe, weil beim letzten Spiel die Wohnzimmerscheibe zu Bruch gegangen ist, dann werden sie mir bestimmt nicht erzählen, dass sie nun besonders scharf schießen und die Scheibe neuerlich als Tor nutzen möchten. Auch sie verkaufen sich also seriös. (Ehe nun Schadenfreude aufkommt, möchte ich betonen, dass das ein fiktives Beispiel war)</p><p
style="padding-left: 30px;"><strong>Vorurteil #3:</strong><br
/> Die IGV ist mit dem Ziel gegründet worden, <strong>Vorurteile gegen das Verbindungswesen</strong> zu entschärfen, nachdem diese immer wieder von links-politisch motivierten Vereinigungen u.a. in eine rechtsextreme Ecke gestellt würden. Darüber hinaus sollen <strong>Angriffe auf Verbindungshäuser</strong> gestoppt werden.</p><p>Das kann ich nachvollziehen, aus der selben Motivation heraus habe ich ja auch diesen Blog geschaffen. Leider hat man sich Seitens des Verbindungswesens in den vergangenen Jahren tatsächlich zu viel gefallen lassen. Das Verbindungswesen fällt heute öffentlich vor allem dann auf, wenn wieder einmal über drei Ecken teils wirklich abenteuerliche <strong>rechtsextreme Machenschaften konstruiert</strong> werden, weil bspw. in dem einen Karnickelzüchterverein, dem ein Farbbruder vorsteht, auch der Cousin des besten Freundes eines bekannten NPD-Mitglieds aktiv ist. (auch das Beispiel ist fiktiv)</p><p>Soweit zu den &#8220;Hauptvorwürfen&#8221; des <strong>Monster-Artikels</strong>. Darüber hinaus freut man sich aber diebisch, einen Zugang zur <strong>Facebook-Gruppe</strong>, <strong>Protokollen</strong> usw. der <strong>IGV</strong> zu haben. Wirklich ganz, ganz toll! Da freuen sich die Damen und Herren wie kleine Kinder, wenn man ihnen von der Tankstelle einen Lolli mitbringt. Das ist doch schön. Sollen sie doch ihre Freude haben. Vielleicht haben sie ja sonst nichts im Leben, worüber sie sich freuen können.</p><h3 style="text-align: center;">&#8230; und Reaktion(en)</h3><p>Zwischenzeitlich wurde aufgrund des <strong>Monster-Artikels</strong> der <strong>stv. SPD-Ortsvereinsvorsitzende Göttingen Mitte/Nord </strong>von &#8220;seinen <strong>Jusos</strong>&#8221; als untragbar erklärt, nachdem dieser &#8211; selbst korporiert und Mitglied im <strong><a
href="http://www.lassalle-kreis.de" target="_blank">Lassalle-Kreis</a> der SPD</strong>, einer Vereinigung von Korporierten in der SPD &#8211; an den Sitzungen der <strong>IGV</strong> teilgenommen und so ja mit Leuten &#8220;zusammengearbeitet&#8221; hat, die in einer Verbindung sind, die dem <strong>Dachverband DB</strong> angehört, wo es wiederrum Verbindungen gibt, in denen offenbar einige &#8220;Rechte&#8221; Mitglied sind. (siehe <a
href="http://www.jusos-goettingen.de/807.html">http://www.jusos-goettingen.de/807.html</a>)</p><p>Da dürfte ich meinem früheren Nachbarn näher gestanden haben, der die &#8220;<strong>Junge Freiheit</strong>&#8221; im Abonement bezieht (ohne korporiert zu sein). Dennoch wäre niemand auf die Idee gekommen, mir rechtsextremes Gedankgut zu unterstellen.</p><p>Vielleicht sollten die Damen und Herren <strong>Jung-Sozialdemokraten</strong> die Kirche im Dorf lassen. Die fragwürdigen Begebenheiten auf dem Burschentag blieben noch nicht einmal innerhalb der DB kritikfrei. Insofern sollte man auch nicht jeden DB-Korporierten von vornherein mit einem <strong>Ariernachweis-Stempel</strong> auf der Stirn bedenken. Das ist reines Klischeedenken. Mit Reflektion oder sachdienlicher Diskussion hat das wenig gemein.</p><p>Und von mangelnder demokratischer Fairness einmal abgesehen unterliefen den <strong>Jung-Sozis</strong> einige handwerkliche Fehler:</p><blockquote><p>Für uns ist es untragbar, dass ein SPD-Mitglied mit rechtsgerichteten Vereinigungen, die nachweislich sogar Verbindungen zur NPD besitzen, sympathisiert und deren Arbeit federführend mitgestaltet. Rechtes Gedankengut und Engagement haben in der SPD nichts zu suchen!<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://www.jusos-goettingen.de/807.html">http://www.jusos-goettingen.de/807.html</a>, Zugriff am 25.11.2011)</em></p></blockquote><p>Dass die<strong> IGV nachweisliche Kontakte zur NPD</strong> unterhält, konnte ich bislang keinem Artikel entnehmen. Davon abgesehen hat der stv. Ortsvereinsvorsitzende selbst erklärt, er haben eher als Beobachter an den <strong>IGV</strong>-Terminen teil genommen. Dass rechtes, respektive rechtsextremes, respektive extremistisches Gedankengut in keiner Partei etwas verloren hat, die sich innerhalb der Grenzen einer (repräsentativen) Demrkratie bewegt, versteht sich von selbst. Gleiches gilt übrigens auch für das Verbindungswesen.</p><blockquote><p>Nach unserer Auffassung war eine Differenzierung zwischen moderaten und offen bekennenden rechten Verbindungen bzw. Burschenschaften nie gerechtfertigt.<br
/> <em>(Quelle: </em><a
href="http://www.jusos-goettingen.de/807.html"><em>http://www.jusos-goettingen.de/807.html</em></a><em>, Zugriff am 25.11.2011)</em></p></blockquote><p>Wieso? Sieht man sich anderenfalls mit der misslichen Lage konfrontiert, sich über das Verbindungswesen und dessen Vorverurteilung hinaus Gedanken zu machen?</p><blockquote><p>Das zeigt auch die Vereinigung der Göttinger Szene unter einem örtlichen Dachverband. Die in der Vergangenheit vorgeschobenen Distanzierungen einiger Verbindungen und Burschenschaften untereinander sind nur Makulatur. Nationalistische, sexistische, völkische und rassistische Positionen sind in der gesamten Szene offenbar zumindest hoffähig.<br
/> <em>(Quelle: </em><a
href="http://www.jusos-goettingen.de/807.html"><em>http://www.jusos-goettingen.de/807.html</em></a><em>, Zugriff am 25.11.2011)</em></p></blockquote><p>Einerseits ist die <strong>IGV kein lokaler Dachverband</strong>, sondern der Zusammenschluss von individuellen Korporierten der Göttinger Studentenverbindungen, andererseits werden hier im Rahmen einer punktuellen Zusammenarbeit sicherlich keine &#8220;nationalistische, sexistische, völkische und rassistische Positionen&#8221; hoffähig gemacht. Ich frage mich überdies, wie die Jusos nun gerade in diesem Zusammenhang auf das unbegründete <strong>Vorurteils-Gestammel</strong> kommen.</p><p><strong>Richtig peinlich wird es für die Göttinger Jusos</strong> aber erst in einem Blog-Artikel zu dem Thema:</p><blockquote><p>Schon seit längerem gibt es Ärger mit Burschenschaftlern die sich in der SPD engagieren. [...] Die Anstrengungen der Jusos und vereinzelter Genossen in der Partei mündeten in einem Unvereinbarkeitsbeschluss, der alle “Burschen” aus der SPD warf. Gegen diesen Beschluss wurde geklagt worauf er so verwässert wurde das nur noch eine Mitgliedschaft in der Deutschen Burschenschaft [...] mit einer Mitgliedschaft in der SPD unvereibar sei.<br
/> (Quelle: <a
href="http://blog.jusos-goettingen.de/?p=36">http://blog.jusos-goettingen.de/?p=36</a>, Zugriff am 25.11.2011)</p></blockquote><p>Das <strong>Präsidium und der Vorstand der SPD</strong> beschlossen im März 2006, dass die gleichzeitige Mitgliedschaft in der SPD mit der in der DB bzw. der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) nicht möglich sei. Dagegen klagte ein Burschenschafter, der deswegen aus der SPD ausgeschlossen wurde. Diesen Prozess gewann der Mann. <strong>Seither ist die gleichzeitige Mitgliedschaft in SPD und BG nicht miteinander vereinbar.</strong> <strong>Einer gleichzeitigen Mitgliedschaft zur SPD und zur DB steht aber prinzipiell nichts im Wege.</strong> Die SPD-Jungfunktionäre sollten sich vielleicht einmal über ihre eigenen Statuten informieren, bevor sie sich selbst ins Licht der Lächerlichkeit setzen.</p><p>Interessant auch: Die Jusos haben ihre Forderung <strong>nur einen Tag nach Erscheinen des Monster-Artikels</strong> publiziert. Im Rahmen demokratischer Gepflogenheiten würde man zumindest eine Stellungnahme des (Vor-)Verurteilten abwarten. <em>(Nachtrag 28.11.2011:)</em> Selbiges gilt natürlich auch für die <strong>IGV</strong>.</p><p><span
style="text-decoration: underline;">Zusammenfassung der Quellen:</span></p><ul><li>22.11.2011 <a
href="http://monsters.blogsport.de/2011/11/22/die-buxen-einheitsfront/" target="_blank">Monsters of Göttingen: Die Buxen Einheits-Front</a> &#8211; MoG glaubt in diesem Artikel den einen oder anderen Skandal auszumachen, der sich um die Gründung der IGV ergeben haben könnte;</li><li>23.11.2011 <a
href="http://www.jusos-goettingen.de/807.html" target="_blank">Jusos Göttingen:  SPD-Mitgliedschaft und Engagement in der rechten Verbindungs- und Burschenschaftsszene unvereinbar: Voigt muss die „Schärpe“ nehmen!</a> &#8211; Die Göttinger Jusos fordern Rücktritt und Ausschluss eiens stv. SPD Ortsvereinsvorsitzenden wegen seinre Teilnahme an IGV-Sitzungen</li><li>24.11.2011 <a
href="http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Ausschluss-fuer-Burschis" target="_blank">Göttinger Tageblatt: Ausschluss für Burschis</a> &#8211; Die IGV schließt die Mitglieder aus, die der B! Hannovera angehören</li><li><a
href="http://www.burschenschaft-hannovera.de/meldungen.html" target="_blank">B! Hannovera: Stellungnahme: Spende eines unserer Bundesbrüder an die NPD</a> &#8211; Die Verbindung erklärt sich zu den Spendervorwürfen ggü. einem ihrer Bundesbrüder</li></ul><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-11-25/gottingen-des-monsters-trube-augen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> <item><title>Was uns die &#8220;Dönermorde&#8221; nun also auch über das Verbindungswesen sagen&#8230;</title><link>http://www.burschireader.de/2011-11-22/was-uns-die-donermorde-nun-also-auch-uber-das-verbindungswesen-sagen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=was-uns-die-donermorde-nun-also-auch-uber-das-verbindungswesen-sagen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-11-22/was-uns-die-donermorde-nun-also-auch-uber-das-verbindungswesen-sagen.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 22 Nov 2011 06:27:21 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Aktionismus]]></category> <category><![CDATA[Austritt]]></category> <category><![CDATA[CC]]></category> <category><![CDATA[CDA]]></category> <category><![CDATA[Coburger Convent]]></category> <category><![CDATA[DB]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Dönermorde]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1959</guid> <description><![CDATA[Die Dönermorde, bzw. deren Begleitumstände, müssen ja derzeit für einigen politischen Aktionismus herhalten. Diese zu bewerten ist prinzipiell nicht Aufgabe und Zweck dieses Blogs. Jedoch, und genau das ist wiederrum Gegenstand dieser Webseite, wird die Diskussion seit einigen Tagen auch als Argument für die Kritik am Verbindungswesen herangezogen. Hier kommen schon sehr seltsame Argumentationslinien zustande. So versucht <a
href='http://www.burschireader.de/2011-11-22/was-uns-die-donermorde-nun-also-auch-uber-das-verbindungswesen-sagen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Die <strong>Dönermorde</strong>, bzw. deren Begleitumstände, müssen ja derzeit für einigen politischen Aktionismus herhalten. Diese zu bewerten ist prinzipiell nicht Aufgabe und Zweck dieses Blogs. Jedoch, und genau das ist wiederrum Gegenstand dieser Webseite, wird die Diskussion seit einigen Tagen auch als Argument für die <strong>Kritik am Verbindungswesen</strong> herangezogen. Hier kommen schon sehr seltsame Argumentationslinien zustande. So versucht man bspw. auf der Seite <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/">http://coburgerconvent.blogsport.de</a> einen <strong>Zusammenhang zwischen der ruhenden Mitgliedschaft des Coburger Convents (CC) im Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) mit den Dönermorden</strong> herzustellen.<span
id="more-1959"></span></p><p>So heißt es im Artikel &#8220;<strong><a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/11/17/waffenbrueder-gespalten/" target="_blank">Waffenbrüder gespalten</a></strong>&#8220;:</p><blockquote><p>Ende Oktober hat der Coburger Convent beschlossen, seine Aktivitäten im Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) bis auf weiteres ruhen zu lassen. Grund hierfür sind nach eigener Darstellung die „ethnologischen Aufnahmekriterien“ der Deutschen Burschenschaft (DB), welche ebenso Mitglied im CDA ist. Mitte des Jahres war es zu einem Skandal gekommen, als die rassistische Ideologie der DB an die Öffentlichkeit gelangte.</p></blockquote><p>Dies kann man halbwegs so stehen lassen. Nur dass es nicht um eine rassistische Ideologie der DB ging, allenfalls um die einzelner Mitgliedsbünde des Dachverbands, die innerhalb ihres Dachverbands noch nicht einmal annährend mehrheitsfähig sind.</p><blockquote><p>Damit ist mit dem CDA als verbindungsstudentischem Super-Dachverband die gesamte Szene deutlich geschwächt.</p></blockquote><p>Der <strong>CDA</strong> ist kein &#8220;<strong>Super-Dachverband</strong>&#8220;, sondern eine Arbeitsgemeinschaft von Altherrenverbänden deutscher Korporationsverbände. (siehe hierzu auch <a
href="http://www.akademikerverbaende.de/kurzinformation.html">http://www.akademikerverbaende.de/kurzinformation.html</a>) Hier sind weder Verbindungen als solche, noch gesamte Dachverbände Mitglied &#8211; nur eben deren Philistervereinigungen.</p><blockquote><p>Mit einer in diesem Zusammenhang veröffentlichten Stellungnahme gegen „Extremismus von links und rechts“ spielt der CC selbst wie auch der CDA jedoch in unerträglicher Weise mit einer Relativierung faschistischer Ideologie.</p></blockquote><p>Im Gegenteil! Der <strong>CC</strong> stellt sich grundsätzlich und gegen <em>jedwede</em> politische Extreme: </p><blockquote><p>Wir lehnen Extremismus von links und rechts ab.<br
/> (Quelle: <a
href="http://www.coburger-convent.de/willkommen/aktuelles/einzelansicht/article/coburger-convent-cc-bekraeftigt-convent-deutscher-akademikerverbaende-cda.html">http://www.coburger-convent.de/willkommen/aktuelles/einzelansicht/article/coburger-convent-cc-bekraeftigt-convent-deutscher-akademikerverbaende-cda.html</a>, Zugriff am 22.11.2011)</p></blockquote><p>Jegliche politische Extrema schaden einer Demokratie gleich welchen Typs. Es gibt weder einen guten, noch einen schlechten Extremismus, er steht <em>immer</em> außerhalb der gesunden Grenzen der für eine Demokratie notwendigen Toleranz.</p><blockquote><p>Gerade im Kontext der zur Zeit medial beachteten rassistischen Mordserie in Deutschland spricht die Gleichsetzung der rechten Hassideologie mit freiheitlicher linker Politik von einem mehr als seltsamen Menschlichkeitsverständnis.</p></blockquote><p>Ich frage mich, wie man aus der DB-Diskussion vom Sommer und dem daraus gefolgten Quasi-Austritt des CC aus dem CDA einen <strong>Zusammenhang zu den sog. Dönermorden</strong> herstellen kann. Man könnte hier fast den Eindruck gewinnen, als wäre das deutsche Verbindungswesen kollektiv an diesen beteiligt oder zumindest darüber erfreut gewesen. Was glauben die Damen und Herren Verbindungskritiker denn eigentlich, über was man in den Verbindungshäusern spricht? Offenbar schweift hier die reellen Umstände weit von den Vorstellungen der Damen und Herren ab, die solche &#8220;kritischen&#8221; Texte vefassen.</p><blockquote><p>Wenn der Deutschen Burschenschaft eine „inhaltliche Nähe zum rechtsextremen Milieu“ unterstellt wird, so fällt außerdem nicht nur die offensichtliche personelle Nähe zum rechtsextremen Milieu unter den Tisch, sondern auch eine Selbstkritik des nationalistischen und völkischen Selbstverständnis der restlichen Korporationen.</p></blockquote><p>Was ist &#8220;offensichtlich&#8221;? Weil es bei einem Personenkreis von weit über 100.000 Menschen eine handvoll Deppen gibt kann man noch lange nicht von einer personellen Nähe sprechen. Auch stellt sich die Frage, wie die Autoren des Pamphlets auf die Idee kommen, dass das <strong>Verbindungswesen per se nationalisitisch und völkisch</strong> ausgerichtet sei.</p><p>Kritik in allen Ehren, sie ist in einer gesunden demokratischen Gesellschaft wichtig und richtig. Was die Autoren hier allerdings geschrieben haben, ist weder überlegt, reflektiert, noch durchdacht. Die Grenzen der Niveaulosigkeit wurden hier weit überschritten.</p><p><em>Soweit nicht anderes gekennzeichnet, beziehen sich die Zitate auf den Artikel &#8220;Waffenbrüder gespalten&#8221;, URL <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/11/17/waffenbrueder-gespalten/">http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/11/17/waffenbrueder-gespalten/</a>, letzter Zugriff am 22.11.2011)</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-11-22/was-uns-die-donermorde-nun-also-auch-uber-das-verbindungswesen-sagen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Selbstbestimmung der Frau? Beim AStA der Uni Hannover recht fraglich!</title><link>http://www.burschireader.de/2011-11-17/selbstbestimmung-der-frau-beim-asta-der-uni-hannover-recht-fraglich.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=selbstbestimmung-der-frau-beim-asta-der-uni-hannover-recht-fraglich</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-11-17/selbstbestimmung-der-frau-beim-asta-der-uni-hannover-recht-fraglich.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 17 Nov 2011 08:29:13 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA Hannover]]></category> <category><![CDATA[Emanzipation]]></category> <category><![CDATA[TAZ]]></category> <category><![CDATA[Uni Hannover]]></category> <category><![CDATA[Verbindungswesen]]></category> <category><![CDATA[weibliche Selbstbestimmung]]></category> <category><![CDATA[Zimmer]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1951</guid> <description><![CDATA[Zu Beginn des Wintersemesters war es ja &#8220;in&#8221; gegen Zimmerangebote von Studentenverbindungen zu wettern. Zwei solche Aktionen aus Hannover und Halle habe ich in den letzten Tagen auch hier bedacht. Selbst der TAZ ging die neuerliche Hetze offenbar zu weit und versuchte sich an einer anderen kritischen Perspektive. Sie untersuchte im Artikel Kein Bett bei <a
href='http://www.burschireader.de/2011-11-17/selbstbestimmung-der-frau-beim-asta-der-uni-hannover-recht-fraglich.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Zu Beginn des Wintersemesters war es ja &#8220;in&#8221; gegen <strong>Zimmerangebote von Studentenverbindungen</strong> zu wettern. Zwei solche Aktionen aus <strong><a
title="Hannover" href="http://www.burschireader.de/2011-11-10/in-hannover-sind-zimmer-frei-und-drohen-bewohnt-zu-werden.html" target="_blank">Hannover</a></strong> und <strong><a
title="Halle" href="http://www.burschireader.de/2011-11-08/die-sds-halle-warnt-vor-gunstigen-studentenbuden.html" target="_blank">Halle</a></strong> habe ich in den letzten Tagen auch hier bedacht. Selbst der <strong><a
href="http://www.taz.de/" target="_blank">TAZ</a></strong> ging die neuerliche Hetze offenbar zu weit und versuchte sich an einer anderen kritischen Perspektive. Sie untersuchte im Artikel <strong><a
href="http://taz.de/Warnung-an-Studienanfaenger/!81467/" target="_blank">Kein Bett bei den Burschen</a></strong> das</p><blockquote><p>Zivilisierungspotenzial rein wohnungssuchender Studenten[, die] einfach ein billiges Zimmer [suchen].<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://taz.de/Warnung-an-Studienanfaenger/!81467/">http://taz.de/Warnung-an-Studienanfaenger/!81467/,</a> Zugriff am 17.11.2011)</em><span
id="more-1951"></span></p></blockquote><p>Der <strong>AStA Hannover</strong> konnte mit dieser anderen, ebenfalls verbindungskritischen Sichtweise offenbar recht wenig anfangen, fühlte sich beleidigt und gar genötigt, eine <strong><a
href="http://pc2.asta.uni-hannover.de/index_html/stellungnahme-zum-artikel-201ekein-bett-bei-den-burschen201c-vom-08.11.2011-in-der-taz" target="_blank">Stellungnahme</a></strong> wiederrum zu dem TAZ-Artikel zu verfassen. Dass man sich dabei in der <strong>Interpretation des TAZ-Artikels</strong> vollkommen vertan hat, das gibt der Stellungnahme eine besonders witzige Note. Es geht schon recht früh los:</p><blockquote><p>Wenn das Zivilisierungspotenzial von Corps und Burschenschaften darin liegt jungen Männern beizubringen, dass es cool und völlig normal sei „Coleurdamen“ zu vögeln&#8230;</p></blockquote><p>Weiter braucht man den Satz gar nicht zitieren, denn der TAZ-Autor schreibt vom Zivilisierungspotenzial der Zimmersuchenden auf Burschenschaften, Corps usw &#8211; also eben nicht vom Einfluss der Verbindungen auf deren (nichtkorporierten) Hausbewohnern.</p><p>Weiter versucht sich der AStA in einer <strong>Rechtfertigung über die Emanzipationsschiene</strong>:</p><blockquote><p>Diese Aussage zeigt doch, dass der Autor nicht verstanden hat, dass „einfach mal zu vögeln“ die Frau schon zu einem Objekt stilisiert hat,&#8230;</p></blockquote><p>Glaubt die Damen und Herren des AStA etwa tatsächlich, das weibliche Studenten nicht auch &#8220;einfach mal vögeln&#8221; wollen? Heutzutage darf prinzipiell jeder mit dem vögeln &#8211; solange es in gegenseitigem Einvernehmen geschieht. Es sei jedem gegönnt! Was der AStA als emanzipiert versucht zu verkaufen ist genau das Gegenteil. Der AStA spricht hier der Frau jegliche Selbstbestimmung ab. Hier kann man sich ernsthaft fragen, in welchem Jahrhundert der AStA stehen geblieben sein mag.</p><blockquote><p>Ganz im Gegenteil sollte es einem sich vermutlich in irgendeiner Form als kritisch betrachtenden TAZ-Schreiberling doch eigentlich klar sein, dass innerhalb eines strukturkonservativen Verbunds, wie sie Studentenverbindungen nun einmal sind, wenig Potenzial für eine progressive Veränderung von unten gibt. Wer während seiner Fuxs-Zeit nicht erkannt hat, in was für eine Scheiße er da geraten ist und das mit einem sofortigen Austritt quittiert, hat die Prinzipien und Normen des Verbindungswesens schon so weit internalisiert, dass er ebenjene in seiner Zeit als Vollmitglied einfach stumpf reproduzieren wird.</p></blockquote><p>Wenn man das so liest, dann könnte man den Eindruck gewinnen, als hätte sich das Verbindungswesen in den vergangenen Jahrhunderten in keinster Weise verändert. Das Verbindungswesen hat <em>gerade</em> deswegen überlebt, weil es sich verändert hat, <strong>ohne aber seine Wurzeln und Bewährtes aus den Augen zu verlieren</strong>. Insofern kann man dem Verbindungswesen vielleicht einiges vorwerfen, aber sicherlich keine &#8220;<strong>stumpfe Reproduktion</strong>&#8220;. Das wäre genau das Gegenteil der freiheitlichen Ideale, denen das Verbindungswesen zugrunde liegt &#8211; die Begründer würden sich im Grabe herumdrehen. In die Schublade stumpfer Reproduktion fällt allenfalls die seit Jahrzehnten immer wieder mit den selben ausgelutschen Argumenten durchgekaute und unreflektierte Verbindungskritik.</p><blockquote><p
align="justify">Bei den Burschenschaften hingegen gibt es kein Wahlrecht. Da fängt man unten an und hofft, dass man es irgendwann in der Hierarchieleiter ein bisschen weiter nach oben schafft, damit man endlich selber die Befehle an die Jüngeren geben kann.</p></blockquote><p
align="justify">So ein Blödsinn! Das Verbindungswesen ist demokratischer aufgebaut, als die meisten anderen Organisationen, die ich kenne. <strong>In Studentenverbindungen werden den Belangen verschiedener Interessengruppen (bspw. Alte Herren und Aktivitas) durch eigene Mitgliederversammlungen, den sog. Conventen, Rechnung getragen</strong>. In diesem Conventen werden auch die Chargierten und Alt-Herren-Vorstände gewählt. Diese sind den entsprechenden Conventen wiederrum zur Rechenschaft verpflichtet. Nicht anders verhält es sich hier bei einem AStA, der in aller Regel von einem Studierendenparlament gewählt wurde und eben von diesem auch kontrolliert wird.</p><p
align="justify">Füxe haben in der Tat oft/meist keine Stimme in den Conventen. Der Grund ist ganz einfach: sie sind eben noch keine (Voll-)Mitglieder. Ich setze mich ja bspw. auch nicht in eine Mitgliederversammlung der Grünen und wähle dort als Gast pauschal deren Vorstand mit. Insofern treten Füxe auch gar nicht aus einer Verbindung aus, sie treten ihr erst gar nicht bei, wenn sie sich mit ihr nicht identifizieren können.</p><blockquote><p
align="justify">Dieser Artikel kommt einem Kommentar gleich ohne als dieser gekennzeichnet zu sein. Wir fordern die TAZ auf eine Gegendarstellung zu veröffentlichen.</p></blockquote><p
align="justify">Wenn sich der AStA an weiter lächerlich machen will, bleibt er auf dieser Forderung bestehen. Allerdings würde ich den Damen und Herren der studentischen Vertretung raten, den TAZ-Artikel nochmals genau zu lesen. Spätestens dann sollte dem AStA auch das Licht aufgehen, dass es gar keine Veranlassung für eine Gegendarstellung gibt.</p><p
align="justify"><em>Soweit nicht anders beschrieben, sind die Zitate dem Artikel &#8220;Stellungnahme zum Artikel „Kein Bett bei den Burschen“ vom 08.11.2011 in der TAZ&#8221;, zu finden unter der URL <a
href="http://pc2.asta.uni-hannover.de/index_html/stellungnahme-zum-artikel-201ekein-bett-bei-den-burschen201c-vom-08.11.2011-in-der-taz">http://pc2.asta.uni-hannover.de/index_html/stellungnahme-zum-artikel-201ekein-bett-bei-den-burschen201c-vom-08.11.2011-in-der-taz</a> (letzter Zugriff am 17.11.2011)</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-11-17/selbstbestimmung-der-frau-beim-asta-der-uni-hannover-recht-fraglich.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>In Hannover sind Zimmer frei und drohen bewohnt zu werden</title><link>http://www.burschireader.de/2011-11-10/in-hannover-sind-zimmer-frei-und-drohen-bewohnt-zu-werden.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=in-hannover-sind-zimmer-frei-und-drohen-bewohnt-zu-werden</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-11-10/in-hannover-sind-zimmer-frei-und-drohen-bewohnt-zu-werden.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 10 Nov 2011 10:37:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[762-antifa]]></category> <category><![CDATA[AStA Hannover]]></category> <category><![CDATA[Hannover]]></category> <category><![CDATA[Verbindungshäuser]]></category> <category><![CDATA[Wohnungen]]></category> <category><![CDATA[Wohnungssuche]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1922</guid> <description><![CDATA[In den Kreisen der Verbindungsgegner kopiert man ja gerne die Aktionen, die anderenorts schon in irgendeiner Art und Weise &#8211; wenn auch nur eingebildet &#8211; erfolgreich waren. So versucht man sich nun nach Leipzig und Göttingen auch in Greifswald an einem Sorgentelefon, in Hannover greift man nach Halle die Frage nach dem Leben auf einem Verbindungshaus <a
href='http://www.burschireader.de/2011-11-10/in-hannover-sind-zimmer-frei-und-drohen-bewohnt-zu-werden.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>In den Kreisen der Verbindungsgegner kopiert man ja gerne die Aktionen, die anderenorts schon in irgendeiner Art und Weise &#8211; wenn auch nur eingebildet &#8211; erfolgreich waren. So versucht man sich nun nach Leipzig und Göttingen auch in Greifswald an einem Sorgentelefon, <strong>in Hannover greift man nach Halle die Frage nach dem Leben auf einem Verbindungshaus</strong> auf. Dazu wurde mir dieser Tage ein <strong>Flugblatt</strong> mit dem Titel &#8221;<strong><a
href="http://www.burschireader.de/wp-content/uploads/2011/11/Hannover_Wohnung_WS201112.pdf">Achtung Zimmer frei!</a></strong>&#8220; zugespielt, welches ich auch der breiten Öffentlichkeit natürlich kommentiert gerne zur Verfügung stelle.<span
id="more-1922"></span></p><p>Auf der Suche nach einer Bleibe am Studienort führt es einen häufig zur Zimmerbesichtigung in ein <strong>Verbindungshaus</strong>. <strong>Günstige Mietpreise</strong> und i.d.R. eine <strong>gute Ausstattung</strong> sowie in einer <strong>guten Lage</strong> ziehen sie Erstsemester förmlich an. Das Ganze hätte &#8220;nur einen Haken&#8221;, sagen die Damen und Herren Schreiberlinge des Flugblatts.</p><blockquote><p>Was bei Wohnungsaushängen an den schwarzen Bretten zunächst unverdächtig aussieht, entpuppt sich schnell als Aushang einer Studentenverbindung.</p></blockquote><p>Das ist ja total verrückt! Wie in <strong>Halle</strong> machen Verbindungen auch in <strong>Hannover</strong> Werbung für freie Zimmer. Sogar noch ganz klassisch am schwarzen Brett. Unglaublich!</p><blockquote><p>Die Zimmer in den Häusern der Verbinungen stehen in den allermeisten Fällen nur männlichen Wohnungssuchenden zur Verfügung [...]</p></blockquote><p>Wenn ein Männerbund ein Zimmer vermieten möchte, macht so eine Einschränkung ja auch durchaus Sinn.</p><blockquote><p>[...] oft auch nur deutschen oder christlichen Männern, die bei der Bundeswehr waren.</p></blockquote><p>Dieser Teilsatz schreit ja schon förmlich danach, verulkt zu werden. Im Sinne einer sachlichen Auseinandersetzung lasse ich das aber sein. Die Gedanken sind aber nach wie vor frei. Davon einmal abgesegen sucht man sich auch in jeder anderen &#8220;normalen&#8221; WG Mitbewohner, die in irgendeiner Art und Weise zu einem selbst passen. Warum sollten das Studentenverbindungen anders handhaben?</p><blockquote><p>Viele Zimmersuchende geraten angesichts günstiger Preise und der Zimmer in guter Lage an solche Verbindungen.</p></blockquote><p>Der Konsument strebt nach dem größten Nutzen zu einem geringen Preis &#8211; das gehört zu den Grundprinzipien des Marktes.</p><blockquote><p>Was sich hinter solch einer Gemeinschaft verbirgt, zeigt sich, wenn Mann auf dem Haus eingezogen ist. Nach dem Einzug werden die Studenten aufgefordert, in die Verbindung einzutreten.</p></blockquote><p>In aller Regel tritt man einer Verbindung bei, wenn man eine <strong>Probe- und Schnupperphase</strong>, die sog. <strong>Fuxenzeit</strong> hinter sich gebracht hat. Diese dauert, je nach Verbindung ein bis zwei Jahre. Erst dann wird man mit seiner <strong>Burschung</strong> wirklich Mitglied einer Verbindung. In der Zwischenzeit hat man die Möglichkeit, die Verbindung kennenzulernen und auch für sich selbst zu entscheiden, ob man eine solche Bindung eingehen möchte. In einem &#8220;<strong>Lebensbund</strong>&#8221; ist solch ein Vorgehen ja auch nicht schlecht &#8211; man heiratet ja normaler Weise auch nicht und lernt ex post seine Angetraute bzw. seinen Angetrauten kennen &#8211; zumindest ist das in unseren Breitengraden eher unüblich. &#8220;<strong>Drum prüfe, wer sich ewig bindet</strong>&#8221; &#8211; das gilt auch im Verbindungswesen.</p><blockquote><p>Der Eintritt in die Verbindung bedeutet die Unterwerfung unter die Autorität eines reaktionären Männerbundes. Fortan wird die Einordnung in ein konservatives Weltbild verlangt. Das Hinterfragen von Gruppenzwang und Unterordnung wird nicht erwünscht. In einigen dieser Verbindungen werden noch blutige Fechtkämpfe aus-getragen.</p></blockquote><p>Nun sehe ich meine vergangen zwölf Jahre in einem völlig neuen Licht. Ich bin da also einfach hin und habe mich so mir-nichts-dir-nichts unterworfen und meine eigenen Wertevorstellung vollkommen über Bord geworfen?! Blödsinn! Eine Gemeinschaft, ganz gleich welcher Art, lebt von <strong>unterschiedlichen Charaktären und Idealausprägungen</strong> &#8211; nur so ist sie dauerhaft handlungs- und entwicklungsfähig. Jedes einzelne Mitglied einer Verbindung oder eines anderen Vereins prägt das Bild derselben ein Stück weit auf seine ganz individuelle Weise.</p><p>Auch könnte man den Eindruck gewinnen, die Herren Farbenbrüder laufen mit einem Degen free-style-fechtend durch das Verbindungshaus, einzig mit dem Ziel einem Duellanten schwere Verletzungen zuzufügen. So läuft das sicherlich nicht. Das <strong>Mensurenschlagen</strong> läuft nach sehr strengen Regeln ab und ich schwere Verletzung sind so gut wie ausgeschlossen. Ob man letztlich einen Sinn darin sieht oder nicht, das sei einem jedem selbst überlassen.</p><blockquote><p>In den Mitgliedsbünden der &#8220;Deutschen Burschenschaft&#8221; (in Hannover die Germania, Ghibellinia und Arminia) wird außerdem ein rechtes Weltbild propagiert. So wohnen in einigen Häusern von Burschenschaften Nazis, die Grenzen der BRD werden von vielen nicht anerkannt und eine rassistische Definition von &#8220;Deutsch-sein&#8221; wird vertreten.</p></blockquote><p>Zunächst einmal steht natürlich die Frage im Raum, wie diese Definition des &#8220;<strong>Deutsch-seins</strong>&#8221; lautet und welche <strong>Bewertungsmaßstäbe</strong> angelegt werden. Diese Frage bleibt auch im Raum stehen, weil die besagte Definition gar nicht aufgeführt wird. Auch wie die <strong>Propaganda eben der drei DB-Bünde</strong> en Detail aussehen soll, bleibt ungeklärt.</p><p>Ich habe im Übrigen auch bereits in Mehrfamilienhäusern gewohnt, in denen Nachbarn einschlägige rechte oder linke Blätter abonniert hatten. Nichts dessen hat auf mich abgefärbt. Und auch wenn es die eine oder andere, grundsätzlich eher seltene, Überschneidung von Mitgliedschaften in einer Burschenschaft und einer anderen, politisch einschlägigen Organisation geben mag, so heißt es noch lange nicht, dass sich solche Organisationen gegenseitig protégieren. Das ist Quatsch.</p><p>Am Ende des Flugblatts stellen sich dann deren &#8220;Macher&#8221; vor. Eine kleine Überraschung gab es da für mich: Neben dem <strong>AStA</strong> der hiesigen Universität ist auch u.a. die <strong>762-antifa</strong> mit dabei. Diese war bereits früher einmal Gegenstand dieses Blogs. Vor einigen Monaten war auf einmal deren Webseite nicht mehr erreichbar &#8211; wohl die Gebühren für den Provider nicht bezahlt? -, aber sie scheinen wieder &#8220;<strong>auferstanden aus Ruinen</strong>&#8220;&#8230; allerdings der Zukunft offenbar nicht zu- sondern abgewandt, so lässt zumindest die generelle Gestaltung des Flugblatts vermuten.</p><p><em>P.S: Die Zitate sind dem Flugblatt &#8220;<strong><a
href="http://www.burschireader.de/wp-content/uploads/2011/11/Hannover_Wohnung_WS201112.pdf">Achtung Zimmer frei!</a></strong>&#8221; entnommen, welches mir dankenswerter Weise übermittelt wurde.</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-11-10/in-hannover-sind-zimmer-frei-und-drohen-bewohnt-zu-werden.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Die sds Halle warnt vor günstigen Studentenbuden</title><link>http://www.burschireader.de/2011-11-08/die-sds-halle-warnt-vor-gunstigen-studentenbuden.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-sds-halle-warnt-vor-gunstigen-studentenbuden</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-11-08/die-sds-halle-warnt-vor-gunstigen-studentenbuden.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 08 Nov 2011 13:01:45 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[DIE LINKE]]></category> <category><![CDATA[Martin-Luther-Universität Halle]]></category> <category><![CDATA[MLU Halle]]></category> <category><![CDATA[sds Halle]]></category> <category><![CDATA[Studentenbude]]></category> <category><![CDATA[Studentenwohnheim]]></category> <category><![CDATA[Wohnungsnot]]></category> <category><![CDATA[Zimmer]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1910</guid> <description><![CDATA[Die Quasi-Abschaffung der Wehrpflicht und auch bspw. der doppelte Abiturjahrgang in Bayern haben in so manchen Hochschulstädten unseres Landes für ein bisher nicht dagewesenen Problem an Wohnungsnot gesorgt. Die linke Hoschulgruppe an der Martin-Luther-Universität Halle, die sds.die linke &#8211; Links-Alternative Hochschulgruppe MLU (sds Halle), hat es sich nicht nehmen lassen, dahingehend in einem Fundstück der <a
href='http://www.burschireader.de/2011-11-08/die-sds-halle-warnt-vor-gunstigen-studentenbuden.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Die Quasi-Abschaffung der Wehrpflicht und auch bspw. der doppelte Abiturjahrgang in Bayern haben in so manchen Hochschulstädten unseres Landes für ein bisher nicht dagewesenen Problem an Wohnungsnot gesorgt. Die linke Hoschulgruppe an der Martin-Luther-Universität Halle, die <strong>sds.die linke &#8211; Links-Alternative Hochschulgruppe MLU (sds Halle)</strong>, hat es sich nicht nehmen lassen, dahingehend in einem <strong><a
href="http://sdsmlu.blogspot.com/2011/11/fundstuck-der-41-kalenderwoche.html" target="_blank">Fundstück der 41. Kalenderwoche</a></strong> auf das bös- und abartige Treiben von Studentenverbindungen im Zuge der Rekrutierung neuer Fuxen hinzuweisen.<span
id="more-1910"></span></p><blockquote><p>Uns sind mehrere Fälle bekannt geworden, wo zumeist nichts-ahnende Neustudierende zu Zimmerbesichtigungen „auf das Haus“ kamen und einige davon auch einen Mietvertrag unterschrieben haben.</p></blockquote><p>Da erdreisten sich doch tatsächlich die örtlichen Studentenverbindungen, ihre freien Zimmer nicht nur besichtigen zu lassen, sondern gar tatsächlich zu vermieten! Das sind ja vollkommen neue Töne, die man da aus Halle, oder gar aus anderen Universitätsstädten auch, hört?!</p><blockquote><p>Das Phänomen des Wohnens auf dem Haus einer Studentenverbindung, als Nicht-Mitglied der Korporation oder als sog. Fuchs (einem Anwärter auf die Vollmitgliedschaft in einer Studentenverbindung, der sich „erst noch beweisen muss“), ist demgegenüber nicht so eng mit der korporatistischen Traditionspflege verbunden wie mensch annehmen könnte. Gemeinhin wurde das Verbindungshaus bis in die 1930er Jahre für die Kneipe und die Mensur benutzt, während die höher gestellten Funktionsträger, wie der Fuchsmajor (Leitperson der Füchse mit Erziehungsfunktion) auf dem Haus wohnten. Dabei war nicht vorgesehen, alle Mitglieder der Studentenverbindungen auf dem Haus selbst wohnen zu lassen. Vielmehr liegen die Wurzeln des gemeinsamen Wohnens in einer Anordnung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (kurz: NSDStB), welche die Korporationen nach der alles in allem einvernehmlich vonstatten gegangenen Gleichschaltung 1935/6 ohne weitere Reflektion übernahmen und dies bis heute noch tun. Dem NSDStB ging es unter Baldur von Schirach, dem späteren „Reichsjugendführer“, darum die Neustudierenden so schnell und zeitig wie möglich zu „kasernieren“, sie somit einer permanenten Kontrolle auszusetzen und in einem noch engeren Abhängigkeitsverhältnis zu binden. Zu beobachten ist bei einigen Studentenverbindungen, wie an das eigentliche Haus neue Wohntrakte zu dieser Zeit angebaut wurden, um eben jene „Kasernierung“ zu vollziehen.</p></blockquote><p>Das mag zwar für den Geschichtsinteressierten tatsächlich nicht uninteressant sein, doch frage ich mich, wie man da nun einen Vorwurf kreieren kann. Im Hitlerdeutschland wurden auch Häuser gebaut, es wurde Landwirtschaft betrieben, gefrühstückt und Auto sowie Fahrrad gefahren. Sollte es nun in unseren Köpfen auch verpöhnt sein, Cabrio zu fahren, nur weil der selbst ernannte &#8220;Führer&#8221; sich hin und wieder in einem hat ablichten lassen? Es soll tatsächlich auch Mitbürger geben, die im Cabriofahren ein Stück Selbstverwirklichung sehen &#8211; sind diese nun rechts-braun, weil Hitler auch gerne &#8220;oben ohne&#8221; gefahren ist?</p><p>Ernsthaft, Beweggründe ändern sich mit der Zeit. Was sollte aus heutiger Sicht schlecht daran sein, gerade Studierenden eine günstige Bleibe zu bieten, wenn dies denn möglich ist? Würden Verbindungen ihre Zimmer zu marktüblichen Preisen anbieten, würde es heißen, dass man dort nur die Kinder reicher Eltern haben wollte, also <strong>Standesgedünkel</strong> herrschen würden.</p><p>Nach der &#8220;Logik&#8221; die die <strong>sds Halle</strong> hier an den Tag legt, müssten auch Jugendherbergen unbedingt gemieden werden. Auch diese wurden ab 1933 von Hitlers Helfern geleitet (siehe <a
href="http://www.jugendherberge.de/de/ueberuns/1909bisheute/1933/" target="_blank">hier</a>). Einen recht großen Widerstand kann ich aus den Angaben der <strong><a
href="http://www.jugendherberge.de" target="_blank">DJH</a></strong> nicht ableiten. Eine solche Verurteilung in heutigen Zeiten wäre genauso unbegründet wie die, die die <strong>sds Halle</strong> gegen das Verbindungswesen anstellt. Überdies wäre nach der sds Halle das studentische Leben, bspw. auch in Studentenwohnheimen, generell zu verurteilen.</p><blockquote><p>In Halle werben die Studentenverbindungen mehr verdeckt als offen mit ihrem billigen Wohnraum, inklusive Gemeinschaftsgefühl, kollektiven Besäufnissen und schmerzhaften Fechtkämpfen. Auf Portalen wie &#8220;wg-gesucht&#8221; ist der einzige Anhaltspunkt eine auf den ersten Blick unscheinbare Webadresse, ohne dass die Verbindungen in den meisten Fällen explizit auf ihren Charakter als Korporation aufmerksam machen würden.</p></blockquote><p>Verrückt, Studentenverbindungen bewerben ihre Zimmer nicht nur, sie tun es auch noch online! Hand aufs Herz, wer wusste von seinem Vermieter vor einer Wohnungsbesichtigung schon, was dieser beruflich macht? Die Zahl dürfte sich tendenziell gegen Null bewegen. Im Übrigen glaube ich kaum, dass eine Verbindung ein normales Zimmerangebot mit der Aussicht auf einem Fechtkampf ausschreibt. Das scheint mir dann doch recht zweifelhaft. Zudem wären die potenziellen Mieter dann eben nicht mehr nur Mieter, sondern auch Füxe bzw. Mitglieder des Bundes, auf dessen Haus sie leben. Ich habe das Gefühl, die Autoren des <strong>sds</strong>-Blogeintrags haben sich an dieser Stelle eine recht subjektive und eigenbrödlerische Realität geschaffen, die sie haben beschreiben wollen.</p><blockquote><p>Bei der Besichtigung der Wohnung erleben die meisten Studierenden dann eine skurrile Situation aus Männerbund, zumeist Mobiliar aus dem 19.Jahrhundert samt Schwertern und Fahnen an den Wänden sowie das ungute Gefühl, hier „falsch verbunden“ zu sein.</p></blockquote><p>Möbel aus dem 19. Jahrhundert sind also per se zweifelhaft!? Es gibt durchaus auch jüngere Mitmenschen, die die handwerklichen Leistungen alten Mobiliars zu würdigen wissen und sich gar darum reissen. Viel zu oft werden solche Schmuckstücke bspw. bei Wohnungsauflösungen aus Unwissenheit arglos weggeworfen. Davon einmal abgesehen, kann man sich überall &#8220;<strong>falsch verbunden</strong>&#8221; fühlen. Das in einem solchen Zusammenhang in einem Vorwurfskontext zu stellen ist realitätsfern.</p><blockquote><p>Dies ist aber nicht immer der Fall: so kann es auch passieren, dass Neustudierende ohne ihr eigenes Wissen über die Gefahren und die berechtigte Kritik am Verbindungsleben sich schnell als Mitglied auf Probe in der Gemeinschaft wieder finden. Die „Fuchsenjagd“ hält die Männerbünde und anschließenden Seilschaften, den Sexismus und Autoritarismus innerhalb und auch außerhalb der Korporation am Leben.</p></blockquote><p>Und hier offenbart sich letztlich das fachliche Unwissen des oder der Autoren des <strong>sds</strong>-Beitrags. Wesen und Lebensgefühl einer Verbindung zu erklären, das vermögen wahrscheinlich wirklich wenige. Es ist das tatsächliche Erleben der Gemeinschaft, durch die man das Verbindungswesen in seiner Bedeutung begreift&#8230; und durch das man den Wert für sich selbst erfassen kann. Kommt man während der Fuchsen-, also der Probezeit, zu der Erkenntnis, dass das Verbindungswesen nichts für einen ist, dann tritt man dem Bund eben am Ende nicht bei. Ich frage mich, wo das Problem bei solch einem Modell sein soll. Für mich klingt es eigentlich recht fair, wenn man unverbindlich derart tief in eine Organisation einblicken darf, bevor man sich dazu entschließt, diese tiefergründig zu unterstützen.</p><p>Auch der Beitritt zu einer Verbindung beruht noch immer auf dem <strong>Prinzip der Freiwilligkeit</strong>. Welche Vor- und Nachteile das für den einzelnen bieten kann, diese Bewertung sollte man einem Abiturienten bzw. Hochschulzugangsberichtigten nicht absprechen.</p><blockquote><p>Gerade deshalb ist das Werben der Studentenverbindungen am Anfang des Semesters so gefährlich, ist es doch mehr als notwendig auch in Halle mit seiner langen Universitätsgeschichte Aufklärung zu betreiben und Kritik an den herrschenden Verhältnissen zu üben. Wir können nur jedem (in seltenen Fällen auch jeder) raten, der/die in einen Mietvertrag bei einer Studentenverbindung eingewilligt hat diesen zu kündigen! Auch wenn die Wohnungssituation in Halle derzeit katastrophal ist, finden wir zusammen sicherlich eine Lösung.</p></blockquote><p><strong>Ablehnung ohne alternativen Lösungsansatz</strong>. Wäre solch eine Einstellung nicht zwischenzeitlich in unserer Gesellschaft an mancher Stelle so tief verwurzelt, würde ich mich hierbei doch glatt darüber aufregen. Wo soll die Lösung bei einer katastrophalen Wohnungsnot liegen? Stellt die <strong>sds Halle</strong> nun Trockenbauwände unter Brücken auf? Fließendwasser liefert ja dann immerhin der Bach, über den die Brücke gebaut wurde.</p><p>Hauptsache und Hintergrund des <strong>sds-Blogartikels</strong> kann doch nur gewesen sein, aufzuschreien und unreflektiert Position zu beziehen. Von einer <strong>politischen Hochschulgruppe</strong>, die  sich anmaßt, Studierende einer Universität zu vertreten, erwarte ich mehr Substanz und Reflektion &#8211; gleich welcher Couleur diese Hochschulgruppe sein mag.</p><p><em>Die Zitate beziehen sich auf den Artikel <strong>Fundstück der 41. Kalenderwoche</strong>, unter der URL <a
href="http://sdsmlu.blogspot.com/2011/11/fundstuck-der-41-kalenderwoche.html">http://sdsmlu.blogspot.com/2011/11/fundstuck-der-41-kalenderwoche.html</a> (letzter Zugriff am 08.11.2011)</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-11-08/die-sds-halle-warnt-vor-gunstigen-studentenbuden.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>Die Erlanger Seifenoper geht weiter</title><link>http://www.burschireader.de/2011-11-03/die-erlanger-seifenoper-geht-weiter.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-erlanger-seifenoper-geht-weiter</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-11-03/die-erlanger-seifenoper-geht-weiter.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 03 Nov 2011 06:56:30 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[B! Frankonia Erlangen]]></category> <category><![CDATA[B! Germania Erlangen]]></category> <category><![CDATA[FAU]]></category> <category><![CDATA[LukS]]></category> <category><![CDATA[Uni Erlangen]]></category> <category><![CDATA[Weblinks]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1887</guid> <description><![CDATA[Zwischenzeitlich weiß man wirklich nicht mehr, ob man über die Vorgängen um einen Link auf den Seiten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (FAU) lachen oder weinen soll. Was hier die Organisation LUKS allerdings losgetreten und was sie daraus gemacht hat, müsste aber in der Zwischenzeit selbst ihnen peinlich sein. Vielleicht ist man auch nur froh darüber, dass man öffentliche <a
href='http://www.burschireader.de/2011-11-03/die-erlanger-seifenoper-geht-weiter.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Zwischenzeitlich weiß man wirklich nicht mehr, ob man über die Vorgängen um einen Link auf den Seiten der <strong>Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (FAU)</strong> lachen oder weinen soll. Was hier die Organisation <strong>LUKS</strong> allerdings losgetreten und was sie daraus gemacht hat, müsste aber in der Zwischenzeit selbst ihnen peinlich sein. Vielleicht ist man auch nur froh darüber, dass man öffentliche Aufmerksamkeit hat erhaschen können, auch wenn der Hintergrund so schlecht ist, wie die die Story billigste Dailysoap im deutschen Fernsehen.<span
id="more-1887"></span></p><p>Was bisher geschah&#8230;</p><ul><li>Im Januar fordert <strong>LUKS</strong> (mit einigen Unterstützern) die Universitätsleitung der <strong>FAU</strong> in einem offenen Brief auf, <em>alle Links</em> zu studentischen Verbindungen von den Seiten der Universität zu entfernen. Der Universitäts-Rektor meldet sich daraufhin lange nicht, erklärt aber später, warum er dem Anliegen keine Dringlichkeit eingeräumt hat: Die Initiator-Organisation verwendet bspw. eine Absender-Adresse, die ihr gar nicht zusteht: die der studentischen Vertretung der Universität. (siehe <a
title="hier" href="http://www.burschireader.de/2011-01-17/offener-brief-von-luks-an-die-fau-erlangen-nurnberg.html">hier</a> und <a
title="LukS Erlangen – Die Universitätsleitung antwortet doch" href="http://www.burschireader.de/2011-04-18/luks-erlangen-die-universitatsleitung-antwortet-doch.html">hier</a>)</li><li>Kurze Zeit später tritt der ursprüngliche Mitunterzeichner, die <strong>Grüne Liste des Erlanger Stadtrats (GL)</strong>, nach und fordert &#8211; bezugnehmend auf das ursprüngliche Schreiben von <strong>LUKS</strong>, die Abschaltung <em>eines Links</em>, nämlich den zur <strong>Erlanger B! Frankonia</strong>, da diese nachgewiesene Kontakte zur rechtsextremen Szene haben soll. Der <strong>Erlanger Oberbürgermeister</strong> übermittelt dieses Anliegen dem Uni-Rektor, der wiederum abwiegelt, da die Webseite der <strong>EB! Frankonia</strong> aus Sicht der Universität keinerlei rechtsextreme Positionen publiziert, der Link daher prinzipiell nicht zu beanstanden wäre.</li><li>Die <strong>GL</strong> trägt das Anliegen immer weiter im Stadtrat, während den ursprünglichen Initiatoren, also <strong>LUKS</strong>, schon längst der Rang dahingehend in der öffentlichen Wahrnehmung abgelaufen hat. <strong>LUKS</strong> versucht seither nur noch mit Pressemitteilungen hinterherzuhecheln und Anschluss an das Thema zu halten. (siehe bspw. <a
title="Unerwartete Erkenntnisse: Verbindungen haben nichts mit Universitäten zu tun" href="http://www.burschireader.de/2011-05-19/unerwartete-erkenntnisse-verbindungen-haben-nichts-mit-universitaten-zu-tun.html">hier</a> und hier bei der <strong><a
href="http://gl-erlangen.de/antr-mainmenu-99/694-fau-weblink-frankonia.html" target="_blank">GL Erlangen</a></strong>)</li><li>Und jetzt das eigentlich Neue: Vorrübergehend abschließend hat die <strong>GL</strong> die Umstände um den Link zur <strong>EB! Frankonia</strong> auf die Tagesordnung des Stadtrats gesetzt. In einem Kompromiss wurde beschlossen, die Universitätsleitung zu bitten, die Verbindung abermals zu überprüfen und den Link ggf. zu entfernen. Sprich, die <strong>GL</strong> hat der Uni-Leitung einen Persilschein ausgestellt &#8211; ich nehme an, dass man sich selbst dort, also bei <strong>GL</strong> und im Stadtrat - der zunehmenden Peinlichkeit des Anliegens bewusst wurde und zu einer &#8220;Lösung&#8221; kommen wollte, mit der man halbwegs das Gesicht hat wahren können. (siehe <a
href="http://www.gl-erlangen.de/antr-mainmenu-99/714-frankonia-link-auf-der-fau-internetseite.html" target="_blank">hier</a>)</li><li>Und schwupps ist auch gleich wieder <strong>LUKS</strong> auf dem Plan und feiert nun die Kompromiss-Entscheidung und fordert nun widerrum die Abschaltung des Links zur <strong>EB! Frankonia</strong> und gleich noch der zur <strong>B! Germania</strong> (aus den selben Gründen) dazu. (siehe <a
href="http://luks.blogsport.de/2011/10/27/pressemitteilung-mit-bezug-auf-stadtratsantrag/" target="_blank">hier</a>)</li><li>Nur einen Tag später kehrt <strong>LUKS</strong> dann zu seiner ursprünglichen Forderung zurück und fordert die Uni-Leitung auf, die Verlinkungen zu studentischen Verbindungen generell zu überprüfen, respektive abzuschalten. Ich nehme an, man versucht auf diese Weise wieder die mediale Öffentlichkeit von der <strong>GL</strong> wieder auf sich selbst zu lenken. (siehe <a
href="http://luks.blogsport.de/2011/10/28/entscheidung-vom-erlanger-stadtrat-fuer-grueske-ein-grund-um-nachzudenken-und-endlich-zu-handeln/" target="_blank">hier</a>)</li></ul><p>In noch nicht einmal zwölf Monaten hat man die Universitätsleitung also mit vier verschiedenen Forderungen zum selben Thema bedacht. Die Argumentationen zu den Forderungen war und ist inkonsistent, unreflektiert und unvollständig. Im Grunde genommen weiß auch niemand so recht, was nun eigentlich wer genau möchte. Wie soll da ein Universitäts-Rektor überhaupt, wie gefordert, adäquat reagieren können?</p><p>Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass das Thema um die Verlinkungen auf der <strong>FAU</strong>-Seite noch eine ganze Zeit lang Thema bleiben wird. Zumindest für die <strong>GL</strong> scheint mir das Thema vorerst von Tisch, <strong>LUKS</strong> hat allerdings nicht recht viel alternatives Programm um sich in der Hochschulgemeinde zu etablieren. Dennoch würde ich den Damen und Herren ein wenig mehr Sachlichkeit vorschlagen: ein konkretes Ziel und das sauber durchargumentiert, dann hört vielleicht der Uni-Rektor sogar mit beiden Ohren zu. Die Achterbahn an Forderungen und schwachen Argumenten hat das ganze Anliegen aber zunehmend in die Lächerlichkeit geführt. </p><p>So oder so bin ich aber auch schon gespannt darauf, was wir in der kommenden Episode dieser Soap sehen dürfen&#8230;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-11-03/die-erlanger-seifenoper-geht-weiter.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Greifswalder Sorgentelefon: Ausstiegswillige Mormonen sollen nicht beraten werden!</title><link>http://www.burschireader.de/2011-11-02/greifswalder-sorgentelefon-ausstiegswillige-mormonen-sollen-nicht-beraten-werden.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=greifswalder-sorgentelefon-ausstiegswillige-mormonen-sollen-nicht-beraten-werden</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-11-02/greifswalder-sorgentelefon-ausstiegswillige-mormonen-sollen-nicht-beraten-werden.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 02 Nov 2011 14:16:47 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Sorgentelefon]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA Greifswald]]></category> <category><![CDATA[Aussteigertelefon]]></category> <category><![CDATA[Greifswald]]></category> <category><![CDATA[Mormonen]]></category> <category><![CDATA[StuPa Greifswald]]></category> <category><![CDATA[Uni Greifswald]]></category> <category><![CDATA[webmoritz]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1892</guid> <description><![CDATA[Vor Kurzem wurde ja bekannt, dass man auch in Greifswald über ein Aussteiger-/ Sorgentelefon nach Göttinger Vorbild nachdenken würde. Die entsprechende a.o. Sitzung des Studierendenparlaments u.a. zu diesem Thema fand dieser Tage statt. Der webmoritz dokumentiert diese Sitzungen regelmäßig via Live-Ticker. Die Diskussion um eben dieses Telefonangebot möchte ich an dieser Stelle nicht vorenthalten. 22:15 Eric <a
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href="http://www.webmoritz.de" target="_blank">webmoritz</a></strong> dokumentiert diese Sitzungen regelmäßig via <strong><a
href="http://webmoritz.de/2011/11/01/live-ticker-zur-auserordentlichen-stupa-sitzung-vieles" target="_blank">Live-Ticker</a></strong>. Die Diskussion um eben dieses Telefonangebot möchte ich an dieser Stelle nicht vorenthalten.<span
id="more-1892"></span></p><blockquote><p>22:15 Eric Makswitat stellt den Antrag vor. Die Argumentation ist bekannt: Das Problem bedrängter Verbindungsstudenten sei vorhanden, wie sich beim Vorbild-Projekt in Göttingen zeige. Makswitat betont, dass er nicht alle Verbindungen pauschal verurteilen wolle. Verbindungen, insbesondere Burschenschaften, sollten an der Debatte über sie verstärkt teilnehmen können.</p><p>22:17 Makswitat weist auf Verbindungsstudenten hin, die aus familiärem Druck in Verbindungen einträten, obwohl sie darauf keine Lust hätten.</p></blockquote><p>Die Argumentation (22:15) mag zwar bekannt sein, das Problem aber eher weniger. Auch stellt die um 22:17 beschriebene Personengruppe selbst in der Verbindungsszene eine zu vernachlässigende Minderheit darf. In der Tat bin ich noch nie auf einen Bundes- oder Farbenbruder gestoßen, der wider seines Willens korporiert wurde. Aber vielleicht gibt es ja in Greifswald ein ganzes Nest solcher, die es zu betreuen gilt. Bestimmt aber wird mir demnächst auch wieder der Vorwurf gemacht, ich würde die regionalen Problemstellungen nicht kennen und in Greifswald wäre ja alles anders. Klar.</p><blockquote><p>22:21 Makswitat, der nun schon sechs Minuten redet, betont, es gehe ihm nur um ein erstes Angebot für austrittswillige Studenten. Das ganze sei lediglich als erster Anlaufpunkt gedacht, von dem aus zu qualifizierteren Stellen weitergeleitet werde. Auch gehe es nicht darum, dass die Studierendenschaft sich pauschal gegen Verbindungen positioniere. Es sei kein “ideologischer Kampfantrag”.</p><p>22:22 Erics Parteigenosse Timo Schönfeldt meint, das Telefon-Angebot sei eigentlich obsolet, weil der AStA eben die Beratung, die das Telefon leisten solle, bereits jetzt anbiete. Es sei nicht nötig, das nochmal als explizites Angebot auszuweisen.</p><p>22:25 Oliver Gladrow fragt, ob es “Burschis” gegeben habe, die sich bereits durch die Debatte um das Vorliegen eines Antrags an den AStA gewandt hätten.</p><p>22:32 Wegen technischer Probleme ist der webMoritz zeitweise nicht erreichbar. Wir arbeiten an einer Lösung. Die debatte geht derweil weiter. Peter Madjarov und Paula Oppermann machen sich für den Antrag stark. Hingegen sagt Alexander Schmidt, die Zielgruppe sei winzig klein. Es lohne sich, dafür ein Beratungsangebot zu machen. Christoph Böhm, der selbst Mitglied einer Burschenschaft ist, stimmt ihm zu.</p></blockquote><p>Entweder hat sich da ein Tippfehler eingeschlichen, oder aber ich kann der Argumentation nicht wirklich folgen: Weil die Zielgruppe winzig klein sei, lohne sich ein mögliches Beratungsangebot. Ich gehe davon aus, dass Herr Schmidt der Auffassung war, dass ich das Angebot eben <em>nicht</em> lohnen würde. Oder?</p><blockquote><p>22:35 Christoph Böhm weist ferner darauf hin, dass das Lebensbundprinzip der Verbindungen selbstverständlich auf Freiwilligkeit basiere. Er wolle sich nicht grundsätzlich gegen die Beratung ausstiegswilliger Verbindungsstudenten äußern, halte das Problem aber für überbewertet.</p><p>22:36 Carsten Schönebeck, der zu diesem TOP übrigens nicht tickert, weil er ebenfalls Verbindungsstudent ist, warnt Eric davor, mit “gefährlichen Halbwissen” zu argumentieren. Außerdem weist er darauf hin, dass der Antrag nicht korrekt gegendert sei.</p><p>22:39 Eric Makswitat erwidert verschiedene Kritik. Im Kern zielt seine Argumentation darauf ab, dass die Zahlen der gleichartigen Projekte in Göttingen und Leipzig eine eindeutige Sprache sprächen.</p></blockquote><p>Eben! Und diese eindeutige Sprache schreit förmlich danach, dass ich solch ein Angebot eben <em>nicht</em> lohnt&#8230; insbesondere dann, wenn man das Beispiel Leipzig betrachtet.</p><blockquote><p>22:40 Alexander Schmidt macht sich für eine Ausweitung des Antrags stark. So solle man zum Beispiel auch ausstiegswillige Sekten-Mitglieder beraten. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage sei zum Beispiel auch eine kritisch zu wertende Organisation, deren Mitglieder man beim Austritt unterstüzten müsse.</p><p>22:43 Hauschild weist darauf hin, dass die Methode telefonischer Beratung nicht geeignet sei, wei sie Kapazitäten binde. Wer Beratung vom AStA wolle, könne vorbeikommen. Unter der Voraussetzung, dass der Betroffene vorbeikommt, könne man ein solches Angebot ruhig machen. Insgesamt solle man das Angebot des Sozialreferenten intensiver bewerben.</p><p>22:45 Ex-StuPa-Mitglied Matthias Müller redet als Gast und kritisiert, dass das vom StuPa offensichtlich akzeptierte Bild von Verbindungen offensichtlich sehr negativ sei. Er sagt polemisch, man könne ja auch ein Ausstiegstelefon für Homosexuelle anbieten…</p><p>22:46 Peter Madjarov weist dies deutlich zurück. Auch Alexander Schmidt hält das letztgenannte Argument Müllers für ungeeignet.</p><p>22:50 Nun werden Änderungsanträge getätigt. Es gibt zwei abmidlernde Anträge, aber Alexander Schmidt gießt seinen in 22:40 getätigten Vorschlag in Antragstext. Er beantragt, dass Angebot auch auf “Verbindungsstudentinnen und Gläubige (insbesondere der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, SO-Organisation, Baghwan-Bewegung)” auszuweiten.</p></blockquote><p>Das wäre wenigstens konsequent und im Sinne meines Artikel der letzten Tage. Allerdings hätte man statt den <strong>Mormonen</strong> wohl besser die <strong>Zeugen Jehovas</strong> genannt. Ich glaube, dass bei der Lang-Bezeichnung &#8220;<strong>Kirche Jesu Christi der  Heiligen der letzen Tage</strong>&#8220;  für die Mormonen die meisten Anwesenden wohl inhaltlich ausgestiegen sind. Vielleicht ein wenig polemisch die Frage, aber was ist, wenn sich die Mitgliedschaften überschneiden? Was wenn ein korporierte Mormone wo-auch-immer aussteigen möchte?</p><blockquote><p>22:54 Timo Schönfeldt beantragt eine Änderung, nach der die Betreuung des Telefons ausschließlich von Stupisten erledigt wird. Wie rebellisch.</p><p>22:56 Alexander Schmidt legt auf Bitten Marian Wurms ein Kurzreferat über die Baghwan-Bewegung ein. Spätstens jetzt bekommt das Niveau der Debatte wieder einen für das StuPa typischen Abwärts-Drall.</p><p>22:57 Eric Makswitat ist auch entsprechend beleidigt über die Verballhornung seines Antrags, was er auch kundtut.</p><p>22:59 Grantige Wortwechsel zwischen Stupisten und AStA-Mitgliedern über den zu erwartenden Arbeitsaufwand.</p><p>23:01 Nun wird über die zahlreichen Änderungsanträge abgestimmt. Der erste, das Wort “telefonisch” zu streichen, wird abgelehnt.</p><p>23:01 Ein Antrag, das Angebot auf sechs Monate zu begrenzen, wurde mit großer Mehrheit angenommen.</p><p>23:02 Der Antrag von Alexander (22:50) wurde mit acht zu sieben Stimmen abgelehnt. Ebenso der Antrag von Timo (22:54).</p><p>23:04 Nun erfolgt die namentliche Endabstimmung. Der Antrag ist bei neun Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen angenommen worden. Es gibt eine zehninütige Pause.</p></blockquote><p>Stellt sich nach so einer Diskussion doch nicht ernsthaft die Frage nach dem Warum, die  zu einem Kommentar von 20:41 Uhr aufkommen musste:</p><blockquote><p>Er stellt allerdings fest, dass in der Vergangenheit der Respekt vor dem StuPa massiv abgenommen haben.</p></blockquote><p>Man denke mal darüber nach.</p><p>Allerdings befürchte ich, dass es <strong>nach sechs Monaten Probezeit</strong> heißen wird, dass so wenige (ernstgemeinte) Anrufe eingegangen seien, dass man unmöglich bereits eine abschließende Bewertung des Telefonangebots vornehmen können und dieses daher auf unbestimmte Zeit verlängert werden müsse.</p><p><em>Der Auszug aus dem Live-Ticker ist der Seite <a
href="http://webmoritz.de/2011/11/01/live-ticker-zur-auserordentlichen-stupa-sitzung-vieles/">http://webmoritz.de/2011/11/01/live-ticker-zur-auserordentlichen-stupa-sitzung-vieles/</a> entnommen (letzter Zugriff am 02.11.2011)</em></p><p>&nbsp;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-11-02/greifswalder-sorgentelefon-ausstiegswillige-mormonen-sollen-nicht-beraten-werden.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>In Greifswald denkt man an ein weiteres Sorgentelefon</title><link>http://www.burschireader.de/2011-10-26/in-greifswald-denkt-man-an-ein-weiteres-sorgentelefon.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=in-greifswald-denkt-man-an-ein-weiteres-sorgentelefon</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-10-26/in-greifswald-denkt-man-an-ein-weiteres-sorgentelefon.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 26 Oct 2011 08:10:19 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Sorgentelefon]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA Greifswald]]></category> <category><![CDATA[AStA Göttingen]]></category> <category><![CDATA[Aussteigertelefon]]></category> <category><![CDATA[Hotline]]></category> <category><![CDATA[Jusos]]></category> <category><![CDATA[Uni Greifswald]]></category> <category><![CDATA[Uni Göttingen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1852</guid> <description><![CDATA[Nachdem der AStA der Uni Göttingen mit seinem Sorgentelefon einen medialen Coup landen konnten, war es nur eine Frage der Zeit, bis man auch an anderen Universitäten auf die Idee kommen würde, solch eine Hotline einzurichten. Nun outen sich die Jusos an der Uni Greifswald und werden auf der kommenden Sitzung des Studierendenparlaments einen entsprechenden <a
href='http://www.burschireader.de/2011-10-26/in-greifswald-denkt-man-an-ein-weiteres-sorgentelefon.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Nachdem der <strong>AStA der Uni Göttingen</strong> mit seinem <strong>Sorgentelefon</strong> einen medialen Coup landen konnten, war es nur eine Frage der Zeit, bis man auch an anderen Universitäten auf die Idee kommen würde, solch eine Hotline einzurichten. Nun outen sich die <strong>Jusos an der Uni Greifswald</strong> und werden auf der kommenden Sitzung des <strong>Studierendenparlaments</strong> einen entsprechenden Antrag stellen. Vorbild ist das Projekt aus Niedersachsen.<span
id="more-1852"></span></p><p>Die mediale Wirkung versucht man dort selbst künstlich zu erzeugen. So wird über das Vorhaben gleich an drei Stellen geworben: Auf dem <strong>WebMoritz</strong> (<a
href="http://webmoritz.de/2011/10/25/jusos-wollen-aussteigertelefon-fur-verbindungsstudenten/" target="_blank">Jusos wollen Aussteigertelefon für Verbindungsstudenten</a>), den <strong>Blog &#8220;Jusos an der Uni Greifswald&#8221;</strong> (<a
href="http://webmoritz.de/2011/10/25/jusos-wollen-aussteigertelefon-fur-verbindungsstudenten/" target="_blank">Antrag: Beratungstelefon für ausstiegswillige Verbindungsstudierende</a>) sowie dem <strong>Fleichervorstadt-Blog</strong> (<a
href="http://blog.17vier.de/2011/10/24/falsch-verbunden-antrag-auf-beratungsangebot-fur-korporierte/" target="_blank">Falsch verbunden? Antrag auf Beratungsangebot für Korporierte</a>) dem auch eine Nähe zu den &#8216;Machern&#8217; der (links-orientierten)  Studienrendenvertretung unterstellt werden darf.</p><p>Laut <strong><a
href="http://praesi-blog.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag1.pdf" target="_blank">Antrag</a></strong> soll der <strong>Greifswalder AStA</strong> beauftragt werden,&#8230;</p><blockquote><p>eine Option zur telefonischen Beratung von &#8211; insbesondere ausstiegswilligen &#8211; Verbindungsstudenten einzurichten.</p></blockquote><p>Schade nur, dass in der Begründung von dieser <em>Nicht</em>einschränkung für Ausstiegswillige eigentlich nicht mehr viel übrig bleibt. Vielmehr bedient man sich in der Argumentation zu dem Antrag primitivster Klischees über das Verbindungswesen&#8230;</p><blockquote><p>Günstige Zimmer in Verbindungshäusern werden gedeckt &#8211; nicht durch einen wirtschaftlichen &#8211; sondern durch einen moralischen Preis. Der Bewohner soll, wenn noch nicht gleich Mitglied, für das Leben in einem Verbindungshaus sensibilisiert werden.</p></blockquote><p>Die <strong>Verwerflichkeit einer Möglichen Verbindungszugehörigkeit</strong>, respektive des Lebens auf einem Verbindungshaus, wird hier nicht untermauert, sondern als naturgegeben suggeriert.</p><blockquote><p>Oft werden dabei patriarchalische Gesellschaftsbilder dargestellt. Strenge hierarchische Strukturen, elitäre Anforderungen und überholte Frauenbilder engen die freie Gestaltungskraft eines Studenten in seiner universitären Entwicklungsphase ein. Alkoholismus und Rituale der Unterordnung können massive Persönlichkeitsveränderungen hervorrufen.</p></blockquote><p>Hier überschlägt man sich förmlich mit <strong>unbegründeten Vorverurteilungen</strong> aus den angestaubten Schubläden des Verbindungsgegnertums. Vom Leben in einer Studentenverbindung oder auf einem Verbindungshaus haben die Antragsteller offenbar nicht viel Erfahrung sammeln können. Für die Erkenntnis, dass Alkoholismus und Unterordnung massive Persönlichkeitsveränderungen hervorrufen können, braucht es sicherlich keinen <strong>Studierendenvertreter</strong> &#8211; sei er aus Göttingen oder aus <strong>Greifswald</strong>. Auch ist mir der gekünstelte Zusammenhang zwischen Verbindung und Alkoholismus/Unterordnung nicht wirklich verständlich. Nach dieser Begründung ist jeder Verbindungsstudent ein potenzieller Alkoholiker und Knecht im Dienste der Verbindung. Ich würde den Damen und Herren Verbindungsgegner in Greifswald einmal ans Herz legen, zumindest einen Blick in die Satzungen und Comments der Verbindungen zu werfen. Viele &#8220;Missverständnisse&#8221; könnten sich hier bereits auflösen.</p><p>Nun habe ich in den Jahren meiner Aktivität im und für das <strong>Verbindungswesen</strong> noch keinen Fuxen, Burschen oder Alten Herren kennen gelernt, der nur <strong>aufgrund der Mitgliedschaft in einer Verbindung alkoholkrank</strong> geworden wäre. Auf der anderen Seite kenne ich aber durchaus das eine oder andere Beispiel, wonach sich Männer aber auch Frauen durch ihre (offenbar schlecht gewählte) partnerschaftliche Beziehung in den Alkohol gestürzt haben.</p><p>Darüber hinaus gibt es unzählige andere Gründe die für Veränderungen in der Persönlichkeit verantwortlich sein können (andere Drogen, Stress etc pp) . Und wieder an anderer Stelle werden Veränderungen vermutet wo es gar keine gibt, so bspw. wenn der beste Freund plötzlich viel weniger Zeit hat, weil er diese lieber mit seiner neuen Freundin verbringen möchte. Hier scheint mir der Antrag alles andere als durchdacht und zielführend.</p><p>Etwas überheblich für meinen persönlichen Geschmack finde ich es, wenn die Damen und Herren Studierendenvertreter von &#8220;universitären Entwicklungsphasen&#8221; sprechen, die sie selbst noch gar nicht abgeschlossen haben.</p><blockquote><p>Die verfasste Studierendenschaft sollte Angebote schaffen, die es potenziellen Aussteigern ermöglicht sich von zwanghaften Gemeinschaftsgefühl und Lebensbund zu lösen. In enger Abstimmung mit den Beratungsvarianten des Studentenwerks soll eine gezielte Hilfe &#8211; von Studenten für Studenten &#8211; aufgebaut werden. Es kann mit einer Telefonstunde einmal pro Woche begonnen werden. Es sollen Weiterleitungen für rechlliche und soziale Beratungen zu Ausstiegs- und Bedrohungsproblematiken, sowie bei der Bewältigung einer Alkohlabhängigkeit und Krisenintervention, erfolgen.</p></blockquote><p>Und hier stellt sich mir wieder die Frage, die ich weiter oben bereits angedeutet habe: <strong>Warum beschränkt man eine solche Hotline auf Verbindungsstudenten?</strong> Es gibt weiß Gott genug Studierende mit den beschriebenen Problem-Symptomen, die aber nicht den Halt einer Verbindung haben. Diese werden hier ausgeklammert und im Grunde alleine gelassen. Es gibt genug Studien, wonach sich Studierende immer gestresster und geforderter fühlen, Studium, Freizeit und Geldverdienen nicht mehr unter einen Hut bekommen. Eine <strong>Hotline</strong> für eben solche Kommilitonen würde ich &#8211; wenn gut durchdacht &#8211; jederzeit unterstützen. Diese geplante Aktion hat nur einen <strong>Showeffekt im Kampf gegen ein Feindbild</strong>, welches es im Grunde genommen so gar nicht gibt.</p><p>Am Ende der Begründung heißt es noch:</p><blockquote><p>Das Beratungstelefon kann dabei Bindeglied zwischen professionalisierter Hilfe und studentischen Alltagsleben sein.</p></blockquote><p>Und genau ein solches <strong>Beratungstelefon</strong> &#8211; aber eben offen für alle Studierende einer Universität &#8211; könnte ich mir vorstellen. Das wäre wenigstens seriös und unter Umständen &#8220;eine gute Sache&#8221;, wenngleich ich den Erfolg und die Anruferquote auch in einer solchen Form nicht überschätzen würde.</p><p>Auch kann ich nicht nachvollziehen, warum sich hier die Damen und Herren aus Greifswald derart in Szene setzen wollen. Nach eigenen Aussagen  sind die Erfolge aus Göttingen (durchschnittlich 4 Anrufe pro Woche mit einer <strong>hohen Scherzquote</strong>) und Dresden (seit Jahren offenbar <strong>gar kein Anruf</strong>) denkbar schlecht. So frage ich mich, warum nun auch die Greifswalder auf solch eine <strong>Totgeburt</strong> setzen wollen, dessen Aufwand nicht im Geringsten dem angestrebten Nutzen entgegen steht. Wenn ich die Zahlen an Verbindungen in Göttingen (um die 50) mit denen in Greifswald (elf mir bekannte) in Relation setze, <strong>ist hier wöchentlich durchschnittlich weniger als ein Anruf zu erwarten</strong>. Schon jetzt wurde demnach für die Ausarbeitung der Idee eine Menge an Zeit des ehrenamtlichen Engagements in den Sand gesetzt.</p><p>Vielleicht gibt dieser Blogartikel ja aber eine konstruktive Anregung, aus der Idee etwas, für die Studierendenschaft wirklich Gewinnbringendes, zu gestalten.</p><p>Zum Ende muss ich aber tatsächlich ein Problem aus dem <strong>Juso-Blog</strong> aufgreifen, welches mir zumindest einleuchtet. Dort heißt es:</p><blockquote><p>Am häufigsten kämen demnach Anrufe von Betroffenen, die aus Familien mit langer Verbandstradition kommen und im Falle eines Austritts familiäre Konsequenzen zu befürchten hätten.</p></blockquote><p>Allerdings kann ich hier auch nicht wirklich ein verbindungsspezifisches Problem erkennen und ich kenne ich keinen Farbenbruder, der gezwungen oder gefordert gewesen wäre, einer Verbindung beizutreten. Hierbei handelt es sich sicherlich um Einzelfälle, deren Lösung nicht im AStA, sondern in den jeweiligen Familien bzw. dem Freundeskreis zu suchen ist.</p><p>Vielleicht waren die Eltern auch bereits Rotarier, Taubenzüchter, Parteimitglieder, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder Gewerkschaftsfunktionäre. Die Problematik wäre dieselbe, bliebe über diesen Antrag aber auch außen vor.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-10-26/in-greifswald-denkt-man-an-ein-weiteres-sorgentelefon.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> <item><title>Der AStA Braunschweig klärt auf&#8230; oder tut zumindest so</title><link>http://www.burschireader.de/2011-10-24/der-asta-braunschweig-klart-auf-oder-tut-zumindest-so.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-asta-braunschweig-klart-auf-oder-tut-zumindest-so</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-10-24/der-asta-braunschweig-klart-auf-oder-tut-zumindest-so.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 24 Oct 2011 09:07:29 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorfälle]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA Braunschweig]]></category> <category><![CDATA[B! Germania Braunschweig]]></category> <category><![CDATA[Braunschweig]]></category> <category><![CDATA[Erstsemesterparty]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1837</guid> <description><![CDATA[Zu Beginn von Sommer- und Wintersemester öffnen Studentenverbindungen oftmals ihre Häuser, um auf Erstsemester-Partys einerseits neue Mitglieder zu keilen, andererseits natürlich auch, um sich zu präsentieren. Diese Partys sind in aller Regel gut besucht, die Stimmung recht locker. Wer vielleicht einen unverbindlichen Einblick in das Farbenstudententum erhaschen will, ist mit einem Besuch gut beraten. Ein <a
href='http://www.burschireader.de/2011-10-24/der-asta-braunschweig-klart-auf-oder-tut-zumindest-so.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Zu Beginn von Sommer- und Wintersemester öffnen <strong>Studentenverbindungen</strong> oftmals ihre Häuser, um auf <strong>Erstsemester-Partys</strong> einerseits neue Mitglieder zu keilen, andererseits natürlich auch, um sich zu präsentieren. Diese Partys sind in aller Regel gut besucht, die Stimmung recht locker. Wer vielleicht einen unverbindlichen Einblick in das <strong>Farbenstudententum</strong> erhaschen will, ist mit einem Besuch gut beraten.</p><p>Ein wenig erschrocken habe ich mich allerdings vorhin, als ich auf den Seiten eines <strong><a
href="http://astahbkbs.blogspot.com" target="_blank">Braunschweiger AStAs</a></strong> lesen musste, dass auf einer solchen Party eine Frau geschlagen worden sei:<span
id="more-1837"></span></p><blockquote><p>In der Nacht vom 5. auf den 6.10 veranstaltete die Burschenschaft Germania eine solche Erstsemesterparty in ihrem Verbindungshaus am Rebenring.</p><p>Im Verlauf des Abends wurde eine Studentin der HBK nach draußen gezerrt und mehrmals ins Gesicht geschlagen. Egal, was dort vorgefallen sein mag, körperliche Gewalt ist nicht hinnehmbar!</p></blockquote><p>Prinzipiell ist dem auch nicht zu widersprechen. Insofern ist man auch dankbar, wenn man im weiteren Verlauf über die heheren Ziele des AStAs lesen darf:</p><blockquote><p>Wir werden solche Verhaltens- und Denkweisen weiter öffentlich und unnachgiebig kritisieren; wir werden weiterhin aufklären [...]</p></blockquote><p>Das mag gutes Recht und auch billig sein, vielleicht sogar auch Aufgabe des <strong>AStA</strong>, wenn es um universitäre Belange geht. Dumm nur, wenn eben genau diese selbst gelegte Latte schon bei demselben Artikel viel zu hoch liegt. In einem Kommentar dazu heißt es von einem Partyteilnehmer:</p><blockquote><p>Die Studentin, die hier angeblich mehrmals in das Gesicht geschlagen worden sein soll, war selber der Aggressor des Ganzen und hat Hausverbot erhalten, nachdem sie die &#8220;bösen&#8221; Burschenschafter mit mehreren Tritten und Schlägen provoziert hat. Die Burschenschafter haben das übrigens stillschweigend über sich ergehen lassen.</p></blockquote><p>Welche Version nun stimmen mag, sei dahingestellt. Persönlich gehe ich davon aus, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt. Verwundert bin ich allerdings schon ein wenig, dass man von Seiten des AStA nicht gleich die Abschaffung der <strong><a
href="http://www.germania-bs.de" target="_blank">B! Germania</a></strong>, respektive des gesamten Verbindungswesens fordert.</p><p>Die nicht vorhandene Ausgewogenheit des Artikels zeigt sich dann in weiteren Kommentaren, in denen bspw. berichtet wird:</p><blockquote><p>Ihr dürft euch selbst auf die Schulter klopfen. Vermutlich auch aufgrund eurer Veröffentlichung &#8220;Burschenschaften anfechten&#8221; [...] wurden zwei andere Verbindungsstudenten am letzten Wochenende in Uninähe von sechs Vermummten angegriffen, geschlagen und mit Pfefferspray besprüht. Außerdem wurde ihnen mit dem Kommentar &#8220;Scheißburschenschafter&#8221; das Band abgerissen.</p></blockquote><p>Wenn man es sich selbst zur Aufgabe macht, &#8220;aufzuklären&#8221;, dann darf man auch ein gewisses Maß an Objektivität erwarten, um welches man sich hier noch nicht einmal bemüht hat. Insofern spare ich mir auch, den Rest des Artikels und die Vorwürfe zu Nationalismus, Rassismus, Elitendenken etc. zu untersuchen. Diese sind ohnehin noch nicht einmal andeutungsweise begründet und nur als Phrasen in den Artikel gedroschen worden.</p><p><em>Die Zitate entstammen dem Artikel &#8220;Burschenschaften anfechten&#8221;, zu finden unter <a
href="http://astahbkbs.blogspot.com/2011/10/burschenschaften-anfechten.html">http://astahbkbs.blogspot.com/2011/10/burschenschaften-anfechten.html</a> (letzter Zugriff am 21.10.2011)</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-10-24/der-asta-braunschweig-klart-auf-oder-tut-zumindest-so.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Göttinger Spiegel-Geschichten</title><link>http://www.burschireader.de/2011-10-24/gottinger-spiegel-geschichten.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=gottinger-spiegel-geschichten</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-10-24/gottinger-spiegel-geschichten.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 24 Oct 2011 08:34:35 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Sorgentelefon]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA Göttingen]]></category> <category><![CDATA[Der Spiegel]]></category> <category><![CDATA[Göttingen]]></category> <category><![CDATA[Spiegel-Online]]></category> <category><![CDATA[SpOn]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1831</guid> <description><![CDATA[Dass Der Spiegel, inbesondere seine Online-Ausgabe (SpOn), nicht gerade zu den größten Verbindungsfreunden gehört, das ist bekannt. Eigentlich sollte man auch glauben, dass man derzeit nicht gerade den thematischen Tod zu sterben fürchten müsste, jedoch hat man genau dieses Gefühl, wenn man sich den Artikel &#8220;Hotline für Studentenverbindungen &#8211; Erzähl mir deine Sorgen, Bursche&#8221; liest, <a
href='http://www.burschireader.de/2011-10-24/gottinger-spiegel-geschichten.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Dass <strong>Der Spiegel</strong>, inbesondere seine Online-Ausgabe (<strong>SpOn</strong>), nicht gerade zu den größten Verbindungsfreunden gehört, das ist bekannt. Eigentlich sollte man auch glauben, dass man derzeit nicht gerade den thematischen Tod zu sterben fürchten müsste, jedoch hat man genau dieses Gefühl, wenn man sich den Artikel &#8220;<a
href="http://www.spiegel.de/unispiegel/heft/0,1518,792518,00.html" target="_blank">Hotline für Studentenverbindungen &#8211; Erzähl mir deine Sorgen, Bursche</a>&#8221; liest, den offenbar ein Praktikant ins Netz gestellt hat.<span
id="more-1831"></span></p><p>Der Gegenstand des Artikels ist das <strong>Sorgentelefon des Göttinger AStA,</strong> der schon des Öfteren Thema dieses Blogs war.</p><blockquote><p>In einer Burschenschaft &#8211; und nicht trinken wollen? Vielleicht auch noch homosexuell? Burschenschaftlern, die Gewissensbisse plagen, soll geholfen werden. Und zwar mit einem neuen Sorgentelefon an der Uni Göttingen. Die Hotline klingelt regelmäßig &#8211; manchmal allerdings nur zum Scherz.</p></blockquote><p>Schon alleine diese Einleitung hat es in sich. Das vermeindlich &#8220;neue&#8221; <strong>Sorgentelefon</strong> ist bereits rund ein halbes Jahr alt. Dies gibt dem Vorwurf &#8220;ewig gestrig&#8221; zu sein eine völlig neue Dimension. Auch dass das Telefon manchmal &#8220;nur zum Scherz&#8221; klingelt, halte ich für ein Gerücht. Wahrscheinlicher ist es, dass weit über 90% der Anrufe, keinen ernsthaften Hintergrund haben.</p><p>Auch zu Beginn des Artikels beruft man sich auf gängige Vorurteile:</p><blockquote><p>So ein Burschenschaftler hat es ja auch nicht immer leicht. Ständig saufen, ständig hart drauf sein &#8211; das kann schon mal stressen.</p></blockquote><p>Selbst der <strong>SpOn</strong>-Redaktion, als Ableger eines großen deutschen und mit einem seriösen Ruf behafteten Nachrichtenmagazins, sollte bekannt sein, dass die Mitglieder einer Burschenschaft &#8220;<strong>Burschenschafter</strong>&#8221; (ohne &#8220;l&#8221;) heißen. Es sind eben diese Kleinigkeiten, die einen vermeindlich ernst gemeinen Artikel ins Lächerliche ziehen.</p><p>Wenn &#8220;ständig&#8221; gesoffen würde, so glaube ich kaum, dass es ein Fux tatsächlich überhaupt den Status eines Burschen erreichen könnte. Schon zu Zeiten des Diploms wäre die Machbarkeit eines Studiums unter andauerndem Alkoholpegel kaum machbar gewesen. In Verbindungen wird im Durchschnitt wohl kaum mehr getrunken als bspw. auf Parteiveranstaltungen.</p><p>Und wie letztlich die Leute &#8220;drauf&#8221; sind, dass sollte man diesen selbst überlassen. Sicherlich trifft man Farbenbrüder, die etwas steifer sind. Andere widerrum  sind relaxter. Das Klischeebild, welches <strong>SpOn</strong> hier aufgreift, trifft nur auf die wenigsten Farbenstudenten zu.</p><blockquote><p>Dort können sich zweifelnde Mitglieder der etwa 50 Göttinger Burschenschaften, Corps und Verbindungen jeden Montag eine Stunde lang von vier AStA-Mitgliedern beraten lassen. Drei bis vier Anrufe bekomme die Hotline momentan pro Woche, sagt die Mitinitiatorin Svenja von Jan.</p></blockquote><p>Der aufmerksame Leser hat nur einen Satz weiter den nächsten Basic-Fauxpas entdeckt: &#8220;Burschenschaften, Corps und Verbindungen&#8221;. Burschenschaften und Corps sind eine Art Verbindung.</p><p>Auch sollte man die Sinnhaftigkeit eines solchen Personalaufwands hinterfragen, wenn sich diese vier <strong>AStA</strong>-Mitglieder eben jene drei bis vier Telefonate in der Woche aufteilen. Diese rund 16 monatlichen Arbeitsstunden könnte man wohl effizienter für die <strong>Göttinger Kommilitonen</strong> einsetzen. Zum Telefonieren wurden sie sicherlich nicht gewählt.</p><blockquote><p>Sie haben wirklich Probleme, die Jungs: Sie leiden an den Leistungsanforderungen der Uni, weil sie an mehreren Tagen der Woche mit den anderen &#8220;Füchsen&#8221;, &#8220;Chargen&#8221; oder &#8220;Fuchsmajoren&#8221; trinken müssten, sagt Jan. Die Repräsentanten des alten Brauchtums sind natürlich nicht einverstanden. Einige Burschenschaftler versuchten es bereits mit Scherzanrufen, um die AStA-Berater zu ärgern.</p></blockquote><p>Wenn Frau von Jan tatsächlich glaubt, dass das Verbindungsleben nur aus Trinkerei besteht, dann hat sie die Ironie der vielen Scherzanrufe ganz offenbar nicht verstanden. Alleine hier zeigt sich abermals, das die <strong>Scherzquote</strong> unter den Anrufen weitaus höher liegen muss, als Frau von Jan zu wissen glaubt.</p><p>Zum Ende hin aber schreibt <strong>SpOn</strong> tatsächlich noch etwas Richtiges:</p><blockquote><p>[...] &#8220;Keilen&#8221;, so heißt das Anwerben neuer Mitglieder.</p></blockquote><p>Das wars dann aber auch schon, zur eigentlichen Sache des Artikels tut das aber trotzdem nichts.</p><p>Mir liegt es fern, anderen zu sagen, wie sie ihre Arbeit zu machen haben. <strong>Der Spiegel</strong> hat aber als etabliertes Nachrichtenmagazin auch eine gewisse Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit. Natürlich dürfen die Redakteure eine Meinung haben und auch publizieren, jedoch müssen dann auch die Basics stimmen, die sie dieser zugrunde legen. Das <strong>Verbindungswesen</strong> ist sicherlich nicht der Nabel der Welt, doch welche Qualität soll man dem Rest des Magazins zuschreiben, wenn es inhaltlich schon bei so leicht recherchierbaren Themen vollkommen nach Hinten losgeht?!</p><p>Und sollte meine eingehende Vermutung zutreffen, dass der Artikel von einem Praktikanten verfasst und veröffentlicht wurde, wäre es der SpOn-Rredaktion gut geraten, solche Artikel wenigstens nochmal gegenzulesen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-10-24/gottinger-spiegel-geschichten.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Willkommen Erstsemester! &#8211; Auf der Suche nach einer Studentenverbindung?</title><link>http://www.burschireader.de/2011-10-12/willkommen-erstsemester-auf-der-suche-nach-einer-studentenverbindung.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=willkommen-erstsemester-auf-der-suche-nach-einer-studentenverbindung</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-10-12/willkommen-erstsemester-auf-der-suche-nach-einer-studentenverbindung.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 12 Oct 2011 06:44:13 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschi-Reader]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA / Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Burschireader]]></category> <category><![CDATA[Damenverbindung]]></category> <category><![CDATA[Erstsemester]]></category> <category><![CDATA[Studentenverbindung]]></category> <category><![CDATA[Suche]]></category> <category><![CDATA[Verbindungswesen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1811</guid> <description><![CDATA[Liebe Erstsemester, auf diesen Blog stößt man in aller Regel dann, wenn man irgendeinen Bezug zum Verbindungswesen hat. So gehe ich davon aus, dass Ihr entweder einen der Burschireader bekommen habt, der an manchen Hochschulen von den örtlichen AStAs verteilt wird, oder Ihr Euch einfach mit dem Gedanken tragt, evtl. einer Verbindung beizutreten. Das Verbindungswesen <a
href='http://www.burschireader.de/2011-10-12/willkommen-erstsemester-auf-der-suche-nach-einer-studentenverbindung.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1788</guid> <description><![CDATA[Kaum beginnt ein neues Studiensemester, so habe ich das Gefühl, kommen auch schon die Verbindungsgegner wie die Eichhörnchen nach dem Winterschlaf auf die Möchte-Gern-Politische-Bühne um mit undifferenzierten, unreflektierten und unwahren Hetzkampagnen gegen das Farbenstudententum zu wettern. Heute: Die Gruppe Protestplenum Bochum (im Folgenden &#8216;das Plenum&#8217;), eine links-politische Gruppe aus Bochum, deren Ziele ich ehrlich gesagt <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Kaum beginnt ein neues Studiensemester, so habe ich das Gefühl, kommen auch schon die <strong>Verbindungsgegner</strong> wie die Eichhörnchen nach dem Winterschlaf auf die Möchte-Gern-Politische-Bühne um mit undifferenzierten, unreflektierten und unwahren <strong>Hetzkampagnen gegen das Farbenstudententum</strong> zu wettern. Heute: Die Gruppe <strong><a
href="http://www.protestkomitee.de" target="_blank">Protestplenum Bochum</a></strong> (im Folgenden &#8216;das Plenum&#8217;), eine links-politische Gruppe aus Bochum, deren Ziele ich ehrlich gesagt noch nicht so wirklich verstanden habe. In einem <strong>Erstis-Info</strong> für das angehende Wintersemester widmet sich die Organisation auf drei Seiten dem ach-so-bösen Verbindungswesen.<span
id="more-1788"></span></p><p><strong><a
href="http://www.protestkomitee.de/images/stories/ProSt/pdf/erstireader-wise2011.pdf" target="_blank">Studentische Verbindungen &#8211; wenn es nur das Saufen wäre</a>&#8230;</strong></p><p>&#8230; titelt das Heftchen. Und gleich nach dem ersten Absatz weiß man im Grunde, wohin der Artikel führen soll:</p><blockquote><p
align="left">Die Existenz von acht aktiven Verbindungen [in Bochum, Anm. Burschireader] und das immer offensivere Auftreten derselben macht allerdings deutlich, dass es auch in &#8220;ruhigen&#8221; Städten notwendig ist, ihr Treiben nicht unbeobachtet zu lassen.</p></blockquote><p
align="left">Im Prinzip haben die Damen und Herren ja nicht einmal unrecht. Gerade in unserem Land und mit unserer Historie sollte man als Gesellschaft grundsätzlich wachsam - allerdings nicht paranoid - sein. Warum aber das Plenum die Notwendigkeit sieht, gerade das Verbindungswesen in Bochum zu beobachten, ist zu diesem Zeitpunkt noch fraglich. Was aber auf den folgenden zwei Seiten zur Begründung kommt, ist auch wenig überraschend, eher abgekupfert aus den zahlreichen <strong>Burschireadern</strong> und anderen Hetzschriften gegen das Verbindungswesen, welche man nur allzu leicht in den Untiefen des Internets finden kann. So beginnt der Artikel mit der Zimmersuche:</p><blockquote><p
align="left">So wirbt die Burschenschaft &#8220;Prager Arminia&#8221; großflächig mit Plakaten für günstige Zimmer im &#8220;Studentenwohnheim&#8221; (d.h. im Verbindungshaus). [...] Diese &#8220;Angebote&#8221; [...] klingen erstmal nett und unverdächtig, entpuppen sich bei näherem Hinschauen aber als &#8211; ziemlich platter &#8211; Versuch, neue Mitglieder zu ködern.</p></blockquote><p>Mitglieder zu werben schien mir bislang nun als wenig verwerflich zu sein. Jeder Verein und jede Organisation, davon ist eben auszugehen, bietet seinen (potenziellen) Mitgliedern Vorteile an. Im Grunde genommen ist das Sinn und Zweck eines jeden Vereins. Ein möglicher Vorteil einer Studentenverbindung ist eben eine günstige Unterkunft.</p><p><strong>Mitgliedschaft</strong></p><p>Auch ist im Grunde jeder Beitritt zu einem Verein mit einem Maß an Ansprüchen an die Mitglieder verbunden. Ein Taubenhasser wird kaum einem Taubenzüchterverein beitreten, ein Mann wird sich kaum um die Mitgliedschaft in einem Lady-Fitness-Club bemühen. Viele Studentenverbindungen nehmen eben nur männliche Mitglieder auf, andere legen einem Beitritt noch andere Anforderungen zugrunde.</p><p>Als &#8220;Beweis&#8221; für eine rechte Gesinnung, welche sich angeblich aus den Aufnahmekriterien herauslesen lässt, führt das Plenum den folgenden <strong>Text aus einer Partyeinladung</strong> einer Wiener Burschenschaft an:</p><blockquote><p>&#8220;Bist du hässlich, fett, krank oder fremd im Land, bist Du von Sorgenfalten, Weltschmerz oder linksliberaler Gesinnung gepeinigt, trägst Du alternative oder Schicky-Kleidung oder gar ein Flinserl im Ohr, studierst Du Publizistik, Politologie [...] oder gar nicht, hast Du den Wehrdienst verweigert oder eine Freundin, die weder schön noch still ist, kurz: bist Du auf irgendeine Weise abnormal oder unfröhlich, dann bleib lieber zu Hause, Du würdest sowieso von uns nicht eingelassen werden.&#8221;</p></blockquote><p>Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten &#8211; ich persönlich kann dieser Einladung ehrlich gesagt auch nicht viel abgewinnen. Der Text an sich ist allerdings derart übertrieben dass er selbst von einem Taub-Blinden als <strong>Satire</strong> erkannt werden muss. Dieses Zitat entstammt der Einladung zu einer Party auf einem Wiener Verbindungshaus und ist zwischenzeitlich rund zehn Jahre alt. Sprechend für das Verbindungswesen ist das nicht &#8211; weder in zeitlicher, noch geografischer Hinsicht. Für eine ernsthafte Auseiandersetzung mit den Aufnahmekriterien im Farbenstudententum wäre der Blick in die einzelne Satzungen der Bünde vor Ort vielleicht sinnvoller gewesen.</p><p>Als vorläufiges Fazit konstatiert das Plenum bis dahin:</p><blockquote><p>Nichtsdestotrotz definieren sich sämtliche Verbindungen primär über den Ausschluss anderer Menschen.</p></blockquote><p>Schlimm an dieser Aussage ist, dass dem Verbindungswesen hier ein exklusiver Vorwurf gemacht wird, der aber im Grunde für alle Arten von Organisationen gilt. Jeder Verein stellt Bedingungen an seine Mitglieder, so auch Studentenverbindungen und sicherlich auch das Plenum. Sobald eine Bedingung, eben auch für die mögliche Aufnahme in einen Verein gelegt wird, werden in der Folge all jene ausgeschlossen, die das geforderte Attribut nicht erfüllen. Hier einen Vorwurf zu konstruieren ist schon scheinheilig.</p><p>Eine Studentenverbindung ist als Lebensbund ausgelegt. D.h. Austritte sind in der Regel nicht vorgesehen, aber entgegen der Auffassung der Kritiker &#8211; wie eben auch des Plenums &#8211; natürlich jederzeit möglich. Eine Verbindung ist keine Sekte, die einen Zeit Lebens verfolgt. Eine Studentenverbindung ist in aller Regel noch immer als eingetragener Verein organisiert, für den &#8211; wie für jeden anderen Verein auch &#8211; mindestens die rechtlichen Regelungen nach <a
href="http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__39.html" target="_blank">§39 BGB</a> für eine möglichen Austritt gelten. Die Mitgliedschaft in einer Studentenverbindung obliegt der Freiwilligkeit. Warum also sollte man aus einem solchen Bund nicht austreten können?</p><p><strong>Eliten</strong></p><p>Vom falsch verstandenen Lebensbundprinzip macht das Plenum einen Sprung zum <strong>Elitengedanken</strong>.</p><blockquote><p>Ein Großteil der Verbindungsstudenten sieht sich selbst &#8220;nicht als Elite, sondern höchstens als Leistungselite&#8221; (O-Ton eines Verbindungsstudenten), weil sie &#8220;ja doch mehr leisten würden als der Durchschnittsstudent&#8221;. Was genau sie mehr leisten, wurde selbstverständlich nicht ausgeführt, ist aber auch nicht weiter wichtig.</p></blockquote><p>Zugegeben ist die angebliche Aussage des Verbindungsstudenten tatsächlich ein wenig schwammig, der Elitenbegriff aber doch ohnehin schon längst überholt. Heute redet man von Fußball-Eliten, Bildungs-Eliten, Elite-Unis und und und. Ich bin mir sicher, dass es im Zweifel für jeden irgendeine Elite gibt, der man sich zuordnen kann.  So lässt sich bspw. auch der Elitenbegriff aus Wikipedia interpretieren:</p><blockquote><p><strong>Elite</strong> (urspr. vom lateinischen <em>electus</em>, „ausgelesen“) bezeichnet <a
title="Soziologie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziologie">soziologisch</a> eine Gruppierung (tatsächlich oder mutmaßlich) überdurchschnittlich qualifizierter Personen (<em>Funktionseliten</em>, <em>Leistungseliten</em>) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (<em><a
title="Machtelite" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Machtelite">Machteliten</a></em>) einer <a
title="Gesellschaft (Soziologie)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_(Soziologie)">Gesellschaft</a>. Konkret bezieht sich der Begriff meist auf näher definierte Personenkreise, wie z. B. die <em>Positionselite</em> oder die <em><a
title="Bildungselite" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungselite">Bildungselite</a></em>. Der Elite gegenüber steht die „<a
title="Masse (Soziologie)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Masse_(Soziologie)">Masse</a>“<sup><a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elite#cite_note-0">[1]</a></sup> oder der „<a
title="Durchschnitt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnitt">Durchschnitt</a>“ („Normalbürger“).<br
/> <em>Quelle: <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elite">http://de.wikipedia.org/wiki/Elite</a>, letzter Zugriff am 11.10.2011</em></p></blockquote><p>Es liegt meines Erachtens auch in der Natur des Menschen, sich in irgend einer Art und Weise vom Durchschnitt abheben zu wollen. Warum sollte das bei Verbindungsstudenten anders sein? Genau diese Eigenschaft ist es doch auch, die eine Gesellschaft antreibt und voranbringt.</p><p><strong>Frauen</strong></p><p>Bei der Verbindungskritik darf natürlich auch das ganz offenbar verquere Frauenbild nicht fehlen, das angeblich im Verbindungswesen herrscht.</p><blockquote><p>Zwar werden in einigen Verbindungen mittlerweile Frauen zugelassen und es gibt auch reine Frauenverbindungen, aber der Anteil von weiblichen Verbindungsmitgliedern ist mit geschätzten ein bis fünf Prozent nicht gerade repräsentativ für die Gesellschaft. [...] Immerhin ist es Ihnen gestattet (hier sogar erwünscht) zu der einen oder anderen Party zu kommen, quasi als &#8220;schmückendes Beiwerk&#8221;</p></blockquote><p>Vielleicht liegt es aber einfach daran, dass Frauen in den vergangenen Jahrzehnten eher wenig Interesse am Verbindungswesen hatten. Tatsächlich waren Frauen, im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts sehr stark im Farbenstudententum verankert. Eine ungeheure Vielzahl weiblicher Studierender war damals in Damenverbindungen aktiv und diese auch in mehreren Dachverbänden organisiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg allerdings waren Frauen ohnehin eher weniger an den Universitäten zu finden. Die Gründe dafür sind vielfältig: Junge Kriegswitwen und Mütter hatten kaum die Möglichkeit ein Studium aufzunehmen &#8211; Kinderkrippen für berufstätige Frauen waren damals eher selten und hätten gar nicht so viele Kinder aufnehmen können. Im Laufe der Zeit hat sich die Frauenquote unter den Studierenden den Männern soweit angeglichen. (siehe auch <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenstudium" target="_blank">hier</a>)</p><p>Wenn aber natürlich nur ein Bruchteil Studierender Damen sind, dann ist die Möglichkeit eines Zusammenschlusses in einer Studentenverbindung unwahrscheinlicher als bei Männern. Gerade aber in den vergangenen zehn bis 15 Jahren hat aber ein förmlicher Boom bei der Gründung von Damenverbindungen eingesetzt, so dass heute auch Frauen an vielen Hochschulorten die Möglichkeit haben, sich im Rahmen einer Studentenverbindung zu engagieren. Eine Entwicklung, die mich persönlich tatsächlich sehr freut.</p><p><strong>Im Nationalsozialismus</strong></p><blockquote><p>Als 1933 die Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten  erfolgte, waren die Convents der Burschenschaften mit Freude dabei: &#8220;Es gibt nur ein Gebot: mit allem, was wir sind und vermögen, guten Willens uns dem neuen Reiche einzuordnen!&#8221;. Alle Burschenschaften sind sogenannten Convents untergeordnet, die den einzelnen Verbindungen die Werte und Normen vorschreiben. Wer glaubt, diese hätten sich seither großartig verändert, der täuscht sich: Ehre, Vaterland und Glauben werden von allen Burschenschaften nicht nur vertreten, sondern auch gelebt.</p></blockquote><p>Wenn man 1933 bereits hätte erahnen können, wohin das Dritte Reich wirklich steuern würde, wäre vieles sicherlich nicht so gekommen, wie es die Geschichtsbücher heute leider berichten müssen. Ein mehrheitliches Wahlvolk ist auf falsche Versprechen und Hoffnungen &#8220;hereingefallen&#8221; und hat sich selbst in eine Diktatur geritten. Farbenstudenten waren hier keine Ausnahme. Eine Nachfrage bei (Ur-)Großeltern würde hier sicherlich so manche Blindheit zutage führen. Heute aber mit dem erhobenen Zeigefinger über eine unabänderliche Vergangenheit zu urteilen, ist unglaublich leicht.</p><p><strong>Convente</strong></p><p>Was hier aber offenkundig falsch dargestellt wird, sind die Convente der Verbindungen: Wenn man die Zeilen liest. könnte man den Eindruck gewinnen, als bestünde solch ein Convent aus einen kleinen Zirkel von Bundesbrüdern, der einer Verbindungen gott-förmig vorstünde. In Wahrheit sind die Convente nichts anderes als das, was man anderenorts als Mitgliederversammlungen kennt, welche strengen demokratischen Regeln unterliegen.</p><blockquote><p>Dennoch haben viele Verbindungsstudenten heute nach außen hin ein unpolitisches Selbstverständnis. Diese ungezwungene Haltung ist aber nur eine Strategie, um neue Mitglieder zu werben.</p></blockquote><p>Na klar, und wenn man dann ein Neumitglied gekeilt hat, dann gehört auch dieses in einen elitären Zirkel, der die Geschicke unseres Landes in kleinen verrauchten Hinterzimmern lenkt und die Übernahme der Weltherrschaft plant. Manchmal frage ich mich wirklich, welche Vorstellung die Autoren solcher Texte vom Verbindungswesen haben.</p><blockquote><p>Nicht zuletzt gipfelt genau dieses Auftreten darin, dass &#8220;unpolitische&#8221; Verbindungsstudenten mit rechtsextremen Burschenschaftlern zusammen Bier trinken, obwohl sie von deren Einstellung wissen. Als wäre es möglich kurz zu vergessen, dass der Typ gegenüber ein Nazi ist.</p></blockquote><p>Die Autoren aus den Reihen des Plenums dürfen sich hier ertappt fühlen, die Klischees über das Verbindungswesen unreflektiert übernommen zu haben. Ernsthaft glaube ich kaum, dass sich die Damen und Herren des Plenums einmal bewusst mit einem Burschenschafter  &#8211; übrigens ohne &#8220;l&#8221; &#8211; zwanglos privat unterhalten haben. Ich frage mich, wie man zu der Behauptung kommen kann, jeder Burschenschafter sei ein Nazi. Der Durschnitts-Burschenschafter ist weit davon entfernt, rechts-extrem zu sein. Wirklicher Blödsinn!</p><p>Der Artikel schließt mit dem Endfazit:</p><blockquote><p
align="left">Verbindungen gehören bekämpft &#8211; an der RUB, in Bochum, überall!</p></blockquote><p>Ich kann mir nicht helfen, aber ich fühle mich hier an eine Rede aus dem Dritten Reich erinnert&#8230;</p><p>Denselben Text &#8211; nur in Nuancen geändert &#8211; haben die Damen und Herren übrigens schon in den Ausgaben für das <a
href="http://www.protestkomitee.de/images/stories/ProSt/pdf/erstireader-sose2011.pdf" target="_blank">Sommersemester 2011</a> als auch das <a
href="http://www.protestkomitee.de/images/stories/ProSt/pdf/ersti-heft_web.pdf" target="_blank">Wintersemester 2010/11</a> verwendet, ein Lernprozess scheint also in der Zwischenzeit noch nicht eingesetzt zu haben. An anderer Stelle hätte man Plagiate unterstellt. Gerade in diesem Jahr war das Verbindungswesen medial stark vertreten, so dass man die eine oder andere Zeile durchaus einmal hätte überdenken können &#8211; vielleicht sogar müssen.</p><p><em>Sofern nicht anders gekennzeichnet, beziehen sich die Zitate auf das Erstiheft des Protestplenums an der RUB, zu finden unter <a
href="http://www.protestkomitee.de/images/stories/ProSt/pdf/erstireader-wise2011.pdf">http://www.protestkomitee.de/images/stories/ProSt/pdf/erstireader-wise2011.pdf</a></em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-10-11/von-wirren-bochumer-gedankengangen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Ein Grüner aus Niedersachsen versucht sich in Szene zu setzen</title><link>http://www.burschireader.de/2011-09-30/ein-gruner-aus-niedersachsen-versucht-sich-in-szene-zu-setzen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ein-gruner-aus-niedersachsen-versucht-sich-in-szene-zu-setzen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-09-30/ein-gruner-aus-niedersachsen-versucht-sich-in-szene-zu-setzen.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 30 Sep 2011 12:19:27 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Vorfälle]]></category> <category><![CDATA[GRÜNE]]></category> <category><![CDATA[Helge Limburg]]></category> <category><![CDATA[Kleine Anfrage]]></category> <category><![CDATA[Landtag]]></category> <category><![CDATA[McAllister]]></category> <category><![CDATA[Niedersachsen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1779</guid> <description><![CDATA[Nach dem Burschentag in Eisenach und den Umständen um die Saarbrückener B! G. haben nun einige Klein-Politiker offenbar erkannt, dass sich das Thema durchaus medienwirksam ausschlachten lässt. Immer wieder tauchen bislang weitläufig unbekannte Hinterbänkler in den Medien auf, um sich des Themas Burschenschaften öffentlich anzunehmen. Heute ist es der grüne Landtagsabgeordnete Helge Limburg aus Niedersachsen, der <a
href='http://www.burschireader.de/2011-09-30/ein-gruner-aus-niedersachsen-versucht-sich-in-szene-zu-setzen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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href="http://www.helge-limburg.de/show/4563494.html" target="_blank">Kleinen Anfrage</a></strong> an seine Landesregierung versucht, ins Gerede zu bringen. Zugegeben, ein wenig hat er das auch geschafft, sonst hätte ich mich nicht dazu entschieden, genau das zu kommentieren.<span
id="more-1779"></span></p><p>Einleitend beruft er sich auf einen Rechtsextremismusforscher aus Wien, dem zufolge</p><blockquote><p>Burschenschaften an der Schnittstelle zwischen Konservativismus und (Neo-)Nazismus</p></blockquote><p>agieren würden. Außer dass sich einzelne Verbindungen in Deutschland und Österreich zu einem Dachverband zusammengeschlossen haben, frage ich mich, was die lokale Situation in Wien oder Österreich mit der in Niedersachsen zu tun haben soll.</p><p>In den weiteren einleitenden Sätzen beruft sich der Abgeordnete auf die hinlänglich bekannten Artikel des <strong>Spiegels</strong> und der <strong>Frankfurter Rundschau</strong>. Nichts Spektakuläres, vor allem vor den Hintergrund, dass eben jene Publikationen nicht gerade dafür bekannt sind, dem Verbindungswesen gegenüber sonderlich positiv gesonnen zu sein. Fairer Weise muss man aber dazu auch sagen, dass er das Thema bis dahin noch sehr sachlich angeht, meines Erachtens nichts großartig polemisiert.</p><p>Den anschließenden Fragenkatalog aber beantworte ich gerne und ungefragt aus meiner ganz persönlichen Sicht.</p><blockquote><p>1. Welche Kenntnisse hat die Landesregierung über die Aufnahmekriterien der Burschenschaf-ten in Niedersachsen? Falls ihr bekannt ist, dass auch in Niedersachsen Burschenschaften die Aufnahme von Bewerbern von ihrer „Abstammung“ abhängig machen: Hält sie diese Pra-xis für vereinbar mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)?</p></blockquote><p>Wieso fragt der Mann die Landesregierung. Warum fragt er nicht einfach bei den Bünden nach, wen sie aufnehmen und wen nicht. Das <strong>AGG</strong> ist hier allerdings irrelevant. Nach wie vor kann ein Verein aufnehmen wen selbiger möchte. Das macht ja auch Sinn und ist gut so, anderenfalls könnten manche Rechte auf die Idee kommen, die Partei der Grünen &#8220;zu stürmen&#8221; und sich künftig auf deren ökologischer Herkunft berufen. Genau dies können aber weder die Grünen noch sonst irgendjemand wollen und daher hat man in deren Partei auch die Möglichkeit, Aufnahmeanträge unbegründet abzulehnen.</p><blockquote><p>2. Welche Kenntnisse hat die Landesregierung von rassistischen und nationalistischen Bestre-bungen innerhalb der niedersächsischen Burschenschaften?</p></blockquote><p>Hier verweise ich gerne auf den <strong><a
href="http://www.mi.niedersachsen.de/download/57386" target="_blank">Bericht des Landesamtes für Verfassungsschutz für das Jahr 2010</a></strong>. Offenbar gibt es demnach zumindest keinerlei Erkenntnisse, die in irgendeiner Art und Weise erwähnenwert wären.</p><blockquote><p>3. Bieten die aktuellen Presseberichte über Rassismus in den Burschenschaften aus Sicht der Landesregierung Anlass für eine Beobachtung von Burschenschaften durch den niedersäch-sischen Verfassungsschutz, und wie begründet die Landesregierung ihre Auffassung?</p></blockquote><p>Nein, bieten Sie nicht. Selbst im Rahmen der Dachverbandsangelegenheiten waren es Einzelverbindungen die in irgendeiner Art und Weise aufgefallen waren. Keine dieser &#8220;auffälligen&#8221; Bünde kam oder kommt aus Niedersachsen. Der Zeitaufwand, um eben genau diese Erkenntis mit Eigenrecherchen zu untermauern, hätte auch nicht länger gedauert, als diese Zeilen zu schreiben, nur dass durch die Kleine Anfrage ein Behördenapparat für teueres (Steuer-)Geld in Anspruch genommen wird.</p><blockquote><p>4. Welche Kenntnisse hat die Landesregierung über die Mitgliedschaft organisierter Neonazis in den niedersächsischen Burschenschaften?</p></blockquote><p>Siehe oben.</p><blockquote><p>5. Sind oder waren Mitglieder der Landesregierung Mitglied in Verbindungen, die zur „Deutschen Burschenschaft“ gehören?</p></blockquote><p>Man kann ja mal fragen. Was die Antwort letztlich aber bringen mag, das sei dahingestellt. Allerdings hätte man das auch einmal im Smalltalk mit den Mitgliedern der Landesregierung während einer Plenarssitzung erfragen können.</p><blockquote><p>6. Wenn ja, wie wird diese Mitgliedschaft angesichts der oben genannten aktuellen rassistischen Tendenzen gerechtfertigt?</p></blockquote><p>Interessant! Weiter oben fragt der Abgeordnete, ob es Erkenntnisse zu rassistischen Tendenzen gäbe, in dieser Frage stellt er eben jene bereits fest. Hat er während des Abfassens seiner Kleinen Anfrage bereits die Antworten seitens der Landesregierung erhalten? In diesem Fall würde ich dem Ministerpräsidenten McAllister &#8211; gleich ob dieser korporiert sein mag oder nicht &#8211; zu seiner effizienten Landesführung gratulieren. Spätestens bei dieser letzten Frage hat der Abgeordnete jedoch seine Bemühungen aufgegeben, sich halbwegs sachlich mit der Thematik zu beschäftigen. Schade.</p><p>Mit dieser Anfrage möchte sich der Abgeordnete <strong>Limburg</strong> einfach nur ein klein wenig bekannt machen. Mehr aber auch nicht. Einen zu erwartenden Erkenntisgewinn aus dieser Anfrage kann ich nicht ersehen. Hier werden einzig die Beamten der Landesregierung bzw. des Landesparlaments unnötig in Anspruch genommen. Diese Kleine Anfrage fällt einfach nur unter die Rubrik &#8220;Geldverschwendung&#8221;.</p><p>Ich unterstelle dem Mann noch nicht einmal, großartig gegen das Verbindungswesen zu wettern. Allerdings finde ich es schon ein wenig beschämend, wie man sich selbst &#8211; vielleicht aus grundlegendem Unwissen &#8211; auf Kosten ohnehin schon medial Geprügelter in Szene setzen will. Einen wirklichen Anlass hat es für diese <strong>Kleine Anfrage</strong> sicher nicht gegeben.</p><p><em>Der Text der Kleinen Anfrage ist hier im Original zu finden. Hierauf beziehen sich auch alle Zitate aus dem Text: <a
href="http://www.helge-limburg.de/show/4563494.html">http://www.helge-limburg.de/show/4563494.html</a></em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-09-30/ein-gruner-aus-niedersachsen-versucht-sich-in-szene-zu-setzen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Der AStA an der Uni Bremen versucht sich an der Kritik&#8230;. und scheitert</title><link>http://www.burschireader.de/2011-09-18/der-asta-an-der-uni-bremen-versucht-sich-an-der-kritik-und-scheitert.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-asta-an-der-uni-bremen-versucht-sich-an-der-kritik-und-scheitert</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-09-18/der-asta-an-der-uni-bremen-versucht-sich-an-der-kritik-und-scheitert.html#comments</comments> <pubDate>Sun, 18 Sep 2011 08:52:44 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA Bremen]]></category> <category><![CDATA[Stellungnahme]]></category> <category><![CDATA[Uni Bremen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1748</guid> <description><![CDATA[Immer wieder einmal bekomme ich den einen oder anderen Link zugesteckt. So auch am Freitagnachmittag &#8211; da hat ein Facebook-User einen Link zu einer Stellungnahme zu studentischen Verbindungen des AStA der Uni-Bremen auf der Burschireader-Facebook-Seite gepostet. Ich habe das Gefühl, da wollte ein weiterer AStA einfach mal mitgeredet haben. Recht viel Gehalt oder Sinn macht <a
href='http://www.burschireader.de/2011-09-18/der-asta-an-der-uni-bremen-versucht-sich-an-der-kritik-und-scheitert.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Immer wieder einmal bekomme ich den einen oder anderen Link zugesteckt. So auch am Freitagnachmittag &#8211; da hat ein Facebook-User einen Link zu einer <a
href="http://www.asta.uni-bremen.de/?p=7401" target="_blank">Stellungnahme zu studentischen Verbindungen des AStA der Uni-Bremen</a> auf der Burschireader-Facebook-Seite gepostet. Ich habe das Gefühl, da wollte ein weiterer AStA einfach mal mitgeredet haben. Recht viel Gehalt oder Sinn macht dieses Statement allerdings nicht.<span
id="more-1748"></span></p><blockquote><p>Der AStA der Universität Bremen setzt sich für eine gesellschaftliche Entwicklung unter emanzipatorischen, partizipativen und basisdemokratischen Vorzeichen im Rahmen des Grundgesetzes ein. Seine Politische Bildung soll eine Bewusstwerdung der im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen niedergelegten Grundrechte fördern und deren Einlösbarkeit erleichtern.</p></blockquote><p>Besser könnte das kaum ein Studentenverbindung, die sich auch nur halbwegs zum Vaterland bekennt, in ihren Statuten ausdrücken. Man könnte bis dahin meinen, der AStA schwimme auf der selben Linie wie das Verbindungswesen. Man wäre ja schon versucht, dem AStA hierfür einmal zuzuprosten. Allerdings weiß man aus der Erfahrung heraus, dass man lieber ein wenig weiter lesen sollte, bevor man den tag vor dem Abend lobt. Und dann kommt es auch schon&#8230;</p><blockquote><p>Studentische Verbindungen, die sich etwa durch pauschalen Ausschluss von Frauen (“Männerbund”), gesellschaftliche Seilschaften („Lebensbund“), organisierte Gewalttätigkeit (“Mensur”), elitären Standesdünkel (“Comment”), obligatorischen Alkoholkonsum (“Bier-Comment”), formalisierte Hierarchien („Fux“, „Bursche“, „Alter Herr“), Diskriminierung anderer Lebensformen (Homosexualität, Kriegsdienstverweigerung), völkisches Brauchtum (“Ehre, Freiheit, Vaterland”) oder reformistische und chauvinistische Propaganda (sog. “politische Bildung”) kennzeichnen, werden daher von uns abgelehnt.</p></blockquote><p>Selten habe ich eine solch stumpfe Aufzählung an Vorurteilen und verfälschten Tatsachen hinsichtlich des Verbindungswesens gelesen. Obgleich muss man aber zugestehen, dass der AStA nicht schreibt, dass die aufgezählten Attribute grundsätzlich für alle Verbindungen gelten. Jedoch &#8211; sonst würde diese Aufzählung keinen Sinn machen &#8211; sieht man beim AStA eben diese Eigenschaften schon prinzipiell im Verbindungswesen.</p><p>Kurz aber zu einzelnen Punkten:</p><ul><li>Männerbund: Na und!? Es gibt ja auch keine gemischtgeschlechtliche Fußball-Nationalmannschaft! Ich wüsste nicht, warum man Männern das Recht absprechen sollte, sich untereinander zu treffen.</li><li>Lebensbund: Ein Bund der lebenslangen Freundschaft hat noch lange nichts mit besonderen Seilschaften zu tun, so wie es hier versucht wird, darzustellen. Die gegenseitige Hilfe im Verbindungswesen unterscheidet sich auch nicht von der außerhalb. Wir alle &#8211; ob korporiert oder nicht &#8211; nutzen gelegentlich die Vorteile, die uns das &#8220;Vitamin B&#8221; unserer persönlichen Netzwerke bieten kann.</li><li>Mensur: gegen dem Boxsport bspw. habe ich bisher keinen AStA demonstrieren gesehen. Wenn sich im Ring zwei Männer gegenseitig krankenhausreif prügeln, sehen sogar noch Millionen Menschen vor dem Fernseher zu. Mit der gleichen AStA-Argumentation könnte man über die Formel 1 sagen, diese sei organisiert umweltfeindlich.</li><li>Comment nennt sich im AStA bspw. Geschäftsordnung. So etwas gibt es in Bremen sicherlich auch.</li><li>Alkoholkonsum ist im Verbindungswesen nicht mehr obligatorisch, als im Freundeskreis. Wenn man sich in der Verbindung genötigt fühlen würde, sich einen zu viel hinter die Binde zu kippen, wäre es &#8211; wie unter normalen Freunden auch &#8211; zu überlegen, ob diese wirklich den richtigen Umgang darstellen.</li><li>Formalisierte Hierarchien finden sich überall. In der Schule sind das Studienräte bis hin zu Oberstudiendirektoren. In anderen Vereinen sind das Vorsitzende und Stellvertreter. Im AStA wären da bspw. der AStA-Vorsitzende, dessen Vertreter und die anderen Referenten.</li></ul><blockquote><p>Uns ist bewusst, dass es durchaus feine Unterschiede zwischen den verschiedenen Burschenschaften, Corps, Landsmannschaften und sonstigen Verbindungen gibt. Jeder konkrete Einzelfall muss daher differenziert betrachtet werden. Während eine klare Distanzierung gegenüber rechtsradikalen Burschenschaften meist breites Verständnis findet, stößt eine solche gegenüber vorgeblich “gemäßigten und liberalen” Verbindungen oftmals auf Kritik. Indes distanzieren sich diese “gemäßigten und liberalen” Verbindungen selbst nicht konsequent von radikal rechten Korporationen wie z.B. der “Deutschen Burschenschaft”, sondern arbeiten mit ihnen zusammen in Gemeinschaften wie etwa dem “Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA)” oder der “Arbeitsgemeinschaft akademischer Verbände (AaV)”. So sind allen Studentenverbindungen vor allem der Sexismus, der gesellschaftliche “Lebensbund” auch mit Nazis und die Tolerierung rechtsradikaler Bestrebungen zumindest über ihren Dachverband gemeinsam.</p></blockquote><p>Zwar ist dem AStA bewusst, dass es Unterschiede gibt, die es zu differenzieren gilt, dennoch ist es dann doch nur der eine Kamm, über den geschert wird. Hier spricht sich der AStA alle die demokratischen und gesellschaftlichen Errungenschaften ab, die er im ersten Absatz noch so vehement glaubt zu verteidigen. Hier wird unglaublich fadenscheinig und billig argumentiert. Wenn Verbindungen bspw. ohnehin schon als &#8220;gemäßigt und liberal&#8221; gelten, wieso sollten diese Bünde dann eben jene Eigenschaften durch eine Distanzierung infrage stellen? Das ist doppelmoralisch! Man sucht einfach Gründe , um gegen das Verbindungswesen zu stänkern.</p><p>Darüber hinaus zeigt sich die schlechte Recherche des Bremer AStA auch darin, dass man eben die Kritik vieler Dachverbände, Einzelbünde und eben des CDA an der Deutschen Burschenschaft mit keinem Wort erwähnt werden. Eine entsprechende Pressemitteilung findet sich nach wie vor auf der Titelseite der CDA-Webseite. Andere Stellungnahmen seitens des Verbindungswesens finden sich bspw. auch <a
title="Der Deutschen Burschenschaft den Spiegel vorgehalten" href="http://www.burschireader.de/2011-06-17/der-deutschen-burschenschaft-den-spiegel-vorgehalten.html">hier</a>.</p><blockquote><p>In Bremen sind zurzeit acht studentische Korporationen aktiv. Der AStA rät aus oben genannten Gründen von Mitgliedschaft in oder Zusammenarbeit mit studentischen Verbindungen ab und fordert politisch die staatliche Zerschlagung und Enteignung der existierenden Korporationen als Bedrohung für Allgemeinwohl, friedliches Zusammenleben und Chancengerechtigkeit.</p></blockquote><p>Was bislang noch zumindest bemüht sachlich klang, nimmt im letzten Absatz letztlich seine Wende. Wenn die &#8220;genannten Gründe&#8221; dem AStA schon als Grundlage einer &#8220;Zerschlagung und Enteignung&#8221; reichen, dann hat er hat das Wesen unseres Landes und seine freiheitlichen Ideen nicht im Ansatz verstanden. Diese Stellungnahme des Bremer AStA ist ein weiteres Werk, welches sich einer sachlichen Diskussion entzieht.</p><p><em>Die Zitate beziehen sich auf die auf den Artikel &#8220;Stellungnahme des AStA der Universität zu studentischen Verbindungen in Bremen&#8221; zu finden unter der URL <a
href="http://www.asta.uni-bremen.de/?p=7401">http://www.asta.uni-bremen.de/?p=7401</a>; letzter Zugriff am 18. September 2011.</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-09-18/der-asta-an-der-uni-bremen-versucht-sich-an-der-kritik-und-scheitert.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Enge Bande &#8211; eine neue Rezension für die antifaschistische Sicht</title><link>http://www.burschireader.de/2011-09-08/enge-bande-eine-neue-rezension-fur-die-antifaschistische-sicht.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=enge-bande-eine-neue-rezension-fur-die-antifaschistische-sicht</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-09-08/enge-bande-eine-neue-rezension-fur-die-antifaschistische-sicht.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 08 Sep 2011 07:54:51 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschi-Reader]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Burschentag]]></category> <category><![CDATA[Eisenach]]></category> <category><![CDATA[Enge Bande]]></category> <category><![CDATA[Felix Krebs]]></category> <category><![CDATA[Jörg Kronauer]]></category> <category><![CDATA[Kritisch Lesen]]></category> <category><![CDATA[Rezension]]></category> <category><![CDATA[Seilschaften]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1693</guid> <description><![CDATA[Die Semesterferien waren ja hinsichtlich der Veröffentlichung verbindungskritischer Texte bislang extrem ruhig. Ich hätte gerade in diesem Jahr eigentlich anderes erwartet. Allerdings scheinen sich aber die Rezensionen zum Buch der ausgewiesenen Verbindungsexperten Krebs und Kronauer &#8221;Studentenverbindungen in Deutschland &#8211; Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer Sicht&#8221; im Augenblick eine starke Vermehrung zu erleben. Diesmal hat sich eine Dame dem Buch angenommen, <a
href='http://www.burschireader.de/2011-09-08/enge-bande-eine-neue-rezension-fur-die-antifaschistische-sicht.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Die Semesterferien waren ja hinsichtlich der Veröffentlichung verbindungskritischer Texte bislang extrem ruhig. Ich hätte gerade in diesem Jahr eigentlich anderes erwartet. Allerdings scheinen sich aber die Rezensionen zum Buch der ausgewiesenen Verbindungsexperten <strong>Krebs und Kronauer &#8221;Studentenverbindungen in Deutschland &#8211; Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer Sicht&#8221;</strong> im Augenblick eine starke Vermehrung zu erleben. Diesmal hat sich eine Dame dem Buch angenommen, um es dem gemeinen Volk anzupreisen. Einige Highlights ihrer <strong><a
title="Kritisch lesen - Enge Bande" href="http://www.kritisch-lesen.de/2011/09/enge-bande/">Rezension &#8221;Enge Bande&#8221;</a></strong>&#8230;<span
id="more-1693"></span></p><blockquote><p>Dieses Jahr zu Pfingsten feierte in Eisenach die <em>Deutsche Burschenschaft</em> (DB), Dachverband vieler Verbindungen, den Burschentag.</p></blockquote><p>Ach ja?! Ich dachte am Pfingsten hätte es der <strong>Pfingstkongress des Coburger Convents (CC)</strong> in Coburg stattgefunden. Mit dem Burschentag hat der Pfingstkongress wenig bis gar nichts zu tun. Eisenach war eine Woche  später dran! Das wäre aber auch recht einfach zu googeln gewesen.</p><blockquote><p><img
class="alignright" src="http://www.kritisch-lesen.de/wp-content/uploads/book_cover/studentenverbindungen-in-deutschland.jpg" alt="" width="250" height="409" />Auf knapp 60 Seiten stellen die Autoren bereit, was sie im Untertitel versprechen: Einen kritischen Überblick aus antifaschistischer Sicht, der Fakten liefern soll aus den schwer zugänglichen Studentenverbindungsszenen.</p></blockquote><p>Naja, so schwer zugänglich ist das Verbindungswesen nun auch wieder nicht. Ich kenne eigentlich keinen Bund, bei dem Gäste nicht willkommen wären. Und selbst in den härtesten aller Männerverbindungen gibt es wirklich genug Damenveranstaltungen. Vielleicht sollten sich manche Kritiker, die wahrscheinlich noch nie ein Verbindungsheim von innen gesehen haben, das Angebot der auf den Webseiten publizierten Terminkalender wahrnehmen.</p><blockquote><p>Zu dem Regelwerk, dem <em>Comment</em>, gehören das Lebensbundprinzip (lebenslange Mitgliedschaft), [...]</p></blockquote><p>richtig</p><blockquote><p>[...] das Conventsprinzip („Basisdemokratie“) [...]</p></blockquote><p>auch richtig</p><blockquote><p> [...] und in vielen Verbindungen das Schlagen von Mensuren, einem Fechtkampf, der die Tapferkeit der fast ausschließlich männlichen Verbündeten unter Beweis stellen soll.</p></blockquote><p>Naja, da kommen jetzt aber die einen oder anderen Sachen durcheinander. Einerseits kenne ich nicht einen Damenbund der tatsächlich <strong>Mensuren</strong> austrägt &#8211; ich lasse mich aber eines besseren belehren. Andererseits geht es hier weniger um Tapferkeit, sondern darum, in Extremsituationen seinen &#8220;Mann zu stehen&#8221;.</p><blockquote><p>Ein wichtiger Brauch der Korporationen ist die Kneipe – ein schlichtes Besäufnis, jedoch von großer Gemeinsamkeit stiftender und erzieherischer Bedeutung, weil zahlreiche Trinkregeln im „Biercomment“ festgelegt sind.</p></blockquote><p>Ich wurde Zeit meiner zwölf Jahre Verbindungszugehörigkeit noch nie dazu gezwungen, mich in irgendeiner Art und Weise zu &#8220;besaufen&#8221;. Weder in meinem eigenen Bund, noch auf den Veranstaltungen anderer Verbindungen. Alles andere wäre in Zeiten vom Promille-Grenzen auch ziemlich unsinnig.</p><p>An dieser Stelle dachte ich, dass der Blödsinn-Gehalt hinsichtlich des Saufens nicht übertroffen werden könnte. Die Schmach traf mich aber nur einen Satz später:</p><blockquote><p>Oder der Kommers – Veranstaltungen, bei denen ein Festredner geladen ist (nicht selten aus Reihen der extrem Rechten) und bei denen der Alkoholkonsum genauso wichtig ist, Hierarchien und Autoritäten müssen trotz Volltrunkenheit anerkannt und beibehalten werden, eine gewünschte Übung in Selbstdisziplin.</p></blockquote><p>Es mag wenige (!) Veranstaltungen im Verbindungswesen geben und gegeben haben, bei denen zweifelhaften Persönlichkeiten geladen wurden. Es handelt sich dabei vor allem um Anlässe, die in mehreren Jahrzehnten an wahrscheinlich zwei Händen abzuzählen waren und die &#8211; laut den selbsternannten Verbindungsexperten - für das gesamte Verbindungswesen gelten sollen.</p><p>Davon einmal abgesehen ist der Kommers eine, sagen wir &#8220;Sonderform&#8221; der Kneipe, die anlässlich hoher Anlässe angeschlagen wird. Solche Anlässe sind bspw. Stiftungsfeste, der Nürnberger Thomastag oder gemeinschaftliche Veranstaltungen wie der Bismarck-Kommers in Bielefeld. Während man bei einer Kneipe auch eher einmal über die Stränge schlägt, geht es auf einem Kommers &#8211; eben dem Anlass angemessen - förmlicher zu.</p><blockquote><p>Kronauer und Krebs stellen fest, dass das Spektrum an politischen Haltungen in den verschiedenen Korporationen von liberal über konservativ hin zu völkisch reicht, Überschneidungen personeller und ideologischer Art mit neofaschistischen Gruppierungen jedoch in geringer Anzahl verbleiben.</p></blockquote><p>Was dann doch eigentlich heißen sollte, dass das Verbindungswesen grundsätzlich im Rahmen demokratischer Manifeste operiert. Dass es bei mehreren zehntausend oder gar hunderttausend Mitgliedern auch ein paar Idioten gibt, das bestreitet niemand. Dieser &#8220;Idioten-Anteil&#8221; ist aber derart gering, dass er im Grunde genommen keine nennenswerte Rolle spielen sollte. Gerne werden aber Einzelpersonen oder Einzelveranstaltungen dafür herangezogen, das gesamte Verbindungswesen zu diskreditieren. Die Bedeutung, die solchen Einzelpersonen und individuellen Veranstaltungen für das gesamte Verbindungswesen zugesprochen wird, wird künstlich, vor allem eben durch die Gegner der Verbindungsszene, gesteigert.</p><blockquote><p>Deshalb unterstreichen die Autoren die Notwendigkeit eines differenzierten Blicks, um Kritik auch fundiert äußern zu können. Denn dem Vorwurf der Pauschalisierung seitens der Verbindungen sollte nicht recht gegeben werden.</p></blockquote><p>Eigentlich ist das genau meine Rede. Ich frage mich aber, warum dennoch ständig in eine politisch rechte Richtung für das Verbindungswesen pauschaliert in den Raum geworfen wird. Wo stellt das Verbindungswesen grundsätzlich ein Problem dar? Mit Forderungen bspw. das Verbindungswesen komplett aufzulösen, schießt man also eigentlich über das Ziel hinaus. Aber immer wieder werden neue Gründe konstruiert, die eine solche Abschaffung rechtfertigen sollen.</p><blockquote><p>Die Burschenschaften, die sich aus den Kriegen Anfang des 19. Jahrhunderts zusammenschlossen, waren von dem Wunsch beseelt, einen deutschen Nationalstaat zu schaffen. Die völkische Orientierung war von Beginn an stark präsent und mündete sehr bald in einen ausgeprägten Hass gegen den „französischen Gegner“ und im Antisemitismus.</p></blockquote><p>Der Wunsch nach einem Staat der aus vielen kleinen Staaten entstehen soll, ist doch auch etwas Gutes. Viele Kleinstaaten sollten in einer einzigen Nation aufgehen. Man hat sich also nicht neu abgegrenzt, sondern &#8211; im Gegenteil - sollten Grenzen innerhalb einer deutschen Nation überwunden werden und fallen. Ein Zugewinn an <strong>individueller Freiheit</strong> für jeden einzelnen Bürger war die Folge. Die Vereinigung der europäischen Staaten in der EU ist doch nur die logische Konsequenz &#8211; auch wenn diese Idee derzeit stark belastet scheint.</p><p>Der <strong>Antisemitismus</strong>, der dem Verbindungswesen jener Zeit gerne vorgehalten wird, war keine Eigenart der Korporationen selbst, sondern der Gesellschaft im Allgemeinen. Der Jude wurde schon seit Jahrhunderten schikaniert. Hier eine grundsätzliche fremdenfeindliche Absichten zu unterstellen schießt daher vollkommen Thema vorbei.</p><blockquote><p>Der verbindungstypische Habitus wird durch zahlreiche Prinzipien, Wertesysteme und Regeln „anerzogen“. Dabei stehen die Persönlichkeitsentwicklung und die Verinnerlichung des „Corpsgeistes“ im Vordergrund.</p></blockquote><p>Gleiches könnte eigentlich in jeder Satzung eines Sportvereins stehen. Im Grunde genommen sagt dieser Teil der Rezension nichts anderes, als das man im Verbindungswesen das Teamwork lernt. Auch das ist nichts Schlechtes. Es soll auch Sport-Teams geben, die vor Spielen bspw. besondere Traditionen pflegen.</p><blockquote><p>Und auch wenn Studentenverbindungen nicht mehr den Einfluss an den Universitäten haben wie einst, „haben sie sich beträchtlichen Einfluss bewahrt“. Die Mitgliedschaft in einer Verbindung kann also per Seilschaften immer noch eine Einstiegshilfe in elitäre Berufssegmente bedeuten. Auch ranghohe Politiker wie Jürgen Rüttgers und Peter Ramsauer sowie zahlreiche mediale Persönlichkeiten gehören Verbindungen an.</p></blockquote><p>Man könnte den Eindruck gewinnen, dass man auf <strong>Conventen</strong> (den Mitgliederversammlungen von Studentenverbindungen) in geheimer Klüngelei die Politik der hiesigen Universitäten oder gar unser Land lenken würde. Ein Einfluss entspringt sicherlich nicht der Verbindung, der eine Einzelperson angehört. Ein Minister oder gar Ministerpräsident wird auch nicht von Verbindungen, sondern noch immer &#8211; wenn auch indirekt &#8211; vom Volk gewählt. Was bringt die Mitgliedschaft in einer Verbindung, wenn die Mehrheiten in den Parteien eben keiner solchen Organisationsform angehören?</p><p>Was auch immer &#8220;elitäre Berufssegmente&#8221; sein mögen&#8230; Zugang, bspw. zu einer Anwaltskanzlei hat man auch, wenn man einen Freund hat, der eben eine solche besitzt. Die Netzwerke, die im Zusammenhang mit dem Verbindungswesen gerne abfällig als &#8220;<strong>Seilschaften</strong>&#8221; bezeichnet werden, sind heute fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Egal ob links, rechts, männlich, weiblich, groß oder klein &#8211; wir alle nutzen alltäglich unsere Netzwerke, sei es für den einen oder anderen Gefallen oder nur zur Informationsbeschaffung. Professionell pflegen wir das heutzutage im großen Stil über Plattformen wie <strong><a
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title="Monster.de | Warum Vitamin B so wichtig ist" href="http://karriere-journal.monster.de/bewerbungs-tipps/kontakte-knupfen/selten-war-vitamin-b-so-wichtig-41553/article.aspx" target="_blank">Warum Vitamin B so wichtig ist</a>&#8221; auf den Seiten des Jobbörse <strong><a
title="Monster.de" href="http://www.monster.de" target="_blank">Monster</a></strong> gelesen:</p><blockquote><p>Sie [Netzwerke] sind die Substanz der Gesellschaft. Seilschaften, Clans, Interessengruppen, Bekanntschaften, es wird doch alles hemmungslos eingesetzt, was auch immer man darüber sagen und wie schlimm man das finden mag.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://karriere-journal.monster.de/bewerbungs-tipps/kontakte-knupfen/selten-war-vitamin-b-so-wichtig-41553/article.aspx">http://karriere-journal.monster.de/bewerbungs-tipps/kontakte-knupfen/selten-war-vitamin-b-so-wichtig-41553/article.aspx</a>, Zugriff am 07.09.2011)</em></p></blockquote><p>Dem Verbindungswesen ständig <strong>Geklüngel</strong> oder <strong>Seilschaften</strong> anzukreiden, das spiegelt Doppelmoral wieder. Im Übrigen gehört es in einem ernst gemeinten und insbesondere freundschaftlichen Netzwerk auch einmal dazu, dem anderen eine ehrliche und konstruktive Abfuhr zu erteilen. Neben der Familie oder der Verbindung habe ich bisher noch kein Netzwerk kennen gelernt, welches sich derart durch vorbehaltlose Ehrlichkeit auszeichnet.</p><p>Nur weil man Bundes- bzw. Farbenbruder in hochrangigen Positionen im eigenen Bund hat, heißt das noch lange nicht, dass man den eigenen Fuß auch in entsprechenden Türen hat. Kein Alter Herr wird einen Bundes- oder Farbenbruder protégieren, wenn er nicht vollends von dessen Eigenschaften überzeugt ist. Und wer tatsächlich mit einer entsprechenden Erwartungshaltung den Weg zu einer Verbindung findet, der wird dort sehr schnell verbittern und scheitern.</p><blockquote><p>Die Autoritätsfixierung, die von einem natürlichen Oben und Unten ausgeht, ist allen Männerbünden gemein und soll möglichst unhinterfragt bleiben. Zum idealen Männerbild der völkisch orientierten Ideologie gehört der „wehrhafte“ Mann, der Autoritäten gehorcht.</p></blockquote><p>Wer entdeckt den Widerspruch im zweiten Satz? Abgesehen davon werden Gesellschaften &#8211; gleich in welchen politischen Systemen &#8211; immer von <strong>Oben-Unten-Beziehungen</strong> geprägt. Da gibt es Chefs, die Aufgaben verteilen; Vereinsvorstände, die das Bild eines Verbandes und damit auch die Verbandsarbeit prägen; Eltern, die ihre Kinder erziehen&#8230; Wir sind in unserem Alltag immer von <strong>Authoritäts-Beziehungen</strong> umgeben. Selbst im antiken Griechenland, der Wiege der Demokratie, waren es Einzelpersönlichkeiten, die das Bild des Staats dominierten und denen man &#8220;gefolgt&#8221; ist.</p><blockquote><p>Das Frauenbild in den männlichen Verbindungen ist geschlossen sexistisch. In diesem Sinne haben Damenverbindungen kaum Bedeutung bei ihren männlichen Pendants, sind in keinem Dachverband organisiert und auch Seilschaften funktionieren aufgrund der kurzen Lebensdauer der meisten Verbindungen nicht. Frauen spielen in den Burschenschaften meist die Rolle der schmückenden „Couleurdame“ (S. 18) des Sexualobjekts und der Ehefrau.</p></blockquote><p>Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts waren <strong>Frauen außerordentlich gut im Verbindungswesen organisiert</strong> - an manchen Universitäten sogar besser und zahlreicher als ihre männlichen Kommilitonen. Allerdings konnten Sie sich nach dem Zweiten Weltkrieg anfänglich nicht wirklich etablieren. Der letztliche vorübergehende Todesstoß kam aber durch die deutsche <strong>Kulturrevolution Ende der 1960er Jahre</strong>. Erst in unserem Jahrtausend beginnen sich Damenverbindungen wieder in der deutschen Verbindungslandschaft zu etablieren. Mich persönlich freut das ungemein.</p><blockquote><p>Und so liefert das Buch, obwohl es keinen Ausblick oder Handlungsperspektiven nennt, doch genau das: Aufdecken und Aufklären für eine antifaschistische Position, die die Verbindungen in Erklärungsnot zwingt und aus ihrer elitären Abgeschlossenheit herausholt.</p></blockquote><p>Welchen Sinn hat ein Buch und die Bewertung eines aktuellen Themas, wenn es eben keine Perspektiven aufzeigen kann. Erklärungsnot wird einzig dadurch erzeugt, dass man das Verbindungswesen mit unwahren, unbedachten und unreflektierten Vorwürfen bombardiert.</p><p>Mein Fazit dieser Rezension: Wie kann man auf einem 60-seitigen Werk wie diesem Büchlein einen fundierten Überblick über das Verbindungswesen, geschweige denn eine entsprechende Bewertung desselben, geben? Das Korporationswesen ist derart komplex, dass 60 Buchseiten das Thema höchstens oberflächlich ankratzen können. Sollte jedoch jemand diesen Aufsatz in Buchform zuhause haben und mir ggf zur Verfügung stellen, würde ich ihn vielleicht sogar einmal lesen. Geld ausgeben würde ich nach den bisher gefundenen Rezensionen dazu allerdings nicht. Da gibt es andere und weitaus bessere, vor allem wahrscheinlich sachlichere Bücher zum Thema.</p><p>Ich frage mich allerdings, ob sich die Autorin der Rezension wirklich auf das Buch bezogen hat. Ich traue <strong>Kronauer und Krebs</strong> durchaus mehr als das zu, was die Dame in das Buch interpretiert hat. Ob die Autorin den Herren wirklich einen Gefallen mit ihrer Rezension gemacht hat, wage ich zu bezweifeln. Der auch nur halbwegs Interessierte, der vielleicht auch schon den Hauch einer Ahnung vom Korporationswesen hat, wird sich danach wohl kaum das Buch des &#8220;Experten-Duos&#8221; kaufen.</p><p><em>Quelle: Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich die Zitate auf den Artikel &#8220;Enge Bande&#8221; von <a
title="Nutzerseite von Andrea Strübe anzeigen" href="http://www.kritisch-lesen.de/author/andrea-struebe/">Andrea Strübe</a>, zu finden unter der URL <a
href="http://www.kritisch-lesen.de/2011/09/enge-bande/">http://www.kritisch-lesen.de/2011/09/enge-bande/</a></em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-09-08/enge-bande-eine-neue-rezension-fur-die-antifaschistische-sicht.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Mal wieder falsch verbunden &#8211; Hawaii-Hemden statt Burschenband?</title><link>http://www.burschireader.de/2011-08-12/mal-wieder-falsch-verbunden-hawaii-hemden-statt-burschenband.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mal-wieder-falsch-verbunden-hawaii-hemden-statt-burschenband</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-08-12/mal-wieder-falsch-verbunden-hawaii-hemden-statt-burschenband.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 12 Aug 2011 04:55:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA / Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[AStA Münster]]></category> <category><![CDATA[DB]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Felix Krebs]]></category> <category><![CDATA[Jörg Kronauer]]></category> <category><![CDATA[Münster]]></category> <category><![CDATA[Studentenverbindungen]]></category> <category><![CDATA[Uni]]></category> <category><![CDATA[Uni Münster]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1640</guid> <description><![CDATA[Eigentlich war es ja klar, dass die Diskussion um die Aufnahmebedingungen der Deutschen Burschenschaft als Grundlage für neue Veranstaltungsrunden dienen würde. Zu einer sehr ungewöhnlichen Zeit im Jahr läd man &#8211; also eine Gruppe aus den zwei Münster AStAs, linker politischer Hochsculgruppen sowie antifaschistische Gruppierungen &#8211; an der Uni Münster zu einer Veranstaltung unter dem <a
href='http://www.burschireader.de/2011-08-12/mal-wieder-falsch-verbunden-hawaii-hemden-statt-burschenband.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Eigentlich war es ja klar, dass die Diskussion um die Aufnahmebedingungen der <strong>Deutschen Burschenschaft</strong> als Grundlage für neue Veranstaltungsrunden dienen würde. Zu einer sehr ungewöhnlichen Zeit im Jahr läd man &#8211; also eine Gruppe aus den zwei Münster AStAs, linker politischer Hochsculgruppen sowie antifaschistische Gruppierungen &#8211; an der <strong>Uni Münster</strong> zu einer Veranstaltung unter dem Titel &#8221;<strong><a
href="http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende" target="_blank">Falsch verbunden &#8211; Gegen Burschenschaften und Männerbünde</a></strong>&#8221; ein.<span
id="more-1640"></span></p><p><strong>Gewöhnliche Veranstaltungen zu ungewöhnlichen Zeiten</strong></p><p>In Verbindung mit dem Aufruf zu der Veranstaltung birgt schon die Überschrift den ersten Widerspruch. Man bezieht unabdingbar Stellung gegen das Verbindungswesen. Da hilft es auch nicht, wenn man im letzten Absatz des Veranstaltungs-Aufrufs darauf hinweist:</p><blockquote><p>Der Vortrag informiert über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den zahlreichen Arten von Studentenverbindungen in Deutschland, gibt einen kurzen Überblick über ihre Geschichte und beleuchtet die Kontakte zur extremen Rechten.<br
/> <em><span
style="font-size: x-small;">(Quelle: <a
href="http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende">http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende</a>, Zugriff am 09.08.2011)</span></em></p></blockquote><p>Nein, der Vortrag informiert eben nicht nur. Die Beschreibung nimmt das Ziel der Veranstaltung, also das Verbindungswesens in Misskredit zu bringen, vorweg. Dies zeigt auch die Floskel ganz am Fuß, die bei solchen &#8220;Informationsveranstaltungen&#8221; bzw. deren Aufrufen in der Zwischenzeit zum Standard gehören. Dort heißt es:</p><blockquote><p>Hinweis: Die VeranstalterInnen behalten sich nach §6 Abs.1 VersG vor, Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, die der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Dies gilt auch für Mitglieder farbentragender Studentenverbindungen.<br
/> <em><span
style="font-size: xx-small;">(Quelle: </span></em><a
href="http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende"><em><span
style="font-size: xx-small;">http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende</span></em></a><em><span
style="font-size: xx-small;">, Zugriff am 09.08.2011)</span></em></p></blockquote><p>Ich frage mich, wie deutsche Hochschulleitungen ihre Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung stellen können, die von vornherein und bekennend unter einem Stern stehen, bestimmte Gruppierungen zu schädigen. Aber dieser offensichtlichen Widersinnigkeit zum Trotz möchte ich mich auch dem Rest des Aufrufs zuwenden. </p><blockquote><p>Im Frühjahr 2011 gerieten Studentenverbindungen in den Blickwinkel einer breiteren Medienöffentlichkeit, nachdem bekannt geworden war, dass die Burschenschaft Raczeks zu Bonn einen sogenannten “Ariernachweis” für Mitglieder des Dachverbandes Deutscher Burschenschaften gefordert hatte.<br
/> <em><span
style="font-size: xx-small;">(Quelle: </span></em><a
href="http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende"><em><span
style="font-size: xx-small;">http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende</span></em></a><em><span
style="font-size: xx-small;">, Zugriff am 09.08.2011)</span></em></p></blockquote><p>Der <strong>Bonner Raczeks</strong> haben keinen <strong>Ariernachweis</strong> gefordert. Diesen Vergleich hat der Spiegel in einem vielfach zitierten Artikel aufgebracht. Ganz davon abgesehen, wie ich persönlich zu dem Antrag an sich stehe, halte ich solche ständigen und leichtsinnigen Vergleiche &#8211; nicht nur des Verbindungswesens &#8211; mit dem Dritten Reich einerseits für maßlos, andererseits für nicht sehr weitsichtig. Auf Dauer werden die Greuel jener Zeit auf eben solch eine Art und Weise relativiert und der gesellschaftliche Schrecken, den das Hitler-Deutschland noch heute ausübt, genommen. Genau das sollte meines Erachtens nicht geschehen.</p><p><strong>Die üblichen Vorurteile</strong></p><p>Aber auch in Münster muss man offenbar mit den üblichen Vorurteilen ggü. dem Verbindungswesen kämpfen. Man hat auf den Seiten der sogenannten Organisatoren das eine oder andere Vorurteil aufgeschnappt:</p><blockquote><p>[...] eigentümliche Kleidung [...] bunte Kappen auf dem Kopf [...] Bändchen vor dem Bauch. [...] Pflege überkommener Traditionen und Bräuche [...] ein strukturkonservatives und tendenziell autoritäres Weltbild. [...] antiquiertes Macho-Männerbild [...] durch Zweikämpfe mit scharfen Waffen (Mensuren) [...]<br
/> <em><span
style="font-size: xx-small;">(Quelle: </span></em><a
href="http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende"><em><span
style="font-size: xx-small;">http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende</span></em></a><em><span
style="font-size: xx-small;">, Zugriff am 09.08.2011)</span></em></p></blockquote><p>Aber wenn es bei dieser losen Aufzählung nur bleiben würde. Im Folgenden verknüpft man die Darstellung des Bösen und des Übels in Form studentischer Korporationen mit dem einem, dem großen Thema, das das Herz des nicht-nationalen linken Gutmenschen Tag und Nacht bewegt: dem politisch rechten Spektrum unseres Landes:</p><blockquote><p>Auch wenn sich viele Studentenverbindungen als unpolitisch darstellen, kann dieses Bild bei genauerem Hinsehen nicht aufrecht erhalten werden: auch in scheinbar “harmlosen” Saufgelagen, Aufnahmeritualen und uniformiertem Auftreten manifestieren sich patriarchale, frauenfeindliche und reaktionäre Einstellungen. Teilweise gipfelt dies in Denkweisen, welche denen der extremen Rechten in nichts nachstehen, wie Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus.<br
/> <em><span
style="font-size: xx-small;">(Quelle: </span></em><a
href="http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende"><em><span
style="font-size: xx-small;">http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende</span></em></a><em><span
style="font-size: xx-small;">, Zugriff am 09.08.2011)</span></em></p></blockquote><p>Die Argumentationskette finde ich wirklich toll: ein oder zwei Bierchen zu trinken (oder meinetwegen auch mal einige gewaltige über den Durst), sind hiernach eine politisch-rechte Aussage. Warum ist das Bierchen in den Händen eines Verbindungsgegners etwas anderes, als das in den Händen eines Verbindungsstudenten. Dass man in den Kreisen von Verbindungsgegner  alkoholischen Getränke ebenso nicht abgeneigt ist, das zeigt zumindest beispielhaft der Aufruf zu den Protestveranstaltungen gegen den Burschentag der DB in diesem Jahr. Dort muss man sogar extra zum Alkohol-Verzicht aufrufen:</p><blockquote><p>&#8220;bitte weder vor noch während der Demo Alkohol oder Drogen&#8221;<br
/> <em><span
style="font-size: x-small;">(Quelle: <a
href="http://gegenburschentage.blogsport.de/der-18-06/">http://gegenburschentage.blogsport.de/der-18-06/</a>, Zugriff am 10.08.2011)</span></em></p></blockquote><p>Einem Korporierten dessen Alkoholkonsum anzukreiden, scheint mir da schon sehr doppelmoralisch, gar scheinheilig.</p><blockquote><p>Hiermit stehen die Verbindungen in ungebrochener Traditionslinie mit ihrer Geschichte im Nationalsozialismus. So wirkten damals viele Verbindungsstudenten an der Nazifizierung der deutschen Universitäten mit und bekämpften schon in den 1920er Jahren die noch junge Weimarer Demokratie. Manche von ihnen, insbesondere Burschenschafter, sind heute wieder in der extremen Rechten aktiv.<br
/> <em><span
style="font-size: xx-small;">(Quelle: </span></em><a
href="http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende"><em><span
style="font-size: xx-small;">http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2011/08/07/falsch-verbunden-gegen-burschenschaften-und-maennerbuende</span></em></a><em><span
style="font-size: xx-small;">, Zugriff am 09.08.2011)</span></em></p></blockquote><p>Hier zeigt sich, wie aufgewärmt und unreflektiert die Hetzschriften der Damen und Herren Verbindungsgegner sind. Verbindungsstudenten, die in den 1920er Jahren aktiv waren, dürften heute um die 110 bis 120 Jahre alt sein. Auch wenn ich jedem Menschen auf dieser Welt ein langes und gesundes Leben wünsche, dürften die Aktivitäten solcher Alter Herren im Allgemeinen recht eingeschränkt sein.</p><p>Aber ich will nicht päpstlicher sein als der Papst selbst. Lassen wir die unglückliche Wortwahl außen vor. In diesem Text sprechen unbelegte &#8220;Manche&#8221; hier wieder einmal für das gesamte Verbindungswesen. Die Frage nach der dahinterstehenden Logik habe ich ja schon des öfteren gestellt, erklären konnte mir das bisher allerdings niemand.</p><p><strong>Ganz normale Vorgänge einer kapitalistischen Gesellschaft?</strong></p><p>Zum Ende einmal weg von der Veranstaltung als solche. Stargast des Abends ist <strong>Jörg Kronauer</strong>, selbsternannter Verbindungsexperte und Autor verschiedener Publikationen. Darunter hat er auch &#8211; zusammen mit einem <strong>Felix Krebs</strong> &#8211; das Buch mit dem Titel &#8221;<strong>Studentenverbindungen in Deutschland &#8211; Ein kitischer Überblick aus antifaschistischer Sicht</strong>&#8220; verfasst, welches über den <strong>Unrast-Verlag</strong> (aus Münster!) zu haben ist. Neu ist das wahrlich nicht mehr, aber seltsamer Weise wird es just dieser Tage bei Twitter und Facebook verstärkt beworben. Würde ich grundsätzlich schlecht von anderen Menschen denken, würde ich hier einen gewissen Zusammenhang unterstellen. Rein fürs eigene Ego werden die Autoren das Buch sicherlich nicht verfasst haben. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.</p><p>Böse Zungen könnten nun unterstellen, der Herr Kronauer wäre der wahrliche Gewinner des PR-Desasters um den Burschentag und würde nun entsprechend Kapital daraus schlagen wollen. So könnte sich die &#8220;Informations&#8221;-Veranstaltung zu just dieser Zeit erklären. Ich könnte ihm das noch nicht einmal verübeln, schließlich hat man mit solchen Büchern aus Marketing-Sicht so ziemlich alles richtig gemacht: ein reisserisches Thema, eine klare Zielgruppe und mit wenig Aufwand die Werbung für dieses Büchlein eben sehr zielsicher gestreut. Insofern ist es ja eigentlich auch nur legitim, gerade zu Zeiten wie diese, eine neue Lesetour zu starten. Gratulation! Ehrlich!</p><p>Nun denn, die besagte Veranstaltung findet am Mittwoch, den 17.08.2011 um 18:00 Uhr im Hörsaal H2 der Uni Münster statt. Aufgrund der Einlassbeschränkungen wäre als Kleidungswahl wohl der schwarze Kapuzenpulli zu empfehlen. Auf der anderen Seite könnte das in der Masse vielleicht ein wenig  militant wirken &#8211; genau das stößt in den Kreisen der organisatoren ja so auf. Wie wäre es mit ein paar lockeren Hawaii-Hemden?</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-08-12/mal-wieder-falsch-verbunden-hawaii-hemden-statt-burschenband.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Ziviler Ungehorsam &#8211; von pauschalen Vorurteilen und pauschalen Rechtfertigungen</title><link>http://www.burschireader.de/2011-08-09/ziviler-ungehorsam-von-pauschalen-vorurteilen-und-pauschalen-rechtfertigungen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ziviler-ungehorsam-von-pauschalen-vorurteilen-und-pauschalen-rechtfertigungen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-08-09/ziviler-ungehorsam-von-pauschalen-vorurteilen-und-pauschalen-rechtfertigungen.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 09 Aug 2011 09:36:47 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[DB]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[DIE LINKE]]></category> <category><![CDATA[Nicole Gohlke]]></category> <category><![CDATA[Ziviler Ungehorsam]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1646</guid> <description><![CDATA[Dass einem das Wort gerne im Mund verdreht wird, das ist man als Korporierter ja irgendwie gewohnt. Dass sich aber nun die Kritiker selbst ihre Aussagen so zurechtlegen, wie sie es gerade brauchen, ist zwar auch nicht neu, aber zumindest ungewöhnlich &#8211; insbesondere dann, wenn es sich dabei um Bundestagsabgeordnete handelt. Nicole Gohlke, ihres Zeichens <a
href='http://www.burschireader.de/2011-08-09/ziviler-ungehorsam-von-pauschalen-vorurteilen-und-pauschalen-rechtfertigungen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Dass einem das Wort gerne im Mund verdreht wird, das ist man als Korporierter ja irgendwie gewohnt. Dass sich aber nun die Kritiker selbst ihre Aussagen so zurechtlegen, wie sie es gerade brauchen, ist zwar auch nicht neu, aber zumindest ungewöhnlich &#8211; insbesondere dann, wenn es sich dabei um <strong>Bundestagsabgeordnete</strong> handelt.</p><p><strong>Nicole Gohlke</strong>, ihres Zeichens Mitglied der Bundestagsfraktion <strong>DIE LINK</strong>E und Mitverfasserin einer <strong>kleinen Anfrage</strong> mit dem Titel &#8220;<strong><a
href="http://dokumente.linksfraktion.de/drucksachen/23063_1706562.pdf" target="_blank">Rassismus und rechtsextreme Tendenzen in der Deutschen Burschenschaft</a></strong>&#8220;, kommentiert die <a
href="http://dokumente.linksfraktion.de/drucksachen/23063_1706690.pdf" target="_blank">Antwort der Bundesregierung</a> eben darauf &#8211; und verzettelt sich dabei.<span
id="more-1646"></span></p><p>Die ursprüngliche Anfrage zielt auf die Vorgänge innerhalb der <strong>Deutschen Burschenschaft (DB)</strong> ab, die durch einen <strong>Spiegel-Artikel</strong> publik wurde, in dem ein Antrag zum diesjährigen Burschentag mit früheren <strong>Ariernachweisen</strong> verglichen wurde. Nachdem dieser Antrag öffentlich wurde, sind entsprechende Nachfragen irgendwie nicht verwunderlich, vielleicht sogar zu erwarten gewesen.</p><p>Die Abgeordnete Gohlke war aber mit der Antwort durch die Bundesregierung offenbar nicht zufrieden und wittert auf ihrer Webseite einen Skandal. So stellt sie die <strong>Bundesregierung</strong> per se an den Pranger &#8211; sind doch Mitglieder derselben selbst Mitglied der DB. Auch das war zu erwarten.</p><p>Die rechstextremem Vorwürfe werden nun aber nicht mehr nur der DB, sondern gleich &#8220;den Burschenschaften&#8221; generell gemacht. So also auch jenen, die einem ganz anderen oder gar keinem Dachverband angehören. So wird die Dame auf der eigenen Webseite wie folgt zitiert:</p><blockquote><p>Wirklich verwunderlich ist die Zurückhaltung der Bundesregierung natürlich nicht, die Bundesregierung hat sich bisher noch nie klar gegen die Burschenschaften positioniert. Egal welche Art von Diskurs dort geführt wurde &#8211; eine klare Abgrenzung hat es bislang nicht gegeben. Das fällt natürlich auch schwer, wenn eigene Parlamentarier aktive Mitglieder der Burschenschaften sind. Da gibt es wohl keine allzu großen Berührungsängste.<br
/> <em><span
style="font-size: x-small;">(Quelle: <a
href="http://www.nicole-gohlke.de/index.php/bundestag/initiativen/275-bundesregierung-verharmlost-rechtsextreme-tendenzen-bei-der-deutschen-burschenschaft">http://www.nicole-gohlke.de/index.php/bundestag/initiativen/275-bundesregierung-verharmlost-rechtsextreme-tendenzen-bei-der-deutschen-burschenschaft</a>, Zugriff am 09.08.2011)</span></em></p></blockquote><p>Es ist ja auch gut so, dass hier prinzipiell keine Berührungsängste herrschen. Offenheit ist einer der Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft. Burschenschaft ist nicht gleich Burschenschaft und vor allem ist etwas Burschenschaftliches noch lange nicht rechts. Aber was ist eigentlich mit all den anderen Verbindungen, die mit Burschenschaften bspw. im <strong><a
href="http://www.bdic.de/" target="_blank">BDIC</a></strong> vereint sind? Oder gar mit jenen, die komplett außerhalb eines Dachverbandes existieren? Die ursprüngliche Abgrenzung, um die man sich in der Anfrage zumindest bemüht hat, wirft Frau Gohlke komplett über Bord. Egal, die gleiche Logik vertreten ja auch die meisten der Verbindungsgegner auf der Straße, die aber über keinerlei Abgeordneten-Diäten verfügen.</p><p>Frau Gohlke hat aber noch mehr zu sagen:</p><blockquote><p>Völkischer Rassismus und antidemokratische Tendenzen dürfen wir weder an den Hochschulen noch auf öffentlichen Plätzen akzeptieren.<br
/> <span
style="font-size: x-small;"><em>(Quelle: <a
href="http://www.nicole-gohlke.de/index.php/bundestag/initiativen/275-bundesregierung-verharmlost-rechtsextreme-tendenzen-bei-der-deutschen-burschenschaft">http://www.nicole-gohlke.de/index.php/bundestag/initiativen/275-bundesregierung-verharmlost-rechtsextreme-tendenzen-bei-der-deutschen-burschenschaft</a>, Zugriff am 09.08.2011)</em></span></p></blockquote><p>Eine wunderbare Floskel, die man vollkommen unreflektiert im Grunde genommen immer wieder verwenden kann, gleichgültig, welcher politischen Richtung man selbst nun angehören mag oder welcher Umstand überhaupt im Hintergrund solcher Aussagen steht. Hier stimmen sicherlich die Mitglieder der gesamten Bundestagsfraktionen zu &#8211; aber eben auch sicherlich 99% &#8211; oder gar mehr &#8211; der Mitglieder des deutschen Verbindungswesens. Im Grunde braucht man für solcherlei Weisheiten noch nicht einmal einen bestimmten Grund &#8211; in manchen Kreisen und zu bestimmten Zeiten ziehen sie immer. Ich bedanke mich daher auch ganz persönlich bei der Frau Abgeordneten für diese unglaubliche Erkenntnis, die nun wohl auch sie erreicht hat &#8211; knapp zwei Jahre nach ihrer Wahl in den <strong>Deutschen Bundestag</strong>.</p><p>Zum Ende Ihres eigenen Zitats spricht sich Frau Gohlke dafür aus, Verbindungsgegnern quasi einen Persilschein für ihre kriminellen Aktionen auszustellen:</p><blockquote><p>Es wäre schön, wenn die Bundesregierung den bunten Protesten wenigstens keine Steine in den Weg legen würde und die Kriminalisierung von Aktionen zivilen Ungehorsams beendet würde.<br
/> <em><span
style="font-size: x-small;">(Quelle: <a
href="http://www.nicole-gohlke.de/index.php/bundestag/initiativen/275-bundesregierung-verharmlost-rechtsextreme-tendenzen-bei-der-deutschen-burschenschaft">http://www.nicole-gohlke.de/index.php/bundestag/initiativen/275-bundesregierung-verharmlost-rechtsextreme-tendenzen-bei-der-deutschen-burschenschaft</a>, Zugriff am 09.08.2011)</span></em></p></blockquote><p>Was soll das nun genau heißen? Dass man Protestaktionen in Deutschland jegliche Schranken nehmen sollte? Dass man Sachbeschädigungen bis Brandanschläge dulden soll? Gar Körperverletzungen? Wo endet der &#8220;zivile Ungehorsam&#8221;?</p><p>Ich finde es toll, was sich heute nicht alles mit &#8220;zivilem Ungehorsam&#8221; begründen lässt. Pauschale Verurteilungen erfordern eben auch pauschale Rechtfertigungen. Und mehr hat DIE LINKE, hier in Person von der Frau Abgeordneten Gohlke, auch nicht zu bieten.</p><p>Ganz persönlich halte ich die zunehmende Begründung des &#8220;zivilen Ungehorsams&#8221; für schlicht und ergreifend kriminelle Tatbestände für sehr bedenklich, wenn nicht gar gefährlich für unser Land und unsere Gesellschaft.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-08-09/ziviler-ungehorsam-von-pauschalen-vorurteilen-und-pauschalen-rechtfertigungen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Die DB und seine BG &#8211; wie deutscher Journalismus eine wichtige Debatte in den Dreck zieht</title><link>http://www.burschireader.de/2011-07-21/die-db-und-seine-bg-wie-deutscher-journalismus-eine-wichtige-debatte-in-den-dreck-zieht.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-db-und-seine-bg-wie-deutscher-journalismus-eine-wichtige-debatte-in-den-dreck-zieht</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-07-21/die-db-und-seine-bg-wie-deutscher-journalismus-eine-wichtige-debatte-in-den-dreck-zieht.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 21 Jul 2011 10:55:00 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Burschentage2011]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Ariernachweis]]></category> <category><![CDATA[BG]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaftliche Gemeinschaft]]></category> <category><![CDATA[BurschiLeaks]]></category> <category><![CDATA[DB]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Mitgliederzahlen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1608</guid> <description><![CDATA[In den vergangenen Wochen wurden immer wieder &#8216;brisante&#8217; Dokumente der Deutschen Burschenschaft (DB) auf den Seiten des Spiegels und bei Indymedia veröffentlicht. Nach Auffassung der &#8220;Burschi-Leaker&#8221; gelten diese u.a. als Beweis für langwierige umfassende rechtsextremistische Umtriebe in den Reihen des Dachverbands. Darüber hinaus werden die Sorgen um schwindende Mitgliederzahlen publik, was die DB angeblich in starke Bedrängnis brächte. Wenn <a
href='http://www.burschireader.de/2011-07-21/die-db-und-seine-bg-wie-deutscher-journalismus-eine-wichtige-debatte-in-den-dreck-zieht.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>In den vergangenen Wochen wurden immer wieder &#8216;brisante&#8217; Dokumente der <strong>Deutschen Burschenschaft (DB) </strong>auf den Seiten des <strong><a
href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,774524,00.html" target="_blank">Spiegels</a></strong> und bei <strong>Indymedia</strong> veröffentlicht. Nach Auffassung der &#8220;Burschi-Leaker&#8221; gelten diese u.a. als Beweis für langwierige umfassende rechtsextremistische Umtriebe in den Reihen des Dachverbands. Darüber hinaus werden die Sorgen um schwindende Mitgliederzahlen publik, was die DB angeblich in starke Bedrängnis brächte. Wenn man den mehr und weniger professionellen Journalisten und selbst ernannten Verbindungsexperten Glauben schenken mag, dann wären die Zustände schon so weit gediehen, dass die DB &#8211; und eigentlich das gesamte Verbindungswesen &#8211; kurz vor der Selbstauflösung stünde.<span
id="more-1608"></span></p><p><strong>Von der Stellung der DB in der Verbindungsszene</strong></p><p>Die DB ist ein Dachverband von vielen, wenn auch ein sehr großer. Es gibt rund 1.40o Studentenverbindung in unserem Land. Noch nicht einmal 100 Verbindungen aus Deutschland gehören der Deutschen Burschenschaft an. Das ist ein Anteil von ungefähr 7%. Allerdings gelten Burschenschaften fälschlicherweise als Sinnbild der deutschen Studentenverbindung.</p><p>Nicht jede Verbindung, die sich selbst <strong>Burschenschaft</strong> nennt, ist auch Mitglied dieses oder überhaupt eines Dachverbands. Einige Burschenschaften sind bspw. in der <strong>Neuen Deutschen Burschenschaft (NeueDB)</strong> (einer füheren Abspaltung der DB) oder im <strong>BDIC</strong> organisiert. Andere ziehen es vor, sich gar keinem Dachverband oder Kartell anzuschließen.</p><p>Würde man nun ernsthaft aufgrund des o.g. Anteils von 7% auf die gesamte Verbindungsszene schließen und das wiederum auf unser Land übertragen, dann wäre unsere Bundesrepublik gleichzeitig durchweg grün, konservativ, sozialdemokratisch, rechts, links, manchmal liberal, männlich weiblich, jung und alt. Dass das absurd ist, wird niemand bezweifeln. Warum nun für das Verbindungswesen aber andere Maßstäbe gelten sollen, bleibt mir ein Rätsel.</p><p>Selbst in einem Volk, das über 80 Millionen Menschen umfasst, wird es kaum DEN Durchschnittsbürger geben. Bei weit über 100.000 Verbindungsstudenten in über 1.000 Bünden ist das kaum anders. Es gibt nicht DEN Typus Verbindung, der als Bild des gesamten Verbindungswesens gelten kann. Der Pluralismus, den unser Land gerade auch ausmacht, der macht vor Studentenverbindungen nicht halt. </p><p><strong>Die BG in der DB</strong></p><p>Die DB an sich ist aber auch nicht wirklich das Problem der derzeitigen öffentlichen Diskussion, sondern eher deren Arbeitsgemeinschaft, die <strong>Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG)</strong>. Sie gilt als das politische Rechts-Außen der DB. Die BG setzt sich aus ca. 40 Verbindungen Deutschlands und Österreichs zusammen. Die Hälfte dieser Bünde kommen aus der BRD und gehören alle der DB an.</p><p>Man muss kein großer Rechner sein: Dies sind 20% der deutschen DB-Bünde und rund 1,4% der Verbindungen Deutschlands. Zweifelsohne ist die <strong>BG eine Strömung innerhalb der DB</strong>, die nicht ohne Einfluss  in &#8216;ihrem&#8217; Dachverband ist. Wirklich durchsetzen konnte sie sich bisher allerdings nie. Das ist meines Erachtens auch gut so. Nicht ganz zu unrecht zieht man mit einer Quote von 1,4% auch nicht in deutsche Landesparlamente oder den Bundestag ein.</p><p>Mit welcher Berechtigung nun aber immer wieder diese 1,4% als der o.g. beispielhafte &#8220;Typus Verbindung&#8221; herangezogen wird, kann ich beim besten Willen nicht verstehen.</p><p><strong>Die Selbstfindungsphase in der DB</strong></p><p>Zweifelsohne findet &#8211; auch wenn man von deren Seite kaum öffentlich darüber spricht &#8211; in der DB derzeit eine Phase der Selbstfindung statt. Alles andere würde mich wundern &#8211; um eine entsprechende Debaatte kommt man nach den vergangenen Wochen gar nicht herum. In dieser Situation allerdings nun eine Art Burschi-Leaks-Hetzjagd zu eröffnen, um dort die internen Zustände des Verbands zu diffarmieren, ist schlicht unangebracht und nicht hilfreich. Ich glaube, der Dachverband hat derzeit ganz andere Sorgen als schwindende Mitgliederzahlen.</p><p><strong>Was man sonst noch so ausgräbt und ausgraben kann</strong></p><p>Der Mitgliederschwund, mit dem man neuerdings die DB konfrontiert, ist aber auch wenig verwunderlich und war seit Jahren absehbar. Es ist nun etwas über 40 Jahre seit der deutschen Kulturrevolution der 1968er Bewegung her, in dem das Verbindungswesen aufs Gröbste und Dümmste diffarmiert wurde und seither  immernoch wird.</p><p>Die 1968er Bewegung war der Auslöser für den immensen Mitgliederschwund, den deutsche Verbindungen heute zu verarbeiten haben und verkraften müssen. Das liegt einfach an den seither gesunkenen Zahlen von Beitritten (auch aufgrund der Diffarmierungs-Kampagnen) und der Lebenserwartung der Bürger unseres Landes. Das wird in den kommenden Jahren viele Bünde noch sehr hart treffen. Um es einmal ganz trocken zu sagen: Die heutigen Alten Herren, die insbesondere vor 1968 ihren Bünden beigetreten sind, sterben weg. Das ist kein Geheimnis und tatsächlich ein Problem, mit dem nicht nur Studentenverbindungen zu kämpfen haben.</p><p>Mit der <strong>Ariernachweis</strong>-Debatte zum DB-Burschentag 2011 wurde ein sehr sensibles Thema in Bezug auf den Dachverband an die Öffentlichkeit getragen. Grundsätzlich halte ich das auch nicht für falsch, gerade dann, wenn das in einem Verband aufkommt, der sich zu einem nicht unerheblichen Teil seines Selbstverständnisses mit der Geschichte unseres Volkes befasst. Allerdings wünschte ich mir, dass man auch genau diese Debatte &#8211; sowohl DB-intern als auch öffentlich &#8211; sachlich diskutiert.</p><p>Was allerdings in den vergangenen Tagen durch die &#8220;Burschi-Leaks&#8221;-Aktionen losgetreten wurde, verkehrt diese wichtige Diskussion in eine dümmliche Schlammschlacht ohne Substanz.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-07-21/die-db-und-seine-bg-wie-deutscher-journalismus-eine-wichtige-debatte-in-den-dreck-zieht.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>a.i.d.a. &#8211; In Serie gegen das Verbindungswesen</title><link>http://www.burschireader.de/2011-07-07/a-i-d-a-in-serie-gegen-das-verbindungswesen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=a-i-d-a-in-serie-gegen-das-verbindungswesen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-07-07/a-i-d-a-in-serie-gegen-das-verbindungswesen.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 07 Jul 2011 05:41:23 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschi-Reader]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[a.i.d.a.]]></category> <category><![CDATA[BG]]></category> <category><![CDATA[BILD]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaftliche Gemeinschaft]]></category> <category><![CDATA[DB]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[München]]></category> <category><![CDATA[Satisfaktion]]></category> <category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category> <category><![CDATA[Tatort Münster]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1549</guid> <description><![CDATA[Am 16. Juli feiert die Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG) ihr 50-jähriges Bestehen in München. Die BG gilt als das &#8216;Rechtsaußen&#8217; deutscher und österreichscher Studentenverbindungen. Die meisten ihrer Mitgliedsbünde gehören auch der Deutschen Burschenschaft (DB) an. Für die antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München (a.i.d.a) ist das Anlass, nicht nur gegen die BG, sondern gegen das gesamte <a
href='http://www.burschireader.de/2011-07-07/a-i-d-a-in-serie-gegen-das-verbindungswesen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Am 16. Juli feiert die <strong>Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG)</strong> ihr 50-jähriges Bestehen in München. Die BG gilt als das &#8216;Rechtsaußen&#8217; deutscher und österreichscher Studentenverbindungen. Die meisten ihrer Mitgliedsbünde gehören auch der <strong>Deutschen Burschenschaft (DB)</strong> an. Für die <strong>antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München (a.i.d.a)</strong> ist das Anlass, nicht nur gegen die BG, sondern gegen das gesamte Verbindungswesen zu wettern. So widmet diese Organisation eine ganze Artikelserie der &#8216;Aufklärung&#8217; über die Verbindungsszene. Dabei feuert man allerdings gerne auch einmal am Thema vorbei.<span
id="more-1549"></span></p><p>Aus antifaschistischer Sicht versucht man sich in dem Artikel <strong><a
href="http://www.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2439:die-selbst-darstellung-der-burschenschaften-in-den-medien&amp;catid=137:allgemein&amp;Itemid=250" target="_blank">Die (Selbst-) Darstellung der Burschenschaften in den Medien</a></strong> der <strong>Wahrnehmung des Verbindungswesens über die Medien</strong> anzunehmen. Dabei beruft man sich u.a. auf den <strong>Münster-Tatort &#8216;Satisfaktion&#8217;</strong>: Der Pathologie Prof. Dr. Böhne (Jan Josef Liefers) wird hier von seiner Vergangenheit in einer schlagenden Verbindung eingeholt. Darüber hinaus werden zwei Berichterstattungen &#8211; eine aus der <strong>BILD-</strong>, eine andere aus der <strong>Süddeutschen Zeitung</strong> &#8211; begutachtet.</p><p>Beklagt wird, dass</p><blockquote><p>&#8220;in den Massenmedien [...] Studentenverbindung nicht häufig Thema [sind]. [...] Meist wird die Thematik nur sehr oberflächlich angekratzt, was auch für die kritische Berichterstattung gilt, wie z. B. kürzlich zum Burschentag der DB in Eisenach (Stichwort &#8220;Ariernachweis&#8221;).&#8221;<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://www.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2439:die-selbst-darstellung-der-burschenschaften-in-den-medien&amp;catid=137:allgemein&amp;Itemid=250" target="_blank">Die (Selbst-) Darstellung der Burschenschaften in den Medien</a>, Zugriff am 06.06.2011)</em></p></blockquote><p>Bis dahin kann ich noch nicht einmal großartig widersprechen kann. Die Damen und Herren von <strong>a.i.d.a.</strong> sind also offensichtlich der Meinung, dass man sich mit dem, was unsere deutschen Medien zum Verbindungswesen zu bieten haben, unmöglich eine halbwegs fundierte Meinung bilden kann. Sehr richtig!</p><p>Allerdings ist es auch nicht so, dass das Verbindungswesen nun den Durschnittsdeutschen so beschäftigen würde, wie bspw. die Angst um den eigenen Arbeitsplatz oder die Sorge um das Leben im hohen Alter. Das Verbindungswesen ist dahingehend nicht massenmedientauglich, als dass es die Headlines unserer Presse bestimmen könnte. Es ist aber erstaunlich, dass so mancher Verbindungsgegner glaubt, dass das Verbindungswesen den Nabel der Welt darstellen würde, man sich in der Verbindungsszene aber selbst gar nicht so wichtig nimmt. Auf der anderen Seite sollte es aber dennoch fundiertes Hintergrundmaterial zum Thema geben, wenn Verbindungen dann doch einmal &#8211; und manchmal vielleicht sogar zurecht &#8211; kritisch in den Medien auftauchen.</p><p><strong>Der Tatort Münster: Satisfaktion&#8230;</strong></p><p>Den Mitarbeitern von a.i.d.a. sei gesagt, das solche Krimis i.d.R. zu einem großen Teil aus <strong>Fiktion</strong> bestehen. Auch sei angemerkt, dass das exemplarische Wesen des Münster Bundes, eben nur ein Ausschnitt dessen ist, was das Verbindungswesen zu bieten hat. Es wird bemängelt, dass nur das <strong>rituelle Verbindungsleben</strong> dargestellt und die politische Ebene nahezu ausgeblendet würde. Warum sollte die Politik auch in das Zentrum des Tatorts gestellt werden, wenn sie gar keine Rolle für die erzählte Geschichte spielt? Diesen Film als Beispiel für die Darstellung des Verbindungswesens in Massenmedien heranzuziehen ist daher auch recht unglücklich, wenn man eben die politische Rolle solcher Bünde darstellen möchte.</p><p><strong>&#8230;und was die BILD-Zeitung daraus gemacht hat.</strong></p><p>Eigentlich geht es den Damen und Herren von a.i.d.a. aber auch nicht wirklich um den Tatort an sich, sondern darum, was die <strong>BILD-Zeitung</strong> im nachhinein daraus gemacht hat. Bei der Bewertung geht es allerdings recht wirr zu.</p><blockquote><p>In Bezug auf die Entstehung von Verbindungen folgt nach dem Hinweis auf die Revolution 1848 der Satz: &#8220;Alle Korporationen wurden unter den Nazis verboten.&#8221; Weitere Erklärungen oder Hinweise bleiben aus, z. B. dass ein Großteil als Kameradschaften im NS-Studentenbund weiter existierte und auch das 1945 tatsächlich und zwar durch die Alliierten erlassene Verbot überdauerte.<br
/> <em>(Quelle: ebd.) </em></p></blockquote><p>Zwar hat a.i.d.a. viele Quellen in ihrem Text angegeben, doch was in diesem Teil konkret ein &#8220;Großteil&#8221; sein soll, bleibt ungeklärt. Selbst mich würde belegtes Zahlenmaterial interessieren. Lesenswert ist der entsprechende <strong><a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kameradschaft_(Studentenverbindung)" target="_blank">Wikipedia-Artikel zu den studentischen Kameradschaften</a></strong>. Zahlen werden zwar auch dort nicht genannt, doch ist es interessant, dass die Kameradschaften keineswegs so gleichgeschaltet waren, wie es sich die Reichsführung vorgestellt hatte (siehe Abschnitt &#8220;<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kameradschaft_(Studentenverbindung)#Erfolgreiche_Unterwanderung" target="_blank">Erfolgreiche Unterwanderung</a>&#8220;).</p><p>Studentenverbindungen waren nach 1945 sicherlich nicht die wichtigsten Organisationen, die es zum Wideraufbau unseres Landes gebraucht hat, daher hat man sich natürlich nicht umgehend mit ihnen befasst. Doch gabe es schon 1948 erste Wiedergründungen im Verbindungswesen. Wenn man bedenkt, dass deutschen Städte teils völlig zerstört waren und das Land von Grund auf wieder aufgebaut werden musste, scheinen mir drei Jahre als sehr schnell. Viele Gesetzvorhaben brauchen heute, trotz Mittel modernster Kommunikation, weitaus länger. Im Übrigen wurde die Gründung einer jeden Organisation durch die Alliierten intensiv geprüft. Studentenverbindungen waren hier keine Ausnahme. Wertende Aussagen über den Verbotsverbleib solcher Bünde durch die Alliierten sind somit wirklich unsinnig.</p><blockquote><p>Beim Thema Alkoholkonsum wird ein Zwang negiert, was im Widerspruch zu vielen Trinkritualen der &#8220;Kneipe&#8221; und des &#8220;Kommers&#8221;, welche im sog. &#8220;Comment&#8221; festgelegt sind, steht.<br
/> <em>(Quelle: ebd.)</em></p></blockquote><p>Die einzelnen Bünde pflegen ihren <strong>Comment</strong> individuell. Nicht wenige Bünde erhalten Teile ihres Comments als Erinnerungswert, leben ihn aber nicht mehr unbedingt so, wie es dort geschrieben steht. In Zeiten strenger <strong>Promille-Grenzen</strong> dürfte es auch im Interesse einer jeden Verbindung sein, dass ihre Bundesbrüder sicher und MIT Führerschein nach Hause kommen.</p><p><strong>Frauen in Verbindungen</strong></p><p>Sehr verwirrend stellen die Damen und Herren von a.i.d.a die <strong>Aufnahmekritieren, insbesondere für Frauen</strong>, dar. Man beklagt die BILD-Aussage:</p><blockquote><p>Einige Korporationen nehmen auch Frauen auf, die meisten aber nur Männer.<br
/> <em>(Quelle: ebd.)</em></p></blockquote><p>Hierzu wird <strong>Frau Dr. Alexandra Kurth</strong> zitiert:</p><blockquote><p>Ein genauerer Blick auf die betreffenden Verbände zeigt, dass (…) nur etwa 116 tatsächlich potentiell Frauen aufnehmen, da es fast alle Verbände den Einzelverbindungen freistellen, über die Öffnung für Studentinnen zu entscheiden, womit der tatsächliche Anteil auf zirka elf Prozent sinkt. Zwar existiert keine Statistik, in die Mitgliederzahlen nach Geschlecht aufgeschlüsselt wären, der Frauenanteil in den betreffenden Verbindungen liegt jedoch weit unter 50 Prozent, so dass der Gesamtanteil von Verbindungsstudentinnen inklusive der seit den 1970er Jahren neu gegründeten 18 Damenverbindungen bei etwa einem bis fünf Prozent liegen dürfte.<br
/> <em>(Quelle: ebd.)</em></p></blockquote><p>Der Text von Frau Kurth stammt aus dem Jahr 2004. Seither gab es über 20 <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Damenverbindungen" target="_blank">Neugründungen reiner <strong>Damenbünde</strong></a>. Auch haben sich zahlreiche frühere reine Männerbünde für Frauen geöffnet. Derzeit sind es um die 120 Studentenverbindungen in der BRD, die sich sowohl für beide Geschlechter offen stehen. Dass hier natürlich aufgrund der Altersstrukturen ein gewaltiger Männerüberhang besteht, ist kaum verwunderlich. Interessant wäre hier der Blick auf die Aktivita der Bünde gewesen. Ich bin mir sicher, das die Quote hier anders aussieht. Aktuell sind die Angaben aus 2004 sicherlich nicht. Wer von sich selbst den Anspruch erhebt, das Verbindungswesen zu beobachten, der hätten solche Veränderungen bachten müssen.</p><p>Die Angaben von Frau Kurth haben ohnehin wenig mit der Aussage von BILD zu tun. Dennoch stellen die Damen und Herren von a.i.d.a. diese beiden Aussagen in einen Zusammenhang und beklagen:</p><blockquote><p>Die BILD-Zeitung versucht hier, die Realität zu verzerren und lässt z. B. außer Acht, dass Mitgliedsbünde in der DB nur deutschstämmige Männer mit Wehrdiensterfahrung annehmen.<br
/> <em>(Quelle: ebd.)</em></p></blockquote><p>Zur Klarstellung:</p><ul><li>BILD sagt, dass <strong>einige</strong> Korporationen (=Studentenverbindungen in ihrer Gesamtheit) Frauen aufnehmen;</li><li>Frau Kurth sagt, dass der <strong>Frauenanteil im Verbindungswesen</strong> (2004) bei 1-5% gelegen haben dürfte;</li><li>Die deutschen Bünde, die in der <strong>DB</strong> organisiert sind (ca. 95 von rund 1.400 Verbindungen in Deutschland, also <strong>weniger als 10% von Deutschlands Studentenverbindungen</strong>) nehmen keine Damen in ihren Reihen auf &#8211; alleine aus der DB heraus auf ein generelles Bild zu schließen ist schlicht falsch;</li><li>Wenn man Frau Kurths Angaben aus 2004 mit den Neugründungen einiger Damenbünde und der Öffnung bestehener Bünde für Frauen anreichert, dann sind wohl etwas über 10% der Verbindungen für Studentinnen offen. In einigen Jahrzehnten kann man dann darüber diskutieren, wie sich das Verhältnis der Geschlechter im Verbindungswesen entwickelt haben wird.</li></ul><p><strong>Selektive Wahrnehmung von Quellen</strong></p><p>Neben den auch sonst üblichen Klischees fällt aber auch, dass man die Kritik an der Kritik sehr selektiv bewertet. So heißt es, hinsichtlich der <strong>CDA-Studie zur &#8220;Gewalt gegen Verbindungen&#8221;</strong>:</p><blockquote><p>Verwiesen wird ferner auf Parolen im Internet, wie beispielsweise von der &#8220;Jugend Antifa Göttingen&#8221;, die auf ihrer Webseite angeblich &#8220;Burschenschaften abreißen!&#8221; fordere (13).<br
/> <em>(Quelle: ebd.)</em></p></blockquote><p>Bei der genannten <em>Quelle #13</em> steht schlicht und einfach:</p><blockquote><p>Aktuell ist dies nicht belegbar<br
/> <em>(Quelle: ebd.)</em></p></blockquote><p>Wie einfach das belegbar ist, zeigt die <strong><a
href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;rlz=1G1ACAW_DEDE381&amp;q=%22Burschenschaften+abrei%C3%9Fen%21%22&amp;oq=%22Burschenschaften+abrei%C3%9Fen%21%22&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=undefined&amp;gs_sm=e&amp;gs_upl=4095l10566l0l42l42l0l41l0l0l204l204l2-1l1" target="_blank">Google-Suche &#8220;Burschenschaften abreißen!&#8221;</a></strong>. Bereits an zweiter Stelle (Stand 04.07.2011) wird eben der <a
href="http://jugendantifagoettingen.blogsport.de/2009/03/15/180-menschen-protestieren-gegen-k-weissmann-und-burschenschaften/" target="_blank">entsprechende Artikel auf der Webseite der <strong>Jugend Antifa Göttingen</strong></a> angezeigt. Und dort heißt es ganz unten:</p><blockquote><p>Gegen Nationalisten, Sexisten und Rassisten konsequent vorgehen !<br
/> Burschenschaften abreißen !<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://jugendantifagoettingen.blogsport.de/2009/03/15/180-menschen-protestieren-gegen-k-weissmann-und-burschenschaften">http://jugendantifagoettingen.blogsport.de/2009/03/15/180-menschen-protestieren-gegen-k-weissmann-und-burschenschaften</a>, Zugriff am 05.07.2011)</em></p></blockquote><p>Der auffällige Rest des a.i.d.a.-Aufsatzes ist eine bloße <strong>Abrechnung mit einem Redakteur der Süddeutschen Zeitung</strong> und hat im Grunde nichts mit dem Verbindungswesen zu tun, und damit eigentlich auch nichts in einem kritischen Verbindungsartikel zu suchen.</p><p>Positiv kann ich dem Artikel abgewinnen, dass es einer der wenigen verbindungskritischen Artikel ist, der <em>überhaupt</em> Quellen angibt. Allerdings sind diese oft recht einseitig und willkürlich gewählt, der Umgang mit ihnen fragwürdig und selektiv. Bleibt am Ende also doch nur eine weitere Verbindungs-Hetzschrift und der Versuch der Demontage unliebsamer Redakteure großer deutscher Tageszeitungen. Mit Aufklärung o.ä. hat diese Serien aber recht wenig zu tun.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-07-07/a-i-d-a-in-serie-gegen-das-verbindungswesen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>campus:grün Köln: Von Sonderlingen, Rassisten und der Frage, die eigentlich keine ist</title><link>http://www.burschireader.de/2011-07-05/campusgrun-koln-von-sonderlingen-rassisten-und-der-frage-die-eigentlich-keine-ist.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=campusgrun-koln-von-sonderlingen-rassisten-und-der-frage-die-eigentlich-keine-ist</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-07-05/campusgrun-koln-von-sonderlingen-rassisten-und-der-frage-die-eigentlich-keine-ist.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 05 Jul 2011 05:29:11 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Alter Preslauer Burschenschaft der Raczeks Bonn]]></category> <category><![CDATA[campus:grün Köln]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Kölner Burschenschaft Germania]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1565</guid> <description><![CDATA[Nach Eisenach sahen sich viele Verbindungskritiker in ihrer Auffassung zum Verbindungswesen bestätigt. Unglaublich viel wurde gepostet, publiziert, aufgewärmt. Der &#8220;Ariernachweis&#8221; galt für einige lediglich als der Beweis für das, was sie eh schon wussten und so ergab sich eine wunderbare Gelegenheit, bestehende Vorurteile zu bekräftigen (so fach-falsch sie auch sein mögen) und Altes wieder anzuheizen. campus:grün in <a
href='http://www.burschireader.de/2011-07-05/campusgrun-koln-von-sonderlingen-rassisten-und-der-frage-die-eigentlich-keine-ist.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Nach <strong>Eisenach</strong> sahen sich viele <strong>Verbindungskritiker</strong> in ihrer Auffassung zum Verbindungswesen bestätigt. Unglaublich viel wurde gepostet, publiziert, aufgewärmt. Der &#8220;<strong>Ariernachweis</strong>&#8221; galt für einige lediglich als der Beweis für das, was sie eh schon wussten und so ergab sich eine wunderbare Gelegenheit, bestehende Vorurteile zu bekräftigen (so fach-falsch sie auch sein mögen) und Altes wieder anzuheizen. <strong>campus:grün in Köln</strong> fragt sich bspw. auf ihrer Webseite &#8221;<strong><a
href="http://www.campusgruen.uni-koeln.de/burschenschafter-harmlose-sonderlinge-oder-gefaehrliche-rassisten/" target="_blank">Burschenschafter – Harmlose Sonderlinge oder gefährliche Rassisten?</a></strong>&#8220;. Dass die Frage keine wirkliche ist, ist geschenkt.<span
id="more-1565"></span></p><p>Die<strong> grüne Kölner Studierendengruppe</strong> habe ich in der Vergangenheit bereits des öfteren auf dem <strong>Burschireader-Blog</strong> erwähnt. Der genannte Blog-Artikel zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass man versucht, die gängigen gepflegten Vorurteile durch Eisenach aufzuwerten. Einen wirklichen neuen Erkenntnisgewinn bringt der Artikel aber so gar nicht. Noch immer wirft man ein undifferenziertes Licht auf <strong>Burschenschaften</strong> &#8211; gleich, ob sie nun aus der DB kommen oder nicht. Die Frage nach, die der Blog-Eintrag aufwirft, ist rein rhetorischer Natur.</p><p><strong>Quasi gottgebene Vorurteile</strong></p><p>Man redet in vier einleitenden Absätzen vom &#8220;Spaß, sich mit einem Degen <strong>blutende Wunden</strong> ins Gesicht zu schlagen&#8221;, von <strong>Frauen als &#8220;Mitbringseln&#8221;</strong> oder von der viel zu überschätzten &#8220;<strong>Vetternwirtschaft</strong>&#8220; und krönt das Ganze mit Burschenschaftern die man als &#8220;<strong>engstirnige Fanatiker</strong>&#8221; sieht.</p><p>Unbelegt klingen solchen Aussagen immer ganz natürlich, schon beinahe gottgegeben - so vermeidet man die eigentliche Selbstverständlichkeit, solche, teils diffarmierenden, Aussagen belegen zu müssen. Jahrzehntelang gepflegte, unreflektierte Vorurteile spiegeln aber nicht immer die unabdingbare Realität wieder. Welche Einstellung man auch immer zum Mensurenschlagen haben mag: Wenn man es als quasi freudiges Ereignis unterstellt, andere zu verletzen und zu ihr Leben lang zu zeichnen, dann braucht man die restlichen Vorwürfe, die im selben Atemzug genannt werden, wohl kaum mehr kommentieren.</p><p>Immerhin hat man sich für die Damen in Vebindungskreisen, die man sonst als gerne &#8217;schmückendes Beiwerk&#8217; bezeichnet, etwas Neues einfallen lassen.</p><p><strong>Im Kampf gegen eine Burschenschaft, oder?</strong></p><p>Als Belege für die Behauptungen, wie &#8220;eine Vielzahl von Burschenschaften&#8221; in den Augen des (unbekannten) Verfassers sind, werden drei Umstände i.V.m. der <strong>Kölner Burschenschaft Germania</strong> angeführt:</p><ul><li>das Singen des <strong>Deutschlandlieds in allen Strophen</strong>;</li><li>deren Verbindung zur <strong>Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks</strong> aus Bonn, die am vergangenen Burschentag den Antrag auf Ausschluss einer Mannheimer Verbindung gestellt hat, da diese einen Sohn gebürtiger Chinesen aufgenommen hatte sowie</li><li>das <strong>Couleurfrühstück</strong> am 20. April, mit dessen Kritik sich die Hochschulgruppe schon in der Vergangenheit lächerlich gemacht hat;</li></ul><p><strong>Der seltsame Weg von differenzierten zum Schubladen-Denken</strong></p><p>Als <strong>Fazit</strong> werden zunächst &#8220;die genannten <em>[zwei!, Anm. Burschireader]</em> Burschenschaften&#8221; an den Pranger gestellt, dann vor den &#8220;Einstellungen vielen Burschenschaften&#8221; gewarnt und am Ende <strong>Burschenschaften</strong> generell als Gefahr &#8220;für das friedliche Zusammenleben an der Hochschule&#8221; dargestellt. Der nur allzu deutliche Weg, wie man aus der vermeindlichen Differenzierung der Aktivitäten eines einzelnen Bundes klassisches Schubladendenken erzeugt. Solches ist in der Tat gefährlich!</p><p>Mir persönlich scheinen die Damen und Herren von <strong>campus:grün in Köln</strong> vor allem ein Problem mit der <strong>Kölner B! Germania</strong> zu haben. Es ist ausschließlich immer wieder dieser eine Bund, den die politische Hochschulgruppe zu denuzieren versucht. Ehrlich wäre es, wenn man sich von deren Seite dann aber auch genauso äußern und nicht versuchen würde, klassisches Klischeedenken zum Verbindungswesen zu konstruieren. Gerade von einer Organisation, die sich den <strong>GRÜNEN</strong> verbunden fühlt, würde ich persönlich eigentlich etwas mehr Differenzierung und Toleranz erwarten.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-07-05/campusgrun-koln-von-sonderlingen-rassisten-und-der-frage-die-eigentlich-keine-ist.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Nichgeburtstag &#8211; Eine leider gängige Vorstellung vom Verbindungswesen</title><link>http://www.burschireader.de/2011-06-28/nichgeburtstag-eine-leider-gangige-vorstellung-vom-verbindungswesen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=nichgeburtstag-eine-leider-gangige-vorstellung-vom-verbindungswesen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-06-28/nichgeburtstag-eine-leider-gangige-vorstellung-vom-verbindungswesen.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 28 Jun 2011 08:14:22 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[DB]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[falsche Fakten]]></category> <category><![CDATA[Köln]]></category> <category><![CDATA[Kölner Burschenschaften]]></category> <category><![CDATA[Nichgeburtstag]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1509</guid> <description><![CDATA[Den meisten unserer Landsleute sind Studentenverbindungen recht egal. Man nimmt sie zur Kenntnis und lässt sie ziehen. Diejenigen, die sich aber zum Verbindungswesen doch eine Meinung bilden, tun dies nicht selten aufgrund von Halbwissen und Vorurteilen, welches man an verschiedenen Ecken aufgesammelt hat. Oftmals kommt dann so etwas heraus wie bei dem Blog Nichgeburtstag, der von <a
href='http://www.burschireader.de/2011-06-28/nichgeburtstag-eine-leider-gangige-vorstellung-vom-verbindungswesen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Den meisten unserer Landsleute sind <strong>Studentenverbindungen</strong> recht egal. Man nimmt sie zur Kenntnis und lässt sie ziehen. Diejenigen, die sich aber zum Verbindungswesen doch eine Meinung bilden, tun dies nicht selten aufgrund von Halbwissen und Vorurteilen, welches man an verschiedenen Ecken aufgesammelt hat. Oftmals kommt dann so etwas heraus wie bei dem Blog <strong><a
href="http://nichgeburtstag.de" target="_blank">Nichgeburtstag</a></strong>, der von zwei Kölner Journalistik-Studentinnen betrieben wird.<span
id="more-1509"></span></p><h4>Falsche Fakten</h4><p><strong><a
href="http://nichgeburtstag.de/2011/06/27/ehre-freiheit-vaterland/" target="_blank">Ehre, Freiheit, Vaterland</a></strong> ist der Blogartikel betitelt, der das Bild aufzeigt, das viele Verbindungskritiker aufgrund von falschen Fakten und kaum hinterfragten Vorurteilen vom Farbenstudententum haben. So kann sich die Autorin kaum vorstellen, dass</p><blockquote><p>(&#8230;) es aber in Deutschland im Jahr 2011 allein unter dem Dachverband Deutsche Burschenschaft 123 Mitgliedsvereinigungen gibt, kann man sich kaum vorstellen. In Köln gibt es die Germania, Wartburg, Ascania, Alemannia, Sugambria, Suevia und garantiert noch viele mehr.</p></blockquote><p>Auch ich kann mir das nicht vorstellen, weil das so auch einfach nicht stimmt. Rund 30 der 123 Bünde der <strong><a
href="http://www.burschenschaft.de" target="_blank">Deutschen Burschenschaft (DB)</a></strong> sind in Österreich zuhause, nicht in Deutschland. Von den genannten Kölner Burschenschaften sind gerade einmal drei im DB-Dachverband organisiert: <strong>Die Kölner Burschenschaften <a
title="Kölner B! Germania" href="http://www.germania-koeln.de" target="_blank">Germania</a>, <a
title="Kölner B! Alemannia" href="http://www.alemannia-koeln.de" target="_blank">Alemannia</a> und <a
title="Kölner B! Wartburg" href="http://www.kbwartburg.de" target="_blank">Wartburg</a>.</strong></p><p>Die <strong><a
href="http://www.ascania.org/cms/website.php" target="_blank">B! Ascania</a></strong> ist als nichtschlagender Bund sicherlich nicht in der DB Mitglied - sie setzt das schlagende Prinzip voraus. Die <strong><a
href="http://www.sugambria-koeln.de/" target="_blank">B! Sugambria</a></strong> (ebenfalls nicht-schlagend) ist im <strong><a
href="http://www.schwarzburgbund.de/" target="_blank">Schwarzburgbund </a></strong>organisiert und die <strong><a
href="http://www.burschenschaft-suevia-koeln.de/" target="_blank">Leipziger B! Suevia</a></strong> ist zwar schlagend, aber nicht in der DB, sondern in der <strong><a
href="http://www.neuedb.de" target="_blank">Neuen Deutschen Burschenschaft</a></strong> Mitglied.  Neben diesen sechs, gibt es rund 40 weitere aktive und inaktive Bünde verschiedenster Art in Köln. Die meisten der genannten Informationen sind recht einfach über die Webseite der DB oder über die gängigen <a
href="http://www.tramizu.de" target="_blank">Verbindungsverzeichnisse</a> zu recherchieren.</p><p>Ebenfalls wäre es ein Leichtes gewesen, die Umstände um den vergangenen diesjährigen <strong>Eisenacher Burschentag</strong> (der Mitgliesbünde der DB)  zu durchleuchten. So stand der Burschentag nicht unter dem Motto &#8220;Deutschland, Ehre, Vaterland&#8221;, wie es die Autorin beschreibt. Der Titel des Burschentags lautete &#8220;Mit vereinten Kräften&#8221;. &#8220;<strong>Ehre, Freiheit, Vaterland</strong>&#8221; ist der Wahlspruch der Deutschen Burschenschaft.</p><p>Weiter konstatiert die Blogschreiberin,</p><blockquote><p>&#8220;dass viele Burschenschaften unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen&#8221;.</p></blockquote><p>In den bisherigen, mir für 2010 bekannten <strong>Verfassungsschutzberichten</strong>, wird keine einzige Burschenschaft bzw. Studentenverbindung als beobachtet deklariert. Ich muss allerdings zugeben, dass mir bisher noch zwei oder drei der Berichte für das abgelaufene Kalenderjahr fehlen.</p><p>Auch waren es in der Vergangenheit immer nur vereinzelte Verbindungen, die in den Augenschein des <strong>Verfassungsschutzes</strong> geraten sind. In aller Regel werden sie aber auch nach ein oder zwei Berichtsjahren wieder aus den Berichten genommen, weil sich die Verdachtsmomente nicht bestätigen konnten, oder die Umstände einer etwaig ungesunden Rechtslastigkeit bereinigt wurden. Dass viele Burschenschaften beobachtet würden, gehört so in das Reich der Fabeln.</p><h4>Facetten deutscher Geschichte</h4><p>Eine falsche Faktengrundlage geht in diesem Blogartikel aber auch einher mit einer etwas <strong>kruden, aber gängigen Vorstellung deutscher Geschichte</strong>. Ich habe oft den Eindruck, man würde die Historie unseres Landes in zwei Teile spalten: Alles vor 1945 war Nazi, alles nach 1945 wäre das Jetzt (aber oft trotzdem Nazi).</p><blockquote><p>Dass das ganze mit seinen übertrieben vielen Deutschlandfahnen, dem Aufnahmeverbot für Immigranten und dem Duellieren irgendwie ganz schön an die Zeit vor 45 erinnert, ist den Burschenschaftlern selbst natürlich nicht bewusst.</p></blockquote><p>Die Geschichte unseres Landes hatte in den vergangenen 200 Jahren viele schöne, aber auch eben weniger schöne Facetten. Sicher waren aber die zwölf Jahre <strong>Nationalsozialismus</strong> zweifelsohne die dunkelsten Jahre Deutschlands. Duelle waren allerdings bereits 1933 aus der Mode &#8211; vor allem mit Hieb- bzw Stichwaffen. Was Fahnen und andere <strong>nationale Symbole</strong> betrifft, so sind wir wohl heute das weltweit verklemmteste Land der Welt. Lediglich im Sport zeigen wir stolz die farbigen Flaggen oder Schals unserer Lieblingsvereine.</p><p>Darüber hinaus fehlt der Autorin offenbar auch die Gabe, sich in die Umstände anderer Zeiten einzuleben. <strong>Immigration</strong> war &#8220;vor 1945&#8243; ein ganz anderes Thema, als zu unserer heutigen, mobilen Zeit. Ich wage zu bahaupten, dass es damals kaum, zumindest weitaus weniger Migration gab. D.h. Ausländer waren vor 100 Jahren noch viel fremder als sie es heute sind. Gehören Immigranten heute zum normalen Bild in Deutschlands Städten, waren sie vor gur 100 Jahren noch etwas ganz Besonderes und Exotisches.</p><h4>Namen Korporierter</h4><p>Gerne bringt man <strong>Namen</strong> mit ins Spiel, wenn es darum geht, das Verbindungswesen in irgendeiner Art und Weise zu begründen:</p><blockquote><p>Burschenschaften bringen immer wieder relativ namhafte Menschen hervor, auch wenn die meisten davon bereits ein paar hundert Jahre tot sind. Lebende Überbleibsel sind beispielsweise Kai Diekmann, Chefredakteur bei der Bild, und CSU-Mann Peter Ramsauer. Dass wahrscheinlich die Hälfte unserere Regierung und die meisten großen Wirtschaftsvorsitzenden Burschenschaften entspringen, ist nur so eine Vermutung. Aber wer einen Namen wie Guttenberg oder Bosch trägt, kam wohl während dem Studium nicht um Uniform</p></blockquote><p>Dass die Blogautorin die Begrifflichkeiten Burschenschaft und Studentenverbindung durcheinander wirbelt, ist im ganze Text recht offensichtlich. Ich frage mich allerdings, warum hier immer nur die üblichen Namen Korporierter genannt werden. Warum nicht einmal &#8211; ganz aktuell &#8211; der <strong>grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann aus Baden-Württemberg</strong>, der als Student in der <strong><a
href="http://www.carolingia-hohenheim.de/" target="_blank">Katholischen Studentenverbindung Carolingia zu Hohenheim</a></strong> (organisiert im <strong><a
href="http://www.cartellverband.de/" target="_blank">CV</a></strong>) aktiv war. Warum nicht auch einmal einer der großen Begründer linker Politik, <strong>Karl Marx</strong> oder einer der SPD-Gründungsväter <strong>Ferdinand Lassalle</strong>?!</p><h4>Saufen und Uniformierung</h4><p>So ganz unreflektiert, wie man anfänglich meinen könnte, ist die Dame allerdings nicht:</p><blockquote><p>Dass es auch irgendwie ganz cool sein kann, will ich gar nicht ausschließen. Nicht alle Burschenschaften müssen unbedingt super rechts geprägt sein. Manche knallen sich auch einfach jeden Abend heftig den Kopf weg und spielen komische Verkleidungsspiele. Aber ist das geil?</p></blockquote><p>Ich bin immerhin schon einmal dankbar für den Erkenntnisgewinn, dass nicht alle Burschenschaften &#8220;super rechts&#8221; geprägt sein müssen. Ich hoffe aber, dass das lt. der Autorin auch anderen Formen des Verbindungswesens mit einschließt.</p><p>Mit einer geltenden 0,3-Promille-Grenze ist ein <strong>tägliches Abendbesäufnis</strong> nur schwerlich machbar. Sicherlich trinken solche Farbenstudenten, die bspw. auf dem Haus ihrer Verbindung oder in der Nachbarschaft derselben wohnen, gernen öfter einen über den Durst. In Gesellschaft trinkt man eben doch öfter, das will ich an dieser Stelle gar nicht verhehlen. Warum sollte das bei Korporierten auch anders, als beim Rest der Welt? Jedoch gibt es auch zahlreiche <strong>Farbenstudenten</strong>, die eben nicht auf dem Haus Ihres Bundes leben und daher nicht maßlos saufen könnten, selbst wenn sie es denn wollten. Prinzipiell wird bei Verbindungen aber nicht mehr &#8220;gesoffen&#8221; als anderswo.</p><p>Ob das Verbindungsleben für einen &#8220;cool&#8221; ist oder gar &#8220;geil&#8221;, das sei jedem Korporiertem selbst überlassen. Ich habe mir sagen lassen, dass es zwei Kölner Journalistik-Studentinnen cool und geil finden, einen Blog zu betreiben. Andere engagieren sich bei den  Freimaurern, dem Fußballverbein, dem Schachclub oder organisieren bei den Rotariern Spendenaktionen. Ich glaube, die kann man alle leben lassen. Bislang konnte es mir allerdings noch niemand erklären, warum es zweifelhaft sein soll, wenn man sich ausgerechnet in einer Verbindung das <strong>Trikot</strong>&#8230; Entschuldigung!&#8230; das Band überstreift. Das farbige Band oder der Wichs sind <strong>Erkennungsmerkmale</strong>, wie man sie bei jedem Sport und zunehmend sogar in Unternehmen entdecken kann. Nichts Außergwöhnliches also.</p><h4>Fazit</h4><p>Ich unterstelle der Autorin noch nicht einmal eine große Feindseligkeit oder Boshaftigkeit  gegenüber dem Verbindungswesen, dafür versucht sie sich zu sehr darin, zu differenzieren. Die Glaubürdigkeit sinkt jedoch für den versierten Leser aufgrund der falschen Fakten, von der die Schreiberin ausgeht.</p><p>Leider ist es aber auch genau dieses falsche Bild, das über das Verbindungswesen oftmals kursiert. Ich will die Autorin dafür auch gar nicht an den Pranger stellen. Im Gegenteil, bin ich sogar irgendwie dankbar dafür, dass sie dieses gängig-falsche Bild so treffend beschrieben hat. Ich würde ihr jedoch vorschlagen, einmal das eine oder andere Verbindungsheim zu besuchen. Ich glaube, der sachliche und persönliche Erkenntnisgewinn wären immens. Mich würde ernsthaft interessieren, was die Dame nach solchen Besuchen zu schreiben hätte.</p><p><em>Die genannten Zitate beziehen sich auf den Blogartikel unter der URL <a
href="http://nichgeburtstag.de/2011/06/27/ehre-freiheit-vaterland">http://nichgeburtstag.de/2011/06/27/ehre-freiheit-vaterland</a> (Zugriff am 27.06.2011)</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-06-28/nichgeburtstag-eine-leider-gangige-vorstellung-vom-verbindungswesen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>12</slash:comments> </item> <item><title>Stellungnahme der B! Germania zum Kölner Couleurfrühstück</title><link>http://www.burschireader.de/2011-06-27/stellungnahme-der-b-germania-zum-kolner-couleurfruhstuck.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=stellungnahme-der-b-germania-zum-kolner-couleurfruhstuck</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-06-27/stellungnahme-der-b-germania-zum-kolner-couleurfruhstuck.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 27 Jun 2011 05:36:31 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Vorfälle]]></category> <category><![CDATA[AStA / Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[B! Germania Köln]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Couleur-Frühstück]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Uni Köln]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1446</guid> <description><![CDATA[In bester Erinnerung dürfte so mancher noch das Couleurfrühstück haben, welches die Kölner Burschenschaft Germania am 20. April 2011 veranstaltet hat. Bei politisch vor allem links-orientierten Hochschulgruppen war die Empörung groß, dass ausgerechnet eine Burschenschaft und ausgerechnet an diesem Datum zu einer Veranstaltung einläd. Das Bild der Rechtslastigkeit konnte auf diese Weise wunderbar konstruiert werden. <a
href='http://www.burschireader.de/2011-06-27/stellungnahme-der-b-germania-zum-kolner-couleurfruhstuck.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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id="more-1446"></span></p><p>Im Folgenden eine Stellungnahme des Kölner Bundes zu seiner Veranstaltung:</p><blockquote><p><em>Der Konvent der Kölner Burschenschaft Germania hat folgende Stellungnahme zu den Ereignissen rund um das Couleurfrühstück im E- Raum der Universität zu Köln vom 20.April 2011 beschlossen:</em></p><p><em>Die Kölner Burschenschaft Germania zeigt sich entsetzt hinsichtlich der Umgangsformen und Praktiken, die von der Gegnerschaft unseres Bundes in Zusammenhang mit dem Couleurfrühstück am 20.April dieses Jahres gezeigt wurden.</em></p><p><em>Es war der Wunsch unserer Verbindung, wie zu Beginn eines jeden Semesters, mit unseren Kommilitonen in freundlichen Kontakt zu treten. Diese Veranstaltungen haben und hatten keinerlei politischen Anspruch.</em></p><p><em>Die hemmungslose Brutalität, die sich in Beleidigungen und körperlichen Übergriffen gegenüber den Vertretern unseres Bundes zeigte, lässt uns erkennen, wie tief das Niveau der Auseinandersetzung mit Meinungen und Zusammenschlüssen jenseits der Vorgaben einiger politischer Organisationen gesunken ist. Hier zeigt sich auch erneut, wie verlogen diese Feinde geistiger Freiheit mit Begriffen wie „Toleranz“ oder „Gewaltfreiheit“ umgehen.</em></p><p><em>Neben der Hoffnung auf strafrechtliche Ahndung der dokumentierten Übergriffe, kann uns die Erkenntnis trösten, dass die Gegnerschaft unseres Bundes ihre Unfähigkeit zu zivilisiertem Diskurs und ihre menschenfeindliche Grundhaltung wohl kaum besser der Öffentlichkeit präsentieren konnte.</em></p><p><em>Im Rahmen der medialen Berichterstattung über das Couleurfrühstück wird gelegentlich auf die Bedeutung des Datums als Geburtstag Adolf Hitlers hingewiesen.</em></p><p><em>Unsere Auswahl des 20. April diesen Jahres stand mit diesem Ereignis in keinem Zusammenhang. Während der Vorbereitung dieser Veranstaltung wurde auf dem Konvent die historische Bedeutung, die einige informierte Menschen diesem Datum beimessen könnten, zur Sprache gebracht. Da aber von den Beteiligten selbst nur die wenigsten um diesen Umstand wussten, gingen wir davon aus, dass in der breiten Öffentlichkeit damit ebenso wenig zu rechnen sei und daher kein falscher Eindruck zu befürchten wäre. Die Gefahr, dass missgünstige Zeitgenossen bewusst einen falschen Zusammenhang herstellen würden, war uns bewusst; wir hielten diese Befürchtung aber für übertrieben. Bei eventuellen persönlichen Gesprächen hätte man diese Thematik direkt dazu verwenden können, die historische Rolle der Burschenschaften als Verteidiger von Freiheitsrechten und ihre Oppositionsrolle gegenüber staatlicher Unterdrückung und Willkür hervorzuheben.</em></p><p><em>Vor allem aber ist es uns zuwider, unsere Planungen nach den Daten historischer Ereignisse auszurichten, deren Rezeption bei zweifelhaften Organisationen als Anknüpfungspunkt für Unterstellungen und irrationale Agitation benutzt werden könnte.</em></p><p><em>Gleichwohl sehen wir auf Grund der uns zuteil gewordenen Aufmerksamkeit die Gelegenheit, unseren Standpunkt zum Thema Nationalsozialismus darzulegen und die Grundsätze unserer politischen Aktivitäten kurz zu erläutern, um so weiteren Anfeindungen entgegenzutreten und Vorurteile auszuräumen.</em></p><p><em>Die Kölner Burschenschaft Germania sieht, wie auch ihr Dachverband &#8211; die Deutsche Burschenschaft &#8211; den Nationalsozialismus als unvereinbar mit den burschenschaftlichen Leitgedanken an und lehnt ihn vollständig ab. Wir betrachten diese politische Entwicklung als den schlimmsten Irrweg, der im Laufe der jahrtausendealten, deutschen Geschichte, beschritten wurde.</em></p><p><em>Auch wenn wir uns keineswegs dem Mitgefühl für die Opfer dieses furchtbaren Regimes verschließen, stellt die explizite Beschäftigung mit dieser Epoche einen weniger bedeutsamen Punkt in unseren Aktivitäten dar.</em></p><p><em>Wir vermitteln unseren Mitgliedern im Rahmen der politischen und historischen Schulung, die jedem neu aufgenommenen Bundesbruder zuteil wird, die genannten Grundsätze und erwarten, dass er sie anerkennt.</em></p><p><em>Das Hauptaugenmerk der Burschenschaften liegt dabei auf der Vermittlung der zeitlosen Werte, die ihr seit ihrer frühen, organisatorischen Manifestierung im Jahre 1815 zugrunde liegen: Das Streben nach einem in Freiheit geeinten Vaterland unter maßgeblicher Berücksichtigung der individuellen Freiheit und Grundrechte eines jeden einzelnen Bürgers.</em></p><p><em>Unser Ehrbegriff gebietet es uns, jedem Menschen, unabhängig von seinem ethnischen Hintergrund und seiner politischen Orientierung, aufgeschlossen und mitfühlend gegenüberzutreten, seine Würde und Grundrechte zu achten.</em></p><p><em>Selbstredend erwarten auch wir eine gleiche Behandlung durch unsere Mitmenschen.</em></p><p><em>Bezüglich der Vermittlung gesellschaftlicher Themen, kommt man nicht umhin, anzuerkennen, dass die frei verfügbare Zeit eines Studenten im einundzwanzigsten Jahrhundert sehr begrenzt ist. Das Interesse unserer Bundesbrüder an Politik ist stark variabel, von pflichtbewusster Beschäftigung im Rahmen unserer Bildungsveranstaltungen bis hin zu intensiver privater und fachlicher Auseinandersetzung, mit teils hochspeziellen, gesellschaftlichen, historischen, volkswirtschaftlichen und philosophischen Themen, sind hier alle Abstufungen vertreten.</em></p><p><em>Um unter diesen Voraussetzungen einen verbindlichen Kanon historischen Grundwissens sicherzustellen, sind wir gezwungen bestimmte Themenbereiche, die für unser Selbstverständnis determinierend sind, vorrangig zu behandeln. Das Thema „Nationalsozialismus“ wird hier unter den beschriebenen Vorzeichen abgehandelt; darüber hinaus ist es für uns als aufgeklärte Patrioten, in einer sich rasch ändernden Zeit, von untergeordneter Bedeutung.</em></p><p><em>Insbesondere steht hier nicht die Beschäftigung mit den Geburtsdaten von Personen im Vordergrund, deren Beitrag zur Geschichte uns abstößt. Wenn man sich gezwungen sieht, dem Datum, zu dem unser Couleurfrühstück stattfand, gewaltsam irgendeine Bedeutung aufzupressen, dann ist dies die einzig relevante Aussage.</em></p><p><em>Als kleinen Exkurs für den Leser, der keine Vorkenntnis von den Ursprüngen und Leitgedanken des politischen Coleurstudententums besitzt: Das Verbindungsstudententum hat seine Ursprünge im frühen Mittelalter und gewann politische Relevanz im Zuge der Befreiungskriege gegen Napoleon, an denen sich zahlreiche Studenten beteiligten. Die historischen Ereignisse, in deren Zuge die gesellschaftliche Bedeutung der Burschenschaft am deutlichsten zutage trat, waren aber zweifelsohne das Wartburgfest, die oberflächlich erfolglosen, bürgerlichen Revolutionsversuche 1848 und die Bildung des Paulskirchenparlaments.</em></p><p><em>Man darf nicht übersehen, welche Impedanz die burschenschaftlichen Ziele und der historische Nachhall dieser Taten unserer Vorgänger bis heute haben, ihr prägender Charakter zeigt sich in der Weimarer Verfassung ebenso wie im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.</em></p><p><em>Das Bewusstsein für diese prägenden Momente deutscher Geschichte wach zu halten und die zeitlosen Werte, deren Durchsetzung hier von der Burschenschaft angestrebt wurde, dieses Vermächtnis stellt den Kernbestandteil unserer gesellschaftlichen Arbeit dar.</em></p><p><em> </em></p><p><em>Darüber hinaus sind wir nicht in der Situation, uns für unseren politischen Kurs rechtfertigen zu müssen. Die Kölner Burschenschaft Germania vermittelt ihren Mitgliedern und allen interessierten Personen, in vorbildlicher Weise, ein gesundes, deutsches Kulturverständnis und einen differenzierten Zugang zu aktuellen gesellschaftlichen Themen.</em></p><p><em>Neben lebhafter, interner Auseinandersetzung über diese Sachverhalte, organisieren wir Vorträge und Diskussionsveranstaltungen, mit hochkarätigen Referenten und bedeutenden Persönlichkeiten der Kölner Universität, zu denen jeder Interessent herzlich willkommen ist.</em></p><p><em>So streben wir an, unseren Bundesbrüdern die Teilnahme an einer schnelllebigen, von Globalisierung, Vernetzung und Flexibilisierung aller Lebensumstände gekennzeichneten Welt positiv gegenüberzutreten, wobei sie ihre kulturelle Identität als stetigen Ruhepol und persönliche Bereicherung erleben.</em></p><p><em>In Zeiten, in denen eine allgemeine Politikverdrossenheit der Jugend beklagt wird, stellt die Kölner Burschenschaft Germania ein schillerndes Gegenbeispiel dar. Das freiwillige Engagement für einen aufgeklärten Patriotismus und zivile Grundrechte, wie man es hier findet, ist als vorbildlich anzusehen.</em></p><p><em>Wir hoffen, mit dieser Erklärung alle Missverständnisse um den Zweck (und das Datum) unseres Coleurfrühstücks ausgeräumt zu haben und wünschen uns, dass unsere berechtigte Klage um den schäbigen und kriminellen Umgang mit unseren Repräsentanten, eine angemessene Ächtung seitens des Lesers erfährt.</em></p></blockquote><p>Die Stellungnahme gibt es hier zum Downlaod: <a
title="Stellungnahme_20 April_Germania_Köln" href="http://www.burschireader.de/wp-content/uploads/2011/06/Stellungnahme_20-April_Germania_Köln.pdf" target="_blank">Stellungnahme_20 April_Germania_Köln</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-06-27/stellungnahme-der-b-germania-zum-kolner-couleurfruhstuck.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Der Burschentag in Eisenach und die künftige Positionierung der DB</title><link>http://www.burschireader.de/2011-06-23/der-burschentag-in-eisenach-und-die-kunftige-positionierung-der-db.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-burschentag-in-eisenach-und-die-kunftige-positionierung-der-db</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-06-23/der-burschentag-in-eisenach-und-die-kunftige-positionierung-der-db.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 23 Jun 2011 20:33:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Burschentage2011]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorfälle]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Ariernachweis]]></category> <category><![CDATA[Burschentag2011]]></category> <category><![CDATA[DB]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Eisenach]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1498</guid> <description><![CDATA[Der vergangene Burschentag der Deutschen Burschenschaft wird wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Der Artikel von SpiegelOnline, der die Diskussion um eine Art &#8220;Ariernachweis&#8221; für DB-Bünde aufgeworfen hat, wurde zwischenzeitlich über 21.600 mal auf Facebook geteilt. Und immernoch wird er hier und da getwittert oder anderweitig verbreitet. Auch wenn die entsprechenden Anträge auf dem Burschentag <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Der vergangene <strong>Burschentag der Deutschen Burschenschaft</strong> wird wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Der Artikel von SpiegelOnline, der die Diskussion um eine Art &#8220;<strong>Ariernachweis</strong>&#8221; für DB-Bünde aufgeworfen hat, wurde zwischenzeitlich <strong>über 21.600 mal auf Facebook geteilt</strong>. Und immernoch wird er hier und da getwittert oder anderweitig verbreitet. Auch wenn die entsprechenden Anträge auf dem Burschentag zurück gezogen und weitaus liberalere Beschlüsse gefasst wurden, reisst die Diskussion hierüber nur langsam ab bzw. wird künstlich am Leben erhalten.<span
id="more-1498"></span></p><p>Die herrschende Meinung, sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Verbindungswesen selbst, ist hinlänglich bekannt. Es liegt nun vor allen an der <strong>DB</strong>, sich in den kommenden Wochen, Monaten oder gar Jahren zu positionieren. Ob die DB als gesamter <strong>Dachverband</strong> in irgendeine Richtung rücken oder sich gar spalten wird, das steht in den Sternen.</p><p>Sowohl im Verbindungswesen, als auch natürlich in der Öffentlichkeit, wird man die Vorgänge in der DB verfolgen. Auch auf diesem Blog werde ich sicherlich bei entsprechender Gelegenheit wieder auf das Thema zu sprechen kommen. Im Augenblick sehe ich es persönlich aber zunächst einmal an der DB, respektive an seinen Mitgliedsbünden, die gemeinsame Richtung für den Dachverband zu definieren bzw. einzuschlagen. Jegliche Einmischung von extern sehe ich kontraproduktiv. Die Herren Farbenbrüder selbst müssen Farbe bekennen.</p><p>Insbesondere im Verlauf der letzten Tage hat sich gezeigt, dass es in der DB höchst unterschiedliche Strömungen gibt. Es wäre daher auch an dieser Stelle falsch, die Mitgliedsbünde der DB gesamt über einen Kamm zu scheren und zu verurteilen. Die DB wird sich aber künftig verstärkt an den Fakten messen lassen müssen, die sie selbst als Verband schafft.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-06-23/der-burschentag-in-eisenach-und-die-kunftige-positionierung-der-db.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>(ruhrbarone.de) Der Korporierte Arnd Reinhardt im Interview: Ich war fassungslos und geschockt!</title><link>http://www.burschireader.de/2011-06-21/ruhrbarone-de-der-korporierte-arnd-reinhardt-im-interview-ich-war-fassungslos-und-geschockt.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ruhrbarone-de-der-korporierte-arnd-reinhardt-im-interview-ich-war-fassungslos-und-geschockt</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-06-21/ruhrbarone-de-der-korporierte-arnd-reinhardt-im-interview-ich-war-fassungslos-und-geschockt.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 21 Jun 2011 10:36:00 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschentage2011]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Arnd Reinhardt]]></category> <category><![CDATA[Burschentag2011]]></category> <category><![CDATA[Eisenach]]></category> <category><![CDATA[Interview]]></category> <category><![CDATA[ruhrbarone]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1484</guid> <description><![CDATA[Der Farbenbruder Arnd Reinhardt erzählt im Interview mit www.ruhrbarone.de über seine Aktivitäten in zwei Studentenverbindundungen und seine Ansichten rund um den Eisenacher Burschentag 2011: http://www.ruhrbarone.de/burschenschaften-ich-war-fassungslos-und-geschockt]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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href="http://www.ruhrbarone.de">www.ruhrbarone.de</a> über seine Aktivitäten in zwei Studentenverbindundungen und seine Ansichten rund um den <strong>Eisenacher Burschentag 2011</strong>:</p><p><a
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isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1453</guid> <description><![CDATA[Gestern war einer der Tage, an dem sich von einem Moment zum anderen vieles Grundsätzliches ändert. SpiegelOnline hat gestern getitelt, dass Burschenschafter über &#8220;Ariernachweise&#8221; streiten. Die Reaktionen auf diesen Artikel glichen förmlich einem Tsunami, der die Verbindungsszene überrollt hat. Vor allem stößt ein internes Gutachten der Deutschen Burschenschaft (DB) auf, nach welchem ein Bewerber für <a
href='http://www.burschireader.de/2011-06-17/der-deutschen-burschenschaft-den-spiegel-vorgehalten.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Gestern war einer der Tage, an dem sich von einem Moment zum anderen vieles Grundsätzliches ändert. <strong>SpiegelOnline</strong> hat gestern getitelt, dass <strong><a
href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,767788,00.html" target="_blank">Burschenschafter über &#8220;Ariernachweise&#8221; streiten</a></strong>. Die Reaktionen auf diesen Artikel glichen förmlich einem Tsunami, der die Verbindungsszene überrollt hat. Vor allem stößt ein internes <strong>Gutachten der Deutschen Burschenschaft (DB)</strong> auf, nach welchem ein Bewerber für eine DB-Bund Kriterien erfüllen soll, die tatsächlich stark an die Regelungen Ariernachweise der Nationalsozialisten erinnern.<span
id="more-1453"></span></p><p>Stein des Anstoßes ist die <strong>Aufnahme eines Deutschen chinesischer Herkunft</strong> durch einen Mitgliedsbund der Deutschen Burschenschaft. Der junge Mann hat einen deutschen Pass, hat bei der Bundeswehr gedient, bekennt sich zu Deutschland als seinem Vaterland und ist damit wahrscheinlich patriotischer und deutscher als die meisten unserer Landsleute. Dies macht ihn aber in den Augen einiger DB&#8217;ler nicht gut genug für die Deutsche Burschenschaft. Die <strong>Braunschweiger B! Germania</strong> nahm dies offenbar zum Anlass, ein Gutachten vom DB-internen <strong>Rechtsausschuss</strong> erstellen zu lassen, die diesen Fall hat bewerten sollen. Der Spiegel-Artikel zitiert daraus:</p><blockquote><p>Eine Überprüfung [des Bewerbers, Anm. Burschireader] hat in folgenden Fällen zu erfolgen:<br
/> 1. Bei einem Bewerber, der nicht dem deutschen Volk angehört.<br
/> 2. Bei einem Bewerber, dessen Eltern nicht beide dem deutschen Volk angehören.<br
/> 3. Bei einem Bewerber, dessen Eltern zwar deutsche Volksangehörige sind, der selbst aber einem anderen Volk angehört.</p></blockquote><p>Zwar steht ein Antrag der <strong>B! Hilaritas Stuttgart AHV</strong> im Raum, dieses Gutachten aufzuheben, doch wird dafür eine 3/4-Mehrheit benötigt.</p><p>Unterdessen forderte aber die <strong>Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn</strong> in einem zwischenzeitlich zurück gezognenen Antrag den Ausschluss der <strong>Mannheimer Hansea</strong> aus der Deutschen Burschenschaft (siehe Antrag 10.8 der Tagungsunterlagen):</p><blockquote><p>Es ist nicht ausreichend, dass der genannte Verbandsbruder sich subjektiv dem deutschen Volke zugehörig fühlt. Besonders in Zeiten fortschreitender Überfremdung ist es nicht hinnehmbar, dass Menschen, welche nicht von deutschem Stamme sind, in die Deutsche Burschenschaft aufgenommen werden. Der Burschentag kann und soll der Burschenschaft Hansea nicht gebieten, das bundesbrüderliche Verhältnis zu ihrem Bundesbruder zu lösen, sieht jedoch einen künftigen gemeinsamen Weg in der Deutschen Burschenschaft mit der Burschenschaft Hansea im Sinne gemeinsamer burschenschaftlicher Zielverfolgung als nicht möglich an.</p></blockquote><p>Auch weitere Anträge befassen sich mit den Aufnahmekriterien, die die DB an seine Mitgliedsbünde ausgeben soll. So fordern die beiden <strong>Stuttgarter Burschenschaften Hilaritas (AHV) und Alemannia (AHV)</strong>, die Aufnahmekritieren in <strong>Artikel 9 der Verfassung der Deutschen Burschenschaft</strong> klar zu definieren (siehe Antrag 10.5 der Tagungsunterlagen). Zumindest diesen Antrag erachte ich zu diesem Zeitpunkt noch als vorsichtig positiv, könnte der Kerngedanke des Antrags aus der Ablehnung des Rechtsgutachtens (siehe oben) erkennbar sein.</p><p>Die Empörung der Öffentlichkeit - und auch  innerhalb des Verbindungswesens - ist groß, berechtigt und verständlich. Davon abgesehen, dass das genannte Rechtsgutachten eine <strong>mangelnde Sensibilität im Umgang mit der Geschichte</strong> unseres Landes offenbart, ist es im Jahr 2011 alles andere als zeitgemäß.</p><p><em>In diesem Zusammenhang: Die <strong>Tagungsunterlagen</strong> wurden zwischenzeitlich bei <a
href="http://www.dereferer.com/?https://at.indymedia.org/node/20761" target="_blank">Indymedia</a> veröffentlicht. Auch wenn ich kein Freund dieser Webseite bin und ich solches &#8220;Leaking&#8221; nicht unterstütze, stehen die Unterlagen dennoch seither dort der Öffentlichkeit als Download zur Verfügung und sind damit natürlich Teil der öffentlichen Diskussion.</em></p><p><strong>Die Deutsche Burschenschaft und ihre Stellung in der Verbindungsszene</strong></p><p>Bei aller <strong>berechtigten Kritik</strong> darf eines aber nicht vergessen werden: Die Deutsche Burschenschaft vertritt gerade einmal rund 100 deutsche (!) Verbindungen mit schätzungsweise 1o.000 Mitgliedern. In den kommenden Wochen wird die Zahl der angeschlossenen Verbindungen - davon gehe ich aus &#8211;  sinken. Die DB spricht also nicht für das Farbenstudententum per se. Sie machen derzeit noch nicht einmal 10% der deutschen Studentenverbindungen aus. Hieraus <strong>Rückschlüsse auf ein generelles Bild</strong> deutscher Korporationen zu schließen wäre falsch.</p><p>Auch ist umgekehrt nicht jede Studentenverbindung, die sich Burschenschaft nennt, Mitglied der DB oder fühlt sich dieser nahe. Offenbar haben die einzelnen Bünde höchst unterschiedliche Auffassungen zu der historischen Bedeutung und den Wurzeln deutscher Burschenschaften.</p><p>Ein <strong>aktuelles Verzeichnis der DB-Bünde</strong> gibt es hier: <a
href="http://www.burschenschaft.de/mitgliedsbuende.html">http://www.burschenschaft.de/mitgliedsbuende.html</a>.</p><p>Zahlreiche andere Verbindungen und Dachverbände haben sich bereits in den letzten Stunden von den Vorgängen innerhalb der Deutschen Burschenschaft distanziert bzw. werden dies wohl in den kommenden Tagen tun. Bislang konnte ich folgende Erklärungen bzw. Presseartikel dazu finden:</p><ul><li><a
href="http://www.coburger-convent.de/willkommen/aktuelles/einzelansicht/article/der-coburger-convent-bekennt-sich-zu-internationalitaet-und-voelkerverstaendigung.html" target="_blank">Der Coburger Convent bekennt sich zu Internationalität und Völkerverständigung</a> (Zugriff am 17.06.2011)</li><li><a
href="http://www.neuedb.de/fileadmin/user_upload/pdf/presse/2011-06-16_PM_NeueDB-verurteilt-voelkische-Positionen-in-der-Deutschen-Burschenschaft.pdf" target="_blank" class="broken_link">Die Neue Deutsche Burschenschaft verurteilt völkische Positionen in der „Deutschen Burschenschaft&#8221;</a> (Zugriff am 20.06.2011)</li><li><a
href="http://www.agvnet.de/content/katholische-studenten-reagieren-empoert-auf-rassistische-entwicklungen-der-deutschen" target="_blank">Katholische Studenten reagieren empört auf rassistische Entwicklungen in der Deutschen Burschenschaft</a> (Zugriff am 20.06.2011)</li><li><a
href="http://www.marburger-konvent.de/community/article_o.php?p=index" target="_blank">Öffentliche Mitteilung des Marburger Konvents</a> (Zugriff am 20.06.2011)</li><li><a
href="http://www.akademikerverbaende.de/files/pm_cda_zur_deutschen_burschenschaft_2262011.pdf" target="_blank" class="broken_link">CDA: Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) in die Schranken gewiesen</a> (Zugriff am 20.06.2011)</li><li><a
href="http://www.burschenschaft-saxo-silesia.de/DBundwir.pdf" target="_blank">Erklärung der Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia</a> (24.06.2011)</li><li><a
href="http://www.facebook.com/notes/vvdst/stellungnahme-des-verbandsvorstandes-zur-deutschen-burschenschaft/10150215187305146" target="_blank">Erklärung des Verbands der Vereine Deutscher Studenten (VVDSt)</a> (28.06.2011)</li><li><a
href="http://aktuell.meinestadt.de/muenster-westfalen/2011/06/30/corps-rheno-guestphalia-in-muenster-weltoffen-und-tolerant-distanziert-sich-von-der-deutschen-burschenschaft-und-diskussionen-ueber-abstammungsnachweise/?utm_source=twitterfeed&amp;utm_medium=twitter" target="_blank">Corps Rheno-Guestphalia in Münster – weltoffen und tolerant distanziert sich von der Deutschen Burschenschaft und Diskussionen über Abstammungsnachweise</a> (30.06.2011)</li><li><a
href="http://www.derendingia.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=37" target="_blank">Burschenschaft Derendingia Tübingen: Distanzierung vom Verband „Deutsche Burschenschaft“</a> (03.07.2011)</li></ul><p><em>[Die Liste wird mit Bekanntwerden mit den Links zu den einzelnen Erklärungen oder Artikeln natürlich fortgeführt. Für die Mitteilung entsprechender Links etc. wäre ich dankbar, BR]</em></p><p><strong>Die Reaktion der Deutschen Burschenschaft</strong></p><p>In einer Pressemitteilung hat die Deutsche Burschenschaft am gestrigen Nachmittag versucht, sich für die internen Vorgänge zu rechtfertigen:</p><blockquote><p>Eisenach (ots) &#8211; Zu dem rufschädigenden Artikel auf &#8220;Spiegel Online&#8221; und in anderen Medien über die Deutsche Burschenschaft, nimmt die Vorsitzende Burschenschaft, die Münchener Burschenschaft Arminia-Rhenania, wie folgt Stellung. Der Sprecher der Deutschen Burschenschaft, Stefan Dobner, erklärt dazu:</p><p>&#8220;Die heute auf &#8220;Spiegel Online&#8221; aufgetauchten Vorwürfe gegen die Deutsche Burschenschaft und das interne Rechtsgutachten bezüglich der Aufnahmebedingungen von Neumitgliedern sind ideologisch überzogen. Innerhalb des Verbands werden das Gutachten und darauf begründete Anträge zum Burschentag kritisch gesehen und bereits im Vorfeld des Burschentages kontrovers diskutiert. Jedoch ist der Vorwurf, es handele sich gleichsam um die Einführung eines &#8220;Arierparagraphen&#8221; überzogen, faktisch falsch und kommt einem Rufmord gleich. Das Gutachten orientiert sich an dem in der Bundesrepublik über Jahrzehnte geltenden Abstammungsprinzip &#8211; dem ius sanguinis. Dieses Prinzip gilt heute noch in der Schweiz, in Israel sowie in den meisten EU-Staaten wie Österreich. Das Rechtsgutachten trägt somit auch den Mitgliedsvereinigungen in der Republik Österreich und der dortigen Rechtsauslegung Rechnung.</p><p>Die Deutsche Burschenschaft mit Rassismus in Verbindung zu bringen entbehrt jeder Grundlage. Die Prinzipien der Deutschen Burschenschaft verpflichten jeden Burschenschafter zur Achtung der Würde jedes Menschen als Grundlage unserer Verfassung. Die Deutsche Burschenschaft steht unverbrüchlich in der freiheitlich-demokratischen Tradition der Revolution von 1848 und wird sich weiterhin für Meinungsfreiheit, Demokratie und Selbstbestimmung einsetzen, wie es ihre Verfassung von jedem Mitglied fordert.&#8221;<br
/> (Quelle: <a
href="http://www.burschenschaft.de/presse/aktuelles.html">http://www.burschenschaft.de/presse/aktuelles.html</a>, Zugriff am 16.06.2011)</p></blockquote><p>Es stimmt, dass die Vorgänge diskutiert werden und man sich auch innerhalb des Dachverbands keineswegs in Einigkeit übt. Also auch die Deutsche Burschenschaft vollständig über einen Kamm zu scheren, wäre ebenfalls nicht richtig. Es gilt abzuwarten, was in den folgenden Wochen passieren wird. Ich bin mir persönlich eigentlich recht sicher, dass der Dachverand in seiner heutigen Form und seinem heutigen Umfang nicht weiter bestehen wird.</p><p>Die Organisation &#8221;Deutsche Burschenschaft&#8221; mit Staaten wie Israel, Österreich oder der Schweiz auf eine Stufe zu stellen, lässt aber einen gewissen Mangel an Bodenständigkeit vermuten. <em>Die DB macht nicht Staat und repräsentiert nicht das deutsche Volk oder die deutsche Nation. Sie hat kein politisches oder nationales Mandat.</em> Entsprechende Vergleiche entbehren so jeglicher Grundlage.</p><p><strong>Vorläufiges Fazit</strong></p><p>In der Öffentlichkeit und auch innerhalb des Verbindungswesens wird man die Vorgänge rund um diesen <strong>Burschentag</strong> und die Konsequenzen, die die DB aufgrund der Sachlage zwangsweise ziehen muss, sehr genau beobachten. Auch wenn entsprechende Anträge in der Zwischenzeit zurück gezorgen wurden, so stehe doch gewaltige Vorwürfe im Raum, die man durch solcherlei Formalia nicht einfach wegwischen kann. Unsere Gesellschaft hat ein langes Gedächtnis, insbesondere dann, wenn es im Zusammenhang mit den dunklen Jahres unseres Landes steht.</p><p>Für mich persönlich &#8211; und sicherlich auch für den Großteil meiner Farbenbrüder &#8211; sind die derzeitigen Umstände in einem kleinen Teil unseres Verbindungswesens <strong>absolut intolerabel.</strong> Ich bin äußerst gespannt darauf, wie sich die Reihen in der DB in den kommenden Wochen bewegen werden.</p><p>Zwar bin ich kein Mitglied eines DB-Bunds und kann daher für den kommenden Burschentag keine Empfehlungen aussprechen oder gar Anträge stellen, vielleicht kann man aber vor Ort einmal die Frage aufwerfen, inwiefern die <strong><a
href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/01/PD10__033__122,templateId=renderPrint.psml" target="_blank" class="broken_link">rund 20% der Bevölkerung unseres Landes mit Migrationshintergrund</a></strong> nicht schon ein <strong>unabdingbarer, prägender und gestaltender &#8220;Teil des deutschen Volkes&#8221;</strong> sind:</p><blockquote><p>Artikel 9 der Verfassung der Deutschen Burschenschaft:<br
/> [...] Pflicht der Burschenschaften ist das dauernde rechtsstaatliche Wirken für die freie Entfaltung deutschen Volkstums in enger Verbundenheit aller Teile des deutschen Volkes, unabhängig von staatlichen Grenzen in einem einigen Europa in der Gemeinschaft freier Völker.<br
/> (Quelle: <a
href="http://www.burschenschaft.de/die-burschenschaft.html">http://www.burschenschaft.de/die-burschenschaft.html</a>, Zugriff am 16.06.2011)</p></blockquote><p>In diesem Sinne hoffe ich auf ein Gelingen des diesjährigen Burschentags! Der Auftrag, den die DB in den kommende Jahren hat, ist wohl eindeutig: Klarheit und Fakten schaffen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-06-17/der-deutschen-burschenschaft-den-spiegel-vorgehalten.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Burschentagsproteste, Manipulationen und Betteleien</title><link>http://www.burschireader.de/2011-06-15/burschentagsproteste-manipulationen-und-betteleien.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=burschentagsproteste-manipulationen-und-betteleien</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-06-15/burschentagsproteste-manipulationen-und-betteleien.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 15 Jun 2011 05:59:19 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschentage2011]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Auflagen]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Demonstration]]></category> <category><![CDATA[Eisenach]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1437</guid> <description><![CDATA[Der Pfingstkongress in Coburg ist vorbei, doch steht der Eisenacher Burschentag 2011 schon vor der Tür &#8211; und damit natürlich auch die Protestveranstaltungen der Damen und Herren Verbindungsgegner. In einer Pressemitteilung, welche wahrscheinlich nirgendwo &#8211; bis auf diesen Blog hier &#8211; veröffentlicht wird, beklagen die Organisatoren des Protests die offenbaren Schikanen durch den Staat und kritisieren &#8220;die <a
href='http://www.burschireader.de/2011-06-15/burschentagsproteste-manipulationen-und-betteleien.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Der <strong>Pfingstkongress</strong> in <strong>Coburg</strong> ist vorbei, doch steht der <strong>Eisenacher Burschentag 2011</strong> schon vor der Tür &#8211; und damit natürlich auch die Protestveranstaltungen der Damen und Herren Verbindungsgegner. In einer Pressemitteilung, welche wahrscheinlich nirgendwo &#8211; bis auf diesen Blog hier &#8211; veröffentlicht wird, beklagen die Organisatoren des Protests die offenbaren <strong>Schikanen durch den Staat und kritisieren &#8220;die Kriminalisierung des Protests gegen Studentenverbindungen&#8221;</strong>.<span
id="more-1437"></span></p><p>Vor allem sind es die <strong>Auflagen zur Demonstration</strong>, die bei den Damen und Herren des Protests sauer aufstoßen:</p><blockquote><p>Bereits vor der Demo wird versucht durch inakzeptable Auflagen den Protest gegen die Deutsche Burschenschaft und ihre Feierlichkeiten zu kriminalisieren und einzuschränken. So fordern die Auflagen eine begrenzte Länge der Transparente von 3 Metern, es sollen keine Seiten- und Stangentransparente zugelassen werden. Die Dezibelhöhe für den Lautsprecherwagen ist begrenzt, ab 200 DemonstrantInnen sollen bei allen zusätzlichen 25 DemonstrantInnen eine OrdnerIn gestellt werden, diese OrdnerInnen sollen ihre Personalien abgeben und namentlich auf einer Liste aufgeführt sein.<br
/> (Quelle: <a
href="http://gegenburschentage.blogsport.de/presse/">http://gegenburschentage.blogsport.de/presse/</a>)</p></blockquote><p>Ich kann mir nicht helfen, aber zu der Zeit, als ich noch parteipolitisch aktiv und an den Organisationen öffentlicher Veranstaltungen beteiligt war, waren das ganz normale Auflagen, die alle haben beachten müssen. Eine <strong>Schikane des Protests</strong> kann man hier beim besten Willen nicht unterstellen. Im Gegenteil, machen solche Vorgaben gerade im Hinblick auf die <strong>Sicherheit</strong> solcher Veranstaltungen und ihrer Teilnehmer durchaus Sinn. Wo hier <strong>Akt der Kriminalisierung</strong> durch deutsche Behörden stattfinden soll, kann nur erraten werden. Nicht einmal die Autoren der Pressemitteilung geben dazu aber Auskunft.</p><blockquote><p>„Ganz eindeutig ist dies ein Mittel die Strukturen der Demo und der Teilnehmenden zu durchleuchten und den Raum des Proteste von vorn herein einzugrenzen. Doch das werden wir nicht hinnehmen – eine gerichtliche Klage wurde bereits eingereicht“, kommentierte Henriette Savasci vom Bündnis die akutellen Entwicklungen. Ein Ergebnis wird es voraussichtlich ab Donnerstag geben.<br
/> (Quelle: ebd.)</p></blockquote><p>Ganz eindeutig versucht sich hier die Dame von dem Bündnis durch persönliches Missfallen an regulären Begebenheiten neue Standards zu schaffen. Das erinnert mich sehr an <strong>Suggestiv-Interviews</strong>, wie man sie des Öfteren in Sendungen wie TV Total oder SternTV sieht: Man stellt vollkommen normale Fragen, gaukelt aber durch die Art der Fragestellung einen potenziellen Skandal vor und hofft auf möglichst emotionale Reaktionen der interviewten Passanten &#8211; die sich dann vor den breiten TV-Publikum recht lächerlich machen. (Mit etwas Zeit versuche ich, hier einmal entsprechende Beispiel-Videos zu verlinken). Auf diese Weise versuchen auch die Autoren der Pressemitteilung ihre Mitmenschen zu <strong>manipulieren</strong>. Ein eigentlich recht billiger Trick.</p><blockquote><p>Dass das Thema Studentenverbindungen wieder mehr in den Fokus antifaschistischer Kritik gerät, wird mit Repression gegen AntifaschistInnen im Vorfeld von Protesten beantwortet, wie auch die Hausdurchsuchungen bei VerbindungsgegnerInnen in Coburg zeigen. „Nun kommt es darauf an, deutlich zu zeigen dass wir uns weder von Repression einschüchtern lassen, noch uns die Form des Protests vorschreiben lassen“, so Savasci weiter.<br
/> (Quelle: ?ebd.)</p></blockquote><p>Dass das Thema Studentenverbindungen wieder mehr in den Fokus antifaschistischer Kritik gerät, liegt vor allem daran, dass die Damen und Herren Antifaschisten bisher nicht in der Lage waren, ihre <strong>Ziele bzw. ihre Kritik</strong> - sollten sie solche überhaupt haben &#8211; <strong>zu artikulieren</strong>. Statt dessen sucht man sich eben immer wieder neue <strong>Feindbilder</strong> &#8211; derzeit ist da eben das Verbindungswesen wieder im Kommen &#8211; und versucht diesen mit fadenscheinigen und konstruierten Argumenten ein Auge auszuhacken. Mit Kritik hat das wenig zu tun, eher mit der zwanghaften, und im Prinzip erfolglosen Suche nach der eigenen Existenzberechtigung. Die für eine Demokratie wichtige Kritik äußert sich vor allem in der Form eines <strong>Diskurses</strong>, nicht aber in dem, einem demokratischen Staat unwürdigen <strong>Gehetze und Gepöpel</strong>, wie man es von Seiten des Bündnisses gegen die Burschentage ertragen muss.</p><blockquote><p>Das Bündnis gegen den Burschentag in Eisenach solidarisiert sich darüber hinaus mit den von den Hausdurchsuchungen betroffenen AntifaschistInnen in Coburg und ruft dazu auf sich an den Protesten gegen den ‚Burschentag‘ in Eisenach.<br
/> (Quelle: ebd.)</p></blockquote><p>Um es mit anderen Worten zu sagen, sorgt sich das Bündnis um <strong>Zulauf zu den Protestveranstaltungen</strong> am kommenden Wochenende und versucht daher, die <strong>Coburger Hausdurchsuchungen</strong> als Vorwand für bisher Unentschlossene zu darzustellen, nach Eisenach zu kommen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-06-15/burschentagsproteste-manipulationen-und-betteleien.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Pfingstkongress 2011 in Coburg ex! &#8211; Kleine Presseschau</title><link>http://www.burschireader.de/2011-06-14/pfingstkongress-2011-in-coburg-ex-kleine-presseschau.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pfingstkongress-2011-in-coburg-ex-kleine-presseschau</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-06-14/pfingstkongress-2011-in-coburg-ex-kleine-presseschau.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 14 Jun 2011 12:29:45 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[CC2011]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[2011]]></category> <category><![CDATA[CC]]></category> <category><![CDATA[Coburg]]></category> <category><![CDATA[Coburger Convent]]></category> <category><![CDATA[Pfingstkongress]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1419</guid> <description><![CDATA[In Coburg stellt man sich langsam wieder auf einen Normalzustand ein. Der diesjährige Pringstkongress &#8211; der 143. seiner Art! &#8211; ist vorbei. Hotelzimmer und Übernachtungsmöglichkeiten werden geräumt, Biertischgarnituren abgebaut und die Straßen aufgeräumt. Einige tausend Korporierte und rund 350 Kongressgegner verlassen die oberfränkische Stadt. Von Seiten der Korporationsgegner war es während des Pfingswochenendes recht still. <a
href='http://www.burschireader.de/2011-06-14/pfingstkongress-2011-in-coburg-ex-kleine-presseschau.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>In <strong>Coburg</strong> stellt man sich langsam wieder auf einen Normalzustand ein. Der diesjährige <strong>Pringstkongress</strong> &#8211; der 143. seiner Art! &#8211; ist vorbei. Hotelzimmer und Übernachtungsmöglichkeiten werden geräumt, Biertischgarnituren abgebaut und die Straßen aufgeräumt. Einige tausend Korporierte und rund 350 Kongressgegner verlassen die oberfränkische Stadt.<span
id="more-1419"></span></p><p>Von Seiten der Korporationsgegner war es während des Pfingswochenendes recht still. Weder auf <strong><a
href="http://www.dereferer.com/?http://www.facebook.com/pages/Studentische-Verbindungen-aufl%C3%B6sen/201505286554613?sk=wall" target="_blank">Facebook</a></strong> noch auf <strong><a
href="http://www.dereferer.com/?http://twitter.com/Ag_gegen_den_CC" target="_blank">Twitter</a></strong> noch auf dem <strong><a
href="http://www.dereferer.com/?http://coburgerconvent.blogsport.de" target="_blank">Anti-CC-Blog</a></strong> gab es viele Neuigkeiten zu deren Zielen, Aktionen oder &#8220;Erfolgen&#8221;. Das passt nicht zu dem professionellen Image, das die Verbindungsgegner versuchen, ihrem Protest zu geben. Lediglich fand man den Verweis auf einen Artikel zu deren Demonstrationszug am Samstag. Rund 350 Pfingstkongressgegner sollen es gewesen sein, die durch Coburg gezogen sind. Den Bildern nach zu urteilen wirkte der Protestzug allerdings etwas &#8220;verloren&#8221;. Ihre Gründe gegen das Verbindungswesen zu artikulieren und die Coburger Bürger &#8217;mitzureissen&#8217;, dazu waren die Damen und Herren einmal mehr nicht in der Lage. Vielleicht lag das aber auch an der Ermangelung eigenen Glaubens an das, was man immer wieder zu vertreten versucht hat. Alles in allem jedenfalls recht unspektakulär.</p><p
style="padding-left: 30px;"><em>Mehr dazu:</em></p><ul><li><em>&#8220;Coburg &amp; und seinen Convent stören&#8221;</em><br
/> <em><a
href="http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/coburg/Coburg-und-seinen-Convent-stoeren;art214,171151">http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/coburg/Coburg-und-seinen-Convent-stoeren;art214,171151</a></em></li><li><em>Friedlicher Protest gegen den Convent</em><br
/> <em><a
href="http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1667924">http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1667924</a></em></li></ul><p>Die wenigen Informationen, die man von Seiten der Protestierenden darüber hinaus lesen durfte, beschränkten sich auf <strong><a
href="http://www.dereferer.com/?http://coburgerconvent.blogsport.de" target="_blank">Gejammer hinsichtlich potenziell gewaltbereiter Polizisten</a></strong>, die wahllos Zivilisten misshandelt und gedemütigt hätten. Wer zu den Zielen des Protests Auskunft haben wollte, wurde enttäuscht. Allerdings glaube ich nicht, dass die Damen und Herren selbst wirklich darlegen können, worin der Quell ihres Anstoßes eigentlich liegt. Die <a
href="http://www.dereferer.com/?http://coburgerconvent.blogsport.de/aufruf/" target="_blank">Aufrufe auf der Blog-Seite</a> waren am Ende doch nur die zusammengewürfelten Standard-Vorurteile, die an Glaubwürdigkeit nicht gewinnen, wenn man sie nach gefühlten Jahrzehnten doch immer wieder aufwärmt.</p><p>Überhaupt blieb es an dem Wochenende relativ friedlich, so mein Eindruck. Selbst den <strong>Gottesdienst am Ehrenmal in Coburger Hofgarten</strong> hat man aus Sicht der Damen und Herren des Protests &#8220;erduldet&#8221;. Erst mit dem Abschluss des Gottesdienstes wurden die Protestierenden laut und gröhlten ihre Parolen unters bunte Volk.</p><p>Auch kam es nur zu recht wenigen <strong>gewaltsamen Auffälligkeiten</strong>: In einer Kneipe <strong>kamen sich zwei Verbindungsstudenten in die Haare</strong> und gingen mit Maßkrügen aufeinander los. Darüber hinaus wurde in der Nähe des Protest-Infopoints nachts um vier Uhr ein anzugtragender Passant angesprochen und zur Bewusstlosigkeit niedergeschlagen. Es handelte sich um den Fuxen einer Verbindung &#8211; allerdings in Zivil, also ohne Band und Mütze. Die Umstände des Überfalls könnten durchaus auf eine protestorientierte Aktion hindeuten, kann aber auch nur zufällig mit dem Pringstkongress und den damit verbundenen Protesten zusammenfallen. Der Verletzte befindet sich nach wie vor zur ärztlichen Beobachtung in einem Krankenhaus. Den drei Farbenbrüdern wünsche ich an dieser Stelle auf jedenfall eine gute und schnelle Genesung!</p><p
style="padding-left: 30px;"><em>Mehr dazu:</em></p><ul><li><em>&#8220;Schlagende Verbindung&#8221;: Maßkrug statt Argumente:</em><br
/> <em><a
href="http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/coburg/Schlagende-Verbindung-Masskrug-statt-Argumente;art214,171451">http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/coburg/Schlagende-Verbindung-Masskrug-statt-Argumente;art214,171451</a></em></li></ul><p>Ein weiterer Korporierter wurde verletzt, als ein Protestierender versucht hatte, seine <strong>Mütze zu entwenden</strong>. Angeblich haben Antifaschisten € 80,- als Belohnung pro Mütze ausgesetzt. Man muss natürlich zugestehen, dass solche Beträge für so manchen jungen Menschen (fern jeglichen Ehrgefühls) durchaus lukrativ erscheinen und dazu verleiten können, solch dumme Straftaten zu begehen. Mehrere derartiger Diebstähle wurden zur Anzeige gebracht.</p><p
style="padding-left: 30px;"><em>Mehr dazu:</em></p><ul><li><em>Kappendieb beim Coburger Convent gebissen</em><br
/> <em>?<a
href="http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/coburg/Kappendieb-beim-Coburger-Convent-gebissen;art214,171445">http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/coburg/Kappendieb-beim-Coburger-Convent-gebissen;art214,171445</a></em></li><p><em> </em></ul><p><strong>Aus Sicht der Polizei</strong> war der Pfingstkongress derweil ein voller Erfolg. So verliefen der Kongress und vor allem auch der Protest weitestgehend friedlich. Es kam lediglich zu wenigen Festnahmen: ein Protestwilliger wurde bereits bei der Ankunft am Coburger Hauptbahnhof <strong>wegen eines vorliegenden Haftbefehls festgenommen</strong>, ein anderer, weil er <strong>mit einem Schlagring ausgestattet</strong> war. Darüber hinaus kam es nach einer Randale zu Festnahmen.</p><p
style="padding-left: 30px;"><em>Mehr dazu:</em></p><ul><li><em>Coburger Convent: Polizei zieht positive Bilanz</em><br
/> <em><a
href="http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1668702">http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1668702</a></em></li><li><em>CC-Gegner randalieren in der Loreley</em><br
/> <em><a
href="http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1668594">http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1668594</a></em></li></ul><p>Angekündigt wurden indess aber schon ausführliche Berichte auf <strong>Indymedia</strong>. Ich nehme an, dass diese entweder noch ein paar Tage zur Erstellung brauchen, so lange, bis man auf Protestierendenseite an den Erfolg, den man gerne verbreiten würde, selbst wirklich glaubt. Vielleicht kommen die angekündigten Texte auch schneller und handeln unreflektiert darüber, wie es der schikanöse Staatsschutz unmöglich machte, an dem eigenen Protest festzuhalten. So oder so freue ich mich schon irgendwie auf die Indymedia-Berichte.</p><p>Selbst der <strong>Coburger Convent</strong> erkennt den Protest als Kritik an. Kritik ist mitunter richtig und wichtig. Allerdings sind in einem demokratischen Rechtsstaat ein gewisses Maß an Sachkunde und Form unabdingbar &#8211; auch diese sind Zeichen einer gelebten Toleranz. An solcher mangelt es dem Groß der angereisten Protestierenden.</p><p><em>Mehr dazu:</em></p><ul><li><em>CC will Versöhnung unter den Menschen</em><br
/> <em><a
href="http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1668592">http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1668592</a></em></li><li><em>Miteinander, nicht gegeneinander</em><br
/> <em><a
href="http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/coburg/Miteinander-nicht-gegeneinander;art214,171808">http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/coburg/Miteinander-nicht-gegeneinander;art214,171808</a></em></li><li><em>Demonstranten als Kritiker sehen</em><br
/> <em><a
href="http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1668591">http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1668591</a></em></li></ul><p>Weitere interessante und lesenswerte Artikel rund um den vergangenen <strong>Pfingstkongress</strong> und den <strong>Coburger Convent</strong>:</p><ul><li><em>?&#8221;Die Stadt Coburg muss das aushalten!&#8221; &#8211; Ein Gespräch mit dem Coburger Stadträten Martin Lücke (SPD) und Thomas Engel (CSU und selbst Mitglied eines CC-Bundes)</em><br
/> <em><a
href="http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/coburg/Coburg-Coburger-Convent-demonstrationen-Ritual-Die-Stadt-Coburg-muss-das-aushalten-;art214,170739">http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/coburg/Coburg-Coburger-Convent-demonstrationen-Ritual-Die-Stadt-Coburg-muss-das-aushalten-;art214,170739</a></em></li><li><em>Ist der CC revanchistisch? &#8211; Standpunkte vom B90/Grünen-Sprecher Roman Kollar sowie dem Pressesprecher des CC, Norman Rönz</em><br
/> <em><a
href="http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1668593">http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/art83423,1668593</a></em></li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-06-14/pfingstkongress-2011-in-coburg-ex-kleine-presseschau.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Verwirrung um den Sinn und Zweck des Protests in Coburg</title><link>http://www.burschireader.de/2011-06-01/verwirrung-um-den-sinn-und-zweck-des-protests-in-coburg.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=verwirrung-um-den-sinn-und-zweck-des-protests-in-coburg</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-06-01/verwirrung-um-den-sinn-und-zweck-des-protests-in-coburg.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 01 Jun 2011 07:04:58 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[CC2011]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[CC]]></category> <category><![CDATA[Coburg]]></category> <category><![CDATA[Coburger Convent]]></category> <category><![CDATA[Politisierung]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1361</guid> <description><![CDATA[Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat der Coburger Convent (CC) gestern gegen die Politisierung des Pfingstkongresses protestiert und sich klar von extremistischen Auswüchen jeglicher Couleur distanziert. Der CC forderte die extremistischen Kräfte von links und rechts auf,  dem kommenden Pfingstkongress fernzubleiben. Ein Antwort dazu kam postwendend. &#8220;Selbst wer nichts erwartet, wird enttäuscht&#8220;, titelt es heute auf dem Anti-Pfingstkongress-Blog, <a
href='http://www.burschireader.de/2011-06-01/verwirrung-um-den-sinn-und-zweck-des-protests-in-coburg.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat der <strong>Coburger Convent (CC)</strong> gestern gegen die <strong><a
href="http://www.coburger-convent.de/willkommen/aktuelles/einzelansicht/article/der-coburger-convent-lehnt-eine-politisierung-des-pfingstkongresses-ab.html" target="_blank">Politisierung des Pfingstkongresses</a></strong> protestiert und sich klar von extremistischen Auswüchen jeglicher Couleur distanziert. Der CC forderte die extremistischen Kräfte von links und rechts auf,  dem kommenden <strong>Pfingstkongress</strong> fernzubleiben. Ein Antwort dazu kam postwendend.<span
id="more-1361"></span></p><p>&#8220;<a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/31/selbst-wer-nichts-erwartet-wird-enttaeuscht/" target="_blank">Selbst wer nichts erwartet, wird enttäuscht</a>&#8220;, titelt es heute auf dem <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de" target="_blank">Anti-Pfingstkongress-Blog</a>, der die Stellungnahme des CC auf wirklich lächerliche Art und Weise versucht aufzuweichen und sich dabei noch ganz nebenbei selbst ad absurdum führt.</p><p>Selbstverständlich wird die Abgrenzung zum linken Extremismus scharf kritisiert. Warum, das verraten die Blogbetreiber allerdings nicht. Stattdessen hinterfragen Sie die &#8220;Anwendung der Extremismusformel&#8221; generell:</p><blockquote><p>Schon allein die Anwendung der Extremismusformel zeigt, dass der CC keinesfalls unpolitisch ist. Diese verkennt, dass die Wurzeln des so genannten „Rechtsextremismus“ in der Mitte der Gesellschaft anzutreffen sind und stellt Menschen die Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Sexismus hier bekämpfen, auf die selbe Stufe wie diese, die diese „Mechanismen“ völlig verinnerlicht haben.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/31/selbst-wer-nichts-erwartet-wird-enttaeuscht">http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/31/selbst-wer-nichts-erwartet-wird-enttaeuscht</a>; Zugriff am 01.06.2011)</em></p></blockquote><p>Davon einmal abgesehen, dass der vielleicht unbedarfte Leser des Blogs nun noch nicht einmal weiß, wo die <strong>Wurzeln des linkspolitischen Extremismus</strong> liegen sollen, unterstellt der Schreiber eine grundsätzlich rechtsextremistische Gesinnung unserer Nation. Um es anders zu sagen: Alle sind rechtsextrem, aber nur wenige bekennen sich dazu.</p><blockquote><p>Logisch ist auch, dass wer diese Formel benutzt sich keinerlei Gedanken darüber machen kann und wird, warum es Annäherungsversuche der Neonazis gibt und immer geben wird.<br
/> <em>(Quelle: ebenda)</em></p></blockquote><p>Solche Annäherungsversuche an die Mitte der Gesellschaft von Seiten von Neonazis wird es immer geben, das ist richtig, schließlich will man sich so breit etablieren. Wer allerdings solch einen Vorwurf in den Raum stellt, sollte sich einmal ernsthaft fragen, warum es gerade im Verbindungswesen immer wieder nur <strong>eben bei solchen Versuchen bleibt</strong>. Der Autor bescheinigt genau mit diesem Absatz, dass der CC nicht in einer rechtsextremen Szene aufzufinden ist und stellt somit den Sinn und Zweck des eigenen Protests infrage.</p><blockquote><p>Konsequenterweise werden wir der Aufforderung des CC vom Pfingstkongress fernzubleiben nicht nachkommen. Gerade Stellungnahmen wie diese bestätigen uns in unserer Kritik.<br
/> <em>(Quelle: ebenda)</em></p></blockquote><p>Fragt sich nur, wozu? Der CC stellt &#8211; nach eigener Aussage des Verbindungskritikers! - in grundlegenden Teilen nicht das dar, was man ihm im <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/aufruf/" target="_blank">Aufruf 2011</a> unterstellt.</p><blockquote><p>Deshalb wird der CC auch in diesem Jahr vor uns keine Ruhe haben, weder durch das heranziehen von Extremismusquatsch, noch durch eine versuchte Entpolitisierung des Pfingstkongresses.<br
/> <em>(Quelle: ebenda)</em></p></blockquote><p>Habt der Schreiberling nicht weiter oben noch (rechts)extremistische Auswüchse in der Mitte unserer Gesellschaft verortet? Gilt es also anzunehmen, dass er sich von dem eigenen &#8216;Extremismusquatsch&#8217; versucht zu distanzieren, den er weiter oben beschrieben hat?</p><p>Eines muss man den Damen und Herren der CC-Kritik lassen: Sie üben sich in konsequenter Inkonsequenz&#8230; so absurd und widersprüchlich dies auch sein mag.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-06-01/verwirrung-um-den-sinn-und-zweck-des-protests-in-coburg.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Pfingstkongress 2011 &#8211; Langsame (schleppende?) Formationsbildung</title><link>http://www.burschireader.de/2011-05-31/pfingstkongress-2011-langsame-schleppende-formationsbildung.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pfingstkongress-2011-langsame-schleppende-formationsbildung</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-05-31/pfingstkongress-2011-langsame-schleppende-formationsbildung.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 May 2011 06:40:21 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[CC2011]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[2011]]></category> <category><![CDATA[CC]]></category> <category><![CDATA[Coburg]]></category> <category><![CDATA[Coburger Convent]]></category> <category><![CDATA[Pfingstkongress]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1351</guid> <description><![CDATA[Nicht einmal mehr zwei Wochen sind es zum 143. Pfingstkongress des Coburger Convents (CC). Langsam wird man sich auf dieses Wochenende vorbereiten: Anzüge werden zur Reinigung gebracht, Hotelbuchungen nochmals überprüft, Verabredungen mit Freunden anderer Bünde ausgemacht. Aber auch auf der Seite der Verbindungsgegner formiert man sich &#8211; oder versucht das zumindest. Ein Fußballturnier wurde extra <a
href='http://www.burschireader.de/2011-05-31/pfingstkongress-2011-langsame-schleppende-formationsbildung.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Nicht einmal mehr zwei Wochen sind es zum <strong>143. Pfingstkongress</strong> des <strong>Coburger Convents</strong> (CC). Langsam wird man sich auf dieses Wochenende vorbereiten: Anzüge werden zur Reinigung gebracht, Hotelbuchungen nochmals überprüft, Verabredungen mit Freunden anderer Bünde ausgemacht. Aber auch auf der Seite der Verbindungsgegner formiert man sich &#8211; oder versucht das zumindest.<span
id="more-1351"></span></p><p>Ein Fußballturnier wurde extra wegen des Pfingstkongresses <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/29/erlangen-kommt/" target="_blank">aus Solidarität verlegt</a>. Ich frage mich, warum man das nicht von vornherein auf ein anderes Wochenende gelegt hat, schließlich steht <a
href="http://www.kalender-365.eu/feiertage/pfingstsonntag.html" target="_blank">Pfingsten schon Jahre vorher fest</a>. Böse Geister könnten unterstellen, dass die Damen und Herren Verbindungsgegner mit nicht wirklich vielen Teilnehmern zu ihren Veranstaltungen rechnen und daher gleich um die Anreise ganzer Fußballturniere betteln müssen.</p><p>Selbst auf der Indymedia-Seite heißt es sinngemäß dazu:</p><blockquote><p>Der Fokus der Mobilisierung liegt jedoch auf dem Versuch, dezentral auf größere Kräfte zuzugreifen.<br
/> (Quelle: <a
href="http://de.indymedia.org/2011/05/308649.shtml">http://de.indymedia.org/2011/05/308649.shtml</a>, Zugriff am 31.05.2011)</p></blockquote><p>Das würde die Bettel-These durchaus stützen. Man macht sich sogar die Mühe für eine <strong>Infotour</strong> durch Bayern und Berlin. Auf fünf Veranstaltungen versucht man Protestwillige für <strong>Coburg</strong>, aber zeitgleich auch für Aktionen in den entsprechenden Heimatstädten der CC-Bünde, zu gewinnen und hinsichtlich des Verbindungswesens zu &#8220;sensibilisieren&#8221;:</p><blockquote><p>Wie steht es mit Kontakten zu Nazis? Teilen alle Studentenverbindungen eine völkische Ideologie? Was ist eigentlich das Problem an einem Männerbund? Diesen und anderen Fragen werden wir versuchen, auf den Grund zu gehen.<br
/> (Quelle: <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/25/vortraege-und-video">http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/25/vortraege-und-video</a>, Zugriff am 31.05.2011)</p></blockquote><p>Verwundert nehme ich diese Veranstaltungsbeschreibung zur Kenntnis. In manchen politischen Bereichen unseres Landes ist es leider zum Prinzip geworden, erst zu schimpfen und dann nachzudenken. Ähnlich scheint es mir hier: Über Jahre hinweg macht man sich die Mühe Protestaktionen zu organisieren &#8211; mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg -, um dann später erst die ausgerufenen Vorwürfe und Vorurteile zu überprüfen. Man versucht dieser und jener Frage &#8220;auf den Grund&#8221; zu gehen &#8211; aber was wenn die Antworten nicht mehr zu den Vorurteilen passen, die man stets bemüht war zu pflegen? Singen dann alle gemeinsam auf dem<strong> Coburger Marktplatz</strong> die <strong>Nationalhymne</strong>?</p><p>Sehr inkonsequent auch der Rest des Artikels:</p><blockquote><p>Bei der überregionalen Demonstration dominierte im Eindruck die Gewalt, zu der gegen die sehr repressiv auftretende Polizei gegriffen wurde. Dieser Eindruck sollte das Klima des Protestes nachhaltig prägen. [...] Insbesondere die Vereitelung eines groß angelegten Kongresses <em>[durch den Staatsschutz, Anm. BR]</em>, der 2010 der Stadt eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Antifaschismus näherbringen sollte, ist als klare Ansage des Staatsschutzes zu bewerten.<br
/> (Quelle: <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/25/vortraege-und-video">http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/25/vortraege-und-video</a>, Zugriff am 31.05.2011)</p></blockquote><p>Damit danke ich dem Schreiberling dafür, dass er mir die Gründe meiner &#8216;verklärten&#8217; Darstellung der Aktion von 2010 darlegt. Wenn man sagt, man komme immer wieder, um zu protestieren und scheut dahingehend auch keine Gewaltausbrüche, darf man sich nicht wundern, wenn der Staat solche präventiv zu unterbinden versucht. Die haben letztes Jahr also einfach nur ihren Job gemacht.</p><p>Davon einmal weg: Wenn man als Protest gegen die <strong>CC</strong>-Veranstaltung einen Gegenkongress zum Thema <strong>Antifaschismus</strong> plant, dann stellt sich die Frage, inwieweit hier schlicht und ergreifend das Protest-Thema verfehlt wurde. Mau-Mau spielt man halt mal nicht mit Schafkopfkarten! Im Grunde hat der Staatsschutz 2010 den Protestwilligen also nur die Blamage erspart.</p><p>Und während man eingangs beklagt, dass dieses Jahr schon der <strong>143. Pfingstkongress in Coburg</strong> stattfindet, freue ich mich derweil schon auf den 144. im kommenden Jahr am selben Ort! Für diejenigen, die für 2012 ein Fußballturnier veranstalten wollen, sei gesagt, dass <strong>Pfingsten dann am 26./27. Mai</strong> sein wird.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-05-31/pfingstkongress-2011-langsame-schleppende-formationsbildung.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Anrufen und Aussteigen (in Göttingen) &#8211; Ein Interview mit dem Initiator</title><link>http://www.burschireader.de/2011-05-29/anrufen-und-aussteigen-in-gottingen-ein-interview-mit-dem-initiator.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=anrufen-und-aussteigen-in-gottingen-ein-interview-mit-dem-initiator</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-05-29/anrufen-und-aussteigen-in-gottingen-ein-interview-mit-dem-initiator.html#comments</comments> <pubDate>Sun, 29 May 2011 07:19:41 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Sorgentelefon]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Anrufen und Aussteigen]]></category> <category><![CDATA[AStA Göttingen]]></category> <category><![CDATA[Falsch verbunden]]></category> <category><![CDATA[Uni Göttingen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1325</guid> <description><![CDATA[Am kommenden Montag, den 30. Mai 2011, findet die erste Telefonsprechstunde für ausstiegswillige Korporierte in Göttingen statt. Organisiert vom Göttinger AStA musste dieser sehr viel Häme, aber auch Lob für dieses Sorgentelefon-Projekt einstecken. Auf Facebook haben sich bei der Aktion „Anrufen und Aussteigen“ zwischenzeitlich über 2.000 überwiegend Korporierte gemeldet, die am Montag ihre ‚Sorgen‘ loswerden <a
href='http://www.burschireader.de/2011-05-29/anrufen-und-aussteigen-in-gottingen-ein-interview-mit-dem-initiator.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p><em>Am kommenden Montag, den 30. Mai 2011, findet die erste Telefonsprechstunde für ausstiegswillige Korporierte in Göttingen statt. Organisiert vom <a
href="http://www.asta.uni-goettingen.de" target="_blank">Göttinger AStA</a> musste dieser sehr viel Häme, aber auch Lob für dieses <a
href="http://www.burschireader.de/2011-05-24/der-asta-gottingen-bietet-ein-sorgentelefon-fur-ausstiegswillige-korporierte.html" target="_blank"><strong>Sorgentelefon</strong>-Projekt</a> einstecken. Auf Facebook haben sich bei der Aktion „<strong>Anrufen und Aussteigen</strong>“ zwischenzeitlich über 2.000 überwiegend Korporierte gemeldet, die am Montag ihre ‚Sorgen‘ loswerden möchten. Der <strong>Burschireader</strong> hatte die Gelegenheit, den Initiator der Gegenbewegung zum Sorgentelefon, Arnd Reinhardt, zu interviewen.<span
id="more-1325"></span></em></p><p>&nbsp;</p><p><strong>Warum hast Du diesen Termin auf Facebook erstellt?</strong></p><p>Eigentlich geschah das aus einer Laune heraus. Ich habe bei der Arbeit immer Facebook nebenbei laufen und daher auch recht schnell Deinen <a
href="http://www.burschireader.de/2011-05-24/der-asta-gottingen-bietet-ein-sorgentelefon-fur-ausstiegswillige-korporierte.html" target="_blank">Bericht über das Göttinger Projekt</a> gelesen. Erst habe ich – wie wohl die meisten Korporierten – laut lachen müssen. Das Bild, das die Organisatoren der Aussteigerhotline von Verbindungen zeichnen ist dermaßen absurd, dass man es nun wirklich nicht ernst nehmen kann.</p><p>Aber dann habe ich ein wenig nachgedacht. Wie das Leben in Verbindungen aussieht, welches Grundverständnis studentischen Korporationen zugrunde liegt, das ist in der „normalen“, nicht-korporierten Welt kaum bekannt. Wahrscheinlich auch, weil wir uns recht stark zurückziehen und selten öffentlich auftreten.</p><p>Wenn nun ein Normalbürger liest, dass es eine Aussteigerhotline für Verbindungsstudenten gibt, setzt er uns automatisch mit Scientology und anderen Sekten, Rechtsextremisten und ähnlichen undemokratischen Vereinigungen gleich. Das können wir – bei aller Erheiterung – nicht so stehen lassen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong> </strong></p><p><strong>Die Resonanz war ja überwältigend, über 2.000 Facebook-Mitglieder haben schon eine Teilnahme an der Veranstaltung erklärt. </strong></p><p>Ehrlich, ich war überrascht, wie schnell die Zusagen zu dem Termin eintrudelten. Nach nur zwölf Stunden gab es schon 1.000 Zusagen zu dem Termin. Damit hätte ich nicht gerechnet.</p><p>Rückblickend betrachtet  sehe ich natürlich, dass „Anrufen und Aussteigen“ die Merkmale einer erfolgreichen Social-Media Kampagne hat. Eine Ausrichtung gegen etwas, die Möglichkeit, sich mit minimalem Aufwand zu engagieren und dazu noch witzige Sprüche zu machen.</p><p>Positiv finde ich aber, dass sich so viele Verbindungsstudenten aus verschiedensten Dachverbänden und völlig unterschiedlichen Verbindungen hier gemeinsam etwas machen. Auch das ist bei der großen Bandbreite des Verbindungsspektrums nicht selbstverständlich.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Gab es auch negative Reaktionen?</strong></p><p>Ja, von zwei Seiten. Ein paar wenige dem verbindungsfeindlichen Lager angehörigen Facebook-Nutzer haben versucht ihre Argumente einzubringen. Dafür möchte ich ihnen meinen Respekt aussprechen! Ihre Argumente liefen, so wie ich sie verstanden habe, darauf hinaus, dass Studentenverbindungen eine den Kapitalismus stützende Kraft sind und sich daher am Elend der Welt mitschuldig gemacht haben. Das geht mir dann ehrlich gesagt zu sehr ins Esoterische, um mich umfassend damit zu beschäftigen.</p><p>Auf der anderen Seite waren auch Korporierte gegen die Aktion „Anrufen und Aussteigen“. Einige waren der Auffassung, eine massive Überflutung mit nicht ernstgemeinten Anrufen würde die Aktion des Göttinger AStA nur aufwerten. Andere befürchteten, dass dem einen oder anderem Anrufer die Nerven durchgehen und die Betreiber der Hotline persönlich beleidigt und verbal angreift. Wieder andere befürchteten eine Verfestigung der Vorurteile auf Seiten der Hotlinebetreiber durch unpassende Anrufe.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Wie stehst Du zu diesen Argumenten?</strong></p><p>Ich kann sie verstehen und nachvollziehen. So soll und darf die die Aktion „Anrufen und Aussteigen“ von unserer Seite nicht laufen. Wir haben alle in unseren Verbindungen wichtige Soft Skills erlernt: Toleranz, Diskussionsbereitschaft, Höflichkeit, rhetorische Fähigkeiten und vor allem Selbstbewusstsein.</p><p>Auch wenn bei dem einen oder anderen Emotionen mitspielen, darauf sollten wir uns bei den Anrufen besinnen. Wer am Montag in Göttingen anruft, der spricht nicht nur für sich, der spricht für die gesamte Korporationsszene. Das wird, denke ich, auch jedem Anrufer bewusst sein.</p><p>Eine andere Möglichkeit ist natürlich, seinen Ausdruckswunsch mit einer völlig überzogenen Geschichte zu garnieren. Nach Art von Prof. Boerne aus dem Tatort [<a
href="http://www.youtube.com/watch?v=ezQ38BnjG9Q#t=1m55s" class="broken_link">http://www.youtube.com/watch?v=ezQ38BnjG9Q#t=1m55s</a>], oder auf andere Weise. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Allerdings empfehle ich, wirklich dick aufzutragen, die Vorurteile an der anderen Seite der Leitung dürften so stark sein, dass dort vieler Unfug für bare Münze genommen werden wird.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Du bist also nicht der Meinung, dass eine solche Hotline nötig ist?</strong></p><p>Keinesfalls. Ich bin seit 1997 korporiert und seitdem habe ich noch von keinem Fall gehört, in dem Austrittswillige nicht gehen gelassen wurden. Das ist ja auch völlig klar. Korporationen leben vom Engagement ihrer Mitglieder, warum sollte man jemanden, der sich innerlich verabschiedet hat, zwingen offiziell Mitglied zu bleiben?</p><p>Austrittswillige stehen nun auch nicht vor großen Hürden, sie schreiben einen kurzen Brief an den Convent – das basisdemokratische Entscheidungsgremium in Studentenverbindungen – oder melden sich dort direkt zu Wort und erklären, sie wollen austreten. Anschließend müssen sie noch das Couleur zurückgeben, das dem Bund gehört (normalerweise Band und Mütze), und ihre Schulden begleichen.</p><p>Und schon ist die- oder derjenige (wenn es nach den Betreibern der Hotline geht, gibt es ja auch keine weiblichen Korporierten – wo bleibt denn da die Gleichberechtigung?) nicht mehr Mitglied. So einfach kann das gehen, ganz ohne psychologische Betreuung.</p><p>&nbsp;</p><p><strong> </strong></p><p><strong>Meinst Du wirklich es gelingt, die Betreiber der Hotline von der Unsinnigkeit zu überzeugen?</strong></p><p>Nein. Vorurteile sind leider stabil. Wer Rothaarige für brutal und Blondinen generell für dumm hält, der wird sich auch von einer großen Gruppe friedfertiger Rothaariger und vielen blonden Professorinennen nicht vom Gegenteil überzeugen lassen.</p><p>Das heißt aber nicht, dass wir die Betreiber der Hotline nicht auf ihre dummen Vorurteile aufmerksam machen sollten. Wenn der Klügere immer nachgibt, dann wird die Welt von Dummen regiert, heißt es.</p><p>Gelegentlich sollten wir uns als kluge Menschen einschalten. Viele von uns tun das, durch politisches und soziales Engagement in verschiedensten Organisationen. Und andere tun dies eben punktuell, wie beispielsweise durch einen Anruf in Göttingen. Die Welt werden wir so nicht verbessern, aber vielleicht bringen wir mit vernünftigen Argumenten wenigstens den einen oder anderen zum Nachdenken.</p><p>Ganz wichtig ist dabei, dass der rechtliche Rahmen beachtet wird. Auf gar keinen Fall dürfen die Gespräche aufgezeichnet werden – weder von unserer Seite, noch von Seiten der Hotline. Kurze Zusammenfassungen auf der Pinnwand von „Anrufen und Aussteigen“ sind natürlich gerne gesehen.</p><p>Auch E-Mails müssen vor eine Veröffentlichung so gekürzt werden, dass keine Rückschlüsse auf den Verfasser möglich sind.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Wie wird es Deiner Meinung nach mit der Aktion des Göttinger AStA weitergehen?</strong></p><p>Ich kann schlecht einschätzen, welche Wellen die Geschichte in Göttingen außerhalb der Korporationsszene geschlagen hat und schlägt. Vielleicht stören sich ja auch nichtkorporierte Studenten an der Verschwendung ihrer Gelder und protestieren. Dann könnte es sein, dass die Leitung abgeschaltet wird.</p><p>Eine andere Möglichkeit wäre sicher der juristische Weg, solche Zweckentfremdung studentischer Gelder kommt vor den Gerichten meistens nicht durch.</p><p>Ich vermute aber, dass das Projekt ebenso wie „Presence“ aus Leipzig ablaufen wird. So können wir in der sicher nicht korporationsfreundlichen taz lesen:</p><p>Bei &#8220;Presence&#8221; können Verbindungsstudenten seit 2007 Hilfe suchen. &#8220;Ernsthafte Nachfragen von jemandem, der aussteigen wollte, gab es allerdings nie&#8221;, sagt der Leipziger Antirassismusreferent Kasimir Wansing. [<a
href="http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/anlaufstelle-fuer-maennerbuendler/" target="_blank">http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/anlaufstelle-fuer-maennerbuendler/</a>]</p><p>Also, das sinnfreie Projekt läuft in den nächsten Jahren weiter, ohne dass irgendwer – außer Verbindungsstudenten, die aus Spaß da anrufen – etwas davon hat. Außer Spesen nichts gewesen.</p><p>Was ich allerdings befürchte, ist, dass die – ohnehin nicht seltenen – gewalttätigen Anschläge gegen die Göttinger Verbindungen in nächster Zeit wieder zunehmen werden. Der AStA hat uns wieder mal zum Feindbild schlechthin gemacht und viele Linksextremisten werden sich alleine dadurch bestätigt sehen, dass Verbindungen mit aller Gewalt bekämpft gehören.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Was wird am Montag passieren?</strong></p><p>Ich selber werde wahrscheinlich nicht die Zeit finden, anzurufen. Zumal ich als Schwerhöriger lieber Mails schreibe. Damit warte ich aber noch ein paar Wochen, schließlich möchte ich die Betreiber der Hotline nicht gleich am ersten Tag überlasten.</p><p>Es werden allerdings – da bin ich mir sehr sicher – jetzt am Montag sehr viele Korporierte in Göttingen anrufen. Und ich bin mir ebenfalls sicher, dass sie dort präsentieren werden, was sie in ihren Verbindungen gelernt haben: Toleranz, Diskussionsbereitschaft und Selbstbewusstsein.</p><p><em>(Arnd Reinhardt ist Alter Herr der <a
href="http://www.salia.de/" target="_blank">Landsmannschaft Salia Bonn</a> und der <a
href="http://www.germania-dresden.de/" target="_blank">Turnerschaft Germania Dresden</a>)</em></p><p><em> </em></p><p><strong><em>In diesem Sinne wünschen wir am Montag eine gute und faire Unterhaltung!</em></strong></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-05-29/anrufen-und-aussteigen-in-gottingen-ein-interview-mit-dem-initiator.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Sorgentelefon Göttingen: Ausstieg light &#8211; Musterschreiben für den Austritt</title><link>http://www.burschireader.de/2011-05-27/sorgentelefon-gottingen-austieg-light-musterschreiben-fur-den-austritt.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=sorgentelefon-gottingen-austieg-light-musterschreiben-fur-den-austritt</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-05-27/sorgentelefon-gottingen-austieg-light-musterschreiben-fur-den-austritt.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 27 May 2011 06:39:33 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Sorgentelefon]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA Göttingen]]></category> <category><![CDATA[Austrittsformular]]></category> <category><![CDATA[Uni Göttingen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1311</guid> <description><![CDATA[Wie wir durch den AStA in Göttingen lernen durften, stehen Farbenstudenten psychologisch immens unter Druck. Für diese Studenten opfern sich nun in ihrer unendlich sozialen Bereitschaft vier Göttinger studierende selbstlose psychologisch geschulte Gutmenschen entweder aus den Reihen des AStA oder in dessen Auftrag. Vielen Dank dafür. Unterstützung kommt vom Burschireader in Form einer Vorlage für <a
href='http://www.burschireader.de/2011-05-27/sorgentelefon-gottingen-austieg-light-musterschreiben-fur-den-austritt.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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style="text-align: left;">Wie wir durch den <strong>AStA in Göttingen</strong> lernen durften, stehen Farbenstudenten psychologisch immens unter Druck. Für diese Studenten opfern sich nun in ihrer unendlich sozialen Bereitschaft vier Göttinger studierende selbstlose psychologisch geschulte Gutmenschen entweder aus den Reihen des AStA oder in dessen Auftrag. Vielen Dank dafür. Unterstützung kommt vom Burschireader in Form einer <strong>Vorlage für ein Austrittsschreiben</strong>.<span
id="more-1311"></span></p><p
style="text-align: left;">Da man sich beim <strong>Göttinger AStA</strong> an den kommden Montagen vor Anrufen wahrscheinlich nicht wird retten können &#8211; die Not bei Studentenverbindungen ist wirklich groß, wie die <a
href="http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/anlaufstelle-fuer-maennerbuendler" target="_blank">Erfahrungen bspw. in Leipzig</a> zeigen -, möchte der Burschireader der AStA-Telefonseelsorge effizient unter die Arme greifen.</p><p
style="text-align: left;">Unter dem Motto &#8220;<strong>Ausstieg light</strong>&#8221; möchte ich den ausstiegswilligen Korporierten helfen, ihr Leben wieder zu ordnen und in das öffentlich-soziale Dasein zurückzukehren. Hierfür habe ich im ein <strong>Musterschreiben für den Austritt</strong> aus einer Studentenverbindung verfasst. Der Austritt aus einer Verbindung stellt nach Auffassung des Göttinger AStAs offenbar ein hochkomplexes Unterfangen dar, die eine ohnehin schon geschundene Studentenseele weiter belasten könnte. Die Auswirkungen eines solchen Austrittsverfahrens mit all seinen zusätzlich belastenden Konsequenzen sind nicht zu unterschätzen! Es gilt also einen sehr umsichtigen und diplomatischen Weg für das Verlassen des Bundes zu wählen.</p><p
style="text-align: left;">Ich hoffe aber, ich habe alle notwendigen Formalia in meinem folgenden Musterschreiben erfassen können. Sollten die Juristen und meinen Lesern Fehler in der Vorlage finde, wäre ich um einen entsprechende Information dankbar.</p><hr
style="height: 1px; width: 75%;" size="1" /><p
style="text-align: left;"> </p><p
style="text-align: right;">[Vorname] [Name]<br
/> [Straße]<br
/> [PLZ] [Ort]</p><p>[Verbindung]<br
/> [Straße]<br
/> [PLZ] [Ort]</p><p
style="text-align: right;">[Ort], den [Datum]</p><p><strong>Austritt aus der [Verbindung]</strong></p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p><p>zum frühestmöglichen Zeitpunkt trete ich aus der [Verbinding] aus.</p><p>Mit freundlichen Grüßen</p><p>[Unterschrift]<br
/> [Vorname] [Nachname]</p><hr
style="height: 1px; width: 75%;" size="1" /> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-05-27/sorgentelefon-gottingen-austieg-light-musterschreiben-fur-den-austritt.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>12</slash:comments> </item> <item><title>Der AStA Göttingen bietet ein Sorgentelefon für ausstiegswillige Korporierte</title><link>http://www.burschireader.de/2011-05-24/der-asta-gottingen-bietet-ein-sorgentelefon-fur-ausstiegswillige-korporierte.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-asta-gottingen-bietet-ein-sorgentelefon-fur-ausstiegswillige-korporierte</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-05-24/der-asta-gottingen-bietet-ein-sorgentelefon-fur-ausstiegswillige-korporierte.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 24 May 2011 05:41:01 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA Göttingen]]></category> <category><![CDATA[Ausstiegswillige Korporierte]]></category> <category><![CDATA[Psychoterror]]></category> <category><![CDATA[Sorgentelefon]]></category> <category><![CDATA[Uni Göttingen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1269</guid> <description><![CDATA[Heute habe ich wieder etwas gelernt: Studentenverbindungen sind nicht nur abgrundtief böse, rechtsextreme, frauenfeindliche und homophobe Vereinigungen, die allesamt von geschichtsrevisionistischen Abtreibungsgegnern geleitet werden um von dort aus die braune Machtergreifung in Deutschland neu zu organisieren. Nein! Seit heute weiß ich, dass sie auch Quell unsäglichen psychologischen Terrors sind. Gott sei Dank  gibt es aber <a
href='http://www.burschireader.de/2011-05-24/der-asta-gottingen-bietet-ein-sorgentelefon-fur-ausstiegswillige-korporierte.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Heute habe ich wieder etwas gelernt: Studentenverbindungen sind nicht nur abgrundtief böse, rechtsextreme, frauenfeindliche und homophobe Vereinigungen, die allesamt von geschichtsrevisionistischen Abtreibungsgegnern geleitet werden um von dort aus die braune Machtergreifung in Deutschland neu zu organisieren. Nein! Seit heute weiß ich, dass sie auch Quell unsäglichen psychologischen Terrors sind. Gott sei Dank  gibt es aber der <a
href="http://asta.uni-goettingen.de" target="_blank">AStA der Uni Göttingen</a> der sich vollkommen selbstlos den Opfern dieser Vereinigungen annimmt und<a
href="http://asta.uni-goettingen.de/2011/05/19/pressemitteilung-19-05-11-start-des-hilfsprojektes-%e2%80%9efalsch-verbunden-%e2%80%93-ein-beratungstelefon-fur-verbindungsstudenten%e2%80%9c/" target="_blank"> Ausstiegswilligen über ein Sorgentelefon Hilfe anbietet</a>. <span
id="more-1269"></span></p><p>Bisher dachte ich, dass wenn man aus einer Verbindung austreten möchte, einfach sein Band niederlegt und eine Autrittserklärung schreibt. Auch war ich der Auffassung, dass gerade Füxe, also quasi &#8220;Schnuppermitglieder&#8221; einer Verbindung, jederzeit den Bund (ganz legitim) verlassen könnten, gerade weil man doch erkennen könnte, dass das Verbindungswesen doch nicht so das seine ist oder man einfach andere Erwartungen und Vorstellungen hatte. Seit gestern weiß ich, dass dem anscheinend nicht so ist und man also Aussteigender mit psychologischen Drangsalierungen rechnen muss.</p><p>Aber eben dafür gibt es ja jetzt das Sorgentelefon des AStAs. Laut dem <a
href="http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Neues-Sorgentelefon-fuer-Verbindungsstudenten" target="_blank">Göttinger Tageblatt</a> haben sich dann doch immerhin vier Studierende, die offenbar dem AStA nahestehen, mit der Verbindungswesen auseinander gesetzt &#8211; abgesehen natürlich von den vielen anderen aktiven Mitgliedern der rund 30 bis 40 Göttinger Verbindungen.</p><p>Die Mitarbeiter des AStA, der sich aus den Geldern der hiesigen Studierendenschaft finanziert, haben sich immerhin psychologisch schulen lassen und arbeiten mit der hiesigen <a
href="http://www.studentenwerk-goettingen.de/psb.html" target="_blank">Psychosozialen Beratungsstelle (PSB) der Universität</a> zusammen. Dass die Mitarbeiter letzterer von der Sorgentelefon-Aktion nichts wissen, ist natürlich reine Makulatur. Selbstverständlich steht aber der AStA-Dienst auch den Verwandten und Freunden der psychisch offenbar völlig fertigen Korporierten offen, um sich auszuweinen.</p><p>Spaß beiseite: <a
href="http://www.goettinger-tageblatt.de/var/storage/images/gt-et/nachrichten/goettingen/uebersicht/neues-sorgentelefon-fuer-verbindungsstudenten/12855675-1-ger-DE/Neues-Sorgentelefon-fuer-Verbindungsstudenten_ArtikelQuer.jpg" target="_blank">Da saßen also gestern drei AStA-Leute scheinbar vor der lokalen Göttinger Presse</a>. Sie probten den professionellen Auftritt vor den Medien und mussten sich dann Fragen gefallen lassen, die sie bspw. mit &#8220;Das ist schon ernst gemeint&#8221; beantworten mussten. Offenbar nahmen aber nicht einmal die Göttinger Medien das Ansinnen des AStAs ernst.</p><p>Die bekanntgegebene Sorgen-Nummer ist montags zwischen 11 und 12 Uhr erreichbar. Ich frage mich allerdings, wie der brave, psychologisch und physiologisch geknechtete Fux am Montag um solch eine Uhrzeit fit für ein Telefonat sein soll, wenn er sich am Wochenende zuvor angeblich in Trinkritualen förmlich ersoffen hat.</p><p>Aber jetzt bin ich mal nicht so: Am 30. Mai gibt es die erste solche Telefonsprechstunde unter der Rufnummer ?0551/3922268&#8230; &#8211; wenn man das bis dahin nicht längst schon wieder vergessen hat.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-05-24/der-asta-gottingen-bietet-ein-sorgentelefon-fur-ausstiegswillige-korporierte.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>FAU Erlangen-Nürnberg: Ein kleiner Brief mit großen Nachwirkungen</title><link>http://www.burschireader.de/2011-05-23/fau-erlangen-nurnberg-ein-kleiner-brief-mit-grosen-nachwirkungen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fau-erlangen-nurnberg-ein-kleiner-brief-mit-grosen-nachwirkungen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-05-23/fau-erlangen-nurnberg-ein-kleiner-brief-mit-grosen-nachwirkungen.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 23 May 2011 05:41:31 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[B! Frankonia Erlangen]]></category> <category><![CDATA[DIE LINKE]]></category> <category><![CDATA[FAU]]></category> <category><![CDATA[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]]></category> <category><![CDATA[Grüne Liste]]></category> <category><![CDATA[LukS]]></category> <category><![CDATA[Nicole Gohlke]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1251</guid> <description><![CDATA[Im Grunde genommen ist die Sache ja schon ausgelutscht: Die Webseite einer Universität verlinkt auf die örtlichen Studentenverbindungen. Eine linke studentische Vereinigung fordert deren Löschung, welche das Rektorat der Universität ablehnt. Danach gibt es noch ein wenig Gemecker, insbesondere auf Seiten der Unterlegenen. Hauptsache ist aber unterm Strich, dass man sich kurzzeitig öffentlich über die eigenen <a
href='http://www.burschireader.de/2011-05-23/fau-erlangen-nurnberg-ein-kleiner-brief-mit-grosen-nachwirkungen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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id="more-1251"></span> </p><p>An der <strong><a
href="http://www.fau.de" target="_blank">Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)</a></strong> laufen die Dinge aber etwas anders. Im Zug des anschließenden genannten Gemeckers über die Absage an die entsprechende Forderung der <strong><a
href="http://luks.blogsport.de" target="_blank">LUKS</a></strong>-Organisation, schalten sich dann noch andere Organisationen auf:  So ergänzte die <a
href="http://www.gl-erlangen.de" target="_blank">Grüne-Liste-Fraktion des Erlanger Stadtrats</a> die linke Eingabe (die sie auch vorher schon unterstützt und mit unterschrieben hatte) durch ein <a
href="http://gl-erlangen.de/antr-mainmenu-99/694-fau-weblink-frankonia.html" target="_blank">weiteres, eigenes Schreiben</a> mit einer leicht abgewandelten Forderung. Und dabei stehen aktuell noch nicht einmal Kommunalwahlen an.</p><p>Dem obendrauf mischt nun aber auch die <a
href="http://www.linksfraktion.de/" target="_blank">Fraktion <strong>DIE LINKE </strong>des Deutschen  Bundestags</a> mit. Deren hochschulpolitische Sprecherin, <strong>Nicole Gohlke</strong>, wandte sich nun auch an den Rektor der <strong>FAU</strong> mit der Afforderung der Link-Löschung. Vor allem ist es ein Satz ihres <a
href="http://luks.blogsport.de/images/20110518_Brief_GrskeBurschenschaft.pdf" target="_blank">Schreibens</a>, der einem sofort ins Auge sticht:</p><blockquote><p>Mich irritiert dabei Ihre pauschale Zurückweisung insbesondere im Hinblick auf offen nationalistische Verbindungen wie z.B. der Burschenschaft Frankonia.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://luks.blogsport.de/images/20110518_Brief_GrskeBurschenschaft.pdf">http://luks.blogsport.de/images/20110518_Brief_GrskeBurschenschaft.pdf</a>, Zugriff am 23.05.2011)</em></p></blockquote><p>Einerseits liegt in der sehr differenzierten und klar begründeten <a
href="http://luks.blogsport.de/images/Antwort_Grueske.pdf" target="_blank">Absage des Uni-Rektors</a> eine pauschalierende Verunglimpfung hinsichtlich des gesamten Verbindungswesens seitens LUKS zugrunde. Andererseits nimmt die LINKE-Abgeordnete Gohlke eben genau jene vorverurteilenden LUKS-Behauptungen in ihrem Schreiben auf. Da war sogar die GL &#8211; zumindest auf den ersten Blick &#8211; differenzierter.</p><p>Aber auch LUKS selbst legt noch einen drauf, widerspricht sich und macht sich in seinen Grundforderungen unglaubwürdig. In einem <a
href="http://luks.blogsport.de/2011/05/22/offener-brief-zu-korporationen-briefe-an-grueske-lassen-nicht-nach/" target="_blank">neuerlichen Brief</a> an die Universitätsleitung heißt es:</p><blockquote><p>Im Vor­der­grund steht hier Ihr Ab­han­deln des ge­ra­de nicht pau­scha­li­sie­ren­den, son­dern trotz der Grund­for­de­rung dif­fe­ren­zie­ren­den Brie­fes als ‚pro­pa­gan­dis­tisch auf­ge­bausch­te Ver­bots­for­de­rung‘. Die For­de­run­gen von LukS wur­den be­grün­det und auch dif­fe­ren­ziert dar­ge­legt, weil sie unter an­de­rem auch auf Un­ter­schie­de ein­zel­ner Bur­schen­schaf­ten ein­gin­gen, was Sie nicht be­rück­sich­ti­gen.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://luks.blogsport.de/2011/05/22/offener-brief-zu-korporationen-briefe-an-grueske-lassen-nicht-nach">http://luks.blogsport.de/2011/05/22/offener-brief-zu-korporationen-briefe-an-grueske-lassen-nicht-nach</a>, Zugriff am 23.05.2011)</em></p></blockquote><p>Dass der Unterzeichner offenbar die Begriffe Burschenschaft und Studentenverbindung durcheinander wirft, wird mittlerweile ja eher als Running-Gag verstanden. Von tiefengründigen Kenntnissen des Schreibers hinsichtlich des Verbindungswesens kann man so allerdings nicht wirklich ausgehen. Warum aber die Löschung grundsätzlich aller Verbindungslinks gefordert wird, wenn doch die Burschenschaften &#8230; - Entschuldigung! -&#8230; Studentenverbindungen von Grund auf so unterschiedlich sind, das darf dem aufmerksamen Leser weiterhin ein Rätseln bleiben.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-05-23/fau-erlangen-nurnberg-ein-kleiner-brief-mit-grosen-nachwirkungen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Burschentag2011 &#8211; im Interesse der kapitalistischen Eisenacher</title><link>http://www.burschireader.de/2011-05-19/burschentag2011-im-interesse-der-kapitalistischen-eisenacher.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=burschentag2011-im-interesse-der-kapitalistischen-eisenacher</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-05-19/burschentag2011-im-interesse-der-kapitalistischen-eisenacher.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 19 May 2011 12:42:57 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschentage2011]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaftsdenkmal]]></category> <category><![CDATA[Bücherverbrennung]]></category> <category><![CDATA[DB]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Eisenach]]></category> <category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category> <category><![CDATA[Thilo Sarrazin]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1203</guid> <description><![CDATA[Wegen des eine Woche zuvor stattfindenen Pfingstkongresses in Coburg, ist der Burschentag in Eisenach hier beim Burschireader ein wenig in den Hintergrund gerückt. Aber das dürfte nichts machen &#8211; ich schätze, dass die die Protestteilnehmer in Coburg und Eisenach zu 90% ohnehin dieselben sind. Auf dem Blog gegenburschentage.blogsport.de versucht man gegen den Burschentag aufzustacheln. Seit der Wiedervereinigung <a
href='http://www.burschireader.de/2011-05-19/burschentag2011-im-interesse-der-kapitalistischen-eisenacher.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Wegen des eine Woche zuvor stattfindenen Pfingstkongresses in Coburg, ist der <strong>Burschentag in Eisenach</strong> hier beim <strong>Burschireader</strong> ein wenig in den Hintergrund gerückt. Aber das dürfte nichts machen &#8211; ich schätze, dass die die Protestteilnehmer in Coburg und <strong>Eisenach</strong> zu 90% ohnehin dieselben sind. Auf dem Blog <a
href="http://gegenburschentage.blogsport.de" target="_blank">gegenburschentage.blogsport.de</a> versucht man gegen den Burschentag aufzustacheln.<span
id="more-1203"></span></p><blockquote><p>Seit der Wiedervereinigung findet jährlich am Wochenende nach Pfingsten der sogenannte Burschentag der Deutschen Burschenschaft (DB) auf der Wartburg in Eisenach statt.</p></blockquote><p>Für die Geschichte unseres Landes und insbesondere zur Erinnerung an die frühesten Bestrebungen der <strong>Burschenschaften</strong> dürfte es kaum einen anderen, so denkwürdigen Platz dafür in Deutschland geben.</p><blockquote><p>Das erste Wartburgfest 1817 ist wichtiger Bestandteil burschenschaftlicher Geschichte: neben Reden zur Zukunft der „Deutschen Nation“ stand auch Bücherverbrennung auf dem Programm.</p></blockquote><p>Nein, die <strong>Bücherverbrennung</strong> stand NICHT auf dem Programm. Sie war eine Randerscheinung weniger Radikaler und fand nur unter großem Protest der Veranstaltungsleitung statt.</p><blockquote><p>Auch heute noch findet ein Fackelzug zum Burschenschaftsdenkmal statt.</p></blockquote><p>Wieso &#8220;noch&#8221;? 1817 gab es noch kein <strong>Burschenschaftsdenkmal</strong>. Dieses wurde erst 1902 erbaut bzw. eingeweiht.</p><blockquote><p>Die örtlichen Unterkünfte sind belegt, die Kneipen sind voll, das Bier fließt in Strömen.</p></blockquote><p>Es geht also zu, wie in allen anderen (Groß-)städten unseres Landes an einem Wochenende! Sehr verwerflich!</p><blockquote><p>Fast könnte man in der touristischen Idylle vergessen, dass es sich hierbei um ein Treffen rechts-konservativer bis neo-nazistischer Männerbünde handelt, das in seinen Grundfesten abzulehnen ist.</p></blockquote><p>Einerseits frage ich mich nach wie vor, wie man auf den Vorwurf <strong>neo-nazistischer Bünde</strong> kommt und andererseits, wer genau so allgemeingültig bestimmt, dass das Burschenschaften abzulehnen seien. Ich persönlich glaube ja doch noch an die Eigenbestimmung des Individuums. Gerade die Summe dieser Einzelmeinungen und das daraus resultierende Gesamtmeinungsbild, sind eben jene Grundmanifeste, die unsere <strong>Demokratie</strong> und unsere <strong>Republik</strong> ausmachen.</p><p>Einen Ausflug hin zur Bedeutung der Burschenschaften hinsichtlich der Schaffung einer deutschen Republik erspare ich mir an dieser Stelle. Dafür versprechen aber die Gegenburschentagler im Folgenden eine Erklärung ihrer bislang recht spekulativen Behauptungen. Diese sind allerdings derart wild zusammengetragen, dass sie weniger Begründungen liefern, als verwirren.</p><h4>Die Nazis von der Deutschen Burschenschaft</h4><p>Im Bereich &#8220;Die Nazis von der Deutschen Burschenschaft&#8221; (DB) werden im Grunde die üblichen abgedroschenen Vorurteile aufgewärmt und Fakten verdreht. So wird der DB bspw. vorgehalten bereits 1920 den <strong>Arierparagraphen</strong> verabschiedet zu haben, wodurch nur noch Studenten deutscher Abstammung Mitglied der DB-Bünde werden konnten. Das mag richtig sein und es war grundlegend falsch. Doch darf man nicht vergessen, dass das kein ungewöhnlicher Umstand jener Zeit war. Zahllose Sport-, Musik- und sonstige Vereine schlossen auf diese Weise Ausländer und insbesondere Juden aus ihren Reihen aus. Die DB nahm hier keine Sonderstellung ein, sondern passte sich dem Mainstream der andauernden Judenhetze an. Es ist sehr einfach aus dem Blickwinkel des 21. Jahrhunderts mit dem Finger auf Geschehnisse zu zeigen, deren Ausuferungen man zu dieser Zeit nicht hat erahnen können.</p><p>Auch ist es erstaunlich, dass <strong>Abtreibungsgegner heute als rechtsextrem</strong> gelten sollen. So wird der DB im Rahmen rechtsextremistischer Ausrichtungen vorgworfen, Abtreibungsgegner eingeladen zu haben. Die individuelle Einstellung hierzu ist dann doch wohl eher im Gewissen, als in der parteipolitischen Orientierung zu suchen.</p><h4>Ungleichheit auf allen Ebenen</h4><p>Im Rahmen der Ungleichheit bedenken die Protestler den Verbindungsstudenten im Allgemeinen&#8230;</p><blockquote><p>sich in einer besonderen gesellschaftlichen und politischen Rolle [zu sehen]. Sie verstehen sich als Elite, „Gestalter“ des gesellschaftlichen Lebens und geistige Vorhut. </p></blockquote><p>Da frage ich mich allerdings, worin genau dann der Unterschied zu den Burschentagsgegnern liegen soll. Letztere stellen sich ja selbst also genau das dar, was man den DB&#8217;ern vorwirft &#8211; wenn auch mit anderen (unterstellten) Zielsetzungen.</p><p>Im Folgenden werden die DB-Bünde als <strong>frauen-, schwulen- und lesbenfeindlich</strong> tituliert. Ich glaube, es ist der großen Mehrheit der Burschenschafter recht egal, mit wem der Bundes- oder Farbenbruder ins Bett geht. Dass es wiederum persönliche Aversionen gegen Homosexuelle gibt, das sei unbestritten. Dies liegt dann aber nicht an der Organisation der DB, sondern vielmehr an jedem Einzelnen. Solch eine Homophobie ist nicht nur in den klassischen Männerbünden zu finden, sondern in allen Teilen unserer Gesellschaft.</p><blockquote><p>Frauen haben in den Männerbünden außer als „schmückendes Beiwerk“ nichts verloren. Schließlich seien sie nicht für die harten Ansprüche der Öffentlichkeit und ihrer Gestaltung im nationalen Sinne geschaffen.</p></blockquote><p>Man könnte sich nach jahrzehnten vielleicht doch einmal eine andere Formulierung als <strong>&#8216;schmückendes Beiwerk&#8217;</strong> überlegen. Ich habe bislang noch keine Burschenschafter-Freundin oder -Ehefrau kennengelernt, die sich als solches Beiwerk sehen würde. Hier sprechen die Protestler gerade Partnerinnen von Burschenschaften deren Eigenständigkeit und Gleichheit ab. Auch wenn ich selbst keinem DB-Bund angehöre,  meine Frau verfügt über eine weitaus bessere akademische Ausbildung als ich und ist &#8211; aus eigener Kraft! &#8211; gut im Berufsleben situiert. Ich freue mich darüber und bin stolz auf sie! Ich glaube nicht, dass ich der einzige bin, der solche Erfahrungen gemacht hat. Ich bin darüber hinaus überzeugt davon, dass man gerade in den kommenden Jahren des öfteren auf solche Konstellationen treffen wird.</p><h4>Die Nazis und ihre guten Freunde im Rest der Gesellschaft</h4><p>Der darauffolgende Teil des Aufrufs unter dem Titel &#8220;Die Nazis und ihre guten Freunde im Rest der Gesellschaft&#8221; bilden sein sehr obskures Argumentationskonstrukt. Man könnte das Gefühl haben, das man in DB-Bünden beinahe jüngerhaft an die Worte eines <strong>Thilo Sarrazin</strong> oder eines <strong>Guido Westerwelle</strong> kleben würde. Dass gerade der bekennende schwule (!) Ex-FDP-Chef solchen Einfluss auf die DB haben soll, kann doch im Rahmen der vorangegangenen Unterstellung der Schwulenfeindlichkeit nicht wirklich ernst gemeint sein.</p><p>Zum Endes des Aufrufs hin beklagen die Protestler das mangelnde gesellschaftliche Engangement gegen den Burschentag aufgrund <strong>ökonomischer Interessen</strong>. Dass gerade die Protestierenden für die Beachtung der Burschentage sorgen und sie &#8211; ebenso wie auch die anreisenden Burschenschafter  &#8211; die Eisenacher (sowie auch die Deutsche Bahn als auch die Mineralölkonzerne) in deren offenbar bösartiger kapitalistischer Raffgier unterstützen, wird dabei gerne verschwiegen. Sicherlich sind das die Opfer, die man zur Weltverbesserung bereit sein muss, zu geben. Oder will man den Eisenachern Bürgern einfach nur unterstellen, kollektiv rechtsextrem, frauen-, schwulen- und lesbenfeindlich zu sein?</p><p><em>Liebe Protestierende, eben dadurch, dass Ihr jedes Jahr wieder in Eisenach, Coburg, Bielefeld etc aufmarschiert, gebt ihr genau denjenigen, die ihr &#8211; aus welchen abwegigen Gründen auch immer &#8211; bekämpfen wollt, die Bühne, die Ihr ihnen verweigern wollt. Wenn Ihr wirklich die Auffassungen leben würdet, wie Ihr es in solchen Aufrufen vorgaukelt, dann solltet Ihr Veranstaltungen wie die Burschentage, den Pfingskongress oder die Akademikertage einfach ignorieren.</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-05-19/burschentag2011-im-interesse-der-kapitalistischen-eisenacher.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Unerwartete Erkenntnisse: Verbindungen haben nichts mit Universitäten zu tun</title><link>http://www.burschireader.de/2011-05-19/unerwartete-erkenntnisse-verbindungen-haben-nichts-mit-universitaten-zu-tun.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=unerwartete-erkenntnisse-verbindungen-haben-nichts-mit-universitaten-zu-tun</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-05-19/unerwartete-erkenntnisse-verbindungen-haben-nichts-mit-universitaten-zu-tun.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 19 May 2011 08:10:22 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[B! Frankonia Erlangen]]></category> <category><![CDATA[Erlangen]]></category> <category><![CDATA[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]]></category> <category><![CDATA[Grüne Liste]]></category> <category><![CDATA[LukS]]></category> <category><![CDATA[Stadtrat]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1188</guid> <description><![CDATA[Im Januar hat eine Erlanger Initiative von studierenden Linken, die sich selbst LUKS nennt, das Uni-Rektorat der  Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) dahingehend aufgefordert, die Verlinkungen zu Studentenverbindungen auf der Webseite der Universität im Bereich Von Studierende für Studierende zu löschen. Einige Wochen später meldete sich die Stadtratsfraktion Grüne Liste (GL) in einem offenen Brief an die FAU zu Wort <a
href='http://www.burschireader.de/2011-05-19/unerwartete-erkenntnisse-verbindungen-haben-nichts-mit-universitaten-zu-tun.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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href="http://luks.blogsport.de" target="_blank">LUKS</a> nennt, das Uni-Rektorat der <a
href="http://www.fau.de" target="_blank"> Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg</a> (FAU) dahingehend aufgefordert, die <a
href="http://luks.blogsport.de/2011/01/30/offener-brief-an-die-fau-erlangen-nuernberg-zu-studentischen-verbindungen/" target="_blank">Verlinkungen zu Studentenverbindungen</a> auf der Webseite der Universität im Bereich <a
href="http://uni-erlangen.de/studierende/studentenseiten.shtml" target="_blank">Von Studierende für Studierende</a> zu löschen. Einige Wochen später meldete sich die <a
href="http://gl-erlangen.de" target="_blank">Stadtratsfraktion Grüne Liste</a> (GL) in einem <a
href="http://gl-erlangen.de/presseinformation-mainmenu-100/685-weblinks-fau-webseite.html" target="_blank">offenen Brief an die FAU</a> zu Wort und forderte die Entfernung des Links zu einer bestimmten in Erlangen ansässigen Burschenschaft. Seit gestern nun steht ein <a
href="http://gl-erlangen.de/antr-mainmenu-99/694-fau-weblink-frankonia.html" target="_blank">Antrag an den Stadtrat</a> auf deren Internetseiten, in dem der Erlanger Oberbürgermeister Siegfried Balleis das Unirektorat im Namen des Stadtrats bitten soll, eben diesen Link von der Webseite zu entfernen.<span
id="more-1188"></span></p><p>Der Antrag im Wortlaut: </p><blockquote><p>Stadtratsantrag</p><p>Auf der offiziellen Internetseite der Universität (uni-erlangen.de) sind unter der Rubrik &#8220;Von Studierenden für Studierende&#8221; verschiedene Erlanger Verbindungen / Korporationen verlinkt, so auch die Erlanger Burschenschaft Frankonia.</p><p>Abgesehen von der Frage, ob das Weltbild von Studentenverbindungen mit dem einer weltoffenen Universität vereinbar ist, irritiert uns besonders der Hinweis auf die Burschenschaft Frankonia. Bekanntermaßen pflegt sie enge Kontakte zur Neo­na­zi-Sze­ne. Auch personelle Überschneidungen zwischen dieser Burschenschaft und der rechtsextremen Szene &#8211; z. B. dem „Freien Netz Süd“ &#8211; sind belegt und sicherlich auch der Universitätsleitung bekannt. Auf diesen Sachverhalt wird im Zusammenhang mit der Verlinkung auf der Webseite aber nicht hingewiesen.</p><p>Auf diesen Umstand wurde die Universitätsleitung von der Grünen Liste und auch von anderen Organisationen bereits im Januar hingewiesen und gebeten, diese Verlinkung aufzuheben. Die Leitung der Universität ist dazu jedoch nicht bereit, wie sie in einem Schreiben mitteilt: „Eine Universität ist weder eine Zensur- noch Überwachungsbehörde“, führt Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske in diesem Brief aus. „Die Forderung, einzelnen Gruppen oder Personen die öffentliche Meinungsäußerung pauschal zu verbieten oder zu erschweren, verträgt sich nicht mit diesem Anspruch“, so Grüske weiter.</p><p>Gerade in einer Stadt, die der &#8220;Europäischen Städte-Koalition gegen Rassismus“ beigetreten ist, das „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ des Gräfenberger Bürgerforums unterstützt und in der &#8220;Bayerischen Koalition von Städten gegen Rechtsextremismus&#8221; aktiv ist, finden wir Links, die immer auch als Empfehlung verstanden werden, zu rechtsextrem orientieren Organisationen unangebracht. Außerdem können wir der Argumentation von Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske für die Beibehaltung der Verlinkung nicht folgen. Wieso sollte anderenfalls eine freie Meinungsäußerung verhindert werden? Hier steht höchstens die Meinungsäußerung der Universität auf ihrer Webseite zur Diskussion, ob solche Organisationen ein erwähnenswertes Angebot „von Studierenden für Studierende“ sind oder nicht.</p><p>Wir beantragen daher,</p><p>dass der Oberbürgermeister die Leitung der Universität in Namen des Erlanger Stadtrates bittet, diese Verlinkung aufzuheben.<br
/> <em>(Quelle: <a
href="http://gl-erlangen.de/antr-mainmenu-99/694-fau-weblink-frankonia.html">http://gl-erlangen.de/antr-mainmenu-99/694-fau-weblink-frankonia.html</a>, Zugriff am 19.05.2011)</em></p></blockquote><p>Ganz abgesehen von dem Inhalt des Antrags ist er an sich im politischen Umfeld ziemlicher Nonsens. Solche Anträge sollen politisches Handeln hervorbingen und daher Konsequenzen nach sich ziehen. Was wären solche Konsequenzen aus Sicht dieses Antrags: Der OB Balleis nimmt das Telefon in die Hand, plaudert zwei Minuten mit dem Rektor der Universität, stellt dabei seine Bitte, der Rektor lehnt ab und das Telefonat wird beendet. Vielleicht macht sich das Büro des OBs aber sogar die Mühe und setzt dazu ein Schriftstück auf, welches dann irgendwo in den Analen der Archive der Universität und der Stadt abgeheftet werden. Unterm Strich sind solche Anträge die reine Verschwendung von Steuergeldern. Sie haben weder politischen Nutzen noch gesellschaftlichen Mehrwert.</p><p>Interessant ist hierbei aber auch vor allem die Diskussion, die zu diesem Antrag enstanden ist. Ich war so frei, auf der Webseite der GL einmal nachzufragen, wie es zu dem Stimmungswandel kam, zunächst die Löschung aller Verlinkungen zu studentischen Verbindungen zu fordern (die GL hat dsa LUKS-Schreiben vom Januar mit unterzeichnet) und später nur noch den einer einzigen Verbindung. Die Frage wurde im Grunde gar nicht beantwortet, so hat der Geschäftsführer der GL-Fraktion nur von Weltbildern geschrieben, die Studentenverbindungen vertreten würden. Welche das sein sollen und was genau er daran bemängelt, die Antwort blieb er bislang schuldig.</p><p>Interessant ist aber auch das Kommentar eines Jan, der da postet:</p><blockquote><p>[...]Verbindungen haben erst mal NICHTS mit der Universität zu tun, daher ist insgesamt fraglich, ob die Universität diese verlinken soll.[...]</p></blockquote><p>Ich lasse das an dieser Stelle einfach im Raum stehen, verweise aber in diesem Zusammenhang bspw. auf die Verlinkungen auf den &#8220;Schwul-lesbischen Studentenstammtisch Erlangen&#8221; oder die politischen Hochschulgruppen (in einem Bundesland, wo es noch nicht einmal eine verfasste Studierendenvertretung gibt). Diese haben also den gleichen rechtlichen Stellenwert an der Universität, wie eine Studentenverbindung. In einem Bereich &#8220;Von Studierenden für Studierende&#8221; müssen nicht nur solche Organisationen stehen, die von der Universität aus gesteuert werden &#8211; und das wäre die Logik aus der Forderung in Verbindung mit &#8220;Jans&#8221; o.g. Aussage &#8211; sondern kann (und sollte sogar) privaten Organisationen offen stehen, die sich für Studierende einsetzen bzw. ihnen einen Mehrwert hinsichtlich des Studiums geben. Eben genau dafür sind solche Seiten da und eben genau da sind dann auch Studentenverbindungen aufzuführen.</p><p>Sollte ich noch etwas über die Erkenntnisse der GL und des von ihnen unterstellten verbindungsstudentischen Weltbilds in Erfahrung bringen, gibt es natürlich hier dazu mehr. Die GL bzw LUKS hätten aber auf durchaus intelligentere Art und Weise zu einem weitaus öffentlichkeitsträchtigeren Ergebnis kommen können.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-05-19/unerwartete-erkenntnisse-verbindungen-haben-nichts-mit-universitaten-zu-tun.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Aufruf zum Protest geben den Pfingskongress 2011 &#8211; aber zackig!</title><link>http://www.burschireader.de/2011-05-13/aufruf-zum-protest-geben-den-pfingskongress-2011-aber-zackig.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=aufruf-zum-protest-geben-den-pfingskongress-2011-aber-zackig</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-05-13/aufruf-zum-protest-geben-den-pfingskongress-2011-aber-zackig.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 13 May 2011 06:33:35 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[CC2011]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[CDA]]></category> <category><![CDATA[Coburg]]></category> <category><![CDATA[Coburger Convent]]></category> <category><![CDATA[Pfingstkongress]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1111</guid> <description><![CDATA[Man kommt mit dem Schreiben ja kaum nach. Die Gegner des Pfingstkongresses bzw. des Farbenstudententums zeigen sich sehr aktiv in diesem Jahr virtuell ungewöhnlich aktiv. Gleich zwei neue Texte hat man auf der Anti-CC-Seite online gestellt. Einerseits den Aufruf für den Protest gegen den Pfingskongress 2011, andererseits ein Aufruf, den Aufruf zu lesen. Eines nach <a
href='http://www.burschireader.de/2011-05-13/aufruf-zum-protest-geben-den-pfingskongress-2011-aber-zackig.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Man kommt mit dem Schreiben ja kaum nach. Die Gegner des Pfingstkongresses bzw. des Farbenstudententums zeigen sich sehr aktiv in diesem Jahr virtuell ungewöhnlich aktiv. Gleich zwei neue Texte hat man auf der Anti-CC-Seite online gestellt. Einerseits den Aufruf für den Protest gegen den Pfingskongress 2011, andererseits ein Aufruf, den Aufruf zu lesen. Eines nach dem anderen.<span
id="more-1111"></span></p><p><strong>Der Aufruf 2011</strong></p><p>Zu meiner Schande muss ich gestehen: Ich war der Auffassung, der letzte Text (&#8220;<a
title="Der Pfingskongress des CC als touristisches Ausflugsziel" href="http://www.burschireader.de/2011-05-12/der-pfingskongress-des-cc-als-touristisches-ausflugsziel.html">Touristisches Event</a>&#8220;) wäre bereits der besagte Aufruf, den man vor einigen Tagen angekündigt hatte. Diesen Aufruf gab es erst gestern. Das macht nichts, aber besser macht es auch das inhaltlich nicht.</p><p>In diesem <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/aufruf/" target="_blank">Aufruf</a> zeigt sich vor allem die <strong>Verzweiflung</strong>, den den Kritikern des Verbindungswesens innewohnt. Man hat immerhin erkannt, dass die Aktionen der letzten Jahre in <strong>Coburg</strong> kaum bis gar nicht gefruchtet haben. Man stellt sogar den Sinn antifaschistischer Aktionen gegen den <strong>Pfingstkongress</strong> infrage:</p><blockquote><p>Dieses Jahr stellt sich für die dort aktiven Antifaschist_innen mehr denn je die Frage, welche Zukunft der Widerstand in Coburg gegen dieses größte aller Korporierten-Treffen hat. Die letzten Jahre haben nach einem anfänglichen Aufschwung in den lokalen Strukturen viele Rückschläge gebracht. Während es in vielen Städten zum guten Ton gehört, Studentenverbindungen aus der Öffentlichkeit zu verbannen, hat sich in Coburg seit Jahrzehnten nichts dergleichen getan.</p></blockquote><p>Erstaunlich ist für mich allerdings in diesem Zusammenhang, dass nicht einmal die Frage danach gestellt wurde, <em>warum</em> diese Aktionen offenbar keine Erfolge haben erzielen können. Es gibt keinerlei Selbstreflektion. Als vergleichsweise erfolgreiche Proteste gegen das Verbindungswesen wurden in diesem Zusammenhang <strong>Hamburg</strong> (Ex-OB Aahlhaus), <strong>Bielefeld</strong> (Bismarck-Kommers) und <strong>Berlin</strong> genannt. Mir ist zwar auf Anhieb nicht bekannt, was es in diesem Zusammenhang mit Berlin auf sich hat, in den beiden anderen Fällen fußten die Vorwürfe gegen das Farbenstudententum auf der Diffarmierung eines Menschen und auf haltlose Vorurteile gegen das Verbindungswesen im Allgemeinen.</p><p>Unerträglich empfinde ich allerdings mittlerweile die Tatsache, dass seitens der Extremkritiker grundsätzlich mit zweierlei Maß gemessen wird. Während man als Farbenstudent jegliche Provokation ertragen soll, beschwert man sich von Seiten der Protestierenden, wenn einem genau dieser Wind entgegenschlägt:</p><blockquote><p>Es wurde einiges Versucht, das zu ändern. Neben Infoveranstaltungen, Diskussionen und Pressearbeit gab es immer wieder öffentlichen Protest. Jedes Jahr mussten Teilnehmer_innen Verfolgungen durch Polizei und Justiz ertragen. Ein geplanter Gegenkongress in der Stadt scheiterte sogar daran, dass der Staatsschutz bei Betreibern relevanter Örtlichkeiten derart drohte, dass am Ende niemand bereit war, Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Wir haben also langsam die Schnauze voll.</p></blockquote><p>Davon einmal abgesehen, dass ich nichts von einer <strong>Verschwörungstheorie</strong> halte, wonach die Staatsgewalten Druck auf Gastronomen ausgeübt haben sollen, sollte es doch jedem Wirt selbst überlassen sein, wem er sein Haus zur Verfügung stellt. Seltsam, genau dieses Recht wurde bspw. der <strong>IHK</strong> oder verschiedenen Gastronomen und Hoteliers rund um Frankfurt anlässlich des <strong>CDA-Kommerses</strong> im vergangenen Jahr abgesprochen. Zweierlei Maß? Man muss sich nicht wundern, wenn es aus dem Wald herausschallt, wie man vorher hineinruft!</p><p>Eines amüsiert mich dann am Ende des Aufrufs doch noch:</p><blockquote><p>Wir rufen daher alle Antisexist_innen, Antifaschist_innen, Linke und sonstige Unterstützer_innen der Mobilisierung gegen Studentenverbindungen dazu auf, im Zeitraum vom 11. bis zum 14. Juni direkte Aktionen durchzuführen. In beinahe jeder größeren Stadt in Deutschland und Österreich sind Korporierte – mal mehr mal weniger offen – zu treffen. Allen gemein ist ihre nationalistische Gesinnung, ihr sexistisches Weltbild, die Glorifizierung des Krieges und ihr ausgeprägter Sinn für den Klassenkampf von oben.</p></blockquote><p>Es ist wahrlich eine Kunst, so viel Quatsch in einen einzigen Satz wie dem letzten zu packen. Ich muss aber gestehen, dass ich den Vorwurf der &#8220;Glorifizierung des Krieges&#8221; bisher eher selten haben lesen dürfen.</p><p><strong>&#8220;Avanti!&#8221; oder &#8220;Zack, zack!&#8221;</strong></p><p>Auch etwas anderes hat mich heute Morgen bereits dazu gebracht, Tränen zu lachen. Begleitend zu der Blogsport-Seite wurde der Artikel <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/12/avanti/" target="_blank">Avanti!</a> veröffentlicht. Dort heißt es:</p><blockquote><p>Fast jede Stadt hat schließlich ein Problem mit Korporierten.</p></blockquote><p>Nein, die Städte haben kein Problem mit Korporierten, sondern nur damit, was sogenannte Kritiker und Möchtegern-Weltverbesserer aus dem Verbinungswesen machen.</p><blockquote><p>Aber auch die Samstags-Demonstration wird wieder Stadt finden. Und zwar wie immer Coburg. Weil es keinen Pfingstkongress ohne Coburg gibt, machen wir in diese Richtung eine klare Ansage: Nehmt die Steine aus unserem Weg! Sonst jonglieren wir damit!</p></blockquote><p>Ich möchte ja nicht mit sprichwörtlichen Steinen werfen, da ich mit gelegentlichen Rechtschreibfehlern selbst im Glashaus sitze, aber den Seitenhieb auf <em>Stadt</em>findente Demonstrationen möchte ich mir dann doch nicht verkneifen.</p><p>Und etwas Nachdenkliches noch zum Schluss: Sind die Organisatoren der Proteste bereits derart verzweifelt, dass sie damit drohen müssen, mit Steinen zu &#8216;jonglieren&#8217;? Ich hoffe doch sehr, dass man von solch wirklich dummen Stein-Aktionen Abstand nehmen wird.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-05-13/aufruf-zum-protest-geben-den-pfingskongress-2011-aber-zackig.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Der Pfingskongress des CC als touristisches Ausflugsziel</title><link>http://www.burschireader.de/2011-05-12/der-pfingskongress-des-cc-als-touristisches-ausflugsziel.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-pfingskongress-des-cc-als-touristisches-ausflugsziel</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-05-12/der-pfingskongress-des-cc-als-touristisches-ausflugsziel.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 12 May 2011 06:41:33 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[CC2011]]></category> <category><![CDATA[Traditionen]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Coburg]]></category> <category><![CDATA[Coburger Convent]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Einheit]]></category> <category><![CDATA[Fackelzug]]></category> <category><![CDATA[Pfingstkongress]]></category> <category><![CDATA[Rechtslastigkeit]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1098</guid> <description><![CDATA[Als ich auf der Anti-CC-Seite dieser Tage lesen durfte, dass es einen neuen Aufruf für den anstehenden Coburger Pfingstkongress geben würde (siehe hier), war ich eigentlich davon überzeugt, dass man im Grunde nur das Datum updaten würde. Ich wurde aber gestern Abend überrascht, dass man sich wirklich etwas Neues hat einfallen lassen. Inhaltlich und faktisch <a
href='http://www.burschireader.de/2011-05-12/der-pfingskongress-des-cc-als-touristisches-ausflugsziel.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/06/aufruf-2010-2/" target="_blank">hier</a>), war ich eigentlich davon überzeugt, dass man im Grunde nur das Datum updaten würde. Ich wurde aber gestern Abend überrascht, dass man sich wirklich etwas Neues hat einfallen lassen. Inhaltlich und faktisch besser macht es das aber leider auch nicht.<span
id="more-1098"></span></p><p>So fängt es beim 2011er Aufruf mit dem Titel <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/11/touristisches-event/" target="_blank">Touristisches Event?</a> recht unerwartet an:</p><blockquote><p>Den Pfingstkongress des Coburger Convent verbindet die Stadt Coburg scheinbar vor allem mit einem touristischen Event. Dieser ist er auch sicherlich, denn jedes Jahr belegen die Verbindungsbrüder die Hotels und sorgen in der Stadt für ein starkes finanzielles Plus.<br
/> (Quelle: <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/11/touristisches-event">http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/05/11/touristisches-event</a>, Zugriff am 12.05.2011 &#8211; sofern nicht anders beschrieben, beziehen sich die folgenden Zitate auf eben diese Quelle)</p></blockquote><p>Das ist ja soweit auch vollkommen legitim. In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die <a
href="http://blauenacht.nuernberg.de/" target="_blank">Blaue Nacht am 28. Mai in Nürnberg</a> verweisen und wünsche den Hoteliers und Gastronomen viele gebuchte Zimmer und freundliche Gäste. Dem Einzelhandel wünsche ich gute Umsätze und allen Teilnehmern viel Spaß! Im Sommer folgen dann übrigens noch Bier-, Wein- und Burggrabenfest sowie das Herbstvolks- und Altstadtfest. Ganz zu schweigen vom Christkindlesmarkt im Dezember inkl. des traditionellen Thomastags.</p><p>Im Ernst, natürlich ist der<strong> Pfingstkongress</strong> ein großes traditionelles Event für Coburg. Es nur allzu leicht nachvollziehbar, dass man sich dafür ordentlich präsentieren möchte. Die zu erwartenden Gäste in Coburg &#8211; gleich, ob es sich nun um normale Touristen handelt oder tatsächlich um Couleurstudenten, haben sicherlich auch gewisse und berechtigte  Erwartungen an ihre Gastgeber.</p><blockquote><p>Gekonnt wird der Leserschaft <em>[auf der Webseite der Stadt Coburg; Anmkerung vom Burschireader]</em>verschwiegen, dass es sich beim Pfingstkongress des CC um das größte Treffen von studentischen Verbindungen handelt, bzw. dass es überhaupt studentische Verbindungen sind. Dies kann diese nur erahnen bzw. durch ein weiteres klicken auf den Link der Internetseite des CC herausfinden. Auch die Programmpunkte des Pfingstkongresses werden gekonnt vereinfacht, so dass jegliche Kritik an diesen erst gar nicht aufkommen kann.Es ist auch eine normale, traditionelle Veranstaltung für die Stadt.</p></blockquote><p>Ich weiß, dass es für manche Menschen schwer zu akzeptieren ist, aber manchmal sind die Dinge wirklich ganz einfach. Derjenige, der sich für den <strong>Pfingstkongress</strong> interessiert, der weiß sehr wohl, dass es sich hierbei um ein <strong>Treffen studentischer Bünde</strong> handelt. Darüber hinaus werden zumindest <strong>Landsmannschaften</strong> im Text explizit erwähnt. Und davon einmal abgesehen sind die Bilder auf der Seite an sich auch recht sprechend.</p><p>Wer sich die <a
href="http://www.coburg.de/startseite/Leben-in-Coburg/kunst-kultur/Highlights-und-Veranstaltungen/Pfingsten-in-Coburg.aspx" target="_blank">Veranstaltungsinformationen auf den Seiten der Stadt Coburg</a> ansieht und mit dem <strong>Coburger Convent</strong>, mit <strong>Landsmannschaften</strong>, dem <strong>Pfingskongress </strong>und den Fotos der Herren im Wichs nichts anzufangen weiß, der wird auch mit dem Wesen der <strong>Studentenverbindungen</strong> wenig bis gar nichts anfangen können.</p><p>Im Folgenden versucht sich der Aufruf-Verfasser darin, die Texte der Veranstaltungshinweise inhaltlich zu zerlegen. Die entstehenden Interpretationen sind allerdings nicht nur sehr fragwürdig, sondern auch teils geschmacklos.</p><blockquote><p>„<em>Die Kranzniederlegungen am Ehrenmal der Stadt Coburg und anschließend am Ehrenmal des Coburger Convents im Hofgarten gehören sicher zu den Fixpunkten im Ritual des CC-Pfingstkongresses.</em>“<br
/> Etwas Falsches steht hier nicht, der Grund aber wieso diese Veranstaltung stattfindet wird verschwiegen. Der CC gedenkt hier seinen Gefallenen Bundesbrüdern aus beiden Weltkriegen und verklärt dabei deutsche Täter zu Opfern.</p></blockquote><p>Ich kenne doch zwischenzeitlich einige Soldaten. Keiner von ihnen ist eine Killermaschine oder in übertriebener Weise national veranlagt, ganz im Gegenteil. Gerade zu den Weltkriegen hat man viele junge Männer mit leeren Versprechungen oder über Druck auf die Familie in den Krieg, und nicht selten in den sicheren Tod geschickt. Die Soldaten, die man in die Kriegshandlungen entsandt hat, waren meist normale Menschen, die irgendwann einmal einen Wehrdienst ableisten mussten &#8211; einem Verweigerer hätte man damals noch etwas gehustet &#8211; und so das Pech hatten, dem Staat eben für Kriegsgänge zur Verfügung zu stehen zu müssen.</p><p>Diese &#8216;kleinen&#8217; Soldaten waren in ihrem bürgerlichen Leben in aller Regel normale Menschen, übten einen Beruf aus, hatten eine Ehefrau und Kinder. Andere hatten gerade ihr Abitur hinter sich gebracht - sie hatte man nicht selten mit Studienplätzen o.ä. gelockt.</p><p>Ich möchte die Greuel der beiden Weltkriege gar nicht kleinreden oder verharmlosen. Der Einzelne Soldat aber, der schlicht das Pech hatte, zum falschen Zeitpunkt geboren worden zu sein, war sicher kein Täter im politischen Sinne - sondern Freund, Sohn, Vater oder eben Bundesbruder. Und eben diesen gefallenen Freunden wird bei dieser Kranzniederlegung gedacht.</p><p>Wer solche Aussagen, wie die oben zitierte macht, der hat seinen Großeltern damit vollends ins Gesicht geschlagen.</p><blockquote><p>„<em>Eine Tradition ist die Feierstunde des CC. Hierzu legt der Coburger Convent am späten Montagabend bei der nächtlichen Feierstunde auf dem Coburger Marktplatz ein Bekenntnis zur deutschen Einheit ab.</em>“<br
/> Auch hier werden gekonnt elementare Dinge weggelassen. Das der CC davor mit Fackeln und Marschmusik durch die Stadt zieht und sich hier rechter Konsens in Aktion zeigt lässt sich natürlich touristisch nicht vermarkten.</p></blockquote><p>Auch bin ich immer wieder erstaunt, wie man <strong>Marschmusik </strong>und <strong>Fackelzüge </strong>mit <strong>Rechtslastigkeit </strong>in Verbindung bringt. Auf Schulausflügen haben wir wahrscheinlich alle schon einmal eine Nachtwanderung mit Fackeln in der Hand gemacht &#8211; ich hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass ich &#8216;braune&#8217; Lehrer gehabt hätte oder diese mir solches Gedankengut damit hätten vermitteln wollen.</p><p>Auf <strong>Wikipedia </strong>heißt es dazu &#8211; sehr schön formuliert, wie ich meine:</p><blockquote><p>Fackeln haben in der europäischen und asiatischen Kulturgeschichte oft eine hervorgehobene, feierlichere Bedeutung [...]. Sie symbolisieren das Licht als Bewegung, als Ziel der Sehnsucht oder zur Anbetung von Gottheiten &#8211; etwa in Religionen der Antike und im Feuer- oder Mithraskult. Im Christentum symbolisiert die Fackel die Tugend der Weisheit und ein Fackelzug die bewusste Bewegung hin zu Gott. In der Aufklärung kam zur Symbolik des Wissens auch jene der Freiheit dazu.<br
/> (Quelle: <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fackelzug">http://de.wikipedia.org/wiki/Fackelzug</a>, Zugriff am 12.05.2011)</p></blockquote><p>Gerade mit dem Wunsch nach und dem Erhalt der <strong>Freiheit</strong> für den Menschen, schließt sich hier der Kreis zu den wirklichen Zielsetzungen des Bekenntnisses zur Deutschen Einheit und der daraus gewonnenen Freiheit für einige Millionen Menschen.</p><p>Immerhin kann ich aus diesen Zeilen des Aufrufs herauslesen, dass der Autor offenbar zur <strong>Deutschen Einheit </strong>steht. Womöglich besingen an Pfingsten die Protestler und die <strong>Couleurstudenen </strong>auf dem Marktplatz in <strong>Coburg </strong>gar miteinander die Einigkeit, das Recht und die Freiheit für uns Land.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-05-12/der-pfingskongress-des-cc-als-touristisches-ausflugsziel.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Jusos Würzburg: Mit Verbindungshetze zum Uniwahlkampf</title><link>http://www.burschireader.de/2011-05-11/jusos-wurzburg-mit-verbindungshetze-zum-uniwahlkampf.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=jusos-wurzburg-mit-verbindungshetze-zum-uniwahlkampf</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-05-11/jusos-wurzburg-mit-verbindungshetze-zum-uniwahlkampf.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 11 May 2011 06:55:05 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[ADV Salia]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Jusos]]></category> <category><![CDATA[Uni]]></category> <category><![CDATA[Würzburg]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1068</guid> <description><![CDATA[Politische Hochschulgruppen versuchen immer wieder auf dem Rücken des Verbindungswesens Stimmung für sich zu machen. Einige der daraus entsehenden Pamphlets habe ich in der Vergangenheit bereits vorgestellt. Auch habe ich gestern wieder eine solche Hetzschrift gefunden: diesmal von der Juso Hochschulgruppe an der Uni Würzburg. Auch sie möchte offenbar auf Kosten des Farbenstudententums auf Stimmenfang für die im <a
href='http://www.burschireader.de/2011-05-11/jusos-wurzburg-mit-verbindungshetze-zum-uniwahlkampf.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Politische Hochschulgruppen versuchen immer wieder auf dem Rücken des Verbindungswesens Stimmung für sich zu machen. Einige der daraus entsehenden Pamphlets habe ich in der Vergangenheit bereits vorgestellt. Auch habe ich gestern wieder eine solche Hetzschrift gefunden: diesmal von der <strong><a
href="http://www.juso-hsg-wuerzburg.de" target="_blank">Juso Hochschulgruppe an der Uni Würzburg</a></strong>. Auch sie möchte offenbar auf Kosten des Farbenstudententums auf Stimmenfang für die im Juli anstehende <strong>Hochschulwahl</strong> gehen.<span
id="more-1068"></span></p><h4>Mit Verbindungshetze&#8230;</h4><p>Der Artikel <strong><a
href="http://www.juso-hsg-wuerzburg.de/index.php?seite=15193&amp;s=1&amp;menu=1" target="_blank">Verbindungen &amp; Rassismus</a></strong> vom 02.05.2011 (Quelle: <a
href="http://www.juso-hsg-wuerzburg.de/index.php?seite=15193&amp;s=1&amp;menu=1">http://www.juso-hsg-wuerzburg.de/index.php?seite=15193&amp;s=1&amp;menu=1</a>, Zugriff am 10.05.2011 &#8211; sofern nicht anderes ausgeschrieben, beziehen sich die Zitate auf eben diesen Text) versucht das Farbenstudententum zu diskreditieren.</p><blockquote><p>Die Juso Hochschulgruppe Würzburg stellt sich klar gegen Rechtsextremismus und Rassismus an der Hochschule und in der Gesellschaft. Dass Rechtsextremismus und Rassismus keine Randerscheinungen sind, zeigt eine Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung. Vor allem in Bayern reicht rechtsextremes Gedankengut und rassistische Einstellung bis weit in die Mitte der Gesellschaft. So meinen 40 Prozent der Bayern, dass Deutschland überfremdet ist. 18 Prozent der Bayern bekundeten ein antisemitisches Weltbild zu haben. Ebenso meinen ca. 17 Prozent der Bayern, dass der Nationalsozialismus seine guten Seiten hatte. Diese Zahlen belegen wie wichtig es immer noch ist, sich entschlossen den ewig gestrigen entgegenzustellen. Auch an der Universität sind rechtsextremistisches Gedankengut oder rassistische Ansichten immer noch vertreten. So sind an der Universität Würzburg immer noch zahlreiche Studentenverbindungen aktiv.</p></blockquote><p>Was die Verankerung rechte Gedankenguts in der Bevölkerung mit der Tatsache der Existenz von Studentenverbindungen zu tun hat, erklären die <strong>Würzburger Jungsozialisten</strong> allerdings nicht. Solche nicht nachvollziehbaren Argumentationsstränge tauchen bei der Kritik des Verbindungswesens immer wieder auf. Wie hier auch, werden aus voneinander vollkommen unabhängigen Sachverhalten Zusammenhänge geschmiedet, die aus den entsprechenden Texten heraus überhaupt nicht nachvollziehbar sind. Tatsächlich habe ich noch keinen verbindungskritischen Text gefunden, der den <strong>Zusammenhang zwischen Rechtsextremismus und Studentenverbindung</strong> wirklich herstellt.</p><blockquote><p>Besonders sind hier von der viel Zahl der Studentenverbindungsarten die Burschenschaften hervorzuheben. Sie propagieren weiterhin ein völkisches Weltbild und treten für ein Deutschland mit den Ostgebieten ein. [...]</p></blockquote><p>Falsch. Burschenschaften treten für ein Europa freier Völker ein. So heißt es bspw. auf der Webseite der <strong><a
href="http://www.deutsche-burschenschaft.de" target="_blank">Deutschen Burschenschaft</a></strong>:</p><blockquote><p>Unstrittig waren stets die Ablehnung jeder Form persönlicher Diskriminierung, der Einsatz für die demokratische Staatsform und das Eintreten für ein einiges Europa in der Gemeinschaft freier Völker.<br
/> (Quelle: <a
href="http://www.burschenschaft.de/geschichte/geschichte-der-db/heutiges-engagement-der-deutschen-burschenschaft/politische-arbeit-der-deutschen-burschenschaft.html">http://www.burschenschaft.de/geschichte/geschichte-der-db/heutiges-engagement-der-deutschen-burschenschaft/politische-arbeit-der-deutschen-burschenschaft.html</a>, Zugriff am 10.05.2011)</p></blockquote><p>Bei den Jusos heißt es indes weiter:</p><blockquote><p>[...] So verwundert es nicht, dass das man nur als deutscher Mann, der seine Dienst an der Waffe geleistet hat in Burschenschaften Mitglied sein kann.</p></blockquote><p>Einerseits sind diese Aufnahmekriterien keineswegs bindend für alle Burschenschaften, andererseits gehe ich schwer davon aus, dass mit der Quasi-Abschaffung der Wehrpflicht dieses Kriterium obsolet werden wird.</p><blockquote><p>Nach außen tun die Burschenschaften harmlos und offen, doch distanzieren sie sich weder offen noch in irgendeiner Form vom Gedankengut der NS-Zeit schon gar nicht von Burschen, die bekennende Nazis waren oder noch sind.</p></blockquote><p>Warum sollten sich Burschenschafen explizit von Umständen distanzieren, denen sie sich ohnehin nicht verbunden fühlen? Demnach müsste ja jeder Bürger unserer Landes einen Treueeid auf unser Grundgesetz und alle anderen Gesetzestexte schwören. Wer sich zur <strong>Freiheit des Volkes</strong> und zur <strong>Rechtsstaatlichkeit</strong> bekennt, der distanziert sich infolge von solch perfiden Staatssystemen wie dem <strong>Nationalsozialismus</strong> oder dem <strong>Kommunismus</strong>.</p><p>Darüber hinaus frage ich mich, auf wen die Jusos an der Würzburger Uni sprechen, wenn sie von &#8220;bekennenden Nazis&#8221; sprechen. Solcherlei Vorwürfe sind nur dann im Rahmen demokratischer Gepflogenheiten fair, wenn man ihnen begegnen kann.</p><blockquote><p>Die anderen Studentenverbindungen mögen zwar nicht derart im gestern sein, doch hier sind sexistische Ansichten und Verhaltensformen noch konserviert. Frauen ist die Mitgliedschaft verwehrt.</p></blockquote><p>Alleine in Würzburg gibt es alleine zwei mir bekannte reine <strong>Damenverbindungen</strong>. Insbesondere die <strong><a
title="ADV Salia Würzburg" href="http://www.salia-wuerzburg.de/" target="_blank">ADV Salia</a></strong> hat sich ungewöhnlich gut etabliert und sich einen bundesweiten Ruf gemacht. Sie hat einen förmlichen Boom an Stiftungen von Damenbünden in Deutschland in den letzten zehn Jahren mitbegründet. Solche Damenbünde nehmen vor allem die Riten und Traditionen der bestehenden Männerbünde auf, begründen diese neu und leben sie in teils abgewandelter, vielleicht teils sogar modernerer Form.</p><blockquote><p>Das Ziel aller Studentenverbindungen ist eine elitäre Lebensgemeinschaft zu schmieden, die auf konservativen und rechten Wertvorstellungen wurzelt.</p></blockquote><p>Schmarrn. Einfach nur schmarrn. Mehr kann man dazu eigentlich auch nicht sagen.</p><blockquote><p>Ihr Gedankengut steht dem einer offenen egalitären diametral gegenüber. Wir sehen in den Studentenverbindung nichts anderes als eine sexistische, rassistische und deutschnationale Elitennetzwerk, die mit den Werten einer offenen, multikulturellen und demokratischen Gesellschaft nicht vereinbar sind.</p></blockquote><p>Davon abgesehen, dass der erste Satz trotz der Verwendung toller Fremdwörter keinen Sinn ergibt, könnte man die Verweigerung des Plurals im zweiten Satz durchaus als Mangel an wirklichem multikulturellen Interesse deuten. Es beruhigt mich aber zu lesen, dass (nur) die Jusos das Verbindungswesen sexistisch, rassistisch und deutschnational sehen. Wie sie zu dieser Behauptung gelangen konnten, das steht in den Sternen. Belege auch nur für einen der im Text genannten Vorwürfe, wurden an keiner Stelle erbracht.</p><h4>&#8230; und einem absurden Antrag bei der Studierendenvertretung &#8230;</h4><p>In diesem Zusammenhang steht auch ein Antrag der Jusos, den diese beim <a
href="http://www.stuv.uni-wuerzburg.de/gremien_der_studierendenvertretung/konvent/dokumente/wise_1011_sose11/" target="_blank" class="broken_link">5. Studentischen Konvent der Würzburger Universität am 10.05.2011</a> eingebracht haben:</p><blockquote><p>Studentische und nichtstudentische Gruppierungen, Organisationen und Verbände die gegen die nachfolgenden Kriterien, die dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und den EU-Richtlinien (2004/43/EG und 2004/113/EG)entnommen sind, verstoßen dürfen nicht mehr zur Teilnahme an Veranstaltungen der Studierendenvertretung zugelassen werden.</p><p>Dazu gehören folgende Kriterien der Benachteiligungen aus Gründen:</p><ol><li>der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft,</li><li>des Geschlechts,</li><li>der Religion oder Weltanschauung,</li><li>einer körperlichen Beeinträchtigung,</li><li>des Alters oder</li><li>der sexuellen Identität</li></ol><p>(Quelle: <a
href="http://www.stuv.uni-wuerzburg.de/fileadmin/34000000/Konvent/2010_2011/5._Sitzung10.5.11/Antrag_Veranstaltungsteilnahme_Juso_HSG.pdf">http://www.stuv.uni-wuerzburg.de/fileadmin/34000000/Konvent/2010_2011/5._Sitzung10.5.11/Antrag_Veranstaltungsteilnahme_Juso_HSG.pdf</a>, Zugriff am 11.05.2011)</p></blockquote><p>Selbstredend, dass dieser Antrag mit großer Mehrheit abgelehnt wurde.</p><h4>&#8230; läutet die Juso-HSG in Würzburg den Uni-Wahlkampf ein.</h4><p>Ich bin persönlich fest davon überzeugt, dass das Aufkommen der Verbindungs-Hetzschrift in Zusammenhang mit dem genannten Antrag nichts anderes als den Versuch darstellt, Stimmen bei den kommenden Hochschulwahlen im Juli 2011 einzufahren.</p><p>Kenntnisse vom Verbindungswesen kann man den <strong>Würzburger HSG-Jusos</strong> noch nicht einmal absprechen &#8211; sie zeigen selbst recht anschaulich, dass sich solche nicht haben.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-05-11/jusos-wurzburg-mit-verbindungshetze-zum-uniwahlkampf.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Gewalt gegen Korporationen 2010 (Links)</title><link>http://www.burschireader.de/2011-05-09/gewalt-gegen-korporationen-2010-links.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=gewalt-gegen-korporationen-2010-links</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-05-09/gewalt-gegen-korporationen-2010-links.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 09 May 2011 07:02:43 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Vorfälle]]></category> <category><![CDATA[Akademikerverbände]]></category> <category><![CDATA[CDA]]></category> <category><![CDATA[Gewalt gegen Korporationen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=1056</guid> <description><![CDATA[Nachdem auf dieser Seite immer wieder die CDA-Statistik „Gewalt gegen Korporationen“ für das Jahr 2010 gesucht wird: Die Pressemitteilung des CDA dazu findet sich hier: http://www.akademikerverbaende.de/files/110128_pm_cda_gewalt_gegen_korporationen.pdf Die detailierte Statistik kann über akadpress bezogen werden: http://versand.akadpress.de/produktinformation.html?products_id=570&#38;osCsid=fffa159c8849d34f30f72a7737d6f06d]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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href="http://akademikerverbaende.de" target="_blank">CDA</a></strong> dazu findet sich hier:<br
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isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=911</guid> <description><![CDATA[Gestern fand &#8211; mehr oder weniger erfolgreich &#8211; ein Couleurfrühstück der B! Germania an der Universität Köln statt. Zwischenzeitlich sind wir schon an einem Punkt angelangt, an dem eine Universität prohpylaktisch die Polizei informiert, weil es evtl. zu Zusammenstößen von unterschiedlichen Interessengruppen der Uni kommen könnte. So viel zu unserer Demokratie, unserer Freiheit und der <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Gestern fand &#8211; mehr oder weniger erfolgreich &#8211; ein <strong>Couleurfrühstück</strong> der <strong>B! Germania</strong> an der<strong> Universität Köln</strong> statt. Zwischenzeitlich sind wir schon an einem Punkt angelangt, an dem eine Universität <a
href="http://www.express.de/regional/koeln/burschenschaft--polizeieinsatz-bei-uni-treffen/-/2856/8365158/-/index.html" target="_blank">prohpylaktisch die Polizei informiert</a>, weil es evtl. zu Zusammenstößen von unterschiedlichen Interessengruppen der Uni kommen könnte. So viel zu unserer Demokratie, unserer Freiheit und der Toleranz im gesellschaftlichen Miteinander.<span
id="more-911"></span></p><p>Nach wie vor ist mir ein Rätsel, was der Aufzug gegen dieses Frühstück &#8211; insbesondere organisiert durch <strong>Grüne Hochschulgruppe</strong> &#8211; sollte. Ach ja, gestern hätte <strong>Adolf Hitler</strong> Geburtstag gehabt. Hätte ich es nicht auf einer linken Seite gelesen, hätte ich gar nicht daran gedacht. Und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass es den Organisatoren des Frühstücks nicht anders ergangen ist, als diese ihren Kalender nach einem geeigneten Termin für diese Veranstaltung durchfrostet haben. Warum auch? Sollen wir deswegen nicht frühstücken oder gar fasten? Ich jedenfalls habe Hitlers Geburtstag nicht in meinem Kalender stehen. Und meine Bundes- und Farbenbrüder &#8211; davon gehe ich zumindest aus &#8211; auch nicht.</p><p>Sehr schön dazu auch zu lesen: <a
href="http://pickelhaube.wordpress.com/2011/04/20/die-satansfratze-der-germania/" target="_blank">Die Satansfratze der Germania</a> von der <a
href="http://pickelhaube.wordpress.com" target="_blank">Pickelhaube</a>. Der Schreiberling hinterfragt das Recht auf das Frühstücksei!</p><p>Im Nachgang freut mich aber die Aussage, dass das Couleur-Frühstück nun jede Woche stattfinden soll.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-04-21/ein-fruhstuck-in-koln-und-die-frage-nach-dem-recht-auf-das-ei.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>Die GHG Köln möchte ein Burschi-Frühstück verhindern.</title><link>http://www.burschireader.de/2011-04-19/die-ghg-koln-mochte-ein-burschi-fruhstuck-verhindern.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-ghg-koln-mochte-ein-burschi-fruhstuck-verhindern</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-04-19/die-ghg-koln-mochte-ein-burschi-fruhstuck-verhindern.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 19 Apr 2011 07:18:06 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Traditionen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[B! Germania Köln]]></category> <category><![CDATA[Couleur-Frühstück]]></category> <category><![CDATA[GHG]]></category> <category><![CDATA[Grüne Hochschulgruppe]]></category> <category><![CDATA[Köln]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=897</guid> <description><![CDATA[Schon während des Wahlkampfs zur aktuellen Studierendenvertretung fiel mir die Grüne Hochschulgruppe Köln (GHG) dahingehend auf, als dass diese einen Burschireader ankündigte &#8211; basierend auf den klischeehaften Vorurteilen, die leider viel zu weit verbreitet sind. Die Ankündigung ist zwischenzeitlich von der Webseite der GHG verschwunden, doch einen besseren hat man sich offenbar nicht belehren lassen. <a
href='http://www.burschireader.de/2011-04-19/die-ghg-koln-mochte-ein-burschi-fruhstuck-verhindern.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Schon während des Wahlkampfs zur aktuellen Studierendenvertretung fiel mir die <strong>Grüne Hochschulgruppe Köln (GHG) </strong>dahingehend auf, als dass diese einen Burschireader ankündigte &#8211; basierend auf den klischeehaften Vorurteilen, die leider viel zu weit verbreitet sind. Die Ankündigung ist zwischenzeitlich von der Webseite der GHG verschwunden, doch einen besseren hat man sich offenbar nicht belehren lassen.</p><p>Am Mittwoch, den 20.04.2011 möchte die <strong>Burschenschaft Gemania</strong> scheinbar ein Frühstück in der Kölner Universität veranstalten. Selbiges möchte die GHG allerdings verhindern. Warum, das scheint fraglich.<span
id="more-897"></span></p><blockquote><p><em>&#8220;Honoriger geht’s kaum. Wer die Referentenliste der “Marienburger Gespräche” durch­sieht, die die Kölner Burschenschaft Germania regelmäßig veranstaltet, findet dort hoch­rangige Personen ganz unterschiedlicher Couleur. Der Erste Parlamentari­sche Geschäfts­führer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion trat ebenso schon bei der Germania auf wie ein SPD-Politiker, der einst Präsident des Europaparlaments war. Prominenz von FDP und Grünen gastierte bereits in dem schwarz-weiß-rot beflagg­ten Haus am Bayenthalgürtel. Und selbst ein ehemaliges Mitglied des SED-Politbüros fand dort öffentlich Gehör. Wie kann man da behaupten, die Germania sei eine rechtslastige Organisation?&#8221;<br
/> </em><em>(Quelle: ?<a
href="http://www.campusgruen.uni-koeln.de/burschi-fruhstuck-im-e-raum-verhindern">http://www.campusgruen.uni-koeln.de/burschi-fruhstuck-im-e-raum-verhindern</a>; Zugriff am 19.04.2011)</em></p></blockquote><p>Das ist doch schon eimal etwas &#8211; wenigstens den Vorwurf der <strong>Rechtslastigkeit</strong> nimmt die GHG von vornherein aus dem Rennen. Es ist ein kleiner Lichtblick, der sich da auftut, aber bei dem bleibt es dann auch. Es gibt ja noch mehr Vorurteile, die im Umlauf über das Verbindungswesen sind.</p><blockquote><p><em>&#8220;Die Antwort bietet ein Blick auf die Besonderheiten von Burschenschaften. Sie hän­gen, wie alle anderen Studentenverbindungen auch, mit ihren überkommenen Bräu­chen und (Trink-)Ritualen einem konservativen Weltbild an. Sie nehmen nur deut­sche Männer auf; die meisten Burschenschaften, darunter die Germania, führen au­ßerdem Zweikämpfe mit scharfen Fechtwaffen (“Mensuren”) durch, bei denen es zu schmerzhaften Wunden und Narben (“Schmisse”) kommen kann. Sie sind stark tradi­tionsfixiert, und sie sind “Lebens­bünde”: Wer als Student eintritt, wird nach dem Ende des Studiums “Alter Herr” und bleibt im Normalfall sein Leben lang Mitglied.&#8221;<br
/> (Quelle siehe oben)</em></p></blockquote><p>Ganz sicher bin ich mir nicht, was die GHG bis dahin sagen möchte. Es gibt so vieles, was überkommen und daneben scheint, dennoch aber gepflegt wird.</p><blockquote><p><em>&#8220;Daher muss sich, wer die Kölner Burschenschaft Germania einschätzen will, auch mit ih­rer Vergangenheit befassen. Diese aber zeigt zahlreiche Ausflüge nach rechtsau­ßen. “Frei­heit für Königsberg!” lautete ein Aufruf, den 1992 mehrere “Germanen” un­terschrieben. Der Appell, Russland das Kaliningrader Gebiet zu entreißen, wurde in der rechten Jungen Freiheit gedruckt. Ein Jahr später wurde im Namen der Burschen­schaft ein Flugblatt ver­teilt, in dem der von den Nazis gefeierte Rechtsterrorist Albert Leo Schlageter als “Vorbild der deutschen Jugend” gepriesen wurde. Anfang der 1990er Jahre wehte der Wind bei der Germania also stark von rechts.</em></p><p><em>Dies trifft auch auf die 1970er Jahre zu. 1977 war in Köln eine hochschulpolitische Gruppe rechts vom RCDS gegründet worden, der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS). Die Grün­dung fand im Haus der Germania und unter Teilnahme von acht Germanen statt. Der Rechtsaußenverband RFS stand später, in den 1980er Jahren, unter der Lei­tung des heuti­gen Pro Köln-Chefs Markus Beisicht. 1978 berichtete Klaus Kunze in ei­nem rechten Stu­dentenblatt über den RFS. Kunze war 1974 in die Germania einge­treten und wurde von ihr noch 1995 als Mitglied geführt. Er ist Rechtsanwalt und ver­teidigt heute Neonazis, zu­letzt in einem Prozess, bei dem u.a. der stellvertretende Vorsitzende der NRW-NPD sowie “SS-Siggi” Siegfried Borchardt vor Gericht standen. Zu den Verteidigern gehörte auch Mar­kus Beisicht.&#8221;<br
/> (Quelle siehe oben)</em></p></blockquote><p>Als ich muss schon bitten: Wenn ich ein eine Regelstudienzeit von vier Jahren unterstelle, liegen zwischen 1974 und heute rund neun Studiengenerationen! Die meisten derjenigen, die damals aktiv (und jung) waren, denken in der Zwischenzeit an ihre Rente und freuen sich am Wochenende über ihre Enkelkinder. Daraus einer aktuellen Verbindung einen Strick zu drehen, grenzt schon an Geschmacklosigkeit.</p><p>Und auch wenn es vielen Leuten nicht gefällt, so haben selbst extremistische Straftäter aller politischen Richtungen das Recht auf einen fairen Gerichtsprozess &#8211; und dahingehend auch das Recht auf einen Rechtsanwalt, der ihnen zur Seite steht. Wie der Rechtanwalt persönlich politisch tickt, vermag ich nicht zu sagen. Ehrlich gesagt interessiert es mich auch dahingehend nicht, wenn ich die Verbindung betrachten und bewerten möchte, der er angehört.</p><p>Die GHG sagt selbst, dass sich das Erscheinungsbild einer Verbindung mit ihren Mitgliedern wandelt, die das Bild eines Bundes prägen - das ist übrigens in jedem anderen Verein auch so. Dass die B! Germania heute wohl alles andere als rechtspopulistisch ist, sagt die GHG ja selbst in der Einleitung zu ihrem Aufruf.</p><p>Eigentlich weiß man in der GHG gar nicht, warum man etwas gegen Verbindungen hat. Man weiß doch, die sind alle schlecht und böse. Und darüber hinaus können sie sich ja auch gar nicht benehmen, weshalb man die Kommentarfunktion zu dem Abruf abgeschalten hat und damit den Diskurs scheut.</p><p>Gerade wenn die GHG schon selbst eines der schwerwiegensden Vorurteile selbst abgeschüttelt hat, sollte man sich dort u.U. vielleicht einmal darüber Gedanken machen, ob auch das eine oder andere gepflegte Klischee mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmt. Das wäre nurmehr konsequent und zumindest glaubwürdig.</p><p>Der Grünen Hochschulgruppe in Köln möchte ich an dieser Stelle den Vorschlag unterbreiten, das <strong>Couleur-Frühstück </strong>eher als Einladung zum ungezwungenen Gespräch anzusehen. Das wäre dann auch eher im Rahmen traditioneller demokratischer Gepflogenheiten.</p><p>&nbsp;</p><hr
style="height: 1px; width: 75%; color: #ffffff; border: 1px solid #CCCCCC;" size="1" noshade="noshade" /><p><strong>Nachtrag</strong>: Eine noch ganz andere Betrachtung dazu findet sich hier: <a
href="http://pickelhaube.wordpress.com/2011/04/19/das-fruhstuck-der-finsternis/">http://pickelhaube.wordpress.com/2011/04/19/das-fruhstuck-der-finsternis/</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-04-19/die-ghg-koln-mochte-ein-burschi-fruhstuck-verhindern.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>LukS Erlangen &#8211; Die Universitätsleitung antwortet doch</title><link>http://www.burschireader.de/2011-04-18/luks-erlangen-die-universitatsleitung-antwortet-doch.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=luks-erlangen-die-universitatsleitung-antwortet-doch</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-04-18/luks-erlangen-die-universitatsleitung-antwortet-doch.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 18 Apr 2011 13:38:43 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Erlangen]]></category> <category><![CDATA[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]]></category> <category><![CDATA[Grüske]]></category> <category><![CDATA[LukS]]></category> <category><![CDATA[Offener Brief]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=884</guid> <description><![CDATA[Sehr zu meinem Erstaunen durfte ich heute lesen, dass Herr Professor Grüske, seines Zeichen Rektor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), doch auf den offenen Brief geantwortet hat, den die Initiative Linke und kritische StudentInnen (LukS) Anfang dieses Jahres an ihn gerichtet hat (siehe Offener Brief von “LukS” an die FAU Erlangen-Nürnberg). Die Reaktion der Universitätsleitung war allerdings <a
href='http://www.burschireader.de/2011-04-18/luks-erlangen-die-universitatsleitung-antwortet-doch.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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style="text-align: left;">Sehr zu meinem Erstaunen durfte ich heute lesen, dass Herr <strong>Professor Grüske</strong>, seines Zeichen Rektor der <strong>Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)</strong>, doch auf den offenen Brief geantwortet hat, den die Initiative <strong>Linke und kritische StudentInnen (LukS)</strong> Anfang dieses Jahres an ihn gerichtet hat (siehe <a
title="Offener Brief von “LukS” an die FAU Erlangen-Nürnberg" href="http://www.burschireader.de/2011-01-17/offener-brief-von-luks-an-die-fau-erlangen-nurnberg.html">Offener Brief von “LukS” an die FAU Erlangen-Nürnberg</a>). Die Reaktion der Universitätsleitung war allerdings nicht diejenige, die sich die LukS-Initiative erhofft hatte.<span
id="more-884"></span></p><p
style="text-align: left;"><strong>LukS</strong> hat auf seinem Blog sowohl den Brief des Uni-Rektors veröffentlicht, als auch eine <a
rel="attachment wp-att-886" href="http://burschireader.studentenverbindungen-in-erlangen.de/?attachment_id=886">Pressemitteilung</a>, zu der man sich berufen fühlte. Das, was <strong>LukS </strong>da allerdings Herrn <strong>Prof. Grüske</strong> vorwirft, stimmt nicht mit dem überein, was dieser tatsächlich geschrieben hat.</p><ul><li><div
style="text-align: left;"><strong>Luks</strong>: <em>&#8220;In seinem schreiben hat er dem Anliegen des  Briefs eine deutliche Absage erteilt.&#8221;</em><br
/> <strong>Grüske</strong>: <em>&#8220;Sofern die Uni konkrete Hinweise auf rechtswidriger Inhalte einzelner verlinkter Seiten zur Kenntnis gelangen, wir sie im Einzelfall reagieren und den Link ggf. entfernen.&#8221;</em></div></li></ul><p
style="text-align: left;">Dies ist eine klare Ansage an <strong>LukS</strong> eben jene Beweise zu erbringen. Was <strong>LukS</strong> dahingehend bisher öffentlicht beschrieben hat, geht über vergangene Kamellen und ein &#8221;Das weiß man doch!&#8221; nicht hinaus. </p><ul><li><div
style="text-align: left;"><strong>Luks</strong>: <em>&#8220;So wirft Grüske LUKS vor, dass Sie sich „aus persönlicher Anonymität und sicherer Deckung“ heraus bewegen.&#8221;</em><br
/> <strong>Grüske</strong>: <em>&#8220;Obgleich Sie es entgegen demokratischer Tradition vorgezogen haben, die Forderung nach einer öffentlichen Diskussion aus persönlicher Anonymität und &#8220;sicherer Deckung&#8221; (der Anschrift der gewählten Studierendenvertretung) heraus zu erheben, bin ich gerne bereit Ihr Schreiben zu beantworten.&#8221;</em></div></li></ul><p
style="text-align: left;">Dass dieser Vorwurf Grüskes zutrifft, zeigt auch die zitierte Pressemitteilung, in der nicht ein einziger Ansprechpartner genannt wird. Eine Diskussion im Rahmen freiheitlich-demokratischer Gepflogenheiten wird so von vorn herein vernichtet.</p><ul><li
style="text-align: left;"><strong>Luks</strong>: <em>&#8220;Weiterhin zeigt sich die verkürzte Antwort Grüskes darin, dass LUKS keinerlei Verbot von Meinungsäußerungen seitens studentischer Verbindungen gefordert hat, wie er es ihnen in seinem Schreiben vorhält.&#8221;</em><br
/> <strong>Grüske</strong>: <em>&#8220;Die Universität ist ein Ort des freien Geistes und der grundgesetzlich garantierten Freiheit von Forschung und Lehre. Die Forderung, einzelnen Gruppen oder Personen die öffentliche Meinungsäußerung pauschal zu verbieten oder zu erschweren, verträgt sich nicht mit diesem Anspruch. Propagandistisch aufgebauschte Verbotsforderungen gegen eine Mehrzahl von Gruppierungen ersetzen nicht die inhaltliche Auseinandersetzung mit deren Ansichten, so unbequem sie auch sein mögen.&#8221; </em></li></ul><p
style="text-align: left;">Darüber hinaus verstolpern sich die Damen und Herren von <strong>LukS</strong> ein ums andere Mal:</p><blockquote><p><em>&#8220;LUKS stimmen mit Grüske in der Aussage überein, dass die Universität ein Ort des freien Geistes und der garantieren Freiheit von Forschung und Lehre sein soll. Dieses Argument jedoch dafür zu nehmen teilweise extrem Rechte und generell frauenverachtende, rückwärtsgewandte und nationalistische Korporationen zu legitimieren, ist völlig unverständlich und unangebracht.&#8221;</em></p></blockquote><p
style="text-align: left;">Die Attribute mit denen <strong>LukS</strong> das <strong>Verbindungswesen</strong> belegt sind nach wie vor aus der Luft gegriffen und stimmen in keinster Weise mit den tatsächlichen Begebenheiten überein. Bisher hat <strong>LukS</strong> es nicht geschafft, die Hintergründe für ihren <strong>Generalverdacht </strong>zu begründen. Bisweilen hat man lediglich vergangene Vorkommnisse rund um eine Studentenverbindung zum Anlass genommen, das Verbindungswesen per se förmlich in den Dreck zu ziehen. Nicht alle Linken sind auch Steinewerfer.</p><blockquote><p
style="text-align: left;"><em>&#8220;LUKS fordert Prof. Grüske daher erneut auf sämtliche Verlinkungen von studentischen Verbindungen von der offiziellen Universitätsinternetseite zu entfernen und weiterhin den schlagenden und traditionalistischen Verbindungen jegliche Nutzung von universitätsräumlichkeiten zu untersagen.&#8221;</em></p></blockquote><p
style="text-align: left;">Hier wird dieser besagte Generalverdacht unbegründet weitergeführt. Um aber den von <strong>LukS </strong>aufgebrachten Gedanken der <strong>Frauenverachtung</strong> durch das Verbindungswesen aufzunehmen, muss man dann auch an dieser Stelle die Frage aufwerfen, wie es sich dann um eine mögliche Webseite der Nürnberger Damenverbindung verhalten soll, die sich im Januar 2010 gegründet hat. Überhaupt: Haben sich die Damen und Herren von LukS eingentlich einmal die Mühe gemacht, die Freundinnen und Frauen der korporierten (ehemaligen) Studenten dahingehend zu befragen. </p><blockquote><p
style="text-align: left;"><em>&#8220;LUKS kündigt daher an sowohl die Korporationen, die nach wie vor das Stadtbild Erlangens prägen, als auch den Umgang der Universität mit Denselben, weiter im Auge zu behalten.&#8221;</em></p></blockquote><p
style="text-align: left;">Das sollen die Damen und Herren tun. Aber bitte im Rahmen derjenigen Fairness, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung unabdingbar vorsieht. Die Stadtratsfraktion der Grünen hat sich immerhin dahingehend ein wenig bemüht und versucht, das Anliegen etwas differenzierter und weniger pauschalverurteilend anzugehen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-04-18/luks-erlangen-die-universitatsleitung-antwortet-doch.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Der CC Pfingstkongress und der Blick über den Tellerrand</title><link>http://www.burschireader.de/2011-04-14/der-cc-pfingstkongress-und-der-blick-uber-den-tellerrand.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-cc-pfingstkongress-und-der-blick-uber-den-tellerrand</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-04-14/der-cc-pfingstkongress-und-der-blick-uber-den-tellerrand.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 14 Apr 2011 06:45:55 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[CC2011]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[CC]]></category> <category><![CDATA[Coburg]]></category> <category><![CDATA[Coburger Convent]]></category> <category><![CDATA[Pfingstkongress]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=865</guid> <description><![CDATA[&#8220;Blick über den Tellerrand&#8221; &#8211; die Überschrift gab mir bei der Morgenlektüre zu den aktuellen Internet-Berichten und -Artikeln über das Verbindungswesen tatsächlich ein wenig Hoffnung auf einen ausgeglichenen Aufsatz. Der Artikel ist wohl einer der ersten Vorläufer zum diesjährig anstehenden Pfingstkongress des Coburger Convents. Die Hoffnung erstarb allerdings bereits nach wenigen Worten. &#8220;Es ist weithin <a
href='http://www.burschireader.de/2011-04-14/der-cc-pfingstkongress-und-der-blick-uber-den-tellerrand.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/04/13/blick-ueber-den-tellerrand/" target="_blank">Blick über den Tellerrand</a>&#8221; &#8211; die Überschrift gab mir bei der Morgenlektüre zu den aktuellen Internet-Berichten und -Artikeln über das Verbindungswesen tatsächlich ein wenig Hoffnung auf einen ausgeglichenen Aufsatz. Der Artikel ist wohl einer der ersten Vorläufer zum diesjährig anstehenden Pfingstkongress des <strong>Coburger Convents</strong>. Die Hoffnung erstarb allerdings bereits nach wenigen Worten.<span
id="more-865"></span></p><blockquote><p><em>&#8220;Es ist weithin bekannt, dass Studentenverbindungen teils sehr fragwürdigen Ideologien, teils klar neonazistischen Ideologien anhängen.&#8221;<br
/> (dieses und die folgenden Zitate beziehen sich auf den Artikel &#8216;Blick über den Tellerrand auf ?<a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/04/13/blick-ueber-den-tellerrand">http://coburgerconvent.blogsport.de/2011/04/13/blick-ueber-den-tellerrand</a>; Zugriff am 14.04.2011)</em></p></blockquote><p>&#8220;Es ist weithin bekannt&#8230;&#8221; &#8211; so beginnen in aller Regel Argumente, die man für bare Münze nimmt und für die es keinerlei Beleg gibt. Mit dieser Regel wird auch hier nicht gebrochen. Welche Ideologien und dazu noch fragwürdg? Wo ist das weithin bekannt und vor allem warum sollte das so klar sein?</p><blockquote><p><em>&#8220;[...]erlitt Christoph Ahlhaus und mit ihm der Coburger Convent sowohl in eigenen als auch in gegenerischen Reihen einen gehörigen Image-Schaden. Angestoßen durch antifaschistische Recherchearbeit reagierten auch große Teile der Bürgerschaft allergisch auf die enthüllten Verbindungen.&#8221;</em></p></blockquote><p>Sowohl den Bürgern Hamburgs, als auch denen der Rest der Republik ist das bis heute gänzlich egal. Dass die Neuwahl in Hamburg zu einem Sieg geführt hat, lag eher an einer allgemeinen Unzufriedenheit der Bürger mit der Stadt- und Bundespolitik und dem Fehlen eines Charismatikers an der Hamburger CDU-Spitze. Mit der aufgebauschten &#8220;Affäre&#8221; um Ahlhaus&#8217; Zeit als Conkneipant in einer schlagenden Heidelberger Verbindung hat diese Veränderung &#8211; so bin ich überzeugt &#8211; recht wenig zu tun. Diejenigen, für die das eine Rolle gespielt hat, hätten die Unions-Partei wohl ohnehin schon vorher nicht gewählt.</p><blockquote><p><em>&#8220;Der sogenannte „Bismarck-Kommers“ der lokalen Studentenverbindungen wurde durch Polizeiabsperrungen isoliert und die Passanten nahmen die Flugblätter und Redebeiträge der Demonstranten interessiert entgegen.&#8221;</em></p></blockquote><p>Wenn der Zugang zu einer Halle abgesperrt wird, dann hat das wenig mit Isolierung zu tun. Mit der gleichen Logik könnte man auch behaupten, der Papst und seine katholischen Anhänger wären 2006 auf dem Münchner Marienplatz isoliert gewesen, weil Polizisten den Zugang zum Platz überwachen und Zugänge teilweise sperrten.</p><p>Auch mit einem Erfolg durch das Verteilen von Flugblättern zu argumentieren ist gefährlich: Von einem Erfolg solch einer Verteilaktion kann man dann reden, wenn diese Flugblätter nicht zu 95% in den umligenden Abfalleimern entsorgt werden. In aller Regel werden solche Flyer nur daher recht wortkarg von Passanten entgegen genommen, damit sie ihre Ruhe haben. Das Verteilen von Flugblättern gehört bei solchen Aktionen zwar noch immer schon beinahe zum &#8220;guten Ton&#8221;, die tatsächliche Erreichbarkeit ist aber vernichtend gering, sprich unbedeutend.</p><blockquote><p><em>&#8220;Dass es in Coburg zu spannenden neuen Entwicklungen kommen wird, gilt dagegen als sehr unwahrscheinlich. [...] Dass die Stadt dennoch oder gerade deswegen zu Pfingsten nicht zur Ruhe kommen wird, hat sie ganzheitlich selbst zu verantworten.&#8221;</em></p></blockquote><p>In der Tat ist mir noch kein Coburger über den Weg gelaufen, der sich vom <strong>Pfingstkongress</strong> sonderlich gestört gefühlt hatte. Wieso auch? Woanders laufen alle Jahre Trachtenvereine auf, in <strong>Coburg</strong> sind es halt Korporierte Aktive und Alte Herren des CC, die das Stadtbild einige Tage prägen. In diesem Jahr übrigens zum 143. Mal.</p><blockquote><p><em>&#8220;Vor dem Anlaufen der Mobilisierung gegen den Pfingstkongress des CC kann den Coburgern eigentlich nur noch der Tipp gegeben werden, einmal über den Tellerrand zu blicken.&#8221;</em></p></blockquote><p>Die Coburger haben sicherlich schon lange eben diesen Ratschlag erwartet. Gut, dass das mal einer gesagt hat. Hat der Schreiberling hier den rund 41.000 Einwohnern dieser oberfränkischen Stadt tatsächlich jegliche politische und gesellschaftliche Intelligenz abgesprochen? Ich glaube kaum, dass eine ganze Stadt solch eine Belehrung nötig hat.</p><p>Aber ganz unrecht hat der Autor des Artikels trotzdem nicht ganz: Man kann sowohl vom Teller-Inneren, als auch von außerhalb des Tellers über dessen Rand sehen. Die Coburger stünden bei diesem Bild allerdings außen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-04-14/der-cc-pfingstkongress-und-der-blick-uber-den-tellerrand.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Winfried Kretschmann: ein grüner Wahlgewinner mit Überraschungen</title><link>http://www.burschireader.de/2011-04-12/winfried-kretschmann-ein-gruner-wahlgewinner-mit-uberraschungen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=winfried-kretschmann-ein-gruner-wahlgewinner-mit-uberraschungen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-04-12/winfried-kretschmann-ein-gruner-wahlgewinner-mit-uberraschungen.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 12 Apr 2011 06:11:28 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=853</guid> <description><![CDATA[Zugegeben habe ich den vergangenen Landtagswahlkampf im Baden-Württemberg nur am Rande mitverfolgt. Es sei mir verziehen, schließlich lebe ich in Franken. Ohnehin war dieser durch Stuttgart21 und Japan eher thematisch als personell geprägt. Das Endergebnis kam nicht unerwartet, aber überrascht hat es viele trotzdem. Die Vita des grünen Wahlgewinners Winfried Kretschmann habe ich mir erst nach <a
href='http://www.burschireader.de/2011-04-12/winfried-kretschmann-ein-gruner-wahlgewinner-mit-uberraschungen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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href="http://www.zeit.de/2011/13/Kretschmann" target="_blank"><strong>Der Mann war Farbenstudent</strong>.</a> Er war Mitglied der katholischen <strong><a
href="http://www.carolingia-hohenheim.de/" target="_blank">Studentenverbindung Carolingia zu Hohenheim</a></strong>.<span
id="more-853"></span></p><p>Auf seiner Webseite findet man darüber allerdings nicht ein Wort. Schade. Abgeschworen hat er dem Verbindungswesen aber offenbar nicht.Vor rund fünf Jahren musste er sich ggü. seiner Landtagsfraktion dafür rechtfertigen, dass er einem Vortrag bei der <strong>Strassburger Burschenschaft Arminia zu Tübingen</strong> zugesagt hatte. Nicht nur hinsichtlich des Verbindungswesens finde ich den von ihm veröffentlichten Text mit dem Titel <a
href="http://www.bawue.gruene-fraktion.de/cms/archiv/dokbin/158/158518.umgang_mit_rechtsradikalismus.pdf" target="_blank">Bemerkungen zur Auseinandersetzung mit dem Rechtsradikalismus</a> sehr gut und ich möchte ihn an dieser Stelle auch ger nicht zerstückeln bzw. auseinander nehmen - er ist noch immer auf der Webseite seiner <a
href="http://www.bawue.gruene-fraktion.de" target="_blank">Landtagsfraktion</a> zu finden.</p><p>Nur den einen Einwand möchte ich dazu einbringen: Kretschmann schreibt hier ausdrücklich über den Umgang mit dem Rechtsextremismus. Man könnte ihm so den Verharmlosung des linken Extremismus unterstellten, allerdings glaube ich persönlich nicht, dass er das so gemeint hat. Ich werte seinen Text vielmehr als eine Ansage zum Umgang mit extremistischen und radikalen generell.</p><blockquote><p><em><strong>Bemerkungen zur Auseinandersetzung mit dem Rechtsradikalismus</strong><br
/> </em><em>Von Winfried Kretschmann, MdL</em></p><p><em>Auf Anfrage der „Strassburger Burschenschaft Arminia“ in Tübingen habe ich zugesagt, einen Vortrag zum Thema „Kehrt die Gesellschaft der Politik den Rücken? Parteien-, Politikoder Staatsverdrossenheit?“ zu halten. Diese Zusage hat verschiedentlich Bedenken und Kritik ausgelöst. Die Kritiker halten diese Burschenschaft für rechtsradikal und sind der Meinung, ich dürfe dort nicht reden. Ich möchte diese Kritik zum Anlass nehmen, aus meiner Sicht einige grundsätzliche thesenartigen Bemerkungen zur Auseinandersetzung mit dem Rechtsradikalismus zu machen:</em></p><p><em>Rechtsradikale und rechtspopulistische Parteien haben in vielen europäischen Staaten Konjunktur. Sie sind eine Gefahr für die Demokratie. Ebenso wie gegenüber dem islamistischen Fundamentalismus muss die Demokratie gegenüber solchen Strömungen wachsam und wehrhaft sein.</em></p><p><em>Selbst im Kampf gegenüber dem internationalen Terrorismus sind wir darauf bedacht, dass dieser Kampf nur mit solchen Mitteln geführt wird, die die Prinzipien der Demokratie nicht selbst verletzten oder aushebeln.</em></p><p><em>Umso mehr gilt es, beim Kampf gegen rechtsradikale Gesinnungen und Meinungen nicht die eigenen demokratischen Prinzipien, die man gegen Rechtsradikale verteidigen will, in der Auseinandersetzung selbst zu missachten oder zu diskreditieren.</em></p><p><em>Meinungsfreiheit ist für die Demokratie konstitutiv. Man kann auch weitergehen und sagen, sie geht der Demokratie immer schon voraus. Wo Meinungsfreiheit herrscht, ist sie schon da, selbst wenn sie noch keine verfasste Form hat. Umgekehrt gibt es keine Art von Diktatur, die Meinungsfreiheit zulässt. Das muss Gründe haben.</em></p><p><em>Der tiefste Grund liegt darin, dass der Mensch ein vernunftsfähiges und sprachbegabtes Wesen ist, was auch immer die Menschen sonst trennen mag. Beide Fähigkeiten machen aus ihm ein „zoon politikon“ (Aristoteles).</em></p><p><em>Deshalb ist Freies Reden im Öffentlichen Raum so etwas wie der absolute Minimalkonsens in einer demokratischen Gesellschaft. Wo wir ihn aufgeben, können nur Zwang und schließlich Gewalt stehen.</em></p><p><em>„Politik hat es mit der Verschiedenheit von Menschen zu tun“ (Hannah Arendt). Der demokratische Verfassungsstaat bietet einer Vielfalt von Anschauungen, Meinungen und Interessen Raum. Wer politischen Gegnern leichtfertig ausgrenzende Etiketten aufklebt, unterhöhlt diesen Minimalkonsens einer pluralistischen Gesellschaft.</em></p><p><em>Solange wir im öffentlichen Raum frei – frei von Gewalt und der Drohung mit Gewaltargumentieren können, und solange engagierte Demokraten dies auch aktiv tun, droht der Demokratie keine wirklich dauerhafte Gefahr durch totalitäre Gesinnungen. Deswegen bestraft der liberale Verfassungssaat keine illegitimen Gesinnungen, sondern nur illegale Handlungen.</em></p><p><em>Legitimerweise können wir das politische Gespräch nur denjenigen verweigern, die es abschaffen wollen („Keine Freiheit den Feinden der Freiheit“, D. Sternberger). Aber selbst denen werden wir es aus Gründen der politischen Klugheit auch nur in Ausnahmesituationen verweigern können. Letztlich muss man immer reden, selbst mit seinen Feinden.</em></p><p><em>Rechtsextreme Gegenwelten gedeihen nicht im öffentlichen Diskurs, sondern in der Abschottung von Parallelgesellschaften. Es sind in der Regel politisch und soziale Mythen und gerade nicht logisch nachvollziehbare Argumente, die den rechtsextremen Diskurs kennzeichnen. Dazu kommt der Hang zu Verschwörungstheorien.</em></p><p><em>Diese Abschottung noch mit einer Isolierungsstrategie zu verstärken, macht politisch nicht nur keinen Sinn, sie ist falsch und kontraproduktiv. Diese Abschottung zu durchbrechen und Menschen, die zu rechtsradikalem Gedankengut neigen, in demokratische Diskurse zu integrieren ist überhaupt das wirksamste Mittel im Kampf gegen den Rechtsradikalismus.</em></p><p><em>Reaktionäre oder populistische Scheinlösungen, die auf einfachen und eindimensionalen Weltbildern beruhen, rechtsradikales Gedankengut mit Ethnozentrismus und Fremdenfeindlichkeit haben dort Erfolgschancen, wo die Institutionen der demokratischen Gesellschaft ihre Überzeugungskraft eingebüßt haben, wie z.B. Parlamente und Parteien.</em></p><p><em>Deswegen müssen wir uns jederzeit als gute Demokraten erweisen. Demokraten müssen zuallererst an sich selbst hohe Maßstäbe anlegen. Die eigene politische Glaubwürdigkeit in Wort und Tat, die Kompetenz und Fähigkeit politische Probleme zu lösen, Verlässlichkeit und Realismus ist die eigentlich wirksame Agenda gegen Populismus und Extremismus.</em></p><p><em>Mit dem Vorwurf des Rechtsradikalismus muss man sorgsam umgehen. Rechtsradikal ist eine Gruppe erst dann, wenn ihre Haltungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtet sind. Was ich bisher an Dossiers und Informationen über die Burschenschaft Arminia besitze, ist dies sicher nicht der Fall. Rechtskonservative und Rechtsradikale in einen Topf zu werfen ist ein schlimmer Fehler. Er läuft nicht nur auf eine Bagatellisierung jener Gruppen hinaus, die Menschenrechte, Pluralismus und den Rechtsstaat negieren, also die Verfassungsordnung selbst in Frage stellen oder die gar, wie rechtsextreme Gruppen mit Gewalt drohen und gewalttätig werden. Isolation kann sie sogar dazu verleiten, mit Rechtsradikalen und Rechtsextremisten zu kooperieren. Dann kann der Rechtsextremismus in der Gesellschaft immer stärker Fuß fassen.</em></p><p><em>Deshalb muss man sich mit rechtsradikalem, überhaupt mit jeglichem totalitären Gedankengut offensiv auseinandersetzten. Dazu müssen wir letztlich reden (oder schreiben).</em></p><p><em>Werden aus diesen Gedanken aktive Handlungen, muss dazu auch das entschiedene Handeln der staatlichen Organe kommen. Irgendeine gesellschaftliche Gruppe aus dem politischen Diskurs auszuschließen, dazu müssten außerordentlich gewichtige Gründe vorliegen. Sie sind von den Kritikern überhaupt nicht vorgetragen worden. Das einzige Argument, das überhaupt vorgetragen wurde ist, dass die Burschenschaft Arminia sich durch das Einladen von demokratischen Referenten einen gesellschaftlich akzeptablen Anstrich zu geben versucht. Dieses Argument muss man mal zu Ende denken. Laden sie demokratische Referenten ein, ist es Tarnung und Täuschung.</em></p><p><em>Laden sie nicht-demokratische Referenten ein, werden sie des Rechtsradikalismus bezichtigt. Wenn sollten sie dann einladen? Mit solch fragwürdigen Argumentationsmustern delegitimiert man nur die eigene Position.</em></p><p><em>Es fällt überhaupt auf, dass der Vorwurf des Rechtsradikalismus gegen die Burschenschaft Arminia nicht durch irgendwelche Handlungen dieser Gruppe in Tübingen begründet wird, sondern durch fragwürdige Formulierungen in Schriften ihres Dachverbandes. All das wirkt reichlich konstruiert und aufgeblasen.</em></p><p><em>Nun mögen diese ganzen Vorhaltungen gegenüber dieser Burschenschaft – vorausgesetzt sie stimmen &#8211; geeignet sein, Studierende in Tübingen davon abzuhalten, in diese Verbindung einzutreten. Aber für die Forderung, diese Burschenschaft aus der Gesprächsgemeinschaft der Demokratie auszuschließen, geben sie nichts her. Die Pflege atavistisch anmutender, männerbündlerischer Riten (die ich eher skurril als schlimm empfinde), ist noch lange kein Grund, das Reden mit ihnen einzustellen.</em></p><p><em>Den Rechtsradikalismus kann man nicht mit stereotypen Reflexen und Klischees bekämpfen oder durch die Errichtung rhetorischer Barrikaden (Ich dachte mir bei dem Slogan auf Demos „Nazis raus aus XY“ schon immer: Und wohin mit ihnen?).</em></p><p><em>Der Umgang mit dem Rechtsradikalismus verlangt Sorgfalt in der Analyse der konkreten Situation und Angemessenheit in der Reaktion. Vor allem aber Überzeugungskraft für die Grundwerte der Demokratie. Demokraten agieren nicht mit Schaum vor dem Mund (das können wir den Fanatikern überlassen), sondern mit Festigkeit und Gelassenheit zugleich.</em></p><p><em>Wolf Lepenies hat es bei dem ihm kürzlich verliehenen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2006 sehr schön so gesagt:</em></p><p><em>„Unsere kulturellen Selbstverständlichkeiten müssen neu behauptet werden. An Grundüberzeugungen wie den Menschenrechten und der Meinungsfreiheit brauchen wir dabei nicht zu zweifeln. Und gegen den Fanatismus hilft Festigkeit. Woran es uns mangelt, ist die Wärme, mit denen wir uns zu unseren Werten bekennen. Ansteckend kann die Demokratie nur wirken, wenn sie nicht routiniert betrieben oder anderen mit Gewalt aufgezwungen, sondern wenn sie von uns mit Enthusiasmus gelebt wird.“</em></p><p><em>November 2006</em></p></blockquote><p>Egal, welcher politischen Couleur man selbst angehört, diesen Text sollte im Grunde jeder Demokrat mittragen können. Ärgerlich und schade finde ich es allerdings, dass er auf seiner Webseite zwar seine Zeit als AStA-Vorsitzender, nicht aber sein Engagement als Farbenstudent beschrieben hat. Ich nehme an, dies ist den <a
title="Ahlhaus und die linke Hamburger Verbindungsposse" href="http://www.burschireader.de/2010-07-29/ahlhaus-und-die-linke-hamburger-verbindungsposse.html">Ereignissen und Diskussionen um den früheren Hamburger OB Ahlhaus</a> geschuldet.</p><p>Wer weiß, vielleicht wird mit einem grünen Ministerpräsidenten mit Verbindungsvergangenheit auch eine Normalisierung des Verhältnisses ggü. dem Farbenstudententums einsetzen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-04-12/winfried-kretschmann-ein-gruner-wahlgewinner-mit-uberraschungen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Da weiß jemand mehr über mich als ich selbst</title><link>http://www.burschireader.de/2011-04-08/da-weis-jemand-mehr-uber-mich-als-ich-selbst.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=da-weis-jemand-mehr-uber-mich-als-ich-selbst</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-04-08/da-weis-jemand-mehr-uber-mich-als-ich-selbst.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 08 Apr 2011 05:32:54 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[B! Cimbria Nürnberg]]></category> <category><![CDATA[Bielefeld]]></category> <category><![CDATA[Bismarck-Kommers]]></category> <category><![CDATA[Frank Kimmerle]]></category> <category><![CDATA[Indymedia]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=843</guid> <description><![CDATA[Heute Morgen war ich richtig überrascht: Dieser Blog &#8211; und insbesondere die Berichte über den vergangenen Bismarck-Kommerses &#8211; sind wohl auch bei Frauke Meier, einer Autorin bei Indymedia aufgeschlagen. In  Ihrem Artikel [Bielefeld] Nachwehen des Bismarck-Kommers (Plagiat? ) äußert sie sich über den Burschireader und mich als Person. Interessant dabei ist, dass sie hier offenbar mehr <a
href='http://www.burschireader.de/2011-04-08/da-weis-jemand-mehr-uber-mich-als-ich-selbst.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Heute Morgen war ich richtig überrascht: Dieser Blog &#8211; und insbesondere die Berichte über den vergangenen Bismarck-Kommerses &#8211; sind wohl auch bei <strong>Frauke Meier</strong>, einer Autorin bei <strong>Indymedia</strong> aufgeschlagen. In  Ihrem Artikel <a
href="http://linksunten.indymedia.org/de/node/37052">[Bielefeld] Nachwehen des Bismarck-Kommers</a> (Plagiat? <img
src='http://www.burschireader.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ) äußert sie sich über den <strong>Burschireader</strong> und mich als Person. Interessant dabei ist, dass sie hier offenbar mehr über meine Person weiß, als dass es meine Vita hergibt.<span
id="more-843"></span></p><blockquote><p><em>&#8220;Auch burschireader.de [...] zeigt damit einmal mehr sein wahres Gesicht der Unterstützung von aktiven Neonazis.&#8221;</em></p></blockquote><p>Frau Meier hat meinen Blog offenbar noch nicht wirklich gelesen. <strong>Ich unterstütze keinerlei rechtsextreme Ausuferungen innerhalb des Verbindungswesens.</strong> Ich halte solches mit dem Farbenstudententum für vollkommen unvereinbar. Ich habe daher auch ausdrücklich davon abgesehen, die Ausladung einer Verbindung vom <strong>Bismarck-Kommers </strong>zu bewerten. Allerdings kritisiere ich die ebenso die Eigenart einiger Links-Aktivisten, die alles, was nicht ihren Wertevorstellungen entspricht, als rechtsextrem darstellen.</p><blockquote><p><em>&#8220;Kimmerle ist älteren Semestern noch aus den Glanzzeiten der newsgroups als penetrante Nervensäge mit einem deutlichen Hang zur Verharmlosung auch der widerlichsten Neonazi-Aktivitäten bekannt.&#8221;</em></p></blockquote><p>Da weiß die Dame wiederrum mehr als ich. Newsgroups habe ich seiner Zeit eher konsumiert, als aktiv daran teilgenommen. Es würde mich wundern, gäbe es mehr als fünf oder zehn Einträge von mir in Newsgroups mit Verbindungsbezug. Und wie bereits oben erwähnt, habe ich niemals (!) &#8216;Neonazi-Aktivitäten&#8217; unterstützt, gutgeheißen oder toleriert.</p><blockquote><p><em>&#8220;Betreiber der Seite ist Frank KIMMERLE, &#8220;Alter Herr&#8221; der &#8220;Burschenschaft Cimbria Nürnberg&#8221;, der sich seit etlichen Jahren als eine Art bundesweiter Pressesprecher des Korporationswesens aufspielt.&#8221;</em></p></blockquote><p>Die meisten Farbenbrüder, die den Namen Kimmerle lesen, werden sich fragen &#8220;Wer?&#8221;. Im Übrigen bin ich kein Alter Herr und als bundesweiter Pressesprecher tätig zu werden habe ich gar keinen Auftrag.</p><p>Liebe Frau Meier,</p><p>Ziel dieses Blog ist es nach wie vor, die &#8211; in völliger Sachunkenntnis &#8211; geschürten Vorurteile gegen das Verbindungswesen in ein gerades Licht zu rücken. Ich mache auch aus Missständen innerhalb des Verbindungswesens keine Hehl und übe auch Kritik an Traditionen oder Verhaltensweisen des Farbenstudententums, die einer solchen würdig und gesellschaftlich berechtigt sind. Ich erwarte aber von einem Verbindungsgegner &#8211; das zu sein, sei einem jedem unbenommen -, sich auch die unabdingbaren Gepflogenheiten einer Gemeinschaft wie der einer Demokratie zu halten.</p><p>Gerade in einem freien Land wie dem unseren sind verschiedenste Menschentypen sowie ein politisches als auch gesellschaftliches breites Spektrum seiner Bürger nicht nur erwünscht, sondern bringen es sowohl wirtschaftlich, als auch intellektuell weiter. Es liegt aber vor allem an der Art und Weise des gemeinsamen Umgangs dieser verschiedenen Gruppen untereinander, ob ein gesellschaftlicher Benefit ausn eben dieser Freiheit eines Landes gezogen werden kann.</p><p>Verleumdungen und Falschdarstellungen, wie Sie sie in Ihrem Eintrag gemacht haben, sind dahingehend definitv der falsche Weg.</p><p>Ich schlage vor, Sie erkundingen sich an adäquater Stelle über meine Person. Gerne auch in einem persönlichen Gespräch mit mir.</p><p>Mit freundlichen Grüßen,<br
/> Frank Kimmerle</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-04-08/da-weis-jemand-mehr-uber-mich-als-ich-selbst.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Die Nachwehen des Bismarck-Kommers</title><link>http://www.burschireader.de/2011-04-05/die-nachwehen-des-bismarck-kommers.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-nachwehen-des-bismarck-kommers</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-04-05/die-nachwehen-des-bismarck-kommers.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 05 Apr 2011 07:36:21 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorfälle]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Bielefeld]]></category> <category><![CDATA[Bismarck-Kommers]]></category> <category><![CDATA[Damenverbindungen]]></category> <category><![CDATA[Demokratie]]></category> <category><![CDATA[Deutschsein]]></category> <category><![CDATA[Religion]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=816</guid> <description><![CDATA[Wir haben in Deutschland zurecht eine Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit. Beide sind mitunter die wichtigsten Güter eines freien Landes und einer Staatsform, die sich auch nur im Entferntesten demokratisch nennen will. Auf der anderen Seite frage ich mich aber, warum Menschen auf die Straßen gehen und demonstrieren, wenn sie vom eigentlich kritisierten Gegenstand offensichtlich keine Ahnung <a
href='http://www.burschireader.de/2011-04-05/die-nachwehen-des-bismarck-kommers.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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id="more-816"></span></p><p>Die <a
href="http://bismarck.blogsport.de/2011/04/02/dokumentation-der-redebeitraege-zur-demonstration-am-1-4-2011/">Dokumentation der Redebeiträge zu den Demonstrationen anlässlich des Bismarck-Kommers vom 01. April 2010 in Bielefeld</a> ist Zeugnis eben genau dessen. Der Demonstrationszug begann vor dem Haus der Burschenschaft Normannia Nibelungen, zog von dort aus weiter zum IHK-Gebäude und fand seinen Abschluss vor der Bielefelder Stadthalle. An allen drei Standorten wurden Kundgebungen abgehalten, die über den o.g. Link veröffentlich wurden und deren Wahrheits- und Sinngehalt auf den folgenden Seiten hinterfragt werden.<br
/> <nav
class="page-links"><strong>Pages:</strong> <span
class="page-num">1</span> <a
href="http://www.burschireader.de/2011-04-05/die-nachwehen-des-bismarck-kommers.html/2"><span
class="page-num">2</span></a> <a
href="http://www.burschireader.de/2011-04-05/die-nachwehen-des-bismarck-kommers.html/3"><span
class="page-num">3</span></a> <a
href="http://www.burschireader.de/2011-04-05/die-nachwehen-des-bismarck-kommers.html/4"><span
class="page-num">4</span></a> <a
href="http://www.burschireader.de/2011-04-05/die-nachwehen-des-bismarck-kommers.html/5"><span
class="page-num">5</span></a></nav> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-04-05/die-nachwehen-des-bismarck-kommers.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Perfides zur Rechtsstaatlichkeit</title><link>http://www.burschireader.de/2011-03-09/perfides-zur-rechtsstaatlichkeit.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=perfides-zur-rechtsstaatlichkeit</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-03-09/perfides-zur-rechtsstaatlichkeit.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 09 Mar 2011 14:17:58 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Vorfälle]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaft Germania Stuttgart]]></category> <category><![CDATA[Frauenkampf ist Klassenkampf]]></category> <category><![CDATA[Prozess]]></category> <category><![CDATA[Stuttgart]]></category> <category><![CDATA[Vandalismus]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=800</guid> <description><![CDATA[Am 07. März begann der Prozess wegen der Sachbeschädigung der Burschenschaft Germania Stuttgart vor rund einem Jahr. Drei linke &#8220;AktivistInnen&#8221; werden beschuldigt, dieses Verbrechen begangen zu haben und müssen sich daher vor Gericht verantworten. Die Parole &#8220;Frauenkampf ist Klassenkampf&#8221; sollen die drei Beschuldigten an das Haus gesprüht haben. Eine der größten Errungenschaften unseres Landes ist <a
href='http://www.burschireader.de/2011-03-09/perfides-zur-rechtsstaatlichkeit.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Am 07. März begann der Prozess wegen der Sachbeschädigung der <strong>Burschenschaft Germania Stuttgart</strong> vor rund einem Jahr. Drei linke &#8220;AktivistInnen&#8221; werden beschuldigt, dieses Verbrechen begangen zu haben und müssen sich daher vor Gericht verantworten. Die Parole &#8220;Frauenkampf ist Klassenkampf&#8221; sollen die drei Beschuldigten an das Haus gesprüht haben.<span
id="more-800"></span></p><p>Eine der größten Errungenschaften unseres Landes ist zweifelsfrei die Rechtsstaatlichkeit, die jedem Bürger die gleichen Rechte garantiert &#8211; so eben auch dem Eigentümer des Anwesens, in welchem die <strong>B! Germania</strong> ihr Heim aufgeschlagen hat. Jeder, der sich für eine Demokratie und der Gleichheit vor dem Gesetz stark macht, der muss eben auch die minimalsten rechtsstaatlichen Regeln achten. Man sollte also meinen, dass man sich von jeglicher Beschädigung fremden Eigentums distanzieren müsste.</p><p>Der User Smash Patriarchy schreibt in seinem Artikel &#8220;Prozess gegen linke AktivistInnen &#8211; Frauenkampf heisst Klassenkampf&#8221;, zu finden unter <a
href="http://linksunten.indymedia.org/de/node/35179">http://linksunten.indymedia.org/de/node/35179</a> (Zugriff am 09. März 2011):</p><blockquote><p><em>Das elitäre Verbindungswesen der Burschenschaften, ihr reaktionärer Männlichkeitskult und ihre Nähe zu verschiedenen Spektren der politischen Rechten zeigen klar, dass der Kampf gegen die Unterdrückung der Frau und für eine befreite Gesellschaft zugleich immer auch ein Kampf gegen die Bewahrer steinzeitlicher Traditionen an den Universitäten sein muss.</em></p></blockquote><p>Davon abgesehen, dass sich Smash Patriarchy auf die gängigen Klischees ggü. Studentenverbindungen bezieht, frage ich mich, woraus er die Schlussfolgerungen zieht, die sich so &#8216;klar&#8217; ergeben, wie er schreibt. Es ist nur der misslungene und dümmliche Versuch, einer Rechtfertigung, wo schlicht und ergreifend keine ist.</p><p>Er schreibt aber weiter:</p><blockquote><p><em>Kommt zum Prozess und unterstützt die Angeklagten! Emanzipation statt Elite!</em></p></blockquote><p>Man mag ja über den Stand der emanzipatorischen Errungenschaften und den ggf. weiteren Weg zu mehr Anerkennung der Frau in unserer Gesellschaft unterschiedlicher Meinung sein, jedoch kann es nicht sein, dass man sich für eine solche Zielsetzung außerhalb des rechtsstaatlichen Rahmens bewegt oder man gar &#8211; wie eben oben geschehen &#8211; dazu aufruft bzw. es unterstützt, Recht zu brechen. Schlimmer noch</p><p>Es ist vollkommen gleichgültig, ob es sich bei der Tat um das Haus einer Studentenverbindung handelt, ein Auto oder was auch immer. Es ist und bleibt Unrecht!</p><hr
style="height: 1px; width: 75%; color: #ffffff; border: 1px solid #CCCCCC;" size="1" noshade="noshade" /><p><strong>Nachtrag, 12, März 2010</strong></p><p>Schade, vielleicht hätte ich mit diesem Blogartikel noch warten sollen.</p><p>Laut Bericht auf Indymedia (<a
href="http://linksunten.indymedia.org/de/node/35392">http://linksunten.indymedia.org/de/node/35392</a>) kamen zwei der Aktivistinnen mit 20 Sozialstunden davon. Man mag darüber streiten, ob das angemessen sei, haben sich die Angeklagten nicht einmal zu einem dümmlichen jugendlichen Leichtsinn bekannt. Vielmehr haben sie den Vorsatz durch eine Erklärung sogar noch unterstrichen, die sie während  der Verhandlung verlesen haben:</p><blockquote><p><em>Wir haben in der Nacht zum 8. März 2010 einen Mülleimer am Haus der Burschenschaft Alemannia mit einer Sprühschablone zum internationalen Frauenkampftag und der Parole „Frauenkampf ist Klassenkampf“ besprüht. Uns ist es wichtig, dass diese Aktion nicht als Form von undurchdachtem jugendlichem Leichtsinn verstanden, sondern als klares politisches Symbol zur Kenntnis genommen wird.</em></p><p><em>Um deutlich zu machen, warum wir die farbliche Veränderung am Burschenschaftshaus nach wie vor für richtig und wichtig halten, haben wir diese Erklärung vorbereitet.</em></p><p><em>Die im Verbindungswesen an deutschen Universitäten eingegliederten Burschenschaften stehen für das Festhalten an reaktionären Geschlechterrollen und für autoritäre und konservative Gesellschaftsvorstellungen. Sie verstehen sich als gesellschaftliche Elite, die dem Großteil der Bevölkerung überlegen sei und räumen sich und ihren Nachfolgern durch finanzielle Stärke häufig wirtschaftliche und politische Machtpositionen ein.</em></p><p><em>Bezeichnend ist, dass diese studentischen Vereinigungen sowohl nach Innen, wie auch nach Außen schon immer klar frauenfeindliche Positionen vertreten. Schon zu Ende des 19. Jahrhunderts haben sie vehement gegen die Zulassung von Frauen an deutschen Universitäten gekämpft. Nachdem die Frauenbewegung sich dieses Ziel nicht hat nehmen lassen, traten die Bruschenschaften offensiv als „Männerbünde“ an den Universitäten auf, mobbten ihre Komilitoninnen und beklagten sich über eine angebliche „Verweiblichung der Gesellschaft“.</em></p><p><em>Wie ihr Name schon sagt, sind Burschenschaften auch heute noch reine Männerveranstaltungen, die den Frauen lediglich nebensächliche Rollen neben ihrer selbsternannten Eliteposition einräumen. Gesellschaftlich festgesetzte Geschlechterrollen werden als naturgegeben und unveränderlich präsentiert: Der Mann soll harter Bestimmer sein, die Frau die gefühlvolle Umsorgerin.</em></p><p><em>Innerhalb dieser geschlechtlicher Zuordnungen gibt es selbstverständlich keinen Platz und keine Akzeptanz für Homosexualität und Menschen, die sich ihren Verhaltensstandards nicht beugen.</em></p><p><em>Eng verbunden mit den steinzeitlichen Vorstellungen von Geschlechterrollen sind reaktionäre und rassistische Gesellschaftsvorstellungen. Auch wenn es deutlich rechtere Burschenschaften gibt, glänzt ebenso die “Alemannia” durch klare Bezüge zur konservativen und islamfeindlichen Rechten. Im letzten Jahr fanden im Haus der Burschenschaft zwei Veranstaltungen mit Referenten aus der rechten Wochenzeitung “Junge Freiheit” und der stramm antikommunistischen “Internationalen Gemeinschaft für Menschenrechte” statt. Nebenbei hat sich die “Alemannia” in Heidelberg auf ihrer Internetpräsenz dafür gerühmt, schon 1930 vollzählig auf NSDAP-Veranstaltungen erschienen zu sein.</em></p><p><em>Sicherlich lassen sich die heutigen Mitglieder der Burschenschaft nicht als Faschisten bezeichnen, dennoch bietet ihre Struktur auch weiterhin Platz für die Konservierung und Verbreitung rechter und frauenfeindlicher Positionen.</em></p><p><em>Wir finden es legitim, solche Zustände auch nach außen hin deutlich sichtbar zu machen. Wer sich bewusst in einem derartigen Sumpf reaktionärer Gesellschaftsvorstellungen bewegt, muss damit rechnen, mit öffentlichem Protest konfrontiert zu werden.</em></p><p><em>Wir streben eine Gesellschaft freier und gleicher Menschen an. Die Burschenschaften stehen für die Diskriminierung, Ausgrenzung und Entmündigung. Dagegen werden wir uns stets wehren. Und das lassen wir uns nicht nehmen!</em></p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Die beiden verurteilten Straftäter bekennen sich also in vollem Umfang schuldig. Aufgrund eines wirklich milden Urteils steht es für mich nun zu befürchten, dass ähnliche Sachbeschädigungen für künftige Planungen bagatellisiert werden. Einmal ganz zu schweigen von der durchgehenden inhaltlichen Widersprüchlichkeit der Erklärung.</p><p>Die Legitimation, fragwürdige Umstände publik zu machen und öffentlich zu diskutieren, sei jedem unbenommen. Jedoch müssen die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit dennoch geachtet werden, die wirklich sehr weitgehende Meinungs- und Freiheitsrechte garantieren und schützen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-03-09/perfides-zur-rechtsstaatlichkeit.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>Die Vorboten zum Bismarck-Kommers</title><link>http://www.burschireader.de/2011-03-09/die-vorboten-zum-bismarck-kommers.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-vorboten-zum-bismarck-kommers</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-03-09/die-vorboten-zum-bismarck-kommers.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 09 Mar 2011 07:15:27 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Antifaschistische Praxis Bielefeld]]></category> <category><![CDATA[AStA / Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[AStA Bielefeld]]></category> <category><![CDATA[Bielefeld]]></category> <category><![CDATA[Bismarck-Kommers]]></category> <category><![CDATA[CV]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=794</guid> <description><![CDATA[Am 01. April findet in Bielefeld der sog. Bismarck-Kommers statt. Der Bismarck-Kommers ist die jährliche gemeinsame Veranstaltung der Bielefelder Korporationen, die 2011 bereits zu 71. mal stattfinden wird. Ähnliche verbindungsübergreifende Veranstaltungen finden überall in Deutschland statt, das ist im Grunde genommen nichts Besonderes. Jedoch erübrigt sich auch die Frage, ob diese Veranstaltung von linksgerichteten Protesten <a
href='http://www.burschireader.de/2011-03-09/die-vorboten-zum-bismarck-kommers.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Am 01. April findet in Bielefeld der sog. <strong>Bismarck-Kommers</strong> statt. Der Bismarck-Kommers ist die jährliche gemeinsame Veranstaltung der <strong>Bielefelder Korporationen</strong>, die 2011 bereits zu 71. mal stattfinden wird. Ähnliche verbindungsübergreifende Veranstaltungen finden überall in Deutschland statt, das ist im Grunde genommen nichts Besonderes. Jedoch erübrigt sich auch die Frage, ob diese Veranstaltung von linksgerichteten Protesten begleitet werden wird oder nicht. Schon jetzt wird in verschiedenen Foren und Blogs zur der Veranstaltung bzw. die entsprechenden Gegendemonstrationen aufgerufen.<span
id="more-794"></span></p><p>Auf dem eigens für den Kommers eingerichteten Blog <a
href="http://bismarck.blogsport.de/">http://bismarck.blogsport.de/</a> (offenbar unterhalten von der sog. <strong>Antifaschistischen Praxis Bielefeld</strong>) sowie auf dem unabhängigen <strong>Indymedia</strong>-Netzwerk finden sich bereits entsprechende &#8216;Informationen&#8217;. Wie immer gibt es natürlich die einen oder anderen Highlights, die mir besonders aufschlagen.</p><p>Dass man einen Kommers gerne als &#8220;korporiertes&#8221; oder &#8220;organisiertes Besäufnis&#8221; tituliert, ist ja nichts Neues und beeindruckt mich auch nicht weiter. Es zeugt lediglich davon, dass sich die entsprechenden Schreiberlinge kaum damit beschäftigen, was auf einem Kommers geschieht. Ich lasse das einfach so stehen und nehme es kopfschüttelnd zu Kenntnis.</p><p>Jedoch zeugt gerade der Demo-Aufruf ( zu finden unter <a
href="http://bismarck.blogsport.de/2011/03/04/demonstration-fuer-den-01-04-2011-angekuendigt/">http://bismarck.blogsport.de/2011/03/04/demonstration-fuer-den-01-04-2011-angekuendigt) </a> von einem hohen Maß an Überheblichkeit der Autoren. Eine Gegendemonstration wird</p><blockquote><p><em>&#8230;für den Fall, dass die Stadt Bielefeld trotz des breiten Widerstandes aus der Bevölkerung auch 2011 an der Vergabe der Stadthalle für die Durchführung des „Bismarck-Kommers“ festhält&#8230;</em></p></blockquote><p>angekündigt. Welches Recht nehmen sich hier die handvoll Organisatoren der möglichen Demonstration heraus, die &#8211; selbstdefiniert! &#8211; außerhalb der Gesellschaft unseres Landes agieren. Mit Minderheitenschutz oder Demokratie hat das wenig zu tun. Hier spiegeln sich lediglich Überheblichkeit und Realitätsferne wieder. Politik und Gesellschaft werden bei uns noch immer von (wechselnden) Mehrheiten gemacht und gestaltet &#8211; eine Errungenschaft auf die man in unserem Land sehr lange hat warten müssen.</p><p>Davon abgesehen, welcher breite Widerstand der Bevölkerung ist gemeint? Ist Bielefeld so klein, dass die schätzungsweise 20 aktiven Antifaschisten als &#8216;breite Masse&#8217; gelten können? Ich glaube eher, dass es der breiten Bevölkerung vollkommen egal ist, ob dieser Kommers stattfindet, oder eben nicht. Wie in jeder anderen Stadt auch, wird es wohl auch in Bielefeld dringendere Probleme geben, die es zu lösen gilt.</p><p>Aber auch der <strong>Bielefelder AStA</strong> bekleckert sich in einem offenen Brief &#8211; zu finden unter <a
href="http://www.asta-bielefeld.de/CMS/fileadmin/user_upload/34/Presse/Pressemitteilungen/37/PM_04.03.2011.pdf">http://www.asta-bielefeld.de/CMS/fileadmin/user_upload/34/AStARef_Oeffentlichkeit/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_37/PM_04.03.2011.pdf</a> &#8211; an den örtlichen Oberbürgermeister bzw. das Rektorat der hiesigen Universität nicht gerade mit Ruhm. Dort heißt es, dass man sich in einer Veranstaltungsreihe &#8216;wissenschaftlich&#8217; mit Studentenverbindungen auseinander gesetzt hätte:</p><blockquote><p><em>Die Ergebnisse dieser Reihe lassen für uns nur einen Schluss zu: Das Korporationswesen denkt und handelt elitär, sexistisch und in vielen Teilen völkisch-nationalistisch.</em></p></blockquote><p>Gerade im Augenblick führen wir eine gesellschaftliche Debatte über Fußnoten und Quellenangaben in wissenschaftlichen Arbeiten. Wie der AStA zu diesem Ergebnis kommt, bleibt offen. Akademisches ist in solch einem links-populistichen Geschwafel nicht wirklich erkennbar.</p><blockquote><p><em>Dazu wird der Öffentlichkeit durch eine medial stark beachtete Veranstaltung wie den &#8216;Bismarck-Kommers&#8217; das altertümliche Bild eines uniformierten, alkoholisierten und bewaffneten Männerbundes als scheinbar repräsentativ für die Studierendenschaft vermittelt.</em></p></blockquote><p>Prinzipiell ist es eine solche Frage immer Wert, bedacht zu werden. Vielleicht auch nicht ganz unberechtigt, wäre sie nicht mit Vorurteilen derart befleckt, dass sie sich von vorn herein selbst relativieren würde. Es ist auch eine Art <strong>Uniformierung</strong>, wenn man sich kollektiv mit schwarzen Kapuzenpullis und zu einer Demonstration trifft und es gibt durchaus Bereiche, in denen eine Uniformierung nicht nur sinnvoll, sondern der Sache unabdingbar ist, so bspw. im Mannschaftssport. Ich wüsste nicht, was dagegen spricht, sich durch einen gemeinsamen optischen Auftritt oder einen gemeinsamen Habitus zu einer Gemeinschaft zu bekennen.</p><p>Auch frage ich mich, warum es in einer Verbindung unredlicher sein soll, sich einen hinter die Binde zu kippen, als auf einer Uni-Party oder in einer Bar mit seinen Freunden. Was genau soll dann repräsentativ für die Studierendenschaft sein? Der Klischee-Partystudent, der seine Vorlesungen, um die wöchentlichen Veranstaltungen seiner Lieblingsdisko gestaltet? Ich wage zu behaupten, dass es DEN repräsentativen Studenten nicht (mehr) gibt. Es genügt doch schon ein Blick auf die Studierenden in einem Hörsaal. Alleine schon aus optischen Gesichtspunkten dürfte die Vielfältigkeit der Studierendenschaft recht schnell und ziemlich offenkundig werden &#8211; selbst in Studienfächern wir BWL oder Jura. Das ist ja auch gut so.</p><p>Die offenen Briefe schließen mit Fragestellungen, die die Toleranz und Weltoffenheit der Urheber zwar darstellen sollen, offenbar wird jedoch nur die Klischeedenke, die bereits weiter oben nur allzu deutlich in Erscheinung getreten war. Da heißt es bspw.:</p><blockquote><p><em>Wie stehen Sie zum Korporationswesen im Allgemeinen und zur &#8220;Burschenschaft Normannia-Nibelungen&#8221; im Besonderen?</em></p></blockquote><p>Hier wird, wie oft, das gesamte pluralistische Korporationswesen über einen Kamm geschert. Wäre dem nicht so, wären auch die genannten Webartikel, Demoaufrufe und offenen Briefe in ihrer Sinnhaftigkeit obsolet.</p><blockquote><p><em>Wie sehen Sie die Vermittlung elitärer, sexistischer und völkisch-nationalistischer Werte mit dem politischen Verständnis Ihrer Partei vereinbar?</em></p></blockquote><p>Was diese Frage mit der eigentlich dargestellten Problemstellung zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Sie hat lediglich rhetorisch-manipulativen Charakter.</p><blockquote><p><em>Wie stehen Sie zu der Teilnahme von städtischen und parteilichen Mandatsträgern an dem &#8221;Bismarck-Kommers&#8221;? Was werden Sie ggf. unternehmen, um diese zukünftig zu verhindern</em>?</p></blockquote><p>Hierbei handelt es ich um zwei unabhängige Fragen, die &#8211; wohl auch aus manipulativen Gründen &#8211; zusammengeführt wurden. Mir sind keinerlei belegte Argumente bekannt, die gegen den Bismarck-Kommers sprechen würden. Es gibt somit auch keine Veranlassung dazu, eine solche Veranstaltung zu verhindern. Was passiert hier exemplarisch in Bielefeld? Ein paar Weltverbesserer machen auf Probleme aufmerksam, die es im Grunde gar nicht gibt. Ein Bismarck-Kommers hat sicherlich nicht die Verbreitung rechtsextremistischen Gedankenguts zur Grundlage.</p><p>Zwischenzeitlich hat sich der Bielefelder <strong>CV-Ortsvorsitzende</strong> hat verlautbaren lassen,</p><blockquote><p><em>Die Bielefelder Burschenschaft &#8220;Normannia Nibelungen&#8221;, aufgefallen durch &#8220;fragwürdige Vortragsveranstaltungen mit Gastrednern aus dem Dunstkreis rechtsradikaler Gesinnung&#8221;, sei nicht zum Kommers eingeladen. (<a
href="http://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/westen/uni_fh/4293878_Veranstalter_des_Kommerses_wehrt_sich.html">http://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/westen/uni_fh/4293878_Veranstalter_des_Kommerses_wehrt_sich.html</a>)</em></p></blockquote><p>Wie man das Vorgehen des CV-Ortsvorsitzenden bewerten mag, das sei jedem selbst überlassen. Zugegeben kenne ich die <strong>Normannia Nibelungen</strong> selbst nicht und kann daher eine wirkliche Bewertung um den Rummel um diese Verbindung derzeit nicht wirklich nachvollziehen. Ich bin aber der Überzeugung, dass sich etwaige Problemstellungen mit einzelnen Mitgliedern eines  Bundes auch in diesem Bund selbst lösen müssen. Positive Beispiele gibt es derer in Deutschland genug.</p><p>Nach Logik der <strong>Antifaschistischen Praxis Bielefeld</strong> dürfte aber damit also keine Gegenveranstaltung mehr angedacht werden. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass man dort schon den einen oder anderen Grund finden wird, sich dennoch auf die Straßen zu stellen. Das ist dann aber auch der letztliche Beleg dafür, dass es den Leuten nicht um eine wirkliche Sache geht.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-03-09/die-vorboten-zum-bismarck-kommers.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>Gewalt gegen Korporationen und der Versuch der Rechtfertigung dafür</title><link>http://www.burschireader.de/2011-02-25/gewalt-gegen-korporationen-und-der-versuch-der-rechtfertigung-dafur.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=gewalt-gegen-korporationen-und-der-versuch-der-rechtfertigung-dafur</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-02-25/gewalt-gegen-korporationen-und-der-versuch-der-rechtfertigung-dafur.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 25 Feb 2011 12:08:09 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Vorfälle]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Basisdemokratisches Bündnis Göttingen]]></category> <category><![CDATA[CDA]]></category> <category><![CDATA[Demokratie]]></category> <category><![CDATA[Gewalt gegen Korporationen]]></category> <category><![CDATA[Studentenverbindungen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=783</guid> <description><![CDATA[Ende Januar hat der Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) eine statistische Erhebung zur Gewalt gegen Verbindungen im Jahr 2010 veröffentlicht. Rund 120 Straftaten gegen Korporationen in Deutschland und Österreich wurden en Detail beschrieben und aufgeführt. Die Straftatbestände reichten von Sachbeschädigungen über Brandanschläge bis hin zu körperlicher Gewalt. Zu den Urhebern heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung: <a
href='http://www.burschireader.de/2011-02-25/gewalt-gegen-korporationen-und-der-versuch-der-rechtfertigung-dafur.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Ende Januar hat der <strong>Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) </strong>eine statistische Erhebung zur <strong>Gewalt gegen Verbindungen</strong> im Jahr 2010 veröffentlicht. Rund 120 Straftaten gegen Korporationen in Deutschland und Österreich wurden en Detail beschrieben und aufgeführt. Die Straftatbestände reichten von Sachbeschädigungen über Brandanschläge bis hin zu körperlicher Gewalt. Zu den Urhebern heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung:</p><blockquote><p><em>&#8220;Die meisten Straftaten wurden von Linksextremisten bzw.  selbsternannten „Antifaschisten“ verübt. Oftmals gab es Bekennerschriften der Täter im Internet. Der Bundestagsabgeordnete Uhl verurteilt die Gewalt gegen Studentenverbindungen scharf: „Sollte sich herausstellen, dass es sich dabei um eine gezielte Kampagne der linken &#8216;Antifa&#8217; handelt, dann muss dagegen vorgegangen werden.“</em><br
/> (Quelle: <a
href="http://www.akademikerverbaende.de/files/110128_pm_cda_gewalt_gegen_korporationen.pdf">http://www.akademikerverbaende.de/files/110128_pm_cda_gewalt_gegen_korporationen.pdf</a>; Zugriff am 23.02.2011)</p></blockquote><p><span
id="more-783"></span>In Folge der Pressemittelung gab es zahlreiche Reaktionen &#8211; auch in der überregionalen Presse. Insbesondere ein Artikel der <strong>Süddeutschen Zeitung</strong> viel hier auf. Mit einem &#8221;<strong>Plädoyer für Toleranz</strong>&#8221; titelte die Zeitung in ihrem vielseitig gelesenen Artikel, der online leider nicht verfügbar ist.</p><p>In zahlreichen Online-Publikationen beziehen vor allem linksorientierte Gruppierungen gegen die Darstellungen des CDA, bzw. die der Presse, Stellung. Beispielhaft seien hier zwei erwähnt.</p><p>In einer Aufzählung von Gewalttaten aus Reihen von Korporierten versucht ein anonymer Autor auf der <strong>Indymedia</strong>-Plattform in einer &#8220;unvollständigen Aufzählung&#8221; (<a
href="http://de.indymedia.org/2011/02/301056.shtml">http://de.indymedia.org/2011/02/301056.shtml</a>, Zugriff am 23.02.2011) die Sichtweise herumzudrehen.</p><p>Die Lächerlichkeit dieses Versuchs, offenbart sich schon zu Beginn der Aufzählung. Eine historische Begegenheit aus Zeiten des Ersten Weltkriegs 1918 wird herangezogen. Mit schätzungsweise 25 Vorkommnissen des Verbindungswesens aus rund 90 (!) Jahren versucht man die teils höchst-gewalttätigen kriminellen Übergriffe Linker eines einzigen Jahres zu rechtfertigen. Ich kenne keinen Farbenbruder, der 1918 aktiv gewesen wäre, was Übergriffe aufgrund solch einer Argumentation überhaupt vielleicht nur weitestgehend ansatzweise würde rechtfertigen können. ?Ob man die Gewalt gegen das Verbindungswesen damit generell rechtfertigen will, ist nicht vollends ersichtlich, man mag es aber zwischen den Zeilen herauszulesen.</p><p>In einem weiteren nennenswerten Beitrag unternimmt das sog. <strong>Basisdemokratische Bündnis aus Göttingen</strong> den Versuch, der Süddeutschen Zeitung zu unterstellen, diese würde sich von Neofaschisten &#8220;an der Nase herumführen&#8221; lassen (<a
href="http://bb-goettingen.de/1964">http://bb-goettingen.de/1964</a>, Zugriff am 23.02.2011). Die Damen und Herren schreiben dort u.a.:</p><blockquote><p><em>&#8220;Es wird der Eindruck vermittelt, dass studentische Verbindungen einer Hexenjagd seitens aktiver Antifaschist*Innen ausgesetzt wären. Doch gerade das Beispiel der Hannovera in Göttingen zeigt das genaue Gegenteil.&#8221;</em></p></blockquote><p>Es folgt daraufhin eine Aufzählung, warum gerade diese Verbindung rechtsextremen Kreisen zugehörig gelten müsse. Genannt wurde hier bspw. der <strong>Vortrag eines Abtreibungsgegners</strong> auf dam Haus der Hannovera. Inwiefern man die Ablehung der Abtreibung als rechtsextrem einstufen kann? &#8211; Eine Erklärung darüber bleibt der BB-Beitrag schuldig. Einen beispielhaften Nachweis zur Behauptung zur organisatorischen Verbindung zu Neonazs erbringt die BB ebenfalls nicht.</p><p>Das Ende des Artikels ziert ein Zitat einer Aktivistin, welche natürlich nicht namentlich genannt wird:</p><blockquote><p><em>„Wir fordern die SZ dazu auf in Zukunft eine einseitige, faktisch nicht recherchierte Berichterstattung zu unterlassen und wir legen allen Leser*Innen der SZ nahe, ihr Abonnement noch einmal zu überdenken. Es ist nicht hinnehmbar, dass eine Zeitung wie die SZ, die sich einem demokratischen und humanistischen Grundsatz verschreibt, den Neofaschisten der Burschenschaft Hannovera als Sprachrohr dient.“</em></p></blockquote><p>Von jemandem, der sich (basis)demokratisch einsetzt, erwarte ich eigentlich etwas anderes. Demokratie kam nie und wird nie ohne ein Höchstmaß an Toleranz auskommen, welches der Aktivistin bzw. der bb-goettingen in ihren Grundmanifesten fehlt. Mangelnde Faktenkenntnis zum Korporationswesen kennt man umhin vor allem aus dem Kreise linker bzw linksextremer Aktivisten. Dieser Blog ist dafür Beweis genug. Eine gewisse Einseitigkeit oder Parteinahme liegt einem jedem Menschen inne, der sich zu irgendeinem Thema äußerst.</p><p>So lange Nachrichten von Menschen gemacht werden, sind diese immer in einem größeren oder kleineren Rahmen subjektiv befärbt. Der SZ-Artikel aber fällt hier nicht sonderlich aus dem Rahmen, sondern liegt in einem erträglichen Rahmen dessen, was man an Subjektivität eines Redakteurs erwarten muss. Die BB Göttingen hingegen schert &#8211; wie in den linksaktivistischen Kreisen oft &#8211; das Verbindungswesen per se über einen Kamm. Die B! Hannovera wird hier beispielhaft sprechend für das gesamte Farbenstudententum, bestehend aus über 1.000 Verbindungen in Deutschland, herangezogen. Faktisch falsch.</p><p>Ich selbst kenne die B! Hannovera nicht und weiß auch nichts von möglichen rechtsextremem Umtrieben oder von Überschneidungen von Mitgliedschaften zur NPD. Genau deswegen ist das, was die BB in ihrem Beitrag über diesen Bund schreibt, schlicht und ergreifend zu wenig für eine ordentliche Beurteilung. Vor allem liegt es wohl auch daran, dass die Subjektivität, die dem Beitrag in einem redaktionellen Kontext innewohnt, einfach maßlos überwiegt.</p><p>Inwiefern eine politische Einstellung &#8211; und sei sie selbst extrem &#8211; es rechtfertigt, Menschen zu verletzen oder einfach nur Sachen zu beschädigen, konnte keiner der beiden Artikel auch  nur annähernd erläutern. Im Grunde wurde nicht einmal der Versuch dessen unternommen. Das ist abstrus und für ein demokratisches System wie das unseres Landes wirklich gefährlich!</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-02-25/gewalt-gegen-korporationen-und-der-versuch-der-rechtfertigung-dafur.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>&#8220;Als ein Bund für Deutschlands Einheit&#8221; (Interpretation)</title><link>http://www.burschireader.de/2011-02-10/als-ein-bund-fur-deutschlands-einheit-interpretation.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=als-ein-bund-fur-deutschlands-einheit-interpretation</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-02-10/als-ein-bund-fur-deutschlands-einheit-interpretation.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 10 Feb 2011 11:24:36 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Als ein Bund für Deutschlands Einheit]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaften]]></category> <category><![CDATA[Demokratie]]></category> <category><![CDATA[Ehre]]></category> <category><![CDATA[Freiheit]]></category> <category><![CDATA[Gedicht]]></category> <category><![CDATA[Jürgen Bogwardt]]></category> <category><![CDATA[Liedgut]]></category> <category><![CDATA[Menschenwürde]]></category> <category><![CDATA[Nationalstaat]]></category> <category><![CDATA[Paukprügel]]></category> <category><![CDATA[Vaterland]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=737</guid> <description><![CDATA[Ein Verfolger aus der Twittergemeinde, der scheinbar auch eher zum linken politischen Spektrum gehört, zog kürzlich diesen Blog ins Lächerliche. In wenig geistreichen Beiträgen reduziert der Twitterer Pantoffelpunk das Verbindungswesen auf den Inhalt eines vertonten Gedichts, welches vom Farbenbruder Jürgen Borgwardt während der 1980er Jahre verfasst wurde. (Twitter-Konversation Pantoffelpunkt-Burschireader) &#8216;Pantoffelpunk&#8217; fand dieses vertonte Gedicht &#8221;Als ein Bund <a
href='http://www.burschireader.de/2011-02-10/als-ein-bund-fur-deutschlands-einheit-interpretation.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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title="Twitter-Konversation Pantoffelpunkt-Burschireader" href="http://www.burschireader.de/twitter-konversation-pantoffelpunkt-burschireader">Twitter-Konversation Pantoffelpunkt-Burschireader</a>)</p><p>&#8216;Pantoffelpunk&#8217; fand dieses vertonte Gedicht &#8221;<strong>Als ein Bund für Deutschlands Einheit</strong>&#8221; auf der Seite des <a
href="http://www.bierpruegel.com/" target="_blank"><strong>Bierprügel.com</strong></a>, welche ich in der Linkliste verknüpft habe. Er unterstellt darin nationalistisches Gedankengut. Ich frage mich, ob der Twitterer den Text nicht gelesen oder einfach nur nicht verstanden hat. Ich versuche mich daher an einer ganz persönlichen Interpretation &#8211; so zunächst anhand der einzelnen Strophen, später als Fazit zu dem Gesamttext.<span
id="more-737"></span></p><table
border="0" width="100%"><caption><h4>~ Als ein Bund für Deutschlands Einheit ~<br
/> (Jürgen Borgwardt, 1984)</h4></caption><tbody><tr><td
style="width: 50%;"><em>Als ein Bund für Deutschlands Einheit,<br
/> für des Vaterlandes Kraft,<br
/> wuchs in Zucht und Geistesreinheit<br
/> uns’re Deutsche Burschenschaft.<br
/> Ihre schwarz-rot-goldnen Fahnen<br
/> wehen heut’ in Stadt und Land,<br
/> denn sie sollen ewig mahnen:<br
/> Ehre, Freiheit, Vaterland!</em></td><td>Aus der Sicht der 1820er Jahre war Deutschland kein Flächenstaat, sondern bestand aus vielen monarchisch bzw. autokratisch regierten Kleinstaaten. Die heute sog. Urburschenschaft hatte sich damals mit dem Ziel einer Republik Deutschlands gegründet. &#8216;Zucht und Geistesreinheit&#8217; sind hier nicht im Sinne einer beginnenden Abgrenzung des deutschen Volkes nach außen hin zu verstehen oder gar als Erhebung des Deutschtums über andere Völker über andere. &#8217;Zucht und Geistesreinheit&#8217; sind hier als grundsätzliche gemeinsame politisch-demokratischen Wertegrundlage zu verstehen, auf der zu einer Bildung einer demokratischen Republik Deutschlands hingewirkt werden soll.</td></tr><tr><td><em>Ehre ist des Menschen Würde.<br
/> Unantastbar steht sie fest.<br
/> Nur befleckt wird sie zur Bürde,<br
/> die nicht frei dich werden läßt.<br
/> Darum sei in deinem Handeln<br
/> lauter wie ein Edelstein,<br
/> daß dereinst, die nach dir wandeln,<br
/> folgen deines Vorbild’s Schein.</em></td><td>Die Ehre &#8211; heute eher man eher von der &#8216;Würde&#8217; sprechen &#8211; des Menschen muss unantastbar bleiben. Nur solange man menschenwürdig leben kann bzw. darf, ist die freie Entfaltungsmöglichkeit eines jeden einzelnen gewährleistet. Die eigene, vor allem aber auch die Würde der anderen zu achten, soll Maxime eines jeden sein und ist aus einer rechtstaatlichen Perspektive heraus gesehen absolut unabkömmlich. Nur solange eine Nation und auch das einzelne zur Nation gehörige Individuum &#8216;ehrbar&#8217; ist, ist eine demokratische Auseinandersetzung möglich. Selbst ehrlich zu sein, und den anderen zu ehren (zu achten) sind die Grundprinzipien der Toleranz. Zweifelsohne ist jegliche volksbestimmte Staatsform, insbesondere die der Demokratie nur lebensfähig, solange Toleranz auch dem politisch Andersdenkenden geübt wird.</td></tr><tr><td><em>Freiheit gibt dem Geist die Stärke<br
/> und den Glanz des Sonnenlichts.<br
/> Ohne Freiheit sinken Werke<br
/> bodenlos ins dunk’le Nichts.<br
/> Echter Freiheit schlimmste Schande<br
/> sind das Unrecht und Gewalt,<br
/> weil im Zwangs- und Knechtsgewande<br
/> jede Menschlichkeit verhallt.</em></td><td>Wie die Ehre oder Würde des Menschen, ist auch die individuelle Freiheit unabdingbare Grundlage einer volksbestimmten (demokratischen) Nation. Nur solange Menschen frei sein können und dürfen, kann man von einer Republik und einer Demokratie sprechen. In einer anders als demokratisch gesonnenen Staatsform wäre eine solche Meinungspluralität, wie wir sie in Deutschland kennen, nicht möglich. Nur solange das Individuum im Rahmen einer Gesellschaft in seinem Tun frei entscheiden kann, sind kollektive republikanische Entscheidungen möglich.</td></tr><tr><td><em>Vaterland, das teure Trachten<br
/> nach der Einheit der Nation,<br
/> klingt auch denen, die verschmachten,<br
/> als ein liebvertrauter Ton.<br
/> Weder Grenzen noch Gewalten<br
/> können unser Vaterland<br
/> je mit List und Lüge spalten,<br
/> denn es bindet Blutes Band.</em></td><td>Wieder aus der Sicht vieler Kleinstaaten und dem längst erwachten Vaterlandsgefühl für eine Nation, welche aus diesen kleinen Staaten geboren werden soll, ist hier nicht von den &#8216;Grenzen&#8217; der heutigen BRD oder eines frühren großdeutschen Einzelstaats gesprochen, sondern von all den Grenzen der kleinen Staaten, die eine deutsche Nation zum Zeitpunkt der Urburschenschaftsgründung teilen. Die Gewalten sind jene der Monarchen und oligarchen Herrscher, die die jeweiligen Kleinstaaten &#8211; ohne Legitimation des Volkes &#8211; regieren. Den Fortbestand des freien Deutschlands sieht Jürgen Borgwardt vor allem darin begründet, dass es aus der Revolution des Volkes gegenüber den Obrigkeiten heraus entstanden war und nicht aus politischen Intrigen innerhalb der politischen Elite und persönliche Machtansprüche zu sichern.</td></tr><tr><td><em>Denkt der vielen dunk’len Nächte<br
/> die die Burschenschaft geseh’n!<br
/> Denkt an die Tyrannenmächte,<br
/> die gerüttelt am Besteh’n!<br
/> Nicht vergangen, nicht vergehend,<br
/> schwören wir mit Herz und Hand<br
/> fest zum deutschen Lande stehend:<br
/> Ehre, Freiheit, Vaterland!</em></td><td>Hier wird erstmals aus der Sicht des 20. Jahrunderts gesprochen &#8211; Borgwardt hat den Text 1984 geschrieben. Er gedenkt hier der Errungenschaften des Volkes über den vielen monarchistischen und autokratischen Kleinstaaten. Er beklagt aber auch die Einflüsse und die diktatorischen bzw. oligarchen Systeme, die seither in Deutschland bestanden haben. Tyrannen, die hier bspw. gemeint sind, sind das Regime der Nationalsozialisten oder das der DDR. Den Schwur fordert Bordgwardt zum Schutz unseres demokratischen Landes.</td></tr></tbody></table><p>Viel zu oft wird der Fehler gemacht, einzelne Textpassagen aus einem Gesamtzusammenhang herauszureissen, um sie als Belege für Thesen heranzuziehen, die man gerne mit allen Mitteln bestätigt hätte.  Im Gesamtkontext gesehen erhalten solche Auszüge jedoch meist eine ganz andere Bedeutung, nämlich in aller Regel die, die vom Autoren tatsächlich gemeint war. So kommt man auch hier nicht umhin die einzelnen Strophen als eine Deutungseinheit innerhalb des gesamten Textes zu deuten. Alles andere wäre schlicht und ergreifend falsch.</p><p>Im gesamten Zusammenhang beschreibt das Lied kurz die <strong>Bedeutung der Burschenschaften bei der Demokratisierung und Vereinigung der deutschen Kleinstaaten</strong> sowie der damit <strong>gewonnen Freiheit eines gesamtdeutschen Volkes bzw. seiner individuellen Bürger</strong>. Es mahnt in seinem Schwur nach &#8220;<strong>Ehre, Freiheit, Vaterland</strong>&#8220; die Vorgänge in einem Machtapparat mit wachen Augen zu betrachten und zur Pflicht, die gewonnene Freiheit und Würde innerhalb des Staates zu pflegen und zu schützen.</p><p>Borgwardt stellt Deutschland und sein Volk aber nicht über andere. Borgwardt spricht von <strong>Freiheit und Würde des Menschen </strong>und vom zurück gelegten Weg dahin lediglich am historischen Beispiel unseres Landes. Er wünscht sich eben diese beiden Attribute für den Menschen im Allgemeinen, nicht nur für den Deutschen.</p><p>Eingangs habe ich auf den nationalistischen Vorwurf des Twitterers hingewiesen. Sich als eine Gemeinschaft, gar als Nation zu definieren, hat noch lange nichts dergleichen inne. Geschichtsbewusstsein beginnt bei vielen leider erst 1933 mit der Machtübernahme der NSDAP. Die vielen nationalen Errungenschaften, insbesondere aus den rund einandhalb Jahrhunderten zuvor, geraten dabei gerne in Vergessenheit. Zu oft wird bei uns auch ignoriert oder gar verleumdet, dass die <strong>Freiheit unseres Landes nichts Selbstverständliches</strong> ist. Selbst heute noch müssen sich Völker gegen ihren oligarchen, monarchistischen oder gar diktatorischen Staatssysteme auflehnen um für ihre legitime Freiheit kämpfen. Auch heute wird dieses Recht noch mit Blut und Toten erkämpft. Eigentlich undenkbar aus der Sicht eines aufgeklärten Land, wie dem unseren.</p><p>Auf der anderen Seite aber müssen wir auch erkennen, dass gerade <strong>junge Demokratien empfindlich und leicht zu beeinflussen</strong> sind &#8211; unsere monarchenfreie, erste wirkliche Demokratie der <strong>Weimarer Republik</strong> war noch nicht einmal 15 Jahre alt, bevor dieses Staatssystem von bösartigen Kräften unterlaufen und auch gegen das eigene Volk gerichtet wurde.</p><p>Soweit es ging habe ich es in diesem Blog bislang vermieden, mich tagespolitisch zu äußern. Prinzipiell sehe ich im heutigen Verbindungswesen weniger politische Verbände, als solche der Geselligkeit. Jedoch müssten gerade die Burschenschafter, die ihr korporatives Engagement mit nur einem geringen Maß an historischem Idealismus verstehen, einen Blick auf die aktuellen Geschehnisse, insbesondere im Norden Afrikas, werfen. Ich glaube, dass uns die Entwicklungen dort auch einen Einblick darauf geben, was im Deutschland des 19. Jahrhunderts geschehen war. Im Grunde sind die Ziele der &#8220;Revolutionäre&#8221; in <strong>Ägypten</strong> &amp; Co keine anderen, als die der Deutschen im 19. Jahrhundert. Bis auf wenige Zeilen bzw. Abwandlungen könnte der interpretierte Text Borgwardts in wenigen Monaten oder Jahren auch dort gesungen werden.</p><p>Kein Mensch kann wirklich ein Staatssytem wollen, in dem sich ein Mensch eben nicht frei bewegen oder gar mit seiner Meinung hinterm Berg halten muss. Wir können uns glücklich darüber schätzen, dass wir in der Bundesrepublik des 21. Jahrhunderts leben dürfen und sollten aufhören, eben jenen Umstand als Selbstverständlich anzusehen oder gar madig zu reden. Selbst heute &#8211; so wie wir es im Augenblick am Beispiel der nordafrikanischen Länder sehen können &#8211; ist es für viele Staaten noch ein langer Weg dahin.</p><p>Auch in diesem Zusammenhang wüsste ich nicht, wie man das Borgwardt-Gedicht anders interpretieren sollte, als <strong>pro-freiheitlich, pro-demokratisch und pro-menschenrechtlich</strong>. Die Dringlichkeit eben dieser Forderungen, können aktueller nicht sein. Sie sind gerade in den derzeit umstürzenden Ländern zunächst wohl am besten in einem volksbestimmten, also demokratischen Staat zu verwirklichen.</p><p>Und Du, lieber Twitterer, der sich <strong>Pantoffelpunk</strong> nennt: Auf der einen Seite unterstellst nationalistische Züge in dem Gedicht, auf der anderen Seite verweigerst Du die Interpretation:</p><ul><li><em>Pantoffelpunk schrieb: &#8220;@burschireader Interpretation v. &#8220;schwören wir mit Herz und Hand fest zum deutschen Lande stehend: Ehre, Freiheit, Vaterland!&#8221; is mir Ladde!&#8221;<br
/> (http://twitter.com/pantoffelpunk/status/35270306826289152)</em></li></ul><p>Das ist dann wohl die höchste und erbärmlichste Form der Intoleranz!</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-02-10/als-ein-bund-fur-deutschlands-einheit-interpretation.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Das Lebensbundprinzip &#8211; Grundlage des Farbenstudententums</title><link>http://www.burschireader.de/2011-01-25/das-lebensbundprinzip-grundlage-des-farbenstudententums.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-lebensbundprinzip-grundlage-des-farbenstudententums</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-01-25/das-lebensbundprinzip-grundlage-des-farbenstudententums.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 25 Jan 2011 13:32:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Traditionen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Ehe]]></category> <category><![CDATA[Freiwilligkeit]]></category> <category><![CDATA[Lebensbundprinzip]]></category> <category><![CDATA[Scheidung]]></category> <category><![CDATA[Verbindungskritiker]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=700</guid> <description><![CDATA[Das Lebensbundprinzip eint in aller Regel das ansonsten sehr vielfältige Verbindungswesen. Es ist üblich, der Verbindung, deren Band man überstreift, bis in den Tod treu zu bleiben. Was wie aus den Statuten einer okkulten Sekte klingt, ist eine der gemeinsamen Grundlagen des Farbenstudententums. Dass es in modernen Zeiten nicht unbedingt gut mit Lebensbünden bestellt ist, kann man <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Das <strong>Lebensbundprinzip</strong> eint in aller Regel das ansonsten sehr vielfältige Verbindungswesen. Es ist üblich, der Verbindung, deren Band man überstreift, bis in den Tod treu zu bleiben. Was wie aus den Statuten einer okkulten Sekte klingt, ist eine der gemeinsamen <strong>Grundlagen des Farbenstudententums</strong>.<span
id="more-700"></span></p><p>Dass es in modernen Zeiten nicht unbedingt gut mit Lebensbünden bestellt ist, kann man unschwer an <strong>steigenden Scheidungsraten</strong> erkennen. Menschen lösen sich heute offenbar schneller aus Verpflichtungen &#8211; sofern sie sie überhaupt eingehen wollen. Verstärkt wurde diese <strong>Schnelllebigkeit</strong> darüber hinaus durch moderen Medien: Konflikte werden hier recht einfach gelöst, in dem man eine Freundschaft ebenso schnell kündigen kann, wie man sie zuvor hat eingehen können. Eine <strong>Konfliktbewältigung</strong> findet kaum noch statt.</p><p>Wo Menschen zusammenkommen, ist es ganz natürlich, dass es zwischen diesen auch irgendwann reibt, egal ob in der Familie, im Freundeskreis oder in der Arbeit. Das ist ein vollkommen natürlicher Vorgang. Selbstverständlich ist auch in einer <strong>Studentenverbindung</strong> nicht ständig alles rosarot. Verbindungsbrüder unter sich tragen solche Konflikte aber in aller Regel aus und wenden sich nicht voneinander ab. Sich solchen zwischenmenschlichen Problemem zu stellen, ist tatsächlich, wie mir scheint, ein schwindendes Attribut unserer Gesellschaft. Dennoch ist die <strong>Konfliktfähigkeit eine Grundlage jeglichen menschlichen Zusammenlebens</strong>. Nicht <a
title="Vom “Netzwerk Studentenverbindungen” – von Seilschaften und Möglichkeiten" href="http://www.burschireader.de/2011-01-21/vom-netzwerk-studentenverbindungen-von-seilschaften-und-moglichkeiten.html"><strong>Seilschaften</strong></a> sind es, aus denen ein Korporierter profitieren kann, sondern die Fähigkeit, sich bereits in jungen Berufsjahren gesellschaftlich bewegen zu können.</p><p>Es mag daher auf den modernen jungen Menschen in der Tat befremdlich wirken, wenn man einen Lebensbund eingehen will,in der Regel ein Zeitraum, der kaum zu überblicken ist. Eine solche Entscheidung mag gut überlegt sein &#8211; ebenso wie die über eine Ehe oder über möglichen Nachwuchs. Niemand käme aber auf die Idee, einen Menschen zu verurteilen, weil er sich für das Leben mit einem Ehepartner und gar für Kinder entscheidet. Beides i.d.R. bewusst eingegangene Verantwortungen, die weit über das Maß des Lebensbundprinzips einer Studentenverbindung hinaus gehen.</p><p>Tatsächlich gibt es keine Handhabe, einen Korporierten daran hindern, aus seinem Bund auszutreten, sprich seine Farben nieder zu legen &#8211; allerdings finden solche Austritte nur sehr selten statt. Die auf die Zeit des Lebens geschwörte Mitgliedschaft in einer Studentenverbindung beruht auf absoluter Freiwilligkeit.</p><p>Die <strong>Verbindungskritiker</strong>, die seit Jahrzehnten mit denselben abgedroschenen Ablehungsgründen gegen das Farbenstudententum wettern, sollten einmal darüber nachdenken, warum das System Studentenverbindung offensichtlich besser funktioniert als das der Ehe.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-01-25/das-lebensbundprinzip-grundlage-des-farbenstudententums.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Der Burschireader auf Twitter und das Toleranzprinzip</title><link>http://www.burschireader.de/2011-01-25/der-burschireader-auf-twitter-und-das-toleranzprinzip.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-burschireader-auf-twitter-und-das-toleranzprinzip</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-01-25/der-burschireader-auf-twitter-und-das-toleranzprinzip.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 25 Jan 2011 05:53:16 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschi-Reader]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Burschireader]]></category> <category><![CDATA[Toleranz]]></category> <category><![CDATA[Twitter]]></category> <category><![CDATA[Unibrennt]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=703</guid> <description><![CDATA[Gestern Abend war ich tatsächlich etwas erstaunt. Als ich mir gestern Abend die Besuchsstatistiken zu diesem Blog angesehen habe, durfte ich feststellen, dass diese gewaltig angezogen haben. Verwunderlich war das dahingehend, als dass ich gestern gar keinen Artikel veröffentlicht hatte und die Gründe für diese Besuchermehrung woanders liegen mussten. Die Gründe fand ich letztlich bei <a
href='http://www.burschireader.de/2011-01-25/der-burschireader-auf-twitter-und-das-toleranzprinzip.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Gestern Abend war ich tatsächlich etwas erstaunt. Als ich mir gestern Abend die Besuchsstatistiken zu diesem Blog angesehen habe, durfte ich feststellen, dass diese gewaltig angezogen haben. Verwunderlich war das dahingehend, als dass ich gestern gar keinen Artikel veröffentlicht hatte und die Gründe für diese Besuchermehrung woanders liegen mussten.<span
id="more-703"></span></p><p>Die Gründe fand ich letztlich bei <strong>Twitter</strong>. Erst neulich habe ich einen Twitter-Feed hier ausführlich kommentiert, der mir insbesondere durch die sprachliche Leichtsinnigkeit aufgefallen war. Der Autor ermahnte die &#8220;<a
title="FelS Berlin: Von Propaganda-Vorwürfen und mangelndem Sprachgefühl" href="http://www.burschireader.de/2010-12-17/fels-berlin-von-propaganda-vorwurfen-und-mangelndem-sprachgefuhl.html">FelS Berlin: Von Propaganda-Vorwürfen und mangelndem Sprachgefühl</a>&#8221; und ließ mit wenigen Zeichen hinsichtlich seiner mangelnden demokratischen Gesinnung sehr tief blicken.</p><p>Weniger sprachgewaltig war gestern der Vorstoß des Twitterers &#8220;<strong>unibrennt</strong>&#8220;, der postete:</p><blockquote><p><em>&#8220;Der von Burschis betriebene Account: @</em><a
rel="nofollow" href="http://twitter.com/burschireader"><em>burschireader</em></a><em> folgt massig </em><a
title="#antifa" rel="nofollow" href="http://twitter.com/search?q=%23antifa"><em>#antifa</em></a><em> / linken accounts. Falls euch das stört: blocken oder ähnliches&#8230;&#8221;<br
/> (Quelle: <a
href="http://twitter.com/unibrennt/status/29610416841695232">http://twitter.com/unibrennt/status/29610416841695232</a>, Zugriff am 25.01.2011)</em></p></blockquote><p>Die dahinter verborgenene Webseite ist die der österreichischen <strong>Unibrennt</strong>-&#8221;Bewegung&#8221;, die, wie in Deutschland auch, eine <strong>Reform des Bildungssystems</strong> erreichen möchte. Abgesehen von der Verteilung von Geldmitteln und strukturellen Reformen steht oftmals die Forderung nach Toleranz und Demokratie im Vordergrund der Bestrebungen. Soweit löblich, frage ich mich allerdings, wie das im Einklang mit solchen Tweets stehen soll, wie sie oben gepostet wurden.</p><p>Es geht in diesem Blog nicht darum, politische Richtungen gegeneinander auszuspielen oder Leute zum Farbenstudententum zu bekehren. Nicht jeder kann mit einer Studentenverbindung etwas anfangen &#8211; und das ist vollkommen legitim -, jedoch sind die Gründe, die von Kritikern des Verbindungswesen angeführt werden oftmals älter als die Kritiker selbst. Möglichkeiten zur Kritik hat das Verbindungsleben zweifelsohne zu bieten &#8211; das weiß man in dieser Szene auch selbst. Anders kann meines Erachtens die tatsächliche Vielfalt im Verbindungswesen auch nicht erklärt werden.</p><p>Jedoch muss man gleichzeitig auch fragen, ob mögliche Angriffspunkte wirklich fragwürdig und nicht tolerabel sind &#8211; und vor allem warum. Es tut bspw. niemandem weh, einen Salamander zu reiben, eine Mütze aufzusetzen oder ein Band umzuhängen. Der durstige Gaul mit seinen Scheuklappen sieht eben das Wasser nicht, an dem er entlang läuft.</p><p>Ziel dieses Blogs ist es einfach, wirklich alte und unzeitgemäße Vorurteile ggü. dem Verbindungswesen ein wenig aufzubrechen. Gerade deswegen folge ich bewusst auch vielen &#8216;linken&#8217; Twitter-Accounts. Es hat noch nie jemandem geschadet, die eigene Position zu überdenken, wohl aber auf dieser sitzen zu bleiben.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-01-25/der-burschireader-auf-twitter-und-das-toleranzprinzip.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Vom &#8220;Netzwerk Studentenverbindungen&#8221; &#8211; von Seilschaften und Möglichkeiten</title><link>http://www.burschireader.de/2011-01-21/vom-netzwerk-studentenverbindungen-von-seilschaften-und-moglichkeiten.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=vom-netzwerk-studentenverbindungen-von-seilschaften-und-moglichkeiten</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-01-21/vom-netzwerk-studentenverbindungen-von-seilschaften-und-moglichkeiten.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 21 Jan 2011 11:03:42 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschi-Reader]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Edmund Stoiber]]></category> <category><![CDATA[Jürgen Rüttgers]]></category> <category><![CDATA[Klaus Kinkel]]></category> <category><![CDATA[Klaus Töpfer]]></category> <category><![CDATA[Markus Söder]]></category> <category><![CDATA[Netzwerke]]></category> <category><![CDATA[Peter Ramsauer]]></category> <category><![CDATA[Roland Koch]]></category> <category><![CDATA[Seilschaften]]></category> <category><![CDATA[Studentenverbindungen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=688</guid> <description><![CDATA[Ziehen wir um, bitten wir in aller Regel ein oder zwei Freunde um Hilfe oder leihen uns bei dem Onkel des besten Freundes einen Transporter aus. Bei einem juristischen Problem fragen wir zunächst vollkommen unverbindlich bei einem bekannten Rechtsanwalt. Sobald wir uns für einen neuen Job in einer anderen Firma bewerben, überlegen wir uns, ob <a
href='http://www.burschireader.de/2011-01-21/vom-netzwerk-studentenverbindungen-von-seilschaften-und-moglichkeiten.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Ziehen wir um, bitten wir in aller Regel ein oder zwei Freunde um Hilfe oder leihen uns bei dem Onkel des besten Freundes einen Transporter aus. Bei einem juristischen Problem fragen wir zunächst vollkommen unverbindlich bei einem bekannten Rechtsanwalt. Sobald wir uns für einen neuen Job in einer anderen Firma bewerben, überlegen wir uns, ob man da nicht jemanden kennt, der ein gutes Wort einlegen könnte. Und bei Hausbauten oder Renovierungen gehen wir zunächst einmal im Geiste das persönliche Adressbuch durch, um zu sehen, welche Materialien oder Dienstleistungen wir günstiger oder gar kostenlos in Anspruch nehmen könnten. Oder anderes gesagt: spätestens immer dann, wenn außergewöhnliche Anforderungen auf uns zukommen, versuchen wir, unser <strong>Netzwerk</strong> zu nutzen, um uns diesen oder jenen Vorteil zu verschaffen.<span
id="more-688"></span></p><p><strong>Verbindungsstudenten</strong> wird eben jene alltägliche Vorteilnahme als <strong>Seilschaft</strong> zum Vorwurf gemacht. Kaum ein <strong>Burschireader</strong> oder Anti-Korporationsvortrag kommt eben ohne jenen Kritikpunkt aus. Dort wo sich Menschen zusammenfinden, bildet sich auf ganz natürliche Weise ein <strong>Netzwerk</strong> heraus, vollkommen gleichgültig, ob in einer Partei (gleich jeder Couleur), in einem Sport- oder Interessenverein, dem Bekanntenkreis oder der Krabbelgruppe. Natürlich unterstützt man sich auch in einer <strong>Studentenverbindung</strong>. Warum sollte das auch verwerflich sein? Warum sollte ich jemanden, von dessen Qualitäten ich überzeugt bin, nicht fördern, nur weil derselben Organisation angehört wie ich selbst. Das ist absurd.</p><p>Die Möglichkeiten, die einem das <strong>Netzwerk &#8216;Studentenverbindung&#8217;</strong> bieten kann, werden dabei weit überschätzt. Der <strong>Alte Herr</strong> einer Verbindung ist kein Wunderheiler und allmächtig ist er auch nicht. Auch kann er sich kaum über die gesetzlichen oder unternehmensinternen Regelungen hinwegsetzen, um einem Protégé eine gut dotierte Stelle zu vermitteln. Und ist eine solche Vermittlung dann doch einmal positiv, ist da für den Nutznießer nicht unbedingt ein Persilschein. Im Gegenteil, muss er dann schließlich nicht nur die Erwartungen erfüllen, die an ihn persönlich geknüpft sind, sondern auch jene, die der Vermittler, also der <strong>Bundesbruder</strong> oder Bekannte bei dem neuen Arbeitgeber geweckt hat. Der Druck ist in solch einer Situation also weit höher, als bei normalen Bewerbungsverläufen. Das Burschenband ist noch lange kein Garant für eine solide und steile Karriere.</p><p>In <strong>Studentenverbindungen</strong> gibt es nun wirklich auch genug Kommilitonen, mit denen es der berufliche Erfolg vielleicht nicht so gut gemeint hat. Ich bin mir sicher, dass der vergangenen Finanzkrise auch die einen oder anderen Farbenbrüder zum Opfer gefallen sind. Der große Vorteil einer Verbindung, inbesondere dann, wenn man auch im Berufsleben die Möglichkeit hat, das Bundesleben aktiv mitzugestalten, ist der, dass die Bundesbrüder gleich sind Auf einer Kneipe ist es egal, ob der Bundesbruder Vorstandsvorsitzender ist oder arbeitslos &#8211; in der Gemeinschaft der Verbindung macht das keinen Unterschied.</p><p>Als Beispiel für solche <strong>korporationsbedingten Seilschaften</strong> wird gerne die <strong>Politik</strong> herangezogen. Politiker wie der bayerische Gesundheits- und Umweltminister <strong>Markus Söder</strong>, der frühere Ministerpräsidenten <strong>Jürgen Rüttgers</strong>, <strong>Edmund Stoiber</strong>, <strong>Roland Koch</strong>, die ehemaligen Bundesminister <strong>Klaus Kinkel</strong>, <strong>Klaus Töpfer </strong>oder der aktuelle Bundesverkehrsminister <strong>Peter Ramsauer</strong> sind korporiert. Inwiefern ihnen allerdings die <strong>&#8216;Seilschaften</strong>&#8216; ihrer Bünde bei dem Erreichen der Ämter geholfen haben sollen, das bleibt offen. Das einzige und beste wirkliche Karrierenetzwerk eines Politikers ist und bleibt die Partei, der er angehört. Weder ist jeder Korporierte Parteimitglied, noch sind Politiker generell Mitglied einer Studentenverbindung. Um einen halbwegs sicheren Listenplatz für Wahlen zu bekommen zählen ausschließlich die Stimmen der Partei. Für den Rest ist bekanntlich gemeinhin das Volk verantwortlich.</p><p>Der Einfluss und die Möglickeiten aus dem <strong>Netzwerk Studentenverbindung</strong> heraus reichen, wie am Beispiel des Politikers deutlich wird, auch nicht weiter als die der üblichen Netzwerke aus Freunden, Bekannten oder Sportkameraden.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-01-21/vom-netzwerk-studentenverbindungen-von-seilschaften-und-moglichkeiten.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Offener Brief von &#8220;LukS&#8221; an die FAU Erlangen-Nürnberg</title><link>http://www.burschireader.de/2011-01-17/offener-brief-von-luks-an-die-fau-erlangen-nurnberg.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=offener-brief-von-luks-an-die-fau-erlangen-nurnberg</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-01-17/offener-brief-von-luks-an-die-fau-erlangen-nurnberg.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 17 Jan 2011 06:33:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Traditionen]]></category> <category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[B! Frankonia Erlangen]]></category> <category><![CDATA[Burschireader]]></category> <category><![CDATA[Deutschlandlied]]></category> <category><![CDATA[Erlangen]]></category> <category><![CDATA[FAU]]></category> <category><![CDATA[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]]></category> <category><![CDATA[Grüske]]></category> <category><![CDATA[Haberer]]></category> <category><![CDATA[Linke und kritische StudentInnen]]></category> <category><![CDATA[LukS]]></category> <category><![CDATA[Nürnberg]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Stefan Böhmer]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=669</guid> <description><![CDATA[Eine Gruppe, die sich Linke und kritische StudentInnen (LukS) nennt, fordert in einem offenen Brief den Rektor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske) auf, auf Distanz zu den örtlichen Studentenverbindungen zu gehen. Bereits in der Einleitung der der Webseite &#8220;Offener Brief an die FAU Erlangen Nürnberg zu studentischen Verbindungen&#8221; werden allerhand Problemstellungen hinsichtlich des Verbindungswesens <a
href='http://www.burschireader.de/2011-01-17/offener-brief-von-luks-an-die-fau-erlangen-nurnberg.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Eine Gruppe, die sich <strong>Linke und kritische StudentInnen (LukS)</strong> nennt, fordert in einem offenen Brief den Rektor der <strong>Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg</strong> (Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske) auf, auf Distanz zu den örtlichen Studentenverbindungen zu gehen. Bereits in der Einleitung der der Webseite &#8220;<a
title="Permanent Link zu &quot;Offener Brief an die FAU Erlangen Nürnberg zu studentischen Verbindungen&quot;" rel="bookmark" href="http://luks.blogsport.de/2011/01/14/offener-brief-an-die-fau-erlangen-nuernberg-zu-studentischen-verbindungen/" target="_blank">Offener Brief an die FAU Erlangen Nürnberg zu studentischen Verbindungen</a>&#8221; werden allerhand Problemstellungen hinsichtlich des Verbindungswesens angekündigt, die für eine solche Distanzierung sprechen würden.<span
id="more-669"></span></p><p>Es heißt dort:</p><blockquote><p><em>Heute ver­öf­fent­lich­ten wir einen Of­fe­nen Brief zu stu­den­ti­schen Ver­bin­dun­gen an der FAU Er­lan­gen-Nürn­berg. In die­sem Brief zeich­nen wir zum einen die Pro­ble­ma­tik der stu­den­ti­schen Ver­bin­dun­gen nach, ihr ver­al­te­tes, tra­di­tio­na­lis­ti­sches, eli­tä­res und frau­en­ver­ach­ten­des Welt­bild. Zum an­de­ren for­dern wir die Uni­ver­si­tät auf den Kor­po­ra­tio­nen jeg­li­chen Raum zu neh­men.</em></p></blockquote><p>Ich war gespannt! Der offene Brief wie folgt und kommentiert:</p><blockquote><p><em>Sehr ge­ehr­te Frau Ha­be­rer, sehr ge­ehr­ter Herr Grüs­ke,</em></p></blockquote><p>Schon alleine hier offenbart es sich, dass die Autoren keinerlei Ahnung vom Universitätsleben haben. Gerade wenn es sich um einen Brief im akademischen Milieu handelt und auch dann, wenn er von der politischen Linken kommt, so dürfte eine gewisse Form zu erwarten sein. Ob <strong>Frau Prof. Haberer</strong> und <strong>Herr Prof. Grüske</strong> an dieser Stelle überhaupt weiter lesen werden, steht in den Sternen. Ich habe es aber getan&#8230;</p><blockquote><p><em>mit Ent­set­zen muss­ten wir fest­stel­len, dass die of­fi­zi­el­le In­ter­net­sei­te der FAU Er­lan­gen-Nürn­berg die In­ter­net­sei­ten aller stu­den­ti­schen Ver­bin­dun­gen unter dem Titel: „Von Stu­die­ren­den für Stu­die­ren­de“ ver­linkt. [Der Link dazu findet sich <a
href="http://www.uni-erlangen.de/studierende/studentenseiten.shtml" target="_blank">hier</a>; Anmerkung von "Burschireader"] Dabei stellt sich die Frage, was unter einer stu­den­ti­schen Ver­bin­dung ei­gent­lich genau zu ver­ste­hen ist. Es han­delt sich bei all die­sen Ver­bin­dun­gen (auch Kor­po­ra­tio­nen ge­nannt) um Grup­pen, die ei­ni­ge Ge­mein­sam­kei­ten auf­wei­sen: </em><em>Dazu zählt ins­be­son­de­re das Le­bens­bund­prin­zip, was eine le­bens­lan­ge Mit­glied­schaft in einer Ver­bin­dung be­deu­tet. Wer ein­mal Mit­glied ist, bleibt es ein Leben lang und kommt so ein­fach nicht mehr aus ihr her­aus.</em></p></blockquote><p>Aha! Ich wüsste nicht, was einen <strong>Farbenbruder</strong> daran hindern sollte, aus seinem Bund auszutreten, also seine Farben nieder zu legen. Studentenverbindungen sind in aller Regel Vereine und keine okkulten Sekten. Allerdings sollten sich die Autoren solcher Briefe einmal darüber nachdenken, warum es so <strong>wenige Austritte im Verbindungswesen</strong> gibt. Vielleicht liegt es daran, dass das <strong>System Studentenverbindung</strong> einfach auch heute noch funktioniert.</p><blockquote><p><em>Wei­te­re Merk­ma­le sind die Fi­xie­rung auf über­kom­me­ne Tra­di­tio­nen, wie Fei­er­ri­ten, in denen vor allem neue Mit­glie­der oft bis zur Al­ko­hol­ver­gif­tung trin­ken müs­sen&#8230;</em></p></blockquote><p>Traditionen beruhen immer auf Überkommenem und haben aus heutiger Sicht im Grunde wenig Sinn. Dennoch erinnern wir uns oft vergangener Tagen (die historisch bis unglaublich weit vor das <strong>Dritte Reich</strong> zurückreichen!), auch um aus diesen unsere <strong>Lehren für Gegenwart und Zukunft</strong> zu ziehen. <strong>Alkoholvergiftungen</strong> im Sinne vom Komasaufen, was hier wohl gemeint sein soll, sind sicherlich kein Problem, das aus dem Verbindungswesen kommt. Erfahrungsgemäß wird in Studentenverbindungen auch nicht mehr getrunken, als anderswo.</p><blockquote><p><em>&#8230; oder das Prin­zip einer ab­ge­stuf­ten Mit­glied­schaft, was die streng hier­ar­chi­sche Ord­nung der Kor­po­ra­tio­nen ver­deut­licht. Neue Mit­glie­der sind im ers­ten Jahr sog. Füxe, denen Ihr Sta­tus oft auf bru­tals­te und ver­ach­tens­wer­tes­te Weise ver­deut­licht wird, frei nach dem Spruch: „Nach oben bu­ckeln und nach unten tre­ten“.</em></p></blockquote><p>Mir ist kein Fall bekannt, in dem Füxe, so wie es hier versucht wird darzustellen, in irgend einer Art und Weise misshandelt würden. Im Gegenteil ist es die <strong>Fuxenzeit</strong>, nach denen sich <strong>Alte Herren</strong> gerne zurück sehnen. Die Restriktionen, die man als <strong>Fux</strong> erleben muss, werden widerum durch ein hohes Maß an Freiheiten und Gesellschaftserlebnissen aufgewogen. Noch nie habe ich es erlebt, dass nach &#8216;unten gebuckelt&#8217; worden wäre. Die Autoren des Briefes scheinen zuvor wohl einmal zu oft <strong>Heinrich Manns &#8220;Der Untertan&#8221;</strong> gelesen zu haben.</p><blockquote><p><em>Ge­gen­über die­sen Ge­mein­sam­kei­ten schei­nen uns die Un­ter­schie­de der Ver­bin­dun­gen, etwa ob sie Far­ben tra­gen oder ob es sich bei ihnen um schla­gen­de Kor­po­ra­tio­nen han­delt, nicht wirk­lich er­heb­lich.</em></p></blockquote><p>Mir scheint, dass die Briefeschreiber <strong>Fakten gerne mit Mutmaßungen unterstreichen</strong>, insbesondere dann, wenn wirliche Argumente nicht greifbar sind. Dieser Satz &#8211; macht er an dieser Stelle und in dem ganzen Brief ohnehin keinen Sinn -, zeugen von der offensichtlich nicht vorhandenen farbenstudentischen Bildung.</p><blockquote><p><em>Hinzu kommt, dass die meis­ten stu­den­ti­schen Ver­bin­dun­gen nur männ­li­che Mit­glie­der zu­las­sen, dass sie sich als eli­tä­re Ge­mein­schaf­ten ver­ste­hen, die auf Be­fehl und Ge­hor­sam be­ru­hen und kei­nen Hehl dar­aus ma­chen, eine frau­en­ver­ach­ten­de, dis­kri­mi­nie­ren­de und völ­kisch-na­tio­na­lis­ti­sche Ein­stel­lung zu ver­tre­ten. Dies wird durch ihre Ge­schich­te, ihre Pu­bli­ka­tio­nen, ihre Wahl­sprü­che, ihre Ver­an­stal­tun­gen, der Zu­ge­hö­rig­keit zu ihrem Dach­ver­band und durch ihre Struk­tur deut­lich be­legt.</em></p></blockquote><p>Studentenverbindungen sind generell weder völkisch-national eingestellt, militant noch möchtegern-elitär. Ebenso kenne ich keine Verbindungen oder Bundes- bzw. Farbenbrüder, die <strong>frauendiskriminierend</strong> wären. Nur weil viele Verbindungen keine Damen aufnehmen, so heißt es noch lange nicht, dass sie sie verachten oder als minderwertig erachten würden. Es ist in diesem Zusammenhang auch sehr einfach, dererlei Hetzparolen durch Hinweise auf Historie, Publikationen, Wahlsprüche, Veranstaltungen, Dachverbände oder Strukturen in den Raum zu werfen, wenn diese nicht weiter benannt oder durch Quellangaben begründet werden. Dies erinnert sehr an Porpaganda vergangener Tage.</p><blockquote><p><em>So wei­sen Kor­po­ra­tio­nen Merk­ma­le auf, die einer frei­en und de­mo­kra­ti­schen Struk­tu­rie­rung der Ge­sell­schaft deut­lich wi­der­spre­chen. Auch mit dem Leit­bild der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Er­lan­gen-Nürn­berg kol­li­diert diese Ideo­lo­gie deut­lich. Dort heißt es zum einem: „Im Mit­tel­punkt steht die wis­sens-? und me­tho­den­ba­sier­te Aus­bil­dung der Stu­die­ren­den zu kri­ti­schen, ei­gen­ver­ant­wort­li­chen Per­sön­lich­kei­ten, die ihre er­wor­be­nen Fä­hig­kei­ten und Kennt­nis­se selb­stän­dig, ver­ant­wor­tungs­voll und zum Wohl der Ge­sell­schaft an­wen­den.“ Wei­ter­hin heißt es im Leit­bild: „Als welt­of­fe­ne und in­ter­na­tio­nal aus­ge­rich­te­te Uni­ver­si­tät ist die FAU dem ge­gen­sei­ti­gen Ver­ständ­nis der Na­tio­nen und Kul­tu­ren ver­pflich­tet. Sie för­dert Wis­sens­trans­fer und Mo­bi­li­tät sowie per­sön­li­chen Aus­tausch in For­schung und Lehre. Stu­die­ren­de, Wis­sen­schaft­ler und Wis­sen­schaft­le­rin­nen aller Län­der er­hal­ten jede Mög­lich­keit, sich in das uni­ver­si­tä­re Leben ein­zu­brin­gen.“ Beide As­pek­te des Leit­bil­des wi­der­spre­chen der Ideo­lo­gie und den Hand­lun­gen der Kor­po­ra­tio­nen aufs Schärfs­te.</em></p></blockquote><p>Wer solche Behauptungen in den Raum wirft, der hat das Verbindungswesen selbst in seinen grundsätzlichsten Manifesten nicht verstanden. Wie jeder andere Verband auch, werden Studentenverbindungen durch das <strong>Zusammenwirken vieler Individuen</strong> geprägt. Nur als ein Beispiel sei hier die Satzung der Burschenschaft Cimbria Nürnberg zitiert, wo es heißt:</p><p>&#8220;Die Burschenschaft Cimbria ist [...] parteipolitischer, weltanschaulicher und religiöser Hinsicht frei und unabhängig [und] bekennt sich zur freiheitlichdemokratischen Grundordnung. [...]</p><p>Die Burschenschaft Cimbria hat sich die lebenslange Freundschaft aller Bundesbrüder zum Ziel gesetzt. Im Rahmen dieser Zielsetzung sind anzustreben:</p><ul><li>die Förderung der demokratischen Gesinnung und eines verantwortungsbewussten Staatsbürgertums,</li><li>die Fortbildung alle Bundesbrüder auf wissenschaftlichen und kulturellen Gebieten,</li><li>die Studienförderung und -beratung,</li><li>die Pflege der allgemeinen und studentischen Geselligkeit.&#8221;</li></ul><p>Dieses Beispiel wiederspricht vollends der Unterstellung von <strong>LukS</strong> in ihrem offenen Brief. Die Leitbilder anderer Verbindungen entfernen sich von diesem aus meiner persönlichen Erfahrung heraus kaum. Es wäre nicht viel Recherche nötig gewesen, dies auch vor dem Verfassen eines solchen Briefs in Erfahrung zu bringen.</p><blockquote><p><em>Neben dem Leit­bild gibt die Uni­ver­si­tät Re­geln für die Ge­stal­tung von In­for­ma­tio­nen für das World Wide Web an der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Er­lan­gen-Nürn­berg vor. So haben Ein­rich­tun­gen der FAU, die mit Hilfe der Tech­ni­ken des In­ter­net In­for­ma­tio­nen Drit­ten ge­gen­über zu­gäng­lich ma­chen, zahl­rei­che Re­geln zu be­ach­ten. Im drit­ten Punkt die­ser Re­geln heißt es: „Der In­halt der Sei­ten bzw. Da­tei­en darf nicht gegen ge­setz­li­che Be­stim­mun­gen ins­be­son­de­re des Da­ten­schutz-, Per­sön­lich­keits-, Ur­he­ber-, Pres­se- und Straf­rechts ver­sto­ßen. Alle be­lei­di­gen­den, ver­leum­de­ri­schen, ver­fas­sungs­feind­li­chen, ras­sis­ti­schen oder por­no­gra­phi­schen Äu­ße­run­gen oder Ab­bil­dun­gen sind ver­bo­ten. Ver­wei­sun­gen (Hy­per­links) auf Quel­len, die sol­che Äu­ße­run­gen oder Ab­bil­dun­gen ent­hal­ten oder ent­hal­ten kön­nen, dür­fen nicht er­fol­gen.“ Bei ge­naue­rer Be­trach­tung di­ver­ser In­ter­net­sei­ten von Er­lan­ger Kor­po­ra­tio­nen lässt sich deut­lich zei­gen, dass diese Regel kei­nes­wegs ein­ge­hal­ten wird. Vor allem ras­sis­ti­sche Pro­pa­gan­da ist des Öf­te­ren auf den Sei­ten der Fran­ko­nia zu lesen. Aber auch der Ver­weis auf die höchstumstrit­te­nen und teil­wei­se als neo­na­zis­tisch und ul­tra-na­tio­na­lis­tisch ein­zu­stu­fen­den Dach­ver­bän­den wi­der­spricht die­sen Re­geln deut­lich.</em></p></blockquote><p>Gerade der zitierte dritte Punkt der Regeln ist der Grund, warum dieser Brief wohl niemals in dieser Art auf der Webseite der FAU verlinkt werden wird. Er strotzt vor Verleumdung! Auch wenn tatsächlich einmal eine Verbindung als Beispiel genannt wurde, so konnte ich auf den Seiten der Frankonia &#8211; ich gehe an dieser Stelle davon aus, dass die Burschenschaft Frankonia in Erlangen gemeint ist &#8211; keine rassistischen Passagen finden.</p><p>Wer bestimmt eigentlich das Maß dessen, was nazistisch ist oder (ungesund) nationalistisch? Sicherlich nicht eine Gruppe die sich in einem offenen Brief an einen Hochschulrektor wendet. Hier stehen &#8211; zurecht! -staatliche Stellen in der Pflicht, die sich entsprechend sehr genauen Untersuchungen annehmen. Alles andere käme einer Hexenjagd gleich, die eben beispielsweise <strong>LukS</strong> veranstalten möchte.</p><blockquote><p><em>Ge­ra­de an­ge­sichts der wenig rühm­li­chen Rolle, wel­che die FAU vor 1933 und wäh­rend des sog. Drit­ten Rei­ches ge­spielt hat, soll­te für die Uni­ver­si­tät und ihre Lei­tung An­lass für äu­ßers­te Wach­sam­keit sein.</em></p></blockquote><blockquote><p><em>Eine not­wen­di­ge und rich­ti­ge Fol­ge­rung hat die Uni­ver­si­tät Gie­ßen ge­zo­gen. Sie hat den schla­gen­den Ver­bin­dun­gen jeg­li­che Nut­zung von un­i­in­ter­nen Räum­lich­kei­ten un­ter­sagt, da diese mit dem Leit­bild der Hoch­schu­le in Kon­flikt ste­hen.</em></p></blockquote><p>Prinzipiell sollten wir als Staat (und damit jeder Staatsbürger) dahingehend wachsam sein! Ob die Entscheidung der Hochschulleitung in Gießen notwendig und richtig war, da steht in den Sternen und ist wahrscheinlich besonderen Umständen in Gießen während dieser Beschlussfassung geschuldet.</p><blockquote><p><em>Vor allem die pflicht­schla­gen­de und lange Zeit vom Ver­fas­sungs­schutz be­ob­ach­te­te stu­den­ti­sche Ver­bin­dung Fran­ko­ni­a pflegt enge Kon­tak­te zur lo­ka­len Neo­na­zi-Sze­ne. Dies zeigt sich zum einen an den per­so­nel­len Über­schnei­dun­gen zwi­schen der Fran­ko­nia und dem ex­trem rech­ten Frei­en Netz Süd. Dazu kommt noch die Mit­glied­schaft des Ho­lo­caust­leug­ners Ste­fan Böh­mer, von dem sich die Fran­ko­nia bis­her nicht dis­tan­ziert hat.</em></p></blockquote><p>Prinzipiell würde ich <strong>LukS</strong> an dieser Stelle mit großem Vorbehalt zustimmen, jedoch frage ich mich immernoch, warum diese eine Verbindung für die zahlreichen anderen sprechen sollte, die an der FAU immatrikuliert sind. Darüber hinaus fehlen Belege und Namen (abgesehen von dem von Herrn Böhmer), die solche Behauptungen untermauern würden. Darüber hinaus muss man auch unterscheiden, was einzelne Farbenbrüder im Verbindungshaus oder im persönlichen Umfeld tun. Nicht jeder Rechtrsextremist läuft in ständiger Sturheit durch die Straßen, um nach Möglichkeiten zur Propaganda-Verbreitung zu suchen.</p><blockquote><p><em>Wei­ter­hin zeigt sich der enge Kon­takt zur lo­ka­len Neo­na­zi-Sze­ne auch an der Pro­pa­gie­rung ihrer neo­na­zis­ti­schen Ideo­lo­gie, was unter an­de­rem am ak­tu­el­len Bei­trag auf der Start­sei­te der Fran­ko­nia zu er­ken­nen ist. An die­sem Text wird die in­halt­li­che und struk­tu­rel­le Ver­bin­dung zum Neo­na­zis­mus be­son­ders deut­lich.</em></p></blockquote><p>Einzig die Aussage, dass man jederzeit wieder &#8216;alle drei Strophen&#8217; des <strong>Deutschlandlieds</strong> singen würde, gäbe aus diesem Absatz heraus Anlass zur Diskussion. Allerdings muss man hier sehen, aus welcher Intension heraus Fallersleben den Text seinerzeit so geschrieben hat und mit welcher man heute diese Zeilen singen würde. Alleine DASS man sich zu dem Text bekennt, gibt aber noch keinen Anlass für Unterstellungen. In diesem Zusammenhang schreiben die Frankonen auf ihrer <a
href="http://www.frankonia-erlangen.de/index.php/Grundsaetze.html" target="_blank">Webseite</a>: <em>&#8220;Ebenso setzen wir uns für ein Europa gleichberechtigter Völker und Vaterländer in selbstbestimmter Freiheit ein. Andere Völker und deren Traditionen achten wir genauso wie unsere deutsche Nation.&#8221;</em></p><blockquote><p><em> </em><em>Da eine ge­rech­te und freie Bil­dung nur in einer ge­rech­ten und frei­en Ge­sell­schaft mög­lich ist, hal­ten wir das eli­tä­re, frau­en­ver­ach­ten­de und völ­kisch-na­tio­na­lis­ti­sche Welt­bild der stu­den­ti­schen Ver­bin­dun­gen mit dem Bil­dungs­auf­trag der FAU für un­ver­ein­bar.</em></p></blockquote><p>Und wieder erlebt man die böswillige <strong>Pauschverurteilung aller Studentenverbindungen</strong>.</p><blockquote><p><em>Wir for­dern Sie daher auf, zu den hier dar­ge­stell­ten Sach­ver­hal­ten Stel­lung zu neh­men und mit so­for­ti­ger Wir­kung die Ver­lin­kun­gen sämt­li­cher Kor­po­ra­tio­nen auf Ihrer Home­page zu ent­fer­nen und sich die Uni­ver­si­tät Gie­ßen als Vor­bild zu neh­men. Wir for­dern Sie wei­ter­hin auf, zudem den schla­gen­den und tra­di­tio­na­lis­ti­schen Ver­bin­dun­gen jeg­li­che Nut­zung von Uni­ver­si­täts­räum­lich­kei­ten zu un­ter­sa­gen. Geben Sie die­sen Grup­pen kei­nen Raum für Ihre rück­wärts­ge­wand­te und re­ak­tio­nä­re Ideo­lo­gie.</em></p></blockquote><p>Korrekt wäre es an dieser Stelle, eine Richtigstellung von dem Erlanger Rektorat zu fordern. Pauschalierte Sachverhalte zu kommentieren dürfte fern akademischer Prinzipien sein. Warum sollten sich Herr Professor Grüske und Frau Professorin Haberer die Zeit dazu nehmen, solcherlei unfundierte Unterstellungen zu kommentieren?</p><blockquote><p><em>Bitte be­ach­ten Sie zudem, dass die­ser Brief­wech­sel von uns öf­fent­lich ge­führt wird und wir die­ses An­schrei­ben wie auch Ihre even­tu­el­le Ant­wort zu Zwe­cken der Do­ku­men­ta­ti­on und Auf­klä­rung ver­öf­fent­li­chen.</em></p></blockquote><p>Mit solcherlei Drohungen und Einschüchterungsversuchen erreicht man hierzulande &#8211; Gott sei Dank! &#8211; eher wenig. Eine offene und vor allem faire Diskussion käme sicherlich zu einem Ergebnis. Dieser &#8220;offene Brief&#8221; aber kann hoffentlich nur in der Versenkung verschwinden.</p><blockquote><p><em>Mit freund­li­chem Gruß<br
/> LukS (Linke und kri­ti­sche Stu­den­tIn­nen)</em></p><p><em>Die­ser Brief, sein In­halt und seine For­de­run­gen wer­den un­ter­stützt von fol­gen­den Grup­pen und Ein­zel­per­so­nen:</em></p><p><em>AK Ohm gegen Rechts<br
/> </em><em>Banda Si­nis­tra Er­lan­gen<br
/> </em><em>Bil­dungs­pro­test Er­lan­gen<br
/> </em><em>Bil­dungs­streik­bünd­nis Nürn­berg<br
/> </em><em>Die Linke, Kreis­vor­stand Er­lan­gen-Höch­stadt<br
/> </em><em>Flücht­lings­un­ter­stüt­zung Er­lan­gen (Flun­terl)<br
/> </em><em>Ge­werk­schaft Er­zie­hung Wis­sen­schaft (GEW), Kreis­ver­band Er­lan­gen<br
/> </em><em>Grüne Hoch­schul­grup­pe Er­lan­gen<br
/> </em><em>Grüne Liste Stadt­rats­frak­ti­on Er­lan­gen<br
/> </em><em>Stadt­rats­frak­ti­on Er­lan­ger Linke<br
/> </em><em>Selbst­ver­wal­te­tes Ju­gend­haus Er­lan­gen<br
/> </em><em>Ver­ein zur För­de­rung al­ter­na­ti­ver Me­di­en (Er­lan­gen)<br
/> </em><em>XV – In­itia­ti­ve gegen Stu­den­ti­sche Ver­bin­dun­gen<br
/> </em><em>Prof. Dr.-Ing. Elmar Nöth, Tech­ni­sche Fa­kul­tät, De­part­ment In­for­ma­tik<br
/> Dr. Chris­toph Ha­fer­burg, In­sti­tut für Geo­gra­phie<br
/> Andrè Gaul, TU Ber­lin, In­sti­tut für Ma­the­ma­tik<br
/> </em><em>Prof. Dr. Theo­dor Ebert, In­sti­tut für Phi­lo­so­phie<br
/> </em><em>Leo Ro­epert</em></p></blockquote><p>Selbst diejenigen aus der Liste, die bisher eine gute Reputation hatten, dürften durch ihr Bekenntnis zu diesem offenen Brief wahrscheinlich angeschlagen sein.</p><p>Auf der Seite der FAU sind rund 20 Studentenverbindungen aufgeführt und verlinkt. Die pauschale Verurteilung durch den <strong>offenen Brief von LukS</strong> werden alle diese ohne jegliche Grundlage in ein unseriöses, rechtes, staats- und gesellschaftsfeindliches Licht gerückt. <strong>Gerade von (angehenden) Akademikern muss Besseres zu erwarten sein!</strong></p><p>Wenn solche Pauschalverurteiler mit ihrer falsch verstandenen Ideologie künftig unser Land führen sollen, dann stehen uns wahrlich düstere Zeiten bevor. Mit Wissenschaftlichkeit hat ein solches Auftreten rein gar nichts zu tun!</p><hr
style="height: 1px; width: 75%; color: #ffffff; border: 1px solid #CCCCCC;" size="1" noshade="noshade" /><p><strong>Nachtrag (12.04.2011)</strong></p><p>Offenbar hat die Leitung der Universität bislang nicht auf das Schreiben von <strong>LukS</strong> &amp; Co. reagiert. <a
href="http://www.gl-erlangen.de/presseinformation-mainmenu-100/685-weblinks-fau-webseite.html">Die Stadtratsfraktion der Grünen in Erlangen hat sich daher nochmals an die Prof. Grüske und Prof. Haberer gewandt</a>. Gelernt hat man zumindest aus den formalen Fehlern nichts, inhaltlich scheint man zwischenzeitlich zumindest zu Kompromissen bereit.</p><blockquote><p><em>?Sehr ge­ehr­te Frau Ha­be­rer, sehr ge­ehr­ter Herr Grüs­ke,</em></p></blockquote><p>Den formalen bzw. protokollarischen Fehler aus dem ersten Brief hat man offenbar beibehalten. Vielleicht wird das Uni-Rektorat das Schreiben aber zumindest wegen des Absenders beantworten.</p><blockquote><p><em>im Januar haben wir mit anderen Organisationen und Parteigruppierungen in einem Offenen Brief auf die Verlinkung der offiziellen Internetseite der FAU Er­lan­gen-Nürn­berg mit studentischen Verbindungen hingewiesen. Unter dem Titel: „Von Stu­die­ren­den für Stu­die­ren­de“ werden verschiedene Erlanger Verbindungen / Korporationen verlinkt, auch die Erlanger Burschenschaft Frankonia. Diese Links befinden sich immer noch auf der FAU-Webseite.</em></p></blockquote><p>Das ist grundsätzlich auch gut so. Zumindest an den älteren Universitäten, wie eben die in Erlangen-Nürnberg gehören Verbindungen zum Bild der Anstalten.</p><blockquote><p><em>Abgesehen von der Frage, ob das Weltbild von Studentenverbindungen mit dem einer weltoffenen Universität vereinbar ist, irritiert uns besonders der Hinweis auf die Burschenschaft Frankonia. Bekanntermaßen pflegt sie enge Kontakte zur Neo­na­zi-?Sze­ne. Auch personelle Überschneidungen zwischen dieser Burschenschaft und der rechtsextremen Szene – dem „Freien Netz Süd“ sind belegt und sicherlich auch der Universitätsleitung bekannt. Auf diesen Sachverhalt wird im Zusammenhang mit der Verlinkung auf der Webseite aber nicht hingewiesen.</em></p></blockquote><blockquote><p><em>Gerade in einer Stadt, die der &#8220;Europäischen Städte-Koalition gegen Rassismus“ beigetreten und in der &#8220;Bayerischen Koalition von Städten gegen Rechtsextremismus&#8221; aktiv ist, finden wir Links, die immer auch als Empfehlung verstanden werden, zu rechtsextrem orientieren Organisationen unangebracht. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese Verlinkung aufheben würden.</em></p></blockquote><p>?Zwischenzeitlich stößt man sich also nicht mehr an den Verlinkungen mit dem Verbindungswesen im Allgemeinen, sondern nur noch an dem zur <strong>B! Frankonia</strong>. Gibt es eigentlich eine aktuelle Stellungnahme der Verbindung dazu? Die Vorwürfe sind zwischenzeitlich ja doch schon einige Jahre alt und tauchen in keinem Verfassungsschutzbericht mehr auf. Dahingehend ist die B! Frankonia meines Wissens auch nicht mehr aufgefallen &#8211; ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.</p><p>Gerade Verbindungen wandeln sich im Laufe der Zeit und sind vor allem geprägt von den ständig wechselnden Aktiven, die das Bild des Bundes &#8211; zum Positiven als manchmal auch zum Negativen - verändern. Auch solche Überschneidungen zu fragwürdigen Verbänden können sich im Laufe der Zeit wandeln, so bspw. durch Einsicht und dem folgenden Austritt aus der einen oder anderen Organisation.</p><blockquote><p><em>Mit freundlichen Grüßen<br
/> </em><em>Susanne Lender-Cassens (Fraktionsvorsitzende)</em></p></blockquote><p>Dito.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-01-17/offener-brief-von-luks-an-die-fau-erlangen-nurnberg.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Uni Greifswald: Nichtwahlempfehlungen aus der Schublade</title><link>http://www.burschireader.de/2011-01-10/uni-greifswald-nichtwahlempfehlungen-aus-der-schublade.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=uni-greifswald-nichtwahlempfehlungen-aus-der-schublade</link> <comments>http://www.burschireader.de/2011-01-10/uni-greifswald-nichtwahlempfehlungen-aus-der-schublade.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 10 Jan 2011 13:20:49 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA / Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaft Markomannia]]></category> <category><![CDATA[Greifswald]]></category> <category><![CDATA[Schubladendenken]]></category> <category><![CDATA[Studierendenparlament]]></category> <category><![CDATA[Turnerschaft Cimbria]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=659</guid> <description><![CDATA[Vor Kurzem waren in Köln Hochschulwahlen und der hiesige Campus.Grün konnte sich über einen immensen Stimmenzuwachs freuen. Ich habe mich seiner Zeit für eine Nichtwahl der Grünen-Hochschulgruppe ausgesprochen, da sie das herrschende linksorientierte Schubladendenken über das Verbindungswesen in Ihrem Wahlprogramm aufgenommen hatte, sich aber fachlich mit der Materie offenbar so gar nicht auseinander gesetzt hat. <a
href='http://www.burschireader.de/2011-01-10/uni-greifswald-nichtwahlempfehlungen-aus-der-schublade.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Vor Kurzem waren in <strong>Köln</strong> Hochschulwahlen und der hiesige <strong>Campus.Grün</strong> konnte sich über einen immensen Stimmenzuwachs freuen. Ich habe mich seiner Zeit für eine Nichtwahl der Grünen-Hochschulgruppe ausgesprochen, da sie das herrschende linksorientierte Schubladendenken über das Verbindungswesen in Ihrem Wahlprogramm aufgenommen hatte, sich aber fachlich mit der Materie offenbar so gar nicht auseinander gesetzt hat.</p><p>In dieser Woche sind Hochschulwahlen an der <strong>Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald</strong>. Trotz wirklich guter Öffentlichkeitsarbeit der hiesigen Studierendenvertretung kandidieren dort gerade einmal 27 Kandidaten für die 25 Sitze im Studierendenparlament. Bei rund 12.000 Studenten ist diese Ausbeute nun wirklich kärglich.</p><p>Im lokalen <strong><a
href="http://blog.17vier.de/" target="_blank">Fleischervorstadt-Blog</a></strong>, der von Joachim Schmidt betrieben wird, findet sich u.a. eine Nichtwahlempfehlung gegen (frühere) Mitglieder von Studentenverbindungen. Namentlich geht es um zwei Personen: <strong>Alex Guillaume Schmidt</strong> und <strong>Christoph Böhm</strong>.<span
id="more-659"></span></p><p><strong>Alex Schmidt</strong> ist ein offenbar ein ehemaliger <strong>Republikaner</strong> und früheres Mitglied der <a
href="http://www.turnerschaft-cimbria.de/" target="_blank"><strong>Greifswalder</strong> <strong>Turnerschaft Cimbria</strong></a>. Ich betone in diesem Blog immer wieder, dass Rechtsextremismus und Studentenverbindung meines Erachtens nicht in Einklang stehen können und so scheint mir Schmidt ein Beleg dafür zu sein. Dass er sowohl seine Aktivitäten bei den <strong>Republikaner</strong> als auch die in der <strong>T! Cimbria</strong> hat aufgeben hat, lässt mich fragen, ob dieser Mann überhaupt in der Lage dazu ist, in einer demokratisch legitimierten Organisation, wie dem eines <strong>Studierendenparlaments</strong> oder eines <strong>AStA</strong> mitzuarbeiten. Vor allem aus farbenstudentischer Sicht wäre <strong>Alex Schmidt</strong> für mich in einem <strong>Studierendenparlament</strong> nicht vertretbar. Wer selbst in einer <strong>Studentenverbindung</strong> scheitert &#8211; in der es doch um einiges homogener zugeht, als in einem <strong>Studierendenparlament</strong> -, kann unmöglich dauerhaft in einem Gremium überleben, welches vor Gegensätzen nur so strotzt. Alleine schon deshalb würde ich ihm persönlich die Wählbarkeit aus der Sicht eines Farbenstudenten absprechen.</p><blockquote><p><em>&#8220;Neben dem Ex-Cimbrianer Schmidt tritt mit dem Markomannen Christoph Böhm ein weiterer Kandidat aus dem Verbindungsunwesen an. Unterschlug er vor seiner ersten Kandidatur vor zwei Jahren noch seinen diesbezüglichen Hintergrund, geht Böhm seit dem letzten Vorum offen und transparent damit um – wählbarer macht ihn das aber auch nicht.&#8221;<br
/> </em>(Quelle: Fleischervorstadt-Blog: Greifswalder Studierende votieren – Nichtwahlempfehlungen 2011, <a
href="http://blog.17vier.de/?p=12364">http://blog.17vier.de/?p=12364</a>, Zugriff am 10. Januar 2010)</p></blockquote><p>Warum die <a
href="http://www.markomannia-greifswald.de/" target="_blank"><strong>Greifswalder Burschenschaft Markomannia</strong></a> in <strong>Christoph Böhms</strong> Vita diesen nicht wählbar machen soll, bleibt der Autor des Blogs schuldig. Hier nimmt das unfundiere <strong>Schubladendenken</strong> wirklich wieder einmal mehr dümmlichen Charakter an.</p><p>Alleine schon deshalb kann man dem Kandidaten Böhm nur viel Glück und viele Stimmen bei den angelaufenen Wahlen in <strong>Greifswald</strong> wünschen!</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2011-01-10/uni-greifswald-nichtwahlempfehlungen-aus-der-schublade.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>FelS Berlin: Von Propaganda-Vorwürfen und mangelndem Sprachgefühl</title><link>http://www.burschireader.de/2010-12-17/fels-berlin-von-propaganda-vorwurfen-und-mangelndem-sprachgefuhl.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fels-berlin-von-propaganda-vorwurfen-und-mangelndem-sprachgefuhl</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-12-17/fels-berlin-von-propaganda-vorwurfen-und-mangelndem-sprachgefuhl.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 17 Dec 2010 21:15:42 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschi-Reader]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[09/11]]></category> <category><![CDATA[Berlin]]></category> <category><![CDATA[Burschireader]]></category> <category><![CDATA[Demokratie]]></category> <category><![CDATA[FelS]]></category> <category><![CDATA[Propaganda]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=644</guid> <description><![CDATA[Der burschireader-Twitterfeed wurde von der Berliner Gruppe FelS geblockt. Die Gruppe schrieb ihrerseits bei Twitter: Burschenschafts-Propaganda nervt &#8211; block @burschireader #Uni #Antifa (Quelle: http://twitter.com/#!/FelSBerlin, Zugriff am 17.12.2010) Im Grunde genommen wäre mir das egal, doch zeigt dies, welche Aussagekraft wenige Worte haben können &#8211; insbesondere dann, wenn sie in einem falschen Kontext gebraucht werden. Es <a
href='http://www.burschireader.de/2010-12-17/fels-berlin-von-propaganda-vorwurfen-und-mangelndem-sprachgefuhl.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Der <strong>burschireader-Twitterfeed</strong> wurde von der Berliner Gruppe <a
href="http://fels.nadir.org/" target="_blank"><strong>FelS</strong></a> geblockt. Die Gruppe schrieb ihrerseits bei Twitter:</p><blockquote><p><em>Burschenschafts-Propaganda nervt &#8211; block @</em><a
rel="nofollow" href="http://twitter.com/burschireader"><em>burschireader</em></a><em> </em><a
title="#Uni" rel="nofollow" href="http://twitter.com/#!/search?q=%23Uni"><em>#Uni</em></a><em> </em><a
title="#Antifa" rel="nofollow" href="http://twitter.com/#!/search?q=%23Antifa"><em>#Antifa</em></a><br
/> (Quelle: <a
href="http://twitter.com/#!/FelSBerlin" target="_blank">http://twitter.com/#!/FelSBerlin</a>, Zugriff am 17.12.2010)</p></blockquote><p>Im Grunde genommen wäre mir das egal, doch zeigt dies, welche <strong>Aussagekraft wenige Worte</strong> haben können &#8211; insbesondere dann, wenn sie <strong>in einem falschen Kontext gebraucht</strong> werden. Es ist erschreckend, mit welcher Leichtigkeit man Worte wie &#8220;<strong>Propaganda</strong>&#8221; nutzt und damit einen völlig falschen Umstand versucht zu suggerieren. Ob dabei Absicht oder einfach nur mangelndes Sprachgefühl zugrunde liegen, sei dahingestellt.<span
id="more-644"></span></p><p>Ein Blick auf <strong>Wikipedia</strong> genügt, um den meinen Einwand zu verdeutlichen. Dort heißt es:</p><blockquote><p><em>Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion</em><em>.</em></p><p><em>[...] </em><em>Propaganda im eigentlichen Sinne ist demgegenüber eine eigens zur </em><em>Beeinflussung, Manipulation</em><em> und </em><em>Herrschaftssicherung</em><em> eingesetzte Werbetechnik.</em></p></blockquote><blockquote><p><em>Entscheidend ist dabei die geschickte Auswahl und gegebenenfalls die Manipulation der Nachricht und nicht ihr Wahrheitscharakter.<br
/> (Quelle: </em><a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Propaganda" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Propaganda</a>, Zugriff am 17.12.2010)</p></blockquote><p>Der <strong>Propaganda</strong>-Vergleich hinkt bereits am ersten Satz. Weder ist es meine Absicht zu formen, zu manipulieren noch zu steuern. Es geht mir nicht darum spezielle Reaktionen zu provozieren, sondern darum, eine missverstandene Materie durchaus auch kritisch zu betrachten, Absurditäten aufzudecken und Wahrheiten ggf. zu bestätigen bzw. sie in dem dazugehörigen Kontext zu betrachten.</p><p>Wer meinen Blog auch nur halbwegs verfolgt, wird erkennen, dass ich nicht alles, was im Verbindungswesen geschieht, gutheiße. Allerdings ist es auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit, welche Schlüsse man aus einzelnen Vorfällen ziehen kann. Mit welcher Begründung wird von drei oder vier immer wieder aufgewärmten Umständen auf ebenso weniger Verbindungen Schlüsse hinsichtlich des gesamtem Farbenstudententum ziehen? Die Vorgänge, die von Verbindungsgegner immer wieder zutage treten &#8211; so eben bspw. in <strong>Burschireadern </strong>-, sind zum Großteil eben genau solche <strong>Vorverurteilungen</strong>, gegen die solche Gruppen eigentlich nach eigenem Bekunden einstehen möchten. Auf der anderen Seite werden aber meine Farbenbrüder auch nicht vollends in meinen Auffassungen aufgehen. Im Gegenteil, stecke ich für den einen oder anderen Beitrag auch von solcher Seite aus Kritik ein.</p><p>Fakt ist aber auch, dass die Darstellungen des Verbindungswesens in den <strong>Burschi-Readern</strong> in aller Regel von Halbwahrheiten, unbelegbaren Behauptungen sowie wirklich teils wirklich dümmlichen Folgerungen durchzogen sind. Ich unterstelle noch nicht einmal Absicht. Viele Behauptungen werden bereits seit Jahrzehnten von den einzelnen Studentengenerationen gepflegt und weitergetragen. Was mir persönlich allerdings doch recht sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass eben das Geschriebene kaum wirklich hinterfragt wird. Gesellschaften ändern sich &#8211; vor allem wegen neuer, schneller Medien &#8211; ungewöhnlich schnell, oftmals innerhalb weniger Jahre oder gar nur Monate. Mitunter recht eindrucksvoll war dies am Ereignis<strong> 9/11</strong> zu erleben.</p><p>Für unsere Demokratie beschämend sind allerdings solche Diskussionsblockaden, wie es die <strong>FelS</strong>-Gruppe aufgezeigt hat.<strong> Eine Demokratie lebt von Diskussion und gerade verschiedener individueller Auffassungen.</strong> Die Abschottung in jedwede Richtung &#8211; gleich ob rechts, links, konservativ usw &#8211; sind nicht nur undemokratisch, man verpasst auch Chancen zur persönlichen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung.</p><p>Ich möchte niemanden mit diesem Block bekehren. Für niemanden ist das Verbindungswesen ein Muss. Aber das Quäntchen Toleranz, dass unsere <strong>Demokratie</strong> abverlangt, muss auch das Farbenstudententum in Anspruch nehmen können &#8211; vor allem dann, wenn die (meist linken) Darstellungen von <strong>Studentenverbindungen</strong> schlicht und ergreifend auf falschen Tatsachen und Behauptungen beruhen.</p><p>So dürfte es in keinster Weise verwerflich oder gar propagandistisch, wenn ich mir hier den Versuch einer Korrektur der vorherrschenden und falschen Sicht vor allem linker Kreise auf das Verbindungswesen erlaube.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-12-17/fels-berlin-von-propaganda-vorwurfen-und-mangelndem-sprachgefuhl.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>UFOs an der Uni Köln: Wie von einem anderen Stern</title><link>http://www.burschireader.de/2010-12-17/ufos-der-uni-koln-wie-von-einem-anderen-stern.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ufos-der-uni-koln-wie-von-einem-anderen-stern</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-12-17/ufos-der-uni-koln-wie-von-einem-anderen-stern.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 17 Dec 2010 05:25:45 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA / Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Damenverbindung]]></category> <category><![CDATA[Frauen]]></category> <category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category> <category><![CDATA[GRÜNE]]></category> <category><![CDATA[Jusos]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretung]]></category> <category><![CDATA[UFO]]></category> <category><![CDATA[Uni Köln]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=636</guid> <description><![CDATA[An der Uni Köln scheinen sich ja so manche obskure Gestalten herumzutreiben, die ich recht krudes Bild des Verbindungswesens verbreiten. Neulich hatte ich ja schon die Zielsetzungen von Campus.Grün unter die Lupe genommen. Während man dort allerdings zumindest die dümmlichsten der herrschenden Klischee-Vorstellungen über das Verbindungswesen beiseite gelassen hat, scheint bei den UFOs die Zeit irgendwo <a
href='http://www.burschireader.de/2010-12-17/ufos-der-uni-koln-wie-von-einem-anderen-stern.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>An der <strong>Uni Köln</strong> scheinen sich ja so manche obskure Gestalten herumzutreiben, die ich recht krudes Bild des <strong>Verbindungswesens</strong> verbreiten. Neulich hatte ich ja schon die Zielsetzungen von <a
title="Wahlkampf der Grünen Hochschulgruppe Köln" href="http://www.burschireader.de/2010-12-06/wahlkampf-der-gruenen-hochschulgruppe-koeln.html">Campus.Grün</a> unter die Lupe genommen. Während man dort allerdings zumindest die dümmlichsten der herrschenden Klischee-Vorstellungen über das Verbindungswesen beiseite gelassen hat, scheint bei den <strong>UFO</strong>s die Zeit irgendwo vor 40 Jahren stehen geblieben zu sein. Nicht einmal die antiquiertesten Vorurteile hat man dort einer Prüfung unterzogen.<span
id="more-636"></span></p><h4>Mit Unsachlichkeit die Ahnungslosigkeit überdecken</h4><p>So wettert <strong>UFO gegen Burschenschaften</strong> (alle Zitate entstammen der Webseite mit Zugriff vom 16.12.2010), bspw. mit unsachlichem Aussagen über</p><blockquote><p><em>Fotos von jungen Männern mit albernen Mützchen, peinlicher Montur und merkwürdigen Schärpen</em></p></blockquote><p>und nimmt eine Beurteilung des <strong>Farbenstudententums</strong> so vorweg die eigentlich jedem selbst überlassen sein sollte. Sachlichkeit ist hier vergeblich zu suchen und selbstverständlich ändert sich die Art des Schreibens durch den ganzen Artikel hindurch kaum. Die <strong>Ahnungslosigkeit über das Verbindungswesen</strong> offenbart sich nur wenige Zeilen weiter:</p><blockquote><p><em>Was gerade in Köln wie ein blöder Karnevalsscherz anmutet, ist bitterer Ernst: Die Herren gehören allesamt zu den verschiedensten Kölner Burschenschaften, Corps und Verbindungen (kurz Korporationen) und versuchen gerade zum Semesterstart, naive Studienanfänger für ihr reaktionäres Weltbild zu gewinnen.</em></p><p><em>Die Burschen, Kartellbrüder und Korporierten schwärmen aus, um für studentischen Nachwuchs (»Füxe«) zu sorgen.</em></p></blockquote><h4>Dümmliche Vorurteile</h4><p>Wer noch nicht einmal in der Lage ist, die grundsätzlichsten Unterschiede &#8211; oder gar Gemeinsamkeiten &#8211; der verschiedenen Korporationsformen zu kennen, sollte sich selbst die Peinlichkeit ersparen, sich des Verbindungswesens anzumaßen. Die wirkliche Naivität der <strong>UFO</strong>s zeigt sich hier nicht in den Erstsemestern, die sich von Verbindungen keilen lassen &#8211; immerhin können sie jederzeit wieder aus dem Bund austreten, sprich ihre Farben niederlegen -, sondern vor allem in den Autoren, die scheinbar über Jahre hinweg die wirklich dümmlichsten aller <strong>Vorurteile über das Verbindungswesen</strong> nicht überdenken wollten.</p><blockquote><p><em>Dabei betonen sie gern, dass sie nicht den üblichen Klischees der saufenden, uniformierten, sexistischen Ewiggestrigen entsprechen, die in spottbilligen Zimmern in Verbindungshäusern leben und sich gegenseitig die Gesichter mit Säbeln verunzieren, noch zum rechten bzw.r rechtsextremen Spektrum gehören. Sie bezeichnen sich oft als liberal, akademisch, (über)konfessionell oder traditionsreich; »gesunde Vaterlandsliebe« gehört zum Standardvokabular.</em></p></blockquote><p>Interessant ist hierbei, dass due UFOs selbst ihre Vorurteile als Klischees betrachten. Diese kurz abgehandelt:</p><ul><li>Ich kenne kaum eine Verbindung, in der <strong>zwanghaft gesoffen</strong> wird. Auf Verbindungshäusern wird in aller Regel nicht mehr <strong>getrunken</strong>, als anderswo.</li><li>Die Uniformen (<strong>Wichs</strong>) werden üblicher Weise nur zu offiziellen Veranstaltungen und dort wiederum nur von den drei <strong>Chargierten</strong> getragen.</li><li>Wer keine <strong>Mensuren</strong> fechten will, braucht keinem schlagenden Bund beizutreten. Zwischenzeitlich verlangen eher weniger Bünde noch Pflichtmensuren ab.</li><li>Hinsichtlich <strong>rechtsorientierter Tendenzen</strong> verweise ich auf meinen Artikel <a
title="Die Rechtslastigkeit von Studentenverbindungen" href="http://www.burschireader.de/2010-10-14/die-rechtslastigkeit-von-studentenverbindungen.html"><strong>Die Rechtslastigkeit von Studentenverbindungen</strong></a>.</li></ul><p>Natürlich geht das noch weiter&#8230;</p><blockquote><p><em>Viele Bräuche haben den Zweck, Hierarchien einzuüben und so ein Elitedenken zu etablieren, das auf Führen und Gehorchen beruht.</em></p></blockquote><p>Jede Organisation &#8211; so auch das Studienrendenparlament oder der AStA der Uni Köln! -  baut auf <strong>Hierarchien</strong> auf. Allerdings sind  es oftmals <strong>Studierendenparlamente</strong>, die sich in auschweifenden und teils wirklich sinnfreien Diskussionen verheddern und es so unmöglich machen, effizient und konstruktiv zu arbeiten. so erst diese Woche im <a
href="http://www.webmoritz.de/2010/12/14/ticker-von-der-stupa-sitzung/" target="_blank">Studierendenparlamant der Uni Greifswald</a> geschehen. (Obdenn ich gestehen muss, dass ich den offenen medialen Umgang des dortigen Studierendenparlaments sehr schätze!)</p><h4>Rechtsextremismus</h4><p>Unter der Zwischenüberschrift <strong>Korporationen und Neonazis</strong> schreiben die <strong>UFO</strong>s:</p><blockquote><p><em>Abweichler von der Kollektivmeinung müssen häufig mit Strafen wie Zwangssaufen oder Hausarrest rechnen.</em></p></blockquote><p>Dieser Satz war so ziemlich das wirklich Dümmste, was ich seit langem über das Verbindungswesen habe lesen müssen. Ich kenne keine Verbindung, die <strong>Kollektivmeinungen</strong> pflegen ex orbitant pflegen würde. Im Gegenteil leben Studentenverbindungen gerade von der <strong>Vielfältigkeit der Verbindungsbrüder</strong>. Was dies mit dem <strong>Nationalsozialismus</strong> zu tu haben soll, steht unbeantwortet im Raum. Jedoch heißt es weiter:</p><blockquote><p><em>Die Korporation dient so als Karrierenetzwerk, das sich allenfalls halbherzig, häufig jedoch gar nicht von faschistoiden Strömungen distanziert.</em></p></blockquote><p>Ich frage mich einerseits, was ein <strong>Karrierenetzwerk</strong> mit dem nationalsozialistischen Strömungen zu tun haben soll, andererseits, warum die zwei exemplarisch genannten Verbindungen als Grundsatz für das gesamten Verbindungswesen gelten sollen &#8211; davon einmal abgesehen, dass die <strong>Danubia München</strong> zwischenzeitlich nicht mehr vom <strong>bayerischen Verfassungsschutz</strong> beobachtet wird.</p><p>Etwas später, unter der Zwischenüberschrift <strong>Geschichte der Korporationen</strong> kommt aber tatsächlich noch etwas mit rechtsextremen Bezug:</p><blockquote><p><em>Spätestens seit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 war die Politik der Verbindungen durchgängig von Nationalismus und Antisemitismus geprägt. Dies setzte sich während der Weimarer Republik fort.</em></p></blockquote><p>Jeder der sich nur etwas mit deustcher Geschichte befasst hat, weiß, dass <strong>Nationalismus und Antisemitismus</strong> kein explizites Phänomen von Studentenverbindungen waren, sondern <strong>ein gängiges Gesellschaftsbild</strong>. Gerade Juden wurde in den deutschen Nationen über Jahrhunderte hinweg andauernd schikaniert &#8211; lange bevor es das Verbindungswesen in der heutigen Form überhaupt gab!</p><blockquote><p><em>Die primäre Strategie besteht darin, unauffällig zu studieren und »auf« Verbindungshäusern abgeschottet rechtsgerichtete »Fortbildung« zu betreiben, um dann in der Seilschaft Karriere zu machen und aus einer Machtposition gegen die »Feinde Deutschlands« vorzugehen. Warum soll jemand auch handgreiflich gegen MigrantInnen, Homosexuelle oder Linke vorgehen, der später als Staatsanwalt oder Vorgesetzter in einem Betrieb in dieser Richtung wirken kann?</em></p></blockquote><p>Es ist faszinierend, inwiefern die Autoren offenbar Einblicke in die Kölner Verbindungsszene haben. Allerdings widerspricht diese Aussage offensichtlich und grob gegen das, was ein paar Zeilen weiter geschrieben wird:</p><blockquote><p><em>Zudem hat ein arger Mitgliederschwund einige Verbindungen zum Umdenken gezwungen: Menschen ohne deutschen Pass oder mit dunkler Haut werden mittlerweile bei einigen Korporationen akzeptiert, was flugs als quasi antirassistischer Akt umgelogen wird. Wenn aber z.B. die »Akademische Verbindung Rheinstein« aus Köln ausdrücklich nicht nur die »inländischen« sondern auch die »ausländischen« Kommilitionen zu Veranstaltungen einlädt und in ihrer Selbstdarstellung stolz darauf verweist, schon früh »einen Ausländer« zugelassen zu haben, gewinnt die eigene Reinwascherei eine unfreiwillige Komik und entlarvt des verkorkste Gedankengut als den reaktionären Unsinn, der es ist.</em></p></blockquote><p>Wie glauben die Damen und Herren des <strong>UFO</strong>s eigentlich, sollen die Farbenbrüder der <strong>A.V. Rheinstein</strong> denn ihre angebliche <strong>Feinde-Deutschlands-Lehren</strong> in ihren abgeschotteten Verbindungshäusern verbreiten, wenn der Feind quasi mithört?! Selbst der dümmste Kommilitone der <strong>Kölner Uni</strong> müsste sich hier von der <strong>UFO</strong>-Vereinigung veschaukelt fühlen. Zurecht!</p><p>Davon einmal abgesehen: Wenn dem Verbindungswesen ständig und und zu unrecht <strong>Ausländerfeindlichkeit</strong> nachgesagt und solche Parolen auch über Medien wie diese verbreitet werden, dann ist eine Einladung ausrücklich auch an &#8216;ausländische&#8217; Kommilitonen nur die Folge. Ein Zeichen für eben ausländerfeindliche Tendenzen ist das eben gerade nicht!</p><p>Nicht nur Ausländer, sondern auch insbesondere Frauen werden nach herrschender <strong>UFO</strong>-Meinung im Verbindungswesen diskriminiert. Alles andere hätte mich im Grunde auch gewundert:</p><blockquote><p><em>Frauen gehören traditionell auch nicht zu den Personen, die gleichberechtigt in einer Verbindung mitarbeiten dürfen. Aber auch hier hat die Not, neue Mitglieder zu finden bei Einigen zu einer neuen Position geführt: so genannte gemischte Verbindungen sind entstanden, die auch weibliche Studentinnen aufnehmen.</em></p></blockquote><p>Ein weiterer Widerspruch! Das Problem der <strong>Damendiskriminierung</strong> haben die <strong>UFO</strong>-Leute ja damit im Grunde selbst widerlegt. Bekräftigt wird dies weiterhin hier:</p><blockquote><p><em>Mittlerweile haben sich sogar einige rein weiblich besetzte, so genannte Damenverbindungen etabliert. Erwartungsgemäß handelt es sich hierbei nicht um ein emanzipatorisch-feministisches Unterfangen, sondern um ein pures Nacheifern der männlichen Kollegen. Man fühlt sich den traditionellen Werten der korporierten Herren verbunden, jedoch ohne die Saufgelage und Fechtaktivitäten zu praktizieren.</em></p></blockquote><p> Zum Saufen und Fechten hatte ich bereits weiter oben. Immer schön ist es zu sehen, wenn sich Hobby-Psychologen darin versuchen, die Hintergründe für das Handeln einer Gruppe zu erforschen. Vielleicht haben die Farbenschwestern auch einfach nur Spaß daran, sich mit einer gemeinsamen Zielsetzung zusammen zu finden. Oder warum gibt es die <strong>UFO</strong>-Organisation an der <strong>Uni Köln</strong>?</p><blockquote><p><em>Wer jedoch glaubt, dass das Rumhantieren mit Studentenverbindungen nur bürgerlich-konservativen Kräften vorbehalten ist, täuscht sich. Auch Vertreter der Grünen Jugend oder der Vorsitzende der Juso-Hochschulgruppe Andreas Pöttgen, im aktuellen AStA für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, haben keine Berührungsängste und nahmen 2009 mehrfach an Podiumsdiskussionen auf Verbindungshäusern teil.</em></p></blockquote><p>Vielleicht lässt sich hier auch nur unterstellen, dass <strong>Grüne</strong> und <strong>Jusos</strong> wenigstens die konstruktive Diskussion suchen, um wenigstens ansatzweise die Grundlagen dafür zu erhalten, was sie für bzw. gegen das Verbindungswesen vom Stapel lassen.</p><p>Ich würde vorschlagen, man lässt das kleine <strong>UFO</strong> einfach mal vor einem Verbindungshaus landen und versucht, wenigsten einen halbwegs ordentlichen Eindruck über das Farbenstudententum zu gewinnen, bevor man so viel Mist veröffentlicht.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-12-17/ufos-der-uni-koln-wie-von-einem-anderen-stern.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>&#8220;Ein alter Hut&#8221;, Teil 1 &#8211; Ein neuer Burschireader der StuRas Dresden</title><link>http://www.burschireader.de/2010-12-10/ein-alter-hut-teil-1-ein-neuer-burschireader-der-sturas-dresden.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ein-alter-hut-teil-1-ein-neuer-burschireader-der-sturas-dresden</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-12-10/ein-alter-hut-teil-1-ein-neuer-burschireader-der-sturas-dresden.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 10 Dec 2010 11:48:30 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschi-Reader]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Burschireader]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Dresden]]></category> <category><![CDATA[Ein alter Hut]]></category> <category><![CDATA[progressbewegung]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretung]]></category> <category><![CDATA[StuRa]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=619</guid> <description><![CDATA[Auf 72 Seiten und einer Auflage von 750 Stück beschreiben die StuRas der TU und der HTW Dresden das örtliche Verbindungswesen: Ein alter Hut &#8211; Kritik studentischer Verbindungen in Dresden. Der Burschi-Reader erstreckt sich auf zwei Teile: Eine allgemeine Darstellung des Verbindungswesens gefolgt von  einer detaillierten Betrachtung der einzelnen Bünde in Dresden. Ich muss gestehen, <a
href='http://www.burschireader.de/2010-12-10/ein-alter-hut-teil-1-ein-neuer-burschireader-der-sturas-dresden.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Auf 72 Seiten und einer Auflage von 750 Stück beschreiben die StuRas der TU und der HTW Dresden das örtliche Verbindungswesen: <strong>Ein alter Hut &#8211; Kritik studentischer Verbindungen in Dresden</strong>. Der Burschi-Reader erstreckt sich auf zwei Teile: Eine allgemeine Darstellung des Verbindungswesens gefolgt von  einer detaillierten Betrachtung der einzelnen Bünde in Dresden. Ich muss gestehen, dass der Burschi-Reader selbst für den erfahrenen Verbindungsstudenten eines an Information bereit, allerdings nur dann, wenn man wirklich zwischen den Zeilen lesen kann.<span
id="more-619"></span></p><p>Es ist natürlich unmöglich, den Reader hier wirklich in seiner Gänze, aber dennoch kompakt zu bewerten und zu kommentieren. An dieser Stelle sei daher alleine der erste Artikel des Readers <strong>Studentische Verbindungen &#8211; Ein alter Hut?</strong> dargestellt. Sicherlich werden in Zukunft an dieser Stelle noch weitere Kommentare zu anderen Artikeln des Readers folgen.</p><h4>Studentische Verbindungen &#8211; Ein alter Hut?</h4><p>In diesem Artikel wird &#8211; recht widersprüchlich - versucht die Geschichte des Verbindungswesens knapp darzustellen. Das heutige Korporationswesen wird dabei als bedeutungslos beschrieben &#8211; so&#8230;</p><blockquote><p><em>gehörten 1984 nur noch zwei bis drei Prozent aller Studierenden in Deutschland einer Verbindung an, [...] Auf der einen Seite steht so die momentane Bedeutungslosigkeit der Verbindungen, auf der anderen Seite stehen ihre verzweifelten Versuche um gesellschaftlichen Einfluss.</em></p></blockquote><p>Ich frage mich, warum dann die <strong>Studentischen Räte</strong> der beiden Unis so viel Zeit auf die Erstellung eines <strong>Burschi-Readers</strong> verschwenden. Das verwendete Geld wäre dann besser bspw. in studiumsorientierten Seminaren angelegt. Vielleicht sollten das die Kommilitonen der beiden <strong>Dresdener Unis</strong> diesen Umstand einmal hinterfragen.</p><p>Der anschließende Abschnitt über die <strong>Entstehung des heute bekannten Verbindungswesens</strong> wäre weit aus interessanter, wären ab und dann Jahreszahlen genannt. die Bedeutung des Verbindungswesens für die deutsche Geschichte wäre dadurch auch für einen Laien weitaus wertvoller zu lesen. Vor allem aber werden durch die asynchrone Darstellung der Verbindungsgeschichte einzelnen Begebenheiten, die mehrere Jahrzehnte auseinander liegen in Zusammenhang gebracht. Ob absichtlich oder nicht, das sei dahingestellt.</p><h4>Farbenstudentische Prinzipien</h4><p>Im Text wird auf die verschiedenen Prinzipien eingegangen, wie bspw. auf das <strong>Lebensbundprinzip</strong>:</p><blockquote><p><em>Das Lebensbundprinzip führten erst die geheim geführten studentischen Orden, die in ihrer Ausrichtung mit den im späten 18. Jahrundert aufkommenden Geheimlogen vergleichbar waren, ein.</em></p></blockquote><p>Das ist schlicht und ergreifend falsch. Auch wenn das ein wenig Offtopic in diesem Zusammenhang sein mag, gab es geheime Logen oder Orden im Grunde schon seit vielen Jahrhunderten. Ein Beweis entweder für mangelnde Erklärung oder mangelnde Auseinandersetzung mit Themen, auf die - Wissen vorgauckelnd &#8211; Bezug genommen wird.</p><blockquote><p><em>Auch das Convenstprinzip etablierte sich zu Beginn des 19. Jahrunderts. Auf Conventen wurden demokratisch die Verbindung betreffende Entscheidungen getroffen, die für alle Mitglieder bindend waren.<br
/> </em><em>[...]<br
/> </em><em>Auch wenn die Hierarchien der Verbindungen demokratisch legitimiert wurden, ändert das nichts an ihrem Charakter.</em></p></blockquote><p>Manche, wahrscheinlich auch die Autoren des Textes selbst, mögen es kaum glauben, doch gilt das <strong>Conventsprinzip</strong> auch heute noch! Ich wage zu behaupten, dass Studentenverbindungen in ihrer Form mitunter die demokratischsten Organisationen sind, die man in unserem Land finden kann.</p><p>Welcher &#8220;Charakter&#8221; hier gemeint ist,  geht nicht wirklich aus dem Text hervor. Es ist aber davon auszugehen, dass sie Autoren auf die Vorurteile hinsichtlich penibel gelebter Hierarchien sprechen. Auch die Chargen bzw. Vorstände der einzelnen Gremien sind die Conventprinzip sowie dem Comment unterworfen, ihnen steht also keine vollkoemmen uneingeschränkte Machtposition zu. Insbesondere die Chargen haben allerdings die Aufgabe, für die Einhaltung der kollektiv geschaffenen Ordnung, also den Comment, Sorge zu tragen. Sie stehe dabei selbstverständlich auch selbst unter dem Comment und sind so nicht unantastbar. Genauso ist es in jeder Partei und in jeglichem anden Verein! Das ist keine Besonderheit für die sich das Korporationswesen sonderlich rechtfertigen müsste. Selbst die Autoren des Readers, denen ich unterstelle den <strong>Studentischen Räten des Dresdner Hochschulen</strong> oder zugehöriger Arbeitskreise o.ä. anzugehören, unterliegen den Landeshochschulgesetz sowie der Geschäftsordnung des entsprechenden Rates &#8211; für dessen Durchsetzung der gewählte Ratsvorsitzende zu sorgen hat.</p><h4>Nationalisierung und Gegenbewegungen</h4><blockquote><p><em>Der Kampf gegen die Truppen Napoleons führte in Deutschland zu einem Nationalisierungsschub. Das betraf nicht zuletzt die Studentenschaft, aus deren Reihen viele freiwillige Kämpfer kamen.</em></p></blockquote><p>Offen gesagt bin ich mir an dieser Stelle nicht ganz sicher, ob das ein Vorwurf ggü. dem Verbindungswesen sein soll. Napoleon hatte zu Anfang des 19. Jahrunderts versucht, in seinem Größenwahnsinn Europa zu erobern. Nach heutigen Maßstäben hätten die freiwilligen Studenten <strong>aktiven Widerstand</strong> geleistet, wie man ihn sich an manch anderer Stelle der Geschichte gewünscht hätte. Es dürfte wohl offensichtlich sein, dass viele Kleinstaaten &#8211; untereinder unkoordiniert &#8211; kaum in der Lage gewesen sind, gegen die Übermacht Frankreich anzukommen. Ein Zusammenschluss der vielen deutschen Kleinstaaten war im Kampf gegen Napoleon im Grunde also unabdingbar.</p><p>Aber auch die frühe <strong>Gegenbewegung</strong> zum Verbindungswesen kommt in dem Abschnitt nicht zu kurz. So heißt es:</p><blockquote><p><em>Wie die Progress-Bewegung der 40er und 50er Jahre des 19. Jahrhunderts zeigt, ist antikorporatives Engangement keine Erfindung der &#8220;Studentenbewegung&#8221; von 1968. [...] Zu dieser Zeit entstand das Verbindungen gänzlich ablehnende Freistudententum.</em></p></blockquote><p>Es gibt und gab zu allem Gegenbewegungen. Das hat niemals irgendjemand bestritten. Verschwiegen wird hier allerdings der Sachverhalt, dass die <strong>Progress-Bewegung</strong> gerade im Verbindungswesen verankert war. Progress war nicht gänzlich gegen das Verbindungswesen, sondern wollte primär aus dem Verbindungswesen selbst eine Reform des Studententums erreichen und Verbindungen in eine studentische Vertretung ggü. den Universitäten wandeln. Die Progress-Bewegung hat sich nur in Abspaltungen vollkomen gegen das Farbenstudententum organisiert. Siehe dazu bspw. auch den entsprechenden Wikipedia-Artikel <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Progress_(Studentenverbindung)" target="_blank">Progress (Studentenverbindung)</a>.</p><p>Weiter versucht der Autor, dem deutschen Verbindungswesen eine besondere Rolle zuzuschreiben, allerdings ist es fraglich, welche:</p><blockquote><p><em>Studentische Zusammenschlüsse und Vereinigungen gibt es weltweit, aber die beschriebenen Zustände sind ein Phänomen deutscher Herkunft.</em></p></blockquote><p>Dieser Satz hätte weltweite Allgemeingültigkeit, würde man &#8216;deutscher&#8217; als Variable setzen. Das amerikanische Verbindungswesen unterscheidet sich vollkommen von dem unseren, ebenso das in Frankreich, Holland, Italien,&#8230; Diese Feststellung ist zwar richtig, aber an dieser Stelle vollkommen sinnlos. Es wird hier eine Sonderrolle des deutschen Verbindungswesens suggeriert, die ihm im Grunde gar nicht zuteil wird. Was wollen uns die Schreiber also damit sagen?</p><h4>Die üblichen Vorurteile</h4><p>Natürlich werden auch <strong>Couleur</strong> und <strong>Uniformierung</strong> werden also Vorwurf deklariert:</p><blockquote><p><em>Die Couleur zeigt die Gruppenidentität nach außen, was bei jeder Jugendsubkultur kritisch betrachtet werden könnte, bei Verbindungen aber eine Identität fürs Leben ist, die zusätzlich oft noch durch Uniformierung verstärkt wird.</em></p></blockquote><p>Ich gehe einfach an dieser Stelle davon aus, dass ich unter den Autoren auch Sportliebhaber, gar Fußballfans finden. Natürlich ist das Couleur ein Zeichen der <strong>Gruppenidentität</strong>, aber kein Zeichen der wertenden Abgrenzung ggü. anderen Gruppen, so wie es versucht wird zu suggerieren. Das Couleur ist ein Zeichen der Identifikation mit dem Bund an sich und den Verbindungsbrüdern sowie der Besinnung auf gemeinsame Grundwerte.</p><p>Genau wie in jeglichem Teamsport auch, lebt auch eine Verbindung von dem Zusammenspiel der Einzelnen. Dass man dabei eine gemeinsame Maxime oder ein kollektives Ziel verfolgt, ist vollkommen natürlich. Ähnliche Konstellationen findet man auch in den Gruppen der studentischen Vertretungen, Parteien, Vereine etc. Jedes einzelne Mitglied wird sich wohl überlegt haben, warum er bei den <strong>Liberalen</strong>, dem <strong>RCDS</strong>, der <strong>Grünen Hochschulgruppe</strong> oder einer <strong>SDS</strong> oder beispielsweise beim örtlichen <strong>Antifa</strong>-Verband aktiv hat werden wollen.</p><p>Die mangelnde Sachkenntis der Studentischen Räte wird weiterhin unterstreichen durch die Aufnahme des Vorurteils hinsichtlich  des <strong>Umgangs mit den Damen</strong>:</p><blockquote><p><em>Auch ohne Degen und Ehrenstreit erreichten die Damenverbindungen bei weitem nicht eine mit den Korporationen der Männer vergleichbare Position unter den Studentinnen. [...] Dennoch haben gemischte Verbindungen und Damenverbindungen eine zahlenmäßig marginale Bedeutung im gesamten Korporationswesen.</em></p></blockquote><p>An dieser Stelle möchte ich auf meinen Artikel <a
title="AStA FernUni Hagen: Sprachrohr Ausgabe 02|2010 - Frauenfrage" href="http://www.burschireader.de/2010-07-20/asta-fernuni-hagen-sprachrohr-ausgabe-022010.html">AStA FernUni Hagen: Sprachrohr Ausgabe 02|2010 &#8211; Frauenfrage</a> verweisen. Gerade Damen haben sich binnen kürzester Zeit sehr stark organisiert! Innerhalb weniger Jahre zu Beginn des 20. Jahrunderts wurden mehrere <strong>Dachverbände</strong> gegründet. An vereinzelten Universitäten waren bis zu 80% der Studentinnen in Verbindungen organisiert. Natürlich waren sie seinerzeit im Studententum nicht wirklich akzeptiert und toleriert &#8211; das lag aber vor allem daran, dass sie rein gesellschaftlich nicht als vollwertig anerkannt wurden. Es war kein besonderes Frauenbild, das ausgerechnet aus dem Verbindungswesen heraus gepflegt wurde. Gerade aufgrund dieser gesellschaftlich auferlegten Schwächen hatten es Frauen daher auch nötiger, sich zu vereinen.</p><p>Selbstverständlich fehlt auch keine Anspielung auf den Vorwurf der <strong>Seilschaften</strong>. Ohne jegliche Begründung wird folgendes Argument in den Raum geworfen:</p><blockquote><p><em>Das dem Leistungsbewusstsein oft die Widersprüchlichkeit der Seilschaften mit &#8220;Vitamin B&#8221; entgegensteht, lässt dsa elitäre Selbstverständnis fast zum adligen Standesdünkel werden</em>.</p></blockquote><p><strong>Netzwerke</strong> pflegen Menschen schon immer: im Sportverein, an der Uni, im Freundeskreis usw. Das Verbindungswesen nimmt hier keine gesellschaftliche Sonderstellung ein, wie es oft vorgegauckelt wird. Im Gegenteil, wird heute das Netzwerken über alle politischen und sozialen Schichten hinweg auf Plattformen wie <strong>Xing</strong> oder <strong>Facebook</strong> gerade zu perfektioniert.</p><h4>Deutsche Burschenschaft</h4><p>Auch die <strong>Deutsche Burschenschaft</strong> bleibt nicht unerwähnt:</p><blockquote><p><em>Negativ zum Bild aller studentischen Verbindungen trägt auch das Auftreten der Deutschen Burschenschaft (DB) und deren Mitgliedern bei, die immer wieder mit nationalistischen, völkischen und rassistischen Äußerungen von sich reden machen.</em></p></blockquote><p>Problematisch ist hier eher, dass immer wieder die Äußerungen aufgegriffen werden, die bereits vor zig Jahren von einzelnen Korporierten einzelner Verbindungen gemacht wurden und immer wieder aufgewärmt werden. Selbst wenn eben diese Bünde und deren Mitglieder längst schon von allen Seiten rehabilitiert wurden, wird <strong>ein perfides Weltbild und rechtsextreme Tendenzen unterstellt</strong>.</p><p>In diesem Zusammenhang wird auch gerne der<strong> Artikel 9 der Verfassung der DB</strong> zitiert, wonach es heißt:</p><blockquote><p><em>Die Burschenschaft bekennt sich zum deutschen Vaterland als der geistig-kulturellen Heimat des deutschen Volkes. Unter dem Volk versteht sie die Gemeinschaft, die durch gleiches geschichtliches Schicksal, gleiche Kultur, verwandtes Brauchtum und gleiche Sprache verbunden ist. Pflicht der Burschenschaften ist das dauernde rechtsstaatliche Wirken für die freie Entfaltung deutschen Volkstums in enger Verbundenheit aller Teile des deutschen Volkes, unabhängig von staatlichen Grenzen in einem einigen Europa in der Gemeinschaft freier Völker.</em></p></blockquote><p>Von einem solch volks-bezogenenen Aussagen mag man halten, was man will. Eine jedwede Nähe zu rechtsextremistischen Gedanken birgt das aber noch lange nicht. Die heutigen Staatsgrenzen bilden nicht unbedingt die eines historisch gewachsenen Volkes. Landesgrenzen überdauern oftmals nur wenige Jahre &#8211; gerade die europäische Geschichte der letzen 250 Jahre macht dies nur allzu deutlich. Ein Land muss nicht zwangsweise durch ein einziges Volk repräsentiert werden. Der Franke ist von seiner Art und seinem Traditionen her nicht mit einem Friesen oder einem Rheinländer zu vergleichen. Dazwischen liegen Welten, dennoch teilen diese Völker auch gemeinsame Grundwerte und haben sich sicherlich auch darum zu einer Nation zusammengefunden.</p><p>Und so kehrt insbesondere der letzte Teilsatz eben jene rechtsextreme Falschinterpretation wieder um. Dort fordert die DB <strong>ein einiges Europa in der Gemeinschaft freier Völker</strong>. D.h. auch in einem vielleicht möglichen Nationalstaat Europa soll der Bulgare ein Bulgare, der Italiener ein Italiener und der Spanier ein Spanier bleiben dürfen &#8211; aber eben auch die Franken sollen weiter sie selbst bleiben dürfen, wie bspw. auch die Flämen. Die <strong>CSU</strong> sprach in früheren Wahlkämpfen oftmals vom <strong>Europa der Regionen</strong>. Die DB sucht also einen ähnlichen Ansatz.</p><p>Nichtsdestotrotz lässt es sich bei mehreren tausend Mitgliedern nicht verhindern, dass sich der eine oder andere Depp darin wiederfindet. Persönlich glaube ich allerdings an die Selbstreinigungskraft des Verbindungswesens, die zumindest in den harten Fällen bislang funktioniert hat.</p><h4>Zum Begriff der Burschis&#8221; und die Strukturen des Korporationswesen</h4><p>Es zeigt sich hier deutlich, dass man oftmals in eigener Verblendung nur das sieht, was man sehen will. Eine Diskussion mit Menschen, die nicht in der Lage sind, über ihren &#8211; in diesem Falle politisch &#8220;linken&#8221; &#8211; Tellerrand hinaus zu sehen, ist erfahrungsgemäß unglaublich schwer &#8211; selbst dann, eben wenn wie hier, das Falsche offenkundig vor einem liegt.</p><p>So bin ich auch leicht verwundert über das Folgende:</p><blockquote><p><em>&#8220;Burschis&#8221; wurden im allgemeinen Sprachgebrauch längst zum Überbegriff sämtlicher Verbindungsstudenten, was dazu führt, dass in der öffentlichen Meinung oft verschiedene Korporationen mit dem Weltbild der Burschenschafter in Verbindung gebracht werden.</em></p></blockquote><p>Diese Aussage birgt sogar seine Richtigkeit, jedoch sollte hier erwähnt sein, dass dieses falsche Verbindungsbild über Jahre hinweg von denjenigen aufgebaut wurde, die sich nicht die Mühe gemacht haben, ihre eigene Kritik ggü. dem Verbindungswesen wirklich zu hinterfragen oder sich mit der Thematik an sich adäquat auseinander zu setzen. Erst in den letzten Jahren ist aus den links-politischen Lagern eine Differenzierung des Farbenstudententums zu beobachten. Ob das Grund zur Hoffnung auf einen angemessenen, also normalen Umgang i.d.R. Linker ggü. Studentenverbindungen geben kann, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.</p><p>Daran habe ich allerdings meine Zweifel, wenn ich Aussagen wie diese lesen muss:</p><blockquote><p><em>Problematisch ist aber der Wesenskern studentischer Verbindungen die alten studentischen Traditionen des 18. und 19. Jahrhunderts bilden, alles andere könnte auch als bloßer Verein, Hochschulgruppe oder sonstige, an der Gegenwart orientierte Organisation gebildet werden. [...] Selbst unter geschichtswissenschaftlichen Aspekten erscheinen Korporationen so überflüssig wie Trachtenvereine.</em></p></blockquote><p>Wer solche Aussagen macht, hat kein Gefühl für Geschichte und Gesellschaft und zeigt offensichtlich kein Interesse am Einfluss verschiedene Volksgruppen an der Evolution ganzer Nationen hatte. ich frage mich ernsthaft, wie solch ein Mensch es sich anmaßen kann und sollte, Organisationen oder gar deren historischen Bedeutungen zu bewerten. Leider wird der tatsächlich Urheber des Texts in dem <strong>Burschi-Reader</strong> nicht genannt.</p><p><strong>Studentenverbindungen: Ein alter Hut? Ja, aber ich trage ihn wirklich gerne!</strong></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-12-10/ein-alter-hut-teil-1-ein-neuer-burschireader-der-sturas-dresden.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Wahlkampf der Grünen Hochschulgruppe Köln</title><link>http://www.burschireader.de/2010-12-06/wahlkampf-der-gruenen-hochschulgruppe-koeln.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wahlkampf-der-gruenen-hochschulgruppe-koeln</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-12-06/wahlkampf-der-gruenen-hochschulgruppe-koeln.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 06 Dec 2010 05:36:01 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaften]]></category> <category><![CDATA[GHG]]></category> <category><![CDATA[GRÜNE]]></category> <category><![CDATA[Hochschulwahlen]]></category> <category><![CDATA[Uni Köln]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=616</guid> <description><![CDATA[An der Kölner Universität stehen Hochschulwahlen an. Zwischen dem 13. und dem 17. Dezember wird dort das Studierendenparlament gewählt, welches dann widerum den AStA bestimmt. Die Grüne Hochschulgruppe (GHG) hat sich auch das Thema Burschenschaften auf die Fahnen geschrieben. Auch dort zeigt man sich paranoid verfolgt von menschenfeindlichen Burschenschaftern. Allerdings habe ich das Gefühl, dass <a
href='http://www.burschireader.de/2010-12-06/wahlkampf-der-gruenen-hochschulgruppe-koeln.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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id="more-616"></span></p><p>Auf der Wahlkampf-Sonderseite der GHG heißt es:</p><blockquote><p><em>„Keine Frauen, keine Homosexuellen, keine Ausländer, keine Kriegsdienstverweigerer.“ Für solche Grundsätze bietet die Uni Köln diversen Burschenschaften ein Forum, in dem sie ihre reaktionären Ansichten verbreiten können. Im Sommersemester 2010 forderten wir in einem offenen Brief an das Rektorat, die Streichung der Burschenschaften aus der Liste der vermeintlich neutralen Wohnheime.<br
/> (Quelle: <a
href="http://www.campusgruen.uni-koeln.de/wahlen-2010/">http://www.campusgruen.uni-koeln.de/wahlen-2010/</a>, Zugriff am 06.12.2010)</em></p></blockquote><p>Interessant dabei ist, dass ich auf der Webseite der <strong>Uni Köln</strong> keinerlei Linklisten zu &#8216;neutralen Wohnheimen&#8217; finden konnte. Entweder haben die Damen und Herren der <strong>GHG</strong> einen Teilerfolg erzielt, oder aber sie beziehen sich auf die Liste der &#8216;privaten Wohnheime&#8217;, die auf der Webseiten der Universität aufgeführt wird. In der Einleitung zu dieser Liste schreibt die <strong>Uni Köln</strong>:</p><blockquote><p><em>Dies ist eine Liste mit privaten Studentenwohnheimen in Köln, die nicht der Universität oder dem Kölner Studentenwerk angehören.<br
/> (Quelle <a
href="http://www.portal.uni-koeln.de/wohnheime.html">http://www.portal.uni-koeln.de/wohnheime.html</a>; Zugriff am 06.12.2010)</em></p></blockquote><p>Die <strong>GHG</strong> versucht hier also einerseits <strong>Burschenschaften</strong> in ein <strong>rechtsextremes Licht</strong> zu rücken und unterstellt der Universität zeitgleich, eben dafür Partei zu nehmen. Ob sich das die Universität in dieser Art gefallen lassen sollte, steht auf einem anderen Blatt Papier.</p><p>Bei der <strong>GHG</strong> heißt es allerdings in genau diesem Zusammenhang weiter:</p><blockquote><p><em>Das Bedürfnis der Gesellschaft, jede_n in ihre normierten Schubladen zu pressen, schränkt viele Menschen in ihrer Entfaltung ein und führt zu deren Diskriminierung hinsichtlich ihres kulturellen Hintergrunds, der sexuellen Identität, ihrer Behinderung oder ihres Glaubens.<br
/> Wir wenden uns gegen Menschenfeindlichkeit jeder Art: Homo- und Transphobie, Sexismus, Antisemitismus und Rassismus erteilen wir eine klare Absage.</em></p></blockquote><p>Hier widerspricht sich allerdings die <strong>GHG</strong> selbst: Indem sie es dem Individuum eben nicht gestattet, sich derart zu verwirklichen, wie es denn seinen Bedürfnissen entspricht, macht sie sich genau dessen schuldig, was sie so vehemment ablehnt. Die Korporierten, die ich in der Tat in einer nicht geringen Zahl kenne, sehen in Ihrem Bund tatsächlich auch eine Möglichkeit zur Selbstverwirklichung.</p><p>Inwiefern das alles allerdings ausgerechnet in dem Kontext der <strong>Burschenschaften</strong> steht, ist äußerst fraglich. Homo- und Transphobie, Sexismus, Antisemitismus und Rassismus sind keine Problemstellungen, die in Burschenschaften oder im restlichen Verbindungswesen verankert, sondern in unserer Gesellschaft allgemein. Es lässt sich bei über 10.000 Burschenschaftern und über 130.000 Korporierten nicht vermeiden, dass sich darunter auch solche Menschen finden, die bspw. ein Problem mit Homosexuellen haben &#8211; solche gibt es in allen Gesellschaftsschichten und aus allen politischen Richtungen. Hier die Burschenschaft als Sündenbock hinzustellen und über eine gesellschaftliche Problematik hinwegzusehen, erinnert mich eher an <strong>Propaganda unterster Schublade</strong> als an wirkliches politisches Feingefühl. Es gibt schließlich auch unter den <strong>Grünen</strong> solche, die gerne einmal bei Demonstrationen Steine auf Menschen werfen &#8211; deshalb aber das gesamte Grüne Partei-Konstrukt als linksradikal einzustufen, wäre ebenso sachlich falsch. Auf diese Weise will man nichts weiter als Stimmen gewinnen.</p><p>Man könnte dies alles als einen rhetorischen und inhaltlichen-strukturellen Fehlgriff abtun, käme dann im weiteren Verlauf eben zu jenem Thema nicht noch das:</p><blockquote><p><em>Wir unterstützen die emanzipatorischen autonomen Referate sowie den Antifa-AK</em> [...]</p></blockquote><p>Die Verblendung der <strong>Kölner GHG</strong> ist damit im Grunde offenkundig. Die Verwunderung, über die Widersprüchlichkeit löst sich damit auf. Hätte man zumindest ein wenig Sachkenntnis, würde man auch hier nicht Burschenschaften mit Studentenverbindungen gleichsetzen.</p><p><strong>Wer radikale Kräfte jeglicher Couleur unterstützt, darf meines Erachtens kein Vertreter unserer gesellschaftlichen Elite sein. Ich bitte daher die Kölner Studenten zur Wahl zu gehen, ihr Kreuz irgendwo, aber bitte  nicht bei der Grünen Hochschulgruppe zu machen!</strong></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-12-06/wahlkampf-der-gruenen-hochschulgruppe-koeln.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Ein Beispiel mangelnder Fachkenntnis von Verbindungsgegnern: die antifa-762</title><link>http://www.burschireader.de/2010-12-02/ein-beispiel-mangelnder-fachkenntnis-von-verbindungsgegnern-die-antifa-762.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ein-beispiel-mangelnder-fachkenntnis-von-verbindungsgegnern-die-antifa-762</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-12-02/ein-beispiel-mangelnder-fachkenntnis-von-verbindungsgegnern-die-antifa-762.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 02 Dec 2010 08:14:21 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[akademikertag-frankfurt]]></category> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[Hannover]]></category> <category><![CDATA[Studentenverbindungen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=601</guid> <description><![CDATA[Sich immer wieder selbst einmal infrage zu stellen, sollte Teil unsere Lebens sein. Nur so können wir uns fortentwickeln. Allerdings gibt es durchaus Gruppierungen, die scheinbar irgendwann einmal bei dieser Art der Selbst-Evaluierung stehen geblieben sind. Beim Internet-Surfen bin ich eben auf die Seite der 762-antifa gestoßen. Eine ihrer großen programmatischen Aufgaben sind nach Selbstaussagen <a
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class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Sich immer wieder selbst einmal infrage zu stellen, sollte Teil unsere Lebens sein. Nur so können wir uns fortentwickeln. Allerdings gibt es durchaus Gruppierungen, die scheinbar irgendwann einmal bei dieser Art der Selbst-Evaluierung stehen geblieben sind. Beim Internet-Surfen bin ich eben auf die Seite der <strong>762-antifa</strong> gestoßen. Eine ihrer großen programmatischen Aufgaben sind nach Selbstaussagen auf deren Webseite  <strong>Studentenverbindungen</strong>. Die spärlichen Angaben zu eben jenem Programm und sich selbst zeigen allerdings auf, dass die Aktivisten dieser Gruppierung selbst nicht ganz genau wissen, wogegen sie ankämpfen wollen.<span
id="more-601"></span></p><p>In der Selbstbeschreibung heißt es:</p><blockquote><p><em><strong>hochschulen</strong> gelten als orte der aufklärung und des gesellschaftlichen fortschritts, an denen „reine“ (im sinn von ideologiefreie) wissenschaft betrieben werde und die kritische geister hervorbrächten, die den gesellschaftlichen fortschritt beflügelten. tatsächlich sind universitäten aber ebenso teil unserer gesellschaft und funktionieren daher nach den gleichen (rassistischen, kapitalistischen, sexistischen, …) spielregeln und mechanismen wie der rest der gesellschaft. im unterschied zum rest treten rechte positionen im hochschulraum jedoch in intellektualisierter form in erscheinung und geht inhaltlich oft fließend zum konservatismus über.</em></p><p><em>in dieser grauzone zwischen offen rechtem gedankengut und konservatismus sind an universitäten insbesondere <strong>studentenverbindungen</strong> tätig. deren aktivitäten stellen ein beständiges und höchst bedenkliches ärgernis dar. charakteristika von verbindungen sind ihre homophobe, frauenfeindliche und heteronormative ausrichtung, ihre funktion als (männliche) elitereproduktionsstätten, ihr konservatismus und nationalismus.</em></p><p><em>(Quelle: </em><em></em><em> http_://www_762-antifa.org/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=15&amp;amp;Itemid=2 &#8211; Zugriff am 02.12.2010 &#8211; Der Link ist zwischenzeitlich inaktiv, 28.11.2011)</em></p></blockquote><p>Einmal abgesehen vom unglaublich schlechten Sprachstil, sind es hier die üblichen <strong>Pauschalurteile</strong> gegen das Verbindungswesen, die hier recht plump aufgezählt werden. Keine Quellen, keine Begründungen, keine Tatbestände. Alleine schon dies paar Zeilen zeugen von der <strong>sachlichen Unkenntnis der Verfasser</strong>.</p><p>Auf der Webseite heißt es in einem Kapitel über <strong>Verbindungen</strong> an sich weiter:</p><blockquote><p><em>Burschenschaften, Corps, Turnerschaften und wie Studentenverbindungen sich sonst noch nennen, eint die selbe Struktur. Dieses Verbindungsprinzip zeichnet sich durch strenge Hierarchien, abgestufte, lebenslange Mitgliedschaft und unhinterfragte Rituale aus. Dabei sehen sie sich als Elitenetzwerke, die es den so erzogenen jungen Männern durch die Beziehungen der alten Herren ermöglichen in hohe gesellschaftliche Positionen zu gelangen. Frauen sind von diesen Männerbünden in der Regel ausgeschlossen und haben sich einem reaktionäres Bild von Weiblichkeit unterzuordnen. Politisch sind sie zumindest konservativ und zum teil auch offen nationalistisch, in Einzelfällen pflegen sie Kontakte in die Naziszene. Als auffälligste Vertreter einer gesellschaftlichen Grauzone sind sie eins unserer Schwerpunktthemen.</em></p><p><em>(Quelle: </em><em>http_://www_762-antifa.org/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=15&amp;Itemid=2</em><em> - Zugriff am 02.12.2010 &#8211; Link ist zwischenzeitlich inaktiv, 28.11.2011)</em></p></blockquote><p>Es ist die bloße Fortsetzung und Wiederholung der in der Eigendarstellung aufgezählten unbelegten und unbegründeten Vorurteile. Diese Zeilen sind alles, was die Antifagruppe &#8211; deren selbsterkorenes <strong>Schwerpunktthema Studentenverbinungen</strong> sein sollen &#8211; über das Verbindungswesen schreibt. Etwas Fachlektüre täte den Damen und Herren vielleicht ganz gut &#8211; vielleicht sogar einmal ein informativer Besuch auf einem Verbindungshaus.</p><p>Immerhin aber hat sich die Gruppe schon einmal an <strong>Verbindungshäuser</strong> herangewagt. Am 23. November 2010 veranstaltete die Gruppe einen Spaziergang zu verschiedenen Verbindungshäusern Hannovers.</p><blockquote><p><em>An diesem Abend wollen wir euch die Häuser einiger hannoveraner Studentenverbindungen</em> <em>vom Nahen zeigen, über deren Aktivitäten informieren und zentrale Aspekte des Verbindungswesens in den Blick nehmen.</em></p><p><em>(Quelle: </em><em></em><em> http_://www_antifa-hannover.de/2010/231110/ &#8211; Zugriff am 02.12.2010 &#8211; Link ist zwischenzeitlich inaktiv, 28.11.2011)</em></p></blockquote><p>Jetzt frage ich mich allerdings Folgendes:</p><ol><li>Wenn man sich schon die Mühe macht, Verbindungshäuser im Rahmen einer angekündigten Veranstaltung anzusteuern, warum macht man sich nicht die Mühe, Sachgespräche mit der Gegenpartei zu organisieren?</li><li>Warum wird die Veranstaltung nicht auf der eigenen Seite propagiert, sondern auf der eines scheinbar anderen befreundeten <strong>Antifa</strong>-Verbands in <strong>Hannover</strong>?</li><li>Warum gibt es keine Nachbericht? Kein Resümee o.ä.? Offenbar war die Veranstaltung nicht besonders hilfreich bzw. gut besucht.</li></ol><p>Zugegeben, die Seite der <strong>762-antifa</strong> ist nichts Besonderes im Wesen der Verbindungsgegner. Aber sie ist ein gutes Beispiel für die mangelnde professionelle Auseinandersetzung dieser Menschen mit der Thematik. Die Auffassungen beruhen alleine auf derselben Links-Propaganda, die seit Jahrzehnten in diesem Kreisen unverändert kursiert, aber seltsamer Weise nie neu hinterfragt wurden. Im Gegensatz dazu kann das <strong>Verbindungswesen</strong> immerhin auf die Fahnen schreiben, sich in den vergangenen Jahre weiter entwickelt zu haben.</p><p>Die einzelnen Vorurteile in immer neuen Texten zu entkräften macht wenig Sinn. Hier aber eine Auswahl an vergangenen Artikeln dieses Blogs zu den gängigsten Pauschalverurteilungen:</p><ul><li><a
title="Der ‘Spiegel’ über den Zuwachs an Damenbünden" href="http://www.burschireader.de/2010-10-19/der-spiegel-ueber-den-zuwachs-damenbuenden.html">Der ‘Spiegel’ über den Zuwachs an Damenbünden</a></li><li><a
title="Die Rechtslastigkeit von Studentenverbindungen" href="http://www.burschireader.de/2010-10-14/die-rechtslastigkeit-von-studentenverbindungen.html">Die Rechtslastigkeit von Studentenverbindungen</a></li><li><a
title="Ehre, Freiheit und Vaterland – Das revolutionäre Motto in die Gegenwart transferiert" href="http://www.burschireader.de/2010-08-24/ehre-freiheit-und-vaterland-das-revolutionare-motto-die-gegenwart-transferiert.html">Ehre, Freiheit und Vaterland – Das revolutionäre Motto in die Gegenwart transferiert</a></li><li><a
title="Diskussionsfeigheit und Zensur" href="http://www.burschireader.de/2010-08-05/diskussionsfeigheit-und-zensur.html">Diskussionsfeigheit und Zensur</a></li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-12-02/ein-beispiel-mangelnder-fachkenntnis-von-verbindungsgegnern-die-antifa-762.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Das Studierendenparlament der TU Darmstadt und seine Resolution zur Auflösung des Verbindungswesens</title><link>http://www.burschireader.de/2010-11-22/das-studierendenparlament-der-tu-darmstadt-und-seine-resolution-zur-aufloesung-des-verbindungswesens.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-studierendenparlament-der-tu-darmstadt-und-seine-resolution-zur-aufloesung-des-verbindungswesens</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-11-22/das-studierendenparlament-der-tu-darmstadt-und-seine-resolution-zur-aufloesung-des-verbindungswesens.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 22 Nov 2010 05:54:55 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA / Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[burschi-reader]]></category> <category><![CDATA[Burschireader]]></category> <category><![CDATA[Definition Studentenverbindung]]></category> <category><![CDATA[Frauen]]></category> <category><![CDATA[Fux]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Resolution]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretung]]></category> <category><![CDATA[TU Darmstadt]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=548</guid> <description><![CDATA[Der Akademikertag 2010 im Rhein-Main-Gebiet ist zwar schon seit über einem Monat vorüber, doch zieht er immernoch Kreise. So nahm sich vergangene Woche das Studierendenparlament der TU Darmstadt dieser Veranstaltung an und hat eine Resolution zur Auflösung des Verbindungswesens verabschiedet. Bereits die Einleitung spricht Bände. Dort heißt es: &#8220;Auf der letzten Sitzung des Studierendenparlaments am <a
href='http://www.burschireader.de/2010-11-22/das-studierendenparlament-der-tu-darmstadt-und-seine-resolution-zur-aufloesung-des-verbindungswesens.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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href="http://www.asta.tu-darmstadt.de/cms/de/news/singlenews/ansicht/studierendenparlament-spricht-sich-gegen-den-am-5-7-okt-in-darmstadt-stattgefundenen-akademikertag/corts/" target="_blank"><strong>Resolution zur Auflösung des Verbindungswesens</strong></a> verabschiedet.<span
id="more-548"></span></p><p>Bereits die Einleitung spricht Bände. Dort heißt es:</p><blockquote><p><em>&#8220;Auf der letzten Sitzung des Studierendenparlaments am 11.Nov haben sich die gewählten Vertreterinnen und Vertreter gegen den Akademikertag ausgesprochen [...]&#8220;</em></p></blockquote><p>Zur Erinnerung sei erwähnt, dass der <strong>Akademikertag</strong> bereits Anfang Oktober stattgefunden hat. Der Sinn, sich jetzt gegen diese Veranstaltung auszusprechen kann sich mir nicht wirklich erschließen zumal dazu auch jegliche Begründung im Folgetext fehlt. Ist ein Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, bringt es auch nichts, sein Bedauern darüber zu äußern. Vielmehr muss es umgehend darum gehen, das Kind wieder heil aus dem Brunnen zu bergen. Stattdessen hat das Studierendenparlament die Selbstauflösung des Verbindungswesens angeregt &#8211; begründet mit den fadenscheinigen Argumenten, die man jahrein, jahraus lesen muss.</p><blockquote><p><em>&#8220;Das deutsche Korporiertenwesen ist gekennzeichnet durch ein völlig unzeitgemäßes, elitäres Selbstverständnis, welches etwa im Lebensbundprinzip seinen Ausdruck findet.&#8221;</em></p></blockquote><p>Für die Autoren dieser Resolution wäre folglich auch die Ehe ein Relikt alter Zeiten. Man sollte es besser dem einzelnen überlassen, wie man zu Lebensbünde im Allgemeinen steht.</p><blockquote><p><em>&#8220;Sie nehmen aufgrund von Herkunft oder politischer Gesinnung für sich ein „Wir sind besser als andere“ in Anspruch und leiten daraus einen Führungsanspruch unter ihresgleichen in Politik und Wirtschaft ab.&#8221;</em></p></blockquote><p>Eben jene Argumente habe ich auch schon in Schriften gelesen, die mehrere Jahrzehnte alt sind. Im Gegensatz zu solchen Argumentationsketten entwickelt sich das Verbindungswesen weiter.</p><blockquote><p><em>&#8220;Gefestigt wird das System durch teilweise erniedrigende Aufnahmerituale, von Befehl und Gehorsam geprägte interne Verhaltensregeln (Comment) und Karrierenetzwerke, über die alte Herren ihre jungen Bundesbrüder an die richtigen Stellen hieven.&#8221;</em></p></blockquote><p>Wenn man Alte Herren fragt, welches ihre beste Zeit in der Verbindung war, dann wird man meist &#8216;die <strong>Fuxenzeit</strong>&#8216; als Antwort erhalten. Von den Neumitgliedern wird oftmals sogar erwartet, dass sie kräftig auf die Pauke hauen. Sicherlich &#8211; und so ist es in jedem anderen Verein auch &#8211; gibt es Moderatoren, die eine gewisse Ordnung erhalten müssen. Mit Befehl und Gehorsam hat das wenig zu tun, schließlich ist man nicht beim Militär. Dass manche  überlieferte Rituale dem einen oder andere befremdlich erscheinen, das lässt sich nicht verhinden. Als erniedrigend empfindet gepflegte Riten aber in aller Regel niemand. Wäre es derart erniedrigend und menschenverachtend, würden die meisten Fuxen binnen kürzester Zeit ihre Farben wieder niederlegen. Dies geschieht tatsächlich eher selten.</p><p>Karrierenetzwerke &#8211; und ich glaube, dass ich mich auch hierzu bereits des Öfteren wiederholt habe &#8211; werden im Verbindungswesen auch nicht stärker gelebt, als im &#8216;Privatleben&#8217;. Jeder befragt einen Freund, wenn er sich aufgrund solch einer Beziehung einen Vorteil verschaffen kann. Das ist nichts, was man dem Farbenstudententum explizit vorwerfen muss, sondern was tagtäglich und überall gelebt wird &#8211; sicherlich auch innerhalb der Mitglieder des Studierendenparalments der TU Darmstadt.</p><blockquote><p><em>&#8220;Nicht zu vernachlässigen ist dabei ein oft aus dem Elternhaus mitgebrachter und im Verbindungswesen ausgebauter und gefestigter Habitus, der ein gegenseitiges (an)erkennen unter Korporierten und unterscheiden von Nicht-Korporierten unterstützt. Das Verbindungswesen ist ein wesentliches Standbein im Beharrungsvermögen gesellschaftlicher Eliten.&#8221;</em></p></blockquote><p>Dies unterstellt, dass das Verbindungsband quasi in den Familien weitergereicht wird. Das ist völliger Humbug. Die Wahrscheinlichkeit liegt zwar verhältnismäßig höher, dass ein Farbenbruder bereits ein korporiertes Familienmitglied hat. Eine Regel lässt sich daraus aber nun wirklich nicht ableiten. Ich selbst war bspw. der erste meiner Familie, der sich einer Studentenverbindung angeschlossen hat.</p><blockquote><p><em>&#8220;Leider sind die Werte der Aufklärung am deutschen Verbindungswesen vorbeigegangen. Man messe nur seine Funktionsweise an Kants kategorischem Imperativ („Handle so, dass die Maxime deines Handelns jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“).&#8221;</em></p></blockquote><p>Nichts mehr, als eine plumpe Parole, die ohne jegliche Begründung oder Quelle in den Raum geworfen wurde &#8211; so wie im Grunde der gesamte bisherige Pseudo-Argumentationsverlauf.</p><blockquote><p><em>&#8220;[...] Rollenverständnis der Geschlechter und der Ausgrenzung von Fremden [...]&#8220;</em></p></blockquote><p>Das ist das Standard-Argument, welches man als Farbenstudent immer wieder erleiden muss. Weder wird im Verbindungswesen die Frau besonders herabgesetzt, noch Fremde &#8211; respektive Ausländer &#8211; als Regel ausgegrenzt.  Es gibt wahrlich genug reine Frauenvereine, so dass sich ein rein männlicher Bund hierbei kaum rechtfertigen muss. Ausländer werden in den wenigsten Verbindungen nicht aufgenommen. Auch hieraus eine Gesetzmäßigkeit abzuleiten fehlt jegliche Grundlage.</p><blockquote><p><em>&#8220;Das Studierendenparlament kritisiert zudem die mangelnde Abgrenzung des Verbindungswesens gegen rechtsextreme Tendenzen in Verbindungen der Deutschen Burschenschaft aufs Schärfste.&#8221;</em></p></blockquote><p>Ich wüsste auch nicht, warum ausgerechnet das <strong>Verbindungswesen</strong> solch eine Abgrenzung im Besonderen vornehmen sollte. Wie jeder andere Verein auch, waren <strong>Studentenverbindungen im Nationalsozialismus gänzlich verboten</strong>. Das Verbindungswesen erhielt keine Vergünstigungen ggü. anderen Organisationen &#8211; auch wenn dies gerne versucht wird darzustellen. Im Gegenteil dürfte den Nationalsozialisten ziemlich klar gewesen sein, dass insbesondere in studentenischen Vereinigungen eine Menge Zündstoff steckt. Immer wieder waren es in der Geschichte schließlich Studenten, die für Revolutionen und Umwälzungen gesorgt haben.</p><p>Ich kenne keinen Bund, der sich nicht zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres Landes bekennt - das alleine schon ist <strong>nicht mit mit nationalsozialistischen Einstellungen vereinbar</strong>.</p><blockquote><p><em>&#8220;In der Konsequenz empfiehlt das Studierendenparlament der TU Darmstadt dem CDA, wie auch all seinen Mitgliedsverbänden und den ihnen angehörigen Verbindungen ihre sofortige Auflösung.&#8221;</em></p></blockquote><p>Ich habe selten solch eine lächerliche Forderung gelesen. Insbesondere da in keinem Wort erwähnt wird, was der <strong>CDA</strong> eigentlich ist, welche Ziele er verfolgt und was er in der Vergangenheit getan hat bzw. heute tut. Solche Erwähnungen wären auch nicht ratsam und wurden wahrscheinlich absichtlich nicht gemacht, würde diese die Forderung nach einer Auflösung schlichtweg nicht mehr begründen.</p><blockquote><p><em>&#8220;Speziell die Darmstädter Verbindungen leiden zudem an mangelndem Geschichtsbewusstsein, wie zuletzt die Diskussion über das Korporiertenwesen am 27.10. im Schlosskeller gezeigt hat. Verbindungen definieren sich ja gerade über ein historisch gewachsenes Selbstverständnis. Die Unkenntnis unter aktuellen Mitgliedern über die (leider oft unrühmliche) Rolle der eigenen Verbindung in der deutschen Geschichte und die mangelnde Bereitschaft sich damit auseinander zu setzen ist erschreckend und bezeugt den Widerspruch zwischen Selbstanspruch (Elite, Führung, Wertegemeinschaft) und Wirklichkeit.&#8221;</em></p></blockquote><p>Zugegeben kenne ich das <strong>Darmstädter Verbindungswesen</strong> nicht sonderlich gut, jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass es sich so sehr von dem der restlichen Republik großartig unterscheiden sollte. Die genannte Diskussion wurde mir ggü. von einem Teilnehmer wie folgt resümiert: <em>&#8220;Der zitierte Vortrag vor ein paar wochen war übrigens so oberflächlich wie man es von dem Herren kennt&#8221;.</em>  Sicherlich kann nicht bestritten werden, dass sich auch <strong>Korporierte in Leitungsfunktionen des Dritten Reichs</strong> verirrt haben. Wenn sich über 100.000 Menschen derart wie in Studentenverbindungen organisieren, fallen hin und wieder einzelne durch. Die Aktivitäten einzelner Korporierter sprechen allerdings nicht für das Verbindungswesen als Ganzes.</p><p>Auch waren es nicht <strong>Studentenverbindungen</strong> als solche, die sich herausragend für den Nationalsozialismus eingesetzt hätten. Er war ein gesamtgesellschaftliches Problem, für das man nicht einzelne Organisationen oder Personen als <strong>Sündenbock</strong> verantwortlich machen kann. Unsere Staatsgeschichte müssen wir so auch als Kollektiv verarbeiten.</p><p>In diesem Zusammenhang ist die folgende formulierte Forderung ebenso peinlich wie dumm:</p><blockquote><p><em>&#8220;Das Studierendenparlament der TU Darmstadt fordert daher alle Darmstädter Verbindungen auf, ihre Vergangenheit (vor ihrer Selbstauflösung) kritisch aufzuarbeiten.&#8221;</em></p></blockquote><p>Alleine schon, dass es ziemlich dämlich wäre, etwas gemeinsam aufzuarbeiten, um dann eben diese Gemeinschaft aufzulösen. Welchen Mehrwert soll denn eine Organisation oder ein Land davon haben? Eine Aufarbeitung, insbesondere mit solch einer sensiblen Thematik, macht doch nur dann Sinn, wenn man deren Ergebnisse dann auch weitergeben kann. Gerade in einer <strong>Studentenverbindung</strong> hat man die Chance, solche Ergebnisse für viele weitere Generationen zu dokumentieren.</p><p>Davon einmal abgesehen unterstellt hier das <strong>Darmstädter Studierendenparlament</strong> eine <strong>kollektive Mitschuld</strong> jedes einzelnen Farbenbruders &#8211; so jung er auch sein mag &#8211; an den Vorgängen im <strong>Dritten Reich</strong>. Ich selbst bin Jahrgang 1977, mit allem Verlaub unterstelle ich mir selbst keinen Schuld an den Entwicklungen hin zum <strong>Zweiten Weltkrieg</strong>. Nichtsdestotrotz sollte unsere Geschichte eine Lehre für uns selbst und andere Staaten sein.</p><blockquote><p><em>&#8220;Wer es mit dem FDP-Begriff von Freiheit ernst meint (und diesen verstanden hat), würde heutzutage nie so plump die Nähe von Studentenverbindungen suchen, da er deren Verständnis von Eliten und Elitenbildung ablehnen müsste. Das lässt Rückschlüsse auf den Intellekt und die Beweggründe dieses Politikers zu.&#8221;</em></p></blockquote><p>Wer den Begriff der <strong>Freiheit</strong> verstanden hat, so wie wir ihn dankbarer Weise in diesem Land leben dürfen und wie er auch von <strong>Farbenstudententum</strong> gebürndet wird, würde solche maßlosen und dummen Behauptungen nicht in den Raum werfen! Schlimm genug, dass sie offensichtlich auch noch von einem Kollektiv mehrheitlich verabschiedet wurden.</p><blockquote><p><em>&#8220;Es ist zu vermuten, dass Leif Blum seiner Partei auch nur aus Karrieregründen und zum eigenen Vorteil angehört.&#8221;</em></p></blockquote><p>Ob man das nun gut finden will oder nicht, aber einen Parteizugehörigkeit ist in unserem Land unglaublich hilfreich für eine politische Karriere. Auch wurden u.a. dazu seinerzeit politische Parteien gegründet.</p><blockquote><p><em>&#8220;Das Studierendenparlament der TU Darmstadt verurteilt die Anwesenheit von Leif Blum auf dem Rhein-Main-Kommers und legt ihm Nahe, sich einmal mit der Wertebasis seiner Partei auseinanderzusetzen und von all seinen politischen Ämtern zurückzutreten&#8221;</em></p></blockquote><p>Diese lächerliche Forderung musste an dieser Stelle natürlich kommen, um im Muster der Resolution zu bleiben.</p><blockquote><p><em>&#8220;Als zuständiger Dezernent trägt Dierk Molter (FDP) die Verantwortung für die politischen und finanziellen Folgen der Veranstaltung.&#8221;</em></p></blockquote><p>Hier unterstützt das <strong>Studierendenparlament der TU Darmstadt</strong> ziemlich direkt die Übergriffe von Autonomen, die an der <strong>Orangiere Darmstadt</strong> einen Schaden in Höhe von 50.000,- EUR hinterlassen haben. Sachbeschädigungen, Drohungen und Körperverletzungen (die u.U. billigend in Kauf genommen werden), können nicht Maßgabe eines Staates sein, der sich auch nur im mindesten demokratisch nennt. Daher sind der Demonstrations- und Protestfreiheit auch dahingehend gesetzliche Grenzen gesetzt.</p><p>Die politische Verantwortung für das förmliche Desaster anlässlich des 2010er <strong>Akademikertages</strong> sind von all jenen zu tragen, die <strong>ohne jegliche Grundlage das Verbindungswesen und Gastwirte diffarmieren</strong>. Die finanzielle Verantwortung haben jene zu verantworten, die sich nicht an die demokratischen Regeln unseres Landes gehalten und komplett überzogen einen vollkommen unbegründeten Protestzug begangen haben, der in einem hohen Sachschaden geendet hat.</p><p><strong>Fazit</strong></p><p>Das <strong>Studierendenparlament der TU Darmstadt</strong> ist mit seiner Resolution auf ein galoppierendes Pferd aufgesprungen um sich selbst mit unbegründeten und abgedroschenen Parolen versucht, in Szene zu setzen. Diese verabschiedete und zitierte Resolution ist ein Zeichen des Unverständnisses und des mangelnden Willen der Autoren, sich einer Sache aus verschiedenen Blickwinkeln auseinander zu setzen.</p><p>Vielleicht sind sie aber auch nur auf die scheinbar ebenso abgedroschenen Argumente hereingefallen, die ihnen in einer eigens beworbenen Veranstaltung vor wenigen Wochen präsentiert wurden. Auch bei diesem <a
href="http://www.burschireader.de/2010-10-22/das-antifa-referat-des-astas-der-tu-darmstadt-gibt-sich-die-ehre.html" target="_blank">Informations- und Diskussionsabend Ende Oktober</a> war die &#8216;andere Seite&#8217; ja unerwünscht. Von einer wirklich objektiven Information kann so nicht mehr die Rede sein.</p><p>P.S: In einem Punkt muss ich dem Studierendenparlament allerdings recht geben. In Hinblick auf die mögliche nationalsozialistische Vergangenheit einer Verbindung wurde ein Farbenstudent mit folgenden Worten zitiert: &#8220;Wir müssen studieren, wie sollen wir uns da mit der eigenen Vergangenheit beschäftigen? Dafür ist keine Zeit.&#8221; Dieser Farbenbruder &#8211; sollte das wirklich so und in einem solchen Zusammenhang gefallen sein &#8211; hat das mit dem Verbindungswesen auch noch nicht richtig verstanden. Das ist einer der Einzelfälle, die nicht auf das gesamte Farbenstudententum übertragen werden kann. Daher ändert dies auch nichts an der Leere und Sinnlosigkeit der restlichen Resolution.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-11-22/das-studierendenparlament-der-tu-darmstadt-und-seine-resolution-zur-aufloesung-des-verbindungswesens.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>2 Wochen danach: das Aktionswochenende gegen Studentenverbindungen in Erlangen</title><link>http://www.burschireader.de/2010-11-15/2-wochen-danach-das-aktionswochenende-gegen-studentenverbindungen-erlangen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=2-wochen-danach-das-aktionswochenende-gegen-studentenverbindungen-erlangen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-11-15/2-wochen-danach-das-aktionswochenende-gegen-studentenverbindungen-erlangen.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 15 Nov 2010 07:33:38 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Erlangen]]></category> <category><![CDATA[Nürnberg]]></category> <category><![CDATA[Radio Z]]></category> <category><![CDATA[Studentenverbindungen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=516</guid> <description><![CDATA[Schon vor Monaten wurde zur Teilnahme an einem Themen- und Aktionswochenende gegen studentischen Verbindungen in Erlangen aufgerufen.  Dieses fand vom 29.10. bis zum 31.10.2010 statt. Ich war wirklich gespannt auf die Folgen und hatte eigentlich schon das Schlimmste befürchtet, wurde dann aber dahingehend belehrt, dass Erwartungen &#8211; Gott sei Dank! &#8211; oftmals weit hinter den <a
href='http://www.burschireader.de/2010-11-15/2-wochen-danach-das-aktionswochenende-gegen-studentenverbindungen-erlangen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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href="http://xv.blogsport.de/2010/07/08/themen-und-aktionswochenende-gegen-studentische-verbindungen/">Themen- und Aktionswochenende gegen studentischen Verbindungen</a> in <strong>Erlangen</strong> aufgerufen.  Dieses fand vom 29.10. bis zum 31.10.2010 statt. Ich war wirklich gespannt auf die Folgen und hatte eigentlich schon das Schlimmste befürchtet, wurde dann aber dahingehend belehrt, dass Erwartungen &#8211; Gott sei Dank! &#8211; oftmals weit hinter den Realitäten zurück liegen können.<span
id="more-516"></span></p><p>Ich habe während des Wochenendes die regionale Presse aufmerksam verfolgt und fand Folgendes: Nichts. Das Interesse seriöser Medien für dieses Wochenende war offensichtlich so gering, wie es nur sein kann. Immerhin berichtete eine Woche zuvor der Nürnberger Radiosender <a
href="http://radio-z.net/de/politik-beitraege/themen/67149-studentische-verbindungen-ins-stadtbild-integriert.html" target="_blank"><strong>Radio Z</strong></a> über das geplante Wochenende. <strong>Radio Z</strong> ist ein freier regionaler und nicht-kommerzieller Radiosender aus <strong>Nürnberg</strong>, der in der Vergangenheit des Öfteren durch seine Nähe zur politischen Linken aufgefallen ist.</p><p>Im Nachklang konnte ich über Farbenbrüder erfahren, dass sich ganze 80 Personen zu einer Anfangskundgebung bzw. Demonstration eingefunden haben. Dafür, dass man Monate der Vorbereitung in dieses Wochenende gesteckt hat und diese Veranstaltung über die bekannten linken Szeneforen beworben wurde, ist diese Auslese nahe der Lächerlichtkeit. Als Veranstalter würde ich mich im Nachhinein grün und blau ärgern. Aber immerhin hat man versucht, es in einem <a
href="http://xv.blogsport.de/2010/11/04/resuemee/" target="_blank">Resümee</a> schön zu reden. Recht viel mehr als das konnte ich aber in öffentlichen Foren bzw. Artikeln wirklich nicht finden. Immerhin hat sich aber die Aufmachung der Webseite der <strong>xV-Initiative</strong> optisch verändert, glaube ich.</p><p>Vielleicht kann man aber guter Hoffnung sein, dass manch ein Linker verstanden hat, dass <strong>Studentenverbindungen</strong> ein falsches Feindbild darstellen. Auf jeden Fall aber scheint das Thema <strong>Studentenverbindungen</strong> in der Szene an Interesse zu verlieren. Zumindest würde die mangelnde Teilnahme auch an den <a
title="Resümee zu den Akademikertagen 2010 in Frankfurt und Darmstadt" href="http://www.burschireader.de/2010-11-09/resuemee-zu-den-akademikertagen-2010-frankfurt-und-darmstadt.html">Aktionen gegen den Akademikertag 2010 in Frankfurt und Darmstadt</a> nur eine Woche später auf Ähnliches schließen lassen. Das wäre ja nur zu wünschen.</p><h4>Nachtrag (19.11.2010)</h4><blockquote><p>Zwischenzeitlich haben es auch die Organisatoren fertig gebracht, ein <a
href="http://xv.blogsport.de/2010/11/18/bericht-des-themen-und-aktionswochenendes-gegen-studentische-verbindungen/" target="_blank">Resümee zu dem Aktionswochenende</a> zu veröffentlichen.</p><p>Laut deren Angaben waren es rund 70 Besucher, die den Einführungsvortrag von Alexandere Kurth besucht haben und 200, die am Folgetag an dem Demonstrationszug durch Erlangen teilgenommen hätten. Gerade die letzte Zahl allerings deckt sich nicht mit den von Beobachtern gelieferten. Andere Quellen und Fotos reden eher von bis zu 30 Demoteilnehmern.</p><p>Entweder haben sich also die anfänglichen Demonstranten eines Besseren besonnen und haben statt zu demonstrieren doch etwas sinnvolles getan und sich Erlangen &#8211; eine sehr schöne Stadt, wie ich meine &#8211; angesehen, oder aber sind die Zahlen im Großen und Ganzen gefaket. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazuwischen.</p><p>Auch nach den Angaben des Veranstalter-Berichts würde ich mich als Organisator des Wochenendes über die mangelhafte Teilnahme ärgern. Offensichtlich reizt das Thema Studentenverbindungen nur noch einen unbedeutenden Bruchteil des linken Wesens. Eine Erkenntnis dahingehend wäre sehr erfreulich</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-11-15/2-wochen-danach-das-aktionswochenende-gegen-studentenverbindungen-erlangen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Ein Beitrag der Juso-Hochschulgruppe Kassel &amp; Witzenhausen über nette Jungs und Böhse Onkelz</title><link>http://www.burschireader.de/2010-11-10/ein-beitrag-der-juso-hochschulgruppe-kassel-witzenhausen-ueber-nette-jungs-und-boehse-onkelz.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ein-beitrag-der-juso-hochschulgruppe-kassel-witzenhausen-ueber-nette-jungs-und-boehse-onkelz</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-11-10/ein-beitrag-der-juso-hochschulgruppe-kassel-witzenhausen-ueber-nette-jungs-und-boehse-onkelz.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 10 Nov 2010 06:33:51 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Traditionen]]></category> <category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Definition Studentenverbindung]]></category> <category><![CDATA[Dresdensia-Rugia Gießen]]></category> <category><![CDATA[Fuchs]]></category> <category><![CDATA[Fux]]></category> <category><![CDATA[Hitler-Putsch]]></category> <category><![CDATA[Jusos]]></category> <category><![CDATA[Kassel]]></category> <category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category> <category><![CDATA[NPD]]></category> <category><![CDATA[Sprachrohr]]></category> <category><![CDATA[Verbindung]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=504</guid> <description><![CDATA[Zugegeben, ich gehöre zu den Menschen, die zunächst das Fazit eines Artikels oder das Ende eines Buches lesen, bevor sie sich der ganzen Geschichtze widmen. Ich war so schon geneigt, dem Artikel Nette Jungs oder Böhse Onkelz? aus dem Jahr 2006 (Zugriff am 10.11.2010 &#8211; alle unten aufgeführten Zitate beziehen sich auf diesem Zugriff) auf dem Seiten <a
href='http://www.burschireader.de/2010-11-10/ein-beitrag-der-juso-hochschulgruppe-kassel-witzenhausen-ueber-nette-jungs-und-boehse-onkelz.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Zugegeben, ich gehöre zu den Menschen, die zunächst das Fazit eines Artikels oder das Ende eines Buches lesen, bevor sie sich der ganzen Geschichtze widmen. Ich war so schon geneigt, dem Artikel <a
href="http://www.jusos.fachschaften-kassel.de/index.php?article_id=13" target="_blank">Nette Jungs oder Böhse Onkelz?</a> aus dem Jahr 2006 (Zugriff am 10.11.2010 &#8211; alle unten aufgeführten Zitate beziehen sich auf diesem Zugriff) auf dem Seiten der der <a
href="http://www.jusos.fachschaften-kassel.de" target="_blank">Juso-Hochschulgruppe an der Uni Kassel</a> meine Sympathie auszusprechen. Aber eigentlich hätte ich es besser wissen müssen&#8230;<span
id="more-504"></span></p><p>Unter der &#8220;Zwischenüberschrift Gibt es auch an unserer Uni Burschenschaften?&#8221; warnen die <strong>Jusos</strong> vor der <strong>Burschenschaft Germania Kassel</strong>, die über rund 20 Alte Herren und 15 Aktive verfügt und erst 1985 gegründet wurde. Ich habe bereits in einem älteren Artikel, den ich seiner Zeit für das <strong>Sprachrohr der FernUni Hagen</strong> geschrieben habe, hingewiesen, dass gerade neuere Bünde oftmals (aber nicht grundsätzlich) unter dem Deckmantel einer möglichen rechtsextremen Unterwanderung ins Leben gerufen worden sein könnten (siehe: <a
title="Die Rechtslastigkeit von Studentenverbindungen" href="http://www.burschireader.de/2010-10-14/die-rechtslastigkeit-von-studentenverbindungen.html">Die Rechtslastigkeit von Studentenverbindungen</a>).</p><p>Soweit würde ich mit den <strong>Jusos an der Uni Kassel</strong> konform gehen, würden sie in diesem Artikel-Fazit nicht alle <strong>Burschenschaften</strong> über einen Kamm scheren:</p><blockquote><p><em>&#8220;Die Burschenschaft Germania macht nun wieder vermehrt Werbung in und um dem Campus. Wir als Studierende sollten deutlich machen, dass wir keine Burschenschaften bei uns dulden und ihnen das unmissverständlich klar machen.&#8221;</em></p></blockquote><p>Der Artikel fängt zwar im Grunde genommen gut an, wartet aber im Verlauf mit immer abstruseren Bemerkungen und Schlussfolgerungen auf.</p><blockquote><p><em>&#8220;Andererseits gibt es aber wie beschrieben auch Burschenschaften, die keine Farben tragen und deren Mitglieder daher äußerlich gar nicht als Verbindungsstudenten und schon gar nicht als Burschenschaftler erkannt werden können.&#8221;</em></p></blockquote><p>Mir persönlich ist keine <strong>Burschenschaft</strong> bekannt, die nicht <strong>farbentragend</strong> ist. Auch wenn eine solche keinem Dachverband angehört (so wie der Bund, dem ich angehöre), so sollte das Farbentragen eigentlich zu den historisch überlieferten Grundprinzipien einer <strong>Verbindung</strong> gehören, die sich selbst <strong>Burschenschaft</strong> nennt. Das tut auch keinem weh.</p><blockquote><p><em>&#8220;Man lernt unter Anleitung des „Fuxmajors“, sich in die Strukturen der Verbindung einzupassen und bekommt speziell in der Burschenschaft einen so genannten Leibburschen beigeordnet, der als Ansprechpartner für Alltagsfragen fungiert.&#8221;</em></p></blockquote><p>Sich einzubinden lernt man nur bedingt unter der Anleitung des <strong>Fuxmajors</strong>. Vielmehr ist es der gesamte Bund, respektive jeder einzelne Bundesbruder, der einen Fuxen in das Bundesleben einführt. Teils ist es eine Frage des Erlernens, mehr aber eine des Einlebens. Der <strong>Leibbursch</strong> sollte meines Erachtens eher ein <strong>Bundesbruder</strong> sein, der einem ohnehin vielleicht etwas näher steht, als andere &#8211; sofern dies natürlich auch möglich ist. Ich kenne es eigentlich eher weniger, dass ein <strong>Leibbursch</strong> beigeordnet wird. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Gerade in der Verbindung <strong>Leibbursch-Leibfuchs</strong> sollte es vor allem auf der persönlichen Ebene passen, denn vor allem dieses Verhältnis sollte ein Leben lang halten.</p><blockquote><p><em>&#8220;Einen großen Raum nehmen hier übel wirkende Feierriten ein, wie das Abhalten so genannter Kneipen. Hierbei wird nach starren Regeln gesungen, gelacht und vor allem viel bis übertrieben viel Alkohol getrunken, wobei das Erbrechen großer Biermengen geradezu gelernt wird, um hernach noch mehr Bier trinken zu können.&#8221;</em></p></blockquote><p>An anderen Stellen dieses Blogs habe ich es bereits öfter geschrieben: In Verbindungen wird in aller Regel auch nicht mehr getrunken, als an anderer Stelle. Wenn ich in meinen Jugendzeiten mit Freunden auf privaten Feiern unterwegs war, habe ich dort nicht weniger Alkoholabstürze erlebt, als in <strong>Studentenverbindungen</strong>. Wir leben in Zeiten des Führerscheins und strengen Promille-Grenzen &#8211; es wäre ziemlich bescheuert, man würde von seinem Bundesbruder übermäßigen Alkoholkonsum abverlangen, sodass er evtl. auf einer kommenden Kneipe mangels Mobilität gar nicht mehr erscheinen könnte. Die im weiteren Verlauf genannten <em>&#8220;Becken mit großem Abfluss und Haltegriffen&#8221; </em>kenne ich zwar, allerdings aus wenigen Verbindungshäusern. Der <strong>Sauf-Mythos</strong> im Verbindungswesen kann definitiv als überholt angesehen werden.</p><blockquote><p><em>&#8220;Wir wollen aber doch die Abstufungen, das Hochdienen, die militärisch eingefärbten Begrifflichkeiten und die Einhaltung starrer Regeln schon mal kritisch im Auge behalten. [...] Hinzu kommt, gerade bei den Burschenschaften, dass meistens nur Deutsche aufgenommen werden, wobei nicht die eigentliche Staatsangehörigkeit ausschlaggebend ist, sondern die Deutschstämmigkeit. So werden auch heute noch zwar Österreicher und Schlesier als so genannte Volksdeutsche gern aufgenommen, nicht aber z. B. Türken oder gar Dunkelhäutige mit deutschem Pass. Auch Kriegsdienstverweigerer werden zumeist abgelehnt. Spätestens hier werden die Burschenschaften verdächtig, begünstigen solche Einstellungen doch das Blühen nationalistischer und darüber hinaus auch rechtsextremer Überzeugungen.&#8221;</em></p></blockquote><p>Zwar gehöre ich zu den <strong>Farbenstudenten</strong>, die tatsächlich nicht gedient haben, doch halten sich militärische Begrifflichkeiten eher im Rahmen. Aber natürlich &#8211; und auch damit bin ich einverstanden &#8211; muss man solche Dinge kritisch betrachten und ständig hinterfragen. Genau das ist es aber, was das Kollektiv aus Füchsen, Aktiven und Alten Herren regelt. Auch kann alleine aus Begrifflichkeiten wie &#8220;Fuxmajor&#8221; nicht ernsthaft ein rechtes Gedankengut abgeleitet werden.</p><p>Über die Aufnahme nur Deutscher (welcher Art auch immer) in eine traditionelle Verbindung, darüber lässt sich streiten. Wenn man den Focus in einer Verbindung vor allem auf die Überlieferung und den Erhalt von Tradition legt, die in allen Verbindungsarten zweifelsohne sehr eng mit der deutschen Geschichte der vergangenen 200 Jahre zusammenhängt, muss man schon fragen, ob es für einen Ausländer Sinn macht, einem solchen traditionsbewussten Bund beizutreten - so habe ich auch noch nicht gehört, dass ein Türke Mitglied eine örtlichen Trachtenvereins geworden wäre. Andererseits verschwimmen die geografischen Grenzen zusehens und auch sagt die bloße <strong>Staatsangehörigkeit</strong> nicht unbedingt etwas darüber aus, wo man seine Heimat sieht. So würde ich es persönlich dem Beitrittswilligen selbst überlassen, ob er sich mit dem Verbindungswesen wirklich identifizieren kann und dessen Traditionen leben will &#8211; egal, ob deutsch, türkisch oder wie auch immer. Erfreulicher Weise hört man es oft, dass sich insbesondere ausländische Farbenbrüder über die Maßen in einem Bund integrieren.</p><p>Da die <strong>Wehrpflicht</strong> als solche fallen wird, bin ich mir sicher, dass auch solche Aufnahmebedingungen obsolet werden. Außerdem ist der Dienst an der Waffe zweifelsohne nicht die einzige Art und Weise, sich für sein Land einzusetzen.</p><p>Die Verdächtigungen hinsichtlich nationalistischer oder rechtsextremistischer Überzeugungen sind eben auch nur solche: Verdächtigungen. Der blose Verdacht reicht aber auch heute noch nicht für allgemeingültiges Urteil aus - zumindest nicht in unserem Rechtssystem, gesellschaftliche <strong>Vorverurteilungen</strong> sind bei uns heute ja leider oft an der Tagesordnung.</p><blockquote><p><em>&#8220;Außerdem ist das Lebensbundprinzip mit ein Grund dafür, dass sich Seilschaften herausbilden können, d.h. die Alten Herrn protegieren jüngere Verbindungsmitglieder über die Zeit des Studiums hinaus und hier vor allem beim Berufseintritt.<br
/> Von Chancengleichheit kann kaum mehr die Rede sein, wenn auch Professoren in solchen Strukturen eingebunden sind.&#8221;</em></p></blockquote><p>Das Vorurteil der <strong>Seilschaften</strong> ist eines dieser, die sich wacker halten. Wir alle nutzen unsere persönlichen Verbindungen &#8211; egal ob sie auf lebenslangen Freundschaften beruhen oder nur über kurzweilige Bekanntschaften zustande kommen. Das hat nichts mit Chancengleichheit oder Protegé zu tun. Im Gegenteil, werden solche Vorteile im Verbindungswesen eher teuer erkauft. Der Erwartungsdruck auf dem Protegierten liegt weitaus höher, als auf demjenigen, der sich über den &#8216;normalen Wettbewerb&#8217; einen Vorteil erworben hat. Man möchte seinen Bundesbruder schließlich nicht blamieren.</p><blockquote><p><em>&#8220;Es ist weiterhin historisch belegt, dass seit den frühen Tagen der Burschenschaften jüdische Studierende ebenso nicht aufgenommen wurden und die Burschenschaften auch lange vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten zu einem Hort reaktionärer und demokratiefeindlicher Einstellungen wurden, sich die Burschenschaften während der Weimarer Republik zu Freicorps zusammenschlossen und offen den Hitlerputsch 1923 unterstützten. Während des Nationalsozialismus waren auch die Burschenschaften, nunmehr als Kameradschaften unter dem Dach des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes gleichgeschaltet, konnten aber weitestgehend ungestört ihrem Treiben nachgehen.&#8221;</em></p></blockquote><p>Der <strong>Jude</strong> war in unserer Historie über Jahrhunderte hinweg der Buhmann in deutschen Nationen, der immer wieder aus der Gesellschaft heraus und von der Origkeit her schikaniert wurde. Dafür braucht es wahrlich keinen besonderen Beleg. So wurden Juden immer wieder mit Sondersteuern belegt, ihrer Habe enteignet oder aus ihren Häusern vertrieben. Das war nie ein besonderes Problem des Verbindungswesens, sondern eines früherer deutscher Gesellschaften &#8211; welches wir zwischenzeitlich überwunden haben. Einen solchen Zusammenhang insbesondere mit dem Verbinungswesen herzustellen zeugt von einem gewaltigen Unverständnis von deutscher Geschichte.</p><p>Es ist ebenso belegt, dass verschiedene Personen und Gruppierungen mit vorgehaltender Waffe zur Unterstützung des <strong>Hitler-Putschs</strong> genötigt wurde. Im späteren <strong>Nationalsozialismus</strong> wurden Verbindungen zunächst unter Auflagen gleichgeschaltet (wie jeder andere Verein auch, wenn er nicht gleich verboten wurde) und später gänzlich verboten. Zu behaupten, Studentenverbindungen hätten weitestgehend ungestört Ihrem Treiben nachgehen können, ist fern jeder (historischen) Realität.</p><blockquote><p>&#8220;<em>Die Burschenschaften heute lassen sich so nach dem Grad ihrer Radikalisierung einteilen. [...] Rolf Schlierer ( Gießener Burschenschaft Germania/ REP Bundesvorsitzender) oder Jürgen W. Gansel ( Burschenschaft Dresdensia- Rugia zu Gießen/ NPD Bundesvorstandsmitglied) [...] Burschenschaft Danubia-München zu nennen, aus deren Reihen zwei Vorsitzende des Nationaldemokratischen Hochschulbundes (NHB) kamen.&#8221;</em></p></blockquote><p>Die hier genannten Verbindungen sind diejenigen drei (bzw. vier, wenn man die Kasseler Germania hinzuzählt), die immer wieder als <strong>Beleg für die Rechtslastigkeit</strong> des Verbindungswesen herangezogen werden. Weder sind diese drei Bünde für das Wesen der Burschenschaften sprechend, noch für das Farbenstudententum an sich. Wenn rechtsesxtreme Verknüpfungen im Verbindungswesen publik wurden, handelte es sich &#8211; bis auf wenige Ausnahmen &#8211; um die Umtriebe von Einzelpersonen, die aber nicht in Zusammenhang mit einer Verbindung gesehen werden können. Sicherlich gibt es &#8211; neben ihren Bünden &#8211; noch ander Organisationen, denen diese Einzelpersonen angehören. Selbige müssten infolge solcher konstruierten Zusammenhänge ebenfalls als rechtsextrem eingestuft werden.</p><p>War es im Übrigen nicht die <strong>B! Dresdensia-Rugia</strong>, die das NPD-Mitglied aus ihren Reihen ausgeschlossen hat, und vom Verfassungsschutz ausdrücklich der Rechtslastigkeit entlastet wurde?</p><p>Unterm Strich ist dieser <strong>Juso-Artikel</strong> im Grunde auch nichts weiter als der <strong>Aufwasch der gängigen Vorurteile</strong> &#8211; allerdings mit ein wenig mehr tatsächlichen Fakten vermischt und intelligenter aufbereitet als das, was man sonst über Studentenverbindungen im Netz ertragen muss.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-11-10/ein-beitrag-der-juso-hochschulgruppe-kassel-witzenhausen-ueber-nette-jungs-und-boehse-onkelz.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Resümee zu den Akademikertagen 2010 in Frankfurt und Darmstadt</title><link>http://www.burschireader.de/2010-11-09/resuemee-zu-den-akademikertagen-2010-frankfurt-und-darmstadt.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=resuemee-zu-den-akademikertagen-2010-frankfurt-und-darmstadt</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-11-09/resuemee-zu-den-akademikertagen-2010-frankfurt-und-darmstadt.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 09 Nov 2010 10:42:16 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Vorfälle]]></category> <category><![CDATA[akademikertag]]></category> <category><![CDATA[akademikertag-frankfurt]]></category> <category><![CDATA[Akademikertage]]></category> <category><![CDATA[Darmstadt]]></category> <category><![CDATA[Darmstädter Hof]]></category> <category><![CDATA[Frankfurt]]></category> <category><![CDATA[GRÜNE]]></category> <category><![CDATA[IHK Frankfurt]]></category> <category><![CDATA[LINKE]]></category> <category><![CDATA[Mövenpick]]></category> <category><![CDATA[Nationalismus]]></category> <category><![CDATA[Networking]]></category> <category><![CDATA[Orangerie]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Römer]]></category> <category><![CDATA[Seilschaften]]></category> <category><![CDATA[SPD]]></category> <guid
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href='http://www.burschireader.de/2010-11-09/resuemee-zu-den-akademikertagen-2010-frankfurt-und-darmstadt.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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id="more-487"></span></p><p>Zu den rechtsextremistischen Zügen des Verbindungswesens habe ich mich bereits kürzlich in dem Artikel <a
title="Die Rechtslastigkeit von Studentenverbindungen" href="http://www.burschireader.de/2010-10-14/die-rechtslastigkeit-von-studentenverbindungen.html">Die Rechtslastigkeit von Studentenverbindungen</a> geäußert. Die rechtsextremen Umtriebe, die in den Zusammenhang mit dem Verbindungswesen fallen, sind den Aktivitäten einzelner, in ihrer Zahl zu vernachlässigenden,  Korporierter geschuldet. Zudem gibt es nur eine Handvoll Verbindungen, die als solche als rechtsextrem eingestuft werden können, bzw. als solche verdächtigt werden &#8211; aber auch diese sind in ihrer Zahl  nach nicht für das Verbindungswesen sprechend.</p><p>Auch wenn sich im Verbindungswesen ein paar wenige Korporierte herumtreiben, die politisch fragwürdige Einstellungen haben, heißt es noch lange nicht, dass diese eine Veranstaltung wie den Akademikertag als Podium nutzen könnten. Im Gegenteil. <em>Das Verbindungswesen ist kein allgemeiner Tümmelplatz für Nationalismus und Rechtsextremismus!</em></p><h4>IHK Frankfurt &#8211;&gt; Mövenpick-Hotel Frankfurt &#8211;&gt; Orangerie Darmstadt</h4><p>Die Veranstaltung war ursprünglich für die Räume der <strong>IHK in Frankfurt/Main</strong> geplant. Aufgrund der Proteste seitens linker, mehr oder weniger politischer Verbände, hatte die <strong>IHK</strong> allerdings ihre Raumzusage im Sommer zurückgezogen. Der Veranstaltungsort musste daraufhin mehrfach verlegt werden.</p><p>Auch der zweite mögliche Austragungsort, das <strong>Mövenpick-Hotel in Frankfurt</strong>, ließ sich von linken Hetzerein derart einschüchtern, dass auch dieses der Veranstaltung eine Absage erteilte.</p><p>Letztlich wurde der Sachteil der Veranstaltung im <strong>Darmstädter Hof in Frankfurt</strong> abgehalten, in dem bspw. auch die Sitzungen des lokalen Ortsbeirats abgehalten werden.</p><p>Es ist kein gutes Zeugnis für die <strong>IHK</strong> sowie das <strong>Mövenpick-Hotel</strong>, die sich dem Druck und den Umtrieben u.a. extremistischer Vereinigungen gebeugt haben. Es ist doch auch ein Gnadenbild für unser Land, welches sich gerne als aufgeklärt sieht! Noch nie tat es einem Land gut, wenn es sich gewalttätigen Minderheiten offenbart hat.</p><h4>Der Empfang im Frankfurter Römer</h4><p>Der Empfang im Frankfurter Römer zu Ehren der tagenden Akademikerverbände wurde von den Mitgliedern der <strong>GRÜNEN</strong>-, der <strong>LINKEN</strong>- und der <strong>SPD</strong>-Fraktionen Frankfurter Ratsmitgliedern boykottiert.</p><p>Ich habe insofern Verständnis für eine Nichtteilnahme, ist das Verbindungswesen nicht jedermanns Sache. Dass sich allerdings einige Abgeordnete offenbar in die Reihen der rund <strong>zwei Duzend linksextremer Demonstranten</strong> eingereiht haben, spricht für deren Doppelmoral (<a
href="http://www.fr-online.de/frankfurt/farblos-in-den-roemer/-/1472798/4809852/-/index.html" target="_blank">Frankfurter Rundschau: Farblos in den Römer</a>).</p><h4>Der 10. Deutsche Akademikertag &#8220;Seilschaften oder Networking&#8221;</h4><p>Am Samstagnachmittag fanden zu dem Thema &#8220;<strong>Seilschafen oder Networking</strong>&#8221; verschiedene Vorträge und Podiumsdiskussionen im <strong>Darmstädter Hof</strong> statt. Natürlich wurde auch wieder vor der Tür gegen das Farbenstudententum demonstriert. Anstelle die Chance wahrzunehmen und mit Farbenstudenten über ein vorverurteiltes Thema zu diskutieren, zog man es offenbar vor, eben diese Vorverurteilungen blindlings weiter zu pflegen.</p><p>Diese Veranstaltungen waren öffentlich. Das gesellschaftliche Zusammenleben eines demokratisch geprägten Rechtsstaats wird erst durch die Diskussion und den daraus entstehenden Kompromiss ermöglicht. Weigert sich ein Gesellschaftskritiker eben an diesem Diskurs teilzunehmen, verweigert er sich folglich auch der Gemeinschaft und definiert sich selbst als gesellschaftlichen Außenseiter.</p><p>Aber vielleicht hinterfragt sich der Demonstrant seine eigene &#8220;Seilschaft&#8221;, wenn erdas nächste mal den befreundeten Anwalt anruft oder Hilfe bei der Erstellung eines Demo-Aufrufs durch den befreundeten Grafiker benötigt.</p><h4>Der Rhein-Main-Kommers in der Orangerie Darmstadt</h4><p>Den feierlichen Abschluss hatte der <strong>10. Akademikertag</strong> in der <strong>Darmstädter Orangerie</strong>. Leider erlebte dieser Kommers den faden Beigeschmack durch eine immense <strong>Sachbeschädigung</strong> seitens linker Aktivisten. Rund 100 Demonstranten fanden sich vor der Orangerie ein. In der Nacht zuvor wurde die Orangerie mit Parolen wie &#8220;<strong>Kein Raum mehr für Burschenschaften</strong>&#8221; beschmiert, Fenster eingeworfen und Farbe sowohl am, als auch im Gebäude &#8216;verteilt&#8217;. Als Bilanz hat der Veranstalter einen Schaden von geschätzten 50.000 EUR zu vermelden! (<a
href="http://www.fr-online.de/rhein-main/orangerie-mit-farben-beworfen/-/1472796/4812428/-/index.html" target="_blank">Frankfurter Rundschau: Orangerie mit Farben beworfen</a>)</p><h4>Fazit</h4><p>Ich nehme an, dass hier die linken Aktivisten an der Orangerie ihrem Frust freien Lauf gelassen haben, als nach monatelanger Hetzkampagnen und Vorbereitungen gerade einmal 100 Demonstranten den Weg nach  Darmstadt auf sich genommen haben, um gegen die <strong>Akademikertage</strong> sinnlos zu demonstrieren. Eine wirklich lächerliche Ausbeute und eine Schlappe für die linken Organisatoren!</p><p>Vielleicht lag es daran, dass manche Linke tatsächlich verstanden haben, dass das Farbenstudententum das falsche Ziel beim Kampf gegen Rechtsradikalismus ist. Eventuell liegen die Gründe der mangelnden Protesteilnahme aber auch darin, dass zeitgleich die Proteste gegen den Castor-Transport stattgefunden und die Aktivisten dort mehr &#8216;Action&#8217; vermutet haben &#8211; auch zurecht, wenn man sich die Pressemeldungen der letzten Tage ansieht.</p><p>Aber ernsthaft, die Demonstrationen dieses Wochenendes im <strong>Rhein-Main-Gebiet</strong> lassen sich mit den selben Schlagworten überschrieben, wie alle anderen gegen dsa Verbindungswesen auch: <strong>Unsachlichkeit &#8211; Vorurteile &#8211; Aktionismus</strong>.</p><p>Persönlich sehe ich es auch als Bürgerpflicht an, die Vorgänge in einem Staat sowohl (positiv als auch negativ) kritisch zu hinterfragen und entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen. Aber eben genau diese Kritik ist es, die den Verbindungsgegnern nach wie vor fehlt. Es sind lediglich dieselben plumpen Parolen, die die linksorganisierten Aktivisten seit Jahren und Jahrzehnten predigen. Dieselben Texte, so mein Gefühl, lese ich seit Jahren immer wieder in Neuauflage auf neu geschaffenen Blogs.</p><p>Ich bin nach wie vor überzeugt davon, dass manche Gegner seine Einstellungen gegen das Verbindungswesen überdenken würde, würden sie sich selbst einmal über den Tellerrand hinweg wirklich mit der Materie auseinander setzen. Statt dessen setzt man aber auf eine Art blinden Gehorsam und maximale Intoleranz und predigt das weiter, was bereits vor Jahren gepredigt wurde.</p><p>Eines kann ich jedoch mit Sicherheit sagen: Die meisten Verbindungen scheuen sicherlich keine Diskussion. Die Türen für eine sachliche, auch selbstkritische, Auseinandersetzung stehen grundsätzlich offen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-11-09/resuemee-zu-den-akademikertagen-2010-frankfurt-und-darmstadt.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Das Antifa-Referat des AStAs der TU Darmstadt gibt sich die Ehre</title><link>http://www.burschireader.de/2010-10-22/das-antifa-referat-des-astas-der-tu-darmstadt-gibt-sich-die-ehre.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-antifa-referat-des-astas-der-tu-darmstadt-gibt-sich-die-ehre</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-10-22/das-antifa-referat-des-astas-der-tu-darmstadt-gibt-sich-die-ehre.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 22 Oct 2010 12:31:22 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[AStA / Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Darmstadt]]></category> <category><![CDATA[Demokratie]]></category> <category><![CDATA[TU Darmstadt]]></category> <category><![CDATA[Verbindungen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=452</guid> <description><![CDATA[Es ist ja in der Tat nichts Neues, dass linke Gruppierungen zu Veranstaltungen einladen, die über das Verbindungswesen &#8220;informieren&#8221; sollen. Auch, dass eben dieser  Informationsgehalt politisch recht einseitig ist, ist bei solchen Veranstaltungen kaum verwunderlich. Überrascht war ich jedoch über die  Einladung zu einer Informationsveranstaltung des Antifa-Referats des AStA der TU Darmstadt mit dem Titel Ein <a
href='http://www.burschireader.de/2010-10-22/das-antifa-referat-des-astas-der-tu-darmstadt-gibt-sich-die-ehre.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Es ist ja in der Tat nichts Neues, dass linke Gruppierungen zu Veranstaltungen einladen, die über das <strong>Verbindungswesen</strong> &#8220;informieren&#8221; sollen. Auch, dass eben dieser  Informationsgehalt politisch recht einseitig ist, ist bei solchen Veranstaltungen kaum verwunderlich. Überrascht war ich jedoch über die  Einladung zu einer Informationsveranstaltung des <strong>Antifa-Referats des AStA der TU Darmstadt</strong> mit dem Titel <strong><a
href="http://antifadarmstadt.blogsport.de/?p=39" target="_blank">Ein kritischer Blick auf Studentenverbindungen in Deutschland</a>.</strong><span
id="more-452"></span></p><p>Der &#8216;kritische Blick&#8217; dürfte auf dieser Veranstaltung kaum der Rede wert sein. Auf dieser sog. Informationsveranstaltung wird es wohl kaum um Kritik, in Form einer Abwägung und eines Hinterfragens des Farbenstudententums gehen, sondern um die Vorverurteilung des Verbindungswesens per se.</p><p>Der Einladungs- und Informationstext ist das übliche Geschwätz, dass man größtenteils wortwörtlich aus unzähligen anderen Webseiten her kekennt. Auch der Vortragende, Dr. Stephsn Peters, ist bekannt, schließlich ist er einer der wenigen in Deutschland, die immer wieder einmal zu solchen Veranstaltungen eingeladen werden.</p><p>Es ist allerdings der letzte Satz aus dem Veranstaltungsaufruf, der es für mich herausreisst:</p><blockquote><p><em>&#8220;Die Veranstaltenden behalten es sich vor, farben- und uniformtragende Besucher von der Veranstaltung auszuschließen.&#8221;</em></p></blockquote><p>Mit anderen Worten: Man möchte zwar kritisch informieren, lässt aber andere Bekenntnisse nicht zu. D.h., die &#8216;kritische Information&#8217; nichts anderes ist, als die o.g. Vorverurteilung. Die Veranstalter leben hier offensichtlich eine Doppelmoral, wie sie unserem demokratischen Selbstverständnis nicht gerecht wird. Sachlichkeit und Fairness sind hier also von vorn herein Fehl am Platz.</p><p>Aber was hätte man auch erwarten sollen&#8230;?!</p><p><strong>Nachtrag (21.11.2010):</strong></p><p>Ein Teilnehmer der Veranstaltung wertete diese im Nachhinein mir gegenüber mit den Worten: &#8220;der zitierte vortrag vor ein paar wochen war übrigens so oberflächlich wie man es von dem herren kennt&#8221;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-10-22/das-antifa-referat-des-astas-der-tu-darmstadt-gibt-sich-die-ehre.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Der &#8216;Spiegel&#8217; über den Zuwachs an Damenbünden</title><link>http://www.burschireader.de/2010-10-19/der-spiegel-ueber-den-zuwachs-damenbuenden.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-spiegel-ueber-den-zuwachs-damenbuenden</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-10-19/der-spiegel-ueber-den-zuwachs-damenbuenden.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 19 Oct 2010 05:42:59 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Damendachverband]]></category> <category><![CDATA[damenverbindung-foren-diskussion]]></category> <category><![CDATA[Damenverbindungen]]></category> <category><![CDATA[Der Spiegel]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=444</guid> <description><![CDATA[Der Spiegel schreibt am 18.10.2010 über den Zuwachs der Damen im Verbindungswesen (&#8220;Haben wir Dich zur Spießerin erzogen?&#8220;) und zeigt auf, dass Damenbünde durchaus im Kommen sind. Zwar ist der Artikel in Teilen wirklich nicht gut recherchiert, doch lese ich hieraus, dass die Festigung der Damenverbindungen durchaus positiv aufgenommen wird. Allerdings waren Studentenverbindungen nur in <a
href='http://www.burschireader.de/2010-10-19/der-spiegel-ueber-den-zuwachs-damenbuenden.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p><strong>Der Spiegel</strong> schreibt am 18.10.2010 über den Zuwachs der <strong>Damen im Verbindungswesen</strong> (&#8220;<a
href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,722719,00.html" target="_blank">Haben wir Dich zur Spießerin erzogen?</a>&#8220;) und zeigt auf, dass <strong>Damenbünde</strong> durchaus im Kommen sind. Zwar ist der Artikel in Teilen wirklich nicht gut recherchiert, doch lese ich hieraus, dass die Festigung der <strong>Damenverbindungen</strong> durchaus positiv aufgenommen wird.<span
id="more-444"></span></p><p>Allerdings waren Studentenverbindungen nur in den letzten Jahrezehnten (wieder)  männerdominiert. Insbesondere im ersten Viertel des 20 Jahrhunderts, waren die Damen nicht minder gut in Verbindungen organisiert. Im Gegenteil, dadurch, dass Frauen im Studium anfänglich von den Männer nicht für vollwertig angesehen wurden, hatten gerade sie eine stärkere Organisation untereinander schlichtweg nötig. Schnell wuchsen mehrere <strong>Damendachverbände</strong> heran. Mitunter waren mehr als dreiviertel der Studentinnen einzelner Universitäten korporiert.</p><p>Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich schnell wieder ein <strong>Damendachverband </strong>gegründet, der dann aber &#8211; insbesondere im Zuge der 1968er Revolten &#8211; niederging. Nur wenige Damenbünde habe diese Studentenrevolutionen überlebt. Einige Männerbünde aber öffneten sich dann aber auch für Frauen und leben seither &#8216;gemischt&#8217;.</p><p>Gerade aber in den den letzten Jahren scheinen Studentinnen aber die engere Bindung der lebenslangen Gemeinschaft wieder verstärkt zu suchen. So entstanden in den letzten Jahren bundesweit zahlreiche neue Damenbünde, die sich allesamt auch hervorragend in das Verbindungswesen integriert haben. Eine sehr erfreuliche Entwicklung, wie ich finde!</p><p>Darum ein &#8220;Vivat, crescat, floreat!&#8221; unseren Damenbünden!</p><p>P.S: Mehr Informationen zum Damenverbindungswesen gibt es nach wie vor in meinem Sprachrohr-Artikel: <a
href="http://burschireader.studentenverbindungen-in-erlangen.de/wp-content/uploads/2010/07/Sprachrohr_2010-02_Studentenverbindungen_und_Frauenfrage.pdf">Sprachrohr_2010-02_Studentenverbindungen_und_Frauenfrage</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-10-19/der-spiegel-ueber-den-zuwachs-damenbuenden.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Die Rechtslastigkeit von Studentenverbindungen</title><link>http://www.burschireader.de/2010-10-14/die-rechtslastigkeit-von-studentenverbindungen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-rechtslastigkeit-von-studentenverbindungen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-10-14/die-rechtslastigkeit-von-studentenverbindungen.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 14 Oct 2010 12:41:29 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Berichte]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category> <category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category> <category><![CDATA[Danubia München]]></category> <category><![CDATA[Demokratie]]></category> <category><![CDATA[Dresdensia-Rugia Gießen]]></category> <category><![CDATA[Frankfurter Rundschau]]></category> <category><![CDATA[NPD]]></category> <category><![CDATA[Republik]]></category> <category><![CDATA[Urburschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Verfassungsschutzbericht]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=427</guid> <description><![CDATA[Den folgenden Artikel habe ich für die Ausgabe 3/2010 der Studierendenzeitung der FernUniversität Hagen, das &#8216;Sprachrohr&#8217; verfasst, welches vom hiesigen AStA herausgegeben wird. Das Sprachrohr ist auch über die Webseite des Hagener AStA abrufbar: http://www.fernstudis.de/sprachrohr_2010-03. Eine der größten Mythen, die das Verbindungswesen umringt, ist deren angeblich starke politische Rechtslastigkeit. Glaubt man den Aussagen der gängigen sog. <a
href='http://www.burschireader.de/2010-10-14/die-rechtslastigkeit-von-studentenverbindungen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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href="http://www.fernstudis.de/sprachrohr_2010-03"><em>http://www.fernstudis.de/sprachrohr_2010-03</em></a><em>.</em></p><p>Eine der größten Mythen, die das Verbindungswesen umringt, ist deren angeblich starke politische Rechtslastigkeit. Glaubt man den Aussagen der gängigen sog. „<strong>Burschi-Reader</strong>“, die verschiedene AStAs in Deutschland herausgeben, so wäre das Verbindungswesen eine <strong>Kaderschmiede für</strong> rechtsextreme Vereinigungen oder Parteien, wie bspw. <strong>die NPD</strong>. Aber auch wenn manche dieser <strong>Burschi-Reader</strong> der Auffassung sind, dies könne nicht auf alle Studentenverbindungen übertragen werden, so scheren sie am Ende doch alle über einen Kamm, wenn sie ein  allgemeines Verbot solcher Bünde fordern.<span
id="more-427"></span></p><p>Aus der Historie heraus sind Studentenbünde im 19. Jahrhundert insbesondere durch die <strong>Forderung nach einer volksbeherrschten Republik</strong>, sprich nach einer Demokratie (1), in Erscheinung getreten. Diese demokratischen Werte werden auch heute noch in ihren Strukturen gelebt.</p><h4>Einzelfälle</h4><p>Leider gibt es dennoch ein paar wenige Fälle, in denen in den vergangenen Jahren <strong>einzelne Studentenverbindungen durch Referenteneinladungen oder andere Begebenheiten</strong> zeitweilig in die Nähe des rechten Spektrums verortet wurden. Bei genauerem Hinsehen erkennt man aber, dass es immer dieselben wenigen Geschehnisse sind, die zur Unterstreichung dieser Thesen herangezogen wurden.</p><p>Ins ‚rechte‘ Licht kam bspw. eine <strong>Münchner B! Danubia</strong>, nachdem diese im Jahr 2001 einem offenbar rechtsextremistischen Straftäter kurzweilig Unterschlupf in deren Haus gegeben hat, bevor dieser dann in die Niederlande flüchten konnte. Oder aber eine <strong>Gießener Burschenschaft Dresdensia-Rugia</strong>, als bekannt wurde, dass wenigstens einer der sächsischen NPD-Landtagsabgeordnetendort Mitglied war und sogar seine Mitarbeiter teilweise aus seinem Bund rekrutiert hatte. (2) Darüber hinaus gerät immer wieder die <strong>Deutsche Burschenschaft (DB)</strong>, der Dachverband von rund 120 deutschen und österreichischen Verbindungen, ins Visier der Verbindungsgegner, weil man dort den <strong>Vaterlandsbegriff</strong> sehr nach außen trägt und daher rechtsextremistische Tendenzen vermutet werden. (3)</p><h4>Verfassungsschutz</h4><p>Wenn man sich die <strong>Verfassungsschutzberichte des Bundes und der Länder</strong> (4) für die Jahre von 2005 bis 2009 ansieht, gerieten hier namentlich vier Verbindungen in den Blickwinkel<br
/> der Verfassungsschützer. Hiervon wurde zumindest eine Verbindung im selben Zug <strong>der rechtsextremen Vermutungen entlastet</strong>. Es sind also gerade einmal drei Verbindungen, denen wohl tatsächlich eine rechte Nähe unterstellt werden kann bzw. die es nicht geschafft haben, solche Verknüpfungen auszuräumen. Das sind 0,3% Prozent der rund 1000 Studentenverbindungen<br
/> Deutschlands – bei den vergangenen Bundestagswahlen haben Rechtsextreme immerhin knapp 2% der Stimmen der deutschen Wähler erhalten. (5)</p><p>In ihrem Artikel “Burschenschafter in Eisenach – Urtyp, dunkel” (6) berichtet die <strong>Frankfurter Rundschau</strong>, der Verfassungsschutz habe bereits sieben Verbindungen im Visier. Auch dies<br
/> würde das wirkliche Bild des Verbindungswesens kaum verändern.</p><p>Aufgrund solcher Zahlen zu behaupten, das Verbindungswesen wäre allgemein in einem rechtsextremen Spektrum anzusiedeln, hätte in etwa die gleiche Qualität wie der Schluss, dass alle Moslems Terroristen und alle Polen Diebe wären. Gerade von linken politischen Kreisen wird hier ein <strong>Schubladendenken</strong> gepflegt, wie es einer aufgeklärten Bundesrepublik Deutschland des Jahres 2010 eigentlich nicht gerecht wird.</p><p>Unsere gesellschaftliche Wahrnehmung geht aber auch oftmals zu schnell und zu weit bei der Beurteilung, was rechts, links oder moderat ist. Aus Begrifflichkeiten und Ritualen werden schnell politische Schlüsse gezogen, wo eigentlich gar keine zu suchen sind. Trinkrituale, Aufnahmebedingungen oder Begriff e wie das Vaterland mögen zwar auf den Außenstehenden auf den ersten Blick etwas befremdlich wirken, aber mit einer rechtsextremistischen Verortung hat das gar nichts zu tun.</p><h4>Infiltrierungsversuche durch Rechtsextreme</h4><p>In den <strong>Verfassungsschutzberichten</strong> wird aber immer wieder darauf hingewiesen, dass <strong>rechtsextremistische Vereinigungen versuchen, das Verbindungswesen zu infiltrieren</strong> und für sich nutzbar zu machen. Zwei der o.g. drei ‚belasteten‘ Verbindungen wurden 1989 bzw. 1999 mit Unterstützung rechter Vereinigungen (u.a. der NPD) gegründet – dass diese Bünde off ensichtlich zum Zwecke der Rekrutierung ins Leben gerufen wurden, ist daher offensichtlich; wirklich Fuß fassen können diese aber in der Verbindungsszene nicht. Rechtsextreme haben – außerhalb des Verbindungswesens – sogar eine ‚Burschenschaft‘ gegründet, die sich auf die Wertevorstellungen der Jenaer Urburschenschaft bezieht – und deren Ziele und Vorstellungen auf ihrer Webseite rechtsextremistisch interpretiert.(7) Mit burschenschaftlichem Denken hat dies nichts zu tun.</p><p>Solche Infiltrierungsversuche werden sowohl kurz- wie auch langfristig scheitern: <strong>Das Farbenstudententum ist vor allem eine Wertegemeinschaft</strong>, die für solche Anbiederungen schlicht und ergreifend nicht offen ist. Dazu heißt es im Verfassungsschutzbericht Hessens aus dem Jahr 2005:</p><blockquote><p>„Die Mitgliedschaft eines Rechtsextremisten in einer Burschenschaft sagt aber noch nichts darüber aus, ob dieser auch Einfl uss ausübt. Dass speziell die NPD Burschenschaften generell als Zielobjekt betrachtet, ist off ensichtlich geworden. Gleichwohl gelang es ihr bisher nicht, in einer nennenswerten Zahl der Burschenschaften Einfluss zu gewinnen.“ (8)</p></blockquote><p><strong>Rechtsextremismus und Nationalismus haben im Verbindungswesen nichts zu suchen</strong> – das wäre förmlich ein Verrat an jenen Zielen der frühen Burschenschaften, auf die man sich heute gerne und oft beruft. Solange Studentenverbindungen tatsächlich aktiv politisch waren, ging es ihnen immer um die <strong>Freiheit des Menschen und die Demokratisierung Deutschlands</strong>.</p><p>Von daher ist es auch nur konsequent und zu begrüßen, dass bspw. die o.g. Gießener Burschenschaft Dresdensia-Rugia ihre damaligen, in der NPD aktiven Bundesbrüder, aus ihrem Bund ausgeschlossen hat. (9)</p><h4>Quellen</h4><p>1. Krause, Peter: „O alte Burschenherrlichkeit“, 5., verb. Aufl age 1997, ISBN 3-222-12478-7, S. 85f<br
/> 2. Landesamt für Verfassungsschutz Hessen: „Verfassungsschutz in Hessen – Bericht 2006“, S. 76<br
/> 3. Landesamt für Verfassungsschutz Hessen: „Verfassungsschutz in Hessen – Bericht 2005“, S. 96<br
/> 4. Erhältlich über die Webseiten der entsprechenden Landesbehörden für den Verfassungsschutz und des Bundesamts für Verfassungsschutz, <a
href="http://www.verfassungsschutz.de" target="_blank">www.verfassungsschutz.de</a><br
/> 5. Nachzulesen auf den Webseiten des Bundeswahlleiters unter <a
href="http://www.bundeswahlleiter.de">www.bundeswahlleiter.de</a>.<br
/> 6. http://www.fr-online.de/politik/urtyp-dunkel/-/1472596/4466732/-/index.html, Zugriff zuletzt am 13.08.2010<br
/> 7. www.thormania88.org, Zugriff am 13.08.2010<br
/> 8. Hessen 2005, S. 96<br
/> 9. Hessen 2006, S. 78</p><p><strong>Update 23.05.2011:</strong> Die Seite www.thormania88.org ist zwischenzeitlich nicht mehr erreichbar.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-10-14/die-rechtslastigkeit-von-studentenverbindungen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Das Mensurenschlagen</title><link>http://www.burschireader.de/2010-09-06/das-mensurenschlagen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-mensurenschlagen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-09-06/das-mensurenschlagen.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 06 Sep 2010 06:03:36 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Traditionen]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Duelle]]></category> <category><![CDATA[Fechten]]></category> <category><![CDATA[Mensuren schlagen]]></category> <category><![CDATA[studentisches Fechten]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=399</guid> <description><![CDATA[Es mag für den einen oder anderen ziemlich bescheuert aussehen: Da stehen sich zwei junge Männer, halb verkleidet, gegenüber. Eine Hand ist auf dem Rücken, die andere über dem Kopf und hält einen Degen. Nach einem Kommando lassen die beiden Paukanten die Schläger im Ryhtmus und aus dem Handgelenk heraus nach unten fallen &#8211; auf <a
href='http://www.burschireader.de/2010-09-06/das-mensurenschlagen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Es mag für den einen oder anderen ziemlich bescheuert aussehen: Da stehen sich zwei junge Männer, halb verkleidet, gegenüber. Eine Hand ist auf dem Rücken, die andere über dem Kopf und hält einen Degen. Nach einem Kommando lassen die beiden Paukanten die Schläger im Ryhtmus und aus dem Handgelenk heraus nach unten fallen &#8211; auf den Kopf seines Gegenüber. Der wiederum wehrt diese Hiebe ab und versucht selbst Treffer auf dem Kopf des Gegners zu landen. In den allermeisten Fällen geht das gut, nur gelegentlich trifft die scharfe Klinge tatsächlich und es fließt Blut.<span
id="more-399"></span></p><p>Das hört sich an, wie aus einem Historienfilm, wird aber heute noch in <strong>Studentenverbindungen</strong> gepflegt. Dieses Szenario wirkt etwas befremdlich auf den Außenstehenden und nicht ganz zu unrecht fragt man sich, was das eigentlich soll.</p><p>In den Zeiten, als Deutschland noch aus mehr als hundert Einzelstaaten bestand, war es einerseits üblich, weite Entfernungen zu Fuß zurück zu legen und andererseits waren eben jene Reisen alles andere als sicher. Obdenn Studenten damals eigentlich nicht erlaubt war, Waffen zu tragen, wurde es dennoch geduldet. Auf den weiten Strecken zu ihrem Studienort legten die jungen Männer in aller Regel mit viel Geld und Habseligkeiten zurück, um die Monate bzw. Jahre ihres Studiums finanzieren zu können. Sie waren damals daher beliebtes Ziel und Opfer von Wegelagerern. Insbesondere zum Schutz vor diesen durften die Kommilitonen Waffen mit sich führen.</p><p>Wenn nun allerdings mehrere halbstarke rivalisierende Jugendliche mit Waffen aufeinander prallen, liegt ein Zweikampf nicht weit entfert. So starben im 19 Jahrhundert nicht wenige Studierende in der Folge von Duellen. Das nahm teils solcher Ausmaße an, dass Duelle zwischen Studierenden von der Obrigkeit verboten wurden. Selbstredend sind idealistische und eben halbstarke junge Menschen für solche Verbote selbst heute noch oftmals unzugänglich und der Erfolg solcher Verbote war damals schon zweifelhaft. Nach und nach entstand das technisch ritualisierte, reglementierte studentische Fechten wie man es heute noch kennt. Die Sterberaten und schweren Verletzungen gingen gegen Null.</p><p>Das Mensurenschlagen hatte also durchaus seine Berechtigung. Dieselben Argumentationskette hätte heute natürlich keine Gültigkeit mehr, doch darf man sich der Vergangenheit &#8211; ob positiv oder negativ &#8211; auch nicht verschließen. Die Freiheit und Freizügigkeit junger Menschen heute war vor gar nicht allzu langer Zeit keine Selbstverständlichkeit. So ist das <strong>Mensurenschlagen</strong> aus meiner Sicht vor allem ein Gedenken auch an jene Kommilitonen, die ihr Studium nicht mit der Leichtigkeit begehen können, wie es heute &#8211; trotz Studiengebühren &#8211; der Fall ist.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-09-06/das-mensurenschlagen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>Ehre, Freiheit und Vaterland &#8211; Das revolutionäre Motto in die Gegenwart transferiert</title><link>http://www.burschireader.de/2010-08-24/ehre-freiheit-und-vaterland-das-revolutionare-motto-die-gegenwart-transferiert.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ehre-freiheit-und-vaterland-das-revolutionare-motto-die-gegenwart-transferiert</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-08-24/ehre-freiheit-und-vaterland-das-revolutionare-motto-die-gegenwart-transferiert.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 24 Aug 2010 06:22:21 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[1815]]></category> <category><![CDATA[Befreiungskriege]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Demokratie]]></category> <category><![CDATA[Ehre]]></category> <category><![CDATA[Freiheit]]></category> <category><![CDATA[uni-Brennt]]></category> <category><![CDATA[Urburschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Vaterland]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=402</guid> <description><![CDATA[Ehre, Freiheit, Vaterland &#8211; das waren die hohen Ziele, die sich die Urburschenschaft 1815 auf die Fahnen geschrieben hatte. Es waren die Forderungen, die die damalige Studentenschaft für ihre deutsche Heimat hatte. Bis zu 50% der damaligen Studierenden, so wird geschätzt, haben sich freiwillig zum Kriegsdienst für die Befreiungskriege gegen die Armeen Napoleons gemeldet, um <a
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/> <span
id="more-402"></span></p><p>In der Zwischenzeit haben sich die politischen Verhältnisse in Europa mehrfach geändert. Die französischen Truppen sind aus Deutschland abgezogen, dafür aber haben binnen kürzester Zeit zwei Weltkriege das Weltgeschehen überschattet.</p><p>In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wollten die <strong>Burschenschaften</strong> vor allem eine <strong>volksbeherrschte Nation</strong>, eine <strong>Republik</strong>, die den absolutistischen Alleinherrschern überdrüssig werden sollte. Nur so sah man sich in der Lage, dem Einzelnen die Menschenrechte, also die persönliche <strong>Ehre</strong>, zuteil werden zu lassen, die wir heute als selbstverständlich hinnehmen. Zu dieser <strong>Ehre</strong> gehört unverrückbar auch die <strong>Freiheit</strong> sowohl des Individuums und des Kollektivs. Das Ehrgefühl eines Menschen ist unverrückbar mit dessen Freiheit verbunden.</p><p>Und dennoch braucht es einen <strong>Rahmen, der der Freiheit Grenzen</strong> gebietet. <strong>Freiheit</strong> ist kein unendliches Gut, es endet an der <strong>Ehre</strong> des anderen. Solche Grenzen kann nur das Kollektiv, sprich der Staat bzw. das <strong>Vaterland</strong>, schaffen. Nach diesen Prinzipien ist das deutsche und europäische Staatswesen aufgebaut.</p><p>Sicherlich war das nicht alleine der Verdienst der <strong>Burschenschaften</strong>. Vielleicht wird sogar die Rolle des Verbindungswesens daran viel zu hoch angesiedelt, doch hatten vor allem die Studenten jender Zeit den Idealismus, den Mut und die Organisationsfähigkeit, sich der Obrigkeit entgegen zustellen. Es ist ein Jammer, wenn man sich dagegen die <strong>Uni-Brennt</strong>-Bemühungen der letzten Monate und Jahre ansieht, die trotz modernster und weltweiter Echtzeit-Kommunikation nicht voran kommt.</p><p>Die Prinzipien der <strong>Ehre</strong>, der <strong>Freiheit</strong> und des <strong>Vaterlandes</strong> müssen heute noch unverändert weiter gelten. Im Grunde genommen sind diese drei Schlagworte die <strong>Grundpfeiler nicht nur einer Demokratie, sondern eines jeden menschlichen Zusammenschlusses</strong>. Für einen Staat sind sie noch grundlegender als die Prinzipien der staatlichen Gewaltenteilung.</p><p>Ich frage mich, wie man in einem aufgeklärten Land wie dem Unserem heute, eben jenes Motto umgehend mit rechtsextremistischen Tendenzen in Verbindungen bringen kann. Im Grunde sind das sogar linke Forderungen. Unverkennbar auch hier die Notwendigkeit eines großen Lernprozesses bei so manchem Verbindungsgegner.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-08-24/ehre-freiheit-und-vaterland-das-revolutionare-motto-die-gegenwart-transferiert.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Kommentar zum Beschluss des Burschentags 2010</title><link>http://www.burschireader.de/2010-08-19/kommentar-zum-beschluss-des-burschentags-2010.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kommentar-zum-beschluss-des-burschentags-2010</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-08-19/kommentar-zum-beschluss-des-burschentags-2010.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 19 Aug 2010 10:13:47 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[1815]]></category> <category><![CDATA[Burschentag]]></category> <category><![CDATA[Deutsche Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Deutschland]]></category> <category><![CDATA[Ehre]]></category> <category><![CDATA[Europa]]></category> <category><![CDATA[Freiheit]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Studentenverbindung]]></category> <category><![CDATA[Urburschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Vaterland]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=376</guid> <description><![CDATA[Der Burschentag ist eine der wenigen Veranstaltungen, bei denen Studentenverbindungen auch durchaus politisch auftreten. Tagespolitische Sachthemen werden aber auch hier eher selten diskutiert. Es geht um den &#8216;historischen Auftrag&#8217; der Urburschenschaft, die 1815 bereits im Zuge der napoleonischen Besetzung des Landes die Freiheit und die Ehre des Einzelnen in einem gemeinsamen Vaterland forderten. In den vergangenen <a
href='http://www.burschireader.de/2010-08-19/kommentar-zum-beschluss-des-burschentags-2010.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Der <strong>Burschentag</strong> ist eine der wenigen Veranstaltungen, bei denen <strong>Studentenverbindungen</strong> auch durchaus politisch auftreten. Tagespolitische Sachthemen werden aber auch hier eher selten diskutiert. Es geht um den &#8216;historischen Auftrag&#8217; der <strong>Urburschenschaft</strong>, die <strong>1815</strong> bereits im Zuge der napoleonischen Besetzung des Landes die <strong>Freiheit</strong> und die <strong>Ehre</strong> des Einzelnen in einem gemeinsamen <strong>Vaterland</strong> forderten.<br
/> <span
id="more-376"></span></p><p>In den vergangenen knapp 200 Jahren haben sich <strong>Deutschland</strong> und <strong>Europa</strong> ein großes Stück weit verändert: Klein- und Kleinststaaten, Reich Deutscher Nationen, Kriege, die Teilung Deutschland, dessen Wiedervereinigung und der Fall des Eisernen Vorhangs mit der Osterweitung der EU. Die Forderungen von damals scheinen auf der ersten Blick überholt, schließlich möchte die <strong>Bundesrepublik Deutschland</strong> heute im Großen und Ganzen das verkörpern, was schon <strong>1815</strong> gefordert war.</p><p>Die Herausforderungen liegen heute weniger in einem wiedervereinigten <strong>Deutschland</strong>, sondern in einem geeinten und zu einenden <strong>Europa</strong>. Die gleichen Anforderungen die seinerzeit die <strong>Urburschenschaft</strong> stellte, überträgt die <strong>Deutsche Burschenschaft</strong> heute auf den Kontinent. Das ist nur eine logische Konsequenz.</p><p>Auch die <strong>Deutsche Burschenschaft</strong> hat erkannt, dass die Welt &#8211; durch erschwingliche &#8220;Mittelstreckenmobilität&#8221; &#8211; sehr klein geworden ist. Mit der Heimat verbinden heute viele nicht mehr nur den Ort oder das Land, in dem sie aufgewachsen sind. Man ist zu <strong>Europäern</strong> geworden.</p><p>Wie jeden <strong>Nation</strong> muss auch ein vereintes <strong>Europa </strong>zumindest ein grundsätzlich gemeinsames Selbstverständnis haben. Diese Mindestmaxime, die für alle Europäer gelten muss, sind die <strong>Freiheit </strong>und die <strong>Ehre</strong>, spricht die miteinander anerkannten <strong>Menschenrechte</strong>, des Individuums. Und diese sollen in einer gemeinsamen europäischen <strong>Heimat</strong>, bzw. in den verschiedenen Vaterländern Europas, gelebt und erlebt werden.</p><p>Der Beschluss des <strong>Deutschen Burschentags 2010</strong> findet man im Wortlaut <a
href="http://www.burschenschaft.de/fileadmin/user_upload/Dateiabruf/20100528_BT-Beschluss.pdf" target="_blank">hier</a>.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-08-19/kommentar-zum-beschluss-des-burschentags-2010.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Der Göttinger Cheltemhampark: Nach der Antifa-Demo</title><link>http://www.burschireader.de/2010-08-09/der-gottinger-cheltemhampark-nach-der-antifa-demo.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-gottinger-cheltemhampark-nach-der-antifa-demo</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-08-09/der-gottinger-cheltemhampark-nach-der-antifa-demo.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 09 Aug 2010 05:35:40 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Demokratie]]></category> <category><![CDATA[Göttingen]]></category> <category><![CDATA[Polizei]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=332</guid> <description><![CDATA[Im Grunde war für mich der Vorfall im Göttinger Cheltemhampark mit meinem Post vom 03. August erledigt. Im Zuge der Nachbereitung der von antifaschistischen Linken organisierten Demonstration vom letzten Freitag wurde die Darstellung der Ereignisse vom 21. Juli noch abstruser als sie ohnehin schon war. Im Artikel &#8220;Stand together! &#8211; Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt und <a
href='http://www.burschireader.de/2010-08-09/der-gottinger-cheltemhampark-nach-der-antifa-demo.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Im Grunde war für mich der Vorfall im <strong>Göttinger Cheltemhampark</strong> mit meinem Post vom 03. August erledigt. Im Zuge der Nachbereitung der von <strong>antifaschistischen Linken</strong> organisierten Demonstration vom letzten Freitag wurde die Darstellung der Ereignisse vom 21. Juli noch abstruser als sie ohnehin schon war.<br
/> <span
id="more-332"></span></p><p>Im Artikel &#8220;Stand together! &#8211; Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt und Repression! (Zugriff am 09. August 2010)&#8221; stellt sog. <strong>Antifaschistische Linke International,</strong> kurz <strong>A.L.I.</strong>, der Vorfall in ganz neuen Dimensionen dar. So wurde aus der von Linken beschrieben einfachen Gesprächseinladung auf einmal eine &#8216;verbale Auseinandersetzung&#8217; und aus dem angeblichen Übergriff der Burschenschafter ein zweiter Angriff.</p><p>Der 16-jährige <strong>Antifaschist</strong>, der von der Polizei festgenommen wurde, so wird beklagt, durfte erst nach mehrmaligem Bitten seine Eltern anrufen. Darüber hinaus wurde kritisiert, dass der armen Bub nachts, kurz nach 01 Uhr, wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Ich finde es etwas doppel-, respektive unsinnig, dass sich ein 16-jähriger Junge zwar einer Organisation anschließt, die immer wieder wegen ihrer Gewaltbereitschaft auffällt, sich aber dann offensichtlich nachts nicht mehr alleine auf die Straße traut. Hat er Angst, auf seinesgleichen zu treffen? Warum haben ihn die Eltern eigentlich nicht abgeholt?</p><p>Interessant ist übrigens auch, dass zwar mehrfach gesagt wurde, dass ihm das Vergehen genannt wurde, wewegen er festgenommen wurde, dieses aber auch in neueren Beiträgen nicht genannt wurde.</p><p>Wenn nicht hier bereits ein gewisser Realitätsverlust erkennbar wäre, würde die Kritik an der <strong>Polizei</strong>, die die Demonstration mit einem Großaufgebot begleitet hatte, noch unglaubwürdiger. Die <strong>Polizei</strong> wird hier als Handlanger rechter Kräfte dargestellt. Auch dies unterstreicht die selektive Auffassungsgabe einer (sichtlich) unreifen Bewegung.</p><p>Aus meiner persönlichen Verbindungssicht kann ich hier nur wiederholen, dass solche Vereinigungen im Verbindungswesen ein nicht vorhandenes Feindbild suchen. Für den Farbenstudenten ist eine <strong>demokratische Grundordnung</strong> das höchste Gut gesellschaftlichen Zusammenlebens. Radikale Ideen können in Studentenverbindungen keinen Platz haben &#8211; das widerspräche allen politischen Idealen, die zu Beginn des Farbenstudententums standen. Eine solche <strong>Demokratie</strong> kann es aber auch freilich nur in einem basis-reglementierten und gewaltengeteilten Staat geben, dessen Leitung einige gewählte Volksvertreter innehaben.</p><p>Selbst für einen überzeugten <strong>Anarchisten</strong> sollte das der Kompromiss sein, mit dem er leben kann. Viel wichtiger ist es daher auch nicht, eine Weltgesellschaft umzuwälzen, sondern das Gut, für das wir lange Zeit gekämpft haben, zu schützen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-08-09/der-gottinger-cheltemhampark-nach-der-antifa-demo.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Diskussionsfeigheit und Zensur</title><link>http://www.burschireader.de/2010-08-05/diskussionsfeigheit-und-zensur.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=diskussionsfeigheit-und-zensur</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-08-05/diskussionsfeigheit-und-zensur.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 05 Aug 2010 05:27:49 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[Coburger Convent]]></category> <category><![CDATA[Einzelkorporationen]]></category> <category><![CDATA[Zensur]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=324</guid> <description><![CDATA[Was man auf der eigenen Webseite veröffentlicht, ist prinzipiell Sache des Webseitenbetreibers. Sobald aber Webseiten eine Diskussion anbieten, ist es eine Sache der Seriösität und der Glaubwürdigkeit, eine solche auch adäquat, offen und fair zu betreiben. Der Blog http://coburgerconvent.blogsport.de richtet sich vor allem gegen Studentenverbindungen. Dieser Blog lebt vor allem von Falschdarstellung, unbelegten Behauptungen und Vorurteilen <a
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/> <span
id="more-324"></span></p><p>Der Blog <a
href="http://coburgerconvent.blogsport.de">http://coburgerconvent.blogsport.de</a> richtet sich vor allem gegen <strong>Studentenverbindungen</strong>. Dieser Blog lebt vor allem von <strong>Falschdarstellung</strong>, <strong>unbelegten Behauptungen</strong> und <strong>Vorurteilen</strong> sowie von der <strong>Zensur</strong>. Ich habe dort mehrfach Artikel kommentiert &#8211; selbstverständlich nicht deckungsgleich mit den Auffassungen der Blogbetreiber &#8211; die dann schlichtweg nicht veröffentlicht wurden.</p><p>Solch eine selektive Wahrnehmung und Informationsverarbeitung ist leider, insbesondere in den Kreisen der Antifa, gang und gebe. So bleibe alte und falsche Feindbilder in deren Köpfen verankert. Wären die selbsternannten Weltverbesserer so offen, wie sie sich selbst darstellen, könnte man diese Menschen im Kampf gegen Extremismus jeglicher Art wenigstens ansatzweise ernst nehmen oder gar unterstützen.</p><p>Dennoch ist der genannte <strong>Blog</strong> irgendwie für das eigene Amüsement lesenswert, auch wenn er weit unter dem Niveau einer Bildzeitung anzusiedeln ist.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-08-05/diskussionsfeigheit-und-zensur.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Der Vorfall im Göttinger Cheltenhampark</title><link>http://www.burschireader.de/2010-08-03/der-vorfall-im-gottinger-cheltenhampark.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-vorfall-im-gottinger-cheltenhampark</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-08-03/der-vorfall-im-gottinger-cheltenhampark.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 03 Aug 2010 14:27:18 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Vorfälle]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Anarchosyndikalistische Jugend]]></category> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[Brunsviga]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Cheltenhampark]]></category> <category><![CDATA[Göttingen]]></category> <category><![CDATA[Polizei]]></category> <category><![CDATA[Toleranzprinzip]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=303</guid> <description><![CDATA[Am kommenden Wochenende demonstriert die Göttinger Antifa unter anderem gegen rechte Gewalt und Burschenschaften. Grundlage des Demo ist ein Vorfall, der sich vor kurzer Zeit Göttinger Cheltemhampark ereignet hat. Bspw. auf der Seite der &#8216;Anarchosyndikalistischen Jugend&#8216; wird der Vorfall wie folgt beschrieben: &#8220;Alles begann damit, dass eine Gruppe junger AntifaschistInnen sich im Cheltenhampark gegenüber einer <a
href='http://www.burschireader.de/2010-08-03/der-vorfall-im-gottinger-cheltenhampark.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Am kommenden Wochenende demonstriert die <strong>Göttinger Antifa</strong> unter anderem gegen rechte Gewalt und <strong>Burschenschaften</strong>. Grundlage des Demo ist ein Vorfall, der sich vor kurzer Zeit <strong>Göttinger Cheltemhampark</strong> ereignet hat.<span
id="more-303"></span></p><p>Bspw. auf der Seite der &#8216;<a
href="http://asjgoe.blogsport.de/2010/08/03/demo-gegen-rechte-gewalt-und-repression/#more-33" target="_blank"><strong>Anarchosyndikalistischen Jugend</strong></a>&#8216; wird der Vorfall wie folgt beschrieben:</p><blockquote><p><em>&#8220;Alles begann damit, dass eine Gruppe junger AntifaschistInnen sich im Cheltenhampark gegenüber einer Feier der Burschenschaft Brunsviga aufhielt. Daraufhin wurde sie von einem Burschen angesprochen was sie dort täte und das sie „keinen scheiß“ machen sollten und doch lieber mit ihnen „ein Bier trinken und eine Diskussion führen“ sollten.<br
/> Dies lehnten die AntifaschistInnen strikt ab und wiesen darauf hin das sie weder an einer Feier noch an einem Gespräch Interesse hätte.<br
/> Als die Gruppe sich dann entfernen wollte gab er einigen anderen Burschis Bescheid die plötzlich zu siebt durch ein Gebüsch stürmten und die Gruppe erst mit Flaschen dann mit Faustschlägen und Tritten attackierte. Nach einer kurzen Auseinandersetzung zogen sich die Burschis in das Haus der Burschenschaft Brunsviga zurück.&#8221;<br
/> (Zugriff am 03. August 2010 &#8211; inkl. der Rechtschreibfehler zitiert)</em></p></blockquote><p>Einmal davon abgesehen, dass ich das in etwas anhört wie ein Erlebnisbericht meiner siebenjährigen Kinder, wirft das doch einige Fragen und Zweifel auf.</p><ol><li>Wenn ein <strong>Farbenbruder</strong> auf die <strong>Antifaschisten</strong> zugeht und vorschlägt, &#8220;keinen Scheiß&#8221; zu machen und lieber &#8220;eine Diskussion [zu] führen&#8221;, ist alleine schon aufgrund der Wortwahl davon auszugehen, dass es im Vorfeld zu Provokationen Seitens der <strong>Antifaschisten</strong> gekommen sein muss. Anders kann aus meiner Sicht so ein Zitat nicht erklärt werden. Mich würden also vor allem die Geschehnisse in der Zeit vor diesem Gesprächsangebot interessieren.</li><li>Ich glaube es nicht, dass sich ein paar Jungs im Alter von Anfang bis Mitte 20 durch ein Gebüsch robben, um dann in militärischer Manier über eine Horde angeblich rein friedlich zusammen sitzender Menschen herzufallen, um dann nach einem kurzen Gefecht die Rückzug anzutreten. Bei aller Liebe, klingt das schon sehr nach <strong>Ammenmärchen</strong>.</li><li>Wieder einmal zeigt die Ablehnung eines Gesprächs durch die Antifaschisten vor allem eines: Offensichtlich sind manche Damen und Herren <strong>Antifaschisten</strong> derart in ihrem Feindbild verblendet, dass ihnen jeglicher Realitätssinn abhanden gekommen ist.</li></ol><p>Das, was wir in Verbindungen leben, täte eben jenen Leuten ganz gut: Das <strong>Toleranzprinzip</strong>. Wer glaubt, es ginge zwischen <strong>Bundes- und Farbenbrüdern</strong> nur herzlich, liebevoll und rosarot zu, der irrt. Ich kenne keine Organisation, in der man sich gegenseitig derart erbitterlich niederdiskutiert und danach trotzdem noch etwas miteinander trinkt.</p><p>Die Erlebnisbericht auf der Seite der &#8216;<strong>Anarchosyndikalistischen Jugend</strong>&#8216; geht aber noch weiter:</p><blockquote><p><em>&#8220;Die danach eintreffende Polizei sperrte den Cheltenhampark an allen Eingängen ab und verhaftete einen 16 Jahre alten Antifaschisten, der zuvor von den Burschen angegriffen wurde.<br
/> Auf der Wache wurde er dann einer Erkennungsdienstlichen Behandlung (ED) unterzogen.&#8221;<br
/> </em><em>(Zugriff am 03. August 2010)</em></p></blockquote><p>Zwar leben ich selbst im recht ruhigen Franken, doch wird auch hier die Polizei niemanden aus Spaß an der Freude festnehmen, wie es hier zu verkaufen versucht wird. Warum sollte die Polizei überhaupt den Park absperren, wenn sich die Übeltäter doch auf ihr Haus zurück gezogen haben?</p><p>Ich war bei diesem Vorfall nicht zugegen, überhaupt war ich noch nie in Göttingen. Dass irgendetwas vorgefallen sein muss, daran kann kein Zweifel bestehen, sonst hätte es den beschriebenen Polizeieinsatz nicht gegeben. So unschuldig, wie sich hier aber die Damen und Herren <strong>Antifaschisten</strong> geben, können sie aber nach der eigenen Erzählung auch nicht sein.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-08-03/der-vorfall-im-gottinger-cheltenhampark.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>Ahlhaus und die linke Hamburger Verbindungsposse</title><link>http://www.burschireader.de/2010-07-29/ahlhaus-und-die-linke-hamburger-verbindungsposse.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ahlhaus-und-die-linke-hamburger-verbindungsposse</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-07-29/ahlhaus-und-die-linke-hamburger-verbindungsposse.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 29 Jul 2010 11:18:09 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[Vorfälle]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Ahlhaus]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Conkneipant]]></category> <category><![CDATA[Corps]]></category> <category><![CDATA[Ghibellinia]]></category> <category><![CDATA[Hamburg]]></category> <category><![CDATA[Heidelberg]]></category> <category><![CDATA[Schlagende Verbindung]]></category> <category><![CDATA[Turnerschaft]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=293</guid> <description><![CDATA[Insbesondere von linker Seite wird der designierte Hamburger Oberbürgermeister Ahlhaus wegen seiner Vergangenheit in einer schlagenden Verbindung, der Heidelberger Turnerschaft Ghibellinia, stark kritisiert. Auffällig ist dabei vor allem die schlechte Berichterstattung und falsche Verwendung von Begrifflichkeiten durch selbst ernannte Fachmänner aus dem Bereich der Studentenverbindungen. Die Turnerschaft Ghibellinia ist keine Burschenschaft. Sowohl die Turnerschaft als <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Insbesondere von linker Seite wird der designierte Hamburger Oberbürgermeister <strong>Ahlhaus</strong> wegen seiner Vergangenheit in einer<strong> schlagenden Verbindung</strong>, der Heidelberger <strong>Turnerschaft Ghibellinia</strong>, stark kritisiert. Auffällig ist dabei vor allem die schlechte Berichterstattung und falsche Verwendung von Begrifflichkeiten durch selbst ernannte Fachmänner aus dem Bereich der <strong>Studentenverbindungen</strong>.<span
id="more-293"></span></p><p>Die <strong>Turnerschaft Ghibellinia</strong> ist keine <strong>Burschenschaft</strong>. Sowohl die Turnerschaft als auch die Burschenschaft sind wie auch der Corps verschiedene Arten von Studentenverbindungen mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Ein stark verbindendes Element der Turnerschaft ist bspw. der gemeinsame Sport. die <strong>Ghibellinia</strong> ist Turnerschaft im <strong>Coburger Convent</strong> (CC), hat also nicht im entferntesten mit <strong>Burschenschaften</strong> zu tun.</p><p>Nicht jede <strong>schlagende Verbindung</strong> ist militant, rechts oder gewalttätig &#8211; indes trifft dies nur auf eine verschwindend geringe Anzahl von Bünde zu. Auch verpflichtet nicht jeder schlagende Bund zu <strong>Mensuren</strong>. Eine Vielzahl dieser Bünde ist fakultativ, als freiwillig schlagend. Lediglich das <strong>Pauken</strong>, sprich das Mensur-Training ist hier verbindlich. Wahrscheinlich hat <strong>Ahlhaus</strong> als <strong>Conkneipant</strong> noch nicht einmal eine scharfe Klinge in der Hand gehabt. Was darüber hinaus die Mitgliedschaft in einer Studentenverbindung über die politische Gesinnung aussagen soll, ist fraglich. Entgegen der weitläufigen Meinung sind Studentenverbindungen in aller Regel politisch alles andere als homogen.</p><p><strong>Ahlhaus</strong> hätte nun wirklich keinen Grund, seine Verbindung nach Heidelberg derart abzubrechen  oder sich von seinem Bund zu distanzieren. Im Gegenteil würde ich mir von der Opposition mehr Seriosität erwarten. Was hier geschieht ist die persönliche Diffamierung des von Beust-Nachfolgers im Amt des Bürgermeisters der Hansestadt.</p><p>Die Mitgliedschaft von <strong>Ahlhaus</strong> wird als Skandal beschrieben und als ungeheuerlicher Vorgang. In Wahrheit steckt hinter diesen Attacken nur das Unwissen der offensichtlichen Laienjournalisten über das Verbindungswesen. Einen ‚normalen‘ linken Studenten würde ich ja solche Auffassungen und Aussagen zugestehen – in der Regel wissen diese ja auch nur das, was ihnen von ihren Freunden weitergetragen wurde, ohne dies aber einmal kritisch zu hinterfragen. Von einem Journalisten erwarte ich aber vor allem Seriosität. Anscheinend ein journalistischer Wert, der bei manchen dieses Genres streng abhandengekommen ist.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-07-29/ahlhaus-und-die-linke-hamburger-verbindungsposse.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>AStA FernUni Hagen: Sprachrohr Ausgabe 02&#124;2010 – Frauenfrage</title><link>http://www.burschireader.de/2010-07-20/asta-fernuni-hagen-sprachrohr-ausgabe-022010.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=asta-fernuni-hagen-sprachrohr-ausgabe-022010</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-07-20/asta-fernuni-hagen-sprachrohr-ausgabe-022010.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 20 Jul 2010 05:08:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presseartikel]]></category> <category><![CDATA[AStA Hagen]]></category> <category><![CDATA[Einzelkorporationen]]></category> <category><![CDATA[FernUni Hagen]]></category> <category><![CDATA[Frauen]]></category> <category><![CDATA[Sprachrohr]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.burschireader.de/?p=271</guid> <description><![CDATA[Angetrieben durch meinen Artikel in der Ausgabe 01&#124;2010 des Hagener Sprachrohrs und der entstandenen Diskussion darüber habe ich auch für die Folgeausgabe etwas formuliert, das die Frauen im Verbindungswesen zum Gegenstand hat. Das Sprachrohr, Ausgabe 02 &#124; 2010 findet man hier: http://www.stud.fernuni-hagen.de/ASTA/protected/docs/sprachrohr/sprachrohr_2010-02.pdf (Link erfordert Zugangsdaten von Studierenden der FernUniversität) Die auf den Artikel gekürzte Fassung hier: <a
href='http://www.burschireader.de/2010-07-20/asta-fernuni-hagen-sprachrohr-ausgabe-022010.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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isPermaLink="false">http://burschireader.de/?p=262</guid> <description><![CDATA[Die Aufgabe der politischen Willensbildung liegt in unserem Land vor allem bei den Parteien. Studentenverbindungen sollen vor allem ein Freundschaftsbund sein. Politik kommt zwischen Farben- und Bundesbrüdern natürlich auch zur Sprache, nicht aber wegen einer politischen Ausrichtung des jeweiligen Bundes. Politische Diskussionen gibt es überall: Zwischen Freunden, Kollegen, auf Facebook, im Rahmen vom Blogs und <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Die Aufgabe der <strong>politischen Willensbildung</strong> liegt in unserem Land vor allem bei den Parteien. <strong>Studentenverbindungen</strong> sollen vor allem ein <strong>Freundschaftsbund</strong> sein. <strong>Politik</strong> kommt zwischen Farben- und Bundesbrüdern natürlich auch zur Sprache, nicht aber wegen einer politischen Ausrichtung des jeweiligen Bundes. Politische Diskussionen gibt es überall: Zwischen Freunden, Kollegen, auf Facebook, im Rahmen vom Blogs und eben auch zwischen Bundesbrüdern.<span
id="more-262"></span></p><p>Die meisten <strong>Studentenverbindungen</strong> geben sich bewusst unpolitisch, werden aber aufgrund der herrschenden Vorverurteilungen immer wieder dazu genötigt, politische Statements abzugeben. Davon abgesehen ist in den meisten Verbindungen eine Mitgliedschaft zu <strong>extremistischen Vereinigungen</strong>, seien sie politisch links oder rechts orientiert, nicht vereinbar. Und darauf beschränkt es sich dann heute im Grunde schon mit dem politischen Engagement.</p><p>Was darüber hinaus zwischen den Bundes- und Farbenbrüdern diskutiert wird, sind in aller Regel Einzelmeinungen, die nicht zwangsweise das widerspiegeln, was die entsprechenden Farbenbrüder mehrheitlich als Individuen verteten.</p><p>Regelrecht beschämend ist aber die zwangsweise Politisierung des <strong>Farbenstudententums</strong>, vor allem durch die linke studentische Presse. Sicher hatten <strong>Studentenverbindungen</strong> vor allem im 19. Jahrhundert eine politische Vorreiterrolle, doch kam diese vor allem im Zuge einer allgemeinen gesellschaftlich-politischen Umwälzung in Deutschland zum Tragen. Studenten waren damals wie heute sehr idealistisch und Vorlaut &#8211; vor allem aber sehr gut organisiert und damit die ideale Keimzelle der deutschen Revolution, von der wir heute noch zehren.</p><p>Idealistisch, vorlaut und organisiert waren Studenten auch während der <strong>1968er-Revolution</strong>. Bei den heutigen Anstrengungen der <strong>Uni-Brennt</strong>-Bewegungen hapert es allerdings gewaltig an der Organisation.</p><p>Was den Verbindungen bis heute geblieben ist, ist vor allem das <strong>streng demokratische gelebte Prinzip</strong> des Farbenstudententums &#8211; das Prinzip das dem Verbindungswesen heute immer wieder gerne abgesprochen wird.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-07-19/die-kunstliche-politisierung-des-verbindungswesens.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Homosexualität im Verbindungswesen</title><link>http://www.burschireader.de/2010-07-16/homosexualitat-im-verbindungswesen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=homosexualitat-im-verbindungswesen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-07-16/homosexualitat-im-verbindungswesen.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 16 Jul 2010 07:06:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Einzelkorporationen]]></category> <category><![CDATA[Erlangen]]></category> <category><![CDATA[Freiheit]]></category> <category><![CDATA[Homosexualität]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://burschireader.de/?p=222</guid> <description><![CDATA[Die Erlanger xV – Initiative gegen studentische Verbindungen läd auf der Webseite http://xv.blogsport.de zu einem Themen- und Aktionswochenende: „studentische Verbindungen auflösen!“. Im weiteren Verlauf heißt es Ein Aktionswochenende gegen Studentenverbindungen in Erlangen? Warum genau hier?. In der folgenden epischen Breite wird der Versuch unternommen, das Erlanger Verbindungswesen zu durchleuchten und die angebliche Gefahr derselben für die <a
href='http://www.burschireader.de/2010-07-16/homosexualitat-im-verbindungswesen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Die Erlanger <em>xV – Initiative gegen studentische Verbindungen</em> läd auf der Webseite http://xv.blogsport.de zu einem <em>Themen- und Aktionswochenende: „studentische Verbindungen auflösen!“</em>. Im weiteren Verlauf heißt es <em>Ein Aktionswochenende gegen Studentenverbindungen in Erlangen? Warum genau hier?</em>. In der folgenden epischen Breite wird der Versuch unternommen, das Erlanger Verbindungswesen zu durchleuchten und die angebliche Gefahr derselben für die Allgemeinheit darzustellen.<span
id="more-222"></span></p><p>Auf die üblichen Vorwürfe (rechts-ideologisch, streng hierarchich etc.) möchte ich gar nicht eingehen, aber einige Argument waren selbst mir so bisher nicht bekannt.</p><blockquote><p>&#8220;Ausgerechnet der extrem rechte Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ nimmt die Existenz homosexueller Menschen wenigstens zur Kenntnis, indem er sie ausdrücklich von einer Mitgliedschaft ausschließt. Ansonsten wird Homosexualität, die in allen Korporationen unerwünscht ist, schlicht nicht erwähnt.&#8221;</p></blockquote><p>Dies zeigt leider nur allzu deutlich, dass die Initiatoren dieser Veranstaltung nicht den blassesten Schimmer von dem haben, worüber sie sich brüskieren. Sicherlich wird <strong>Homosexualität</strong> im Verbindungswesen kaum bis gar nicht thematisiert. In aller Regel ist es dem einen Bundesbruder egal, was der andere im Bett treibt oder in welcher Art von Gemeinschaft er leben möchte. Auf der Kneipe und auf dem Haus geht es in erster Linie um den Bundesbruder und darum, mit ihm feierliche Stunden zu verbringen.</p><p>Uns täte gut daran, nicht alles öffentlich zu thematisieren. Es sind genau solche Diskussionen, die Randgruppen jeglicher Art ein Stigma auferlegen, durch die sie aus der gesellschaftlichen Mitte herausgerissen werden.</p><p>Ich bin der Meinung &#8211; und ich glaube mich hier in der Gesellschaft vieler Farbenbrüder -, dass es uns ganz allgemein schlicht nicht zu interessieren braucht, wie andere Leben. Solche öffentlichen Thematisierungen haben etwas von einer gesellschaftlichen Tratschtantenmetalität, die im Grunde niemand braucht.</p><p>Auch diejenigen Studentenverbindungen, die die <strong>Homosexualität</strong> als Ausschlusskritierum sehen, sind in einer klaren Minderheit. In aller Regel wird auch nicht danach gefragt &#8211; wozu auch?! Ginge uns das als Bundesbrüder etwas an? Ich denke nicht.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-07-16/homosexualitat-im-verbindungswesen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>AStA FernUni Hagen: Sprachrohr Ausgabe 01&#124;2010</title><link>http://www.burschireader.de/2010-04-09/asta-fernuni-hagen-sprachrohr-ausgabe-012010.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=asta-fernuni-hagen-sprachrohr-ausgabe-012010</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-04-09/asta-fernuni-hagen-sprachrohr-ausgabe-012010.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 09 Apr 2010 05:14:34 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://burschireader.de/?p=200</guid> <description><![CDATA[Nachdem die schlichtweg falsche Definition der &#8216;Studentenverbindung&#8217; im Sprachrohr, der Studierendenzeitschrift des AStAs der FernUni Hagen erschienen ist, hatte ich mich entschlossen, einen korrigierenden  Artikel für das Blatt zu schreiben. Kaum verwunderlich ist es, dass der Artikel &#8211; nachdem ich ihn eingereicht hatte &#8211; für heftig Wirkel und Diskussionsstoff gesorgt hat. Einseits gab es viel <a
href='http://www.burschireader.de/2010-04-09/asta-fernuni-hagen-sprachrohr-ausgabe-012010.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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/> <span
id="more-200"></span><br
/> Kaum verwunderlich ist es, dass der Artikel &#8211; nachdem ich ihn eingereicht hatte &#8211; für heftig Wirkel und Diskussionsstoff gesorgt hat. Einseits gab es viel Unterstützung von recht unerwarteter Seite, andererseits gab es natürlich übliche, eben zu erwartende Diskussion, wenn Scheuklappen tragende, eher linksgerichtete Studierendenvertreter ihre eigene Auffassung über die der zu repräsentierenden Studierendenschaft stellen möchten. Es wurde diskutiert, ob mein Artikel überhaupt als solcher veröffentlicht werden dürfe. Klärende, offenen E-Mails meinerseits wurden zwar vielleicht nicht ignoriert, aber zumindest nicht beantwortet, während man in der Hagener Bildungsherberge teils wohl auch recht hitzig diskutiert hatte. Interessant ist es vor allem, dass genau die von mir angeprangerte Definition zwar noch auf der Webseite des AStAs zu finden ist, in der entsprechenden Sprachrohr-Ausgabe aber nicht mehr.</p><p>Das Sprachrohr findet Ihr unter <a
href="http://fernstudis.de/sprachrohr_2010-01">http://fernstudis.de/sprachrohr_2010-01</a>. Den Artikel &#8211; er wurde letztlich als &#8216;Kommentar&#8217; veröffentlicht &#8211; dazu auf den Seiten 38 und 39.</p><p>Das Feedback war im Grunde recht positiv. Ein Farbenbruder aus Münster hat mir für den Artikel und den Einsatz für das Verbindungswesen gedankt. Leider musste ich aber auch eine junge Dame darüber beschweren, dass sie sich als Hagener Fernstudierende in Verbindungen nicht willkommen gefühlt hat. Letzterem versuche ich aber noch auf den Grund zu gehen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-04-09/asta-fernuni-hagen-sprachrohr-ausgabe-012010.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Die richtige Studentenverbindung finden</title><link>http://www.burschireader.de/2010-03-11/die-richtige-studentenverbindung-finden.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-richtige-studentenverbindung-finden</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-03-11/die-richtige-studentenverbindung-finden.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 11 Mar 2010 05:43:35 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Burschenschaft]]></category> <category><![CDATA[Damenverbindung]]></category> <category><![CDATA[Einzelkorporationen]]></category> <category><![CDATA[Fuchs]]></category> <category><![CDATA[Fux]]></category> <category><![CDATA[Mensuren schlagen]]></category> <category><![CDATA[Reception]]></category> <category><![CDATA[Spefuchs]]></category> <category><![CDATA[Spefux]]></category> <category><![CDATA[Verbindung]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://burschireader.de/?p=136</guid> <description><![CDATA[Das Verbindungswesen ist unglaublich vielfältig. Keine Verbindung gleicht der anderen. Überall sind es andere Bundesbrüder mit jeweils individuellen Lebenseinstellungen. Manche Verbindungen sind traditioneller, andere moderner und liberaler hinsichtlich der Brauchtumspflege. Es gibt Verbindungen, die leben recht comment-gemäß, andere sind da lockerer usw usf. Manche Interessierte machen den Fehler und sehen sich eine Verbindung an, die <a
href='http://www.burschireader.de/2010-03-11/die-richtige-studentenverbindung-finden.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Das Verbindungswesen ist unglaublich vielfältig. Keine Verbindung gleicht der anderen. Überall sind es andere Bundesbrüder mit jeweils individuellen Lebenseinstellungen. Manche Verbindungen sind traditioneller, andere moderner und liberaler hinsichtlich der Brauchtumspflege. Es gibt Verbindungen, die leben recht comment-gemäß, andere sind da lockerer usw usf.</p><p>Manche Interessierte machen den Fehler und sehen sich eine Verbindung an, die ihnen dann nicht gefällt und verwerfen dann den Gedanken, selbst einer Verbindung beizutreten. Schade!</p><p><span
id="more-136"></span></p><p>Ich selbst habe mir einige Verbindungen besucht, bevor ich mich dann recht augenblicklich &#8216;verliebt&#8217; habe. Zuerst kam ich über einen Freund zu einer Schülerbindung Kastalia, die in dem selben Turm der Nürnberger Stadtmauer kneipte, wie eine fakultativ schlagende Burschenschaft Pythagoras. Während eines Ferienjobs lernte ich einen Corpsbruder des Corps Bavaria zu Erlangen kennen und war dort auf ein paar Kneipen, Kommersen und Partys. Ich war zu Gast bei noch ein paar weiteren Verbindungen und lernte dort wiederum Farbenbrüder wieder anderer Verbindungen kennen.</p><p>Der Vater eines Freundes lud mich dann zu der Verbindung ein, deren Farben ich heute auch trage. Das sind die der Burschenschaft Cimbria zu Nürnberg. Ich war zu Gast auf einer Kneipe und fühlte mich dort einfach wohl. Da hat es von den Bundesbrüdern und der gesamten Athmosphäre her gepasst. Ich glaube auch nicht, dass mir einer der anderen Bünde diese letztendliche Entscheidung übel genommen hat.</p><p>Ich empfehle im Vorfeld einige grundsätzliche Entscheidungen zu treffen. So bspw. ob man selbst Mensuren schlagen möchte &#8211; das schied bspw. für mich damals aus. Oder ob man in eine reine Männer- bzw. Damenverbindung oder doch lieber in einen gemischten Bund möchte. Oder gar die Frage, ob man es vom Studienfach gerne lieber homogen hätte oder ob von allem etwas dabei sein sollte. Ziemlich schnell grenzt sich das potentielle Feld an infrage kommenden Verbindungen recht schnell ein.</p><p>Aber das Wichtigste ist dennoch, dass man sich bei den jeweiligen Bundesbrüdern wohl fühlt und man sich vorstellen kann, wirklich ein ganzes Leben lang mit diesen Menschen verbunden sein. Wenn man sich selbst all diese Fragen vor einer möglichen Reception für sich selbst beantworten kann, ist man am Ende auch recht gut vor Überraschungen geschützt.</p><p>Die Fuxenzeit dient insbesondere des Kennenlernens der Bundesbrüder. Zwar scheint es zunächst einmal, als dass man viele lästige Aufgaben übernehmen müsste, doch sind es genau diese Aufgaben, die einen in Kontakt mit den Bundesbrüdern bringen. Wie sonst will man sich Gegenseitig &#8216;beschnuppern&#8217;, wenn man nicht in Kontakt zueinder kommt. In jedem Fall ist es einfacher, mit einen Bundesbruder über eine besondere anliegende Aufgabe zu konsultieren, als über einen gewöhnlichen Smalltalk (der sich dann aber im Grunde von selbst entwickelt).</p><p>Während der Fuxenzeit entscheidet sich vor allem auf Seiten des Fuxen, ob er sich der Verbindung weiter verpflichten möchte. Ich persönlich würde es auch keinem Fuxen übel nehmen, würde er sein Band zurück geben wollen, nachdem er festgestellt hat, dass das alles doch nicht ganz so ist, wie er sich das vorstellt. Und genau dafür gibt es die Fuxenzeit!</p><p>Ich habe es aber selten erlebt oder von anderen Verbindungen mitbekommen, dass Fuxen wirklich ihre Bänder niedergelegt hätten. Im Grunde ist das Bauchgefühl der &#8216;Suchenden&#8217; beim Antrag auf die Reception schon recht gut.</p><p>Aber um wirklich sicher zu gehen sollte man sich eines beherzigen. Man sollte immer den inneren Schweinehund überwinden und Fragen stellen &#8211; auch wenn sie einem selbst vielleicht doof vorkommen. In aller Regel ist der Spefux kein Verbindungsexperte und kennt auch die besuchte Verbindung (noch) nicht allzu gut - genau das wissen die Bundes- und Farbenbrüder aber auch. Fragen zu stellen fördert also die eigene Sicherheit in Bezug auf die persönliche Entscheidung und man kommt ins Gespräch mit den Bundesbrüdern.</p><p>Wenn man das alles etwas beherzigt, sollte das mit der Verbindung eigentlich auch klappen.</p><p><em><span
style="text-decoration: underline;">Nachtrag (24. August 2010)</span></em></p><p>In der Zwischenzeit habe ich mich noch viel mehr mit dem Thema der Korporationen auseinander gesetzt, als ich zuvor ohnehin schon getan habe. Aufgefallen ist mir vor allem, dass es gerade neuere Studentenverbindungen sind, die in ein dubioses Visir geraten. Mitte der 1980er bis Ende der 1990er Jahren wurden einige neue Bünde gegründet, deren Initiatoren oftmals aus einem stark rechten Umfeld kommen.</p><p>In aller Regel haben es diese Bünde nicht geschafft, in der &#8220;Verbindungsszene&#8221; wirklich Fuß zu fassen und werden daher auch recht kritisch betrachtet.</p><p>Neuere Bünde müssen aber nicht zwangsweise &#8216;schlecht&#8217; sein, jedoch täte hier unter Umständen ein wenig Internetrecherche zuvor gut.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-03-11/die-richtige-studentenverbindung-finden.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Vom gestörten Verhältnis der AStAs ggü. dem Verbindungswesen</title><link>http://www.burschireader.de/2010-03-08/vom-gestorten-verhaltnis.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=vom-gestorten-verhaltnis</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-03-08/vom-gestorten-verhaltnis.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 05:55:03 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA / Studierendenvertretungen]]></category> <category><![CDATA[Burschireader]]></category> <category><![CDATA[Demokratie]]></category> <category><![CDATA[Einzelkorporationen]]></category> <category><![CDATA[Studierendenvertretung]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://burschireader.de/?p=152</guid> <description><![CDATA[Dieser Blog ist entstanden, nachdem ich angefangen habe, mich mit dem Verhältnis der Studierendenvertretungen bzw. AStAs mit den Studentenverbindungen auseinander zu setzen. Ein maßgeblicher Beleg für das gestörte Verhältnis der (i.d.R. politisch links dominierten) AStAs sind die zahlreichen sog. Burschireader,  die oft auch auf den Webseiten der AStAs zum Download bereit stehen. Der Versuch eines Gespräch <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Dieser Blog ist entstanden, nachdem ich angefangen habe, mich mit dem Verhältnis der Studierendenvertretungen bzw. AStAs mit den Studentenverbindungen auseinander zu setzen. Ein maßgeblicher Beleg für das gestörte Verhältnis der (i.d.R. politisch links dominierten) AStAs sind die zahlreichen sog. Burschireader,  die oft auch auf den Webseiten der AStAs zum Download bereit stehen.</p><p><span
id="more-152"></span></p><p>Der Versuch eines Gespräch scheitert in aller Regel schon im Keim. Alleine schon das Thema &#8220;Studentenverbindungen&#8221; reizt die Gemüter derart, dass Ohren auf Durchzug geschalten werden, bevor es überhaupt zum Ansatz eines Gesprächs kommt. Die Bereitschaft, eine Diskussion oder ein Gespräch zu führen, sind nicht nur schlecht ausgeprägt, sie sind einfach nicht vorhanden.</p><p>Ich selbst bin ich sehr idealistischer Demokrat. Die Demokratie bietet leider auch einige Fallstricke, die man akzeptieren muss, die aber für eine Demokratie eben unabdingbar sind. Davon abgesehen, dass man heute den Radikalismus fälschlicher Weise als ein Mittel der demokratischen Strukturen ansieht, muss man sich leider aber auch eben mit diesen Themen zumindest auseinander setzen. Gleich gilt für gescheiterte Staatsformen wie bspw. den Kommunismus.</p><p>Ich habe persönlich kein Problem damit, wenn jemand mit dem Verbindungswesen nichts wirklich anzufangen weiß oder es ihm einfach nicht gefällt. Ich möchte auch niemanden hin zur Studentenverbindung bekehren. Dass die, die nie wirklich selbst in Berührung mit der Studentenverbindung gekommen sind, keine Meinung dazu offenbaren wollen, stößt auf vollkommenes Verständnis bei mir.</p><p>Sobald aber jemand eine Meinung zu jedwedem Thema vertritt, gehört die Gesprächs- und Diskussionsbereitschaft zu den Grundpfeilern demokratischer Werte!</p><p>Genau diese Gesprächs- und Diskussionsbereitschaft ist es, die mir im Umgang der AStAs mit den Studentenverbindungen in aller Regel fehlt. Ich glaube, wir könnten es alle ein wenig einfacher haben &#8211; und damit auch einige Probleme weniger.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-03-08/vom-gestorten-verhaltnis.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Wo sind sie, die Frauen?</title><link>http://www.burschireader.de/2010-03-04/wo-sind-sie-die-frauen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wo-sind-sie-die-frauen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-03-04/wo-sind-sie-die-frauen.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 06:03:31 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Einzelkorporationen]]></category> <category><![CDATA[Frauen]]></category> <category><![CDATA[Frauenverbindungen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://burschireader.de/?p=128</guid> <description><![CDATA[Bei meiner Recherche zur Frauenfrage in Verbindungen wurde ich ehrlich gesagt selbst sehr überrascht und musste meine Auffassungen selbst stellenweise revidieren. Nach wie vor finde ich es wirklich schade, dass sich verhältnismäßig wenige Frauen in Verbindungen engagieren und sich auf einen solchen Bund einlassen. Es gibt gerade einmal rund 50 Damenverbindungen deutschlandweit, obgleich sich mehr als die <a
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id="more-128"></span></p><p>Es gibt gerade einmal rund 50 Damenverbindungen deutschlandweit, obgleich sich mehr als die Hälfte dieser nach dem Jahr 2000 gegründet haben! Erst kürzlich hat sich in meiner Heimat (Nürnberg) eine Damenverbindung im Unitas-Verband gegründet (-&gt; WKStV Unitas Caritas Pirckheimer). Reine Damen-Dachverbände gibt es leider keine &#8211; das muss aber nicht unbedingt schlecht sein, meine Cimbria lebt auch eigenständig recht gut! Dennoch sehe ich in der steigenden Anzahl von Damenverbindungen zwei Dinge:</p><ul><li>Die traditionellen Werte des Verbindungswesens, wie bspw. das Lebensbundprinzip, gewinnen wieder an Bedeutung;</li><li>Auch Damen haben den Anspruch und den Willen, sich auf eine Verbindung einzulassen und so vielleicht ein zweites, vielleicht gar familiäres Becken aufzubauen;</li></ul><p>Viele Frauen wissen aber oftmals gar nichts von der Existenz dieser Damenbünde. Ich glaube es täte dem Verbindungswesen per se ganz gut, mehr Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, um die wundersame Welt des Farbenstudententums</p><p>Neben den reinen Damenverbindungen gibt es aber auch rund 100 gemischte Bünde. Gerade nach der 1968er-Revolution haben sich einige, rein männliche Verbindungen für Frauen geöffnet &#8211; und sie funktionieren. Andere Verbindungen taten das nicht und es stellt sich die berechtigte Frage nach dem Warum.</p><p>Einmal ganz abgesehen von Traditionen usw. sehe ich es persönlich recht pragmatisch. Ich glaube, Frauen sind untereinander einfach anders als reine Männer- oder Mischgruppen. Offen gesagt genieße ich es, ab und dann einfach einmal mit meinen Bundesbrüdern zusammen zu sitzen. Bei aller Gleichberechtigung und Emanzipation &#8211; und ich bin ein großer Freund davon! &#8211; ist es dennoch im Grunde für jeden Menschen wichtig, hin und wieder mit einer homogenen Geschlechtergruppe zu sein. Frauen brauche es, mit ihren &#8220;Mädls&#8221; um die Häuser zu ziehen &#8211; wir Männer eben auch. Ich finde das nicht weiter verwerflich.</p><p>Ich empfinde das Verbindungsleben als wahre Bereicherung meines Lebens und ich glaube, es ginge viele anderen auch so, die sich nicht einer Korporation angeschlossen haben. Ich hoffe, dass sich mehr Studierende und vor allem auch weibliche Studenten dem Verbindungsleben öffnen würden.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-03-04/wo-sind-sie-die-frauen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Allgemeine Vorurteile</title><link>http://www.burschireader.de/2010-03-02/allgemeine-vorurteile.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=allgemeine-vorurteile</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-03-02/allgemeine-vorurteile.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 02 Mar 2010 06:20:37 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[Einzelkorporationen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://burschireader.de/?p=114</guid> <description><![CDATA[Organisationen verändern sich im Laufe der Zeit. Während Die Grünen bspw. heute eine respektable und nicht mehr wegzudenkende gesetzte und wichtige politische Größe sind, waren sie in ihren Anfängen eher ein illustrer Kommödienstadel, dem man keine große Zukunft zugetraut hatte. Ich bin davon überzeugt, dass sie niemals bspw. in eine Regierungsverantwortung gekommen wären, hätten sie sich nicht <a
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id="more-114"></span></p><p>Auch das Verbindungswesen hat sich in den letzten Jahrhunderten maßgeblich verändert gehabt &#8211; sowohl im Guten als auch im Bösen.</p><p>Waren sie zunächst einfache studentische Zusammenschlüsse, wurden sie bald demokratisch-revolutionär und haben dadurch maßgeblich zur Bildung einer deutschen Republik beigetraten. Später nahmen sie in weiten Teilen eher nationalistische Züge an, die über das Maß eines gesunden Nationalbeusstseins hinaus gingen. Danach wussten sie selbst nicht genau, was sie eigentlich sein wollten und beriefen sich auf ihre basisdemokratischen Wurzeln zurück und wurden in vielerlei Hinsicht eher konservativ.</p><p>Aus dieser konsverativen Zeit stammen eine Menge Vorurteile, die damals vielleicht sogar ihre Berechtigung hatten. Diese Zeiten sind allerdings seit gut 30 Jahren vorüber. Die 1968er Bewegung ging auch nicht spurlos am Wesen der Studentenverbindungen vorbei &#8211; die Veränderungen, die das Verbindungswesen von innen heraus hervorbrachte, gingen aber am Bewusstsein eines Großteils der linken studentischen Presse vorbei. So beruft man sich bei der Beschreibung der Verbindungen in den sog. Burschireadern gerne auf &#8216;alte Kamellen&#8217;.</p><p>Einige dieser Vorurteile will ich hier grob umreissen:</p><p><strong>Vorurteil: In Studentenverbindungen geht es nur ums Saufen</strong></p><p>Tatsächlich hatte insbesondere Bier in vergangenen Zeiten eine größere Bedeutung. Nicht aber nur im Verbindungswesen, sondern ganz allgemein. Heute wird in Verbindungen im Schnitt nicht mehr und nicht minder viel getrunken, als woanders auch.</p><p>Auch findet man harte Alkoholika in Verbindungen äußerst selten. Der Alkoholgenuss beschränkt sich auf Kneipen und Kommersen in aller Regel auf Bier. Selbst Wein stellt eher die Ausnahme dar &#8211; wobei ich hier anmerken muss, dass meine Cimbria jedes Jahr einen Weinprobe veranstaltet, was aber einfach daran liegt, dass wir in unserem Kreis einen Winzer als Bundesbruder haben.</p><p>Ich selbst halte es auf Kneipen prinzipiell alkoholfrei. Ich wohne etwas außerhalb der Stadt und bin bei Kneipenbesuchen auf das Auto angewiesen. Und Bier ist ehrlich gesagt ohnehin nicht unbedingt mein Getränk erster Wahl.</p><p><strong>Vorurteil: Alle Studentenverbindungen sind rechts bis rechtsextrem</strong></p><p>Das ist in der Tat eines der dümmsten Vorurteile, die mir immer wieder unterkommen. In aller Regel sind Studentenverbindungen unpolitisch. Es geht im Verbindungswesen vor allem um die Freundschaft, nicht darum, politische Propaganda zu machen.</p><p>Die Vorfälle, die in Zusammenhang mit Verbindungen publik werden, sind Einzelfälle von denen sich die allermeisten Studentenverbindungen distanzieren. Es wäre genauso falsch zu sagen, alle Linken, wären Steinewerfer und damit potenzielle Mörder. Hier bedient man sich gerne eines Klischees, da einfach nicht stimmt.</p><p><strong></strong><strong>Vorurteil: </strong>Studentenverbindungen sind frauenfeindlich</p><p>Es ist zwar richtig, dass viele Verbindungen keine Frauen aufnehmen, jedoch hat das mit Frauenfeindlichkeit gar nichts zu tun. Männer sind ja auch nicht alle potenzielle Sexualstraftäter, nur weil es Frauenparkplätze gibt.</p><p>Aber im Ernst, auch meine Cimbria nimmt keine Frauen auf. Wahrscheinlich mögen die Gründe für eine Öffnung überwiegen, aber was spricht eigentlich dagegen, auch einmal als Männer oder Frauen unter sich sein zu wollen. Ich glaube jeder Leser wird bestätigen können, dass die Gespräche in reinen Männer- oder Frauenrunden einfach vollkommen andere sind &#8211; nicht männer- oder frauenfeindlich, einfach anders.</p><p>Es gibt aber in der Tat eine wachsende Zahl von reinen Damen- oder eben gemischten Verbindungen. Erst kürzlich hat sich in Nürnberg wieder ein Damenbund gegründet.</p><p><strong></strong><strong>Vorurteil: </strong>Studentenverbindungen sind rassischtisch und nehmen keine Ausländer auf</p><p>Quatsch! Weder der Pass, noch die Hautfarbe spielen im Verbindungswesen eine Rolle. Es mag zwar einige Deppen im Verbindungswesen geben &#8211; das sind dann eben auch die, die unangenehm auffallen -, aber Grundsatz ist das nicht.</p><p>Im Gegenteil lebt das Verbindungswesen sogar davon, dass es sich offen und damit lebendig hält. Jede Organisation will und muss sich weiter entwickeln, wenn sie fortbestehen will. Das geht nicht, wenn man sich verschließt und bedeckt hält.</p><p><strong></strong><strong>Vorurteil: </strong>Um in eine Verbindung eintreten zu können, muss man Wehrdienst geleistet haben</p><p>Ich selbst wurde ausgemustert. Nach der Argumentation dürfte ich also auch kein Band tragen. Ich habe zwar gehört, dass es solche Verbindungen geben soll, doch ich kenne keine, die solch eine Aufnahmebedingung an seine Bundesbrüder (bzw. die, die es einmal werden wollen) stellt. Wahrscheinlich habe ich dieses Gerücht denselben Blättern entnommen, die das selbst verbreiten.</p><p><strong></strong><strong>Vorurteil: </strong>Studentenverbindungen sind Karriereseilschaften</p><p>Jeder Mensch unterhält sein persönliches Netzwerk &#8211; bewusst oder unbewusst. Für den farbentragenden Studenten ist seine Verbindungen nichts mehr als ein Teil seines Netzwerks. Was der Verbindungsstudent dem nicht korporierten Studenten aber voraus hat, ist die Tatsache, dass er sich durch einen Verbindung einen kleinen Zeitvorteil verschaffen kann. Die Bekanntschaften und Kontakte, die man sich nach dem Studium mühsam aufbauen muss, hat der Farbenstudent durch sein Engagement innerhalb seiner Verbindung bereits beisammen.</p><p>Wer aber glaubt, dass die Karriere durch die &#8216;Ochsentour&#8217; in einer Verbindung bereits in trockenen Tüchern wäre, der irrt gewaltig.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-03-02/allgemeine-vorurteile.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Infoflyer &#8220;Thomasbummel&#8221; vom AStA FH Nürnberg</title><link>http://www.burschireader.de/2010-02-26/infoflyer-thomasbummel-asta-fh-nurnberg.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=infoflyer-thomasbummel-asta-fh-nurnberg</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-02-26/infoflyer-thomasbummel-asta-fh-nurnberg.html#comments</comments> <pubDate>Fri, 26 Feb 2010 05:37:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA Nürnberg]]></category> <category><![CDATA[Thomasbummel]]></category> <category><![CDATA[Thomastag]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://burschireader.de/?p=80</guid> <description><![CDATA[Ganz besonders viel Freude hat mir der Flyer des AStAs der GSO-Hochschule in Nürnberg gemacht, den an Falschinformation und Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten ist.
Die einzige Wahrheit steht im ersten Satz des Flyers, der da heißt:
Jedes Jahr am Dritten Advent treffen sich Verbindungsstudenten aus ganz Deutschland und teilweise auch aus dem Ausland in Nürnberg und feiern sich selbst.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Ganz besonders viel Freude hat mir der Flyer des AStAs der GSO-Hochschule in Nürnberg gemacht, den an Falschinformation und Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten ist.</p><p>Die einzige Wahrheit steht im ersten Satz des Flyers, der da heißt:</p><blockquote><p>Jedes Jahr am Dritten Advent treffen sich Verbindungsstudenten aus ganz Deutschland und teilweise auch aus dem Ausland in Nürnberg und feiern sich selbst.</p></blockquote><p><span
id="more-80"></span><br
/> Bis dahin dürfte ja auch nichts auszusetzen sein. Wir feiern uns alle ab und dann selbst &#8211; so bspw. auf unseren Geburtstagsfeiern. Der Rest des Flyers ist ein Trauerspiel, aufgebaut auf reinen Unwahrheiten deren Quellen sich mir nicht einmal in meinen blühendsten Fantasien erschließen wollen. Aber eines nach dem anderen&#8230;</p><blockquote><p>Von Kneipe zu Kneipe ziehen hunderte Studenten und alte Herren im so genannten Wichs (Mütze, Band, Säbel, etca.) durch die Nürnberger Altstadt und stellen ihr veraltetes Weltbild zur Schau.</p></blockquote><p>Der Wichs ist die Jacke, die in aller Regel den Farben der Verbindung entspricht. Diese Jacke und den Säbel tragen die Chargierten. Die übrigen Bundes- bzw. Farbenbrüder tragen Couleur in Form von Mütze, Band und evtl. weiteren Accessoires.</p><blockquote><p>Als eine der ältesten Traditionen der deutschen Studentenverbindungen und  Burschenschaften ist der Thomasbummel ein Symbol für AusländerInnen- und Frauenfeindlichkeit, für antidemokratische Prinzipien und rechtes Gedankengut.</p></blockquote><p>Eine der ältesten Traditionen ist der Thomasbummel in der Tat. Der Hintergrund ist aber ein anderer: Früher befand sich die Universität nicht in Erlangen bzw. Nürnberg, sondern außerhalb in Altdorf (östlich von Nürnberg gelegen). Zu Weihnachten fuhren die Studenten nach Hause. Am 21. Dezember zog man gemeinsam zum Nürnberger Christkindlesmarkt, um dort Geschenke für die Familie zu kaufen, vor allem aber um miteinander Abschied zu feiern. Der 21. Dezember war seiner Zeit der letzte Tag vor den Weihnachtsferien. </p><p>Was das aber mit Ausländer- oder Frauenfeindlichkei zu tun haben soll, das entbietet sich mir jeder Kenntnis und Logik. Auch Frauen ziehen bei diesem Bummel mit und ich kenne auch genug Verbindungen, die Nichtdeutsche Mitglieder haben.</p><p>Wie man auf die Idee kommt, nicht-demokratischer Strukturen zu unterstellen, war mir schon früher ein Rätsel. Studentenverbindungen leben nach dem Conventprinzip. Derer gibt es in der Regel mindestens zwei, meistens drei: Der Aktiven- oder Burschenconvent für die aktiven (i.d.R. studierenden) Bundesbrüder, einen Philister- oder Altherrenconvent sowie einen Bundesconvent für den gesamten Bund. Hier wird den verschiedenen Interessen Rechnung getragen &#8211; wie kaum in einer anderen, mir bekannten Organisation. Ebenso können diese Convente recht schnell einberufen und ggf. auch nötige Personalentscheidungen getroffen werden. Alleine schon die starken demokratischen Strukturen lassen keinen Platz für &#8220;rechtes Gedankengut&#8221; &#8211; das würde sich beißen.</p><blockquote><p>Selbstverständlich laufen hier vermeintlich liberale und offen rechtsextreme Verbindungen nebeneinander her, begrüßen sich hochachtungsvoll und entlarven so ihre gegenseitigen Distanzierungen als reine Lippenbekenntnisse.</p></blockquote><p>Quatsch! Ich habe in den Verfassungsschutzberichten des Bundes und der Länder für 2008 nur zwei oder drei beobachtete Verbindung gefunden. Eine Ableitung daraus für das Verbindungswesen an sich zu erschließen, kann nicht der Ernst der Autoren des Flyers sein.</p><blockquote><p>Burschenschaften vertreten die Auffassung, dass nur durch einen Lebensbund, dessen zentrale Funktion die Reproduktion gesellschaftlicher Eliten ist, echte Akademiker_innen hervorgebracht werden. Ältere Verbindungsmitglieder, welche sich bereits materiell abgesichert haben, protegieren jüngere Mitglieder, um diese ebenfalls in höhere Positionen zu hieven. Dies ist allerdings nicht als Selbstzweck oder Akt der Wohlfahrt misszuverstehen: Mit der Förderung einer zukünftigen Elite wird darauf abgezielt, die politische Ideologie der Burschenschafter weiterhin führend im gesellschaftlichen Diskurs zu verankern.)</p></blockquote><p>Es ist schon teils harter Tobak, was einem da geboten wird. Es mag sein, dass der eine oder andere zu einer Verbindung kommt, weil er meint, hier besondere Protektion oder Karrierechancen zu bekommen, derjenige wird aber ziemlich schnell recht ernüchtert werden. Wer wirklich glaubt, man könne durch das reine Farbentragen Karriere machen, der muss schon ziemlich dämlich sein. Eine Verbindung ist im Grunde nicht mehr und nicht weniger als die Erweiterung des persönlichen Netzwerks &#8211; zugegeben hat der Bundesbruder aber sicherlich wiederum eine besondere Stellung. Was einem die Verbindung aber wirklich bringen kann, ist der Praxisbezug, den viele Studenten während ihre Studiums vermissen. Dort lernt man genau die Leute kennen, die man in der Hochschule vermisst, nämlich diejenigen, die ihr Examen bereits gemacht haben und Erfahrung in der Praxis haben. Natürlich ein Farbenstudent so auch in der Bildung seines persönlichen Netzwerks nach Abschluss des Studiums andere einen guten Schritt voraus. Nicht mehr und nicht weniger.</p><blockquote><p>Burschenschaften zeichnen sich durch ihr besonders (hetero-)sexistisches Geschlechterbild aus: Von Männern werden klassische Rollenstereotypen wie Ehre, Stärke, Mut und Gehorsam erwartet. So gehört es beim Großteil der Burschenschaften zu den Anforderungen, Wehrdienst geleistet zu haben und sich bei den regelmäßig stattfindenden Kneipen ohne Widerrede auf Befehl halb ums Bewusstsein zu trinken. Von diesen Freuden prinzipiell ausgeschlossen werden Nicht-“Deutsche“, Homosexuelle und Frauen – speziell deren Rolle beschränkt sich im Weltbild der meisten Burschen auf die des schmückenden, vor allem aber stummen Beiwerks.</p></blockquote><p>Kopfschüttelnd geht es weiter. Ehre und Mut sind ja prinzipiell nichts Schlechtes. Leider gehen uns viele solche Werte derzeit verloren. Stärke und Gehorsam &#8211; Arsch in der Hose zu haben hat auch noch niemandem geschadet und auch die Befähigung, sich in einer Hierarchie einzufügen, ist auch nichts Verwerfliches oder gar Unanständiges. Wir alle nehmen unsere Rollen in verschiedensten Hierarchien ein, so bspw. in einer Eltern-Kind-Beziehung, am Arbeitsplatz oder in jedem demokratisch geführten Verein. Gehorsam heißt nicht soldatisch-stramm zu stehen, sondern bezeichnet die Fähigkeit der Rollenannahme.</p><p>Ich glaubte bis vor einer Minute noch, nur eine Verbindung zu kennen, die den Wehrdienst wirklich voraussetzt, bin mir aber eigentlich sicher, dass ein bekannter Farbenbruder eben genau dieses Bundes eben nicht gediehnt hat. Falls es wirklich noch Bünde gibt, die diese Kriterium anlegen, dann bin ich mir eigentlich recht sicher, dass auch solche Bastionen in den kommenden Jahren fallen werden. Gerade im Bereich des Militärs muss man heute einfach andere Maßstäbe anlegen, als noch vor einigen Jahren.</p><p>Das mit dem Saufen kann ich allerdings bald nicht mehr hören. Während der Suche nach einer passenden Verbindung für mich, habe ich es noch nie erlebt, dass jemande zu Saufen gezwungen wurde. Ich selbst habe in über einem Jahrzehnt Verbindungsleben viele eine Hand voll Biere getrunken. Ich bin einfach kein Bier- oder Alkoholtrinker und habe wirklich nur ganz selten Lust auf ein Bier &#8211; das ist einfach nicht meins. Na gut, ab und zu trinke ich gerne mal ein Glas Vermouth vor dem Fernseher oder bei einer Zigarre. Ansonsten wäre mir aber mein Führerschein viel zu schade darum.</p><p>Ich war lange Mitglied einer Volkspartei, in Bürgervereinen, war mit meinen (meist linken) Freunden auf Partys unterwegs, mit den selben Freunden oft auch eher in links-orientieren Clubs (bspw. K4 in Nürnberg, wer es denn kennt) &#8211; und ich könnte nicht sagen, dass die Leute irgendwo mehr oder wenige Alkohol getrunken hätten.</p><blockquote><p>In Burschenschaften herrscht ein starkes hierarchisches Prinzip vor, die Mitglieder müssen sich ihren Platz in der Gemeinschaft erarbeiten, so steigt mensch nach bestimmten Prüfungen und in bestimmten Zeiträumen auf. Es herrscht ein Untertanenprinzip vor, Autoritäten werden weitgehend anerkannt und nicht in Frage gestellt. Es gilt „nach oben buckeln und nach unten treten“.</p></blockquote><p>Verbindungen sind streng demokratisch aufgebaut. Verschiedene Convente (also Mitgliederversammlungen) werden den unterschiedlichen Ansprüchen verschiedener Gruppen gerecht. In einem Bundesconvent werden die Anliegen einer gesamten Verbindung diskutiert und beschlossen. Diese Convente können sehr schnell einberufen und ebenso schnell Personalfragen beschlossen werden. Ich behaupte reinen Gewissens &#8211; auch aus meiner Erfahrung mit anderen verschiedensten Organisationen heraus &#8211; das Verbindungen mitunter die stärksten demokratischen Strukturen aufweisen, als die meisten anderen Vereine, Clubs oder sonstige Gesellschaften.</p><blockquote><p>Neben diesen internen Hierarchien und „Erziehungsmitteln“ wie dem Fechten  von Mensuren sind Burschenschafter streng festgelegten Vorschriften unterworfen. Beispiele hierfür sind die regelmäßig stattfindenden Kneipen oder die einheitliche Kleidung, die das Eingliedern in vorgegebene Strukturen und das Unterordnen in einer konstruierten Gemeinschaft verstärken sollen.</p></blockquote><p>In der Tat war noch niemals jemand in der Lage, mir zu erklären, was an einheitlicher Kleidung falsch sein soll. Davon abgesehen besteht in den meisten Verbindung die &#8220;einheitliche Kleidung&#8221; aus einem dunklen Anzug. Es ist eben so, dass man sich zu verschiedenen Anlässen entsprechend kleidet. Wer würde denn schon in einem Kartoffelsack auf eine Hochzeit gehen? Niemand! Zu einer Kneipe zieht man eben einen Anzug an. Punkt.</p><p>Sicherlich spielt die Uniformierung aber eher auf das Coleur an. Auch hier sehe ich nichts verwerfliches. Schon immer gab es Zusammengehörigkeitssymbole verschiedenster Gruppierungen in verschiedensten Zeiten: im Sport, in der Ehe, im Militär, bei den Freimaurern und eben auch bei Studentenverbindungen. Gab es nicht auch einmal eine Zeit, in denen Punks in Nürnberg grüne Schnürsenkel in ihren Springerstiefeln toll fanden? Das ist nichts anderes.</p><p>Zu zeigen, dass man zusamengehört ist per se nichts Schlechtes. Das heißt ja nicht, dass man nicht offen ist für andere und anderes.</p><blockquote><p>So ist beispielsweise in der Satzung der „Deutschen Burschenschaft“ (DB) zu lesen, sie fordere das „Recht jedes einzelnen und jedes Volksteiles auf seine angestammte<br
/> Heimat und auf die Selbstbestimmung über seine staatliche Zugehörigkeit.“ Dass damit in erster Linie auf die Zwangsumsiedlung der deutschen Minderheiten in den ehemaligen „Ostgebieten“ Nazi-Deutschlands angespielt werden soll, wird schon allein durch die Affinität zu revanchistischen Gruppierungen wie dem „Bund der Vertriebenen“ deutlich. Genau wie dieser blendet die DB den Kontext der Umsiedlungen, nämlich die nahezu kollektive Unterstützung und Mitschuld eben dieser deutschen Minderheit am nationalsozialistischen Massenmord und die durch den zweiten Weltkrieg ausgelösten<br
/> Flüchtlingsbewegungen nach Polen und Tschechien,  vollkommen aus.</p></blockquote><p>Das ist es doch, was man sich grundsätzlich wünscht! Die Selbstbestimmung eines Volkes, das ist der reine Inbegriff des Begriffs Demokratie! Dennoch ist Franken nach wie vor kein eigenes Bundesland&#8230;</p><p>Die Verbindung aber zur Zwangsumsiedlung herzustellen, ist schon recht unlogisch. Das der aus dem Sudentenland deutsch ist, das hat im Grunde nie jemand bestritten. Vertreibungen von ganzen Volksgruppen sind per se aber falsch &#8211; egal wo und egal zu welcher Zeit. Ich glaube aber &#8211; im Hinblick auf die Sudentendeutschen &#8211; dass niemand mehr ernsthaft Gebietsforderungen stellt und gar früheres Eigentum zurück haben möchte. Meine Familie war hier selbst massiv betroffen &#8211; ich fahre ab und dann gerne in den Ort, aus dem meine Großeltern kommen, aber ich käme nie auf die Idee, altes Familieneigentum zurück fordern zu wollen. Diejenigen, die aber als Kinder jener Zeit definitiv nicht zu Schuldigen gehörten, und als Kinder aus ihrer Heimat vertrieben wurden wurden zum großen Teil um ihre unbeschwerte Kindheit betrogen.</p><p>In den vergangenen über 60 Jahren hat man aber dennoch gut dazugelernt und ich persönlich freue mich, dass ich bisher in kriegsfreien und besonnenen Zeiten aufwachsen und leben durfte. Vor rund 20 Jahren waren wir nicht allzu weit von einem dritten Weltkrieg entfernt, aber es war eben jene Besonnenheit, die uns statt dessen den Fall des eisernen Vorhangs gebracht hat. Viele sind leider nicht in der Lage, genau dieses Geschenk der Weltgeschichte wirklich dankbar anzunehmen. Schade.</p><p>So viel also zu dem Flyer &#8220;Thomasbummel &#8211; Wenn die selbsternannte Elite nach Nürnberg kommt&#8221;, herausgegeben vom AStA der FH Nürnberg (heute GSO Hochschule Nürnberg).</p><p>Ich sage nicht, dass man Verbindungen nicht kritisch hinterfragen sollte. Im Gegenteil ist Kritik eine der wichtigsten Grundlagen eines demokratischen Staates. Dieser Flyer hinterfragt aber nicht, sondern er verhetzt. Es gibt teils wirklich gute Burschireader anderer ASten, die sehr kritisch, aber fair hinterfragen. Ich habe für diesen Blog noch viel zu tun, denn auch genau jene möchte ich an dieser Stelle gebührend vorstellen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-02-26/infoflyer-thomasbummel-asta-fh-nurnberg.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Definition &#8220;Studentenverbindung&#8221; des AStAs der FernUniversität in Hagen</title><link>http://www.burschireader.de/2010-02-25/definition-studentenverbindung-des-astas-der-fernuniversitat-in-hagen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=definition-studentenverbindung-des-astas-der-fernuniversitat-in-hagen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-02-25/definition-studentenverbindung-des-astas-der-fernuniversitat-in-hagen.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 25 Feb 2010 05:49:59 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Presse]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <category><![CDATA[AStA Hagen]]></category> <category><![CDATA[Definition Studentenverbindung]]></category> <category><![CDATA[Einzelkorporationen]]></category> <category><![CDATA[FernUni Hagen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://burschireader.de/?p=71</guid> <description><![CDATA[Auf der Webseite des AStAs der FernUniversität Hagen findet sich die folgende Definition der Studentenverbindungen (http://www.fernstudis.de/node/554 - Zugriff am 25. Februar 2010): Akademischer Männerbund, Seilschaft von (in der Regel) deutschen Studenten und Fertigstudierten, die der gegenseitigen Unterstützung, der Karriereförderung und der Brauchtumspflege (darunter, je nach Verbindung, Befremdliches wie kultartige Saufrituale oder das Schlagen von &#8220;Mensuren&#8221;, das <a
href='http://www.burschireader.de/2010-02-25/definition-studentenverbindung-des-astas-der-fernuniversitat-in-hagen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="tweetthis" style="text-align:center;"><p> <a
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class="nothumb" src="http://www.burschireader.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/ping/tt-ping-micro3.png" alt="Post to Ping.fm" /></a></p></div><p>Auf der Webseite des AStAs der FernUniversität Hagen findet sich die folgende Definition der Studentenverbindungen (<a
href="http://www.fernstudis.de/node/554">http://www.fernstudis.de/node/554</a> - Zugriff am 25. Februar 2010):</p><blockquote><p><em>Akademischer Männerbund, Seilschaft von (in der Regel) deutschen Studenten und Fertigstudierten, die der gegenseitigen Unterstützung, der Karriereförderung und der Brauchtumspflege <span
id="more-71"></span>(darunter, je nach Verbindung, Befremdliches wie kultartige Saufrituale oder das Schlagen von &#8220;Mensuren&#8221;, das sind ritualisierte Überbleibsel von Degen-, oder Säbelduellen früherer Jahrhunderte, die nicht selten entstellende Narben im Gesicht zurücklassen) dient.</em></p><p><em>Tritt als Korps, Burschenschaft, Landsmannschaft, Verein deutscher Studenten (VDSt) o.ä. in Erscheinung. Politische Ausrichtung von konservativ-liberal über deutschnational bis rechtsextrem.</em></p><p><em>Erwähnenswert der Dachverband DB (Deutsche Burschenschaft), deren Mitglieder sehr eigene Vorstellungen von der wünschenswerten territorialen Ausdehnung eines deutschen Nationalstaats haben.</em></p></blockquote><p>Diese Definition war mitunter Kern des Anstoßes für diesen Blog. Diese Definition ist inhaltlich faktisch falsch und &#8211; wie üblich &#8211; sehr einseitig verfasst. Meine Analyse wie folgt:</p><p><strong> </strong></p><p><strong>Zum ersten Absatz:</strong></p><ul><li>Deutsche Studentenverbindungen sind nicht rein männerdominiert. Zwar ist es richtig, dass es viele Verbindungen gibt, die nur Männer aufnehmen, doch ist es schlichtweg falsch, hier eine Generalklausel zu unterstellen. Gerade nach den 1968 Jahren habe sich einige Verbindungen für die Damen geöffnet und  viele reine Damenverbindungen haben sich gegründet. Leider viel zu wenige, aber dafür können &#8216;wir Männer&#8217; im Grunde aber auch nichts dafür.</li><li>Die Eigenheit der Seilschaften wird oft schlicht verkannt. Jeder Mensch hat sein persönliches Netzwerk, aus dem er sich ab und dann Vorteile verschafft. Sei es der Rechtsanwalt aus dem Fußballverein, den man nach einem kostenfreien juristischen Rat fragt oder der Freund, der in einem Unternehmen arbeitet, in das man selbst gerne wechseln würde. Wir alle nutzen tagtäglich unser Netzwerk, unsere &#8220;Seilschaften&#8221;. Für einen Korporierten ist die Verbindung nichts weiter als ein Teil des persönlichen Netzwerks.</li><li>Zum Thema Brauchtum plane ich derzeit einen längeren Artikel. Zwar ist das inhaltlich nicht ganz falsch, aber dennoch recht einseitig. Brauchtum ist per se etwas Wichtiges und dient der Erinnerung an frühere, mit heute nicht mehr vergleichbaren Situationen.</li></ul><p> </p><p><strong>Zum zweiten Absatz</strong>:</p><ul><li>Es heißt Corps und kommt aus dem Franzöischen.</li></ul><p> </p><p><strong>Zum dritten Absatz</strong>:</p><ul><li>Diese besagten Vorstellungen sind wohl schon einige Jahrezehnte alt. Insbesondere nach den Weltkriegen hatten Organisationen aller Art irgendwelche politischen Vorstellungen für die Zukunft Deutschlands. Da machten offensichtlich auch Studentenverbindungen keine Ausnahme.</li></ul><p> </p><p>Der Verbleib aber insbesondere dieses letzten Kommentars in der beschrieben Definition ist ein wahrer Beleg dafür, dass sich der Verantwortliche sich nicht im Geringsten die Mühe gemacht hat, sich vor der Online-Stellung mit der Thematik auseinder zu setzen. Schade!</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-02-25/definition-studentenverbindung-des-astas-der-fernuniversitat-in-hagen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Farbentragen</title><link>http://www.burschireader.de/2010-02-23/farbentragen.html?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=farbentragen</link> <comments>http://www.burschireader.de/2010-02-23/farbentragen.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 23 Feb 2010 06:24:05 +0000</pubDate> <dc:creator>Der Burschireader</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Einzelkorporationen]]></category> <category><![CDATA[Farbentragen]]></category> <category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category> <category><![CDATA[Vorurteile]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://burschireader.de/?p=21</guid> <description><![CDATA[Ein häufiges Vorurteil, mit dem sich der farbentragende Student herumschlagen muss, ist eben das Farbentragen. Jede Gemeinschaft hat Erkennungsmerkmale, solche sind bspw&#8230; das Trikot im Sport das Familien- oder Staatswappen Kleidung bzw. Kleidungsaccessoirs (z.B. grüne Schnürsenkel) eine bestimmte Frisur die Landesflagge der Ehering oder eben das Band eines Farbenstundenten. Alle diese Beispiele (es gibt unzählige weitere) <a
href='http://www.burschireader.de/2010-02-23/farbentragen.html' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
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id="more-21"></span></p><ul><li>das Trikot im Sport</li><li>das Familien- oder Staatswappen</li><li>Kleidung bzw. Kleidungsaccessoirs (z.B. grüne Schnürsenkel)</li><li>eine bestimmte Frisur</li><li>die Landesflagge</li><li>der Ehering oder eben</li><li>das Band eines Farbenstundenten.</li></ul><p>Alle diese Beispiele (es gibt unzählige weitere) haben etwas gemeinsam: Sie sind ein Erkennungszeichen einer Gruppe. Es gibt durchaus Gruppierungen, da kann man diese Art der Uniformierung tatsächlich kritisch hinterfragen, man stelle sich aber einmal vor, ein Fußballverein würde ohne Trikots spielen. Zwar kennt man seine Teamkameraden, doch wäre es dennoch ein sehr mühsames Unterfangen, auf diese Art tatsächlich ein Fußballspiel zu bestreiten.</p><p>Das Farbentragen ist ein Zeichen der Zusammengehörigkeit. Nicht mehr und nicht minder. Zusammengehören heißt aber nicht, sich abzugrenzen. Jede Gemeinschaft &#8211; nicht nur das Verbindungswesen &#8211; lebt davon, was der einzelne in diese Gemeinschaft einbringen kann: seien es Freunde, besonderes Können oder spezielle Kenntnisse. Diese können nicht nur innerhalb einer Gemeinschaft entstehen und entwickeln. So lebt jede Gemeinschaft auch davon, was der einzelne von außerhalb derselben mitbringen kann.</p><p>Das Farbentragen ist also nicht ein Zeichen abgegrenzter Zusammengehörigkeit, sondern ein Zeichen dafür, wohin man bereit ist, sein eigens Können und Wissen einzubringen.</p><p>Das Band eines Farbenstudenten ist im Prinzip nicht mehr und nicht weniger als eine Art Trikot. Mein Band und meine Mütze sind blau-weiß-rot, so wie das vieler Studentenverbindungen übrigens.</p><p>P.S: Einen Überblick über das &#8220;Couleur&#8221; im Verbindungswesen gibt es im Artikel &#8216;<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Couleur" target="_blank">Couleur</a>&#8216; bei Wikipedia.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.burschireader.de/2010-02-23/farbentragen.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
